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Veröffentlicht am 2016-03-25 19:03:47 in /co/

/co/ 12320: Allgemeiner Kaufberatungsfaden

rcass Avatar
rcass:#12320

Bernd was hast du zuletzt gekauft und kannst es weiterempfehlen?

Bei diesem Bernd sind es Bild verwandt:

>Sarah C Andersen - Adulthood Is A Myth

Das Cover Bernd! Es ist plüschig!


>Gemma Correll - The Worriers Guide To Life

Sehr schöne Zeichnungen, geht aber genau wie bei Sarah meistens um Frauenprobleme :3


>Guy Delisle - Aufzeichnungen aus Birma / Jerusalem

Nach Shenzhen und Pjöngjang neue Reiseberichte von Bernds Lieblings Comic-/Animationszeichner.

ryhanhassan Avatar
ryhanhassan:#12333

Nachdem ich über anderthalb Jahrzente warten musste, bis die Geschichte zu wende war, kann ich mir jetzt immerhin guten Gewissens die Sammelbände zulegen.

mizhgan Avatar
mizhgan:#12336

1) die Geschichten vom Originalen Schreiber. Überteuert, aber gut.

2) angenehme Lektüre

3) nicht so gut wie "Die Pioniere des menschlichen Abenteuers", aber immer noch besser als 99% des aktuellen Splitter-Programms

bobwassermann Avatar
bobwassermann:#12340

Ich beziehe mich auf antiquarische Ausgaben, welche zum Teil schon seit Jahrzehnten in meinem Besitz sind, die Bilder stammen jedoch von aktuellen Ausgaben, die leicht zu beziehen sind.

Schwarze Gedanken von Andre Franquin.
Franquin ist einer der ganz großen der Franco-Belgischen Comics, bekannt für Gaston und Spirou&Fantasio.
Weniger bekannt ist, dass er an Depressionen litt und Zeitweise sehr starke Medikamente nahm. Die Schwarzen Gedanken können also als ein Art Theraputische Arbeit angesehen werden.
Es handelt sich um Kurze, meißt einseitige Gagcomics, mit sehr schwarzem Humor, sehr zynisch, sehr düster und oft brutal.
Dabei wunderschön gezeichnet, Franquin war graphisch suf seinem Höhepunkt und die S/W Zeichnungen bringen sein ganzes Können zur Geltung.

Cowa! von Akira Toriyama.
Toriyama konnte nach Dragonball machen was er wollte, hier hat er eine sehr charmante Geschichte um ein paar Monsterkinder auf Abenteuer abgeliefert.
Nicht nur der Zeichenstil erinnert manchmal an ein Kinderbuch, auch der Inhalt ist für sehr junge Leser geeignet, Toriyama legt jedoch ein solches erzählerisches und zeichnerisches Geschick an den Tag, dass die Lektüre auch für erwachsene Comicenthusiasten eine helle Freude ist.

Freak Brothers von Gilbert Shelton.
Shelton ist zeichnerisch zwar nicht in einer Liga mit Robert Crumb, von der zeitgenössischen Bedeutung her übertrifft er ihn jedoch sogar.
Seine Freak Brothers sind Klischheehippies, erleben drogeninduzierte Abenteuer und geben sich für allerlei Blödsinn her.
Wenn sie nicht gerade die Hauptdarsteller kurzer Gags sind, erleben sie auch mal Abenteuer die Albumlänge erreichen können, diese sind dann nicht nur vergleichbar mit klassischen Abenteuercomics, sondern liefern auch Einblicke in das Hippieleben in den 60ern.

Erotica von Vaughn Bode.
Dies ist tatsächlich nur noch sehr schwer aufzutreiben, meine Ausgabe geht mitlerweile für fast 100$ weg und die stammt lediglich aus den 90ern. Auf Deutsch gibt es neu fast nichts von Bode, und wenn dann ist auch das nicht billig, aus England lässt sich einiges importieren, aber auch dort gehen die Preise nicht unter 30£ los.
Bode schuf ganze Universen um sie von seinen Eidechsen und Süßmödchen bevölkern zu lassen, dabei gingen die Geschichten die er erzählte in vielerlei Richtungen gleichzeitig, Sci-Fi, Fantasy, Kriegsabenteuer, philosophische Parodien, meißt erotisch aber nie plumb pornographisch.
Sein Zeichenstil war und ist einzigartig, seine Typographie nahm Elemente des Graffiti vorweg und noch heute tauchen seine Figuren manchmal in ebensolchen auf.

iamgarth Avatar
iamgarth:#12347

>>12340
"Schwarze Gedanken" hab ich von meinem Onkel zum 18. Geburtstag bekommen. Keine Ahnung, ob er mir damit was sagen wollte. Kann ansonsten dem Urteil nur zustimmen. Von Shelton hatte ich noch nie gehört, von Bode besitze ich nichts und das meiste im japanischen Stil ist mir Wurst. Lohnt sich hier eine Ausnahme? Könntest du vllt 2 oder 3 Seiten mal posten?

mizhgan Avatar
mizhgan:#12348

>>12347
Hier gibts Scanlations von Cowa!
http://mangafox.me/manga/cowa/v01/c001/1.html

Anbei eine Freak Brothers Story.

vaughanmoffitt Avatar
vaughanmoffitt:#12349

>>12348

nateschulte Avatar
nateschulte:#12350

Und hier noch ein paar Seiten von Bode.

cmzhang Avatar
cmzhang:#12351

>>12348
Vielen lieben Dank! Bist halt doch der Chef.
Bizarrerweise erinnert mich der Zeichenstil in Cowa! ein bisschen an Trondheims Donjon. Nicht übel.

guischmitt Avatar
guischmitt:#12353

>>12351
>Lohnt sich hier eine Ausnahme?
Ich könnte hier jetzt eine behinderte (Pseudo-)Empörungs-Schuchtelei ablassen wie "Also Akira Toriyama sollte man als Bernd *wirklich* kennen", aber Dragonball ist eben auch iwo ein Generationending und wenn man sich nicht mit Manga/Anime auseinandersetzt ... anyway: ist ein Name, den auf den Schirm zu haben auch für reguläre /co/-Bernds ohne Japan-Affinität definitiv lohnt!
Finde übrigens u.a. schön an seinem Zeichenstil, dass er mehr Individualität aufweist, als der generische Manga (weshalb es ja auch nicht-generisch ist oder zumindest früher war).

markmushiva Avatar
markmushiva:#12354

>>12348
>>12349
>>12350
Merci für die Scans btw.

nicoleglynn Avatar
nicoleglynn:#12388

hab mir gestern nach längerem Überlegen diese beiden Bände gekauft. Mäßig, Bernd, sehr mäßig. Sicher trübt die Nostalgie meinen Blick auf die Originale von E. P., aber wenn die neuen Hefte alle dieses Niveau haben, sind sie unnötig. Schade.

bassamology Avatar
bassamology:#12389

>>12320
Ich möchte euch nochmal dran erinnern, dass Sarah eine aufmerksamkeitsheischende Schlampe ist, die (da hat sie zumindest recht) nicht zeichnen kann, aber herumheult OBWOHL sie Geld mit ihrem Schrott verdient, statt sich die Hände zu reiben.

Ich würde mir die Hände reiben, würde ich mit Scheisse Geld verdienen.

"Buhuuu das Bild wurde 4500+ mal geliked und 3000 mal geteilt, ich bin so scheisse, buhuu!" HALT'S MAUL!

arashmanteghi Avatar
arashmanteghi:#12407

>>12389
>dass Sarah eine aufmerksamkeitsheischende Schlampe ist

das ist hinlänglich bekannt :3


OP-Bernd hat sich jetzt auch Lucky Penny von Hirsh und Ota zugelegt. Die Geschichte ist totaler Schwachsinn aber Penny ist ein sehr liebenswürdiger Charakter und macht Bernd irgendwie ganz wuschig, dazu gute Zeichnungen. Bernd wollte auch in das optisch ähnliche Scott Pilgrim investieren, der Film gefefelte ihm aber nicht.

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#12408

>>12407
Und dass Bernd schlechter zeichnet als sie, macht es sogar noch schlimmer.

davidsasda Avatar
davidsasda:#12409

>>12407
meh,
verstehe nicht warum ananth und yuko aufgehört haben autobiographische comics zu machen, die waren nämlich toll, im gegensatz zu dem generischen quark den sie jetzt produzieren, nu, davon können sie anscheinend immerhin leben.

deviljho_ Avatar
deviljho_:#12497

Ich glaube zu einigen der Comics schrub ich schon mal was, nu, egal.

Sandra Bodyshelly ist eine lesbische Vampirin, der Comic eine erotische Horrorkomödie, die in der Gegenwart angesiedelt ist.
Harm Bengen ist Ostfriese und sein Zeichenstil ist trotz der ungewöhnlichen Kolorierung mit Kreiden eher klassisch. Später baut die Serie deutlich ab, die ersten zwei drei Bände sind aber grundsolider, charmanter, erotik Trash.

Strandet on Planet X von Paul Way, erschienen bei Radio Comix.
Der Comic ist ein Sci-Fi Porno in schönen S/W Zeichnungen. Hier soll es aber eher um Radio Comix gehen, einen amerikanischen underground Verlag der Manga verlegt, einige Furry Magazine betreibt und unbekanntere amerikanische Zeichner im Programm hat, auch Usagi Yojimbo läuft im Moment bei ihnen.
Besonders empfehlen möchte ich ihr Comicmagazin Milk!, im Stile ist es mit dem guten alten Schwer Metall zu vergleichen, natürlich kleiner und dünner und mit höherem Pornoanteil, aber immer eine tolle Mischung, auch alte Ausgaben lassen sich noch gut beim Verlag bestellen.

Der Schein trügt.
Milo Manara ist einer der ganz großen, sein Zeichnstil vor allem in S/W konkurrenzlos, seine Frauen wahre Göttinnen, seine Geschichten sind jedoch oft pornographischer Schrott.
In diesem Band sind einige ältere und kürzere Geschichten versammelt, die oft philosophische Qualitäten erreichen aber auch erotisch sind.

Von Mir!
Gerhard Förster kann nicht zeichnen.
Im Hautberuf ist er Letterer, unter anderem ist er auch für die Buschstaben in der oben erwähnten Manara Ausgabe von Schreiber&Leser verantwortlich.
Im Comic gibt es einige zu vernachlässigende Geschichtchen zu sehen, daneben aber auch autobiographische einblicke in's Leben eines Comicletterers, und vor allem eine kleine Serie über Försters Zeit bei Scientology.
Alleine für diese Geschichte lohnt sich die Anschaffung der Comics, das komplettpaket gibt es kostengünstig direkt beim Verlag Schwarzer turm zu bestellen.

bergmartin Avatar
bergmartin:#12519

>>12497
Kannste das erste mal als PDF hochladieren? Klingt nämlich nach neuen Reibimaterial.
Bitte tu es, für die Berndheit!

amboy00 Avatar
amboy00:#12605

Dieser Bernd hat jetzt mit 30 sein erstes Panini Sammelabo abgeschlossen über Star Wars Legend Comics. Als Star Wars Fan und ehemaliger Sammler der leider viele dieser Comics in der Feuchtigkeit seines Kellers verloren hat, kam ich nicht drum rum zu bestellen. Die sind nun in Hardcover gebunden und mit netten Zusatzinfos ausgeschmückt. Die gesamte Collection wird allerdings nicht alle Comics beinhalten sondern nur ausgewählte und besonders beliebte. Soll mir recht sein, denn auch so kostet einen die Sammlung nach meiner Berechnung innerhalb der 13 oder 14 Monate die sie produziert wird, gute 350€. Da ich das erste "Heft" jetzt sehen konnte, kann ich es nur jedem Fan ans Herz legen. Ist wirklich hübsch anzuschauen.

jamesmbickerton Avatar
jamesmbickerton:#12612

>>12519
Nö.

Der Incal von Moebius und Jodorowsky
ist der wohl einflussreichste Sci-Fi Comic der Geschichte, so mancher Genrefilm klaute dort schamlos.
Vor einigen Jahren kam er, wohl mit blick auf amerikanisches Umhangträger Publikum, in einer neukolorierten, bzw. mit kackigen Computer Tools verschlimmbesserten, Version auf den Markt, diese gilt es zu vermeiden, Bild 1 relatiert.
Die Story fängt als simples Film-Noir Stück im Jahr 4000 oder so an, wird zum Ende hin, typisch für Jodorowsky, jedoch zu etwas schwurbeligem esoterik Zeuchs.
Die deutschen Alben sind recht teuer, die vom Splitter Verlag sind trotzdem zu empfehlen.
Wenn man nicht so viel investieren will, immerhin sinds sechs Bände, selbst gebraucht nicht für unter 10€ pro Stück zu kriegen, kann man aber zum günstigeren, amerikanischen Sammelband greifen, den gibts neu für unter 30€.
Die version von Humanoids ist kleiner als die deutschen Alben, aber größer als das typische Amiformat.
Die Druck- und Bindungsqualität ist bei diesem dicken Hardcoverband top und es wurde auf die alte original Kolorierung(!) zurückgegriffen.

adammarsbar Avatar
adammarsbar:#12616

die meisten Interessierten kennen es sicher, aber ich bin grad erst drauf gestossen und jetzt echt geflasht. Trotz Actionfilm-Gewaltlevel ist die Geschichte ernsthaft und facettenreich erzählt, die Charakterpsychologie glaubwürdig. Was jetzt noch fehlt, sind Comics mit Soundtrack.

areus Avatar
areus:#12637

My guide to franco-belgian comics/

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alagoon:#12639

>Graphic Novels
gtfo

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slaterjohn:#12640

>>12637
>Comic ohne Text
>30 Euro blechen und nie meer durchlesen, wetten?

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urbanjahvier:#12663

>>12637

Bist du bescheuert? Du hast Tintin und Asterix & Obelix vergessen.

ajaxy_ru Avatar
ajaxy_ru:#12664

>>12663
Da steht doch eindeutig
>GRAPHIC NOVELS

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okcoker:#12667

>>12664

Ah, stimmt. Wem Comics noch zu viel Text haben.

alta1r Avatar
alta1r:#12669

Es gibt überhaupt nicht so was wie ne "Graphic Novel".
Wenn der Valerian Film als die Verfilumg der berühmten "Graphic Novel" beworben wird, dann müßen Asterix und Tim aber auch "Graphic Novels" sein, denn sowohl Form als auch Inhalt sind bei allen drei ebenbürtig, vom Genre her verschieden, von jeglicher Perspektive der literarischen Analyse her aber gleichwertig.
aus diesem Fallbeispiel kann man schließen, das entweder alle Comics auch "Graphic Novels" sind, oder dass Comics grundsätzlich nicht "Graphic Novel" sein können
Ein anderer, produktiverer Schluss, legt nahe, dass der Begriff Graphic Novel eine leere Worthülse ohne wirkliche Bedeutung ist, die lediglich dazu verwendet wird, um Comics an Leute zu vermarkten die sich dem durschnittlichen, debilen Comicleser überlegen fühlen.

n1ght_coder Avatar
n1ght_coder:#12670

>>12669

Graphic Novels sind halt gutes Marketing. Schlechtere Kunst und weniger Text als Comics, dafür aber höhere Preise. Das ist schlichtweg genial.

kazukichi_0914 Avatar
kazukichi_0914:#12671

>>12665
>enthält weder Shaun Tan noch Maus

trueblood_33 Avatar
trueblood_33:#12672

>>12669
>>12670
Spaßfakt: es gibt keinen definitiven Unterschied zwischen "Graphic Novel" und "Comic", zumindest wenn man Full Assburger Mode geht. Man nennt seine Sachen halt "Graphic Novel" damit Hipster und Artsyfags allgemein nicht sagen müssen, dass sie Comics lesen.

t. habe Graphic Novels im Studium ein ganzes Semester behandeln müssen

im_jsmith Avatar
im_jsmith:#12673

>>12669
>der Valerian Film

ERWÄHN DIESE KACKSCHEISSE NICHT

Der Dreckstrailer hat mich schlimmer rangieren lassen als die GITS Realverfilmung

buddhasource Avatar
buddhasource:#12674

>>12665
>Gypsy statt der Skorpion
>Korrigans
>Freaks Squeele (sehr gut, aber Franga)

teilweise komische Liste ist teilweise komisch

thehacker Avatar
thehacker:#12676

ich hab grad die ersten beiden TPB gelesen und bin sehr angetan.
die Zeichnungen sind eine Mischung aus dem Donjon-Stil, Moebius und einer kleinen Messerspitze voll Bilal.
die Story ist wild und seltsam und unvoehersehbar.
klare Empfehlung an alle SF-affine Leser von Bilderbüchern ^^

xravil Avatar
xravil:#12677

*unvorhersehbar

melvindidit Avatar
melvindidit:#12678

>>12669
>>12672

>https://en.wikipedia.org/wiki/Graphic_novel
>A graphic novel is a book made up of comics content. Although the word "novel" normally refers to long fictional works, the term "graphic novel" is applied broadly and includes fiction, non-fiction, and anthologized work. It is distinguished from the term "comic book", which is used for comics periodicals.

>It is distinguished from the term "comic book", which is used for comics periodicals.

Ach Bernd, selbst Wikipedia weiß da offensichtlich mehr als du.

okcoker Avatar
okcoker:#12679

Das dumme an der Definition über den Ausschluss des Serienformats ist nämlich, das gerade die Comics, die den Begriff "Graphic Novel" in den 80ern Hoffähig gemacht haben, vor ihrer Veröffentlichung als Sammelband als Serie erschienen sind: Watchmen, Maus, The Dark Knight Returns.
Auch jetzt noch wird diese Definition nicht so genau genommen, ein Beispiel ist hier im Strang zu sehen; Valerian wird als "Graphic Novel" bezeichnet obwohl man auf Wikipedia doch lesen kann:
"Valérian, is a French science fiction comics series"

Tja, dumm gelaufen.

starburst1977 Avatar
starburst1977:#12680

hier eine kleiner Text zu einem meiner letzten Käufe.

Hellboy, von Mike Mignola, erschienen bei Dark Horse. Die Filmversionen, welche im übrigen recht gut gelungen sind, dürften bekannt sein, zum Inhalt sage ich daher also nichts.
Ich habe hier die U.S. Ausgabe des ersten Sammelbandes liegen, mit fast 20€ recht teuer, dafür aber auch mit Fadenbindung und sehr gutem Druck.
Mignolas stilisierte und von Flächen beherrschte Art zu Zeichnen muss man mögen, wenn man sich damit anfreunden kann, erschliesst sich einem aber das Werk eines Könners. Auch die zum Stil passende, aber sehr flache Kolorierung dürfte die Serie dem einen oder anderen Umhangfan vergrätzen, dabei lässt es sich doch wie ein klassischer Superheldencomic an.
Ein Superheldencomic ist Hellboy aber eigentlich nicht, viel mehr eine moderne Heldensaga voll düsterem, Lovecraftartigem Horror und sanftem Drama.

christianoliff Avatar
christianoliff:#12681

>>12680
Hellboy ist toll. Wer es mit Capes vergleicht, hat keine Ahnung. Lege mir demnächst auch nochmal was aus dem Hellboy-Universum zu.
Hätte gerne die große Farbausgabe. A3, gebunden. Kostet aber die Welt.

dmackerman Avatar
dmackerman:#12682

>>12681
Keine Ahnung haben ist im Comicbereich leider immer noch weit verbreitet.
In Vorwort und Klappentext der erwähnten Hellboy Ausgabe z.B. hievt Robert Bloch Hellboy auf ein literarisches und künstlerisches hohes Ross, wo er bei aller liebe nicht hingehört.
Hellboy ist keine neue Kunstform, ist auch nicht der Comic der Zukunft, wie Bloch schreibt.
Auch vergleicht er Hellboy aus mir unerfindlichen Gründen, mit Andy Warhols Pop Art und den Drogenverseuchten Underground Comics der 60er. Wieso er Hellboy nicht mit anderen "Graphic Novels" vergleicht bleibt mir schleierhaft. Den mir naheliegendsten Vergleich mit "Adeles ungewöhnliche Abenteuer" kann er verständlicherweise nicht ziehen.
Dennoch kann der Vergleich mit Andy Warhol und Underground Comics nur auf unzureichende Kenntniss von Warhols Werk und der Welt der Comics als ganzes zurückzuführen sein.

millinet Avatar
millinet:#12704

Batman - Das erste Jahr
Nach "Die Rückkehr des dunklen Ritters" lieferte Frank Miller noch ein Prequel ab.
Es handelt sich um eine Variation einer Origingeschichte; Bruce Wayne begibt sich mit 25 zum ersten mal als Batman auf Verbrecherjagd und Gordon ist noch ein Lieutenant, der gerade nach Gotham versetzt wurde.
Im vergleich zu dem, zugegebenermaßen überragenden, Vorgänger leider nur ok, besonders weil Miller hier nicht selbst zeichnet. Mazzuchelli immitiert zwar Millers Stil, schaft dies aber nicht überzeugend, vor allem fehlt im die Klasse im Umgang mit dem Medium. In kombination mit der vergleichsweise konservativ erzählten Geschichte, führt das dazu, dass die atmosphärische Dichte von "Die Rückkehr des dunklen Ritters" hier leider nicht erreicht wird. Trotzdem lesenswert, aber eben nicht so vorbehaltlos zu empfehlen wie der Vorgänger.

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starburst1977:#12710

Die Wichtel brachten mir
The Walking Dead Band 1.
Schickes, dickes, kleinformatiges Hardcover in hervorragender Druck- und Bindequalität, mit dem Preis von 16€ ergibt das eine gutes Verhältnis.
Bemerkenswerterweise, ist der Comic in einem recht ansehnlichen S/W Stil gezeichnet und verfügt über einige interessante Anhänge.
Davon abgesehen ist das Ding aber ebenso wenig zu empfehlen wie die unsäglich seifige TV Serie die daraus hervorging. Für mich ist sowohl Comic, als auch TV Format Schrott den man höchstens mal eben am Bahnhofskiosk kaufen und nach getätigter Reise wegschmeißen, bzw. zur berieselung im Hintergrund laufen lassen kann. Daher kann ich mit einer edlen, teuren Sammleredition zum immer wieder lesen auch nix anfangen.

Regis Francs
Neue Geschichten
hingegen ist etwas äußerst feines.
Wie ich zufällig entdeckte, ist das Album vom Volksverlag für Centbeträge über Amazon zu beziehen. Der ob des alters schon recht brüchige Softcover Band ist prall gefüllt mit Francs herrlich melancholischen, von subtilem Humor und literarischer Rafinesse bestimmten Geschichten.
Der geneigte Leser wird sich an einige Scans die ich fertigte erinnern.
Franc zeichnet stilisierte, anthopomorphe Tiere, in oftmals sehr statischen, aber nicht minder cleveren Layouts und lässt auf den verschiedenen Bildebenen ebenso verschiedene Geschichten ablaufen.
Inhaltlich sind es kleine Liebesdramen, tragische Alltagsgeschichten, oder einfach malancholisches Einerlei. Durch, Farben, Layout und Erzählten Inhalt, erschafft Franc dabei Stimmungen, wie sie im Comicbereich ihresgleichen suchen.
Eine Geschichte liefere ich gleich mit.

turkutuuli Avatar
turkutuuli:#12711

>>12710

saarabpreet Avatar
saarabpreet:#12712

Und weil's so schön war, noch eine hinterher.

ryandownie Avatar
ryandownie:#12715

Stray Bullets - Killers
Ist der neueste Teil dieser hervorragenden Thriller/Drama Serie.
Da es ein Standalone ist, der noch dazu fast 10 Jahre nach dem ende der Kernserie erschienen ist, kann man das auch sehr gut lesen, wenn man von der Serie noch nie gehört hat, außerdem es ist nicht weniger gut als diese.
David Lapham kann Comic Erzählung, auch S/W Zeichnungen hat er voll drauf, daher sollte man sich das unbedingt kaufen.
Kaufen, kaufen, kaufen.
Die Serie wurde zweimal in DE gestartet, auch zweimal eingestellt, daher muss man sich das als amerikanischen Import besorgen.

Der geneigte Donaldist mag sich über Don Rosa streitet, ich mag seine Sachen, daher hatte ich mich auf
Dagobert - Sein Leben, seine Milliarden
auch sehr gefreut.
Dooferweise ist dieser dicke fette Hardcover Sammelband aber neu koloriert und kelettert worden, mit dem dicken Airbrush Tool und einem Font der ob der unflexibiltät eines hingelutschten computer Letterings oft zu klein für die Sprechblasen ist.

Ganz recht das
Gravity Falls: Journal 3
ist das Buch, das Dipper in der Serie benutzt.
Dieses Buch ist wirklich toll, es enthält alle Seiten die man aus der Serie kennt und dazu noch jede Menge anderen Quatsch. Es ist hevorragend in Gestaltung und Qualität und für jeden Fan der Serie ein echtes Schmankerl.
Auch dies ist nur in Englisch zu haben.

suprb Avatar
suprb:#12716

>>12715
>Dippers Journal

Noice

Kannst ein paar Fotos vom aufgeschlagenen Buch hochladen?

>Don Rosa nicht mögen
Würde doch kein vernünftiger Donaldist

leelkennedy Avatar
leelkennedy:#12717

Zur Belohnung gabs
Ghorghor Bey
aus der Reihe
Die Geheminisse des schwarzen Mondes.
Wer "Die Chroniken des schwarzen Mondes" nicht kennt, sollte dies unbedingt nachholen, handelt es sich dabei doch um eine ausgezeichnete Fantasy Serie mit viel Action, großen Schlachten
und einem leichten Trash Charme wie er Warhammer oder Dungeons&Dragons anhaftet.
Zumindest bei den ersten fünf Bänden, danach verliess Zeichner Ledroit das Team und die Serie verlor etwas an knackigkeit, nicht nur bei den Zeichnungen.
Bei "Die Geimnisse des schwarzen Mondes" handelt es sich um eine Spin Off Serie, die die
Hintergründe einiger Figuren genauer beleuchtet.
Der Band über Ghorgor Bey, einen gefürchteten Heerführer und Halboger, ist hier besonders interessant, da sich das alte Team aus Autor Froideval und Zeichner Ledroit wieder zusammengefunden hat.

>>12716
Fotos gibts bei Gelegenheit.

nateschulte Avatar
nateschulte:#12720

Jetzt also endlich ein paar Fotos und ein detailiertes Review.
Das Buch ist Hardcover mit klebebindung.
Die "Metallteile" sind mit Glanzdruck versehen, der Rest ist matt.
Der Schutzumschalg ist rückseitig eine Blaupause mit McGuckets Erfindungen.
Die Druckqualität ist durchweg gut, die Zeichnungen sind künstlich gealtert, die Schrift aber immer gut zu lesen.
Auch die berüchtigten leeren Seiten sind vorhanden. In der Specialedition sind diese unter schwarzlicht lesbar, auch die Metallteile sind dann "echt", mit 80€ ist die dann aber doch etwas teuer. Die normale Ausgabe um die es hier geht ist mit 15€ dafür ein echtes Schnäppchen.

shalt0ni Avatar
shalt0ni:#12721

>>12720
Ab dem Zeitpunk, zu dem Dipper das Buch bekam, sind dann seine Einträge zu sehen, mit anderer Farbe und anderen Zeichnungen. Später ist dann der originale Autor wieder da, und dann gibts entsprechend wieder seine Einträge.
Auch Mabel hat das Buch wohl ein paar mal in die Finger gekriegt.
Alles in allem absoulut zu empfehlen und bei dem Preis, bzw. den zwei Vrianten, sowohl als Sammelobjekt, wie auch als tatsächliches Kinderspielzeug geeignet. Da stört dann lediglich die Sprachbarriere, Das Buch ist nur auf Englisch erschienen

baluli Avatar
baluli:#12724

Für Februar hat sich Bernd die drei bildrelatierten Werke bereitgelegt. Das diese großartig sein werden ist vorher schon klar, die Frage ist jedoch, ob sie Bernd eine Träne reiner Emotion entlocken können.

terpimost Avatar
terpimost:#12726

>>12724

Bernd hat Essex County abgeschlossen. Was für ein Meisterwerk der gepflegten Fühls! Die Geschichte beginnt mit Lester, einem kleinen einsamen Jungen, der gern Comics liest und auch zeichnet, sich als Superheld verkleidet und allein mit seinem Onkel Ken auf einer Farm in Essex County (Canada) lebt. Eines Tages lernt er Jimmy kennen, den einsamen Inhaber der lokalen Tankstelle. Eine Freundschaft entwickelt sich zwischen beiden und dient als Ausgangspunkt für die Hintergrundgeschichten beider und deren Vorfahren. Die Geschichte von zwei Stammbäumen wird im Verlauf der Geschichte erzählt, welche voller Verlust, familiärer Tragödien und Einsamkeit auch den verkrustetsten Bernd einige verloren geglaubte Emotionen entlocken wird.

Uneingeschränkt empfehlenswert.

justinrhee Avatar
justinrhee:#12734

Hallo /co/ Bernd!

Ich suche nach Cyberpunk/Dystopie.
Habe auf dem Gebiet nur Transmetropolitain und kürzlich Tokyo Ghost (kann ich nur empfehlen) gelesen.
Warren Ellis dürfte auf dem Gebiet sicher ein paar mehr tolle Sachen haben oder? Prinzipiell ist aber alles willkommen.

davidsasda Avatar
davidsasda:#12744

>>12734
Müll
von Juan Gimenez.
Ist dystopisch und sieht zumindest sehr gut aus. Von der Geschichte darf man nichts großes erwarten; der Planet ist zu 90% mit Müll bedeckt, die Städte sind dagegen klinisch rein, trotzdem leben Menschen im Müll, und eines Tages wird ihnen der Heiland erscheinen.
Das Album von Alpha Comic ist über Amazon für kleines Geld zu haben.

Die wirklich guten Cyberpunk Sachen haben jedoch die Japaner für sich gepachtet, da muss dann auch der größter Käferaugenallergiker halt mal über seinen Schatten springen.

So hoch muss der Sprung bei
Battle Angel Alita
von Yukito Kishiro
allerdings gar nicht sein, legt er doch einen relativ europäischen, von schraffuren bestimmten Zeichenstil an den Tag.
Die Serie ändert diverse male ihre Ausrichtung, Roboter Drama, Extremsport Action, Mad Max Verschnitt, etc. und die Späten Fortsetzungen Last Order und Mars Chronicles sind leider nicht wirklich gut. Die ersten beiden Zyklen jedoch sind vorbehaltlos zu empfehlen, und wenn man sich dann in Alita verknallt hat, kann man den Rest der original Serie auch noch lesen, denn der ist ebenfalls noch sehr gut.
Die Version von Carlsen ist leider sehr dumm unterteilt, Band zwei beginnt mit dem Ende von Band eins, Band drei mit dem Ende von Band zwei und so weiter.
Um die ersten beiden Zyklen zu haben muss man daher also Band 1 - Rostiger Engel, Band 2 - Mädchen aus Stahl und Band 3 - Killerengel erwerben.
Die Gebrauchtpreise variieren hier stark, Band 1 gibts auf Amazon schon für ein paar Cents, Band 3 dagegen ist ein begehrtes, teures Sammlerstück. Meines Wissens nach gibt es leider auch keine Neuaflage.

Und, wenn man dem Anime nicht abgeneigt ist, sollte man unbedingt
Bubblegum Crisis
anschauen.
Purer, reiner Cyberpunk, dazu mit trashigem 80er Charme, Rockmusik und einigen Folgen die quasi Paradebeispiele des Genres sind.

yesmeck Avatar
yesmeck:#12746

>>12744
Danke!
Müll habe ich mir jetzt einmal bestellt. Schaut wirklich sehr schön aus.
Battle Angel Alita gefällt mir vom Stil leider gar nicht obwohl ich Mangas nicht einmal so schlimm finde (habe sehr viel Junji Ito gelesen) Werde mir mal Scans anschauen und dann überlegen ob ich es mir auch kaufe.


Anime mag ich eigentlich recht gerne.
Bubble Gum Crisis kenne ich zumindest vom Namen. Gab es da nicht sogar einen Film? Ich bilde mir ein den gesehen zu haben aber vielleicht bringe ich da was durcheinander.

Wundert mich fast, dass du Ghost in the Shell nicht erwähnt hast aber vielleicht gehst du (zurecht) davon aus, dass ich den schon gesehen habe.
Psychopass ist eine neuere Serie, die ich nicht schlecht fand, Ergo Proxy war mir irgendwann zu langweilig und bei Seriell Experiments Lain fehlen mir, glaube ich, die letzten 2 Folgen oder so.

Habe mir auch vor paar Tagen Ignition City von Warren Ellis geholt, das ist aber eher retro Futurismus/alternative Zeitlinie würde ich sagen. Trotzdem gut.

garand Avatar
garand:#12747

>>12746
Ghost in the Shell ist tatsächlich zu bekannt, als dass ich den noch empfehlen würde.
Abgesehen davon, finde ich den Anime vergleichsweise schwach und den Manga relativ schwer zugänglich.

Zu Bubblegum Crisis wäre noch der Spin off
A.D. Police
zu empfehlen, und da wiederum besonders der Manga. Es gibt allerdings auch einige animierte Versionen, die letzte erschien erst in den 2000ern.
Es handelt sich hierbei um eine Cop Serie die sich anfühlt, als sei Bladerunner durch die 80er Actiontrash Maschine gejagt worden.
Der Manga ist allerdings nur noch schwer aufzutreiben, in Deutschland erschien der nur mal in einem kurzlebigen Magazin und die amerikanische Version von VIZ gibts nur noch gebraucht.
http://mangafox.me/manga/ad_police/v01/c001/1.html
Hier kann man immerhin Scans lesen.

pf_creative Avatar
pf_creative:#12760

>>12746
>Bubblegum Crisis

Da gibts mittlerweile einiges.
Was du sehen möchtest ist die originalserie von 1987 (gibts auch in guter Qualität im Netz), sowie das nachproduzierte Ende, "Bubblegum Crash". Das vom Kollegen erwähnte "AD Police ist schonmal gut, es gibt aber noch nen zweiten Spin-Off im gleichen Universum, "Parasite Dolls", den kann man auch sehr empfehlen.
Finger weg von der Neufauflage "Bubblegum Crisis Tokyo 2040". Das ist ein Kind seiner Zeit und zumindest ich habs nicht ausgehalten mir das anzusehen. Bin aber auch ein großer Fan der alten Serie.

Ansonsten ist Cyberpunk im Westen wirklich nicht so verbreitet.
Eventuell was von Moebius oder so, vielleicht auch die Yiu-Reihe, aber das ist schon sehr kantig und zelebriert das abschlachten geradezu.

Dystopien gibt es dafür um so mehr.
Ganz gut gefallen hat mir "Vlad", in dem es um einen ex Kommandanten der Roten Armee geht, der für eine Erbschaft seinen verschollenen Bruder auftreiben muss und dabei durch das volle Paket von Oligarchen, Verschwörungen und Profikillern beglückt wird, angesiedelt in einer ziemlich abgeranzten Welt die ein bisschen an die SU im Zerfallszustand erinnert.


Jodorovskys "Screaming Planet" sind zwei Bände mit Kurzgeschichten von diversen Autoren und Künstlern von denen mehrere deinen Geschmack treffen könnten.

Metronom ist dann schlussendlich eine ganz klassische Dystopische Geschichte, von einer Rebellion gegen ein Regime und den politischen Winkelziehern beider Seiten die mit den Bauern auf dem Feld spielen.

likewings Avatar
likewings:#12775

>>12747
>>12760
Vorgestern Müll bekommen und gestern gelesen. Wirklich sehr schön anzusehen, die Geschichte an sich ist schon o.k. aber nichts Weltbewegendes.
Prinzipiell hätte man da einiges mehr daraus machen können finde ich. Basiert das zufälligerweise auf einer Kurzgeschichte oder so? Das Setting ist nämlich Spitze. Cyberpunk würde ich das ganze auch eigentlich nicht nennen. Kennt Bernd die Meta Barone und kann dazu was sagen? Ist ja auch von Gimenez und die Bilder, die Google ausspuckte, sahen eigentlich vielversprechend aus.

Ignition City bin ich auch durch, war dann doch nicht soo toll aber auch sehr schön gezeichnet.

Nebenbei lese ich momentan Y the Last Man, was mir wirklich ziemlich gut gefällt, sehr gut und lustig geschrieben. Falls du das nicht kennst ganz kurz: Alle Männer sterben nur einer überlebt, also eine simple Idee aber hervorragend umgesetzt.

Danke für die weiteren Empfehlungen. Moebius habe ich tatsächlich nie (bewusst) gelesen. Sollte ich sowieso mal nachholen. Vlad, Screaming Planet und Metronom schaut mich alles sehr gut an, das ganze Bubblegum Crisis Zeug ist sicher auch interessant aber werde da wohl wenn dann erstmal ein wenig in den Anime reinschauen (und da will ich mir eigentlich erstmal die neue Berserk Serie anschauen)

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bruno_mart:#12789

>>12775
Die Metabarone ist ein spin off zum Incal(siehe dazu auch meinen Text hier im Strang), den zuerst gelesen zu haben ist ganz nett, aber zum Verständniss nicht notwendig.
Die Metabarone ist sehr martialischer Machokram im Gewand eines Sci-Fi Epos, mit der für Jodorowski typischen Portion eso Geschwurbel.
Ich habe die alten Bände von Feest hier, die sind teilweise sehr billig zu kriegen, ein paar Bände sind dafür aber schweine teuer, liegt wohl an der geringen Auflage.
Als billige Alternative bietet sich die englische Gesamtausgabe von Humanoids an, deren Incal Ausgabe empfahl ich ja ebenfalls schon.
Die wohl bestmögliche, aber ebenfalls kostpspielige Variante ist mal wieder die Ausgabe von Splitter.

iamsteffen Avatar
iamsteffen:#12801

>>12789
Super Danke! Incal werde ich mir ganz sicher besorgen, meinst du Bildrelatiert?
Ich habe mir Trees Vol. 1 besorgt letzte Woche, gestern erst gelesen, sehr schön gezeichnet und die Geschichte ist zumindest interessant, habe mir gerade den zweiten Band bestellt weil ich jetzt schon unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Den ersten Band von East of West habe ich mir auch gekauft, werde ich die nächsten Tage mal lesen.
Neonomicon habe ich mir auch gekauft, habe die Scans zwar schon gelesen gehabt aber ich mags halt auch in die Hand nehmen können. Wenn das alles nicht so schweineteuer wäre, würde ich sowieso komplett auf Scans verzichten, spielt sich aber nicht.

Hat Bernd Saga oder Ex Machina gelesen? Nachdem mir ja Y the Last Man so gut gefällt, überlege ich mir noch mehr von Brian K Vaughn zuzulegen. Pride of Baghdad hat mir auch sehr gut gefallen.

syntetyc Avatar
syntetyc:#12803

Ja, diese >>12612 Incal Ausgabe ist hervorragend.

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bruno_mart:#12825

>>12803
Ich habe den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden und werde nächstes Mal genauer im Faden nachschauen.

Danke trotzdem.

Selbstsäge weil irrelevant.

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karalek:#12829

Habe Trees vol 2. durch, so wirklich überzeugt bin ich nicht, muss ich gestehen. Schlecht ist es nicht aber die Geschichte entwickelt sich doch etwas gar langsam für meinen Geschmack.

East of West habe ich heute den ersten Band gelesen und bin dann sofort los und habe mir mal 2 & 3 besorgt, bin tatsächlich ziemlich begeistert. Wunderschön anzusehen und auch die Geschichte ist sehr vielversprechend. Ist halt doch recht Action geladen aber das stört mich wenig. (Tokyo Ghost ist ja auch ein ziemlicher Actionkracher gewesen)
Werde 2 & 3 wohl am We oder Anfang nächster Woche lesen und ziemlich sicher die restlichen dann auch noch.

Caliban von Garth Ennis und Facundo Percio wird wohl eine der nächsten Anschaffungen sein abgesehen von Incal. Muss mal schauen was das Budget so hergibt.

Bernd Avatar
Bernd:#12831

Schwer zu beschreiben. Ein Monstrum von 2000 Comicseiten. Qualität mal gut, mal schlecht, mal experimentel. Hunderte Zeichner aus x Ländern. Fast gänzlich wortlos. Leider vergriffen. Gute Klolektüre. Guter Türstopper.

degandhi024 Avatar
degandhi024:#12836

Ich ausversehen StarVS :3

Danke auch an Scannerbernd, der mich auf die Idee brachte, mal nach weiteren solchen Büchern, über Dippers Journal hinaus, zu suchen.

Mir gefällts.
Hardcover, vollfarbig und tonnenweise Lore.

chrstnerode Avatar
chrstnerode:#13100

das heißt bei mir vergrößert sich die Sammlung entsprechend.
Nach und nach werden also mal kleine Rezensionen über den einen oder anderen Neuzugang einkomben.

Los gehts mit
Der Fluch der 7 grünen Kugeln
von Laurent Parcelier.
Erschienen in den 90ern bei Carlsen und jetzt nur noch antiquarisch zu beschaffen, auf Amazon aber für sehr kleines Geld zu haben.
Dooferweise brachte Carlsen nur 4 von 5 Bänden, immerhin schließt der 4 band aber mit einem befriedigenden Ende ab.
Es handelt sich um eine Fantasy Geschichte ohne viel Action, dafür mit viel herumgewandere in fantasievollen Landschaften und jeder Menge Anleihen aus der klassischen Genreliteratur.
Die Leichtgkeit von Zeichnungen und Kolorierung geht einher mit der sanften Geschichte und an Parceliers Fähigkeiten im Umgang mit dem Medium Comic gibt es nichts auszusetzen. Lediglich eine gewisse Dynamik geht den Zeichnungen ab, dies ist aber Stil und Inhalt geschuldet und fällt nicht schwer ins Gewicht. Wenn man also auf Ligne claire und eine ruhige Erzählweise steht ist diese kleine Serie absolut empfehlenswert.

to_soham Avatar
to_soham:#13101

>>13100

Unsterblich wie der Tod

von Andreas, erschienen bei Carlsen Lux. Wie der Name vermuten lässt von der Druckqualität und so weiter sehr gut, unter Luxus würde ich mir dennoch was anderes vorstellen. Auch dieser Comic erschien ursprünglich in den 90ern und ist nur noch antiquarisch zu haben, allerdings zu einem Preis, der dem von damals entspricht.
Ich bin nie mit Andreas' Zeichenstil und seine Geschichten warmgeworden, habe daher bis auf ein paar Kapitel Rork auch nichts von ihm gelesen.
Man muss ihm aber eine aussergewöhnliche Virtuosität zugestehen, ich bin stellenweise geneigt, seine Layoutfähgikeiten mit denen von Frank Miller gleichzusetzen.
Beim vorliegenden Comic handelt es sich um einen Serienkiller-Thriller mit mystischen Elementen, der mit einem Band abgeschlossen ist.
Die Geschichte ist ok, das Ende habe ich nicht kapiert und die Figuren sind mir zu 0815. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass Andreas gerne Geschichten für "echte Männer" erzählt, auch Rork hatte schon so was martialisches an sich.

edobene Avatar
edobene:#13103

>>13100

Moebius' hermetische Garage - Der Prinz von Nirgendwo

von Moebius, Lofficier und Shanower.
Nicht zu verwechseln mit "Die luftdichte Garage des Jerry Cornelius" auch bekannt als "Die hermetische Garage".
Der vorliegende Comic ist nur inspiriert von den Figuren die Moebius in der originalen Garage erschaffen hat, er selbst hat weder mit den Zeichnungen noch dem Inhalt dieses für Marvel entwickelten Titels zu tun. Man könnte sagen, es handelt sich um eine, sonst nur aus dem exploitation Berreich bekannte, Mogelpackung.
Die Geschichte ist so lala, ich habe daher nur den ersten der drei Bände von Feest gelesen, welche die 6 Episoden der amerikanischen Originalausgabe zusammenfassen. Wieder mal ist diese Ausgabe aus den 90ern nur noch antiquarisch zu beziehen. Wenn man sich dieses Machwerk denn antun möchte, muss man zumindest nicht alzu tief in die Tasche greifen.
Die Zeichnungen sind typisches, amerikanisches Blendwerk nach Schema F. Das Fehlen von Details und der klinisch reine Stil soll wohl den Ligne claire Stil immitieren.
Shanower ist ein typischer Fall vom Illustrator/Gestalter auf Abwegen, er verfügt zwar über zeichnerische Fähigkeiten, jedes Können im Umgang mit dem Medium Comic geht ihm jedoch ab.
Daher haben wir es oft mit Bewegungen zu tun die seltsam statisch wirken, Layouts die dem Lesefluss entgegen arbeiten und Panelausschnitten die ungünstig gewählt sind.
Durch diese Mängel stellt sich beim Leser nicht nur Unlust ein, auch Aktionen und Handlung zu entschlüsseln wird unnötig erschwert. Die Kolorierung hällt sie sich für amerikanische Verhältnisse zwar angenehm zurück, doch ist auch hier ohne die nötige Liebe zum Detail gearbeitet worden.

syntetyc Avatar
syntetyc:#13255

Buddy does Seatle, Buddy does jersey und Buddy buys a Dump

Damit habe ich alle Buddy Bradley Geschichten seines erwachsenenlebens im englischen Original. Ich wusste ja, dass die Geschichten im späteren Verlauf eher befremdlich werden, wie seltsam das alles tatsächlich wird hat mich dann doch überrascht, auch die Zeichnungen haben ihren gewissen Pep und ein gutes Stück Qualität eingebüßt, nicht nur weil Peter Bagge zeitweise mit einem Assistenten arbeitete. Die Geschichten aber sind, was "Buddy buys a Dump" in Gänze und das Ende von "Buddy does Jersey" zu einem etwas enttäuschenden Erlebeniss macht. Bagge entfernt sich bewusst von den realistischen slice of life Inhalten, die die Geschichten ausmachten, weil er persönlicheres erzählen will, so gegensätzlich das auch klingt. Dabei bleiben aber die Figuren und der Charme der Serie auf der Strecke. Bagge hätte lieber Buddys Zyklus Characktertreu beenden sollen und eine neue, autobiographische Serie starten.
Aufmachung, Bindung und Druck sind aber top, und im originalen S/W gehalten, lediglich "Buddy buys a Dump" gibt es nur in Farbe.

Den letzten beißen die Hunde

Von Jaques Tardi.
Film Noir mäßige Detektivgeschichte, historisch korrekt und in Tardis gewohnter Qualität umgesetzt. Was soll man sagen, wenn man Tardis Arbeiten mag kann man bedenkenlos zuschlagen.

The Killing Joke

Von Allan Moore geschrieben, der hier zwar nicht in Top Form ist, trotzdem liefert er einen Batman den man auch lesen kann, wenn man mit Superhelden sonst nicht viel am Hut hat. Allerdings nicht ganz so vorbehaltlos zu empfehlen wie Ftrank Millers "The Dark Knight Returns".
Die Deluxe Edition legt hervorragende Qualität an den Tag und ist eine helle Freude für jeden Sammler.

What's Michael

Katzenmanga von Makoto Kobayashi.
Hier gibt es realistische Katzengeschichten im Wechsel mit pahantastischem Quatsch zu lesen, dabei ist die Serie immer sehr lustig und Charmant. Die Katzen und hintergründe sind realistisch gezeichnet, die Designs Menschen haben ein gewisses 60er Jahre Anime Flair an sich. In Deutsch sind damals leider nur 4 Bände erschienen.

Neuste Fäden in diesem Brett: