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Veröffentlicht am 2014-07-28 16:51:23 in /d/

/d/ 74100: Hat ein Bernd/eine Bernadette Erfahrung mit Bild relati...

_kkga Avatar
_kkga:#74100

Hat ein Bernd/eine Bernadette Erfahrung mit Bild relatiert?
Auf anderen Unterbrettern mag ich nicht fragen, weil dort nur immer Ratschläge kommen, die besagen, ich solle mich nicht auf Psychopharmaka einlassen.
Jedoch sind sie mehr oder weniger meine letzte Hoffnung jemals wieder ein "normales" Leben führen zu können.
Ich laß über Duloxetin viel schlechtes, aber ich hoffe trotzdem, dass es mir vielleicht helfen könnte.
Auch sind andere Erfahrungen mit Antidepressiva jeglicher Art oder auch generell mit jeglichen Psychopharmaka herzlichst erwünscht.

Dankend, euer Bern/d/.

nicoleglynn Avatar
nicoleglynn:#74101

Wie alle SSRI/SNRI zerficken sie deine Libido, machen dich (sehr wahrscheinlich) lethargisch und apathisch und haben horrende Absetzerscheinungen.

Wenn du einer dieser Leute bist der es ohne großer NW verträgt, Glückwunsch, vllt. wird es ja was bringen.

Mir halfen SSRI generell kaum, Duloxetin hab ich auch probiert, sie haben meinen Antrieb gesenkt, ich lag die ganze Zeit im Bett und hab irgendwelche Serien geschaut, was nicht mal Spaß gemacht hat. Mit dem Absetzen kam die Energie wieder zurück, aber da kann ich nur über mich selbst sprechen. Wenn du sowieso einen niedrigen Antrieb hast, würde dir womöglich (wie mir) eher Elontril helfen.

joeymurdah Avatar
joeymurdah:#74105

>>74101
Danke für deine Antwort.
Elontril hemmt Dopamin und Dopaminwiederaufnahemhemmer wirken bei mir kaum/nicht.
Methylphenidat ist ja auch einer und das Zeug wirkt nicht gut bei mir.
Ich hatte noch nie Erfahrung mit ADs und habe auch Antriebsprobleme.
Haben die ADs, die du nahmst auch noch weiter deine Psyche verändert bzw. hast du irgendwelche "Folgeschäden" davon?

mikaeljorhult Avatar
mikaeljorhult:#74107

Hallo Bernd,
dieser Bernd hier ist gerade auf Duloxetin bei 60mg. Es ist sehr schwierig die Wirkung richtig einzuschätzen, zumal auch Psychotheraphie eine Rolle spielt, aber es scheint zu helfen, Suizidfühls sind weniger, Antrieb ist ein bisschen besser. Von Konzentration und Wachheit kann ich das leider nicht behaupten.
Da hat mir wie dem Vorposter auch Elontril besser geholfen, leider bekam ich davon Bluthochdruck und in höheren Dosen derealisation.

Stelle dich darauf ein, dass dir am Anfang übel und schwummerig wird und das es ewig braucht bis zu zum Orgasmus kommst.
Die Übelkeit legt sich aber nach einer Eingewöhnungsphase.
Wie bei allen Drogen gilt auch für ADs, lieber ausschleichen als einen auf kalten Entzug machen. SSRI/SNRI wie Duloxetin haben sonst "Absetzerscheinungen" wie Schweißausbrüche, Übelkeit/Erbrechen, elektroschockartige Schmerzen, Ruhelosigkeit, Müdigkeit, generelles Krankheitsgefühl.

Generell alles mit dem Arzt absprechen und da wir auf /d/ sind, LSZ geht schlecht damit, zumindest was die Übelkeit angeht, dürfte bei LSD und Psilos ähnlich sein.
MDMA und Co werden nicht wirken solange du das Zeug nimmst, generell musst du mit Serotonergen und Noradronergen Subastanzen vorsichtig sein.
Alkohol und Gras sollten wenig Probleme machen, es kann sein dass du weniger verträgst!

LG Brent

tmstrada Avatar
tmstrada:#74110

Lass dich bloss nicht auf SSRi´s ein, die machen tausendmal mehr schaden als sie helfen.

Hab irgendwo gelesen dass ein Jahr SSRI´s in normaler Dosierung Mehr Schaden machen als 10 Jahre MDMA Missbrauch.

Nach eigenen Erfahrungen damit bezweifle ich das nicht.

joshhemsley Avatar
joshhemsley:#74113

>Hab irgendwo gelesen dass ein Jahr SSRI´s in normaler Dosierung Mehr Schaden machen als 10 Jahre MDMA Missbrauch.

Klingt seriös :3

p_kosov Avatar
p_kosov:#74115

>>74110
Warum ist der Typ eigentlich nicht gebannt?

erikdkennedy Avatar
erikdkennedy:#74118

>>74113
MDMA schüttet grosse Mengen an Serotonin aufeinmal aus.

SSRI´s tun dasselbe aber bewirken zusätslich dass das Serotonin nicht wieder aufgenommen wird, sondern die Synapsen überflutet, welche dadurch auf Dauer absterben.

MDMA nimmt man alle paar Monate einmal, SSRI´s jeden Tag.

>>74115
Weil ich keine Regel breche, du Hurensohn

garand Avatar
garand:#74119

Du verbreitest aber gefährliches Halbwissen und laberst auch ansonsten Mist.

malgordon Avatar
malgordon:#74120

>>74119
>Halbwissen

Besser als gar nichts wissen, hol erstmal deinen Hauptschulabschluss nach

(USER WURDE FÜR DIESEN POST GESPERRT)

HenryHoffman Avatar
HenryHoffman:#74121

>>74115
>>74119
Du bist doch wieder diese dumme Kifferschwuchtel, oder?

mactopus Avatar
mactopus:#74122

>>74121
Und du bist dann wohl der Faggotspieler der meinte das Heroin ungefährlicher als ebendieses ist.

heikopaiko Avatar
heikopaiko:#74123

>>74115
>>74119
>>74120
>>74121
Na Leute? Mal wieder das Niveau senken?

joynalrab Avatar
joynalrab:#74124

Bernd ist seit 2 1/2 Jahren auf Paroxetin gegen seine mittelschwere Depression und schwere Angststörungen mit sekundär induzierter Sozialphobie. Bernd hatte sie damals in seiner stationären Terapie gekriegt neben den ganzen Therapieangeboten.

Nach Applizierung einer geringen Dosis (20mg) über einen Zeitraum von 40 Wochen waren die kompletten Angstsymptome verschwunden. Die typischen Berndsymptome wie kompletter Sozialautismus wurden komplett abgelegt in dieser Zeit. Depressionen und Antriebslosigkeit wurden um 10^48 zum positiven gedreht also komplett gegensätzlich zu der von >>74101 kolportierten Aussage.

Nebenwirkungen waren zunächst wie hier schon beschrieben kompletter Libidoverlust.. das heißt eigentlich nur das es sehr schwer war zu kommen. Hatte Bernd gemerkt als er versuchte in die öffentliche Dusche der Klinik zu wichsen :3. Das legte sich aber bald und er konnte wieder ganz normal seiner Lustbefriedigung nachgehen.

Ich werde sie zu diesen Semesterferien absetzen und komme zum Schluss dass sie mein Leben komplett zum positiven umgeworfen haben, jedoch nur in entsprechend guter Umgebung und Therapie.

Die einzige Nebenwirkung ist nur obgleich der verbesserten Fähigkeiten alles selbst zu bewältigen, Freunde zu akquirieren und sein Leben in den Griff zu kriegen, die geminderte emotionale Teilnahme die ich jedoch als relativ positive Nebenwirkung empfinde.

Ich habe jedoch gemerkt das mein analytisches Denken über diese drei Jahre vorallem im Studium etwas einbüßen musste und ich mich dümmer fühle als damals.

joshuapekera Avatar
joshuapekera:#74125

>>74124

40 Wochen = 4 Wochen


Selbstsäge

saarabpreet Avatar
saarabpreet:#74126

Gibt es irgendwelche Drogenkombinationen, die auf Antidepressiva aufbauen?

meisso_jarno Avatar
meisso_jarno:#74127

>>74122
Oh wau, er ist es.
Hast du Ferien oder keinen Job, dass du schon morgens hier rumkrebst?

starburst1977 Avatar
starburst1977:#74133

>>74132
> Viel Spass beim absetzen, die verringerte Rezeptorenanzahl regeneriert sich nicht wieder.

Natürlich regeneriert die sich wieder. Ist wie bei Cannabis. Da ist man ja auch nicht lebenslänglich davon abhängig, weil die Rezeptoren reguliert werden. Nach ein paar Wochen Abstinenz hat sich alles wieder relativ normalisiert.

polarity Avatar
polarity:#74140

>>74138
MDMA ist ein Serotonin-Releaser, kein Wiederaufnahmehemmer. Das lässt sich nur bedingt vergleichen. Ausserdem ist das Serotonin kein Rezeptor, von daher ist das Bild ziemlich sinnfrei. Kurz gefasst sind die Rezeptoren regeneriert, sobald die Entzugssymptome ("Absetzsyndrom") aufhören. Würden die Rezeptoren nicht reguliert, dann hätte man ein Leben lang Entzugssymptome.

meisso_jarno Avatar
meisso_jarno:#74148

* Doxepin (trizyklisches Antidepressivum)

Hab es ca. 1 1/2 Jahre lang genommen, dann abgesetzt.
Dosis: 50-100mg vorm schlafengehen

Wirkt gut gegen depressive Stimmung und Schlaflosigkeit, leichte Wirkung bei Angststörung (relativ deutliche Wirkung morgens 1 Stunde nach dem Aufwachen)
Nebenwirkungen: fett (+10kg), trockener Mund, träge Verdauung, niedriger Blutdruck, morgens 1 Stunde nicht ganz wach, geringere Libido (mir aber egal)

Geringe Entzugssymptome, nach Absetzen mehrere Monate lang kaum depressive Stimmung

* Tianeptin (einzigartiges Antidepressivum, opioid antagonist, AMPA/NMDA Modulierer, erhöht Dopamin-Konzentration in bestimmten Bereichen des Gehirns)

Nehme ich seit 6 Monaten
Dosis: 3 x 12.5mg (morgens, mittags, nachmittags)

Wirkt gut gegen depressive Stimmung, leichte Wirkung bei Angststörung, macht morgens wach im Kopf, leicht antriebssteigernde Wirkung (aber kein Vergleich mit Ethylphenidate oder Amphetamin)
Nebenwirkungen: Schlaflosigkeit, wirkt in den ersten Tagen gegen frühzeitige Ejakulation

* Trimipramin (trizyklisches Antidepressivum)

Ca. 5 Monate in Kombination mit Tianeptin genommen
Dosis: 5-15mg (Tropfen) vorm schlafengehen

Wirkt gut gegen Schlaflosigkeit, ist Doxepin sehr ähnlich
Nebenwirkungen: fett (+15kg, trotz niedriger Dosierung), trockener Mund, träge Verdauung, niedriger Blutdruck

Keine Entzugssymptome, könnte aber daran liegen, dass ich tagsüber Tianeptin und abends Agomelatin nehme.

* Agomelatin (melatonerges Antidepressivum, Dopamin-Enthemmer)

Nehme ich seit ca. 4 Wochen in Kombination mit Tianeptin
Dosis: 50mg vorm schlafengehen

Wirkt bei 50mg ausreichend gegen Schlaflosigkeit, Doxepin und Trimipramin wirkten besser. Bei 25mg lag ich 2 Stunden wach im Bett und hab dann lieber nochmal mit Trimipramin, Etizolam oder Zopiclon nachgeholfen.
Nebenwirkungen: Ausschlag am Hinterkopf (scheint aber wieder wegzugehen)

Seitdem Trimipramin durch Agomelatin ersetzt wurde (also vor 4 Wochen) habe ich 1kg abgenommen. Ich hoffe das geht so weiter bis ich wieder mein Normalgewicht habe.

Kann Tianeptin und Agomelatin empfehlen, da kaum Nebenwirkungen vorhanden sind, im Gegensatz zu trizyklischen Antidepressiva und SSRI. Die Wirkung von Tianeptin ist mit anderen gängigen Antidepressiva vergleichbar. Nachteil: man muss Tianeptin 3 x täglich 12.5mg einnehmen. Bei Agomelatin müssen regelmässig die Leberwerte überprüft werden (also Blut abnehmen).

Ich denke jeder Arzt würde Tianeptin (seit 2012 zugelassen) und Agomelatin (seit 2009 zugelassen) verschreiben, wenn man danach fragt ("... weil es weniger Nebenwirkungen hat als andere Antidepressiva"). Die meisten Ärzte kennen es aber wohl nicht, und werfen lieber weiter mit serotoninergen Antidepressiva um sich.

Tianeptin hat keine Auswirkungen auf MDMA, 2C-B und DXM. Kann man scheinbar bedenkenlos nehmen. Agomelatin ist ein Melatoninrezeptor Agonist und ein 5HT2C Rezeptor Antagonist, von daher könnte es die Wirkung von Psychedelika reduzieren. Aber man nimmt es ja sowieso erst vorm schlafengehen, und die Halbwertzeit ist relativ kurz.

samscouto Avatar
samscouto:#74150

>>74149
>MDMA schüttet grosse Mengen an Serotonin aufeinmal aus.
>SSRI´s tun dasselbe

Qualle? Meines Wissens erhöhen SSRI's (und trizyklische Antidepressiva) die Serotoninkonzentration ausschliesslich durch die Wiederaufnahmehemmung.

bergmartin Avatar
bergmartin:#74152

>>74122
> Und du bist dann wohl der Faggotspieler der meinte das Heroin ungefährlicher als ebendieses ist.

Das scheint bei Antidepressiva-Gegnern normal zu sein. "SSRI SIND FOL SCHLIMM UND MACHEN FOL ABHÄNGIG! NEHMT LIEBER BENZOS ODER AMPHETAMIN!". SSRI sind vor allem deswegen beschissen, weil man mit MDMA und Psychedelika vorsichtig sein muss, bzw. diese überhaupt nicht wirken. Die Absetzsymptome sind auch nicht ohne. Von daher bin ich froh, dass mir mein Psychiater Tianeptin verschrieben hat.

lisovsky Avatar
lisovsky:#74156

>>74150
>Qualle?
Die Qualle im Fall des Brahs wird wohl eine Mischung aus ungünstigen neurologischen Faktoren und unverarbeiteten Kindheitstraumata sein,von daher würde ich auf nichts geschriebenes hoffen.

joki4 Avatar
joki4:#74157

>>74127
>Oh wau, er ist es.
Pfalsch detektiert.
Aber schön, dass Bernd sich bei dir so eingeprägt hat, man tut was man kann.

alagoon Avatar
alagoon:#74177

Warum so löschend,Tiger-Bruh?
Hast du etwa hin und wieder klare Phasen?

ninjad3m0 Avatar
ninjad3m0:#74183

Hallo >>74107 nochmal hier,
unglaublich was hier wieder für Unfug abgesondert wird. SSRI führen auf garkeinen Fall zu Neuronensterben, es ist sogar so dass sie die Neurogenese begünstigen. Zumindest bei therapeutischen Dosierungen.

Es ist nur so das nicht jedes AD bei jedem wirkt und oft sind es ja auch die Lebensumstände die einem Probleme machen und die kann kein AD einfach so verändern, da muss man schon selber ran.


Von Agomelatin kann man übrigens nur abraten, es gibt keinen erwiesenen Nutzen, aber Berichte von Leberschäden.

aiiaiiaii Avatar
aiiaiiaii:#74186

Wirkt Kratom noch wenn man Tianeptin nimt ?

joemdesign Avatar
joemdesign:#74189

>>74186
Die Frage, ob Kratom überhaupt wirkt, stellte Bernd sich öfters.

ma_tiax Avatar
ma_tiax:#74197

>>74186
Wahrscheinlich. Ich habe einen Fehler gemacht. Tianeptin ist kein Opioid Antagonist, sondern ein Agonist. Kratom ist auch ein Agonist. Tianeptin hilft auch gegen die Entzugserscheinungen von Opioiden. Und wenn man 100 Pillen davon auf einmal nimmt, kann man auch abhängig werden. In einem Forum berichtet jemand davon, dass er 900 Pillen täglich genommen hat. Ist zwar viel teurer als Heroin und wirkt nicht so stark, aber #YOLO.

joshjoshmatson Avatar
joshjoshmatson:#74204

>>74183
>Von Agomelatin kann man übrigens nur abraten, es gibt keinen erwiesenen Nutzen, aber Berichte von Leberschäden.

So ziemlich jedes Antidepressivum kann Leberschäden verursachen. Sogar Multivitamin-Tabletten können Leberschäden verursachen. Bei weniger als 1 von 1000 Patienten kommt es zu Leberversagen. Aber Hauptsache Wirbel darum gemacht, dass die Psychiater auch weiterhin massenhaft SSRI's mit ihren lästigen Nebenwirkungen verschreiben, anstatt neuartige Antidepressiva mit weniger Nebenwirkungen auszuprobieren.

Ist fast so sinnfrei wie "Von LSD kann man übrigens nur abraten, es gibt keinen erwiesenen Nutzen, aber Berichte von Psychosen". Wobei Psychosen bei LSD häufiger vorkommen (1 von 100?) als Leberversagen bei Agomelatin. Ein anderer Bernd hat übrigens Agomelatin 6 Monate lang genommen, ohne Leberschäden davonzutragen. Allerdings hat es bei ihm nicht die erwünschte Wirkung gehabt.

Im übrigen werden bei Einnahme von Agomelatin regelmässig die Leberwerte überprüft. Und der Nutzen ist meiner Erfahrung nach gegeben. Ohne Agomelatin (oder andere Mittel) könnte ich nämlich nicht innerhalb von 30 Minuten einschlafen, sondern würde 2 Stunden wach im Bett liegen. Und dabei nehme ich auch noch ab, nachdem ich Trimipramin mit Agomelatin ersetzt habe.

iamkarna Avatar
iamkarna:#74208

>>74204
Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt, Agomelatin hat in Plazebokontrollierten Studien keinerlei Wirkung gehabt.

Wahrscheinlich hättest du einen größeren Effekt mit einem Hopfen/Baldrian Präparat.
Hierzu gibt es nämlich Studien die eine signifikante Wirkung auf das Ein und Durchschlafen im Vergleich zu Plazebo zeigen.

Für LSD wiederum gibt es eine Vielzahl an Fallstudien die eine Wirkung bei verschiedenen Erkrankungen nahe legen, leider gibt es hier praktisch keine Verlässlichen Daten. Aber es gilt als erwiesen das LSD bei Klusterkopfschmerzen und Migräne lindernd wirken kann und dass in subpsychotropen Dosen.
Auch gibt es keine Anhaltspunkte für einen Kausalzusammenhang zwischen Psychosen und LSD-Konsum, wenn man HPPD ausklammert.

karlkanall Avatar
karlkanall:#74211

>>74208
Agomelatin wirkt bei mir in etwa so wie Melatonin. Hopfen/Baldrian hat nicht diesen Effekt. Es beschleunigt das Einschlafen und erzeugt lebhaftere Träume. Morgens fühlt man sich ausgeschlafener, da es auch die Tiefschlafphasen intensiviert. Wobei 25mg Agomelatin schwächer wirken als 3mg retardiertes Melatonin, und 50mg stärker wirken.

>Die antidepressive Wirkung von Agomelatin wurde im Rahmen des Zulassungsverfahrens in mehreren großen, placebokontrollierten Studien untersucht (siehe unten). Zur Kurzzeitwirksamkeit von Agomelatin wurden 6 Studien durchgeführt, darunter eine Dosisfindungsstudie mit drei verschiedenen Dosisgruppen. In zwei der sechswöchigen Studien sowie bei den Patienten, die in der Dosisfindungsstudie 25 mg Agomelatin täglich erhielten, zeigte sich ein signifikanter Wirkunterschied zu Placebo

https://de.wikipedia.org/wiki/Agomelatin

jffgrdnr Avatar
jffgrdnr:#74214

>>74208
>In weiteren vier randomisiert-kontrollierten Studien wurde Agomelatin mit anderen Antidepressiva hinsichtlich Wirksamkeit, Schlafqualität und Verträglichkeit verglichen (Vergleichsstudien vs. Fluoxetin[14], Venlafaxin[15][16] und Sertralin[17]). Sowohl im Vergleich mit Fluoxetin (hier Wirksamkeit primärer Zielparameter) als auch im Vergleich mit SSRI und Venlafaxin (hier Wirksamkeit sekundärer Zielparameter) zeigte Agomelatin eine gleich effektive antidepressive Wirksamkeit.

>Eine erste Langzeitstudie über 34 (bis 52) Wochen konnte keinen signifikanten Unterschied zwischen Agomelatin und Placebo zeigen.[13] In einer zweiten, sechsmonatigen Studie zur Rückfallprophylaxe erlitten Patienten, die nach anfänglichem Ansprechen von Agomelatin auf ein Placebo umgestellt wurden, nach sechs Monaten signifikant häufiger Rückfälle (46,6 %) als jene Patienten, die weiterhin Agomelatin einnahmen (21,7 % Rückfälle).[18]

mugukamil Avatar
mugukamil:#74220

>>74208
Und nochmal zu den Leberschäden:

0.7% der Patienten die ein Placebo einnahmen hatten erhöhte AST/ALT Werte. Bei den Patienten die Agomelatin einnahmen waren es 1.1%. Und wegen diesen 0.4% Unterschied wird so eine Panik verbreitet von wegen Leberschäden.

Währenddessen lagen in klinischen Studien die Nebenwirkungen von Agomelatin auf Placeboniveau. Die Nebenwirkungen der SSRI liegen deutlich über den Placeboniveau.

> Auch gibt es keine Anhaltspunkte für einen Kausalzusammenhang zwischen Psychosen und LSD-Konsum, wenn man HPPD ausklammert.

1% (oder mehr) der Bevölkerung sind gefährdet ohne LSD eine Psychose zu entwickeln. Wenn diese 1% LSD einnehmen, dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Psychose ausbricht, signifikant. Also kann man sagen dass bei 1 von 100 LSD-Konsumenten die Gefahr einer Psychose besteht. Die Gefahr dass man von Agomelatin Leberschäden bekommt ist weitaus geringer. Die Gefahr dass sich die AST/ALT Werte durch Agomelatin erhöhen, ohne direkt Leberschäden zu verursachen, ist vergleichbar mit der Gefahr durch LSD eine Psychose zum Ausbruch zu bringen. Also sehr gering.

olgary Avatar
olgary:#74260

>>74220
Ich empfehle dies zur Literatur:
http://www.arznei-telegramm.de/html/2009_05/0905043_01.html

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