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Veröffentlicht am 2016-09-03 13:59:4 in /d/

/d/ 87842: Feierabendjoint statt Feierabendbier

johnriordan Avatar
johnriordan:#87842

Seit mehreren Jahren ist Bernds Körper am schwächeln, Morbus Bechterew mit vielen Schüben über das Jahr, diverse Gelenke haben Knorpelschäden, ich wusste es quasi schon einen Tag vorher dass der nächste Schub kommt, am Morgen danach knallrote Augen weil Regenbogenhautentzündung, hinzu kam dann vor mehr als 10 Jahren ein sich verschlimmernder Ceratokonus der Augen. Mein Augenarzt konnte mir nur sagen dass ich heute eigentlich quasi blind sein müsste.
Also fing ich vor rund 7 Jahren an zu kiffen, nicht wirklich jeden Abend ein Joint aber so 2-3 Mal die Woche. Wurde über die 7 Jahre natürlich mehr. Heute der Befund vom Augenarzt im Briefkasten, aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen hat sich der Ceratokonus seit 7 Jahren nicht mehr verändert, meine Augen sind stabil. Auch habe ich seit 7 Jahren keine Regenbogenhautentzündung mehr gehabt.
Der Konsum von Cannabis ist aber gestiegen, heute ist es eher ein Joint pro Abend.
Meinem Hausarzt habe ich das schon mal gesagt, er meint ich würde mir das einbilden und Drogen sind schlimm hmmkay, hier das BTM-Rezept für Hydromorphon, lassen sie das kiffen sein. Schönen Tag noch.
Machmal möchte ich bei solchen Sachen einfach nur ausrasten und was kaputtschlagen, aber durch den Cannabiskonsum bin ich viel zu ausgeglichen dafür.

Dachte das gehört eher nach /d/ als nach /b/.
Schönen Tag noch.

bobwassermann Avatar
bobwassermann:#87844

Diesem Bernd wird auch immer von jedem Therapeuten eingetrichtert wie schlimm Drogen sind, aber was solls, gehört wohl einfach zu den Leitlinien. Hauptsache du hörst nicht auf das Geschwafel, wenn es dir damit besser geht ist es völlig egal was irgendwer davon hält. Bernd selbst ist leider eher am Bier hängengeblieben, aber das hat mit den Panikattacken zu tun, die anxiolytische Komponente beim Alkohol ist eben etwas das ich mag. Auf Dauer würde ich mir selbst auch wünschen wieder komplett aufs kiffen umsteigen zu können. Nunja, jedenfalls weiterhin viel Kraft Bernd!

alexcican Avatar
alexcican:#87845

>>87844
Es ist dann doch so dass ich zuviel Bammel davor habe bei der täglichen Einnahme von Opiaten und Cannabis auch noch Alk zu konsumieren. Bin aber erst seit 5 Jahren auf Opiaten, Schmerztherapeuth war der der meinte 8mg Hydromorphon/24h ist dann doch besser als 3-400mg Tilidin/24h. Wegen der Nebenwirkungen.

Ich vermisse den Alk nicht. Aber ich ob die Substitution ein Dübel Hasch anstatt 2Flasch Bier so viel besser ist weiss ich nicht. Mein Kurzzeitgedächtnis spielt mir manchmal einen Streich, man prokastiniert nach 7 Jahren Dauerkonsum auch mal so einiges was man dann innerhalb von 1-2 Stunden nachholen kann und sich dann fragt warum man das nicht gleich gemacht hat. Solche Effekte halt. Die Frage ist eigentlich, wie sehr wird mich Cannabis in den noch kommenden Jahren beeinflussen. Ich kann jetzt nur diese 7 Jahre sehen, und es sind schon Veränderungen auszumachen. Doch noch überwiegen die positiven Effekte zu sehr.

andychipster Avatar
andychipster:#87852

Dass Cannabis, unter anderem, effektive Entzündungshemmer enthält, ist eigentlich allgemein bekannt. Nicht umsonst wird das ja in einigen US-Staaten als Medizin verschrieben. Bei manchen Krankheitsbildern gibt es kaum eine bessere Behandlung als vaporisiertes Cannabis, wobei je nach Beschwerdeprofil unterschiedliche Sorten ideal sind, da es entsprechend Unterschiede im Wirkstoffgehalt gibt.

Dein Arzt ist also ignorant und eine Schuchtel, da er sich nichtmal nach deinem Hinweis informiert hat. Einmal gurgeln, und er hätte gesehen, dass du Recht hast, aber er war sich wohl zu sicher in seinem Dogma.

Du hast Glück, dass du immernoch Opioide bekommst. Manche Ärzte weigern sich sofort, Drogenabhängigen missbrauchbare Medikamente zu verschreiben, da es auf sie zurückfallen kann, wenn sich der Patient durch Missbrauch selbst schädigt. Vielleicht weiß er das aber auch einfach nicht.

>>87844
Kannst ja mal Kratom ausprobieren. Das ist weniger suchtauslösend und hat einen schwächeren Entzug als Cannabis, und ist unter anderem anxiolytisch.

danro Avatar
danro:#87855

>>87844
>eingetrichtert wie schlimm Drogen sind
in Deutschland und auch weltweit sterben mehr Menschen an Aspirin als an Cannabis!

n_tassone Avatar
n_tassone:#87856

>>87855

Der verdünnte Blut löst das Thrombus und das verstopft woanders die Ader. Alles schon da gewesen, ja.

bluesix Avatar
bluesix:#87872

Das tolle an Cannabis ist ja, das es stärker wirkt wenn man wenig davon raucht.

Lies die Quantenblasen Senfblasen Asrael! Folterseks und Mindestsicherung.

_vojto Avatar
_vojto:#87886

Über die medizinische Verwendung von Gras kann ich was beitragen, Bernd.

Ab dem zweiten Zyklus wurde es echt heftig und ich durfte alle 4 Stunden den vapo neu füllen sonst war kotzen angesagt, alternative wäre gewesen den ganzen Pillen Mist aus dem Krankenhaus zu fressen, nur waren deren Nebenwirkungen zehntausendmal schlimmer als die Nebenwirkung vom Gras (was man in diesem Fall wohl als High werden bezeichnen kann).
Ondansetron half zwar auch konnte ich aber nach dem dritten Zyklus wie Smarties fressen ohne das es was brachte. Bekam dann Cortison intranveös und wurde zum Michelinmann.

Nach meinen Erfahungen ist Cannabis ein echtes Wundermittel gegen Chemotherapie Nebenwirkungen. Ich hatte wieder Geschmack, konnte was essen und es sogar drin behalten (solange ich stoned genug war). Kein Medikament hat so gut gewirkt.

Ich habe keinem meiner Ärzte davon erzählt, habe selber Zivildienst in einer Entzugsklinik gemacht und die hatten da unter anderem auch jemanden mit Morbus Bechterew. Dort wurde übrigens meine Antidrogen Einstellung sehr schnell umgedreht, die Menschen da hatten keine Probleme mit Drogen, die hatten welche ohne.

Bernd wenn ich drüber Nachdenke bekomme ich nur eine Scheißwut. Ich hab so viel (vermeidbares) Elend auf der Krebsstation gesehen. Alles was man tun müsste wäre genug Canaöl-Kapseln(nicht jeder ist da noch stark genug irgendwas zu inhalieren) und Vaporizer + Gras auf der Station verteilen und für jeden ne Pizza bestellen, das würde kaum was kosten und den Leuten da mal wenigstens für 4 Stunden etwas Lebensfreude bringen... Stattdessen lässt man die Leute halt vor sich hin vegetieren, bis sie und ihre Familienanghörige nur noch Schemen der Verzweiflung sind.

Für mich ist mittlerweile jeder der (wenigstens) die medizinische Nutzung verhindert, ein riesen Arschloch das doch einfach direkt zum nächsten onkologischen Zentrum fahren und den Patienten direkt ins Gesicht spucken sollte. Das und nix anderes ist das was hier läuft.

Kann deine Wut gut verstehen OP.

syntetyc Avatar
syntetyc:#88105

>>87842
inwiefern hat der titel mit dir zu tun? Hast du vor dem Gras-Konsum Bier getrunken? Spricht seitdem du Gras rauchst, trinkst du keinen Alkohol mehr? Eventuell lag es nur am Alk bernd, oder du hattest irgendwie psychischen stress (belastet ja auch den Körper) und das Gras hat diesen reduziert.

mattsapii Avatar
mattsapii:#88106

>>87842
und dat lustige ist ja auch, dass hydromorphon ja auch eine droge ist. ob du nun das nimmst oder Gras...

säge da gleichschuchteley

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