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Veröffentlicht am 2017-03-09 16:30:09 in /d/

/d/ 90309: Mäßigung

clementc Avatar
clementc:#90309

Harro Bernd,

es geht um folgendes: Bernd bestellt so circa alle 2-3 Monate Drogen (meistens Opis/Benzos), im Normalfall weniger als 10 Konsumeinheiten pro Bestellung. (z.B. 100mg Diazepam)

Das Problem ist: Bernd hört nicht auf sich die Drogen einzuschmeißen bevor nicht Alles.jpg weg ist, also wirklich im Dauerkonsum.
Anschließend ist es jedoch kein Problem wieder Monate zu warten bis die nächste Bestellung kommt.

Trotzdem bin ich mit diesem Konsumschema sehr unzufrieden:
Bernd würde viel lieber größtenteils zu besonderen Anlässen konsumieren, anstatt sich die Scheiße einfach so auf reinzuballern und im Bett zu Lauern. Auch habe ich relativ oft schon zu sehr unpassenden Gelegenheiten konsumiert.

Generell würde Bernd einfach gerne etwas Vorratshaltung betreiben (können), Bernd müsste seltener bestellen, könnte Mengenrabatte nutzen und hätte auch für spontane Anlässe etwas da. Aber süchtig möchte ich auch nicht werden.

Wie sieht Bernds Konsumschema aus? Wie oft konsumiert er? Gibt es hier Bernds denen es ähnlich geht? Oder wie schafft er es sich zurückzuhalten? Muss er sich überhaupt zurückhalten?

Bernd ist klar, dass es auch an seinem "Lebensstil" liegt, ich bin zwar nicht direkt NEET, aber mein Leben geht schon manchmal in die Richtung: Bernd hat sehr viel Zeit und viele Tage sind einfach etwas langweilig und da kann Bernd sich dann immer nur schwer zurückhalten, nicht zu versuchen mit ein paar Drogen den Alltag interessanter zu machen. Ich bin aber im Moment dabei mein Leben umzukrempeln.

Würde einfach gerne einen halbwegs normalen, gemäßigten Umgang mit psychoaktiven Substanzen erlernen.

lisovsky Avatar
lisovsky:#90350

>>90309
Selbe Problem nur das Bernd einen expliziten Bogen um viele Sachen macht (weil nicht mag oder Angst). Die Hauptdroge von Bernd ist Gras. Bernd geht breit in die Arbeit, weil Führung/Projektleiter Dumm, Arbeitsweise dscheiße, Stresslevel sehr hoch und Bernd will sich nicht ständig aufregen. Jeden Tag solange was da ist wird geraucht, ausnahmslos (~10g pro Woche, 15-20% THC Gehalt). Morgens aufstehen, einen rauchen, duschen, fertig machen, einen rauchen und aus der Tür. Abends heimkommen, einen rauchen, usw. Wenn nichts mehr da ist wird's schwer ...

Konsumverhalten zB bei LSD oder Pilze, nur auf Festivals oder unter guten Freunden bei denen man auch Abkaken kann ohne als Spast/Möse abgestempelt zu werden. Hängt vermutlich auch damit zusammen das Bernd viel Respekt vor diesen beiden Supstanzen hat und sie nicht einfach so futtert, so wie er Gras konsumiert.

Alles andere ist "zu gefährlich" weil das Suchverhalten bei Gras bereits sehr stark ausgeprägt ist und es, subjektiv, ein Indikator für ein allgmeines Suchtproblem bei Bernd ist.

Such dir ein Hobby, Bernd. Auch wenn es Computerspiele sind, die verkrüppeln dich zwar sozial aber nicht so stark wie Opis/Benzos es früher oder später werden, wobei bei denen auch noch körperliches verkrüppeln hinzu kommt. Brech die Kontakte zu deinen Quallen ab, such dir Freunde die keine (Ex-)Druffis sind, vielleicht ein Mödchen. Wenn Bernd selber produziert dann schmeiß dein Equipment weg oder verkauf/verschenk es. Du sprichst ja selber das Problem deines NEET-ähnlichen Daseins an, und das ist genau der Punkt. Wenn du genügend Ablenkung und Unterhaltung im Alltag hast, die nicht Drogen induziert sind, dann rückt der Konsum in den Hintergrund. Drogen sind letztendlich eine Ablenkung, von Problemen oder Langeweile und Menschen sind dafür grundsätzlich prädestiniert für alles eine Sucht zu entwickeln, Supstanzen, Arbeit, Sport, Sex, etc.

zl;ng
Ändere dein Leben und deinen Fokus und dann wird dein Umgang mit Drogen sich auch ändern. Und vielleicht solltest du mal eine Beratungsstelle besuchen.

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