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Veröffentlicht am 2017-12-10 18:26:25 in /d/

/d/ 92610: Hallo Drogen Bernd, ich hätte gern ein paar Emp...

joki4 Avatar
joki4:#92610

Hallo Drogen Bernd,

ich hätte gern ein paar Empfehlungen von Dir. Dieser Bernd leidet stark unter Sozialphobie und ist total vereinsamt, weil er sich nicht getraut mit Menschen zu sprechen.
Auch hat Bernd schon 2 Psychotherapien aufgrund dieses Problems hinter sich, da alle nicht geholfen haben.

Bernd glaubt, das ihm nix helfen kann, außer seine Gehirnchemie mit Medikamenten zu beeinflußen. Darum ist Bernd auf der Suche nach Substanzen die das dauerhaft leisten könnten.

Was würdet ihr Bernd empfehlen, wenn es in erster Linie um Selbstmedikation geht & nicht um sich abzuschießen? Hat jemand entsprechende Erfahrungen?

Danke lieber Bernd.

alek_djuric Avatar
alek_djuric:#92613

Einen solchen Faden wollte ich auch bereits eröffnen, denn leider habe ich selbst noch nichts gefunden, das mir dauerhaft helfen würde.
In besonders schlimmen Situationen greife ich bisher immer zu Benzos.

joshuapekera Avatar
joshuapekera:#92614

reddit.com/nootropics

fluidbrush Avatar
fluidbrush:#92615

>>92610
Bier?

hoangloi Avatar
hoangloi:#92619

>>92615
Hallo OP, mir geht es aehnlich. Nur gehe ich einen anderen Weg, weg von Drogen und zur Therapie.

Also .... Alkohol half mir wirklich verdammt gut, vertrage es aber nicht mehr. Habe fast jeden Tag getrunken vor sozialen Anlaessen.
Gras ist scheisse.
Pep hilft kurzfristig und MDMA auch. Macht aber verspult und hat meine Speicher entleert. Ist auch mehr fuer Parteien geeignet.
Ketamin war verdammt gut, zumindest habe ich das so in Erinnerung. Habe ueber jeden Scheiss reden koennen. Ist wie Alkohol fuer zwischendurch nur ohne krassen Hangover.
Macht aber abhaengig und man muss sehr auf die Dosis und Mischkonsum (vorallem mit Alkohol) aufpassen, sonst kotzt du schnell rum und kommst nicht mehr klar. Merkt man wenn man ein zu dickes Ding gepeitscht hat und beim laufen schwankt. Anderer Nachteil: Krasse Gedaechtnisprobleme.
Was auch extrem gut half, war eine extrem geringe Menge 4-HO-MET zu nehmen. Also.. "Pilze".
Es war gerade ueber der Wirkschwelle. Wir haben die Dosis damals so gering gehalten als Allergietest. Ich habe das mit meinem Freund genommen waehrend seine Mutter anwesend war. Ich habe mich danach selber gewundert wie ehrlich, tief und ungezwungen mein Gespraech mit seiner Mutter verlief.
Kann allerdings auch nach hinten losgehen, weil Gewisse Hemmschwellen halt einfach fehlen. So ist das halt mit Kommunikation, wenn du mehr redest, kann auch mal Stuss bei rumkommen.
Merkst du ja selber bei den ganzen Leuten die du so verarbscheust, weil sie so viel gequirlte Scheisse quatschen, aber trotzdem mit den anderen klar kommen.
Vielleicht hast du nur Angst Fehler zu machen?

Letzlich, nach jahrelangem Drogenkonsum, denke ich, dass ich einfach nur geringe Kapazitaeten fuer soziale Kontakte habe.
Diese mit Drogen schnell zu entleeren hat mich nur muede und kaputt gemacht.

Vielleicht hast du auch einfach nichts worueber du reden kannst? Such dir ein Hobby mit Kontakt zu anderen Menschen.
Pass auf, dass die Drogen nicht dein einziges Gespraechstheme werden und du dich nicht kaputt machst.


Mach deine Erfahrungen.. Viel Spass

dhooyenga Avatar
dhooyenga:#92620

Wäre CBD etwas?

suprb Avatar
suprb:#92625

Geh zum Arzt, berichte davon, erhalte Überweisung zum Psychiater und Rezept auf SSRI. 5NG/3 Monate pro Packung im Gegensatz zu über 9000NG für den gleichen Effekt durch andere Substanzen, die du erstmal alle durcharbeiten müsstest. Ist sogar bei Soziophobie zur Therapie indiziert. Wenn du natürlich zu arschbürger hast, um beim Arzt legitime Hilfe einzuholen, kann ich dir auch nicht helfen.

Ansonsten empfehle ich Pregabalin (teuer wie Schwein) oder Gabapentin. Sind ebenfalls indiziert zur Behandlung von Soziophobie.

axel_gillino Avatar
axel_gillino:#92627

>>92625
SSRIs sind eine gute Wahl.

Im Gegensatz zu Benzos etwa bekämpfen sie die Angst nicht direkt, sondern stärken ganz dezent das Selbstwertgefühl und mindern die Fähigkeit Risiken genau ab zu schätzen. Sie nehmen eine ganze Menge Tragik aus dem persönlichen Erleben. Nebenwirkungen und Abhängigkeitspotenzial sind auch vertretbar.

fffabs Avatar
fffabs:#92629

SSRIs hatte schüchtern Bernd schon. Sie halfen ihm aber nicht

alexcican Avatar
alexcican:#92630

Ganz klare Empfehlung: Tianeptin.
Ganz anders als typische SSRIs, probiers aus.

starburst1977 Avatar
starburst1977:#92633

>>92625
>Pregabalin
Gegenwärtig das einzige was mir hilft, benutze es aber in erster Linie zu Rauschzwecken und trinke noch zusätzlich Alkohol dazu. Um die Toleranz niedrig zu halten nur jeden zweiten Tag und das nun schon konstant über ein Jahr. Würde gerne mal wieder pausieren, aber die Motivation dazu fehlt, man würde sich ja schließlich beschissen fühlen.

p_kosov Avatar
p_kosov:#92713

>>92630
OP will eine Substanz, die dauerhaft wirkt bzw. anwendbar ist. Dauerhafter Tianeptinkonsum macht ernsthaft abhängig und die Wirkung ist dann auch weg.

freddetastic Avatar
freddetastic:#92827

>>92610
Kapitalismus verstehen,....Du sprichst die Sprache deiner Herren.
Interessenkonflikte erkennen....Die dich diagnostizieren verdienen daran und verkaufen teure sinnlose Medizin.
Depressionen sind keine Krankheit sondern eine Schutzfunktion die Gemeinschaft zu suchen.Einsamer Affe....toter Affe.Keiner hilft und keiner warnt.
Automedikamentazion.....bringt nur etwas, wenn du es in Gemeinschaft machst.
Fang an zu dealen,dann hast du die Bude immer voll.Maedchen moegen Jungs,die immer was dabei haben

tube_man Avatar
tube_man:#92828

>>92713
Ich meine gelesen zu haben dass gerade Tianeptin kaum ein Abhängigkeitspotential hat?

ntfblog Avatar
ntfblog:#92829

>>92828
Wer behauptet denn den Scheiß. Nootropikahändler vielleicht. Es macht genau so abhängig wie ein entsprechend starkes Opiat.

enriquemmorgan Avatar
enriquemmorgan:#92831

>>92829
Hast du höher dosiert als du solltest?
"Abhängigkeit und Missbrauch sollen laut französischer Ärzteinformation vom Juli 2012 bei 1 von 1.000 Behandelten (0,1%) auftreten"

soyeljuaco Avatar
soyeljuaco:#92836

>>92831
Wenn man die therapeutische Dosis nimmt, wird man nicht süchtig. Die 0,1% sind dumme Junkies, die die 10-fache Dosis werden um hoch zu werden. Mischkonsum mit Opiaten ist meiner Erfahrung nach schwierig, da Tianeptin zwar nicht hoch macht, aber irgendwie doch die Toleranz hochballert. Als Droge sollte man grundsätzlich nicht missbrauchen. Da sind klassische Opiate viel gesünder, und angenehmer und leichter zu entziehen.

Tianeptin ist nur mittelmäßig effektiv gegen soziale Angst, aber sehr effektiv gegen Depressionen (bei einigen Leuten, "Depression" ist ein Symptom, das viele Ursachen haben kann). Man sollte nach einer Woche merken, ob es hilft, und nach spätestens zwei Wochen sollte sich die stabile Langzeitwirkung eingestellt haben. Man kann es problemlos mal ausprobieren. Auf dem Graumarkt kosten die Pillen von Pharmajuden 70NG pro Monat. "Entzug" von einer therapeutischen Dosis waren bei mir zwei Tage etwas seltsam fühlen, nach drei Monaten 37,5mg/Tag Dosierung.

nateschulte Avatar
nateschulte:#92843

>>92610
Phenibut hilft mir sehr gut in sozialen Situationen, allerdings sollte man das Zeug echt nicht öfter als 2-3 mal die Woche nehmen, sonst baut sich schnell Toleranz auf. Der Entzug bei hartem Dauerkonsum soll auch kein Spaß machen.

trickyolddog Avatar
trickyolddog:#92848

>>92831
>>92836
Tianeptin bildet eine Toleranz. Deswegen muss die Dosis immer weiter gesteigert werden, um auch mittel- bis langfristig eine Wirkung zu erzielen. Und wenn die Dosis hoch genug ist, dann wird man auch abhängig.

Wenn man natürlich die Dosis nicht steigert, dann bleibt einem nach zwei Wochen oder so nur noch ein Placeboeffekt. Aber vielleicht ist das ja auch so ganz gut so. Am Anfang ein leicht stimmungsaufhellender Effekt damit der Patient von der Nützlichkeit des Mittels überzeugt wird. Der Patient will ja, dass es ihm hilft und wenn er daran glaubt dann hilft es ihm auch dann, wenn es wegen der Toleranzentwicklucng eigentlich gar keinen Effekt mehr hat.

Ich hab mir auch mal ein Gramm davon gekauft zum ausprobieren, abhängig davon wurde ich nicht. Opiatkonsum ist ziemlich unproblematisch wenn man ihn unregelmäßig betreibt. Deswegen bin ich halt auch misstrauisch, wenn Leute sich vom chronischen Konsum einer Toleranzbildenden Substanz Hilfe versprechen.

stevenfabre Avatar
stevenfabre:#92849

>>92848
zu was rätst du dann am ehesten gegen Depressionen?

cboller1 Avatar
cboller1:#92850

>>92848
> Tianeptin bildet eine Toleranz. Deswegen muss die Dosis immer weiter gesteigert werden, um auch mittel- bis langfristig eine Wirkung zu erzielen.
Absoluter Schwachsinn. Es hilft nicht bei jedem, aber wem es hilft, dem hilft es dauerhaft ohne ständige Dosiserhöhung. Anders als andere ADs kann Tieneptin jedem helfen, wenn man es zum hochieren, anstatt zur Medikation nutzt, aber das ist was anderes.

>Ich hab mir auch mal ein Gramm davon gekauft zum ausprobieren
Du hättest dir die richtigen Tabletten von Servier kaufen sollen, wenn es dir ernst war. Den Pulverkram kann doch keiner präzise dosieren, es sei denn du hast eine 500NG-Waage auf einem Waagentisch.

turkutuuli Avatar
turkutuuli:#92851

>>92849
Keine Ahnung, aufmannen vielleicht? Hatte mit Depressionen nie große Probleme, denke aber nicht, dass man die mit Drogen kurieren kann. Wenn ich der Ansicht wäre, dass ich irgendwelche Chemikalien für meine psychische Gesundheit bräuchte würde ich zum Psychater gehen, der kann mir sicher sinnvolleres verschreiben als den neuesten Graumarkttrend aus dem Internet. Das Tianeptin hab ich mir selbstverständlich zu Berauschungszwecken gekauft, so ab 30 mg war's ganz nett.

>>92850
Und wieso bilden kleine Dosen von Tianeptin keine Toleranz? Wo ist die Grenze zwischen einer solchen Dosis und einer toleranzbildenden Dosis? Bauen kleine Dosen richtiger Opiate ebenfalls keine Toleranz? Solange diese Fragen unbeantwortet sind, glaube ich lieber an den Placeboeffekt, dessen Existenz ist zumindest erwiesen.

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