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Veröffentlicht am 2016-06-25 22:09:28 in /fb/

/fb/ 96518: Chemiestudium = Berndtauglich?

carlyson Avatar
carlyson:#96518

Chemiebernd, ich habe eine Frage:

wie fickend schwer ist dein Studium? Ist es als nichtnaturwissenschaftenliebenderübermensch schaffbar? Ich würde gerne Chemie studieren, um einen sinnvollen Beruf zu haben der mir halbwegs Spaß macht, einen sicheren Arbeitsplatz bietet und dennoch Berndtauglich ist. Ich war immer so ein 3er Kanditat in der Schule und habe es im Abitur auch abgewählt, warum weiß ich nicht mehr, ist auch ein bisschen her (4 Jahre).

Bis jetzt habe ich ne Ausbildung in den Sand gesetzt und hab ein Jahr beim Bund verlebt, war mir aber zuviel Sport. Die NC's für Chemie müsste ich eigentlich irgendwo packen, mein Abi war nicht soooo mies. Nur mit Mathe hatte ich stellenweise Probleme, hauptsächlich kämpfte ich mit Stress während irgendwelcher Klausuren und der Unfähigkeit des Lehrkörpers, der nur wegen des Geldes Lehrer wurde. Zudem war Stochastik meine Achillesferse, zumindest war das mein schlechtestes Semester.

Also Bernd:
Hat Chemie einen machbaren Mathematikanteil? Ist es als Durchschnittsbernd machbar? Muss ich jeden Tag 8h in die Uni und 6h lernen, um mich dann in den Schlaf zu wixxen? Gibt es irgendwelche Tipps oder Tricks, wie man ganz gut durchkombt? Hast du Literaturvorschläge, die ich zu deiner fundierten Beitrag hinzunehmen sollte?

hoangloi Avatar
hoangloi:#96520

Säge da kein Chemiebernd.

Tu es nicht. Wenn du Chemie studierst brauchst du meist Doktor, damit dir das was bringt. Selbst mit einem Master kannst du nicht vie machen bei Chemie. Außerdem ist der Zeitaufwand wohl ziemlich hoch. Zumindest das, was ich bei einem Bekannten mitbekomme. Inwiefern er das aufbauscht kann ich nicht sagen, er ist aber im Dauerstress (Einiges vermutlich selbst gemacht, da er ziemlich motiviert ist). Und er ist ein recht kluges Köpfchen mit Mathe und Chemie im Abi.

Falls unbedingt was mit Chemie, schau mal, ob du eine Ausbildung machen kannst. Oder schau nach einer Ausbildung mit Computern. Mit der Einstellung ist ein Studium nichts für dich. Sofern du nicht über 9000 Semester brauchen willst.

Auch ist Stochastik und Statisitk das, was du an Mathematik am ehesten im Arbeitsleben brauchst, wenn du etwas naturwissenschaftliches studiert hast.

jjshaw14 Avatar
jjshaw14:#96521

Mathematikerherrenrasse hier betrachtet selbstverständlich alle anderen Fächer als intellektuell minderwertig.

Viel Disziplin, Motivation und Durchhaltevermögen dürfte sowieso meer nützen als Intelligenz.

Die Frage, die du dir aber stellen solltest ist ob du das wirklich willst und ob es sich lohnt. Die wenigsten Leute brechen ihr Studium ab, weil sie nicht mehr können, sondern weil sie nicht mehr wollen.

Ein Studium dauert 5 Jahre, wenn man nicht der Überflieger ist gerne auch mal 1-2 Jahre länger. Dazu dann noch die Promotion (siehe >>96520), die je nach Talent und vor allem Umfeld (Professoren etc.) nochmal 3-6 Jahre dauert.

Bist du wirklich bereit, die nächsten 10 Jahre mit einem Fach zu verbringen für das du weder Talent noch Interesse mitbringst? 10 Jahre, in denen du von wenig Geld leben musst. 10 Jahre in denen du auch Schafen könntest mit ordentlicher Bezahlung bei weniger Stress. In 10 Jahren kommt man - bei entsprechender Motivation und Disziplin - in manchem Unternehmen weiter als mit einem Doktortitel in Chemie.

Versteh mich nicht falsch: Ich hab kaum Ahnung von Chemie und kenn dich nicht. Aber ich bin mir in einer Sache verdammt sicher:

Du solltest dir das gut überlegen.

Wenn am Ende deiner Überlegung ein Chemie-Studium steht, dann mach's.

jonkspr Avatar
jonkspr:#96523

>>96520
So ein Quatsch. Mit einem Meister hat man gute Chancen. Glaube du hast Altphilologie mit Chemie verwechselt

joshjoshmatson Avatar
joshjoshmatson:#96532

>>96523
Wie gesagt, habe selbst recht wenig konkrete Informationen. Nur über einen Bekannten was Chemie angeht. So weit ich weiß, sind fast alle vernünftigen Stellen für Doktoren. Als Meister kommt man evtl mit Glück an andere Stellen ran. Als Junggeselle ist es wohl so gut wie unmöglich. Da macht es deutlich mehr Sinn eine Ausbildung als Chemikant oder Assistent zu machen. Deutlich bessere Einstiegsmöglichkeiten als bei Jungeselle oder Meister bei vergleichbarem Gehalt. Dazu dauert die Ausbildung nicht so lange und man bekommt schon ein bisschen Geld.

teylorfeliz Avatar
teylorfeliz:#96545

>>96532
Und wenn Bernd keinen Bock, Mitte 20 immernoch Azubikrebs zu sein sondern lieber Studentenkrebs sein will, da er auch gerne mal mit Anfang 30 einen Job hätte der gut bezahlt ist?

>>96523
Mit Meister soll es gehen? Ich meinte, die Chemieindustrie wäre recht stabil und bräuchte immer gute Fukkkräfte, aber wenn es schon mit Meister etwas knifflig wird mit Dschobb...

anass_hassouni Avatar
anass_hassouni:#96546

>Muss ich jeden Tag 8h in die Uni und 6h lernen, um mich dann in den Schlaf zu wixxen?

Gibt Tage und Wochen, wo das passiert. Speziell wenn du Laborpraktika hast, von denen du viele haben wirst.

>Hat Chemie einen machbaren Mathematikanteil?

Ja. Bernd mit limitierter Mathebegabung hat es auch geschafft. Hängt mMn stark vom Prof ab. Und wenn man genug arbeitet, dann wird das was. Organische Chemie ist der eigentliche Rauskegler.

Das Studium braucht viel Zeitaufwand, und tendenziell wird es immer schlimmer, je weiter du kommst. Wenn du allerdings Spass entwickelst, dann quälst du dich da nicht durch.

Wenn du im ersten Semester AC-Praktikum machst, dann ist das ein Gradmesser für den Zeitaufwand/generellen Stress im Studium.

gmourier Avatar
gmourier:#96549

>>96518
Biochemiebernd mit 2 Punkten im schriftlichen Matheabi reportiert ein.

> Die NC's für Chemie müsste ich eigentlich irgendwo packen

Oftmals ist ein reines Chemiestudium sogar NC-frei, bspw. an der Humboldt-Universität in Berlin. Da dürfest du sicher irgendwo einen Studienplatz bekommen.

> wie fickend schwer ist dein Studium?

Das kann man so pauschal eigentlich nicht sagen, Ich würde es aber schon als "anspruchsvoll" und "stressig" bezeichnen. Allerdings ist ein Biochemiestudium auch vollgepackter als ein reines Chemiestudium.

> Ist es als nichtnaturwissenschaftenliebenderübermensch schaffbar?

Schaffbar bestimmt, aber ich persönlich halte nichts davon, wenn man Naturwissenschaften nur wegen der guten Berufsaussichten studieren will. Ohne ein gewisses Maß an Interesse und Begeisterungsfähigkeit für das Fach wirst weder im Studium noch im Beruf sonderlich glücklich.

> Hat Chemie einen machbaren Mathematikanteil?

Prinzipiell ja. Ich selbst bin auch alles andere als ein Überflieger was Mathematik anbelangt und habe die mathelastigen Klausuren mit akzeptablem Ergebnis bestanden. Obwohl ich bei "Mathematik für Naturwissenschaftler" kurz vor dem Nervenzusammenbruch und ernsthaft über einen Studienabbruch nachgedacht habe. Der Dozent war aber auch wirklich schrecklich, seine nicht vorhanden didaktischen Fähigkeiten hat er mit übertriebenen Anforderungen wieder ausgeglichen. Naja aber da muss man durch, auf Ausreden wie "der Lehrkörper ist unfähig" gibt an der Uni wirklich niemand mehr einen Fick.

> Muss ich jeden Tag 8h in die Uni und 6h lernen, um mich dann in den Schlaf zu wixxen?

Im Zweifelsfall: Ja!

> Ist es als Durchschnittsbernd machbar?

Sicher, aber ich habe auch viele vom Typ "Durchschnittsbernd", von denen viele das Studium abbrechen gesehen. Die haben dann im Berndstil ihre Zeit lieber vor ihrem Rechner verlauert haben anstatt zu lernen oder für was anderes als Laborpraktika zur Uni zu erscheinen, mit den entsprechenden Ergebnissen nach den Klausuren. Das solltest du vermeiden.

> Gibt es irgendwelche Tipps oder Tricks, wie man ganz gut durchkommt?

Sei Fleißig und Diszipliniert, wie die typische Mulle die du aus der Schulzeit kennen gelernt hast. Ganz wichtig ist ein geregelter Tagesablauf und die Fähigkeit sich auch mal hinzusetzen und zu lernen obwohl man keinen Bock hat. Vorlesungen schwanken stark in ihrer Qualität je nach Thema und Dozent, falls du die nötige Disziplin besitzt kannst du die schlechten vernachlässigen und stattdessen zuhause mit Skripten und Büchern aufarbeiten. In der Unibibliothek lernt es sich meist besser und effektiver als am eigenen Schreibtisch, Altklausuren sind Gold wert, ebenso wie ein guter und zuverlässiger Laborpartner, Saufi und Kiffi in der Klausurenphase ist eine ganz schlechte Idee, 3 Wochen lernen mit geringer Intensität ist besser als 3 Tage Bulimielernen.

Hast du schonmal in Betracht gezogen Biologie zu studieren? Der Mathematikanteil ist dort gering und die Berufsaussichten in der Regel glänzend. Außerdem dürfte das Studium insgesamt etwas einfacher sein. Allerdings, warum willst du überhaupt unbedingt ein Naturwissenschaftliches Studium machen obwohl du eigentlich an Naturwissenschaften nicht sonderlich interessiert bist? Hast du vielleicht andere Interessen? Geschichte, Politik, Soziologie, Wirtschaft, Sprachen, Literatur? Nicht immer ist ein MINT-Studium das Nonplusultra, speziell nicht wenn man eigentlich kein großes Interesse an seinem Fach hat.

keyuri85 Avatar
keyuri85:#96557

>Nicht immer ist ein MINT-Studium das Nonplusultra, speziell nicht wenn man eigentlich kein großes Interesse an seinem Fach hat.

Sind Geisteswissenschaften im Jahre 2016 wirklich zu empfehlen?

timgthomas Avatar
timgthomas:#96560

>>96557
>>96557
Ja. Taxifahrer braucht man immer. Gibt ja auch noch Dinge wie BWL, Jura etc. Und manche Ausbildungsberufe produzieren kompetentere Absolventen als Gammelstudienfächer

giuliusa Avatar
giuliusa:#96567

>>96560
Mehr BWLer und Juristen braucht das Land.

sementiy Avatar
sementiy:#96603

>>96546
>>96549
Erstmal danke für die antworten.

>>96549
Hast du schonmal in Betracht gezogen Biologie zu studieren? Der Mathematikanteil ist dort gering und die Berufsaussichten in der Regel glänzend. Außerdem dürfte das Studium insgesamt etwas einfacher sein. Allerdings, warum willst du überhaupt unbedingt ein Naturwissenschaftliches Studium machen obwohl du eigentlich an Naturwissenschaften nicht sonderlich interessiert bist? Hast du vielleicht andere Interessen? Geschichte, Politik, Soziologie, Wirtschaft, Sprachen, Literatur? Nicht immer ist ein MINT-Studium das Nonplusultra, speziell nicht wenn man eigentlich kein großes Interesse an seinem Fach hat.

Bei Biologie wurde mir immer erzählt, die Berufsaussichten wären scheiße. Und in den Geisteswissenschaften wäre ich ziemlich sehr gut da ich schon an Doktorarbeiten in Geschichte mitschrieb weil mich die Themen interessierten und gucken wollte es was für mich ist, ja ist es aber die Doktoranden erzählten mir immer so was sie verdienen und machen und sofort wusste ich: selbst bei Netto an der Kasse haste n besseren Leben.

Um nochmal auf Biologie zurückzukommen: es war mit mein Lieblingsfach in der Schule, aber ich kam nie über 9p da ich immer irgendwas vergaß in den Klausuren zu eräwhnen oder so. Bin halt kein geborener Mintler der das "Gespür" hat für seine Materie, dass ist dann mehr bei Geschichte vorhanden. Chemie wollte/würde ich machen aus
1. ein bisschen Interesse
2. MINT!
3. kein Taxifahren
4. Ich fand Versuche machen eigentlich ganz kühl

Klar, ich werde mich nochmal in eine Chemie Vorlesung setzen und gucken ob es was für mich ist und klar, ich gucke mir mal die Berufsaussichten eines Biologen an, aber ich vertraue mal Bernd das er Ahnung hat.

pf_creative Avatar
pf_creative:#96605

>Master
>Chemie
Gibt auch noch die Option Lebensmittelchemie zu studieren und Staatsexamen in 4 Jahren Regelstudienzeit zu machen.

eloisem Avatar
eloisem:#96606

>>96603
>Bei Biologie wurde mir immer erzählt, die Berufsaussichten wären scheiße

Das stimmt heutzutage definitiv nicht mehr. Als Biologe ist man derzeit und gerade auch in der Zukunft arbeitsmarkttechnisch in einer wirklich sehr komfortablen Lage, ich meine sogar das für Biologen Vollbeschäftigung herrscht.

> Und in den Geisteswissenschaften wäre ich ziemlich sehr gut da ich schon an Doktorarbeiten in Geschichte mitschrieb weil mich die Themen interessierten und gucken wollte es was für mich ist, ja ist es

Hört sich für mich eigentlich so an als wäre Geschichte eigentlich genau das Richtige für dich.

> aber die Doktoranden erzählten mir immer so was sie verdienen und machen und sofort wusste ich: selbst bei Netto an der Kasse haste n besseren Leben.

Die Diskussion hatten wir hier auf /fb/ vor ein paar Monaten schon mal. Ich persönlich halte es für etwas unklug und kurzsichtig sich nur aufgrund des Gehalts für einen Beruf zu entscheiden bzw. einen anderen auszuschließen.

Man sollte sich immer bewusst sein, dass man einen Großteil seines Lebens mit Arbeit verbringt und was bringen einem 55.000 NG Jahresgehalt, wenn einem die Arbeit, die man Woche für Woche von Montag bis Freitag ausüben muss, weder erfüllt noch glücklich macht? Da würde ich lieber 35.000 NG verdienen und etwas machen das mir wirklich Spaß macht, damit lässt sich schließlich auch ein annehmliches Leben finanzieren. Außerdem werden Doktoranden grundsätzlich massiv unterbezahlt für die Arbeit die sie leisten, das ist in Naturwissenschaften leider auch nicht anders und von dem Gehalt sollte man auch nicht ausgehen.

>Chemie wollte/würde ich machen aus
>1. ein bisschen Interesse

Prinzipiell gut, aber wenn du wirklich Chemie studieren und später irgendwo dein restliches Leben als Chemiker auch arbeiten willst reicht "ein bisschen" Interesse definitiv nicht aus. Man muss ja nicht vollkommen für die Materie brennen um mit dem Fach glücklich zu werden, aber ein starkes Grundinteresse und Neugier an Chemie sollte schon da sein.

> 2. MINT!

Naja, im Zwischennetz wird MINT ja immer als das einzig Wahre und als vollkommen überlegen angepriesen, davon sollte man sich nicht all zu sehr beeinflussen lassen, vieles davon ist meist einfach nur pseudoelitäres Gelaber, Natürlich hat es einen wahren Kern, es stehen einem MINTler recht gut bezahlte Berufe offen und in der Regel tut man etwas "sinnvolles" und schafft einen konkreten und greifbaren Erkenntnisgewinn, aber Geisteswissenschaften haben auch ihre Daseinsberechtigung und niemand der sich eigentlich für jene interessiert sollte nur wegen diesem ganzen "hurr durr MINT" zu so einem Studium drängen lassen.

>3. kein Taxifahren

Bernd würde im Zweifelsfall sowieso lieber Neeten als sowas zumachen oder? :3

>4. Ich fand Versuche machen eigentlich ganz kühl

Versuche im Labor sind auch ziemlich kühl Anfangs, nur musst du dir halt bewusst sein, dass nicht alle Versuche so kühl, spannend und anschaulich sind wie in der Schule. Das AC-Praktikum im ersten Semester ist das vielleicht noch, aber schon im 2 Semester bestehen dann Versuche eher aus sowas wie Zählen von Tröpfchen um dann damit die Oberflächenspannung eines Ethanol/Wassergemischs auszurechnen und ähnlichen Späßen. Das kann dann richtig ätzend sein, gerade wenn man dafür dann auch noch ein umfangreiches Protokoll anfertigen muss und die gemessenen Daten Murks sind weil der Laborpartner oder man selber irgendwo geschlampt hat. Da geht mal die eine oder andere Nacht für Flöten.

carlyson Avatar
carlyson:#96607

>>96606
>ich meine sogar das für Biologen Vollbeschäftigung herrscht.

Ich kenne da ein paar Biologen, sowohl Master als auch Doktoren. Keiner von denen arbeitet in der Biologie, zwei sind arbeitslos, einer, der demnächst mit dem Doktor fertig ist, wird auch nicht in seinem Feld landen. Und darunter sind dann auch Genetiker, Neuro- und Mikrobiologen.
Bei allem was mit "klassischer" Biologie zu tun hat sieht's noch schlimmer aus.

csswizardry Avatar
csswizardry:#96613

Biologe hier.
Berufsaussicht ist scheiße. Wenn du das wirklich machen willst, mach vorher ne Ausbildung zum BTA oder so. Berufserfahrung wird in allem verlangt, was nicht auf Promotion rausläuft. War selbst seit Abschluss fast ein ganzes Jahr arbeitslos, bis ich was gefunden hatte.

n_tassone Avatar
n_tassone:#96638

Dieser Bernd hat 3 Chemiestudenten in seinem Freundeskreis. 2 davon noch aktiv im Studium, haben aber vor kurzem die Reißleine gezogen und zu Lehramt gewechselt, weil es ziemlich aussichtslos ist, mit einem reinen Chemiestudium einen Dschob zu finden. Der dritte hat einen befristeten Arbeitsvertrag in einem Labor, muss aber abends noch zusätzlich bei Edeka an der Kasse sitzen, um die Miete zu bezahlen. Wenn der Vertrag mit dem Labor ausläuft, sieht es auch für ihn ziemlich mau aus.

Also mich 5-7 Jahre durch ein Studium schuften, das ich nicht mal besonders mag und in dem ich ohnehin nur so mittelmäßig gut bin, um am Ende in Konkurrenz mit Absolventen stehen, die das alles wirklich mögen und drauf haben, für Arbeitsplätze, die eigentlich nicht mal existieren... klingt doch super!

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