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Veröffentlicht am 2016-07-08 23:16:53 in /fb/

/fb/ 96817: Loslassen lernen

tereshenkov Avatar
tereshenkov:#96817

Bernd, wie lernt man es, "los zu lassen"?

Bernd hat die Woche gemerkt, dass es ein wiederkehrendes Problem beim ist. Alte Erinnerungen ans gemobbt werden, Abweisung von Mödchen, Probleme auf der Schafstelle. Berndstil wiederholen sich die Erinnerungen und kommen hoch, wenn es Bernd mal nicht so gut geht. Bernd würde den ganzen Kram gerne loslassen können, weiss aber nicht wie.

motionthinks Avatar
motionthinks:#96820

Das Gegenteil ist der Fall, du musst es annehmen.
"Ja, ich war ein vertrotteltes Spastenkind, aus Gründen wie [x], aber diese Erfahrungen waren notwendig, damit ich daraus lernen und die Fehler zukünftig vermeiden kann."

Stehe dazu.

grrr_nl Avatar
grrr_nl:#96821

Da gibt es >9001 Ansätze. Sogar Bücher explizit mit dem Titel. Je nachdem wie hoch die Schwelle für Esoterik ist, vielleicht sogar eine Option.

Meditieren kann eine gute Hilfe sein. Was Bernd hilft sind 2 Dinge:

1. Sich überlegen warum einen so beschäftigt. Konflikte mit anderen Menschen beschäftigen diesen Bernd immer wenn er sich unsicher ist ob er sich falsch verhalten hat. Wenn Bernd weiß dass er was falsch gemacht hat denkt er sich "oke, das war doof - das nächste mal mach ich das besser". Wenn der andere falsch lag "Was ein Trottel!". Aber wenn er sich nicht sicher ist an wem es lag beschäftigt ihn das viel länger.

Allgemein sind das (Alarm: Küchenpsychologie!) halt meistens Dinge mit denen man innerlich noch nicht abgeschlossen hat. Wenn man unglücklich Single ist, fällt es vermutlich schwerer mit früheren Zurückweisungen von Mödchen zurecht zu kommen als wenn man gerade in einer glücklichen Beziehung ist. Das bringt einen auch zum nächsten wichtigen Punkt:

2. Sich überlegen was man ändern kann: Entweder man kann was ändern, dann schließt man mental mit der Sache ab in dem man anfängt es zu ändern oder erkennt dass man gar nichts ändern kann. In dem Fall fällt es leichter das zu akzeptieren und nicht ewig dran rum zu denken. (Profi-Tipp: Eine Sache, die sich nicht ändern lässt ist die Vergangenheit). Außerdem kostet das sinnlos rumgrübeln bei Sachen, die sich eh nicht ändern lassen Kraft, die man besser investiert in Dinge, die sich eben ändern lassen.

Was man auf jeden Fall nicht versuchen sollte ist Dinge zu unterdrücken. Übertrieben rumgrübeln ist schlecht, aber manche Sachen müssen auch einfach raus. Wenn man wütend auf Gott und die Welt ist, vielleicht einen Boxsack kaufen oder Gewichte stemmen. Oder bei einem guten Freund mal so kräftig auskotzen. Ist Bernds Erfahrung nach gesünder als "einfach loslassen".

Zu guter letzt: Krankhaftes grübeln und Gedanken kreisen lassen kann ein Hinweis für Depressionen sein. In einer Psychotherapie werden dann auch solche Dinge besprochen und geschaut ob es einen tieferliegenden Grund gibt.

velagapati Avatar
velagapati:#96826

Danke für deine Antworten Bernd. Den "Kann man nix machen"-Reflex muss Bernd wohl noch erlernen. Das ist wohl das schwere.

edobene Avatar
edobene:#96827

>>96817
Meint Bernd damit etwa Flashbacks an jene Situationen, die ihn so quälen? Falls ja, dann kenne ich die zu gut, und kann sagen, dass sie weniger werden, wenn man sie nicht abwehrt, sondern sie zulässt und wieder durchlebt. Was dabei genau geschieht kann ich schlecht sagen, und oft gelingt das auch nicht, weil die Erinnerung zu stark ist.

areus Avatar
areus:#96851

>>96817
Mich hat es auch ewig beschäftigt ein Opfer gewesen zu sein, aber nur solange ich schwach war, vielleicht ist das auch der Grund warum es dich noch beschäftigt.

Bist du heute mutig und stark oder immer noch das arme Würstchen von damals ?

Wenn du Kampfsport machst, dich deinen Ängsten stellst und mutig bist, dann wirst du akzeptieren können was war, solange du ein armes Würstchen bist wird es dich beschäftigen.

davidtoltesy Avatar
davidtoltesy:#96861

>>96851
Bernd ist älter geworden und kann sich verbal besser wehren. Er ist aber heute, so wie damals immer noch ein Fettbernd mit 95 Kilo, weil er Probleme in sich hineinfrisst und sich auch mit Essen beruhigt. Bernd will aber auch anfangen heben zu gehen. Was du gesagt hast ist ein Rat den Bernd auch schon öfters bekommen hat. Eine Erinnerung zeitnah damit anzufangen.

judzhin_miles Avatar
judzhin_miles:#96862

>>96861
Du musst kämpfen, dich deiner Angst stellen, Gewichte heben wir das Problem nicht lösen, schau dir die ganzen Bodybuilder an, wandelnde Komplexhaufen.

likewings Avatar
likewings:#96864

>>96862
es kann aber helfen, den Stress abzubauen oder seinen Gefühlen ein Ventil zu bieten. Bei Fett-Bernd ist Heben gehen aber allemal eine sehr gute Idee.

An seinen Problemen muss er natürlich weiterhin arbeiten, dass heben gehen unterstützt ihn natürlich dabei und jetzt:

TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!
TU ES !!!

BrianPurkiss Avatar
BrianPurkiss:#96868

Heben ist wirklich eine gute Idee. Bernd ist früher eher klein/schmächtig gewesen und hat zu allem überfluss noch abstehende Ohren. Dazu oder vllt auch deswegen noch sehr schüchtern/introvertiert. Quasi das Rezept zum gemobbt werden.

Irgendwann ging Bernd heben und auch wenn Bernd weit vom /fit/-Status entfernt ist (und auch schon lange aus Faulheit nicht mehr in die Muckibude geht) half es doch ein bisschen Selbstbewusstsein aufzubauen und wenn man selbstbewusst ist dann gibt man irgendwann auch einen fick.

Früher (Zehnalterzeit) starrte Bernd jedes mal beim in den Spiegel gucken morgens seine Ohren an und war traurig ob der Hässlichkeit. Der Faden hier machte Bernd zum ersten Mal in Monaten überhaupt daran denkend dass die Ohren nicht völlig normal sind. Bernd kehrt dessen aber längst nicht mehr.

ankitind Avatar
ankitind:#96869

>>96864
> TU ES !!!
https://www.youtube.com/watch?v=k_e67Wwumz8

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