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Veröffentlicht am 2016-09-03 17:20:02 in /fb/

/fb/ 97737: Bernd ist in einer WhatsAppgruppe mit fünf anderen...

adhiardana Avatar
adhiardana:#97737

Bernd ist in einer WhatsAppgruppe mit fünf anderen Arbeitskollegen. Es wird eigentlich über jeden Scheiß geschrieben, da ein gewisser freundschaftlicher Verhältnis mit Kollegen besteht. Vor einiger Zeit gab es mal eine Diskussion, die die Arbeitsstelle und die Veränderungen am Arbeitsplatz betreffen hat. Da es sich um einen privaten Raum, wie Bernd und drei andere Kollegen gedacht haben, wurden einige neue Anbahnungen in einen locker unbedachten bis verbittert sarkastischen Ton kommentiert. Es ist jedoch keiner persönlich geworden, eher wurden einige Stellen aus Rundmail ironisch paraphrasiert, um dem Thinkpositive & Chacka Bullshit los zu werden.

Es ist ein eher kleines Unternehmen. Vor einer Woche hat ein Teilnehmer den Chat seinen Vorgesetzten gezeigt, dieser ist damit zum Chef gegangen. Das wird wohl zum Anlass einiger außerordentlicher Kündigungen werden.

Meine Frage: würden die anderen Vier dem Fünften eigentlich die Freundschaften kündigen?

doronmalki Avatar
doronmalki:#97738

Bernd würde nicht nur die Freundschaft kündigen sondern zum Anwalt rennen. Sowas betrifft ja definitiv die Privatsphäre und gegen die Kündigung kann man vermutlich auch noch klagen.

Heile wird die Situation eh nicht mehr. Dann lieber noch maximal Schaden anrichten und den Leuten eine Lehre erteilen.

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solid_color:#97739

>>97738
Inwieweit das rechtlich zulässig ist (das denunzieren und das kündigen) müsste sich sogar ein stückweit googeln lassen.

hibrahimsafak Avatar
hibrahimsafak:#97740

Bewirf das Haus des Denunzianten mit Kot, Bernd!

a_harris88 Avatar
a_harris88:#97743

Es gab doch letztes Jahr sogar ein Urteil zu einem ähnlich gelagerten Fall. Eine Krankenschwester äußerte sich in einem privaten Gespräch mit einer Arbeitskollegin negativ über ihren Chefarzt. Die Kollegin ist daraufhin zum Chefarzt und erzählte ihm alles. Dieser ließ die Krankenschwester dann fristlos kündigen. Die Krankenschwester klagte dagegen und bekam Recht: Weil das Gespräch der Krankenschwester und ihrer Kollegin unter vier Augen stattfand, waren ihre negativen Äußerungen nicht in der Lage, den Betriebsfrieden zu stören und somit von der Meinungsfreiheit gedeckt.

Habe leider keinen Elfen zu diesem Fall, aber Bernd wird wohl selbst gurgeln können.

Zu OPs eigentlicher Frage: Wenn bekannt ist, wer die Ratte ist, dann ist Freundschaft kündigen das mindeste das man machen kann.

jjshaw14 Avatar
jjshaw14:#97744

Dein Kollege hat auf jedenfall rechtswidrig gehandelt. Ob die Kündigung rechtens ist vermute ich ebenfalls, aber da bin ich mir nicht sicher. Klagen könntest du aber schon noch damit sie dich im Anschluss nur gegen eine königliche Abfindung kündigen können :333

aiiaiiaii Avatar
aiiaiiaii:#97745

>>97737
Der Verräter scheint ein ganz armes Würstchen zu sein. Dass die anderen ihm die Freundschaft kündigen wird das Mindeste sein, auf das er sich einstellen kann. Auch sein Arbeitgeber wird ihn danach nicht sonderlich mögen, da er den Leuten, die er übereilt gekündigt hat, eine deftige Abfindung zahlen muss, nachdem sie vor Gericht gegangen sind. Denn so wie es aussieht war der Chat rein privat.

iqbalperkasa Avatar
iqbalperkasa:#97749

Dann wart ihr wohl doch keine Dudes.
Waslos Gruppen sind Krebs , übrigens.

adammarsbar Avatar
adammarsbar:#97750

Bernd du Verräterschwein.

jimmywebdev Avatar
jimmywebdev:#97753

Datenschutz ist ein Grundrecht. Allein das Offenbaren wer in diesem Chat partizipiert, unabhängig des Inhaltes ist bereits ein Datenschutz verstoß. Den Inhalt weiterzugeben ist zusätzlich ein Verstoß gegen das Fernmeldegesetz und Grundsätzlich auch gegen das Recht am geschriebenen Wort. Die Böswilligkeit kann zu Schadensersatzforderungen führen, insbesondere den Verdienstausfall, den zukünftigen Verdienstverlust wegen dem gestörten Beschäftigungsverhältnis und kommende Anwalts und Gerichtsgebühren.
Dem Herren sollten die 4 nicht nur die Freundschaft kündigen sondern auch in die Hölle verklagen. Und den Chef dann gleich mit, welcher sich an besagten Verstößen beteiligt.

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#97754

Seid ihr nicht in der Gewerkschaft?

Natürlich ist das unrechtmäßig. Aufjedenfall einen Anwalt einschalten und den widerlichen Chef ausbluten lassen.

Den Verräter solltet ihr komplett meiden.

jamesmbickerton Avatar
jamesmbickerton:#97773

>Es ist ein eher kleines Unternehmen.
>Anlass einiger außerordentlicher Kündigungen
Er kann einfach so vier Leute entlassen? Seid ihr so leicht ersetzbar?

>Vier dem Fünften eigentlich die Freundschaften kündigen
Definitiv. Die Ratte riskiert, dass ihr die Dschobs verliert und für was? Für ein mündliches Lob vom Chef kek?
Nicht, dass du mal von der Treppe fällst, weil du mehr als 10NG dabei hast.

>Auch sein Arbeitgeber wird ihn danach nicht sonderlich mögen, da er den Leuten, die er übereilt gekündigt hat, eine deftige Abfindung zahlen muss, nachdem sie vor Gericht gegangen sind.
Genau dies. Zudem werden die anderen Kollegen ihn auch verachten, wenn sie nur einen Hauch von Anstand haben. Niemand will mit solchen Leuten zu tun haben. Ich als Chef hätte nur mit den Leuten geredet (wenn es wirklich nur so harmlos war wie beschrieben) und dem Denunziant nur noch Scheissarbeit gegeben. Hat er keinen Bock muss er halt kündigen.

Er könnte evtl. sogar das Unternehmen zerstören. Wieviele Jahre seid ihr so im Betrieb? 1 Monatsgehalt pro Jahr ist nicht gerade selten. Bei vier Personen kommt da Schnell ein 6-stelliger Betrag zusammen. Chef wird nicht glücklich sein, wenn er den Porsche verkaufen muss ;_;

jffgrdnr Avatar
jffgrdnr:#97776

>>97773
> 1 Monatsgehalt pro Jahr ist nicht gerade selten.
Doofbernd hier. Was meint Bernd damit?

ah_lice Avatar
ah_lice:#97780

>>97776
die Abfindung oder

aaronstump Avatar
aaronstump:#97781

>>97776
Vermutlich ist ein Monatsgehalt Abfindung pro Jahr Zugehörigkeit zum Unternehmen gemeint. Ein Angestellter seit 10 Jahren dort arbeitet und 3.000/Monat verdient würde dann 30.000NG Abfindung erhalten.

murrayswift Avatar
murrayswift:#97798

>>97781
Genau dies.

joshclark17 Avatar
joshclark17:#97805

>>97781
Es gibt nur ein halbes Monatsgehalt pro Jahr Betriebszugehörigkeit.

Oke wa ales.

anass_hassouni Avatar
anass_hassouni:#97806

Der schlimmste Feind im Land ist und bleibt der Denunziant. Macht ihn fertig, aber so richtig.

garand Avatar
garand:#97809

drinvor OP ist der Verräter

yigitpinarbasi Avatar
yigitpinarbasi:#97810

Tipp: Das reicht nicht für außerordentliche Kündigung, da geschlossener Personenkreis und keine Absicht der Beteiligten die ggf. beleidigenden Dinge der betroffenen Person anzutragen.
Den Rechtsstreit gewinnst du.
Wenn jemand es in die Öffentlichkeit getragen hat, kann dieser jemand aber Probleme bekommen.
Dafür dass jemand damit zum Chef geht kannst du ihm rechtlich nix, aber ihn zu hassen ist nur fair.

woodydotmx Avatar
woodydotmx:#97812

>>97810
Andersrum gesagt, hättest du einen Schadensersatzanspruch gegenüber dem Pfeifenbläser.
Du kannst dich an diesem schadlos halten und ihn für entgangenes Einkommen haftbar machen.

Stichwort: Vertraulichkeit des Wortes

Die Kündigung kann ohne weiteres Bestand haben und wirksam sein.
Aber für die unmittelbaren Folgen muss der Verursacher aufkommen.

t. Jurabernd

adhiardana Avatar
adhiardana:#97816

>>97812
Auf welche Rechtsgrundlage soll sich denn der Arbeitgeber stützen können?
Kann er einfach so sagen. "Das Vertrauensverhältnis ist zerstört." *weini*

remiallegre Avatar
remiallegre:#97819

>>97812
Es liest sich heraus, dass Arbeitgeber die privaten Nachrichten im Wissen dessen auch gelesen hat.

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