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Veröffentlicht am 2016-09-16 12:57:07 in /fb/

/fb/ 97978: Genauigkeit GPS

tusharvikky Avatar
tusharvikky:#97978

Das Vermessungsamt benutzt ja auch GPS-Methode um ein paar "einfachere" Sachen wie Baugrundstücke zu vermessen. Dafür brauchen die doch bestimmt eine genauigkeit von ein paar cm.
Normale GPS Handempfänger haben eine Genauigkeit von bestenfalls 1-5m.

Was macht das Vermessungsamt also richtig, was die kleinen Handgeräte nicht machen? Wieso können die Handempfänger nicht einfach die Referenzstationen des Vermessungsamt benutzen und somit die Genauigkeit erhöhen?

ryhanhassan Avatar
ryhanhassan:#97983

>Vermessungsamt benutzt ja auch GPS-Methode um ein paar "einfachere" Sachen wie Baugrundstücke zu vermessen.


Echt? Dachte die haben bestimmte Vermessungspunkte von denen ausgehend sie dann alles mit Laser abmessen.

iamsteffen Avatar
iamsteffen:#97984

>Wieso können die Handempfänger nicht einfach die Referenzstationen des Vermessungsamt benutzen und somit die Genauigkeit erhöhen?

Mußt halt nicht den von Opa geerbten Empfänger benutzen.


https://de.wikipedia.org/wiki/Differential_Global_Positioning_System

>Beim DGPS werden ortsfeste GNSS-Antennen, sogenannte Referenzstationen, benutzt, deren exakte Lage durch klassische Vermessungsmethoden bestimmt wurde. Aus der Abweichung der tatsächlichen und der empfangenen Position lassen sich die wirklichen Laufzeiten der Signale für jeden Satelliten sehr genau bestimmen.

>Das Verfahren wird zum Beispiel beim Militär, in der Schifffahrt, beim Präzisionsackerbau und großflächig zur Vermessung in der Geodäsie angewendet. Viele GNSS-Empfänger für den Endanwender haben bereits in der untersten Preisklasse DGPS implementiert.

>Hochqualitative Systeme werten zusätzlich die Phasenverschiebung der Trägerwelle aus (wie z. B. bei geodätischen Empfängern üblich) und erreichen so Genauigkeiten von wenigen Millimetern (± 1 mm bis ± 10 mm pro km Abstand zur Referenzanlage).

bouyghajden Avatar
bouyghajden:#97990

> Wieso können die Handempfänger nicht einfach die Referenzstationen des Vermessungsamt benutzen und somit die Genauigkeit erhöhen?
können sie, nur erfordert das zusätzliche hardware im Empfänger und macht sie teurer. Wenn du das Geld dafür ausgeben willst gibt es das aber durchaus zu kaufen.

jpotts18 Avatar
jpotts18:#97993

Umweltamt-Bernd hier...das Vermessungsamt hat Messpunkte, die du überall im Boden verteilt findest. Von dort aus wurde und wird alles manuell vermessen. Entweder sind es metallene Stöpsel oder Pflastersteine mit einem Kreuz drauf, die die Genauigkeit vorgeben. Von dort wir trigonometrisch durch die Gegend gemessen.
Kein GPS-Gerät kann genauer als 1-3m, deswegen wird beim Vermessen noch lange nicht auf digitale Hilfe gesetzt. Für die Genauigkeit sind weder dein Schlaufon noch andere Geräte zuständig sondern einzig und allein die Genauigkeit aus dem Weltall, d..h. die Anzahl der Satelliten, die dein Gerät empfängt. Dies zum Beispiel würde das Vermessen eines Waldgrundstücks praktisch unmöglich machen...

Für das Referenzieren deines GPS-Geräts gibts überall sogenannte Referenzpunkte. Da gehtste auf eine Position und siehst, welchen Wert dein Gerät oder Handlich haben sollte und welche Abweichung es hat. Alternativ kannst du auch dein Gerät dort referenzieren.

cheezonbread Avatar
cheezonbread:#98006

>>97993
Ja, also, nein. Stimmt halt nicht was du da schreibst. Wenn man keine Ahnung hat und so.
In Deutschland haben die meisten Vermessungsämter inzwischen alles digital und nutzen DGPS, wie in >>97984 beschrieben.
Siehe auch SAPOS und da insbesondere den Dienst HEPS.

degandhi024 Avatar
degandhi024:#98008

>>98006
Der Bernd kommt wahrscheinlich aus ner Provinz deren Budget sowas nicht erlaubt. Im Hunsrück machen sie auch noch fast alles von der Hand. Aber bei uns ist GPS auch scheiße... Empfangsqualität von mehr als 30% ist schon wie Weihnachten

nerrsoft Avatar
nerrsoft:#98011

>>98006
> DGPS
Hm, vielleicht hast du das nicht richtig verstanden. Die Vermessungsämter - und da rede ich nun mal von den städtischen/kommunalen, die vielleicht eher eine untere Behörde sind - nutzen nicht DGPS um Baugrundstücke zu vermessen.
Das Vermessungsamt bekommt Daten und diese Daten sind eventuell mit DGPS vermessen worden. Und diese DGPS-Daten werden natürlich digital verwendet. Wenn aber jetzt jemand beim Vermessungsamt anruft und sagt, guck mal nach, dann messen mit Trigonometrie und nicht mir DGPS, weil dieses digitale System zu teuer ist als dass jedes Popelamt jede bekloppte Anfrage selber digtial ausmisst.
Vielleicht einigen wir uns darauf, dass in der Regel die Landesvermessungsämter DGPS nutzen und diese Daten ihren jeweiligen Katasterämtern zur Verfügung stellt - so viel Ahnung ist dann doch noch vorhanden :-)
Ferner bleibt das Problem, dass DGPS bis auf einen Millimeter genau messen kann, jedoch wenn gar kein Signal ankommt - zum Beispiel im Tunnel oder im Wald, dass nützt das alles nix, dann muss das Maßband ran.

Für OP ist es aber so, dass aktuell keine Geräte im privaterschwinglichen Bereich eine höhere Genauigkeit als 1-3m haben.

mfacchinello Avatar
mfacchinello:#98032

>>98011
Also in Berlin wird das jedenfalls alles mit GPS gemacht, habe nämlich gerade ein Grundstück teilen lassen.
Und so teuer ist das auch nicht, 10ct/Minute für die Einwahl, und es gibt auch Flatrates für ein paar hundert Euro pro Monat.
Die Geräte sind natürlich teurer, aber das sind ja nur Einmalkosten.

mauriolg Avatar
mauriolg:#98041

>>98032
> Also in Berlin

Hier hörte ich auf zu lesen!

dwardt Avatar
dwardt:#98102

Wau, was für eine geballte Sammlung an Unwissen in diesem Faden herrscht. Herlich. Stichwort Tachymeter + RTK. Selbstverständlich sind GPS-Messungen im Millimterbereich möglich - kostet halt dementsprechend. Ansonsten lassen sich Messungen auch relativ genau mit Peilstangen oder Messlatte+Theodolit durchführen.

andina Avatar
andina:#98129

>>98102
Bravo - dies ist eines der dümmsten Pfostierungen seit langem. Uns allen war mittlerweile klar, dass GPS-Messungen bis auf Millimeter möglich sind dank DGPS. Ferner haben wir festgestellt, dass aufgrund der hohen Kosten von DGPS nicht jeder darüber verfügt und wenn man nicht darüber verfügt, man wieder zu alten Hilfsmitteln greift, die da unausgesprochen klar für alle, die sich mit Geodäsie beschäftigen Tachymeter, Theodolit, Maßband und Messlatte sind - was genau hat dein Pfosten jetzt für Erkenntnisse gebracht, du dämliches Großmaul??

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