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Veröffentlicht am 2016-11-12 13:41:45 in /fb/

/fb/ 98936: Ihk Verbrecherbande

splashing75 Avatar
splashing75:#98936

Hi Bernd, ich bin in einer unangenehme Situation gelandet und im Internet findet sich keine Lösung zu meinem Problem, deswegen wende ich mich an dich:
Ich habe vor 6 Monaten einen Antrag auf "Erteilung einer Erlaubnis als Versicherungsmakler nach §34d Abs. 1 GewO und Eintragung in das Vermittlerregister..." gestellt. Kurzum eine Erlabnis um Versicherungen zu verkaufen.
Drei Monate nachdem ich den Antrag gestellt habe, habe ich mich dagegen entschieden und bin aus dem Unternehmen, wo ich gearbeitet habe ausgestiegen. ich hatte fast alles beisammen, um mich registrieren zu lassen; Kostenpunkt 275€.
Jetzt dachte sich Bernd natürlich na klar, wenn ich denen meine Unterlagen nicht schicke dann erlischt mein Antrag.
Heute kam ein Bescheid rein, dass ich :
1.) Der Antrag wird abgelehnt
2.) ich trage die Kosten der 275€

Weiß Bernd, wie ich um die knapp 300€ rumkomme? Ich kann formell Widerspruch einlegen, aber wenn der erfolglos sein sollte, dann trage ich wiederum die Kosten.
Bild unrelatiert.

ionuss Avatar
ionuss:#98937

>Jetzt dachte sich Bernd natürlich na klar, wenn ich denen meine Unterlagen nicht schicke dann erlischt mein Antrag.

Du hast denen also nicht gesagt dass du deine "Bestellung" nicht mehr benötigst (stornierst sozusagen) und wunderst dich dass sie das weiter bearbeiten und berechnen?
Dum?

evandrix Avatar
evandrix:#98938

Bernd sollte auf jeden Fall in den AGBs oder dem Antrag nachlesen wie das genau geregelt ist. BAföG-Anträge gelten zum Beispiel erst als gestellt wenn sie "weitestgehend vollständig" sind.

Vermutlich ist das hier anders geregelt und die haben sich rechtlich abgesichert, aber sicher ist sicher.

vaughanmoffitt Avatar
vaughanmoffitt:#98939

>>98937
Sicherlich hast du Recht. Mir geht es eher darum, dass sie nie geschrieben haben, dass ich auf den Kosten sitzen bleibe, wenn ich mich weiterhin nicht melde. Sie schrieben ausschließlich, dass die Erlaubnis versagen würde, was ich auch wollte.
Ich bin alle Briefe durch gegangen, habe nie gelesen, dass ich die Kosten sonst trage.

coreyhaggard Avatar
coreyhaggard:#98940

>>98939
Ruf einfach mal an und frag höflich und erklär denen dass sich deine gesamte Situation geändert hat usw. Vielleicht zeigen sie sich ja kulant.

katiemdaly Avatar
katiemdaly:#98942

>>98940
Ja das ist der Plan für Montag. Danke
>>98938
Steht an sich nichts. Ich habe auch alle Paragraphen gelesen, bei denen sie sich beim "Versagen" berufen. Da steht nichts im Bezug auf Übernahme der Kosten. Danke für den Rat

sava2500 Avatar
sava2500:#98945

Das man die Kosten auch bei Ablehnung des Antrags zu tragen hat, ist eigentlich selbstverständlich oder?

saulihirvi Avatar
saulihirvi:#98946

>>98945
Das finde ich nicht selbsverständlich, vor allem nicht, dass das nirgendwo erwähnt wurde.

joe_black Avatar
joe_black:#98948

>>98946
Glaubst du, nur weil der Antrag abgelehnt wurde, wurde keine Arbeit da rein gesteckt?
Du glaubst wahrscheinlich auch, wenn du was im Internet käufst und dann widerrufst bekommst du in jedem Fall den Kaufpreis voll zurück.

jamesmbickerton Avatar
jamesmbickerton:#98949

>>98948
Ich glaube nicht, dass sie alles vorbereiten, sodass nur noch meine Unterlagen benötigt werden. Sie werden nach einem Antrag sicherlich nicht alles in Bewegung gesetzt haben. Man kann sich ja in der Mitte treffen.
Außerdem... noch nie bei Amazon bestellt?

dpg Avatar
dpg:#98950

>>98948
Transport zahle ich liebend gern, wenn ich einen Artikel zurück sende. Den Vollen Preis bezahle ich nicht dafür, dass die Ware nicht einmal bei mir ankam.

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#98951

>>98948
>>98946
Selbstverständlich wurde da Arbeit reingesteckt, aber dass man die Kosten trägt ist nicht selbstverständlich.

Wenn ich einen Internetkauf widerrufe bekomme ich tatsächlich in 90% der Fälle den vollen Betrag zurück.

Wenn ich zum Bäcker gehe mich 5 Minuten zum Kuchen beraten lasse und dann doch nur ein Brötchen kaufe, dann zahle ich auch nichts für die Beratung.

Fair ist das natürlich nicht, aber trotzdem völlig normal. Insofern ist es legitim nachzufragen ob man das wirklich zahlen muss. Wenn es irgendwo im Antragsformular/AGB steht, ist es natürlich völlig legitim, nachvollziehbar und OPs Schuld.

millinet Avatar
millinet:#98952

Also auf dem Antragsformular steht:
"Die Gebühr für das Erlaubnisverfahren beträgt 275 €, für die Registrierung 25 €. Hierzu
ergeht ein gesonderter Gebührenbescheid. Der Anspruch besteht mit Eingang des Antrags
bei der IHK Berlin."
Damit haben sie alle Karten in der Hand, ich bin selber Schuld und trage die Kosten, Verbrecherbande.
Ich rufe am Montag trotzdem mal an, kann ja nicht schaden.
/Faden

fatihturan Avatar
fatihturan:#98954

>>98952
>Antragsstellung kostet Geld
>Bernd stellt Antrag
>????
>Bernd beschwert sich über Verbrecherbande

Fastehe. Die Schweine bei der IHK!!1einself

csswizardry Avatar
csswizardry:#98955

>>98954
Ok, OP ein letztes mal hier. Ein Antrag auf ein Verfahren ist etwas anderes als ein Verfahren selbst. Dieses blieb vollkommen unausgeführt. Ich sehe auf jeden Fall ein, dass meine Aktion Kosten verursacht hat. Mich regt es nur imens auf, dass ich die vollen Kosten trage. Man kann sich ja in der Mitte treffen. Nur hat die IHK unglaublich viele Fälle, wo die sich solche Dinger leisten, das glaubt ihr nie.
So einen Fall hatte ich schonmal mit der Rentenversicherung, die haben geschrieben wenn ich mich nicht melde trage ich die Kosten etc.
Nur war hier nie die Rede von irgendwelchen Kosten, die ich übernehme wenn ich nicht antworte!

evandrix Avatar
evandrix:#98956

>IHK
Quasisozialistischer Superkrebs. Verstehe dein Mett. Dort ganz übliche Methoden.

jodytaggart Avatar
jodytaggart:#98966

>>98955
> Ich sehe auf jeden Fall ein, dass meine Aktion Kosten verursacht hat.

Ja das sehen wir auch so, unser Sachbearbeiter hat sich an ihrem Schreiben einen Gehirnschaden ergrübelt und war zwei Tage lang mit den Textbausteinen "Ablehnungsbescheid" vollauf beschäftigt.
Star Office ist die Hölle von einem Programm.
t. IHK. Eine gesonderte Bearbeitugnsgebühr für diesen vollautomatisch ohne Unterschrift erstellten Schrieb, buchen wir von ihrem Goldaccount.

kershmallow Avatar
kershmallow:#98976

>>98966
Die klassische Reichsbürger/GEZ-Gegner-Taktik an der Stelle ist übrigens jetzt so lange rumzumeckern, mahnen, klagen usw, dass mindestens 275NG an Kosten entstehen.

Ob man das Geld zurückbekommt ist an der Stelle dann auch völlig hinfällig. Hauptsache der andere hat es nicht.

crhysdave Avatar
crhysdave:#98978

>>98936
Ich finde die meisten Vergleiche hier hinken doch gewaltig. Es ist ein riesiger Unterschied ob man eine Dienstleistung nicht in Anspruch nimmt oder eine Warenbestellung widerruft.
Bei jedem Psychotherapeuthen musst du auch was zahlen wenn du ne Stunde nicht antrittst und nicht frühzeitig absagst. Egal, ob ihm die Stunde wirklich verloren geht oder ob er dort einen Patienten unterbringt oder ob er dort endlich die Zeit findet seine Memoiren zu Ende zu schreiben. Und wenn du bei einem Anwalt ein kostenpflichtiges Schreiben aufsetzen lässt wirds wohl ähnlich sein, wenn nicht dann aus Kulanz.
Bei Dienstleistern die nicht so handeln hat das was mit Kundenfreundlichkeit zu tun, weil man natürlich auch auf wiederkehrende Kunden kommt. Aber die IHK hat das wohl kaum nötig und besteht deshalb auf ihr vertragliches Recht. Bevor ich einen 275€-Auftrag aufgebe, denke ich doch mal 5 Min nach und lese den Vertrag und frage wenn ich die Leistung nicht mehr brauche mal dort nach, und nehme nicht einfach an, dass sich die Sache von alleine in Wohlgefallen auflöst.

bighanddesign Avatar
bighanddesign:#98979

>>98936
>>98952
Ist zwar jetzt geklärt, ich möchte aber als Beamtenbernd nur mal deutlich darauf hinweisen, dass das Beantragen einer "gesetzlichen Leistung" (Verwaltungsakt) bei einer Behörde etwas völlig anderes ist als ein privater Kauf/Dienstleitungsvertrag nach dem BGB. Du wolltest einen Bescheid, und den hast auch bekommen, wenn auch eine Ablehnung statt einer Erlaubnis, aber rechtlich macht das keinen Unterschied.

Ich wünsche dir viel Glück, dass bei deinem Kontaktversuch noch was rauskommt, aber der Bescheid steht jetzt und müsste erst wieder mit einem neuen Bescheid zurückgenommen werden. Das kannst du juristisch wohl nicht erreichen, wenn die IHK keinen Formfehler gemacht hat, und Kulanz dürfte für den Sachbearbeiter auch schwer werden, weil das nicht seine freie Entscheidung ist, sondern weil er gesetzlichen Vorschriften folgen muss.

Es wäre zwar "kundenfreundlich" gewesen, wenn die IHK dich mit einem Info-Briefchen nach ein paar Monaten darauf aufmerksam gemacht hätten, dass das Nicht-Einreichen von Unterlagen keinen kostenfreien "Vertragsrücktritt" darstellt, aber sie behandeln dich als künftigen Versicherungsmakler eben wie einen Profi, der sich mit Vorschriften auskennt und sie einzuhalten weiß, und nicht wie einen verpeilten Studenten, der seinen Bafög-Antrag nicht hinbekommt.

Berichte trotzdem mal, ob du noch was erreichen konntest.

surajitkayal Avatar
surajitkayal:#99048

>>98976
Du zahlst brav Propagandasteuer?

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