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Veröffentlicht am 2016-11-22 14:28:08 in /fb/

/fb/ 99145: Frage zur Psychotherapie

gojeanyn Avatar
gojeanyn:#99145

Bernd hat geringes Selbstwertgefühl, Angst davor, von der Gruppe nicht angenommen zu werden und isoliert da zu stehen, aber auch Probleme sich fremden und sogar befreundeten Leuten zu öffnen, weil er wegen seines fehlenden Selbstwertgefühls sich unsicher ist zu Dingen zu stehen, die ihm persönlich wirklich wichtig sind.

Daher hat sich Bernd nach Jahren des Grübelns dazu entschlossen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Da er keine Pillen möchte (keine Suizidgefahr) und der Psychologe nicht von der Krankenkasse übernommen wird, hat sich Bernd dazu entschieden einen Psychotherapeuten aufzusuchen.
Aber da wird es schon verwirrend, denn er weiß nicht, ob er mit der oben beschriebenen Symptomatik eher eine Tiefenpsychologisch fundierte / analytische Psychotherapie antreten oder es mit einer Verhaltenstherapie ausprobieren soll? Leider bieten die Psychotherapeuten sehr selten beide Therapien gleichzeitig an.

Eine andere Frage ist, ob es besser ist als Bernd lieber einen Mann oder eine Frau als Psychotherapeuten zu haben.

Kann Bernd Bernd da weiterhelfen und vielleicht von seinen eigenen Erfahrungen berichten?

mr_arcadio Avatar
mr_arcadio:#99147

Bernd, dieser Bernd glaubt, dass du dir keine Gedanken über die Art der Therapie machen solltest, sondern über deinen Therapeuten. Der muss dir sympathisch sein, sonst kannst du es eh vergessen. Bernd würde einfach ein paar Erstgespräche verienbaren und dann auswählen.

teylorfeliz Avatar
teylorfeliz:#99148

Man kann bei gesetzlichen Krankenkassen bis zu 5 Probesitzungen machen, je Therapeut wohlgemerkt. Das heißt Bernd kann einfach Therapeuten für unterschiedliche Therapieformen ausprobieren.

Außerdem klärt man in diesen 5 Sitzungen unter anderem ab was das Problem ist und welche Therapieform sinnvoll ist. Bernd kann also getrost nachfragen was denn für oder gegen die Formen spricht.

Ob alle Therapeuten integer und selbstkritisch genug sind von der eigenen Therapieform auch mal abzuraten ist natürlich eine andere Frage.

Generell: Je schwerer die Probleme, desto eher tiefenpsychologisch oder analytisch. Wenn also ein Manager mit 40 Erschöpfungsdepressionen hat und davor nur Probleme hatte, dann reichts vermutlich wenn er lernt mal einen Gang runter zu schalten und zu merken wenn er Urlaub braucht. Bei einem Soldat, der gefoltert wurde und seine Kameraden sterben sehen hat wird ein bisschen entspannen und Mutmacher-Sprüche kaum reichen. Das ist jetzt natürlich etwas übertrieben dargestellt aber vielleicht hilfts ja.

dmackerman Avatar
dmackerman:#99149

>>99147
>>99147
Klar ist der falsche Therapeut schlimmer als die falsche Therapieform, aber nur Sympathie reicht auch nicht aus - sonst könnte man auch mit dem Barkeeper reden. Unterschiedliche Therapieformen gibt's ja nicht ohne Grund.

ryandownie Avatar
ryandownie:#99152

>Tiefenpsychologisch
Dafür brauchst du 200 Stunden und das zahlt keine Kasse.

rahmeen Avatar
rahmeen:#99157

>>99149
>Unterschiedliche Therapieformen gibt's ja nicht ohne Grund.

Ohne Grund nicht. Allerdings hauptsächlich aus historischen Gründen.
Tiefenpsychologisches ist in den Augen vieler etwas Hokuspokus. Da erzählt dir der Therapeut dann vielleicht was von deinem inneren Kind, wieso du in deine Mama faliept bist und wahrscheinlich deckt er noch ein paar Abwehrmechanismen auf.

Verhaltenstherapie ist halt mehr so verhaltensorientiert. Das heißt, dass der Therapeut dir etwas davon erzählt, wieso es schlecht ist, wenn du dich in Situation X so und so verhältst. Bzw. wie sich das dann auf Y auswirkt und was Y wiederum mit deinem Selbstwert zu tun hat.

Klar gibt es manche Störungen, welche besser mit der einen Therapieform als mit der anderen therapiert werden können. Aber meistens ist diese eine Therapieform dann die VT.


Aber mal Echt-Sprech: Im Falle von OP ist es völlig egal wo du hingehst. Deine Symptomatik ist nicht so spezifisch, dass da per se eine Therapie besser greifen würde als eine andere.
Wie schon von anderen gesagt: In dem Fall geht es hauptsächlich darum, dass du gut mit dem Therapeuten zurechtkommst. So auf einer persönlichen Ebene.

Und überhaupt: Wenn du einen guten Therapeuten hast, dann wird der eh nicht soo super streng nur die Methoden der einen Therapieform anwenden, sondern einfach das machen, was für dich hilfreich ist.
Der Therapeut muss zwar alles bei den Kassen abrechnen und die akzeptieren das nur, wenn er halt nur nach seiner Therapieform vorgeht. Aber da hat man ja schon etwas Spielraum.

darcystonge Avatar
darcystonge:#99161

>>99152
Das stimmt einfach nicht.

> Eine Verhaltenstherapie dauert maximal 80 Stunden, eine Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie bis zu 100 und die psychoanalytische Psychotherapie kann bis zu 300 Sitzungen in Anspruch nehmen.

Bernd hatte damals eine relativ kurze Therapie und zwar tiefenpsychologisch. Das ganze ging 25 Stunden und es hab keinerlei Probleme bei der Zulassung.

>>99157
> Tiefenpsychologisches ist in den Augen vieler etwas Hokuspokus. Da erzählt dir der Therapeut dann vielleicht was von deinem inneren Kind, wieso du in deine Mama faliept bist
Sowas gab es bei Bernd nicht. Natürlich gab es Dinge aus der Kindheit/Jugend, aber mit 25 und bei Problemen, die seit der Kindheit/Jugend bestehen macht das ja auch Sinn. Wenn man verstanden hat wo das Problem herkommt kann man halt leichter und besser gegensteuern.

Wobei ich die generelle Kritik verstehe und auch extrem wichtig finde: Nur vom reden und analysieren wird nichts besser. Man muss am Ende was tun, damit sich was ändert.
Da ist in dem Bereich tatsächlich noch viel unwissenschaftlicher Bullshit aus den Zeiten von Freud&Co vorhanden, der sich hartnäckig hält.

> Wenn du einen guten Therapeuten hast, dann wird der eh nicht soo super streng nur die Methoden der einen Therapieform anwenden, sondern einfach das machen, was für dich hilfreich ist.
Das setzt voraus dass er dazu in der Lage ist. Und wenn er nicht in der entsprechenden Form geschult ist, nützt der beste Wille nix.

> Im Falle von OP ist es völlig egal wo du hingehst. Deine Symptomatik ist nicht so spezifisch, dass da per se eine Therapie besser greifen würde als eine andere.
Das stimmt vermutlich. Bernd zwingt sich an und zu einfach sich den Leuten gegenüber zu öffnen und mehr meistens die Erfahrung dass es mehr Vorteile hat als Nachteile. Da braucht man jetzt nicht die Kindheit analysieren.

jqueryalmeida Avatar
jqueryalmeida:#99163

Dieser Bernd hat in 13 jahren 4 Therapeuten verschlissen, pillen gefressen (verschiede SSRI, seit dem permanente Suizidgedanken), Coaching, 2 Selbsteinweisungen Krisenstation, 1*Tagesklinik und kann sagen, es läuft immmer aufs selbe hinaus, nämlich die Ansage: Finde den Willen zur Änderung in dir selbst, dabei kann dir niemand helfen.

"Ja, aber das ist doch genau das Problem, dass ich das nicht alleine schaffe, deshalb bin ich doch hier!"

Leeres Glotzen vom Psychobändiger.

Die haben auch keinerlei metrik ihrer eigenen Effektivität, wenn die Therapiestunden alle sind, wars das, Bernd geht, man sieht sich nie wieder, k.a. ob's was gebracht hat.
Im idealfall können sie gut fragen stellen, alte Schuhe vom Grund des trüben Wassers hochholen, loben, ermutigen, geduldig sein, nicken.
Mit Evidenzbasierter Naturwissenschaft hat das alles nix zu tun. Wissen die, hörens aber trotzdem sehr ungerne.

Der Hauptnutzen besteht für die Gesellschaft. So ein Psychologe ist die letzte Kontrollinstanz um Leute wegzusperren, die drohen, sich oder andere physisch zu gefährden.
Klappt aber auch nur in Einzelfällen.

Am Ende ist das einzige was etwas helfen kann Liebe. Dich selbst, jemand anderes, einen Hund, Gott, ganz egal.

Ist mir auch scheißegal, wie käsig das klingen mag.

joshclark17 Avatar
joshclark17:#99165

>>99163
Lies doch mal Foerster's "Lebenskunde". Früher hat man sowas den Kindern beigebracht, heute sind es Marvel-Helden und Videospiele.

chrstnerode Avatar
chrstnerode:#99166

>>99163
>Am Ende ist das einzige was etwas helfen kann Liebe. Dich selbst, jemand anderes, einen Hund, Gott, ganz egal.
Dies. Bernd glaubt zwar nicht wirklich an Gott, aber wenn es ihm schlecht geht, stellt er sich vor wie Jesus ihn in den Arm nimmt und durch seine göttliche Barmherzigkeit tröstet.

mbilderbach Avatar
mbilderbach:#99167

Führen Psychotherapeuten auch Bluttests durch, um vorher auszuschließen, dass die Zustände eventuell von sowas wie einem Schilddrüsenhormonmangel herrühren?

romanbulah Avatar
romanbulah:#99169

>>99167

Psychotherapeuten können sich meiner Erfahrung nach überhaupt nicht vorstellen, das Psyche irgendwas mit Körperfunktionen zu tun haben könnte. Ist denen so fremd als wenn du denen von Runensteinen erzählen würdest. Normalerweise null medizinisches Wissen, dafür viele Bücher vom Kokainabhängigen Pädoonkel Sigmund im Regal.

oscarowusu Avatar
oscarowusu:#99172

>>99167
>>99169
Ist streng genommen auch nicht ihre Aufgabe. Wobei sie zumindest jeden Kunden mal zum Hausarzt schicken könnten. Dafür braucht man auch kein großes Fachwissen.

Bernd war damals sogar beim Psychiater und hat Antidepressiva verschrieben bekommen und niemand hat Blut abgenommen. Bernds Tante ist Krankenschwester und hat ihm das dann geraten und es kam eine Schilddrüsenunterfunktion raus....

Fazit: Erwarte nicht zu viel von "Experten"

marcusgorillius Avatar
marcusgorillius:#99174

Apropos Hausarzt. Muss man da vorher hin oder kann man direkt zum Fachmann bzw. sagt dieser dem Hausarzt dann Bescheid, dass man in Therapie ist?
Bernd würde es gerne vermeiden, seinem Hausarzt auch noch erklären zu müssen, was Bernd für ein Versager ist, zumal er da ja immer wieder mal hin muss.

Auch: Wie kann man unauffällig die Schilddrüse testen lassen, ohne dass Worte wie Depression nennen zu müssen?

mattsapii Avatar
mattsapii:#99175

>>99145
Sehr vernünftig. Zumindest du zugrundeliegende Problematik sieht bei mir ähnlich aus (ängstlich-vermeidender Persönlichkeitsstil). Und ich habe mir ähnliche Fragen gestellt. Mir wurde von meinem Psychiater zur VT geraten, und ich denke das ist auch nicht ganz verkehrt. Es geht dabei ja nicht notwendigerweise nur um konkretes Verhalten oder so â la "Was kann ich besser machen", sondern auch um das Erkennen von Verhaltensmustern, verstehen wo diese herkommen und warum sie auch mal einen Zweck in deinem Leben erfüllt haben. Also im Prinzip ist auch bei der VT das "tiefere Warum" nicht grundsätzlich ausgeklammert, aber das Augenmerk liegt halt darauf, deine aktuellen Probleme und Fehlverhalten aufzuzeigen und anzugehen. Das ist aber auch bei jedem PT anders.

>lieber einen Mann oder eine Frau als Psychotherapeuten
Hab ich mich auch vorher gefragt. Wirst du aber merken. Generell solltest du vorher nicht zögern, bei jedem Psychotherapeuten anzurufen den du finden kannst, egal ob Mann oder Frau.
Ich persönlich hatte vorher die Hoffnung auf eine Frau, weil ich im Gefühl hatte dort vielleicht eher Emotionen zulassen zu können oder von einer weibliche Sicht auf mein verberndetes Selbstbild zu profitieren, gerade weil ich auch noch Zauberlehrling bin und so. Im Endeffekt hatte ich durch Zufall mehrere probatorische Termine bei genau einer Frau und einem Mann und im Endeffekt hat er das Rennen gemacht, einfach weil ich mich eher verstanden gefühlt habe. obwohl sie viel hübscher war :3
Aber das kann man echt im Vorhinein nicht wissen, ausprobieren ist die Devise.

coreyhaggard Avatar
coreyhaggard:#99176

>>99174
1. Wenn du nicht mal in der Lage bist mit deinem Hausarzt über Depressionen zu reden, wie wirst du dann mit dem Therapeuten über deine eigenen Schwächen, Fehler und Gefühle reden können?
2.-10. Mann auf! Geh zum Hausarzt, sag du vermutest Depressionen o.ä. zu haben und willst das jetzt abchecken lassen bevor du in Therapie gehst.
11.-100. Mann auf. siehe 2.-10.

101. Falls du das Wort "Depressionen" nicht benutzen willst, sag du fühlst dich ständig erschöpft, antriebslos, betrübt, müde, traurig und dir erscheint alles sinnlos.

P.S.: Nein, der Therapeut erzählt das nicht automatisch deinem Hausarzt. Warum sollte er das tun? Außerdem gibt es ärztliche Schweigepflicht, die gilt in gewissem Rahmen auch für Psychotherapeuten.

herrhaase Avatar
herrhaase:#99177

>>99174
Du kannst direkt zur Probatorik beim PT, bis zu 5 Stunden. Danach muss ein Arzt drübergucken, egal ob dein HA oder ein Psychiater (welcher sich aber auch die Freigabe einholen wird, deinen Hausarzt zu unterrichten).
Aber mach dir darüber bitte keine Gedanken. Wenn du einen PT findest der das Gefühl in dir weckt, dass du was ändern kannst, kriegt er auch hin, dich dazu zu bewegen, dich deinem HA gegenüber zu offenbaren: Sprich deine Angst den Hausarzt zu informieren ruhig auch an. Jeder schämt sich für psychische Krankheiten, aber dein HA wird nicht groß rumbohren und vermutlich weniger Abscheu empfinden als bei diversen Furunkeln, Tripperpimmeln und Analfissuren die ihm seine Patienten schon unter die Nase hielten. Da ist ein Patient der nur was am Kopf hat vermutlich ne willkommene Abwechslung.

antongenkin Avatar
antongenkin:#99178

>>99176
Bernd, manchmal bist du echt ein unsensibler Hurensohn. Es ist ungleich schwieriger, einer vertrauten Person wie dem Hausarzt sein Leiden zu schildern als jemandem, den du nur zu dem Zweck kennenlernst, dich auszuheulen, zu beklagen und deine psychischen Abgründe auszuleuchten. Ich habe da vollstes Verständnis für, wirklich. Ja, irgendwann muss man vielleicht aufmannen und damit rausrücken, aber fürs erste ist es schon "aufmannen" genug, sich einen Therapieplatz zu suchen. Das ist nämlich auch kein Zuckerschlecken.

xspirits Avatar
xspirits:#99179

>>99175
Versteh ich das richtig, dass man direkt bei mehreren PT Termine ausmachen soll und nach den ersten Gesprächen dann entscheiden, bei wem man bleibt?
Das hört sich nach einer ziemlichen Anstrengung an, vor allem weil Bernd dann mehrfach verschiedenen Leuten sein Versagerleben offenlegen muss.

>>99178
Dies.
Hätte Bernd ein "normales" Leben vorzuweisen mit dem kleinen Schönheitsfehler Depression, würde er es beim HA ansprechen. Aber Bernd ist seit Jahren NEET ohne Freunde und hat den HA in der Zeit immer wieder etwas vorgelogen, wenn er nachgefragt hat.
Würde Bernd ihm nun sagen, dass er daran denkt einen PT aufzusuchen, würde der HA natürlich nachfragen was den Phase ist mit Job und Familie und Bernd müsste sich offenbaren.
Aber es sind ja auch keine Depressionen, sondern "nur" Angst davor etwas zu wagen.

terpimost Avatar
terpimost:#99180

>>99178
Mag sein, aber wer sensible und einfühlsame Antworten will ist auf KC vielleicht auch leicht falsch. Zumal ich da aus eigenen Erfahrungen heraus spreche. Und wenn ich dann Sätze lese wie:
> Das hört sich nach einer ziemlichen Anstrengung an, vor allem weil Bernd dann mehrfach verschiedenen Leuten sein Versagerleben offenlegen muss. (>>99179)

Dann fühle ich mich eher bestätigt. Psychotherapie ist manchmal verdammt unangenehm. Und Probleme löst man nicht in dem man vor ihnen wegläuft. Und Ärzte und Therapeuten haben sehr wenig bis gar keine Chance einem zu helfen, wenn man nicht mal in der Lage ist ihnen das Problem zu benennen. Die Leute haben mit Drogenopfern, Psychopathen und dem Stuhlgang alter Leute zu tun. Sich vor so jemand zu schämen ist einfach Unsinn.

Vielleicht war mein Tonfall nicht hilfreich. Inhaltlich stehe ich aber 100% dahinter. Scheu ablegen, Probleme ansprechen, sich helfen lassen und ein besseres Leben führen.

johnriordan Avatar
johnriordan:#99181

>>99180
>>99179
P.S.:
> Aber es sind ja auch keine Depressionen, sondern "nur" Angst davor etwas zu wagen.

Was bei so einer Diagnose, dir 99% aller Therapeuten irgendwann mal empfehlen werden ist: Einfach mal über den eigenen Schatten springen, sich nicht von der eigenen Angst lähmen lassen und etwas wagen.

Was dann wiederum in 99% der Fälle passiert: Man stellt fest, dass es gar nicht so schlimm ist etwas zu wagen. Und schon wird die Angst ein bischen kleiner.

Betrachte einfach den Gang zum Hausarzt als Übung und schau was passiert.

linux29 Avatar
linux29:#99182

>>99145

sreejithexp Avatar
sreejithexp:#99184

Da schmeiss ich auch eine Frage in die Runde:

Ich überlege schon längerem zum Psychotherapeuten zu gehen, da ich unter einem leichten Bernd-Syndrom leide.

Ansonsten ist mein leben doch foll okeh, ich schaffe wohl mein studium, habe einen Schaafstelle mit Menschenkontakt und sogar ein paar Freunde.
Ich kann mich nicht entscheiden ob meine Lage ein Psychiaterbesuch gerechtfertig, oder ich nur normale Probelme habe wie jeder andere auch und muss mich nur zusammenreisen.

woodydotmx Avatar
woodydotmx:#99218

>>99180
Er hat aber Recht, dass es trotzdem dscheiße ist. Bernd fühlt sich ja schon mies, wenn die Apothekerin sieht was er kauft. Und dann ein Arzt zu dem man häufiger geht? Der Psychologe hat schon alles gesehen, der Hausarzt nicht. Der Psychologe muss alles über Bernds Psyche wissen, der Hausarzt nicht. Es wäre schöner, wenn man den Kram trennen könnte.

(anderer Bernd hier)

enjoythetau Avatar
enjoythetau:#99529

Also ich war beim Hausarzt, und hab' ihm gesagt, laut Dr. google bin ich depressiv. Der hat mir geglaubt, und eine Überweisung zu Psychotante 1 (Psychologin) geschrieben.
Dort war ich dann 2 Wochen später, und die hat mir ein paar Fragen gestellt, und bestätig, dass ich tatsächlich einen an der Waffel habe. Die hat mir dann SSRIs verschrieben, und zu Psychotante 2 (Therapeutin) geschickt. Dort war ich dann ein paar Jährchen.
Während dieser Zeit bin ich regelmäßig beim Hausarzt gewesen, um mir das Rezept für die SSRIs ausstellen zu lassen. Der hat aber natürlich keine Fragen gestellt. Ich wette, ich könnte heute noch hingehen und nach dem Rezept fragen und würde bekommen.

Achtung: Österreich-Bernd.

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