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Veröffentlicht am 2016-12-23 18:25:43 in /fb/

/fb/ 99696: Klavier spielen lernen?

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vocino:#99696

Hallo Berundi,

dieser Bernd würde gerne Klavier spielen lernen und hat auch Zugang zu einem Instrument. Allerdings scheint es recht schwer zu sein einen vernünftigen Lehrer zu finden. Die lokale Musikschule bietet nur Knebelverträge mit einem Jahr Mindestlaufzeit an und auf einen Aushang im Musiktrakt von Bernds Uni meldeten sich nur irgendwelche Schwuppen mit Mondvorstellungen von 30NG+ pro Stunde.
Hat Bernd eine Idee was Bernd tun kann um doch noch jemanden zu finden? :3

BrianPurkiss Avatar
BrianPurkiss:#99697

An Bernds Uni gab es Kurse vom Studentenwerk, die deutlich günstiger waren.

Ansonsten könnte Bernd seine Preisvorstellungen direkt dazu schreiben und auch, dass er blutiger Anfänger ist. Klar verlangt ein Klavierlehrer, der einen auf professionelles Niveau bringt mehr als 8,5 NG Mindestlohn. Aber komplett für den Anfang zum ausprobieren reicht ja vermutlich auch ein motivierter Musik-Student, der einen vor den schlimmsten Fehlern beim Üben bewahrt.

Außer der Uni bieten sich noch Aushänge in Instrumentenläden, Plattenläden und Co an.

Falls Bernd Freunde hat (alsob) am besten dort mal rumfragen ob jemand, jemand kennt. Wie gesagt, der müsste ja vermutlich keine Ausbildung als Musiklehrer haben.

Als allerletzte Option, könnte Bernd noch schauen ob es Online-Kurse gibt. Ist natürlich nicht so optimal, weil niemand auf Bernds Finger schaut und direktes Feedback geben kann. Aber evtl. weiß ja Google mehr ob es sowas gibt und ob es sinnvoll ist. Online-Kurse gibt's mittlerweile praktisch für alles und es ist meistens recht günstig. Bei Yoga z.B. kostet 1 Monat lang Video-Flatrate weniger als 2h vor Ort.

Sorry, wenn das keine konkreten Tipps sind, aber ich hoffe es hilft dennoch.

cboller1 Avatar
cboller1:#99698

>>99697
Achso, Zeitung und Kleinanzeigen (z.B. auf Fratzenbuch) wären auch noch eine Option.

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fluidbrush:#99700

>>99697
Ne, dass waren ja Studenten die so absurd viele Taler für ihre Dienstleistung haben wollten. Hätte auch kein Problem so einem Musikmalte einen Zehner und ein paar kühle Bier für die Stunde zu geben, ist ja steuerfrei gar nicht so schlecht. Aber was meine Kommilitonen sich da vorgestellt haben versteht Bernd nicht.

Der Tip mit den Kleinanzeigen ist aber gut, da hat Bernd als Digitalmensch gar nicht mehr dran gedacht. Danke dir!

mikaeljorhult Avatar
mikaeljorhult:#99701

Also Bernd Selters haben vo über 15 Jahren bereits 1 DM pro Minute für die Stunden bezahlt....

suribbles Avatar
suribbles:#99714

Gib einem Profi einen Hunni für zwei Intensivstunden und nimm alles mit dem Handlich auf.
Bestehe auf Keyboard (wegen der Orgelsounds), lerne nicht ausschliesslich am Klavier, es ist 2016!

Autodidaktisch Klavorgel lernen ist übrigens ganz einfach, erstmal nur schwarze Tasten benutzen. Bei der Gitarre kann man sich falsche Griffhaltung angewöhnen, beim Klavier wüsste Bernd nicht was, abgesehen von einem Buckel. Der korrekte Fingersatz ist einfach nur perfekt ergonomisch und ermöglicht sauber perlende Läufe.
Das ist das, was man sich vom Fachmann zeigen lassen sollte, gut investiertes Geld.

Frage nach dem Akkordaufbau, Terzschichtung. Quintenzirkel. (kann man auch nachlesen)
Lass dir das Blues-Schema zeigen. Kann man auch mühsam in Noten lesen.
lass dir Akkordumkehrungen erklären und wie sie das Klavierspiel zum Kinderspiel machen.
Der Negeropa: Wenn man den Blues spielen kann, kann man alles spielen.
Da ist was dran! Bei rythmischer Begabung und viel Freizeit ein Jahr, dann sollte dass in wenigstens zwei Tonarten ein Klacks sein.

Versuche zu verstehen, was Grundton (tonika) Dominante und Subdominante sind. Dann ist es leichter sich in allen Tonarten zu bewegen.

Lass dir zeigen wie man mit einem simplen Bordun-Ton und Sprüngen zu dominante, subdominante schöne Musik ohne viel Übung machen kann. (Einstellung Orgelsound oder ähnliches)

Vereinbare dass in der ersten Stunde kein Notenblatt verwendet werden darf, das ist Extrem wichtig, damit du nach Gehör improvisieren lernst und nicht entnervt aufgibst! Wenn Lehrer das verweigert, einen anderen suchen!


Wenn du Rhthmisch völlig auf null bist, wirst du das Klavier erst mal als erweitertes Schlagzeug betrachten müssen. Drücke dich bloß nicht vor Walzer und andern ungeraden Takten, sonst drohen ewige Verdammnis!

uxdiogenes Avatar
uxdiogenes:#99715

>>99696


Nicht OP hier. Habe irgendwann aufgegeben. Bin zu duhm dafür. Bin theoretisch recht fit, aber praktisch eine Niete.

yassiryahya Avatar
yassiryahya:#99716

>>99715

Aber einen Tipp kann ich OP geben: Dehne deine Finger. Beispiel: Daumen und kleinen Finger gegen die Schreibtischkante drücken und halt dehnen. Komme von C5 (Daumen) bis zum C#6 (kleiner Finger).

Ansonsten schon mal üben Skalen zu spielen. CDEFAGHC, DEF#GAHC#D und so weiter; Ganztonschritt-Ganztonschritt-Halbtonschritt-Ganztonschritt-Ganztonschritt-Ganztonschritt-Halbtonschritt.

Akkorde, ganz Einfache: Dur = CEG; Moll = CD#G, lässt sich natürlich auch wieder auf jede Taste übertragen.

Was auch hilft. Progressionen anschauen.

hooktheory.com

mrxloka Avatar
mrxloka:#99720

Kenne einen Musikstudenten über Bekannte der 10-15€ pro Stunde nimmt. Musste halt erstmal finden. Uni/schwarzes Brett usw ist bestimmt ein guter Start

fluidbrush Avatar
fluidbrush:#99721

>>99715
Musiklehrer hier.
Aus professionellem Interesse:
Was und wie hast du geübt?
Kannst du einen Takt mit einer Hand, oder mit zwei Händen klopfen?
Welche Musik hörst du?

linux29 Avatar
linux29:#99725

>>99716
>C moll mit Dis bauen statt mit Es.
Mach das nich. Aber ich find auch kein b auf der Tastatur.

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