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Veröffentlicht am 2015-10-26 18:03:33 in /keller/

/keller/ 8224: Das Fühl, wenn einfach nicht für die Arbeitsw...

iamgarth Avatar
iamgarth:#8224

Das Fühl, wenn einfach nicht für die Arbeitswelt geeignet. Kennt Bernd diesen Zustand? Lieber lebe ich als NEET nahe der Armutsgrenze und habe meine persönliche Freiheit, statt der Schafherde zu folgen und dafür mehr Geld zu haben.

Und dabei habe ich schon öfter gearbeitet und immer wieder das NEETtum herbeigesehnt. Arbeit ist eine unerträgliche Belastung, die man manchen Menschen einfach nicht zumuten kann und sollte.

pehamondello Avatar
pehamondello:#8225

Im Endeffekt ist es doch völlig egal ob ich nun wie aktuell ca. 12h jeden Tag unterwegs bin oder nur Zuhause sitze. Am Wochenende schlafe ich meistens den halben Tag und es ist fast schon mühsam für mich mal meine Romane weiterzulesen, eine Serie weiterzuschauen oder ein Videospiel zu spielen.

Andererseits sitze ich oft im Auto, schreie laut und stelle mir vor wie ich in der nächsten Kurve in den Abgrund fahren. Daher könnte wohl was an deinem Fühl dran sein.

Na ja. Ich bin halt einfacch nicht ganz richtig im Kopf ;)

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#8226

Schafbernd sehnt sich auch danach, dem NEETtum beizutreten, aber der Lebensstandard, an den er sich mittlerweile gewöhnt hat, lässt sich nicht so leicht wieder ablegen. Da der Job so viel abwirft, hält Bernd es für okay, dass es ihn psychisch belastet. Außerdem wüsste er wahrscheinlich nichts mit der gewonnen Zeit anzufangen, wie ein Ex-Knastie ;_;

davidsasda Avatar
davidsasda:#8227

Das Fühl wenn überhaupt nicht für diese Welt geeignet seiend. Die kleinsten alltäglichen Aufgaben sind schon unüberwindbare Hindernisse für mich. Ich kann nicht mal einfache Plusaufgaben im Kopf rechnen. Gute Sätze kann ich auch nicht schreiben. Und später werden die mich auf dem Amt so fertig machen, dass ich Obdachlos werde.
Das Beste ist, dass war schon mein ganzes Leben so. Ich war immer auf die Hilfe von anderen angewiesen, sonst würde ich heute nicht mal mit Hauptschulabschluss dastehen.

In der Arbeitswelt würde ich auch nicht überleben. Da braucht man heute eh für jeden Kloputzerdschobb mindestens ein Einserabitur. Und wenn man nur leicht über der Armutsgrenze leben will braucht man ein Master in Jura oder was weiß ich. Aber ich kann nichts davon, weil ich ein echter Dümmling bin.

>>8224

Ich wollt ich könnte auch einfach in Hartz gehen, aber dann würde ich mein Elternhaus und alles verlieren, und das möchte ich nicht. Aber wie schon gesagt arbeiten kann ich auch nicht.
Viel Glück, OP.

ultragex Avatar
ultragex:#8228

>>8227
Was machst du denn im Moment? Erwerbslos ohne Leistungsbezüge?

>Ich kann nicht mal einfache Plusaufgaben im Kopf rechnen.
Kenne ich.

sava2500 Avatar
sava2500:#8230

>>8228

Ich habe mich etwas undeutlich ausgedrückt, entschuldige bitte. Noch lebe ich bei meinen Eltern, nur geht es denen immer schlechter ...
Hartz IV bekomme ich nicht, wegen Bedarfsgemeinschaft und so, glaube ich. Oder kann ich etwas Geld vom Amt bekommen, obwohl ich unter 25 bin und noch bei meinen Eltern lebe?

Es ist kein gutes Fühl, dass ich mir meiner Dummheit und Inkompetenz voll bewusst bin und dazu noch so extrem lethargisch bin.

timgthomas Avatar
timgthomas:#8231

Bernd las irgendwo mal den Satz "In einem Angestelltenverhältnis arbeitet man für die Träume eines Anderen". Und das ist auch schon das große Problem, was Bernd mit der Arbeit hat. Bernd will nur für sich arbeiten, alles, was er tut, soll unmittelbar dem Zweck dienen, seine Wünsche und Träume zu verwirklichen und zu persönlichen Erfolgen führen. Bernd möchte nicht einer gefühlt sinnlosen Arbeit nachgehen und am Ende eine willkürliche Summe Geld dafür erhalten, sondern sich frei entfalten können. In einem klassischen Dschobb bringt Bernd sich nicht näher an seine Ziele, die er sich für sein Leben gesetzt hatt, sondern bringt jemand anderen näher an seine. Ein zutiefst deprimierender Gedanke.
Zudem will Bernd kein Slave des herrschenden Systems sein. Bern will sein eigenes System sein und nach seinen eigenen, ganz individuellen Konventionen leben.
Bernd würde sich lieber erschießen als der Herde nachzulaufen, die nie etwas anderes gelernt hat als einen 9zu5-Beruf als eine gewissermaßen gottgebene Aufgabe zu betrachten und diese bis auf eine "Schon wieder Montag :("-Pfostierung auf Gesichtsbuch in Frage zu stellen.

donjain Avatar
donjain:#8232

>>8231
*nicht* in Frage zu stellen.

csswizardry Avatar
csswizardry:#8245

Habe beim Jobcenter ein Attest eingereicht, unbestimmte Zeit arbeitsunfähig.
Nun wollen die ein MDK verordnen um von Amtsseite meine Arbeitsfähigkeit zu prüfen.

motionthinks Avatar
motionthinks:#8251

>>8230
>Hartz IV bekomme ich nicht, wegen Bedarfsgemeinschaft und so, glaube ich. Oder kann ich etwas Geld vom Amt bekommen, obwohl ich unter 25 bin und noch bei meinen Eltern lebe?

Oh aber holla steht dir Geld zu. Ist allerdings wahrscheinlich, dass das Amt Probleme machen würde und alles mögliche versucht zusammenzustreichen. Im Recht wäre es damit nicht. Am besten wäre es, wenn Du ausziehen würdest. Dann muss das Amt dir den vollen Regelsatz + Miete + Krankenkasse zahlen. Allerlei Vergünstigungen stehen dir auch zu.

adammarsbar Avatar
adammarsbar:#8253

>>8251
Warum???
Das verstehe ich nun nicht.
Bernd ist doch versorgt, hat Unterkunft, Kleidung und Essen.
Warum muss ihn da nun die Allgemeinheit versorgen, wenn er doch schon alles hat?
Das ist nicht logisch.

georgedyjr Avatar
georgedyjr:#8254

>>8231
Auf geht es!
Selbstständigkeit oder freiberufliche Tätigkeit oder Reisetätigkeit sind die Stichworte, mit denen du allem Geschilderten aus dem Weg gehen kannst.

velagapati Avatar
velagapati:#8255

>>8253
Bernd steht ein gewisses Minimum zu, dass nicht einfach durch ein paar geschmierte Brote und ein Dach über dem Kopf ersetzt werden kann.

buleswapnil Avatar
buleswapnil:#8258

>>8255
Welches Minimum wird denn von den Eltern nicht erfüllt?

chrisvanderkooi Avatar
chrisvanderkooi:#8271

>>8258
>>8253

Deine Eltern haben vier Schultern, die Gesellschaft hat Millionen Schultern.

Du solltest deine Eltern nicht so ausnutzen und eine solch große Belastung für sie sein. Sie spüren sehr konkret die Belastung, die du bist. Die Gesellschaft spürt das nicht.

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