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Veröffentlicht am 2014-12-10 22:12:52 in /l/

/l/ 22143: Was hält Bernd von Richard David Brecht und seinen...

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steynviljoen:#22143

Was hält Bernd von Richard David Brecht und seinen Ideen, bspw. ein FSJ für körperlich geeignete Rentner einzuführen um den demografischen Wandel entgegen zu wirken ?

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mrxloka:#22148

Also Freundchen, es gibt Richard David Precht und Bertold Brecht aber keinen "Richard David Brecht".

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BrianPurkiss:#22150

So ein Mist kann nur von einem kommen, der schon mit 50 so weit ausgesorgt hat, dass ihn selbst so etwas nie betreffen kann. Der Kerl war schon immer widerlich.

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edobene:#22153

>>22148
Apropos Bertold Brecht:

Bdolf Blech - Geschichten vom Herrn B.

1.) Warum Herr B. kein Glück bei den Frauen hatte

Herr B. konnte sich nur sehr schlecht beherrschen. Erschienen Frauen in seinem Gesichtskreis, hatte er den unwiderstehlichen Drang zu schreien: "Ich brauche aber meinen geregelten Geschlechtsverkehr!" In der Regel gab es für ihn dann kein Halten meer. Er kreischte, zeterte und zuckte. Er fuhr seine Zunge aus und musste die Gesichter der entsetzten Frauen ablecken. Das war sehr unangenehm. Meist versuchte er auch mit seiner Zunge den Schoß seines weiblichen Gegenübers zu berühren. Oder spielerisch seine Kiefer um den Venushügel zu platzieren. Seine Augen rollten und seine Sprache war vollkommen unartikuliert. Er winselte wie ein halbtot geprügelter Hund. Er rieb sich an den Fesseln und Waden der fliehen wollenden Frauen. Er wand sich auf dem Boden wie ein verhaltensgestörter Wurm. Speichel trat aus. Manchmal Magensaft. Schön war das nicht. Herr B. hatte kein Glück bei Frauen

2.) Warum Herr B. keinen Besuch empfangen wollte

An sich gab es keinen Grund, warum Herr B. nicht ein geselliger Mensch hätte sein können. Er besaß einen wunderschönen, erlesen eingerichteten Keller im besten Viertel der Stadt. Ungewöhnlich stark war sein Gespür für subtile Gestaltung, eloquente Unterhaltung, sogar über fast professionelle Kochkünste verfügte diese Person. Handelte es sich bei dem Besuch jedoch um ein weibliches Wesen, so drohten Komplikationen. Auch ein erlesenes Menü edelster Weine oder exquisites Markengebäck würden nicht ausreichen die durch sein Gebaren hervorgerufenen Irritationen wieder gut zu machen. So blieben nur die Angehörigen des männlichen Geschlechts für seine Gastrolle übrig. Bei ihnen kam aber eine andere Komplikation ins Spiel: Herr B. besaß den unwiderstehlichen Drang, sobald sich ein Gast wieder von der benutzten Sitzgelegenheit erhoben hatte, umgehend an der noch warmen Sitzfläche zu schnüffeln. Bei früheren Gelegenheiten hatte er sich oft nicht beherrschen können, wenn sein Gegenüber für einen Augenblick auf der Toilette verschwunden war. Wie peinlich! Der Betreffende kam zurück und Herr B. kauerte vor den Sitzmöbeln und suchte mit allen Sinnesorganen die Emanationen des zugehörigen Gesäßes zu erforschen. Er beschnüffelte die Sitzfläche und beleckte sie mit seiner Zunge. Dabei geriet er in eine Art unbehaglich machender Raserei, die selbst tolerantere, aufgeklärte Naturen zu verunsichern pflegte. Nein, diese Schande, von anderen bei derart privaten Leidenschaften ertappt zu werden! Deshalb kamen Herrn B. keine Besucher meer ins Haus.


3.)Warum Herr B. überhaupt so menschenscheu war

Trotz seiner sehr persönlichen Eigenschaften und Angewohnheiten war Herr B. eigentlich ein sehr hilfsbereiter und umgänglicher Mensch. Eines Tages kam ein Scherge des Diktators und fragte: "Wirst du mir dienen?" Herr B. war sich nicht sicher gewesen, welche Antwort die richtige war, denn in jenen Tagen konnte man für die falsche Antwort bereits sein Leben lassen. Andererseits konnte zu viel Arschkriecherei auch bereits das Todesurteil bedeuten. Herr B. dachte also er habe einen schlauen Plan und sagte gar nichts, bedeutete jedoch dem dunklen Schergen gestisch seine Bereitschaft zum dienen. Dem Schergen war es einerlei, er verzichtete auf eine akustische Bekräftigung und ließ Herrn B. sieben mal sieben Jahre niedrigste und widerliche Tätigkeiten ausführen. Als eines schönen Tages das Regime von einem neuen abgelöst wurde, hing Herr B. dick mit drin. Das neue Regime hätte ihn um ein Haar vom Leben zum Tode befördert. Nur mit viel Gewinsel und Bettelei ließ man ihm sein Leben und gewährte ihm die Umwandlung in eine Strafe von sieben mal sieben Jahren. Nach diesem Schreck hatte er von Gesprächen mit seinen Mitmenschen genug und vermied unter Hinweis auf seine zahlreichen quälenden Perversionen jeden Kontakt.

gojeanyn Avatar
gojeanyn:#22157

>>22153
Gut gut. Requestiere nun noch eine eine weitere Geschichte über den Herrn B. Darin überlegt er sich, dass es nur wegen der Feministinnen nicht mit den Frauen klappt.

gmourier Avatar
gmourier:#22158

>>22148
>>22157
Bertolt!

deviljho_ Avatar
deviljho_:#22159

Bernd hat ein populäres Buch von besagtem Dauergast im öffentlich-rechtlichen GEZ gelesen weil er ihn als querulanten wahrgenommen hat und er diese Art Menschen eigentlich gut leiden mag.
Leider hat Hr. Precht seine Vorschusslorberen bei Bernd schon auf Seite 50 aufgebraucht und Bernd konnte das Buch nicht weiter lesen. Bernd mag nicht mehr weiter lesen und hören was Precht emittiert. Buch:
http://amzn.to/1Goc8zb

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irsouza:#22160

>>22157
Spassfakt: Literaturhengst Bertolf Brecht hat sich den größten Hit seiner Karriere von seinen willigen Stuten schreiben lassen (nach einer britischen Vorlage). Aber so tief gesunken das er nun daraus einen Roman machen würde ist Nobelpreisbernd doch noch nicht gesunken.

nehemiasec Avatar
nehemiasec:#22170

>>22159
>>22159
Die Idee mit dem FSJ kenne ich nicht. Habe auch nicht dieses Philosophiedings gelesen, aber dafür Bild relatiert. Nun ist es darin zum einen so, dass Precht gut begründbare Standpunkte vertritt, die in ihrer Gesamtheit eine durchaus löbliche Tendenz erkennen lassen. Andererseits hat man auch direkt beim Lesen wieder das Gefühl, dass es nur in den Wind gefurzt ist, weil sowieso seit 100 Jahren allen ernsthaft nachdenkenden Menschen klar ist, dass das deutsche Schulsystem füssiliert gehört.
Dazu ein Link
http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article115500466/Ihr-Buch-ist-ein-sinnloses-Aergernis-Herr-Precht.html

Schwer zu entscheiden, ob das jetzt Prechts Schuld ist, wie der Praschl meint. Jedenfalls ist Prechts Standpunkt manchmal etwas wohlfeil, und das gilt, glaube ich, ebenso für sein philosophisches Werk.

greenbes Avatar
greenbes:#22176

>>22143
>Was hält Bernd von Richard David Brecht und seinen Ideen

Nicht viel.

>ein FSJ für körperlich geeignete Rentner einführen, um den demografischen Wandel, der wie der angebliche Fachkräftemangel als Schreckgespenst zur Durchsetzung handfester Interessen instrumentalisiert wird, abzufedern, während Millionen Rentner Flaschen sammeln gehen, weil ihre Rente kaum zum Leben reicht

Klingt wie eine Spitzenidee.

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