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Veröffentlicht am 2017-05-19 09:05:51 in /l/

/l/ 25258: Historische Romane

t1mmen Avatar
t1mmen:#25258

Literaturneuling hier, diese Gattung ist für mich neu und ich will nicht ohne Anhaltspunkte ins Blaue gurgeln und auf gut Glück irgendwas anfangen.
Bernd, ich suche ähnliche Literatur wie Daniel Kehlmanns "Vermessung der Welt" oder Mark Twains "Reisen durch Deutschland".
Zuletzt durchgelesen habe ich "Die Kaiser - 1200 Jahre europäische Geschichte", da es sich überraschenderweise sehr flüssig und schnell liest für ein Nachschlagewerk bzw Fachbuch.

Kann Bernd mir richtige Romane wie eben die von Kehlmann oder Twain empfehlen? Einzige Prämisse ist, dass sie historisch korrekt sind und man beim Lesen etwas lernen kann. Es darf gern weiter in der Vergangenheit liegen, vom 14. - 19. Jahrhundert ist alles.jpg willkommen. Nur so etwas wie DDR oder Nationalsozialismus muss nicht sein.

Danke im Voraus :3

ntfblog Avatar
ntfblog:#25261

Heinrich Mann, Henri Quatre
Alfred Döblin, Wallenstein

marcusgorillius Avatar
marcusgorillius:#25262

>>25261
Irgendeiner aus der Mann Family und historisch korrekt? Das glaubt nicht mal der liebe Golo . Aber ganz sicher politisch korrekt.

Der Samuel Longhorne Clemens hat noch einige andere Reiseberichte verfasst, jeder davon ein Hauptgewinn. Leben auf dem Mississippi und Durch Dick und Dünn sollte man sich nicht entgehen lassen, wen man was zu lachen haben will.

Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch. Alexander Solschenizyn hat deswegen den Nobelpreis bekommen.
Ich kann nicht mehr, Margarete Buber Neumann. Eine glühende Kommunistin kriegt den Ekel in der Sowjetunion.

Die Elenden von Victor Hugo.

Biarritz , Hermann Ottomar Friedrich Goedsche, (Wenn Wikipädai jemanden hasst, tut der etwas richtig machen)
So lebt der Mensch. Andre Malraux. Ob historisch korrekt? Bernd glaubt es nicht, da Malraux ein typischer Mundwinkelkippen-Franzose ist.

Der stille Amerikaner von Graham Greene. 'nam

Dikigoros empfiehlt den Joachim Fernau, Bernd kennt davon aber nix. Aber Wikipädia hasst auf ihn, wie die Krähe auf den Bussard. Also ist jener nah an der Wahrheit.

350d Avatar
350d:#25264

>>25262
Vielen Dank, das ist ein ordentlicher Stoß. Werde mich mit den Autoren erstmal auseinandersetzen und das ein oder andere Werk zu Gemüte führen.

t1mmen Avatar
t1mmen:#25265

>>25262

Fernau hat aber keine Romane geschrieben, jedenfalls war das typische Fernau-Buch keins. Außerdem muß man schon das was er beschreibt ein wenig kennen, weil es hauptsächlich um Fernaus äh Blickwinkel geht.

Überraschenderweise kennt Bernd gar nix was Roman UND richtig historisch korrekt ist. Vielleicht Troja wobei der wegen Umständlichkeit niederverrissen wurde.

Bei den meisten historischen Romanen wurde wegen Dramaturgie dann doch ein bißchen an den Fakten gedreht, wie etwa bei Quo vadis oder Hypatia (widerliche Christenapologetik).
Auch das Dschingis Khan Jugendbuch aus der Zone war wohl dramaturgisch gepeppt.
Ganz banal könnte man auch sagen Der Name der Rose wenngleich die Handlung natürlich nie stattfand, wird ihr Umfeld recht passabel beschrieben.

wahidanggara Avatar
wahidanggara:#25266

ach, man vergißt die ganzen sachen


Solschenitsin, August 14

Auf der Gegenseite vielleicht Der Streit um den Sergeanten Grischa

husamyousf Avatar
husamyousf:#25271

>>25265
Was'n mit Krieg und Frieden?

Ah jetzt erinnert Bernd was: Das Buch über die Franklin Expedition.
Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit. Das ist es was OP sucht! Schiffskatze kommt auch drin vor.

bassamology Avatar
bassamology:#25272

Babel hat was über Budjonnys Reiterarmee geschrieben sind aber episodische Kurzgeschichten.

samscouto Avatar
samscouto:#25274

Orwell Mein Katalonien E.A.B. im Spanischen Burger Kregg
Orwell Unten und dood in Paris und London E.A.B. in Paris und London

Lissner Abendland Kein roman, Plauschereien über historische Großmotze, darunter die schwedische Mannskönigin

Robert Merle Hinter Glas OT Hinter der Scheibe Kohn und andere Bänditen

Merle hat auch noch monumental mehrbändig über die frz. Geschichte geschrieben, keine Ahnung ob das empfehlenswert ist

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#25275

Werfel(?) Die Vierzig Tage des Musa Dagh Armeniergrillen, keine Ahnung wie realistisch

abotap Avatar
abotap:#25276

>>25274
Merle "Aufbau" Verlag. Ja, neee, is korrekt. "Politisch korrekt".

davidsasda Avatar
davidsasda:#25277

>>25276

Dummes Geschwätz.

Merle war französischer Kommunist, aber mit eigenem Kopp. Müßte Derriere la vitre noch mal lesen, ist aber unwahrscheinlich, daß
es den Bänditen paßt.

Es ist nicht bekannt daß der Aufbau-Verlag den Merle verstümmelt hätte, im Gegenteil sind die Übersetzungen für gewöhnlich erstklassig. Wenn du keine Stasisten finanzieren willst kaufe halt ein DDR-Exemplar für 0,10 oder so.

syntetyc Avatar
syntetyc:#25278

>>25277
>Dummes geschwätz
Was denn?
Die dezente Andeutung, dass der Aufbau Verlags ein Marxismus Multiplikator der DDR war und ist ? Es geht auch deutlicher:
>Gegründet im Jahr 1945 in Berlin soll der Aufbau Verlag nach dem Zusammenbruch Nazideutschlands dem Land mit dem Engagement für jüdische Autoren…

ryhanhassan Avatar
ryhanhassan:#25305

Felix Dahn - Ein Kampf um Rom

Bin selbst ständig auf der Suche nach guten historischen Büchern. Man findet aber ständig nur Kram wie "Die Wanderhure" usw.

Fand noch Vlad von C.C. Humphreys ganz gut, wenn auch eher leichte Kost. Abegesehen von dem eingangs genennten Buch gibt's echt wenig anspruchsvolle historische Romane.

Ach ja - Ernst Jünger ist noch zu empfehlen.

karsh Avatar
karsh:#25307

Die vierzig Tage des Musah Dagh von Franz Werfel ist empfehlenswert. Man erfährt einiges über den armenischen Genozid und es ist sehr spannend geschrieben, vielleicht etwas kolportagehaft.

danro Avatar
danro:#25308

>>25307
Holoirgendwas fantasieren, Genozidoid herbeischwafeln,
Muster erkennen …. gleich mal bei Wikipädia nachschlagen …
Ah ja, hat mich jetzt nicht mehr wirklich überrascht:

Franz Viktor Werfel war ein österreichischer Schriftsteller jüdisch-deutsch(?)-böhmischer Herkunft.

Und in der öffentlichen Bücher-Tonne es bleibt.

chatyrko Avatar
chatyrko:#25309

>>25308
Pröööööööt

trickyolddog Avatar
trickyolddog:#25311

>>25308
Wie stellst du dir das eigentlich genau vor? Gab es einen jüdischen Schriftstellerverband der in den Dreißigern den Völkermord an den Armeniern erfunden hat, um ... ja, zu welchem Zweck eigentlich? Bloß um das untergegangene Kaiserreich aufgrund der Verbrechen seiner Verbündeten schlecht dastehen zu lassen?

suribbles Avatar
suribbles:#25312

>>25311
Mustererkennung handelt nicht mit "Vorstellungen" .

sindresorhus Avatar
sindresorhus:#25313

>>25312
welches Muster?

iamglimy Avatar
iamglimy:#25314

>>25313
Welche's Muster? Das fragst du noch?

Nicht mal in Strandnähe gewesen zu sein, aber herzzerreissend über den viel zu heißen Sand jammern, den die Deutschen dort hin gekippt haben. Und bevor du nun feststellen musst das W's Buch vor 45 erschienen ist:
Bernd darf davon ausgehen, das diese ganz besonders phantasiebegabten "Publizisten" auch schon vor 45 wussten, wie man gewinnbringend auf die Tränendrüse drückt.

mattsapii Avatar
mattsapii:#25315

>>25314

Hallo Zweifelnder,

ich würde gerne wissen wer dein Lieblingsautor ist.


Liebe Grüße aus Schlesien,

Eduardo


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Bei manchem Werk eines berühmten Mannes möchte ich lieber lesen, was er weggestrichen hat, als was er hat stehen lassen.
- Georg Christoph Lichtenberg

anjhero Avatar
anjhero:#25317

>>25314
Das Problem mit dieser Art von Mustererkennung ist, dass man sich a priori jeden Dreck zusammenreimen und sich dann die "Beweise" in der realen Welt zusammensuchen kann, wie es einem grade in den Kram passt. Du bist ein sehr gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn man die grundlegenden Erkenntnisse der Aufklärung ignoriert und denkt, die Außenwelt habe auf eine bestimmte Art zu funktionieren, weil man sich in seinem Kopf ein hübsches Muster ausgedacht hat.

lanceguyatt Avatar
lanceguyatt:#25318

>>25314
Wenn:
Einige Hx sind erstunken und erlogen.
Dann:
Alle Hx sind erstunken und erlogen.

PFRÖÖÖÖÖÖT

cyril_gaillard Avatar
cyril_gaillard:#25319

>>25317
Gratuliere, du kannst ja schon bis Katofl zählen.
>>25318
Feines Tröötchen hast du da.

yehudab Avatar
yehudab:#25320

>>25319
Der leichtlenkbare Automaton bist letztendlich du hier, Zapffe.

tube_man Avatar
tube_man:#25321

>>25320
>>25318
>>25309
Kann sich bitte mal ein mod um die grenzdebilen Falschfahrer hier kümmern? Es war mal /l hier.
Danke.

amboy00 Avatar
amboy00:#25322

>>25321
Ist ja nicht so als würde massenhaft Qualitätsinhalt weggespült werden deswegen.

danro Avatar
danro:#25323

>>25322
War ja auch satirisch gemeint.

yehudab Avatar
yehudab:#25647

>Kehlmann

Durch reine Phantasie ergänzter Müll/10

n1ght_coder Avatar
n1ght_coder:#25648

>>25322
Kein Wunder wenn die Moderation so beschissen hier ist. Häng' dich weg.

stevenfabre Avatar
stevenfabre:#25649

>>25648
Wirklich, ich lebe in spastigen Zeiten.

wtrsld Avatar
wtrsld:#25652

Sven Regener: Herr Lehmann
Eindeutig ein historischer Roman. Eindeutig historisch korrekt.

agromov Avatar
agromov:#25653

>>25652
Gehts da um Jens Lehmann oder einen anderen Lehmann?

clementc Avatar
clementc:#25654

>>25653
Es geht um Frank Lehmann.

tmstrada Avatar
tmstrada:#25662

Bernd fand die historischen Biografien von Alfred Neumann und Stefan Zweig ganz herausragend.

Beides behandelt französisch-europäische Geschichte und Personen, die wir in Deutschland zuwenig kennen:
Neumanns Romantrilogie über Napoléon III.

Neuer Cäsar 1934
Kaiserreich 1936
Die Volksfreunde 1940

und Stefans Zweigs Biografie des sagenhaften Fouché. Spitzelkönig und drahtziehender Polizeichef unter Jakobinern, Royalisten, Napoleon pp. ff.

http://gutenberg.spiegel.de/buch/joseph-fouche-6859/6

Alles jedoch nicht so humoristisch angelegt, wie Kehlmann oder gar Mark Twain.

kuldarkalvik Avatar
kuldarkalvik:#25690

Die Brücke über die Drina, Ivo Andric.

Episch.

bassamology Avatar
bassamology:#25691

Fand Fouché und Antoinette ganz gut. Der Stil ist etwas.. naja empfindsam Zweig. Ein Beispiel ist wie er schreibt (paraphrasiert) So harrt die ehemalige Königin von Frankreich und Navarra stundenlang aus, um durch die dscheis Mauerritze einen Widerschein der Sonne auf der Goldlocke ihres Sohnes zu erhaschen (der nämlich von ihr getrennt wurde und nebenan behaust wird, A.d.B.).

Um zu beurteilen, ob er der M.A. gerecht wird, müßte man natürlich die Quellen kennen. Er schildert die als dummes Luxusweibchen, nicht so schlimm wie man es ihr nachsagte, aber vollkommen uninteressiert an jeder Art Kompetenz.

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