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Veröffentlicht am 2017-11-02 23:38:38 in /l/

/l/ 25673: Bernd, lohnt es sich, Unendlicher Spaß auf deutsc...

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solid_color:#25673

Bernd, lohnt es sich, Unendlicher Spaß auf deutsch zu lesen? Ich habe in die englische Version reingeschaut und schnell festgestellt, dass ich da nicht viel mitbekomme und das Lesen nur anstrengt. Nun weiß ich nicht, ob mir die Übersetzung leichter fallen würde oder ob ich nicht generell zu blöd für das Buch bin. Wenn ich solche Diagramme sehe, denk ich mir, dass ich mir die Hälfte der Charakter ohnehin nicht merken kann.

shesgared Avatar
shesgared:#25675

Hallo! Es lohnt sich, allerdings ist das Buch rundherum amerikanisch, weshalb man viel verliert, wenn man es in der Übersetzung liest. Ob du zu blöd bist ist schwer zu sagen. Das Buch ist nicht allzu schwer, bloß sehr dick.

cheezonbread Avatar
cheezonbread:#25676

>>25675
Danke für die Antwort, jetzt hast du mir doch wieder Lust gemacht, es nochmal auf Englisch zu versuchen.

Wie würdest du denn deine Englisch-Kenntnisse einschätzen? Ich erschließe mir oft Wörter aus dem Kontext, was bei den langen Sätzen von DFW schwierig wird, sodass ich mich mehr auf's Übersetzen als auf das Gelesene konzentrieren kann.

alagoon Avatar
alagoon:#25677

>>25676
Mein Englisch ist verständlich, aber schlecht. Größtenteils durch Medienkonsum gebildet, vermischt mit Überbleibseln aus dem Englisch-Leistungskurs fürs Abitur. Lesen kann ich aber ganz gut.

An die langen Sätze, die Abkürzungen, die hupfdohlige Erzählstruktur, die Enzyklopädiehaftigkeit usw. usf. gewöhnt man sich recht schnell, fand ich, sobald man den "Flow" des Buches drin hatte.
Das größte Problem ist wohl der Vokabelreichtum. Dagegen ist kein Kraut gewachsen, aber wenn man die literarische Welle reitet kommt man auch über diese Hürde ganz gur hinweg.

betraydan Avatar
betraydan:#25678

Hör nicht auf >>25675, du wirst die Englische Version nicht durchhalten. Vor allem wird dich dieses Buch verwirrt zurücklassen auch wenn du jedes einzelne Wort verstehst. Wenn du es auf Englisch gelesen hast, dann wird dich das nur frustrieren.

Lies es auf Deutsch, das ist schwer genug. Nichtmal Muttersprachler verstehen auch nur die Hälfte des Wortwitzes in diesem Buch, die deutsche Übersetzung wurde sehr gelobt. Streckenweise zieht es sich, Stream-of-Thought Passagen sind sehr anstrengend.

Dennoch ein interessantes Buch, Bernd hat dafür 115 Tage gebraucht. Wenn du es durch hast, lies das erste Kapitel nochmal, dann wird einiges klarer. Auch sehr empfehlenswert sind das Subreddit und /r/InfiniteJest, sowie der Aufsatz von Aaron Schwartz.

kinday Avatar
kinday:#25679

Generell muß in diesem Faden unbeteiligter Bernd sagen dass er Schlaubi-Witz-komm-raus-pädagogel Bücher nicht mag. Gödel Escher Bach, Versoffskis Welt, Odysseus, alles anstrengend und nervig (und bei G.E.B. geradezu polizeiwidrig pseudolustig)

melvindidit Avatar
melvindidit:#25680

>>25679
Dito

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nehemiasec:#25681

>>25678
115 Tage aufopfern für postmodernistischen Scheiss, ich weiß nicht. Hab beide Versionen vor ein paar Jahren geschenkt bekommen und die englische Version nach etlichen Seiten Badmintons beiseite gelegt, ich kann ein paar Fotos von der deutschen Version machen wenn du möchtest OP.

liang Avatar
liang:#25684

Nochmal danke für eure Ratschläge, werde es nun mit der deutschen Version probieren.

>>25681
Nicht nötig, da ich es mittlerweile bestellt habe. Ich dachte, wenn ich Geld dafür ausgebe, werde ich mich sicher zusammenreißen und es tatsächlich lesen.

Soweit ich DFW verstehe, stand er dem typischen postmodernen Geschwurbel doch eher kritisch gegenüber?

devankoshal Avatar
devankoshal:#25685

>>25684
Gibt auch einen guten Film dazu. Das Buch hat wirklich Längen, es lohnt sich aber. Lass dich nicht von Meckerbernd verunsichern.

t1mmen Avatar
t1mmen:#25687

>>25685
Wieso lohnt es sich?

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