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Veröffentlicht am 2015-03-17 14:58:01 in /m/

/m/ 61934: Gitarre für Fingerpicking/Zupfen

mbilderbach Avatar
mbilderbach:#61934

Hallo /m/,
ich bin momentan auf der Suche nach einer Gitarre (Stahlsaiten), die sich gut fürs Fingerpicking/Zupfen eignet.
Mein Budget: 200€- 300€.
Kennt sich jemand damit auch und kann mir weiterhelfen?

chatyrko Avatar
chatyrko:#61949

>>61936

leandrovaranda Avatar
leandrovaranda:#62021

>>61934
Bernd hat nicht besonders viel Ahnung. Komme aber sehr gut mit meiner Ovation zurecht. Wenn du da nicht alzu dicke Saiten drauf spannst, dann ist das eigentlich ideal.

davidtoltesy Avatar
davidtoltesy:#62024

Fingerpicking geht generell viel besser auf klassischen. Die Stahlsaitengitarren, die ich bisher gespielt habe, unterschieden sich in Fingerpicking-Tauglichkeit verhältnismäßig gar nicht. Gehen tuts, nur halt nicht so einfach.

Überleg Dir gut, ob du ein Cutaway brauchst - bei Akustik ist die Korpusform sehr wichtig für den Klang und ohne Cutaway halt tendenziell besser (lauter weil mehr Hohlraum; sauberer, weil weniger komplex -- damit auch preiswerter).

Vielleicht versuchen, was mit hohem Abstand der Saiten untereinander zu finden, aber wie gesagt spieltechnisch werden die Unterschiede minimal sein.

jjshaw14 Avatar
jjshaw14:#62109

>>62024

>mehr Hohlraum

Bei dir zwischen den Ohren allerdings auch. Auf Nylonstrings spielst du Klassik. Alles andere - Flamenco ausgenommen - klingt dort nach Kirchentreff und Kultliederbuch.

Das ist unzumutbar und absolut inakzeptabel.

Ob sich eine Steelstring für Picking eignet, bestimmt die Bauweise. Eine leicht gebaute Gitarre mit kleinerem Korpus ist mittenbetonter und reagiert responsiver. Versuchst du jedoch, sie zu schrammeln, macht sie zu, statt - wie eine Jumbo - lauter und basslastiger zu werden. Klingt insgesamt unauthentisch.

http://www.thomann.de/de/folk_gitarren.html
http://www.thomann.de/de/o-oo-ooo_korpusgroessen.html

Nimm möglicht viel Geld und suche dir eine nach Soundpräferenz aus. Am besten natürlich in einem Laden vor Ort. Aja, Nägel im Kopf sind natürlich Pflicht. Oder Fingerpicks. Ist aber schwerer zu spielen/schafft -evtl.- eine Ebene mehr zwischen Spieler und seinem unnachamlichen Ausdruck - vielleicht zum besten.

Du *brauchst* auch kein bescheuertes Cutaway - leg halt deine Akkorde tiefer, da oben klingt eh alles verstimmt, da va. bei den preiswerten Modellen die Bundreinheit kein wichtiges Thema ist.

Bedenke: Es ist nie zu spät, zu Industrial zu wechseln und sich den ganzen Schöngeistdreck zu ersparen.

guischmitt Avatar
guischmitt:#62114

Auch wichtig: Saitenlage. Da du als Nicht-Kirchenschrammler eher gepflegt zupfst statt reindrischst, ist eine flache von Vorteil. Kannst aber selber machen mit Sattel/Steg abfeilen+Halskrümmung einstellen, google Procedere. Keine Angst, die Teile kannst du nachkaufen. Überzieh die Halsschraube nicht. Google auch hier.
Billigkram bringt trotz Saitenlagentuning oftmals unbefriedigende Ergebnisse, da Bünde Höhe betreffend ungleichmäßig bearbeitet sind und Saiten schnarren.

Gitarre *muß* sich gut anfühlen in deiner Hand. Mit
> Vielleicht versuchen, was mit hohem Abstand der Saiten untereinander zu finden
meint mein Vorredner einen breiteren Hals - und hat absolut recht. Finger brauchen adequat Platz. Halsprofil (dick/dünn/c|d-Shape) ist Geschmackssache.

Hoffe, dies hilft Bernd

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