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Veröffentlicht am 2016-03-16 13:37:33 in /ng/

/ng/ 7589: Aktienmarktanalyse

leandrovaranda Avatar
leandrovaranda:#7589

Bernd, wie viel Kaffeesatzleserei ist bei solchen Chartanalysen mit drinnen?

Auf welcher Grundlage basieren die Analysen überhaupt?
Das kommt mir alles sehr willkürlich vor und hat wenig mit der Realität zu tun, bei der aktuelle Nachrichten eine viel wichtigere Komponente spielen, die Psyche beeinflussen.

Insiderwissen sind dann praktisch vorangezogene Nachrichten, über die man dann wüsste, und so einfach Gewinn rausziehen kann.

Solche Chartanalysen sind für mich absoluter Humbug. Zwar fußen die vielleicht auf mathematische Modelle der Statistik, aber das ändert nichts daran, dass man die Start/Vergleichswerte willkürlich auswählt und sich daraus eine Analyse baut.

jpotts18 Avatar
jpotts18:#7591

>>7589
insbesondere horizontale linien in groesseren zeiteinheiten halte ich fuer gewichtig. so geht es vielen. daher wird das verhalten an diesen marken von vielen beobachtet. insoweit hat es im zusammenhang zu anderen faktoren eine selbsterfuellende gewichtung.

jo komplizierter die muster und kleiner die einheiten, desto weniger zusaetzliche aussagekraft.

bspl: hier siehst du in welchem bereich es ungefaehr seit 1nem jahr konsolidiert. obacht ist zb gegeben wenn es nach oben raus und dann weiter bzw nur kurzraus und dann wieder drunter geht. umgekehrt nach unten. bei beiden puknten werden zum einen viele s/l entscheidungen bzw einstiegsentscheidungen getroffen.

http://finviz.com/futures_charts.ashx?t=ES&p=m1

danro Avatar
danro:#7592

>>7591
semiprof-schnellbildsche fajesse.

marcusgorillius Avatar
marcusgorillius:#7593

>>7592
mal noch ein ganz klassisches bild zur veranschaulichung von dem was geschrieben. -->bricht im monthly chart ueber wichtigen bereich, retestet diesen bereich erneut und haelt erfolgreich. so praezise sieht es man natuerlich nicht zwingend und auch muss halt rest dazu passen. eine gewisse aussagekraft davon zu leugnen halte ich aber fuer zwingend falsch.

herkulano Avatar
herkulano:#7594

>>7591
>>7592
>>7593

Für mich sind das nichts weiter als selbst zusammengedichtete Interpretationen.

So ein Schwachsinn als Fakten und Analyse zu verkaufen ist typisch BWL/VWL.

maiklam Avatar
maiklam:#7595

Bernd glaubte lange Zeit an charttechnik. Aber charttechnik ist verarsche und nur Zufall.

Beispiele:
Lass dir mit excel eine zufällige Zahlen reihe bzw Aktienkurs gernerieen. An diesem fiktiven aktienkurs kann man prima charttechnische Formationen einzeichnen. Hier wird die Sinnlosigkeit erkennbar. Die charttechnik kann man hinterher immer einzeichnen. Es passt auf jede beliebige Formation. Damit kann man aber niemals die Zukunft vorhersagen.

robinlayfield Avatar
robinlayfield:#7596

>>7594
Ja und nein. Es ist typisch BWL. Aber aus einem anderen Grund. Wenn man sich damit beschäftigt, ist es kein wirklicher Schwachsinn. Darauf Entscheidungen aufzubauen (und dazu noch mit seinem eigenen Geld!) ist dagegen schwachsinnig. Genau wie der ganze ntv Bullenscheiss. Man kann damit Sachen erklären, wie man erklären möchte. Im Sinne von "ich will, dass Wert X steigt, also blubb".

Nur weil irgendwo ein Doppeltopp und eine x-mäßige Pimmelformation ist, macht der Markt schon mal gar nichts. Und der Markt sind auch nicht du oder ich und zunehmend auch nicht mehr institutionelle Anleger, sondern immer mehr die Zentralbanken. Und die kaufen nach politischen Gründen.

jonkspr Avatar
jonkspr:#7600

>>7589
>Bernd, wie viel Kaffeesatzleserei ist bei solchen Chartanalysen mit drinnen?
100%, sonst könnte ja jeder Chartanalyst damit reich werden, statt als Analyst zu arbeiten.

Kurse sind zu genau 0% vorhersehbar. Für die wissenschaftliche Bestätigung dieser eher trivialen Erkenntnis gab es 2013 tatsächlich Nobelpreise.

karalek Avatar
karalek:#7601

>>7593
Bei einem Indizies der 500 Firmen enthält?

kuldarkalvik Avatar
kuldarkalvik:#7603

>>7601
arreine (preis-)volumen der boerslichen us-derivate + zwei grossen us-etfs darauf(an einem normalen tag).

http://www.cmegroup.com/trading/equity-index/us-index/e-mini-sandp500_quotes_volume_voi.html#tradeDate=20160315
Contract Unit $50 x S&P 500 Index
E-mini S&P 500 Volume

Month Volume Deliveries Open Interest
Venue Detail Trade Type Detail At Close Change
Globex Open Outcry PNT / ClearPort Total Volume Block Trades EFP EFR EFS TAS
About This Report
MAR 16 920,589 0 2,863 923,452 856 2,007 0 0 0 0 1,054,670 -522,262
JUN 16 1,909,598 0 1,252 1,910,850 0 1,252 0 0 0 0 2,333,364 572,006
SEP 16 337 0 0 337 0 0 0 0 0 0 7,192 -135
DEC 16 29 0 0 29 0 0 0 0 0 0 1,273 14
MAR 17 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 47 0
Totals 2,830,553 0 4,115 2,834,668 856 3,259 0 0 0 0 3,396,546 49,623


Sym Name Last Open Change Percent 0 Volume PriceVolume Time Links
SPY SPDR S&P 500 ETF 203.34 201.60 +1.17 +0.58% 133,554,348 26,135,114 03/16/16
IVV S&P 500 Index Ishares 204.52 202.64 +1.30 +0.64% 3,605,650 717,935 03/16/16

a_khadeko Avatar
a_khadeko:#7604

>>7600
>Kurse sind zu genau 0% vorhersehbar.

Nennt sich Intuition, menschliches Gespür.
Das sind dann natürlich langfristige Investitionen.
Man muss halt nur in das richtige Unternehmen investieren.

jffgrdnr Avatar
jffgrdnr:#7605

>>7589
ops bild is halt ein negerchart, aber auch da sind gewisse signifikante horrizontale linien da. m.e. sind die bei aktienmaerten am wichtigesten. waehrungen oder rohstoffe sind nicht ganz so praezisse.

m.e. ist es ein wichtiger teil, aber man sollte eben nicht nur arreine darauf entscheiden.

newbrushes Avatar
newbrushes:#7607

>>7589

Ich klink mich hier mal einfach ein in die Diskussion. Hier eine Meinung: Es ist irritierend für mich wie selbstgefällig, im falschen Glauben, besonders aufgeklärt und wissenschaftlich-begeistert zu sein, sich immer wieder so viele geben, wenn sie für sich entschieden haben erkannt zu haben, dass technische Analyse unwissenschaftlich sei. Zuerst einmal weiss der durchschnittliche Informatiker einen Dreck von Wissenschaftstheorie und Wissenschaft im Allgemeinen: er macht nämlich nur Anwendung von dem, was in der Tat wissenschaftliche Grundlage seines Bereichs ist: Grundlagen der Mathematik, Logik, Modelltheorie, Rekursionstheorie. Meinung Erfahrung nach sind Informatiker weit weg davon, wissenschaftlich zu denken, und stattdessen mehr beseelt wie Ingenieure. Das zur Vorrede.

commoncentssss Avatar
commoncentssss:#7608

Zur Sache darf ich sagen, dass technische Analyse weder eine (wohl)bestätigte Theorie zu Grunde liegt, noch dass sich empirisch bisher zeigen ließ, dass Vorraussagen, die auf Basis technischer Analyse hergeleitet wurden, auch nur irgendwo besser abgeschnitten hätten als der statistische Zufall.
Gleichwohl sollte einem zu denken geben, dass alle prop trader in Investmenthäusern und -buden, die technische Analyse für die Entscheidungsfindung in der Tat nutzen. Das passiert dann aber mehr in der Gestalt, dass so einfach zusätzliche - wenngleich vllt auch dünne - Informationen in die Kalkulation einfließen können.

leelkennedy Avatar
leelkennedy:#7609

>>7607
>Es ist irritierend für mich wie selbstgefällig, im falschen Glauben, besonders aufgeklärt und wissenschaftlich-begeistert zu sein, sich immer wieder so viele geben, wenn sie für sich entschieden haben erkannt zu haben, dass technische Analyse unwissenschaftlich sei.

Wenn man von der Markteffizienzhypothese ausgeht, sind in den Marktpreis bereits alle zu dem jeweiligen Zeitpunkt verfügbaren Informationen über die zukünftige Entwicklung des jeweiligen Assets eingespeist. Die Weltwirtschaft ist ein hochkomplexes System. Schon über weit simplere Systeme, wie z.B. die Struktur eines Proteins basierend auf dessen Sequenz, sind jedoch zuverlässige Prognosen extrem schwer zu treffen. Nicht, weil die wissenschaftliche Methodik etwa falsch wäre, sondern weil die Menge der zu verarbeitenden Informationen schlicht zu komplex ist. Gute Wissenschaft ist sich auch ihrer eigenen Grenzen bewusst. Wer behauptet, für komplexe Fragen einfache Antworten parat zu haben, ist meist ein Scharlatan.

Spätestens, nachdem ich erfahren habe, welch umfangreiche und wissenschaftlich anmutende Literatur es zum Thema Homöopathie gibt, ist mir klar geworden, dass man den größten Unfug verbrämen kann, wenn man ihm einen wissenschaftlichen Anstrich gibt. Und was wirkt wissenschaftlicher als kalte, harte Zahlen, Graphen und Gleichungen?

_zm Avatar
_zm:#7610

Wären die Charts ausreichend zuverlässig, würden die Ersteller der Charts sie nicht rausrücken.

tusharvikky Avatar
tusharvikky:#7613

>>7610 gewinnt den Faden.

freddetastic Avatar
freddetastic:#7614

>>7610
wer behauptet hier denn, dass charts bzw indikatoren alleine voellig ausreichend sind?

am tag von fukushima hat dir dein nikkei225 chart mit alle den unterstuetzungslinien zusammen mit einenm hanging man im 3er und point&figure-stronglong neben der klaren bullishen divergenz im monatschart oszilator natuerlich blendend geholfen(war jetzt rein fiktiv aber natuerlich is der an dem tag vermutlich durch so ziemlich jede naeherliegende linien einfach durchgerasselt)........


ernsthaft: wenn du heute zb was im dax kaufen willst, rufst du dann einfach jetzt dein broker auf, gehst die position ein und legst dein stop strikt wie immer einfach 500punkte tiefer, voellig egal wie das bild gerade aussieht? eben.......


muster find ich vielfach schrott (aber: je simpler desto besser).so dreieks oder so zeugs sind bei mir eher nichtmal 50/50(muss also noch irgendwie was dazukomben). gut definierte hochs oder tiefs, moeglicherweise schon meermals beackert, sind mir dagegen wichtig. dort gehen viele rein oder raus, falls zb das tief der letzten 3tage auf einer linie liegt und der kurs jetzt genau dorthin rennt, dann nach unten druchkracht, aber innerhalb weniger kerzen doch wieder drueber kombt kannst du meist davon ausgehen, dass es zwar einige verkaufsorders ausgefuehrt hat, die kaufkraft dann aber ueberwiegte und das ganze wohl eher ein kleiner falschausbruch war(waer es jetzt dax und vormittags um 12 koennte das alles auch nur ein bescheuerter absichtsrun auf stops sein, zu normalen usa zeiten haette es aber eine ganz andere aussagekraft. da wird es wenn man ne lawine ausloest obwohl man nur par scheine/s/l killen bzw moeglichst guenstig rein komben wollte evtl ziemlich teuer fuer die bank. unter der support linie long gekauft(deren sl) und dann rollt die lawine klassisch nach unten los waere dann wohl eher suboptimal.....). jedenfalls sind die, die schon raus wollten raus. die die dort reinwollten sind entweder schon drin oder warten noch bzw hoffen auf das erste hoehere hoch dessen tief dann ungefaehr an der ursprungslinie waere, wo bei es so tief eher nur mit glueck direckt nochmal kombt. es waere der erste ruecksetzer der trendumkehr und muesste dann wieder bis zur linie um dort exact das hoehere tief zu legen. vermutlich klicken aber viele schon frueher auf kaufen weil wohl jetzt eher wieder richtung obere grenze laeuft....insbesondere beim angeblichen "algozirkus" bzw wird man dies dann darauf schieben), weil sie ja dachten, dass dreht wohl direkt am punkt und dann unsicher wurden durch den bruch und doch erstmal nicht kauften. wenn es nun wieder drueber liegt, spricht nun sehr viel dafuer, dass zumindest kurzfristig nun nochmal nen weiterer zacken hochgeht da erstens kaum einer da verkaufen will(der wartet lieber bis es etwas hoeher is oder eben doch unten durchrasselt) und zweitens eher welche entscheiden jetzt zu kaufen(zumindest waren es mal kurz so viele, dass der s/l druck komplett durch mitnahmen von shorts oder einstiegen von longs abgefangen wurde was fuer einen kaufueberschuss spricht und dort jetzt wohl erstmal eher direkt keine orders meer liegen. der, der kaufen will wartet natuerlich jetzt auf den ersten kleineren ruecksetzer........und kriegt den obligatorischen anfall falls der dow erstmal ne gruene 70pkte kerze hinlegt bevor er ueberhaupt mal 10-20 punkte abgibt und die naechste 50er kombt. kann natuerlich in so einer situation dennoch nur knapp drueber und wieder drunter gehen weil nun halt doch einer nochmal massiv short geht oder wegen was auch immer....gibt eben keine allgemeingueltigen regeln. der chart is aber wenn man nur eine einzige sache haben koennte m.e. dennoch das wichtigste instrument. er bildet die vergangenheit ab und zeigt dir genau die echtzeit. der mensch orientiert sich nunmal an vergangenem bzw an relationen. wenn der dax letztes jahr bei 2000punkten stand und nun nach 3 monaten waere er bei 15000 wuerde man die sache einfach anders einschaetzen als zb 12000 und 15000 und im jahr davor evtl 10000 oder in der superkrise 3600........zehn jahre zwischen 8 und 2-3 gependelt und hue und hot..........

subtik Avatar
subtik:#7615

>>7614
aufpassen: an einem trendtag wo wir ein tief nach dem naechsten machen is die situation eine voellig andere. da trendet das uebergewicht dann klassisch erstmal kurze zeit alle par minuten bei jeder erholung knapp unters alte tief und dann immmer wieder weiter unter das vorherige(im besten fall mit par treppchen) und die staerkere gegenbewegungen kombt dann zwar zwangslaeufig mal, sind aber deutlich schwerer einzuschaetzen und haben auch viel weniger aussagekraft als so nen tief/hoch wozwischen es in der letzten laengeren zeit(tage) rumgegurkt hat und bricht meist frueher oder spaeter nochmals das vorherige tagestief bzw testet zumindest laenger unsauber dran rum. kann natuerlich schoen mit irgendwelchen news oder so dann um 21:00 bisschen reverseln usw aber das is nichts worauf man wirklich gut wetten kann. an richtig ueblen tagen kackt es eher nochmal drunter in den close(war frueher locker 50/50. inzwischen sind diese muster mit tief zum schluss um 22:00 gefuehlt doch weitaus seltener geworden).


zurueck zum ausgangsbeschriebenen:

voellig anders waere es wenn es durchbricht, mit einer kerze nochmal hoch oder knapp hoch zur unterkante geht und dann ein weiteres noch tieferes tief als dass, das er bei der ersten ausstopper/vielorderkerze gemacht hat. dann kann man natuerlich short, darf es aber nicht laufen lassen falls es doch noch ueber den ursprungskurs des ersten tiefs zurueck in die zone laeuft. da muss man extrem schnell reagieren und sofort raus. sonst machts aua.

das is jetzt extrem simpel und dumm dargestellt, denk aber mal ne weile drueber nach. ich hab da jetzt leider auch grad kein schoenes bild bzw lust ein solches rauszusuchen. passende bilder kann man vermutlich wirklich fuer alles finden. das thema war glaub auch schon ab und zu mal.


neben chart und markt/nachrichten/bauchgefuehl ist auch ein gewisses antizipieren bzw vordenken tauglich. bei den nachrichten is der hauptpunkt, dass man jedenfalls weiss, wenn an dem tag zb eben wichtige sachen anstehen(fed/monthlypayrolls/ezb). wenn man einfach rumtradet und einen fick gibt ob an dem tag ne leitzinsentscheidung mit pressekonferrenz ansteht oder nicht weil is ja eh eingepreist und alles zufall und nur den chart is wichtig (14:27 bildet er gerade ein wunderschoenes doppeltop. das wird doch genutzt denn die zinsentscheidung in 3 min wird den kurs garantiert nicht bewegen) ist das genauso bescheuert wie einfach am tag der pressekonferenz die handelsentscheidung nach draghis blahblah komplett ohne chart zu treffen weil so ein chart ja eh nichts aussagt. insbesondere bei den payrolls(us-monatsarbeitslose) kannste immer mit nem spike im dow um 14:30 von 100punkten rechnen(wie die sich in den par sekunden auf oben und unten verteilen spielt da auch keine rolle. wenn man eng handelt und so was nicht weiss/beachtet hat das mit sicherheit eher negative als positive auswirkungen. kann man von mir aus noch hunderte affenstudien machen...............die fahren dann ja auch mal zufaellig fehler ein die sich vermeiden lassen bzw schlicht dumm waren. im umkehrschluss muessten sie - wenn sie gegen den trader der solche sachen ausschliesst - gewinnen, ja im direkten vergleich gegenueber dem trader sogar besser sein alleine um die zufaellig auf schwachsinnsereignisse fallenden trades/fehler wieder reinzuholen.

timgthomas Avatar
timgthomas:#7616

indikatoren find ich abgesehen vom 20er simpelmovingaverage (is das ueberhaupt einer?) und bedingt (selten) mal die 100 oder 200 tagesdurchschnittslinie(wohl auch nur so meer oder weniger einer) komblett unbrauchbar(dennoch kann ich mir vorstellen, dass manchen diese sehr wichtig sind und es fuer sie funktioniert). wichtig find ich dagegen horizontale linien bzw das verhalten an gewissen punkten. hier auch insbesondere in den usa. der dax is halt der dax und hat eine etwas daxige eigenart(insbesondere am vormittag/mittag und nachmittags gibts fuer ihn eigentlich keinen grund. bernd sollte auch unbedingt zwischen us-future verhalten und dem verhalten ab 15:30 unterscheiden. gerade daxi und fudscher rutscht da schon mal bisschen wie nen leicht besoffener dolf durch die gegend weil er erst dachte der schnaos is oben wo im regal, dabei war er auf dem boden. er stellte ihn dann erstmal auf den schreibtisch((gilt am seltesten fuer montage und freitage sind auch oft zickig. gaps sind ne wichtige sache)). kurzfristig is die grosse frage immer, ob nun nach einer groesseren bewegung erstmal eine weile konsolidierungsverhalten/range ansteht oder ob wir moeglicherweise vor einem ausbruch stehen und eher so was wie +-200pkte am ende des tages rauskombt..........das is zb auch teilweise die krux mit den indikatoren. die einen funktionieren gut an trendtagen, die anderen bei konsolidierung/range(und fehlen dann eben entsprechend an den anderen). ein indikator welcher mir diese entscheidung hervorsagt waere eine wirklich feine sache. kann bnd da nicht so was per ki und seinen ganzen skripts bauen ;_;


ps: bnd darf sich jetzt gerne mal wieder ueber meinen katastrophalen satzbau, stiel und rechtschreibung aufregen. zurecht. wuerde es auch ueberarbeiten wenn ich mich nicht bereits seit minuten aergern wuerde schon wieder so viel geschrieben zu haben. kann man nichts machen. boerse is uebrigens auch ein sehr sehr langer prozess. es sind einfach wirklich grosse zeitraeume und das kann man nicht irgendwie zb auf 1 jahr 12h tag runterbrechen sondern auch wenn es nicht meer zeit ist die man investiert so ist der blick bei einer beobachtung der zeit ueber viele jahre verteilt doch was anderes.

wie die chartanalyse bei einzelaktien ist kann ich sogar nichtmal grossartig beurteilen. vllt faellt die dort wirklich kaum ins gewicht. neben zwei-drei mal optionenspielerei auf apfel und gockel hab ich da nie was gemacht. nur halt zb bei eltern mal rumgeschichtet oder zeugs raus weil das nur aus einzelzeucks bestand. neben irgendwelchen biotechperformance-monstern waren da auch so "lustige" totalschaeden wie nokia und spanische telefonanbieter dabei. lag halt wohl alles so seit 2000 rum. war zum glueck viel konservative dscheisse wie h&m, loreal, siemens etc dabei aber die einzelcharts waren teilweise komblett irre(mein vater wollt den ganzen muell entmuellt haben...daher hab ich mich damals mal durch das zeug durchgeklickt. das is glaub nochmal ne ganz andere geschichte). wirklich geaergert ueber einzelaktie hab ich mich erst einmal weil ich damals, kurz vor der dscheiss bankenrettung etc als die alle ziemlich unten waren nicht die verfickte scheiss unicredit mit doppeltief(italienische pleitebank)gekauft hab. falls sich bnd noch daran erinnern sollte........naja, hat wenigstens nicht so super performt und scheint wohl noch immer pleite. war das einzige mal das ernsthaft ueberlegt hab nen einzelscheiss laenger zu akwirieren. bei guten punkten gehts dann ploetzlich rasend schnell hoch und dann will man zu dem preis nicht meer/hofft nochmal auf den gleichen........waere aber auch davon ausgegangen dass inzwischen pleite oder deutlich besser performt. das die banken selbst bei nullzins und rettung so hart straucheln haette ich damals nicht erwartet(durchaus auch pleite, aber eben dies oder wieder hoch).


bilder nicht relatiert(bzgl teil2....vermutete nicht dass weitere unterteilung noetig. hab ich mich doch zurecht geaergt weil ich zu viel schrieb.....): meine guete wie die zeit vergeht........einfach viel zu schnell. leider die meisten boersenrelatierten bilder in nem andern ordner wo auch immer.

irsouza Avatar
irsouza:#7617

>>7616
>>vom 20er simpelmovingaverage
selbstsaege. meinte 20er ema (exponentialmovingaverage).

wieso kann ich nichtmal wirklich sagen, der is aber oft ein guter anhaltpunkt fuer nen einstiegspunkt nach einem ausbruch. also auch wieder mehr eine du weisst schon was du willst aber nicht sicher wo rein und zb wo stop.

steynviljoen Avatar
steynviljoen:#7622

>>7614
>>7615
>>7616
>>7617

ach Bernd, sicher interessant aber ziemlich unlesbar mit den langen Paragraphen, Sätzen, Kleinschrift und etlichen Fachbegriffen.

bruno_mart Avatar
bruno_mart:#7626

Was Bernd sich fragt ist folgendes: Natürlich kann eine wirtschaftliche Entwicklung nicht vorhergesagt werden, da einfach zu viele Faktoren die Entwicklung beeinflussen.
Allerdings lassen sich doch Verallgemeinerungen ableiten, also sowas wie Wahrscheinlichkeiten, dass wenn X -> dann Y (zB. Q zuende mit Verlust -> Verlust des Aktienwertes da N Anleger daran zweifeln usw.) Warum sollte man also nicht hingehen und aus der Vergangenheit Korrelationen ableiten, zB. mit Hilfe von genetischer Algorithmen/Neuronaler Netze, die dann bestimmte Prognosen treffen. Bernd kennt sich leider zu wenig mit komplexen, chaotischen (?) Systemen aus, um diese Frage zu beantworten, vermutet aber, dass letzlich ein Trend festzustellen wird: Kurse steigen mit Paar % über Inflationsrate.

Shriiiiimp Avatar
Shriiiiimp:#7627

>>7626
Das hilft vielleicht bei kurzfristigen Anlagen.

Aber wenn man langfristig investiert, dann schaut man sich lieber das Unternehmen an.

Heißt immer noch Spekulationsmarkt. Man investiert in eine ungewisse Zukunft, aber wenn man den richtigen Riecher für die richtigen Unternehmen hat, dann muss man keine über 9000 Analysen herziehen um eine Entscheidung zu treffen.

donjain Avatar
donjain:#7634

Das Stichwort heißt Regression

cbracco Avatar
cbracco:#7635

>>7626
C+I lassen sich vorhersagen. AR prozesse

lisakey1986 Avatar
lisakey1986:#7660

>>7595

...es geht bei der Charttechnik nicht um Vorhersagen, sondern um Kommunikation zwischen Tradern! Wenn 10000 Trader die selbe Formation sehen, reagieren sie ihren Interessen entsprechend.

Im Chaos steckt immer Ordnung, und in der Ordnung das Chaos...

robinlayfield Avatar
robinlayfield:#7661

>>7660

Denk bitte, bitte, bitte noch einmal 'drüber nach, was du gerade gesagt hast, Malte! Wenn nun alle/viele Trader dieselbe Formation erkennen, dann sind sie sich also "einig", ja? Und wenn damit dann keine zukünftige Erwartungshaltung hinsichtlich der Kursentwicklung korrelieren würde, warum würde sie dann irgendeine Handlung aus ihrer Einigkeit ableiten können? Natürlich geht es immer um Prognose, um was denn sonst?

langate Avatar
langate:#7663

>>7661

>...dann sind sie sich also "einig", ja?

...ja! Es laufen ja nicht unentwegt Signale vom Stapel, sondern tauchen mal hier mal dort auf und sind mal mehr mal weniger deutlich. Bei sehr klaren Signalen kannst du aber davon ausgehen das sich eine Menge Trader/Bots darauf stürzen und so den Kurs dementsprechend pushen weil halt jeder Spinner, außer dir diese Signale kennt, gerafft? Pepe?

aadesh Avatar
aadesh:#7665

>>7663

>...es geht bei der Charttechnik nicht um Vorhersagen
>Es laufen ja nicht unentwegt Signale vom Stapel, sondern tauchen mal hier mal dort auf und sind mal mehr mal weniger deutlich.
>Bei sehr klaren Signalen kannst du aber davon ausgehen das sich eine Menge Trader/Bots darauf stürzen


Technische Analyse wird also NICHT zur Vorhersage des zukünftigen Kurses benutzt, sondern um auf Basis von "Signalen" den zukünftigen Kursverlauf vorherzusagen? Malte?! Alles ok bei dir?

Meine Bitte erhalte ich aufrecht: Überleg' bitte noch einmal scharf!

Der Begriff "Signale" hilft dir nicht, weil er gar nicht definiert ist und es hochgradig unwahrscheinlich ist, dass man ihn überhaupt definieren kann. Der Begriff als solcher ist leer, weil er nicht von einem beliebigen anderen Chartausschnitt zu unterscheiden ist und es ist mit Leibniz immer noch ununterscheidbar, was identisch ist - das gilt für die Gesamtheit der Mathematik und die ist immer noch die letzte Bastion für alles, was wissenschaftlich sauber sein soll.

Die Frage, wann ein Zeitausschnitt im Chartbild das Kriterium erfüllt, ein Signal zu sein, ist ausschließlich abhängig davon, wie man "Signal" definiert und eine solche Bestimmung liegt einfach nicht vor.

Wir tun einmal so, als wäre das Signal-Problem nicht relevant und wir hätten eine klare Palette von Definitionen. Es ginge so aber immer noch darum, auf Basis bestimmter Muster (=Signale) ablesen zu können, wie ein Kurs sich zukünftig entwickeln wird, weil du nur dann vernünftiges Interesse haben kannst, long oder short zu gehen. Es geht inhärent nie um etwas anderes als Zukunftsvorhersage.

Neuste Fäden in diesem Brett: