Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2016-06-30 21:32:54 in /ng/

/ng/ 8163: Hallo lieber Geldbernd. Als Normalverdiener-Bernd oh...

karsh Avatar
karsh:#8163

Hallo lieber Geldbernd.

Als Normalverdiener-Bernd ohne Geldsorgen, aber auch nicht mit riesen Sprüngen, wollte ich fragen wie Bernd beginnen soll reich zu werden.

Ernsthaft: Welche Ideen hat Bernd? Wie kann man als Bernd, welcher keine Ahnung von Spekulationen o. Ä. hat, Reibach machen? Was wird in Zukunft interessant, wo sollte man sich Wissen aneignen, wo machst DU, Bernd, dein Geld.
Danke!

guischmitt Avatar
guischmitt:#8164

Teilweise mit Glücksspiel.

vladarbatov Avatar
vladarbatov:#8165

Man muss Geld sparen wenn man kann, nicht wenn man muss.
Das würde ich dir ganz am Anfang raten.

creartinc Avatar
creartinc:#8169

Lebe 1-2 Kragenweiter kleiner als dein Gehalt es zulassen sollte.

Einmal die Woche Essen gehen?(nicht Döner, Pizza, etc.)
Alle 2 Wochen ist auch nett und du sparst.
Das Auto gibts auch ne Nummer kleiner.
Somit sparst du Geld, um damit X zu tun.

Dann frag dich: Was interessiert mich? Ein Kollege von Bern kauft und verkauft nebenher moderne Kunst. Das ist seit Jahren sein Hobby gewesen. Bernd hat sich mal von ihm was erklären lassen und nichts verstanden, lächeln und nicken. Bernds Kollege verdient Geld und hat Spaß, ab und zu behält er mal ein Bild länger als es finanziell sinnvoll wäre, weil es ihm gefällt. Hast du ein Hobby, dass sich dazu eignet? Denke nicht, dass das funktioniert wenn du jetzt Wein sammelst, aber garkein Interesse daran hast.
Du machst etwas um an Geld zu kommen, das NICHT Schafen ist und das macht es einfacher.

Das Geld dass du hast steckst du dorthin wo es sinnvoll ist. Sinnvoll ist es an dem Ort wo es am besten hilft dein ENDZIEL zu verwirklichen. Warum willst du reich werden, Bernd? Schampus & Nutten? Mit 55 in Ruhestand? Eigenheim? Eigenheim für Bernd jr.?
Das alles braucht unterschiedliche Strategien mit dem Geld das du hast umzugehen.

Allgemein hilft es frugal, aber nicht geizig zu sein. Kauf dir lieber 300,- Anzugschuhe, die dann 20 Jahre halten als alle Nase lang welche für 60,- zu kaufen, die nach einem halben Jahr aussehen wie Dreck.
Schau was du an Ausgaben vermeiden oder verringern kannst. Bernd kriegt jedes mal n Rappel wenn Freunde über Geld klagen, dann aber beim Grundversorger sind, nicht mal wissen was für eine Energieklasse ihre Waschmaschiene/Küchengeräte haben etc. Das sind die Kleinigkeiten, die sich über ein Jahr summieren und über ein Leben eine Menge ausmachen.

Wirklich 'reich'-reich wirst du nicht werden. Außer du hast die Hobbyfrage mit 'Ich beobachte den Aktienmarkt wie andere die Fußballtabelle' beantwortet, aber das tust du nicht, oder Bernd? Aber langfristig sollte es ein Hobby von dir werden.
t. Mittelschichtbernd

polarity Avatar
polarity:#8170

>>8169
>Wirklich 'reich'-reich wirst du nicht werden. Außer du hast die Hobbyfrage mit 'Ich beobachte den Aktienmarkt wie andere die Fußballtabelle' beantwortet, aber das tust du nicht, oder Bernd? Aber langfristig sollte es ein Hobby von dir werden.

Wobei man da auch schön Geld mit vernichten kann.

>t. Mittelschichtbernd

Insgesamt aber alles sehr richtig und sehr klug. Das ist das deutsche Modell. Die Frage ist nur ob das, was du (und ehrlich gesagt auch ich) machen heutzutage noch funktioniert. Wir stellen dem mal das Modell Achmed gegenüber: während wir noch schön privat vorsorgen, etwas zurücklegen, auf den Jahresurlaub verzichten und doch noch einen Jahreswagen statt einem Neufahrzeug kaufen, hat Achmed nie einen Cent eingezahlt. Aber er hat hier eine Wohnung. Oder seine Aische. Und seine Kinder auch. Und da sie natürlich nichts.jpg haben, gibt es die Erstausstattung noch dazu. Die dann verkauft wird. Strom bezieht man, zahlt aber nicht. Dann wird es im Winter plötzlich kalt und Aische geht mit ihren Blagen zum Amt, dass auch ein paar mal alle Schulden tilgt. Geht das nicht mehr, wird der Strom eben irgenwo abgezeigt oder man holt ihn von einem im Haus lebenden Familienmitglied, bei dem er noch nicht abgestellt worden ist. Nebenbei hat man noch ein Kleingewerbe à la Kiosk, Restaurant, Umzugsunternehmen. Darüber laufen alle Kosten und einige Kredite. Irgendwann brennt es dann mal. Ärgerlich sowas. Am Ende lebt man dann mit der Familie in der Heimat im abbezahlten Eigenheim wie Krösus, bekommt zusätzlich schön die deutsche Rente und wenn mal etwas ist (z.B. medizinische Versorgung notwendig ist), fährt man eben mal schnell wieder nach Schland.

Jetzt mal rein logisch betrachtet: wie lange geht unser Mittelschichts-Vernunft-und-Verzicht Denken bei unseren linken Gutmenschenfreunden in der Politik gut, wenn immer mehr Leute das Modell Achmed anwenden?

Und was OP angeht, in 95% aller Fälle wirst du nicht reich, außer du bist es schon. Trump ist nicht reich weil er so schläu ist, sondern weil sein Vater ein gutes Händchen, Timing und Glück mit Immobilien hatte.

Selbst wenn du eine Lücke entdeckt hast, die wirklich funktioniert (z.B. Scalping vor fünf Jahren), wirst du damit nicht reich. Du kannst dir vielleicht dadurch ein netteres Auto leisten als sonst, hast dadurch wieder höhere Kosten und am Ende bist du im Prinzip wieder da wo du herkommst. Der andere Weg "reich" zu werden ist andere Menschen für dich arbeiten zu lassen.

vladarbatov Avatar
vladarbatov:#8172

>>8170
> Jetzt mal rein logisch betrachtet: wie lange geht unser Mittelschichts-Vernunft-und-Verzicht Denken bei unseren linken Gutmenschenfreunden in der Politik gut, wenn immer mehr Leute das Modell Achmed anwenden?

Die Frage kann ich dir beantworten: unser Mittelschichts-Vernunft-und-Verzicht Denken gewinnt langfristig immer. Guck dir China an, guck dir die Juden an. Es gibt zwar schwere Zeiten. Entscheidend für uns ist aber der Mittelwert. Mag sein, dass Bauer Horst mal ein schlechtes Jahr mit außergewöhnlich schlechtem Wetter hat. Und es mag auch vorkommen, dass der Jäger und Sammler Mutumbo mal ein gutes Jahr mit außergewöhnlich günstigem Wetter hat.
Übrigens sollten beide, Horst und Mutumbo, bereit sein für ihre Philosophie zu sterben. Mutumbo hat es da leichter, da er nichts riskiert und typischerweise in den Genuss eines schnellen Todes kommt. Sofern Horst versagt, ist sein Sterben meist lang und qualvoll. Und darum ist Horst der mutigere von Beiden und Mutumbo, der Feigling, zieht es vor "YOLO" zu sagen und den ganzen Tag nur rumzunegern.
Vergiss das nie: der Weg des weißen Mannes, ist ein Weg der Mut und Selbstbeherrschung erfordert. Viele nennen uns feige, weil wir horten und klammern. Tatsächlich ist Konsumverzucht stets mit dem Risiko der Endgültigkeit verbunden. Negern fehlen dafür einfach die Eier.

thehacker Avatar
thehacker:#8174

>>8163
der Trick ist deine Arbeitskraft zu multiplizieren.

D.h Selbstständigkeit und Leute für sich arbeiten lassen.
Oder Hocharbeiten und sein gutes Gehalt für sich arbeiten lassen.

Erhöhe deine laufenden Einkünfte durch Zinsen, Mieteinkünfte, Renditen und verringere deine Ausgaben durch langfristiges Denken: Besitz statt Miete. Energiespar statt fancy. Aldi statt Rewe. Freundin statt Nutten.

Zur Zeit ist die politische Lage in Dtl und EU aber so unsicher, daß ich nur Gold für zuhause empfehlen kann. Der Euro kann nächstes Jahr nichts mehr wert sein. Konton können eingefroren werden mit Auszahlungsbegrenzung. Steuern können einfach mal so direkt vom Kto abgezogen werden per Erlaß wie in Zypern letztens (in Dtl. z.B. als "Flüchtlinhsumlage" o.Ä.), Bankschließfächer versiegelt (Argentinien).

Also reich werden zur Zeit nicht möglich, da Zinsen zu niedrig und Anlagen nicht sicher wg Fiatgeld/Politik. -->Gold kaufen, Grundstücke kaufen/verpachten. Oder einfach mal für 1-2 Jahre fett leben.

samscouto Avatar
samscouto:#8179

Mittelschichtbernd aus >>8169 reportiert ein.

Also ich BIN eigentlich so ein linker Gutmensch und auch ein ziemlicher Optimist.
Zum einen interessiert mich das Modell Achmed nicht so sehr, da meine Lage nicht von ihm abhängt. Eher im Gegenteil, er lässt sich mit ein bisschen Hartz und Almosen abspeisen und fühlt sich überlegen; soll er doch.
Zum anderen ist Bernd aus einer Rotfabrikerfamilie (Höchst AG), im Garten von Bernds Opa war quasi alles zufällig.jpg aus Material wie man es auch in der Höchst AG finden würde. Bekannter von Bernd kommt aus dem Saarland, da ist das anders: Da sind es die Bergwerke, Stahlwerke etc. War schon immer so, wird immer so sein. Firma preist das ein, Kunde zahlts mit anstatt höhere Löhne, wenn es Überhand nimmt ist das leichter zu regulieren als Gehaltserhöhungen.

Aber hey, um so weniger Leute anlegen und investieren (im breiten Sinne), um so mehr Achmeds es gibt, um so mehr wird um Bernd geworben, um so freier kann Bernd sich Konditionen, die zum ENDZIEL passen.

Und weil es der Teil der Frage von OP war auf den bisher kaum eingegangen wurde:
Wissen, dass du gebrauchen kannst um mehr Geld zu haben sind Sparwissen. Kochen (Bernd geht nur selten essen, bekocht Frau Bernd aber alle Wochen richtig mit Aufwand und tralala), Autoschrauberei, Haushaltsreperaturen (außer Elektro- und Wasserkram).
Wissen mit dem du 'reich'-reich wirst ist schwerer. Anfangs solltest du Wissen was Banken& Versicherungen sich für Dinge ausgedacht haben um dir (gegen Gebühr) dabei behilflich zu sein. Bernd hat eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung mit (gering) niedrigerem Zahltag ausgewählt, weil es da Geld zurück gibt, wenn Bernd am Ende seines Arbeitslebsns (frühestens aber mit 60, spätestens mit 70 oder so) nicht davon Gebrauch gemacht hat.
Gibt es staatliche (hier meinend: Kommunale, Regionale, Landes-, Bundes- oder EU) Programme, die deinen Zielen zuträglich sind?
Ein Bekannter mit Selbstversorgerfetisch hat seinen kleinen Hof als landwirtschaftsnahes Gewerbe gemeldet. Er kauft quasi Heu von nem Bauer, verkauft es dann weiter an Reitschulen, andere Höfe etc., nur weil er dadurch seine Gerätschaften abschreiben UND in einer anderen Steuerklasse führen kann.

Sparen und Investieren sind idR keine Gegensätze, sondern ergänzen sich.
Wer spart halt Geld zum Investieren, wer Investiert kann Geld sparen.
Wer investiertes Geld spart hat auch was davon.

tusharvikky Avatar
tusharvikky:#8185

Eine weitere Inverstitionsmöglichkeit ist Bildung/Fortbildung. So erhöhen Zertifikate, gefragtes Wissen und der Beweis dessen Umsetzung sowohl die Position in Gehaltsverhandlungen oder macht direkt höhere Gehälter und Positionen durch Stellenwechsel möglich. Darüber hinaus öffnen sie neue Türen und man hat die Chance neue, luktrative Angebote erstmals zu sehen und wahrzunehmen.

Dazu können durch eine internationale Orientierung noch Zulagen wie bei Expadstellen kommen, welche noch zusätzlich durch die gestellte Wohnung im Einsatzort unterstützt werden und man somit keine Mietkosten hat. Internationale Einsatzfähigkeit hat darüber hinaus auch noch den Vorteil, dass egal wie weit die Politiker den Laden an die Wand fahren man Referenzen hat und notfalls die Leute die für all das verantworlich waren die Suppe auch schön alleine auslöffeln dürfen.

lanceguyatt Avatar
lanceguyatt:#8186

>>8179
>Zum einen interessiert mich das Modell Achmed nicht so sehr, da meine Lage nicht von ihm abhängt. Eher im Gegenteil, er lässt sich mit ein bisschen Hartz und Almosen abspeisen und fühlt sich überlegen; soll er doch.

Dann warte mal ab bis du Kinder hast - da ändert sich der Betrachtungshorizont dann aber doch ganz erheblich eine Lebenszeit in die Zukunft. Und dann hat man in aller Regel damit durchaus ein Problem. Alternativ dazu hilft es auch, wenn man z.B. Freunde bei der Polizei oder in der Verwaltung hat, die im höheren Dienst sind und deshalb auch etwas mehr Gesamtverantwortung und daher -überblick haben. Wenn die Realität, die dort anscheinend Alltag ist, dann sehr massiv mit dem auseinanderfällt was einem erzählt, verkauft und berichtet wird, entwickelt man da ein gewisses Interesse.

>Zum anderen ist Bernd aus einer Rotfabrikerfamilie (Höchst AG), im Garten von Bernds Opa war quasi alles zufällig.jpg aus Material wie man es auch in der Höchst AG finden würde. Bekannter von Bernd kommt aus dem Saarland, da ist das anders: Da sind es die Bergwerke, Stahlwerke etc. War schon immer so, wird immer so sein. Firma preist das ein, Kunde zahlts mit anstatt höhere Löhne, wenn es Überhand nimmt ist das leichter zu regulieren als Gehaltserhöhungen.

Das stört mich persönlich auch nicht so wirklich. Ich würde es nicht als "Arbeiterprivileg" verkaufen, aber das ist ein geschlossenes System mit geringer Außenwirkung. Geht deshalb der Laden pleite, liegt es nicht an der Arbeiterschicht, sondern an fehlenden Kontrollstrukturen im Management. Leidet darunter die Effizienz, so dass Aufträge nicht gewonnen werden können, schädigen sich die Arbeiter selbst. Und auch da hat dann jemand seinen Dschob im Management kolossal falsch verstanden.

Anders bei Sozialsystemen: die sind mittlerweile ein offenes System mit gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen. Schon jetzt lohnt sich - wenn man mal hart kalkuliert - in vielen Fällen ein Studium nicht mehr. Das Steuersystem ist grob ungerecht und kaputt, die Auswirkungen sind spürbar und wenn das alles.jpg dazu führt, dass am Ende im Alter ein Rückgriff auf die Kinder und das über eine Lebenszeit erwirtschaftete, x-fach besteuerte Vermögen genommen wird, gleichzeitig aber mit offenen Armen empfangen und Leistungen verteilt werden, dann ist das ein gesamtwirtschaftliches Problem.

Keines von Steuergerechtigkeit, sondern ein strukturelles. Ja, ich gehe dann mit meiner Familie ins Ausland und bleibe dort. Die Mitte der Gesellschaft hat aber schon diese Option nicht mehr (außer man meint damit das europäische Ausland, was noch deutlich weniger erstrebenswert ist -- aber viel Spaß beim dem Versuch in Verbindung damit den "europäischen Gedanken" am Leben zu erhalten). Warum sollten diese Leute dann noch investieren (Geld und Lebenszeit) und arbeiten, wenn es sich nicht mehr rentiert. Das mehr Leistungsempfänger und weniger Leistungserbringer zu einem Kollaps führt, ist eine Logik, der sich auch ein Viertklässler nicht verschließen könnte. Berufspolitiker selbstverständlich schon.

>Aber hey, um so weniger Leute anlegen und investieren (im breiten Sinne), um so mehr Achmeds es gibt, um so mehr wird um Bernd geworben, um so freier kann Bernd sich Konditionen, die zum ENDZIEL passen.

Hehe, nicht wirklich mein Endziel, aber siehe oben. Ändert sich, sobald man Kinder hat. Dann sind wirtschaftstheoretische Erwägungen, die ich im Studium auch leidenschaftlich discotiert.png habe, auf einmal nicht mehr so spannend, wenn man sieht das die praktischen Auswirkungen von grobem Fehlmanagement und ideologisch gesteuerter Idiotie sich massiv auf die nächste Generation auswirken. Und wenn man dann auch noch wenigstens so intelligent ist, dass man nicht mit Umweltzonen sein Gewissen beruhigt und danach wieder die Augen verschließt, kommt man zwangsläufig bei dem Gedanken "und wat nu?" an.

>Sparen und Investieren sind idR keine Gegensätze, sondern ergänzen sich. Wer spart halt Geld zum Investieren, wer Investiert kann Geld sparen. Wer investiertes Geld spart hat auch was davon.

Sehr richtig. Ich würde sogar noch weitergehen. Wer nicht gelernt hat zu sparen (und zwar richtig zu sparen), wird auch beim investieren versagen. Dazu gehört auch sich den Wert von Dingen (monetär und individuell) vor Augen zu halten. Das ist etwas anderes als Konsumverzicht, sondern vielmehr bewusste Auswahl dessen, aus dem man den höchstmöglichen, langfristigen(!) Nutzen zieht.

giuliusa Avatar
giuliusa:#8187

Gib Mandy 500k und die sind schnell weg. Gibt mir 500k und es ändert sich im Prinzip nichts, da ich an meinem Leben nicht großartig etwas ändern würde. Ich hätte einfach nur 500k mehr auf dem Konto und würde mit einem Teil davon arbeiten.

Hast du aber jemanden, der sich diese 500k erarbeitet hat (und das wird meist nicht in Form von körperlicher Arbeit sein), wird er dieselben Prinzipien auch in Zukunft anwenden. Und das ist der Typ, bei dem das Geld nicht nur rumliegt, sondern der daraus erst eine und dann zehn Millionen machen will. Der schafft ganz nebenbei auch noch einige Arbeitsplätze und zahlt einiges an Steuern. Kommst du dem aber mit einer Mutumbo-, Frauen- und Sonstwas-Quote geht er gleich woanders hin, verliert die Lust oder fängt gar nicht erst an (siehe Deutschland 2016).


>>8185
>Eine weitere Inverstitionsmöglichkeit ist Bildung/Fortbildung. So erhöhen Zertifikate, gefragtes Wissen und der Beweis dessen Umsetzung sowohl die Position in Gehaltsverhandlungen oder macht direkt höhere Gehälter und Positionen durch Stellenwechsel möglich. Darüber hinaus öffnen sie neue Türen und man hat die Chance neue, luktrative Angebote erstmals zu sehen und wahrzunehmen.

Stimmt. Muss man nur einordnen. Das eine ist zum Öffnen der Tür - ein Bachelor ist für mich heute wertlos. Das ist Minimum für einen Praktikumsplatz. Das war früher anders, ist es aber nicht mehr (außer man hat Förderer). Das international anerkannte X-Zertifikat zeigt mir dagegen zweierlei: derjenige ist fähig und bereit sich zumindest kurzzeitig hinzusetzen und zu lernen und zweitens hatte er die 2-5k für Kurs und Prüfungsgebühr. Das ist mehr als nur "Tür öffnen". Das ist die Möglichkeit bei einer Bewerbung zu sagen "ja, selbstverständlich habe ich diese akademische Laufbahn, aber zusätzlich habe ich in den letzten fünf Jahres dies und jenes gemacht, belegt durch Zertifikat a, b, c, denn zufällig bin ich Exbährte auf diesem Gebiet".

>Internationale Einsatzfähigkeit hat darüber hinaus auch noch den Vorteil, dass egal wie weit die Politiker den Laden an die Wand fahren man Referenzen hat und notfalls die Leute die für all das verantworlich waren die Suppe auch schön alleine auslöffeln dürfen.

Tausendmal dies. Kommen noch Sprachen hinzu. Aber es ist nett, dass man nicht warten muss bis das hier alles brennt, sondern seinen Lebensabend auch komplett woanders hinverlegen kann. Netter Gedanke dazu: die tolle EU, die uns allen ja riesige Vorteile bringt (die wir davor schon größtenteils hatten, denn Geld ist gerne gesehen) sollte eigentlich nicht nur so funktionieren, dass alles hierher kommt und abgreift, sondern dann auch beiderseitig ermöglicht, dass Deutsche woanders freizügig leben und arbeiten. Das bezieht sich nicht nur auf Zahnärzte mit Zweitwohnsitz auf Mallorca.

thehacker Avatar
thehacker:#8191

Schönen Sonntagabend und vielen Dank für die zahl- und hilfreichen Antworten. Teilweise ist das mit dem Sparen natürlich so eine Sache. Die Möglichkeit mit 66 (ein Jahr vor der Pension - Beamtenbernd) abzunippeln und nichts vom Ersparten ausgeben zu können, besteht natürlich auch.
Problematisch ist halt die Tatsache, dass ich keinerlei Schimmer von irgendwelchen Geldgeschäften und Spekulationen habe. Wie bzw. wo informiert man sich denn darüber?

Bzgl. dem Sparprinzip: Sinnvoll wäre es wohl, wieder aufs Land zu ziehen und keine 700€ für eine (durchaus schöne) Wohnung im Münchner Süden zu zahlen.

jamesmbickerton Avatar
jamesmbickerton:#8193

Mach einen Matratzenladen auf.
Auf Freakonomics gibt es einen 45min-Podcast, wie verdammt gut man mit solchen Läden verdienen kann, dass sich Ökonomieprofs mit dem Phänomen befasst haben.

christianoliff Avatar
christianoliff:#8195

>>8191
>Wie bzw. wo informiert man sich denn darüber?

Bücher, Foren etc. ... du brauchst dafür Zeit. Die Lösung, die zu dir und deinen Bedürfnissen passt, die wirste nicht binnen 5 Tagen finden.

>Sinnvoll wäre es wohl, wieder aufs Land zu ziehen und keine 700€ für eine (durchaus schöne) Wohnung im Münchner Süden zu zahlen.

Das habe ich mir auch überlegt. Fällt allerdings weg, da mir meine Kollegen mit ihren 90 Minuten Auto-Touren schon auffe Nerven gehen. Ich möchte meinen Tag nicht ca. zwei Stunden im Auto verbringen. Ich radel fast jeden Tag mit dem Rad zur Weide und kann dabei gut entspannen. Mit Kindern und Frau sehe das wohl anders aus -> Landflucht.

Neuste Fäden in diesem Brett: