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Veröffentlicht am 2016-09-19 13:16:17 in /ng/

/ng/ 8554: Wertlosigkeit des Geldes

moynihan Avatar
moynihan:#8554

Dieser Bernd hier ist ziemlich frustriert mit der Gesamtsituation.
Er verdient knapp 70k€ Brutto im Jahr, buckelt dafür 45-50 Stunden in der Woche bei 20 Tagen Urlaub (Sohn vom Chef, hab dafür auch ein paar Vorteile und Pflichten).
Sein EF bekommt ca. 40k€ Brutto im Jahr bei 58 Tagen Urlaub (38h Vertrag, 45-60h Wöchentlich, 30 Tage Urlaub, 28 weitere durch Überstunden).
Unsere Ausgaben sind auch eher bescheiden bei knappen 25.000€ im Jahr incl. Miete, Karre und sonstigen Kosten.
Trozdem habe ich das Gefühl, dass das Geld einfach nichts wert ist.
Warum?

Bei uns in Oberbayern bekommt man für 200.000€ mit Glück ein Grundstück von 500qm, Anschlusskosten und Kaufnebenkosten noch nichtmal inbegriffen (von einer normalen Lage ist da noch nichtmal zu sprechen).
Eine Butze drauf kostet auch nochmal 400-600k€, zumindest eine, die 50 Jahre gut durchhalten kann.
Die Kosten für Karren steigen auch relativ hoch, sofern man wenigstens einen Golf haben möchte.

Durch die Zinspolitik wird für alles.jpg der Preis enorm hochgetrieben, habe ich zumindest das Gefühl.
Wie soll das weitergehen in Zukunft?
Mein Gehalt ist zwar im Schnitt deutschlandweit relativ gut, trozdem sehe ich der Zukunft besorgt entgegen.

Ist Bernd auch bedrückt beim Gedanken an die Zukunft und dem Wert seines Geldes?
Wie steht es um Bernds Verdienst/Vermögensverhältnisse?

dwardt Avatar
dwardt:#8555

Früher war auch nicht jeder ein Junker mit Anwesen und Villa, nichtmal in Bayern.
Endlose Schufterei gab's trotzdem, irgendwelche versifften Gassen mit Krankheit, Dreck und Mief oder Knechtschaft auf der Scholle bis in alle Ewigkeit.

Man hat heute ziemliche Planungssicherheit, wenige Sorgen und wenn Du 20 Jahre auf Dein beschissenes Haus sparen musst, dann ist das ein echtes Luxusproblem. Welches Du nichtmal haben musst, sonder Dir selbst aussuchst, aber jedem Tierchen sein Plaisierchen.
Da Du offensichtlich keine reichen Eltern hast die Dir finanziell aushelfen, sondern aus der Gosse kommst, küss gefälligst der Bundesrepublik Deutschland die Füße, dass Du hier und heute überhaupt die Chance bekommst, die Du in den letzten 10000 Jahren nie bekommen hättest.

malgordon Avatar
malgordon:#8556

>>8555
Danke Bernd, rückblickend auf die Vergangenheit mag das natürlich Sinn machen.
Schaut man aber mal einfach 20 Jahre zurück, ist alles aber doch noch etwas "einfacher" gewesen.
Die Planungssicherheit und auch die Preise in Relation zum Einkommen war nachweislich zumindest besser.

Ich möchte jetzt nicht diskutieren ob, wie und warum überhaupt, sondern wie es den anderen Bernds auf /NG damit geht.

nelshd Avatar
nelshd:#8557

>>8556
>Danke Bernd, rückblickend auf die Vergangenheit mag das natürlich Sinn machen.
Womit willst Du denn Deine Realität sonst vergleichen? Mit anderen Menschen? So ein Pech, dass Du nicht als (Berg-)Jude zur Welt gekommen bist? Warum nicht gleich als Elon Musk? Oder seine Ex, die hat ja mal sowas von defintiv ausgesorgt...

Warum sollst ausgerechnet Du so eine Schneeflocke sein der es nicht reicht besser als 90% der Menschheit zu leben? Warum muss es besser als 99% sein?

Ein Audi A5 ist heute für ~30k (ein läppisches Netto-Jahreseinkommen Deinerseits) ist heute besser als 95% was die Automobilindustrie Deutschlands jemals zustandegebracht hat. WAS WILLST DU? Das alles in 6 Monaten? Meine Fresse. Vor 20 Jahren musste man keine 12 Monate dafür schuften? Und in den 70ern vielen die Porsches vom Himmel?

Vor 20 Jahren war alles "einfacher"? So ein Quark.
Den deutschen Michel führte sein Wohlstand in die T-Aktie, den Rentner zu Totalverlust-Zertifikaten der Citibank und die Jugend verjuxte ihre Kohle in isländisches Festgeld. Euch Eseln geht es zu jedem Zeitpunkt der Geschichte zu gut.

Tip: Auch Arbeitslose gibt es nicht erst seit den 2000ern und Atomkrieg und Waldsterben waren brandheisse Unsicherheitsthemen der 80er, davor gab's dann Vietnamkrieg, RAF und Ölkrise. Heul, heul, heul.

Ne, Bernd, Deine Sorgen erschliessen sich mir absolut nicht, das ist alles prätentiös und unreflektiert. Artikulier Deine Probleme ganz konkret, dann kannst Du sie hinterfragen und wenn sie tatsächlich so schlimm sind - geh sie halt an, sollte ein Leichtes sein.
Aber dieses diffuse "ach, heute ist alles so schlimm, mein Oberschichtleben ist in Gefahr" ...geh mal kacken. Mach ne Reise abseits der Hotelburg, das gibt ganz neue Perspektiven.

bouyghajden Avatar
bouyghajden:#8558

Hab gehört, in (Ober-)Franken sind die Immobilien spottbillig. Da ist auch nicht viel, aber für die 500 Riesen die Du da sparst, kannst Du ja vielleicht Teilzeit eingehen und 2 Tage die Woche pendeln ist ja auch nicht so schlimm, das Auto will ja bewegt werden.

damenleeturks Avatar
damenleeturks:#8560

>>8558

Dafür Leben in Oberfranken die mit Abstand ungebildetsten, unfreundlichsten, prolethischsten und verschlossensten Menschen dieser Welt, von Bamberg vielleicht mal abgesehen.

Bernd Avatar
Bernd:#8561

Bernd hier verdient so um die 32k€ Brutto, hoffentlich 35k€ ab nächstes Jahr. Bei 40 Stunden die Woche und so 150 Überstunden (saisonbedingt mehr oder weniger).
Im Optimalfall würden Bernd ja so um die 10k€ p.a. übrig bleiben aber irgendwas ist ja immer. Und neues Auto muss ja auch her in zwei, drei Jahren, etwas reisen usw. Da bleiben halt eher so obere vierstellige Ziffern.

Bernd ist auch aus Südosteuropa und hat als Saisonkraft vor drei Jahren für 24k€ (ohne Überstunden) in Deutschalnd angefangen, mittlerweile wurde Bernd versetzt und soll Stellvertreter vom Meister werden. Eigentlich gar nicht so schlecht aber trotzdem fragt man sich wozu das alles und wohin das führt. So 40 Jahre weiter schaffen damit man 30 Kvadratmeter in München kaufen kann (anderseits gibt es hier auf dem RLP-Land auch Häuser für 50.000 NG)?

Dann denkt Bernd wie lange er gebraucht hätte um das was er jetzt hat (wohnen in schöner Wohnung; eigenes, obwohl beschissenes Auto; neue Möbel und einiges an Elektronik): mindestens fünf Jahre mehr, und Bernd hätte auch im Elternhaus leben müssen. Alles natürlich wenn man überhaupt einen Dschob gefunden hätte, bei 40% Jugendarbeitslosigkeit. Da Bernd noch im Nieschenfach ist, wären die Chancen noch schlimmer. Kann aber jetzt in nem "guten" Monat zur Seite legen was eine Kassierin in der Heimat in zwei Monaten verdient.
Wie der andere Bernd schon sagte, klar sieht es manchmal sinnlos aus aber mit etwas Perspektive steht man ja schon gut da. Sogar wenn du dich mit mir vergleichst.
Noch zur geringerer Planungssicherheit: Ein guter Teil der Welt hat überhaupt keine.

Das wäre so eher aus persönlicher Sicht, im allgemeinen sieht es ja schon etwas schwarz aus mit den hohen Mieten und dem Nullzins, besonders für jüngere Leute. Bleibt viel weniger hängen und statt Sparbuch muss in Wertpapiere angelegt werden.

Anderseits sind andere Sachen billiger und einfacher als vor 20 Jahren. Zbsp. Urlaub. Vor 20 Jahren musstest du ja nen halben Nettogehalt für einen Flug ausgeben, oder halt mit dem (damals teureren?) Auto ohne Klima den ganzen Tag fahren. Dann noch Unterkunft buchen über Reisebüro oder sonstwie. Heute kann man ja für den Preis einer dickeren McDonald's Bestellung zum Mittelmeer fliegen und alles schön in Paar Minuten übers Internet regeln. Anderes Ding: online banking, wie viel Zeit die Leute nur früher an Schaltern verlieren mussten. Gilt ja auch nicht nur fürs Banking sondern alles.
Oder der Preis von Verbraucherelktronik, Bernd hat vor kurzem ein Drucker/ScannerDings für 50NG von amazon bestellt. Vor 20 Jahren hättest du für die ~70 DM nicht mal den billigsten Drucker bekommen. Und wenn dann, nach dem du das in einer Zeitschrift gelesen hast und dann zum lokalen Computerhandel gelatscht bist oder zum 20km entfernten Media Markt.
Gibt sicher noch etliche Sachen.

Fazit: Einige Sachen sind etwas schlechter, andere halt besser. Hast es ja gut Bernd und Geld ist auch nicht alles im Leben, und in dem Sinne auch schon etwas wertlos. Vielleicht legst du etwas zuviel Wert drauf?
Hast ja alle Möglichkeiten das Leben zu geniessen. Im wunderschönen Oberbayern sowieso :3

Was die Zukunft bringt weiss Bernd auch nicht, denkt aber das wenn die Babyboomer abkacken sich so einige Sachen ändern werden, zum schlechteren oder besseren ist nur die Frage. Was Immobillien angeht sind die meiner Meinung nach viel zu überteuert heute und werden irgendwann stark runter gehen, daher plant Bernd auch keinen Immobilienkauf in den nächsten 10-20 Jahren. Eventuell ein Apartment an der Küste in der Heimat und dann Touris absaugen vielleicht, aber so 20 Nettojahresgehälter drauf (immerhin ein Viertel deines Lebens, und nich mal der gute Teil) legen wie du es nennst? Nee. Mieten sind zwar teuer aber haben auch eine Freiheit.

kennyadr Avatar
kennyadr:#8562

>>8561
Natürlich viel zu lang geworden.

Ein anderes Ding das Bernd seit den drei Jahren in Deutschalnd unheimlich nervt ist die gnadenlose Schröpferei und Verarscherei von jedem mit dem man was finanzielles hat. Internetanbieter, Banken, Vermieter, Versicherer, der AG natürlich (hätte sich Betriebsratvorsitzender nicht für Bernd eingesetzt wäre Bernd so bei 28k geblieben, mit Mehrkosten der Versetzung) usw. Schon dutzende Beschwerdemails und Anrufe machen müssen.
Was mich am meisten ekelt ist das heuchlerische "Entschuldigen Sie bitte für den Fehler" danach.

Da wir auf /ng/ sind fragt sich Bernd ob eine Investition in Rechtsschutz sinnvoll wäre?

antongenkin Avatar
antongenkin:#8563

>>8557
Es ist zwar wirklich sehr schön, dass du so ausführlich und umfangreich antwortest (ehrlich!), aber du schießt am Ziel vorbei.

Ich gehe auf den offensichtlichen Groll deinerseits mir gegenüber, aus welchen Gründen auch immer, mal nur grob ein.

>Aber dieses diffuse "ach, heute ist alles so schlimm, mein Oberschichtleben ist in Gefahr" ...geh mal kacken. Mach ne Reise abseits der Hotelburg, das gibt ganz neue Perspektiven.

Ich bin 27, habe einen Hauptschulabschluss in Deutschland den ich mit 15 nachgeholt habe. Bis ich 17 war, war ich ohne Ausbildung und arbeitslos, mein Vater verlor in der Zwischenzeit auch seinen Job (mit 50 und das kurz vor Beginn der Krise).
Um es kurz zu machen: Eine Ausbildung habe ich heute nur auf dem Papier (Fachwirt), die Chance dazu gab mir kein anderer Betrieb. Das Leben am unteren Rand der Gesellschaft ist mir _wirklich_ mehr als bewusst.

Trotz meines Einkommens werde ich aber nie ein Gefühl von Sicherheit (aus finanzieller Sicht) haben, solange das Geld immer stärker an Wert verliert.
Daher auch der Gedanke nach dem Empfinden anderer Bernds zu fragen.

In meinem sozialen Umfeld zumindest setzt sich niemand aktiv mit seinen Finanzen auseinander, es wird stets der Satz "das wird schon irgendwie gehen" wiederholt, egal ob die Person arbeitslos oder verschuldet ist.

kamal_chaneman Avatar
kamal_chaneman:#8564

Ganz einfach, Brent: wenn du nicht dem Finanzoberjudentum angehörst und die Weltherrschaft anstrebst, ist Geld nur ein Mittel zum Zweck. Hast du keinen Zweck, ist es nur eine Zahl auf einem Bankkonto.

Ab 50k kannst du relativ normal und entspannt leben. Alles darüber ist im Wesentlichen Spaß oder steigende Ansprüche mit steigenden Kosten. Da wir aber der DDR beigetreten sind und nicht umgekehrt, bist du spaßigerweise ab 50k auch Melkkuh der Nation und zahlst für jedes linke Schwachsinnsprojekt und jeden Ali. Das klasse, 80er Mittelklasseleben - Frau, zwei Kinder, Haus mit Garten, ein Auto, ein sicherer Dschob, zweimal im Jahr Urlaub - kannst du mittlerweile sowieso vergessen. Das kriegst du im deutschen Kommunismus 2016 auch mit 90k nicht hin.

Du kannst also schön brav konsumieren (bringt aber nichts). Oder dir ein Haus kaufen (wozu auch immer - ohne Familie eigentlich witzlos). Oder du sparst und am Ende wird dir alles weggenommen (weil lol nicht bedürftig, aber alt), während Kulturbereicherer sich freuen, dass sie "ihr" Geld ins Ausland geschafft haben. Mittelstand ist in Deutschland tot.

Also entweder suchst du dir etwas, was sich für dich lohnt und was du mit diesem Geld machen willst (von mir aus züchte Arschlöcher an einem Stock) oder gewinne eben etwas Lebensqualität zurück und reduziere deine Stunden. Hat Bernd gemacht und von 40h auf 35h (dann effektiv von 50h auf 40h) macht einen enormen Unterschied. Wenn dein Freitag dann aber daraus besteht, dass du dir ab 12 Uhr zu Hause und nicht mehr auf der Arbeit eine Barbie in den Arsch steckst und dir dein Depot anschaust, ist irgendwie auch eher wenig gewonnen.

sindresorhus Avatar
sindresorhus:#8565

>>8560
>>Fazit: Einige Sachen sind etwas schlechter, andere halt besser. Hast es ja gut Bernd und Geld ist auch nicht alles im Leben, und in dem Sinne auch schon etwas wertlos. Vielleicht legst du etwas zuviel Wert drauf?
Da magst du nicht Unrecht haben, einiges hat sich vollkommen zum Besseren gewandt.

>Was die Zukunft bringt weiss Bernd auch nicht, denkt aber das wenn die Babyboomer abkacken sich so einige Sachen ändern werden, zum schlechteren oder besseren ist nur die Frage.
Ganz ehrlich? Daran hatte ich noch nicht gedacht.
Aus dem Bauch heraus würde ich aber eher sagen, dass es uns ohne denen besser gehen wird.

PS: Ich war schon in vielen Teilen Deutschlands, Oberbayern ist nicht der Nabel der Welt, schöne Orte gibt es in ganz Deutschland :3

herrhaase Avatar
herrhaase:#8566

>>8563
>das wird schon irgendwie gehen
Tut es ja auch.
Mehr als pleite kann man nicht sein und das letzte Hemd hat sowieso keine Taschen.

Okay, Du hast erkannt, dass Deine 70k (mehr als der Durchschnitt) Dich auch nicht wesentlich weiterbringen als den Durchschnitt, jedenfalls nicht in dazu befähigen sonderlich schnell am ganz großen Rad zu drehen. Und? Ist doch egal. Bevor es in Bayern so zugeht wie in einem mexikanischem Slum muss noch viel passieren, das wirst Du nicht (mehr) erleben. Geniess das überdurchschnittliche Leben, wenn Dich die Inflation gar zu sehr angeht, kauf wie gesagt Land in Franken, das bleibt wertstabil solange Du es günstig erwirbst.
Unter den "ungebildetsten, unfreundlichsten, prolethischsten und verschlossensten Menschen" bist Du ja der Sonnenkönig.

armcivor Avatar
armcivor:#8572

>>8554

Ich kann sowohl das Gefühlte hinsichtlich der Kaufkraft des Geldes als auch der Flughöhe hinsichtl. des Lohnes von Op gut verstehen. Ich liege bei 73,5k Jahresbruttoeinkommen, allerdings in Norddeutschland. Zwar kostet hier nicht alles soviel wie im Süden, aber günstig ist das Wohneigentum hier in der Großstadt (nicht Hamburg/Bremen) auch nicht.

Gut, ich mache das alles noch nicht lange, aber das Geld motiviert nicht. Ich lege viel zurück, habe aber von Monat zu Monat mehr Schwierigkeiten zu erkennen, wozu ich das weiterhin tun soll, weil es einfach ewig dauern wird, bis daraus mal etwas werden könnte. 30k, 50k und selbst 100k sind kein Geld mehr heute. Ja, man kann davon einen Wagen kaufen, Urlaube machen, Möbel kaufen usw., aber sicher keine Wohnung und auch kein Haus. Bei derzeitiger Sparrate (ich vernachlässige mehr oder weniger unwahrscheinliche Gehaltserhöhungen/Inflation) müßte ich 20 Jahre hart sparen bis ich mir eine etwas ordentlichere Eigentumswohnung kaufen könnte - wohlgemerkt bei aktueller Preislage.

Macht keinen Sinn, darf ich nicht 'drüber nachdenken. Kohle ist nichts mehr Wert oder ich bekomme zu wenig.

devankoshal Avatar
devankoshal:#8573

Der Ist-Wert von Vermögensgegenständen ist eine Funktion des Zinssatzes.
Auf teutsch: die Zinsen sind extrem niedrig, also sind die Hauspreise extrem hoch. Steigen die Zinsen, fallen die Preise (Bar-Wert) für alle Vermögenswerte.
Leider schnallen diese simplen Zusammenhänge sehr viele Menschen nicht.
Würde ich Immos kaufen wollen, würde ich eine Weile warten, so zwei bis fünf Jahre und auf steigende Zinsen hoffen.
Also nicht verzagen, Bernd.
Aber klar, das gekühlte 80er/90er Jahre Leben meiner Eltern (große Wohnung, Urlaub, kein Einkauf beim Aldi...) ist heutzutage nur mehr sehr, sehr schwer zu erreichen.

evandrix Avatar
evandrix:#8574

>>8554
Laut deiner Rechnung spart ihr jedes Jahr ungefähr 40.000 NG.

Ich sehe das Problem nicht. Das man Haus und Grundstück als abhängig Beschäftigter nicht aus der Portokasse bezahlt, ist doch ganz normal.

Das ein Haus für Dich 400k bis 600k kosten muss, sehe ich auch als etwas übertrieben.

Brauchst du 300 qm?

thierrymeier_ Avatar
thierrymeier_:#8577

>>8574
>Das ein Haus für Dich 400k bis 600k kosten muss, sehe ich auch als etwas übertrieben.

Man bekommt für 500-600k€ 150-160qm DHH ohne Keller an der Bahn (sofern Kreisstadt) oder eben ohne Bahn am Land.

Das ist nichts mit Bergblick, Seenähe oder 1000qm Grund mit Swimmingpool im Keller sondern noch relativ "Bodenständig" was die Bedürfnisse angeht.

>Laut deiner Rechnung spart ihr jedes Jahr ungefähr 40.000 NG.
Korrekt, momentan.
Es sieht aber komplett anders aus, wenn plötzlich Kind (ein Einkommen weniger) und Kredit laufen, dann ist man dem Zahnfleisch nahe.

>Auf teutsch: die Zinsen sind extrem niedrig, also sind die Hauspreise extrem hoch. Steigen die Zinsen, fallen die Preise (Bar-Wert) für alle Vermögenswerte.
>Leider schnallen diese simplen Zusammenhänge sehr viele Menschen nicht.

Das ist natürlich sehr toll und einleuchtend, heute kann ich mir aber auch den Zins auf 30 Jahre zu unter 2% sichern.
Der Zins wird sicherlich die nächsten 5 Jahre nicht so angehoben, dass die Häuserpreise fallen. Bis dahin werden die Preise dagegen weiterhin steigen und nach Jahren auf den Stand von Heute zu sinken - bei 5% Zinsen für den Kredit.
Alternativ bleiben die Preise auf dem Niveau, denn ich bin sicherlich nicht der Erste bei dem die Schmerzgrenze überschritten wurde.

>Macht keinen Sinn, darf ich nicht 'drüber nachdenken. Kohle ist nichts mehr Wert oder ich bekomme zu wenig.

Danke, jetzt weiß ich wenigstens, dass ich nicht alleine mit dem Gefühl bin.

> wenn Dich die Inflation gar zu sehr angeht, kauf wie gesagt Land in Franken, das bleibt wertstabil solange Du es günstig erwirbst.

Das würde mich aber auch dahingehend finanziell wesentlich unflexibler machen. Ein Grundstück in Franken ist eher ein Klotz am Bein, denn das werde ich im Notfall nämlich nicht los oder unter Wert.

intertarik Avatar
intertarik:#8578

>>8573
>Würde ich Immos kaufen wollen, würde ich eine Weile warten, so zwei bis fünf Jahre und auf steigende Zinsen hoffen.

Ich sage mir das schon seit 5 Jahren.
Schon damals meinten die Leute, dass die Preise zu hoch seien und ein Kauf in 1-3 Jahren Meer Sinn machen könnte.
Ich mag Spekulationen ungern, lieber investiere ich hier in meine Arbeit. Beim Thema Immobilien bleibt hier jedoch kaum eine Alternative übrig.

Insgesamt frage ich mich aber schon, wie es da anderen Bernds geht.
Die Preise sind ja nicht nur in Oberbayern total überzogen, auch in NRW, BaWü, Sachsen und Hessen sind die Preise je nach Gegend enorm gestiegen.
Bei meiner letzten Geschäftsreise habe ich mir aus Interesse Immobilien in Frechen/Köln angesehen, die Preise sind dort auf dem gleichen Niveau wenn nicht sogar höher.

danro Avatar
danro:#8582

>>8577
>>8578

Ich weiss, dass ich mit meinen 73,5k ziemlich anständig gestartet bin und das auch statistisch über den Lohnspiegel in Deutschland gespannt. Trotzdem sehe ich nicht, wann in meinem Berufsleben ich mir eine Immobilie kaufen könnte, und ehrlich gesagt, zeitliche Dimensionen von 20, 30 oder mehr Jahren sind keine Größen, mit denen ich zu rechnen bereit wäre. Geduld ist nötig und die habe ich auch immer wieder bewiesen, aber wenn wir hier von solche Zeitabschnitten reden, dann bedeutet das doch in der Regel, dass man dann ein ganz anderer Mensch sein wird als man es jetzt ist: Ich rede von geistiger und physischer Verfassung, lebenssituation in familiärer Hinsicht usw. Sowas ist als Gesamtkomplex kaum auf solche Zeitdimensionen überschaubar zu antizipieren.

Insgesamt sträubt sich einfach etwas in mir, solche Betrachtungen für die Normalität zu halten und sich dabei nicht über die Investition eines ganzen Arbeitslebens zu wundern nur dafür, irgendwann in sehr, sehr ferner und unsicherer Zukunft einmal ein Haus schuldenfrei zu besitzen. Da passt einfach etwas nicht, wenn das mit derartigen Gehältern nicht zu machen ist. Nein, 20 oder 30 Jahre heißen bei mir nicht "sind doch zu machen, dauert aber".

polarity Avatar
polarity:#8584

>>8582
Beziehst du bei denen Überlegungen auch deine aktuellen Mietkosten mit ein? Wenn du den Kredit für dein Haus mit dem gleichen Betrag abzahlen kannst, der aktuell deiner Miete entspricht, ist das doch was gutes. Dauert zwar trotzdem die 20 Jahre bis du abbezahltes Wohneigentum hast, du kannst in der Zeit aber normal weitersparen.

Und auf deine Beträge von 500-600k komme ich auch nicht, sofern nicht direkt in der Stadt. Beispiel nach 1 min Google: 600m² in Siegsdorf für 118k€ https://www.immowelt.de/expose/2B4KP4D. Schlüsselfertiges Haus mit 125m² Wohnfäche für 145k https://www.fertighaus.de/haeuser/edition-1-v3/
Dazu nochmal 15% extra weil komische Ausgaben bist du bei ca 300k. Immernoch nicht so günstig wie vor 100 Jahren, aber bei eurem Einkommen erschwinglich. Laufzeit von 20 Jahre sind 1500€ monatlich. Nichtmal die Hälfte von dem, was ihr aktuell monatlich spart.

puzik Avatar
puzik:#8585

>>8572
Siehe >>8564. Eigentumswohnung haben, nur um sie zu haben, ist schwachsinnig.

>>8582
>Trotzdem sehe ich nicht, wann in meinem Berufsleben ich mir eine Immobilie kaufen könnte

Dann lass es eben. Die lebst nicht dafür, dass dein Sparkassen-Berater glücklich wird.

kennyadr Avatar
kennyadr:#8588

>>8584

Bin nicht Op, sondern jemand, der finanziell offenbar ähnlich ausgestattet ist wie Op und ebenso offenbar ähnlich fühlt, was die Kaufkraft seines Lohnes anbetrifft.

Daher auch: "500k-600k" das kam nicht von mir. Bei mir hier oben im Norden würde man mit 300-350k schon etwas Sinnvolles erreichen können, aber das gilt natürlich für das Jetzt und nicht die Zeit in 20 oder mehr Jahren.

>>8585

>Eigentumswohnung haben, nur um sie zu haben, ist schwachsinnig.

Das nun wieder ist das Dümmste, was bisher im Faden geplappert wurde. Nein, sicher nicht als Selbstzweck, sondern um - natürlich nur, wenn sie abbezahlt ist - den Mietanteil dann zur freien Verfügung zu haben, ganz so wie es bei den Jungs und Mädels der Fall ist, die einfach geerbt haben.

>Dann lass es eben. Die lebst nicht dafür, dass dein Sparkassen-Berater glücklich wird.

Du machst gerade Abitur, oder? Sven bist du es? Malte?!

starburst1977 Avatar
starburst1977:#8589

>>8554
>200.000€ mit Glück ein Grundstück von 500qm
>Eine Butze drauf kostet auch nochmal 400-600k€,

Also sind wir schon bei 800k€! Fast eine verdammte Millionen!

Ganz ehrlich - da liegt das Problem. Ihr verdient zusammen knapp 110k€ Brutto im Jahr und wollt leben wie die Millionäre, die ihr nicht seid.
Wahrscheinlich gehört zu deiner Planung auch noch der 5er BMW für dich und der Mini für die Frau.

Komm mal auf den Teppich und schraub deine Erwartungen runter. Hol dir eine Doppelhaushälfte mit Garten für 500k €, einen Passat für dich und einen Polo für die Frau und genieß dein Leben.
Manche Leute scheinen echt abstruse Vorstellungen zu haben.

samscouto Avatar
samscouto:#8593

>>8588
Kaum jemand kann ein Haus direkt kaufen. Was genau ist das Problem daran, dass du dir das Haus finanzierst? Du kannst natürlich nicht mehr so einfach umziehen. Wenn du für dein ganzes Geld auf einmal ein Haus kaufst hast du das Problem aber auch. Und im Norden und mit etwas handwerklichem Geschick kannst du noch deutlich günstiger an ein Haus kommen. Ist dann natürlich mit Arbeit verbunden. War vor einigen Jahren aber nicht sonderlich anders. Entweder man hatte ordentlich Geld und hat andere für einen Arbeiten lassen, oder man hat es selbst + Familie getan.
In MeckPom. Grenze zu Polen um günstig einkaufen zu können. knapp 2000m², 25000€ https://www.immobilienscout24.de/expose/90349937
Wenn du Osten nicht willst nehmen wir die andere Seite. 1000m², 50000€.
https://www.immobilienscout24.de/expose/86343472
Da handwerklich begabt reicht ein Ausbauhaus. 110m² findest auch toll. 45000€ https://www.fertighaus.de/haeuser/family-110-sd/
Du hättest gerne einen Vollkeller (Preis nur geschätzt, kommt aufs Grundstück an.) kostet dich nochmal 25000€. Für den Innenausbau reichen die ca 400€ pro qm, da viel in Eigenregie und muss nicht das beste vom besten sein. Am Ende schlägst nochmal 20% drauf, um sicher zu sein, falls etwas beim Selbstausbau schief geht und Anschlusskosten.

Dann kostet dich das 130m²+ Keller im Westen mit 1000m² Grundstück knapp 200k. Im Osten mit doppelt so großem Grundstück 175k.

Machst du komplett auf Pump und ziehst dafür aus deiner bisherigen Wohnung aus. Was zahlst du an Miete? 800€? musst du keine 300€ mehr zahlen und hast in 20 Jahren ein Haus mit einem großem Grundstück für dich alleine. Da du momentan 3k monatlich zur Seite packst dürften dich die Kosten nicht stören.

Ansonsten was >>8589 sagt. Wenn du Leben willst wie ein Millionär musst du einer sein.

gmourier Avatar
gmourier:#8604

Dazu wollte dieser Bernd auch schon einen Faden eröffnen, da das Thema gerade auf der Weide/Freundeskreis etc. aufgekommen ist.

Du bekommst heute def. weniger für dein Geld. Das geht vom Alltag bis zum Urlaub etc. Gerade so Sachen wie "Urlaub" sind nahezu unbezahlbar geworden. Durch Terror, gibt es immer weniger Ziele die Attraktiv sind, es steigt natürlich der Preis. Fahr doch mal mit zwei Kindern und Frau in den Urlaub. Eine Woche + Hotel, Flug etc. ... das kannste kaum noch bezahlen, sollte es nicht in Richtung Türkei gehen.

Bernd hat ca. 40k Brutto im Jahr und kommt in seinem Mietklo damit gut über die Runden. Ca. 10K kann er dabei sparen, Sprünge oder "ne dicke Karre" sind dabei nicht drin.

Umziehen würde Bernd gerne, da er mit GF zusammen ziehen will. Wir beiden haben allerdings noch alte Mietverträge und ein zusammenziehe ist deutlich teurer. Würde Bernd sein Mietklo verlassen wollen, er würde für die gleiche Größe ca. 200 kalt mehr zahlen.

>trozdem sehe ich der Zukunft besorgt entgegen.

Geht Bernd ganz genau so. Bernd einige Jahre malochen um an so ein Gehalt zu kommen. Neue Leute werden überhaupt nicht mehr eingestellt und wenn, dann nur noch über Zeitarbeit und alle ohne Weihnachtsgeld etc.

Bernd hat schon einiges auf der hohen Kante, allerdings spart er weiterhin eisern, da er sein Geld nicht für Konsum ausgeben will und zum anderen weiss, dass die schlechten Zeiten noch doppelt so hart kommen werden. Die soziale Sicherung weiterhin abgebaut wird usw.

garand Avatar
garand:#8616

>>8604
>Bernd hat schon einiges auf der hohen Kante, allerdings spart er weiterhin eisern, da er sein Geld nicht für Konsum ausgeben will und zum anderen weiss, dass die schlechten Zeiten noch doppelt so hart kommen werden. Die soziale Sicherung weiterhin abgebaut wird usw.

Sehr brav von Dir.

t. Bundesregierung


Merkst du nicht selber, dass diese Einstellung nicht sonderlich schlau ist?

Es wird immer von denen genommen, die etwas haben. Solltest du mal im Alg2 landen, darfst du erstmal DEIN GELD für dich aufwenden, bevor du nur einen einzigen Cent siehst.
Aber spare mal schön und gib bloß nichts aus. Man weiß ja nie was kommt.
Haben dir das deine Urgroßeltern so beigebracht? Zur damaligen Zeit wäre das nämlich wirklich legitim gewesen?

leandrovaranda Avatar
leandrovaranda:#8617

>>8616
>Solltest du mal im Alg2 landen, darfst du erstmal DEIN GELD für dich aufwenden, bevor du nur einen einzigen Cent siehst.

Impliziert, Bernd wäre so dumm und würde sein Geld im Falle des Falles aufm Konto liegen haben ;-) ... im Bedarfsfall wird Bernd sein Geld schon gut genug verschwinden lassen und unter dem Radar von diesem Geld leben.

Siehe:

http://www.rp-online.de/panorama/hartz-iv-empfaenger-darf-schonvermoegen-im-bordell-verprassen-aid-1.4416447

Und ja, meine Eltern haben es mir so beigebracht.

stephcoue Avatar
stephcoue:#8618

>>8588
>Nein, sicher nicht als Selbstzweck, sondern um - natürlich nur, wenn sie abbezahlt ist - den Mietanteil dann zur freien Verfügung zu haben, ganz so wie es bei den Jungs und Mädels der Fall ist, die einfach geerbt haben.

Toll. Also doch Mittel zum (Selbst-)zweck. Ich spare, damit ich später noch mehr sparen kann. Und wenn ich dann alt bin, kaufe ich mir "was richtig tolles". Richtig toll ist dann der Eigenanteil für die Pflege in einem Altenheim, wo größtenteils Osteuropäer schufften. Klasse Plan, Bernd. Sehr deutsch. Schön jahrzehntelang in die Rentenversicherung einbezahlen, privat vorsorgen, sparen und machen wie dir gesagt wird und nichts davon haben.

Noch dümmer stehst du nur da, wenn jetzt etwas mit "Weltreise" kommt.

>>8617
>Impliziert, Bernd wäre so dumm und würde sein Geld im Falle des Falles aufm Konto liegen haben ;-) ... im Bedarfsfall wird Bernd sein Geld schon gut genug verschwinden lassen und unter dem Radar von diesem Geld leben.

So unglaublich klug, Bernd. Nur leider bist du Bernd und nicht Murat. Bei Murat ginge das. Bei dir fragt dann der Staatsanwalt nach, wo denn das schöne Geld plötzlich hin ist. Aber du kannst sicherlich problemlos alles in kleinen Scheinen abheben und keiner wird es merken. Gar kein Problem, Bernd. Und stütz dich dann bitte schön auf einen Zeitungsartikel, der im Übrigen nichts damit zu tun hat. Du führst nicht die Bedürftigkeit herbei, die versteckst Geld um eine Bedürftigkeit, die nicht gegeben ist, vorzutäuschen.

moynihan Avatar
moynihan:#8619

>>8618
>Du führst nicht die Bedürftigkeit herbei, die versteckst Geld um eine Bedürftigkeit, die nicht gegeben ist, vorzutäuschen.

Bernd möchte den Faden nicht zum entgleisen bringen, da das Thema echt knorke ist. Lass dir aber gesagt sein, Bernd weiss wie es geht. Der Zeitungsartikel diente nur dazu, dich etwas anzufüttern.

Bernd Avatar
Bernd:#8620

>>8618
>Richtig toll ist dann der Eigenanteil für die Pflege in einem Altenheim, wo größtenteils Osteuropäer schufften.

Was hast Du gegen Osteuropäer?
Neben der gesetzlichen RV und der gesetzlichen Armuts kann man natürlich trotzdem eisern sparen, nur sollte man es flexibel halten.
* RV ist unflexibel, unvererbar, greift erst ab 67
* H4 ist unflexibel, unvererbbar, greift erst wenn alles andere weg ist

Aber so 20k auf dem Konto - da kann man schon einen 400€-Jobber ne Weile bezahlen damit der einem den Arsch abwischt. Natürlich nur wenn man Hebel hat ihn davon abzuhalten einen zu erpressen.

carlosgavina Avatar
carlosgavina:#8621

>>8620
>Was hast Du gegen Osteuropäer?

Nichts. Es zeigt aber, wo das Geld hinfließt. Nämlich nicht in die tolle 1a Pflege, die dieses tolle System auf *hust* Gegenseitigkeit verspricht.

>Aber so 20k auf dem Konto - da kann man schon einen 400€-Jobber ne Weile bezahlen damit der einem den Arsch abwischt. Natürlich nur wenn man Hebel hat ihn davon abzuhalten einen zu erpressen.

Nimm es mir nicht übel, aber du hast keine Ahnung. Hast du jemanden, der demenzkrank ist und vielleicht noch ein körperliches Gebrechen (kommt im Alter vor; hat man Diabetes hast du das quasi garantiert und noch Mehraufwand), sind 400 Euro pro Tag schon mal realistisch. Und nein, du hast zwar dein ganzes Leben eingezahlt, aber das reicht trotzdem nicht. Oh, dein Geld reicht auch nicht? Hmm, tja, das wird erst mal verpulvert. Du musst das Haus verkaufen, das du deinen Kindern vererben wolltest? Tja, schlecht. Du bist aber doch Mittelschicht und kein traumatisierter Passbewerber und Eigentum verpflichtet ja. Da musst du also durch. Reicht immer noch nicht? Kein Ding - deine Kinder zahlen dann einen Teil der Rechnung. Hab ein langes Leben.

jajodia_saket Avatar
jajodia_saket:#8624

>>8621
>Nimm es mir nicht übel, aber du hast keine Ahnung.
Okay, nochmal:

Die 400€/Tag werden von denselben Leuten ausgerufen die Dich auch sonst maximalst beschubsen und Dich mit SV-Beiträgen und riesiger Steuerquote Dir gleichzeitig die Kontrolle über Dein Geld entreissen.
Du hast zwar massiv in KV, RV und via Steuern in die Sozialkasse eingezahlt, bekommst aber nur Peanuts raus, wie Du sehr schön elaboriert hast.

Und gleichzeitig kannst Du nichts dagegen tun, dass die Herren 400€/Tag VON DEINEM GELD verblasen ohne dass Du da Mitsprache hast außer vielleicht zwischen Pest und Cholera wählen zu dürfen.

Deswegen gilt: Herr des eigenen Geldes bleiben und keinesfalls noch mehr ins System stecken welches Dich auch bei allen anderen Versicherungen massivst gängeln und beschubsen wird.

Solange Du Herr Deines eigenen Geldes bist, kannst Du entscheiden, ob Du 400€/Tag zahlst oder einen 400€-Jobber bezahlst.
Wer soll Bernd denn abhalten, einer Pflegekraft 10€/Stunde zu zahlen die sich dann 40h/Monat um Bernd kümmert?

antonyryndya Avatar
antonyryndya:#8625

>>8604
Das Problem mit dem Urlaub seh ich ehrlich gesagt nicht so. Früher konnte auch nicht jeder sonstwo in den Urlaub fliegen/fahren. Und die die es konnten sind auch in die Touristengegenden geflogen. Ich würde eher sagen, dass man heutzutage deutlich leichter Urlaub machen kann. Ist dann zwar kein 5 Sterne alles inklusive, aber einen schönen Natururlaub auf Mallorca kriegst du doch wunderbar leicht bezahlt. Der Flug dahin ist auch günstig wie nie.
Gerade mal schnell geschaut. Billige Pension in Mallorca mit Frühstück, 4 köpfige Familie 2 Erwachsene, 2 Kinder. 620€ Hun und Rückflug 1500€. Nächsten Sonntag gehts los.
Willst nich nach Malle? Lieber Gardasee, kann man schön mit der Familie zelten. 15€ die Nacht. 2000km Fahrtweg weil nicht im Süden Deutschland wohnend. Kostet 400€ für die Fahrt und den Zeltplatz. Essen und Trinken bei beiden Beispielen nicht mit drin, muss man in der Heimat auch kaufen.

Und vor 30 Jahren ist auch nicht jeder ständig sonstwo hingeflogen.

garand Avatar
garand:#8626

>>8625
Dies.

Jeder dahergelaufene Knecht will auf großem Fuss leben und außerdem pro Jahr 2 Wochen Mauritius 4**** machen mit GF und (ihrem) Schäferhund.
Werbegeschädigte Kinder der 80er und 90er.

carlosgavina Avatar
carlosgavina:#8631

>>8626
>Jeder dahergelaufene Knecht will auf großem Fuss leben und außerdem pro Jahr 2 Wochen Mauritius 4**** machen mit GF und (ihrem) Schäferhund. Werbegeschädigte Kinder der 80er und 90er.
Karibik und Malediven sind größtes Meme.

mandalareopens Avatar
mandalareopens:#8674

Fugg, wenn Bernd diese Zahlen liest wird ihm schlecht. 70000 Brutto? Dieser Bernd arbeitet 40std und hat ca. 28000 Brutto, wovon nochmal knapp die Hälfte an die Steuern abfallen. Würde Bernd nicht im elterlichen Haus wohnen und ein 15 Jahre altes Auto fahren, könnte er wahrscheinlich nichtmal 300€ im Monat zur Seite legen. An eine Baufinanzierung ist garnicht zu denken, 30 Jahre verpflichten jeden Monat einen Haufen Geld abzudrücken. Siehe
>dann bedeutet das doch in der Regel, dass man dann ein ganz anderer Mensch sein wird als man es jetzt ist

Bernd darf garnicht daran denken, was passiert, wenn seine (nicht wohlhabenden, mittelständische) Eltern mal in die Pflege müssen.


Der Traum von Bernd wäre es, ein kleines Häuschen zu haben, egal wo. Vielleicht mit einem kleinen Garten. Das wär toll ;_;

sunshinedgirl Avatar
sunshinedgirl:#8675

>>8674
Deine Abgabequote von brutto zu netto dürfte bei knapp über 30% liegen, nur sagend.

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