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Veröffentlicht am 2016-11-17 18:22:2 in /ng/

/ng/ 8879: Bernds Papa ist leider verstorben vor ungefähr dre...

ritapetrilli87 Avatar
ritapetrilli87:#8879

Bernds Papa ist leider verstorben vor ungefähr drei Monaten, es hat sich rausgestellt das er meiner Mutter das gemeinsame Haus welches dank guter Lage mittlerweile knapp 500.000 NG Wert ist vermacht hat, und mir und meinem Bruder ungefähr 1,200.000 NG. Ich mache nicht mal Witze, selbst unsere Mutter wusste nichts von dem Geld, in einigen Tagen hab ich und mein Bruder einen Termin mit der Bank (Was können die von uns wollen?).

Im Testament von meinem Vater steht wohl das er mal einen glücklichen Gewinn im Lotto hatte.

Hört sich jetzt sehr nach einem Troll versuch an, ich versichere aber das es keiner ist.

Nun hat Bernd selbst wohl zwei Optionen, ich könnte meinen Traum wahr machen mich mit meinem Handwerksberuf Selbstständig zu machen (Meisterbrief schon vorhanden). Momentan bin ich als Werkstattleiter angestellt, hab ungefähr 2000~€ Netto im Monat.

Welche Option ist besser? Soll Bernd sich mit 32 in die Selbstständigkeit stürzen oder das Geld lieber geschickt anlegen und mich vom Finanzjuden berauben lassen oder es wagen ein Unternehmen zu gründen?


Ich traue mir das Unternehmen zu, ich bin gut in meinem Beruf, hab jetzt als Angesteller auch oft mindestens einen zehn Stunden Tag, aber auch irgendwie ängstlich weil ich so alt bin. Ansonsten denke ich halt das mir mein eigenes Unternehmen mehr Einkommen bringen würde als das Geld in diverse Fonds o.ä zu investieren.


Mein Vater war auch schon Handwerker, nur Bernds Bruder hat studiert. Dieser rät Ihm natürlich von der Selbstständigkeit ab, weil er in einem schönen durch Gewerkschaften gefickten Unternehmen mit 35 Stunden Woche und dem 17 Monatsgehalt schafen kann.

Was empfiehlt ihr mir? Ich kann davon ausgehen das ich später auch 600k besitze.

syntetyc Avatar
syntetyc:#8881

>>8879
Leg das Geld breit gestreut in Aktien von Großunternehmen an und gehe weiter arbeiten. Allein die Dividenden dürften bei mindestens (!) ca 18000 pro Jahr liegen. Mit den Dividendengewinnen kannst du erstmal tun und lassen was du willst: Auto, Urlaub, Fucken, reinvestieren um in 20 Jahren doppelt so reich zu sein...
Lass dir nichts von den Bankjuden erzählen. Kauf dir erstmal ein paar basierte Bücher zum Thema und lese dir das nötige Wissen selber an.

Sei gewarnt: unverdienter Reichtum verfliegt mitunter sehr schnell. Dein Vater war ein sehr weiser Mann, weil er das Geld offenbar nicht angefasst hat oder gut damit haushaltete. Sei auch du, wenn schon nicht weise, dann wenigstens vorsichtig. Am Besten erstmal so weitermachen wie bisher... Wenn du dich mit 32 in die Selbstständigkeit stürzen kannst, kannst du das auch mit 35 noch.

ma_tiax Avatar
ma_tiax:#8882

>>8879

Leg es in einen nicht synthetischen Indexfund an und lebe von der 4% Regel

ajaxy_ru Avatar
ajaxy_ru:#8883

>Was können die von uns wollen?
>und mich vom Finanzjuden berauben lassen

Tja..

>>8881
>>8882
Und was ist wenn es 2017 oder 2018 richtig kracht? Dann ist Bernd einen guten Teils des Gelds wieder los. Würde eher etwas abwarten mit so Großinvestitionen. Wie viel von den 600k braucht OP überhaupt für Selbständigkeit?

terpimost Avatar
terpimost:#8884

>>8883
Wenn es richtig kracht sind seine 600k eh weg.

Wenn du Krisenabsicherung willst: Haus auf dem Land mit grossem Garten und paar Anleitungen zum Anbau.

Ich leg lieber an und geniess mein Leben

Chakintosh Avatar
Chakintosh:#8885

>>8884
>Wenn du Krisenabsicherung willst: Haus auf dem Land mit grossem Garten und paar Anleitungen zum Anbau.

Dachte eher Kurse-fallen-50%-Krise, nicht Apokalypse-Krise, wäre halt besser wenn OP danach kaufen würde statt kurz davor. Und zum Leben geniessen hat er ja auch genug.

davidcazalis Avatar
davidcazalis:#8886

>>8883
Um es ordentlich zu machen würde ich 200.000 im ersten Monat schätzen.

iamkeithmason Avatar
iamkeithmason:#8887

Leg das Geld erst mal an. Mit der Dividende daraus könntest du z.B. auf Teilzeit runterfahren und dir damit mehr Zeit verschaffen, um den Sprung in die Selbstständigkeit vorzubereiten.

Oder einfach wie gehabt weiterschafen und die NG sich vermehren lassen. Meer NG ist immer meer.

breehype Avatar
breehype:#8888

Du wirst erstmal Erbschaftssteuer zahlen, verabschiede dich vom Gedanken an 600k :3

Aber das Haus wird irgendwann eh nachkommen. Einige Dich mit Deinem Bruder was dann passiert. Evtl. hast Du dann mehr/weniger Geld zum Rechnen.

ansonsten wär Bernds Liste:
ETW zum Vermieten
Immobilie zum Wohnen
Auto um zu der Immobilie zu kommen
Anlage in Börse, Staatsanleihen um ein wenig Rendite zu erwirtschaften
fitmachen der Immobilie (Solar, Erdwärme etc) um laufende Kosten zu senken

Gerade mit den ersten beiden Punkten kannst Du beliebig Geld versenken bzw. gegen Inflation absichern.

Unternehmensgründung:
Ne GmbH braucht 25k und ohne Kredit anzufangen ist schon richtig gut, sooo teuer sollte das nicht werden für Bernd. Du kannst da zweigleisig fahren.

marciotoledo Avatar
marciotoledo:#8889

>>8883

Bernd, Geld legt man natürlich erst an, wenn es grade kracht.

kylefrost Avatar
kylefrost:#8890

>>8888
Deshalb dachte ich ja an die Selbstständigkeit, ich hab so eh schon knapp 30k auf der hohen Kante die ich mir ziemlich Mühsam über die letzten paar Jahre angespart habe, davon könnte ich wenn ich sparsam bin wohl knapp zwei Jahre locker überleben.

Von den 600k würde ich die GmbH gründen und Werkzeuge sowie einige Maschinen die ich definitiv benötigen würde kaufen, ich bräuchte wahrscheinlich keinen Kredit (was wohl schon einigen Selbstständigen den Hals abgeschnürt hat) und könnte quasi einfach mal machen. Im schlimmsten Fall würde ich die Kohle versenken, im besten Fall habe ich in 10 Jahren ein kleines Unternehmen was etwas für Bernd abwirft ohne das er noch selbst jeden Tag 10 - 14 Stunden ran muss.

fritzronel Avatar
fritzronel:#8891

>>8890
Mit 600k kannst Du Dich zur Ruhe setzen. Punkt. Bernd hier könnte das schon mit der Hälfte.

Ob das glücklich macht - musst du wissen.

Die gesamten 600k in ein Unternehmen zu stecken - wär Bernd zu heiss. Man legt nicht alle Eier in einen Korb, weder an der Börse noch in sein Traumschloss und eben auch nicht in ein Unternehmen dessen Maschinen teuer sind.

Würde maximalst 50%, eher nur 20-30% in eine Unternehmensgründung riskieren.Auch: Wenn der Börsen/Währungs/Immobilien/Wirtschaftscrash kommt, brechen normalerweise auch die Aufträge weg.

sava2500 Avatar
sava2500:#8892

>>8891
Mit 30 mit 600k zur Ruhe setzen? Rechne mir das bitte mal vor...

keremk Avatar
keremk:#8893

>>8891
> Wenn der Börsen/Währungs/Immobilien/Wirtschaftscrash kommt, brechen normalerweise auch die Aufträge weg.

Ganz genau. Wollte es gestern schon schreiben, aber Bernd ist ja auch nicht blöde... Wenn es den großen Unternehmen beschissen geht, warum sollte es ausgerechnet OPs junger Firma gut gehen? Man zwar nicht ausschließen, dass es so kommt -- Forest Gump Stil (einziger Schrimpkutter und glücklich in Äpfel investiert).
Eigene Firma mit ein paar Qualitätsmaschinen ist natürlich nicht schlecht. Würde aber erstmal die Füße stillhalten. OP ist kein Samurai in der Schlacht. OP muss sich nicht ohne Furcht in die Gegnerischen Reihen werfen. OP hat alle Zeit der Welt. Niemand zwingt ihn sofort zu handeln. Und selbst wenn das Geld in drei Jahren nur noch die Hälfte Wert ist... Drauf geschissen! Wenn er das nicht kann, wird er eh kaputtgehen wie viele vor ihm.
OP: lass dir Zeit und begreife den Luxus den du hast, dir Zeit lassen zu können.
Auch: auf /t/ gab es mal einen Elektrobernd der sich selbstständig gemacht hat und jetzt im Geld schwimmt. Der brauchte für sein Geschäftsmodell (Freilanz-ETler) kein Eigenkapital, hat er sich geliehen und recht schnell zurückbezahlt. Wenn das bei dir nicht geht, was vermutlich der Grund ist, weshalb du dich bisher noch nicht selbstständig gemacht hast, dann würde wahrscheinlich Folgendes passieren:
> Kaufe Maschinen für 400k
> Benutze Maschinen und erhalte Geld dafür
> Du lebst von dem Geld ganz gut (besser als jetzt)
> Irgendwann müssen die Maschinen ersetzt werden
> Dafür ist dann kein Geld da, also Kredit
> Irgendwann müssen die Maschinen wieder ersetzt werden
> Kein Geld und Kredit, also Konkurs
Du würdest das Geld also einfach nur indirekt über die Maschinen aufzehren. Und hast außerdem noch gute Chancen vorher schon in den Ruin geklagt zu werden (wenn ich dran denke, was meine Weide schon alles an Wiedergutmachungen wegen diverser Malheur zahlen musste...).

Halt die Füße still und belies dich.

t. Zauberer

enriquemmorgan Avatar
enriquemmorgan:#8894

>>8892
50 Jahre à 1000NG/Monat, ohne jegliche Zinsen/Rendite

Wo soll da das Problem sein?

salleedesign Avatar
salleedesign:#8895

>>8894
Und was sind 1000 € im Monat in 30 Jahren wert? Richtig, reicht nicht mal für die Miete...

kosmar Avatar
kosmar:#8896

>>8895
Ja und? Deswegen Anlage.
Selbst wenn er 500k zu 1,5% auf 10 Jahre als Festgeld anlegt (so ziemlich das Langweiligste, renditeschwächste was man machen kann), hat er 8 Riesen im Jahr Zinsen.
Kapitalertragssteuer kann er sich wiederholen, da sein Einkommen <= 9k ist. Von den restlichen 100k kann er gemütlich 10 Jahre über die Runden kommen. 18k/Jahr sind 1500 pro Monat. Das ist mehr als die Mindestlohnschafe brutto kriegen, wird ja wohl reichen um ein entspanntes Leben zu führen.

Und wenn er ne ETW kauft, ist er das Mietproblem los, auch in 30 Jahren und braucht auch keine Miete mehr zu zahlen.

600k reichen sowas von locker zum Ruhestand. Was willst du? Wieso sollte das nicht reichen?

nehemiasec Avatar
nehemiasec:#8897

>>8896
Wat kostet die Krankenversicherung wenn man nichts macht und kein Einkommen aus Lohnschaferei hat?

aaronstump Avatar
aaronstump:#8898

>>8897
Kommt auf die Versicherung an. PV kostet was auch immer sie kostet (Arschbärenmodel geht bei 150€ los, da musst du dich aber selbst operieren).
Freiw. GKV kostet min. 137,57 + PV, bei höherem Einkommen wird das ganze nach der normalen Krankenkassentabelle bis zur Beitragsbemessungsgrenze berechnet.
Für die meisten Menschen also irgendwas zwischen 300 und 400 NG

jodytaggart Avatar
jodytaggart:#8899

>>8896
Das ist Leben an der Armutsgrenze, damit kannst du im Wohnklo lauern und wichsen, zu mehr reicht es nicht. Miete, Essen, Krankenversicherung. Mir würde gerade mal eine Million mit 30 reichen um damit bis ich 80 bin meinen jetzigen Lebensstandard zu erhalten. Da bräuchte ich aber ca. 3% Zinsertrag und es würde in Kapitalaufbrauch resultieren.

600.000 NG verdient ein Schaf Netto in 20 Jahren, und du meinst ernsthaft damit kann man sich zur Ruhe setzen? Das reicht um nicht zu verhungern, alles was Spaß machen könnte ist damit ausgeschlossen...

mj_berthelsen Avatar
mj_berthelsen:#8902

>>8899
Nicht das Mindestlohnschaf. 2500 netto monatlich nach Hause bringen ist nicht trivial.

Aber Vergleiche spielen eigentlich keine Rolle.
Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Manche können ohne ihre 100m² nicht leben, manche brauchen etwas besseres als Golfklasse. Auch Deine Million wird Leuten mit teurerem Lebensstil nur ein Lächeln ins Gesicht zaubern: "also ich bräuchte ja 2 Millionen um meinen Lebensstil zu sichern".
Bernd geht da eher buddhistisch ran, er braucht sehr wenig, man kann nur auf einem Stuhl sitzen. Siehe Konsumentenfaden. Und die Möglichkeit etwas zu tun, reicht ihm schon aus. Er muss nicht den Schokoladenladen leerkaufen, auch wenn er es könnte.

Vielleicht kann man das erst verstehen, nachdem man es erreicht hat.

Die harten Nachteile des Zuruhesetzens sieht Bernd eher in der Verberndung.
Der Lebensstil nicht sozialkompatibel. Es geht den Leuten auf den Wecker, wenn Bernd nichts zu tun hat, aber sie sich aber jeden Morgen aus dem Bett quälen und schafen.
Das würde Bernd nicht anders gehen, wenn er bspw. einen faulen Sohn hätte. Nota bene: Bernd wählte hier instinktiv das Wort faul, nicht buddhistisch.

Insbesondere ist der Lebensstil nicht mullenkompatibel. Selbst wenn er eine Mulle fände, die ihren eigenen Lebensunterhalt verdiente - dann hat die als Ziel nicht die Symbiose mit Bernd, sondern die Architektenvilla mit einem Doktor.

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#8907

>>8879
Selbstständig sein ist mühsam, weil man kaum mal 1-2 Wochen krank sein kann, Urlaub ist auch schwierig, finde das Schafleben erheblich besser.

Als Selbstständiger hat man natürlich wesentlich bessere Verdienstmöglichkeiten, als Handwerker kann man schon seine 5-8k im Monat machen wenn man nicht für alles eine Rechnung schreibt, wenn man selber auch arbeitet tut man sich da sehr leicht weil einem niemand vorschreiben kann wie viel man zu arbeiten hat.

In großem Stil und mit Einsatz von viel Kapital würde ich auf keinen Fall eine Firma gründen, am Anfang werden auch die Kunden fehlen um eine brauchbare Auslastung bei guten Preisen zu erreichen, dann fängt man an billiger anzubieten und geht recht schnell in Konkurs. Bei einer Firma mit 20 Angestellten hast du schnell mal 150-200k Fixkosten im Monat, da kannst du dir ausrechnen wenn schnell du in Konkurs bist wenn es schlecht läuft.

Wenn du selbstständig sein willst -> maximal 50-100k in die Firma investieren und klein anfangen, so dass du immer nur zu guten Preise arbeitest und etwas verdienst, wenn du dann wirklich mal eine Summe von verlässlichen Kunden hast kannst du langsam zu wachsen beginnen.

Mit dem Rest würde ich kleine günstige Wohnungen kaufen die sich gut an Studenten vermieten lassen und diese von Hausverwaltungen verwalten lassen. Die Mieteinnahmen werden nicht absurd hoch sein, die Einnahmequelle ist aber relativ sicher und der Wert ist auch sicherer als in Form von Schekel auf der Bank.

mikaeljorhult Avatar
mikaeljorhult:#8908

Brentolomäus geht natürlich ganz klassisch mal wieder von sich im jetzt aus. Irgendwann steckt OP seinen Lümmel aber mal in Aische und sabbert ihr die Gebärmutter voll. Und auf einmal stellt er fest, was jeder Mann vor ihm gemerkt hat: man selbst kommt problemlos mit 1000 NG aus, mit Frau und Kind sind aber 2000 NG nicht genug.

Und Kinder sind teuer, Bedürfnisse ändern sich und am Ende fuckt Aische mit Murat und alles ändert sich noch mal komplett - dummerweise ist der Markt dann aber gerade am Arsch und OP braucht das Geld. Dann merkt er, dass die Leute die wirklich Geld haben, nie in dieser Situation sind und sich nie über sowas Gedanken machen (müssen).

Also vielleicht ganz clever a) die Chance zu nutzen und einen Traum umzusetzen, denn wer weiß, was kommt, b) zu diversifizieren (eine andere Währung als unsere Witz-Zwangsgleichmachermark wäre vielleicht auch eine nette Idee und eine Butze in einem anderen Land sowohl für Urlaub/Investment, als auch "Plan B" ganz nett. Ach ja, wenn du nicht Sohn von Hurre bist, c) deine Mutter wird vielleicht an dem Haus mal Kosten haben, die sie nicht stemmen kann. Es wäre doch knorke, wenn du dann Geld hättest um ihr zu helfen. Irgendwann wirst du das Haus ja wohl auch mal zur Hälfte bekommen und dann musst du es sowieso.

lisakey1986 Avatar
lisakey1986:#8909

>>8907
> Bei einer Firma mit 20 Angestellten hast du schnell mal 150-200k Fixkosten im Monat, da kannst du dir ausrechnen wenn schnell du in Konkurs bist wenn es schlecht läuft.

Der Rest, den du schreibst, Brendino, ist sehr vernünftig, aber was den obigen Satz angeht - bist du seriös? Das ist bedeutend mehr, denn ist Kommunismus hier. Du hast aber 7 Angestellten immer mehr Leute, die nichts anderes machen, als sich selbst zu verwalten. Und der Datenschutzbeauftragte, den du dann hast, trägt nicht wirklich zum Profit bei. Frau Meier aus der Buchhaltung mit Rücken und die Frau Müller, die Frau Meier nicht abkann und foll hart unter Brennaus leidet, wenn sie nicht dreiviertel des Tages über ihre Gefühle labern kann, übrigens auch nicht. Die ganzen Pflichtangaben, die du dann ans Finanzamt und an alle möglichen anderen Stellen und Kammern melden darfst, machen übrigens eine elektronische Buchführung auf einem gewissen Niveau erforderlich.

Bei 20 Angestellten bist du also zu klein um wirklich etwas reißen zu können, hast aber die deutsche "Sozialstaatsmentalität" (= DDR 2.0) komplett an der Backe. Da bist dann du derjenige, der um 23 Uhr noch im Büro hockt und sich Sorgen macht, während die Ute zu Hause krank ist, die Hälfte der Belegschaft schwanger ist und die andere Ansprüche stellt.

joki4 Avatar
joki4:#8910

>>8909
Bernd arbeitet in einm 20 Mann Familienbetrieb. Die Buchaltung machen 2 halbtagskräfte und die Ehemulle. Da ist dann aber wirklich alles an Buchhaltung dabei und nicht nur Personalkrebs. Übertereib nicht so abartig.

posterjob Avatar
posterjob:#8911

>>8909
Dem kann man vorbeugen, indem man keine Mullen einstellt. Und wenn man seine Angestellten nicht beschissen behandelt, reissen die sich auch den Arsch auf für die Firma.

snowwrite Avatar
snowwrite:#8912

Ich würde Aktien über 2-3 Jahre verteilt kaufen (senkt erwartete Rendite, aber Angst vor -50% ist natürlich extrem). Alternative: Schöne Wohnung, dann biste halt räumlich eher gebunden. Und schön als Angestellter weiterarbeiten.

Chef sein ist eine Menge Arbeit, die Kohle ist viel riskanter angelegt als in Aktien/Wohnung. Außerdem machst du dich von einem sehr kleinem Kreis anderer Menschen abhängig und musst dir ständig Gedanken über dein Unternehmen machen - als Angesteller kann dir sogar ein Rauswurf relativ egal sein.

a_khadeko Avatar
a_khadeko:#8913

>>8909
> Pro Angestelltem im Schnitt deutlich mehr als 10k pro Monat

HAha, oh wow -- was bist'n du fürn Spast? OP will einen Handwerksbetrieb aufmachen und kein verdammtes CERN 2.0 du Depp. Wenn er das etwas größer aufziehen will, braucht er keine 20 Ingenieure. Da braucht er vielleicht neben sich noch einen Meister, drei, vier Gesellen, ein paar Lehrlinge und vielleicht noch Fachkräfte die das Klo putzten und den Müll raustragen. Der einzige der da überhaupt in die Nähe deiner veranschlagten 10k käme, wäre der Meister. Die Gesellen sind mit 3...5k Brutto (inklusive aller Nebenkosten außer Material und Werkzeug) bestens bedient und für die Lehrlinge und Fachkräfte bekommt man Geld vom Staat, wenn man so gnädig ist die bei sich arbeiten zu lassen. Mit dem Kommunismus hast du zwar völlig Recht, du hast nur offenbar keine Ahnung, was das eigentlich ist; "Kommunismus"

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vigobronx:#8914

>>8909
>Und der Datenschutzbeauftragte, den du dann hast, trägt nicht wirklich zum Profit bei
Macht das nicht einer der Angestellten nebenbei? Oder mann kann ja auch immer outsourcen.

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VinThomas:#8915

>>8914
Kannst du beides, aber wenn du einen erwischt, der meint, er müsse die Welt retten, macht der nichts anderes und den loszuwerden, ist dann teuer bis unmöglich. Genau so alle schwangeren Linksgrünbehinderten, Gleichstellungsbeauftragten, Gewerkschaftskrebs, Behinderten.

joshclark17 Avatar
joshclark17:#8922

OP soll sich selbstständig machen, aber nur dann, wenn die Kosten überschaubar bleiben. Gesundes Wachstum ist hier das Stichwort. Soll er doch eine günstige Gewerbeimmobilie für unter 1000 NG im Monat anmieten und eine Person einstellen. Dazu kommen noch Werkzeuge und die eine oder andere Maschine, die natürlich gebraucht gekauft wird.
Dann muss mann sich zunächst auf die Arbeiten beschränken (dem Kunden erzählt man, dass man spezialisiert ist), die ohne teure Maschinen machbar sind. Wenn die Bude dann läuft, wird wieder investiert. Wenn nicht, werden Werkzeuge und Maschinen wieder verkauft. Dann kostet das OP wahrscheinlich keine 50.000 NG, falls es schief geht.

Wenn OP mit seinem Portfolio Siemens konkurrieren möchte, wird das natürlich nichts.

Diesen Bernds Schwager hat sich vor 1,5 Jahren als Maler selbständig gemacht und mittlerweile verdient dieser auch 4000 NG pro Monat nach Abzug von Rente und KV. Aber da braucht man eben auch keine teuren Maschinen. Achso: Er arbeitet aber auch nur von 7-14 oder 15 Uhr. Inklusive dem Fahrtweg zur Baustelle. Ist also gerade mal ein 30 Stunden Job.

Was macht OP denn genau?

grrr_nl Avatar
grrr_nl:#9034

Ja, was macht OP genau?
Selbständiger Web-Bernd hier. 2 Gründer, 2 Angestellte, 2 Praktikanten. Mit Miete und alles und scharf 15k NG pro Monat. Da sind aber schon Schlaufons und Klapprechner dabei.
Ich würd's so machen. Erstmal Geld anlegen, eventül erst mal 10k auf hohe Kante und 20k für GmbH-Gründung flüssig lassen.
Wenn du eine GesmbH gründen willst, ist es vermutlich schlauer, auf Pump oder Leasing zu finanzieren. Bonität solltest du ja eine Gute haben, also hast auch sicher einen langen Atem bei den Kreditverhandlungen.
Wenn du keinen Bock auf Buchhaltung hast, bezahl jemanden dafür, der das kann. Oder frag im Bekanntenkreis, ob jemand das für ein paar 100 ng nebenbei machen will.
Behalte deinen Job. Hör dich um, ob jemand dir Aufträge geben würde. Erzähl deinen Plan herum, natürlich nicht das Geld erwähnen.
Im 1. Jahr wirst du vermutlich nicht viel schaffen, aber das ist ok, du hast ja noch deinen Job. Wenn du 20k ng Umsatz hast, ist das schon mehr als gut. Leben kannst du davon nicht, klar. Du musst erstmal Referenzen bekommen, kleine Jobs gut erledigt – ausser du hast schon einen Namen. Der alte Job ist auch für Kontakte wichtig. Beim Kunden immer erwähnen, dass du vielleicht ja irgendwann mal selbst was ... du weißt schon.
Irgendwann im 2. Jahr – 1. Angestellter. Die fressen dir mal 4k im Monat weg, das will gut überlegt sein. Da solltest du schon größere Projekte in Aussicht haben. Wegen Förderungen schlau machen, Mutti hat sicher was für dich als aufstrebenden Arbeitsplatzschaffer.

Vielleicht schreib' ich später mehr, wenn interesse besteht.
Weitere Themen:
– Was willst du machen, was sollen die Angestellten machen? Du kreatives Hirn und nie im Laden, oder an der Handwerks-Front, oder im Anzug bei Kunden und nur im Büro?
– Welchen Markt willst du bedienen? Hohes Ende oder billig?

areus Avatar
areus:#9108

>>8909

guter Beitrag. Nicht das ich Ahnung hätte. Aber es gibt auch geschäftsmodelle, die ohne festangestellte auskommen ;) (Leiharbeitssklaven/450euro studenten)

m4rio Avatar
m4rio:#9112

Ausschüttenden Weltweit-Dividenden-ETF kaufen bzw. unabhängigen, auf Honorarbasis arbeitenden Finanzberater danach fragen. Quartalsweise Ausschüttung abgreifen und sich einen ruhigen machen. Sonst weiter nichts machen.
(Bei 5% Rendite und normaler Versteuerung solltest Du auf ca. 1.800 NG netto monatlich kommen bei 600.000 Anlagesumme).

a_khadeko Avatar
a_khadeko:#9132

>>9112
Dann noch 300-400 NG KV. Bleiben noch 1500.

Kommst du auch nicht weit mit.

jacobbennett Avatar
jacobbennett:#9133

>>9132
Glückwunsch, du hast erkannt, warum Deutschland untergehen wird. Linke Gutmenschenmentalität und die systematische Zerstörung des Mittelstandes - und ja, davon reden wir selbst bei diesen Summen noch.

Selbst in Bernds Jugend (von der Kindheit mal ganz zu schweigen, wo ein normales Vater-Mutter-Kind-Familienleben noch die Norm war) war mit diesen Summen selbst per Tagesgeld eine vollkommen ausreichende Rendite zu erzielen und der Staat hat auch noch etwas abbekommen. Nicht mal 25 Jahre später sind wir alle "bunt", "weltoffen" und ganz toll "Europa", aber 1,2M NG reichen trotzdem nicht für ein problemloses Leben aus. Linker Fortschritt eben.

Bernd hat einen Bekannten, der sich ein nettes Leben mit Online-Karten-Spielen macht. Ende 30, Eigentumswohnung weil er nach über 10 Jahren HIV keine Lust mehr auf den Stress vom Amt und Assibutze hatte (HIV gibt es weiterhin wegen KV und Rente), nettes Auto, nie einen Tag gearbeitet oder Steuern gezahlt. Da kann man mett werden oder sagen, er hat einfach Links-Realität verstanden.

Bernd schaut gerade nach Festgeld-Anlagen zum mittelfristigen Parken. Kannst du komplett vergessen. Jetzt in den Markt (nahe Höchstständen), kannst du vergessen. Immobilien, kannst du sowas von vergessen. Emerging Markets, jein, wenn du den Risikoappetit hast, kannst du auch gleich foll verzögert zocken. Hauptsache der Staat kann seine ganzen Linksprogramme, Staats- und Bankenrettungen und Tütenimportaktionen (und irgendwann mal die marode Infrastruktur) refinanzieren.

rcass Avatar
rcass:#9135

>>9133
Du musst halt die eigene Arbeitskraft als Multiplikator mit einbringen. Wenn du dir ein Grundstück kaufst und das verpachtest, bekommst du eben nur 2% pa. Dauert also erstmal 5 Jahre bis du die Kosten für Notar etc wieder rein hast. Wenn du da aber zum Beispiel ein paar Bienenbeuten raufstellst und im mittleren Stile Honig, Wachs und Propolis produzierst (ca vier Wochen Arbeit pro Jahr), kommst du ganz schnell in Bereiche von 25...200% pa.
Das das so ist, finde ich eigentlich sogar ganz kühl. Klar nerven so Spasten wie dein Bekannter, der wird aber auch noch sein Fett wegbekommen. Ich glaube es gab in der Menschheitsgeschichte noch keine Periode die länger als 50 Jahre dauerte, in der man als Grille ohne massive Schmerzen leben konnte. Die Ameisen stehen langfristig immer besser da. Guck mal: wenn in zehn oder zwanzig Jahren die Scheiße den Ventilator trifft werden die Ameisen zusammenhalten während die Grillen einfach nur chaotisch herumspringen. Und das lässt sich ja sehr gut am Lebenslauf erkennen, wer von welcher Art ist. Damals im Preußen, als die die Rente eingeführt haben, das hat ja auch funktioniert. Mit der Abschaffung der sozialen Sicherungsnetze das wird genau so gut klappen. Die Ameisen halten zusammen und das restliche Kroppzeug wird ins Lager gesteckt. Dank Muttikultiwahn kann es gar nicht anders kommen. Wenn zum Beispiel eine kritische Masse an Schwarzarbeitern erreicht ist, dann arbeiten plötzlich alle schwarz, weil man sonst gar nicht mehr konkurrenzfähig ist. Das heisst, entweder integrieren sich die Neger oder das System implodiert. Und wenn der Wirt stirbt, fickt das die Parasiten, nicht die Kühe deren Milch der Wirt trinkt.

samihah Avatar
samihah:#9136

>>9135
An sich eine interessante und nachvollziehbare Theorie. Ich fürchte nur, dass das, was der Michel als "Leidensfähigkeit" einschätzt und was in Wirklichkeit in "Aufopferung" mündet, gar keine Grenzen hat. Wenn dann die "Partei für islamistische Integration" die Deutschen-Steuer eingeführt hat, ja, dann würde auch der Michel aufstehen, aber was für ja letztendlich gesehen haben, sind zwei parallel stattfindende Entwicklungen, die sich durchaus subtil gestalten haben: die Entnazifizierung (ursprünglich durchaus nachvollziehbar; mittlerweile in einer Ausmaße an Indoktrinierung stattfindend, dass Schulkinder davon betroffen sind und Margot Honecker vor Scham erröten würde) und "progressive" Enticklungen seit 1968 (auch mal halbwegs sinnvoll und dann immer und immer mehr bis zum kulturellen Selbstmord).

Meinem Bekannten kann ich das alles nicht mal übel nehmen (außer, dass er keine Steuern zahlt und gleichzeitig noch die Sozialsysteme plündert), denn das ist letztendlich ökonomisches Verhalten. Und er macht das durchaus clever. Der Grund, warum er mir das erzählt, ist ja nicht, weil ich so nett bin und meine Scheiße nach Rosen duftet, sondern weil er Sachen, die ich studiert habe und mit denen ich tagtäglich beruflich zu tun habe (z.B. Risikomanagement), für seine Spielchen einsetzen kann. Das ist dann bares Geld. Steigert er seine Effizienz um 10%, sind das 10% Rendite. Steigere ich mein Gehalt um 10%, könnte ich mir einen Kaffee zusätzlich leisten.

Das ist eine Logik, die auch in Tütenkreisen (auf eine sehr viel einfacherere Art) Anklang findet.

Aber mag durchaus sein, dass du langfristig Recht hast. Wird interessant zu sehen sein.

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