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Veröffentlicht am 2017-01-16 21:38:10 in /ng/

/ng/ 9231: Rürup/Riester

krdesigndotit Avatar
krdesigndotit:#9231

Hallo Bernd.

Im Augenblick habe baue ich ein internationales PDF Portfolio auf.

Ich habe dann am letzten Wochenende meine erste Steuererklärung gemacht und bin darunter beim Blatt Vorsorgeaufwand auf die Zeilen für Rürup und Riester gestoßen.

Bei der Riesterrente fliegt schonmal raus, da man dort die Zulagen zurückzahlen muss, wenn man seinen Ruhestand im Alter verbringen möchte.

Bleibt also noch Rürup-Fondsparen dabei. Im Prinzip ist es ja das gleiche was ich mache, nur halt im Schnitt höhere Kosten. Ich habe mal eine Beispielhafte PDF mit einem Angebot dazugepackt. Dabei handelt es sich um ein ETF Fondportfolio.

Dabei sind die Kosten in Höhe von 0,81 % natürlich schon happig. Insbesondere auch die Kosten in der Auszahlphase. Die stehen im Vergleich zu ca. 0,20 % im ETF Portfolio. Hier könnte ich allerdings die Kosten steuerlich angeben und so 427 € im Jahr zurückbekommen. Und die Summe wird bis 2025 noch gering ansteigen, da dann die gesamte Summe zu 100 % anerkannt wird.

Ich bin mittlerweile etwas ratlos. Eigentlich es es nur eine weitere (unnötige) Schicht Verwaltung, die Kosten verursacht. Aber der Staat fördert dies leider. Hat da jemand Erfahrungen oder mache ich mir am Ende nur unnötige Gedanken, da sich die Steuern in den 40 Jahren sowieso zigmal ändern und uns die Politik dank immer mehr Alten und immer mehr neuen Fachkräften sowieso über den Tisch ziehen will?

Ich mache ja fast genau das gleiche wie das verkaufte Produkt. Nur dies wird leider nicht gefördert.

rahmeen Avatar
rahmeen:#9232

>>9231
Ähnliche Überlegungen hatte ich auch schon:
1. Wenn du dein Vermögen alleine verwaltest, hast du maximale Liquidität, was nicht zu unterschätzen ist. Schlaue Juden wissen das zu schätzen und schlaue Juden sind nicht dumm.
2. Die staatlich geförderten Versicherungen sind gezwungen einen gewissen Teil in Staatsanleihen zu investieren. Ist also Kreiswichserei, wenn der Staat das fördert.

Eine Möglichkeit das zu umgehen könnte es sein, einfach eine eigene Stiftung oder GmbH zu gründen: die gemeinnützige Bernd Lauert Rentengesellschaft. Gemeinnützig weil die Gesellschaft keine Gewinne erwirtschaftet, alles ehrenamtlich versteht sich etcpp. Müsste irgendwie gehen, machen die Juden auch so. Befasse ich mich ab 50+ k mal etwas intensiver mit... hab ich ja noch 48 Monate Zeit :3

Ansonsten sieh es doch positiv: immerhin muss man bei Erwerb und Veräußerung von Wertpapieren (noch) keine Steuern zahlen.
Kommt sicher auch bald...

woodydotmx Avatar
woodydotmx:#9233

Habe das Angebot mal angehangen. Erster Versuch versagte. Hatte echt gedacht PDFs wären ein okeh

_zm Avatar
_zm:#9234

>>9232

Es ist aber trotzdem...ärgerlich. Ich mache aber praktisch genau das gleiche. Muss mir aber den Arsch für einen Versicherer öffnen um die Vorteile zu genießen. Und das erhöht die Kosten.

Und Kosten gehören zu den 3 wichtigen Kennzahlen neben Asset Allocation und die Höhe der Verkäufe/Käufe auf Fondebene. Also ziemlicher Krebs.

arashmanteghi Avatar
arashmanteghi:#9235

>>9234
> Muss mir aber den Arsch für einen Versicherer öffnen um die Vorteile zu genießen.

Würde auf gar keinen Fall irgendeine Lebensversicherung oder Rentenversicherung oder irgend so einen Scheiß abschließen. Dann finanzier dir lieber eine Immobilie auf Kredit, da kannst du auch einen passablen Teil der Tilgung von der Steuer absetzen weil das auch als Altersvorsorge zählt. Wenn du außerdem noch kräftig und geschickt bist, viel an deiner Immobilie selber machst, hast du Wertzuwächse und Gewinne, von denen Aktionäre und Schafe nur träumen können. Musst dich natürlich schlau machen und aufpassen wie die Wacht am Rhein, dass dir keine Pfusch in deine Baustelle kommt.
Ich glaube wenn du da wohnst, zahlt dir im Falle von Arbeitslosigkeit sogar das Amt die Rate weiter. Wenn du insgesamt konservativ wirtschaftest und deine Immobilie nur so stark beleihst wie für maximalen Steuervorteil notwendig, sollte das alles kein Problem sein. Für den steuerlichen Endsieg leihst du dir das Geld für deine Immobilie zinsfrei bei dir selbst (bei deinen Eltern oder einem guten Freund).

Ist aber alles noch nicht zu 100% ausgegoren. Das sind alles nur Vorschläge in welche Richtung man sich mal schlau machen könnte bzw ich mich zu gegebener Zeit mal schlau machen werde. Um so besser, wenn es bei Bernd jetzt schon so weit ist und er mir dann die Recherche erspart :3

mikaeljorhult Avatar
mikaeljorhult:#9236

>>9235
Das Ding bei den klassischen Versicherungen ist ja immer, dass die mit Sicherheit sagen in xy Jahren bekommst du min. eine Rente in Höhe von x.

Um solche Aussagen zu treffen braucht man gehörigen Spielraum. Warum es also dann nicht einfach selber machen.
Dazu kommt noch, dass Bernd und Bernadette gleich behandelt werden, obwohl Bernd nach der Statistik ein paar Jahre eher das zeitliche segnet.

Ich hätte im Betrieb die Chance auf eine Betriebsrente gehabt. Auch in Form einer kapitalgedeckten Lebensversicherung. Nur von der Konstellation haben wir einen Vermittler der Volksbank der das Produkt einer Continental AG verkaufte. Das ist schon genug um es abzulehen.

katiemdaly Avatar
katiemdaly:#9238

Wenn du nicht eine betriebliche Altersvorsorge oder eine Matching-Geschichte am laufen hast, ist das alles Krebs. Du bindest jetzt und auf lange Zeit (Jahrzehnte) Kapital in einem Staat, der immer und immer wieder bewiesen hat, dass er auf dich, deine Interessen als Bürger und deine Rechte scheisst. Ein Staat, der nichts lieber machen möchte, als möglichst viel Verantwortung nach Brüssel zu verlagern. Und dort sind "wir probieren mal das durchzudrücken"-Schulz und seine Verbrecherkumpanen. Kann dir egal sein, wenn du es mit dem Geld anderer Leute machst (100% Arbeitgeberanteil) oder wenn es überschaubar ist (Matching-Sachen, die ja meist eine geringe Höchstumme von 1-4% vom Gehalt haben).

VL ist nochmal was anderes. Das macht Sinn, da geschenktes Geld.

Ansonsten gibt es aber kaum jemand, der einen schlechteres Ertrag erzielt hat als der Staat.

orkuncaylar Avatar
orkuncaylar:#9247

Gibt es eigentlich in Deutschland sowas wie ETF-Anlagen, wo man Geld einzahlen kann, aber dann erst zur Rente da Geld rauholen kann? HIV sicher und so, dh dass man, falls man doch mal ins Hartz kommt, dann nicht erst alles auflösen und das Geld verbrauchen muss etc pp..

davidcazalis Avatar
davidcazalis:#9248

>>9247
Nein. HIV ist für Musel, Berufssozialverbrecher und Leute, die kein Geld haben. Es gibt Vermögenswirksame Leistungen. Da gibt es ETF-Sparpläne. Ist aber mehr oder weniger witzlos, besonders bei den Summen. Außer man bekombt Zuschüsse vom sozialistischen Umverteilungsstaat.

necodymiconer Avatar
necodymiconer:#9251

>>9248
Oder eben mehr als die Hälfte vom AG.

vicivadeline Avatar
vicivadeline:#9254

>>9251
Stimmt. Dann macht es auch Sinn. Im wesentlichen auch für die 6,xx Besatzergeld, die der Staat seinen "schlimmstens unterbezahlten und überarbeiteten" Knechten zahlt. Dann nur eben nicht wirklich in Form von ETF-Sparplänen.

Neuste Fäden in diesem Brett: