Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2015-11-22 01:24:45 in /p/

/p/ 97659: Axel Springer vs Adblock

nehemiasec Avatar
nehemiasec:#97659

Harro Bernd, habe hier gerade einen guten Kommentar zur Axel Springer vs Adblock Geschichte im Golem Forum gelesen und wollte ihn euch nicht vorenthalten.


> Um zu verstehen, warum Springer so allergisch auf Adblocker reagiert, muß man sich erst mal mit der GEZ (aka "Haushaltsabgabe") beschäftigen. Die staatlichen deutschen Rundfunksender von ARD/ZDF wildern mit ihren Homepages und Mediatheken ganz erheblich in dem Bereich, den private Zeitungen bzw. private Onlinemagazine beackern. Der deutsche Staat nimmt den privaten Medien die Kunden weg, gerade den Zeitungen. Ja, das ist falsch, aber das ist in Deutschland so.
>
> Und weil die Zeitungen nichts anderes haben, als sich durch Werbung zu finanzieren: Deswegen sind sie sauer auf Adblocker. Das muß man auch mal sehen und auch mal verstehen. Die privaten Medienunternehmer können keinem Haushalt eine Mediensteuer von 17,50€/Monat aufdrücken...
>
> Man stelle sich mal vor:
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> "Sie müssen die Bildzeitung abonnieren. Und zwar für immer. Ist mir total egal ob sie die Zeitung lesen oder nicht, kostet immer 17,50€ pro Monat."
> "Aber..."
> "Nix aber. Du Haushalt Deutschland, Du kaufe Bildzeitung. Immer. Sonst Mahnbescheid, Gerichtsvollziehrer, Bullerei und Staatsanwalt."
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> Genau DAS kann Springer nicht machen. Kein privates Unternehmen kann das. Die Privaten haben (fast) nur die Werbung als Einnahmequelle. Und dann kommt einer mit Adblocker. Kein Wunder, daß privaten Medien sauer sind.
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> ***
>
> Die Adblocker kommen ursprünglich aus den USA. Dort ist die Marktlage eine völlig andere. In den USA gibt es keine GEZ/Haushaltsabgabe für Staatsrundfunk und nur einen sehr reduzierten Staatsrundfunk überhaupt. Der nimmt den Privaten keine Kunden weg, schon gar nicht den Zeitungen. Der Medienmarkt in den USA ist viel größer und der US-Staat kastriert den Werbemarkt nicht, so wie in DE. In den USA herrschen freie Marktwirtschaft und harter Wettbewerb, da muß man eben mit Adblockern leben.
>
> In den USA sind Adblocker Teil des freien Spiels der Kräfte am Markt.
>
> In Deutschland sind Adblocker Zerstörer des kleinen Restes an freiem Zeitungsmarkt, den es hier überhaupt gibt. Der Staatsrundfunk (der wie gesagt im Revier der Zeitungen wildert), den interessiert das nicht. der hat seine Zwangssteuer-Haushaltsabgabe-cash cow. Über Adblocker freut sich sogar der Staat, denn Adblocker crushen private werbefinanzierte Medien, die vielleicht staatskritisch sein könnten.
>
> Wenn es keine (kaum) Staatsmedien aus Zwangsfinanzierung gibt, dann ist gegen Adblocker nichts einzuwenden. Deswegen sind sie in den USA auch o.k. Aber nicht in Deutschland. Haushaltsabgabe abschaffen, ARD/ZDF vernichten. Dann sind Adblocker völlig okay.

http://forum.golem.de/kommentare/internet/gerichtsstreit-axel-springer-will-adblocker-app-verbieten/ich-verstehe-springer-sehr-gut.-das-problem-heisst-gez/96703,4331415,4331415,read.html#msg-4331415


Bringt es gut auf den Punkt finde ich, nieder mit der GEZ!

pehamondello Avatar
pehamondello:#97660

Was er vergisst zu erwähnen ist das ohne GEZ dennoch Geschäft wie üblich stattfindet und du immernoch gezwungen wirst den Adblocker auszuschalten oder keinen Content erhälst. Weil der Deutsche ein gieriges Schwein ist. Es ist schade, aber es ist so.

pdugan19 Avatar
pdugan19:#97661

>>97660
Wag ich zu bezweifeln, die sind ja nur auf die Idee gekommen weil sie die unique user Zahlen schrumpfen sehen und im gegenzug die AdSense Statistik.

RussellBishop Avatar
RussellBishop:#97692

>Der deutsche Staat nimmt den privaten Medien die Kunden weg, gerade den Zeitungen.

Da die privaten Massenmedien meist nur die gleiche Propaganda bringen, sehe ich keinen Verlust darin.

husamyousf Avatar
husamyousf:#97694

>>97692

Die bringen nur Boulevard und Schrottunterhaltung, weil man mit der Tagesschau nicht konkurrieren kann. In anderen Ländern gibt es sehr viele hochwertige Produktionen aus dem Privatfernsehen, deutlich weniger einheitspolitisch eingefärbt.

Frag mal 100 Leute - egal aus welchem Millieu von Bauarbeiter bis Philosoph - was seine zehn besten Fernsehsendungen sind. Und dann zähl mal, wie viele davon ARD/ZDF und wie viele davon FOX/Disney/Warner sind. Wenn du Glück hast, sagt einer Tatort.

orkuncaylar Avatar
orkuncaylar:#97705

>>97660
>Weil der Deutsche ein gieriges Schwein ist. Es ist schade, aber es ist so.
Und wie kommst du darauf? Du dumme Sau!
Schliesst du wieder von dir auf andere?

splashing75 Avatar
splashing75:#97716

> Der deutsche Staat nimmt den privaten Medien die Kunden weg, gerade den Zeitungen. Ja, das ist falsch, aber das ist in Deutschland so.

Nein, das ist richtig so. Außerdem, seit wann steht die Tagesschau in Konkurrenz zur Bild-Zeitung?

> Die staatlichen deutschen Rundfunksender von ARD/ZDF wildern mit ihren Homepages und Mediatheken ganz erheblich in dem Bereich, den private Zeitungen bzw. private Onlinemagazine beackern

Auch das ist so eine typische Springerargumentation: Beklagen, wenn ARD und ZDF neben ihrem TV-Angebot ein bisschen Text publizieren. Aber selbst auf den Zeitungsseiten Videos zeigen.

trueblood_33 Avatar
trueblood_33:#97724

>>97716

Fakt ist, dass die GEZ 17,50 EUR von jedem Haushalt kriegt, nicht annähernd so viel wird für Abos für alle Verlage zusammen ausgegeben. Auch Werbeerlöse kommen nicht annähernd in diese Großenordnung.

Fakt ist auch, dass das Konkurrenz ist. Warum sollte RTL Geld für Nachrichten ausgeben, wenn am Ende eh alle Tagesschau gucken? Die Privaten müssen Geld verdienen, und deshalb produzieren sie das, was die meisten Zuschauer generiert. Dahinter steckt keine böse Weltverschwörung zur Volksverdummung, die meisten hochwertigen Film- und Fernsehproduktionen sind privatwirtschaftlich erzeugt. Nur halt eben selten aus Deutschland, wo Gebührenfunk und Filmförderfond den Markt beherrschen und fol kritische (also politisch eingefärbte) Produktionen nach Geschmack der Fördertopfkommission pushen, den dann im Kino kein Mensch angucken will.

Fakt ist auch, dass die fol kritischen Arte-Dokumentationen, die die Linksstudenten hier so lüftern, meist übelst platte Propaganda sind, was ihnen aber nur bei ihrem eigenen Lieblingsthema auffällt (z.B. Computerspiele sind böse), aber bei anderen Themen, von denen man keine Ahnung hat (z.B. Landwirtschaft, Pflanzenschutz, Tierhaltung, Gentechnik) kritiklos nachgeplappert wird.

Fakt ist auch, dass Pfosten mit Zitaten ohne Links auf den Bezugspfosten bannwürdiger Krebs sind, da man die ganze Zeit wieder den ganzen Faden durchgucken muss, um zu sehen, worauf sich das Zitat bezieht.

xarax Avatar
xarax:#97728

>>97724

Das Arschmett der Fördertopfmafia kann man auch gut in diesem Gebührenfunkbeitrag sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=qu7onS0gmqQ

antonyryndya Avatar
antonyryndya:#97731

Wenn der Springer Verlag in erster Linie wirtschaftliche Interessen verfolgen würde dann würde er Politiker und Parteien fördern welche die Rundfunkgebühr abschaffen wollen.
Also z.b. die AfD.
Aber der Springer Verlag hat ja vor allem Propagandainteressen.
Ohne Werbung fragt man nach der Finanzierung.

>Die Privaten müssen Geld verdienen, und deshalb produzieren sie das, was die meisten Zuschauer generiert.

Ich denke: nicht unbedingt.
Die Fernsehsender und Zeitungen sind viel zu wichtig für Propaganda als daß die Finanzierung eine große Rolle spielen würde.

Bei RussiaTodayleuchtet das jedem ein. Aber auch private Fernsehsender gehören jemandem und der hat immer eine Agenda.
Der grösste Privatfernsehbesitzer in Deutschland ist z.b. Haim Saban.
Dem ist sehr wichtig das gut über Israel berichtet wird.

Ein anderes Beispiel ist MTV.
Das war früher DER Jugendsender. Schon vor dem Internet hat sich da aber kaum noch einer für interessiert weil der Sender zu 90% nur noch rappende US-Neger gebracht hat. Das war für die Quote sicherlich schlecht, es war politisch motiviert.

rahmeen Avatar
rahmeen:#97732

Hollywoodfilme:
Afroamerikaner sind wohl kaum eine große Zielgruppe. In den USA grade mal 13% und mit geringer kaufkraft. In der restlichen westlichen Welt quasi nicht vorhanden.

Wirtschaftlich eine komplett vernachlässigbare Zielgruppe.
Trotzdem müssen in jeden Film Neger rein. Vor allem als Ärzte, Astronauten, Wikinger, Hobbits, Piloten, Jedi-Ritter usw.
Weisse werden vermehrt als Bösewichte oder Idioten dargestellt.
Geld verdienen steht hier offensichtlich nicht im Vordergrund. Es liesse sich mehr Geld verdienen wenn man die Hobbits und Jedis nicht vernegern würde.

Auch "Raubkopierer" würden niemals das Ende für Hollywoodfilme bedeuten. Zur not würde man sie kostenlos anbieten. Das Menschen für ihre programmierung auch noch Geld ausgeben ist nur ein Bonus.

kiwiupover Avatar
kiwiupover:#97734

>>97732

Du hast prinzipiell recht, es ist auffällig, wie sie gegen ihre eigene Leserschaft schreiben, auch und gerade wenn sie dadurch finanziell ruiniert werden. Nach dem hl.Markt sollte das anders laufen.

Was Schwarze/Hollywood/Kaufkraft angeht, hast du aber einen kleinen Denkfehler drin: Deren Kaufkraft ist nicht gering. Das Einkommen ist dank Affenaktion und Welfare praktisch auf weißem Level, und außerdem kommt es nicht nur auf die Kaufkraft an, sondern darauf, ob da überhaupt ein Markt ist, also ob die Ausgabe prinzipiell in Frage kommt. Aus demselben Grund ist Werbung penetrant und affendämlich, weil nämlich Leute mit Alter und/oder Grips, egal wieviel Geld sie haben, immun dagegen sind.

yassiryahya Avatar
yassiryahya:#97747

>>97731
>>97732

Schon wieder zwei Pfosten ohne Link auf den Bezugspfosten.

mizhgan Avatar
mizhgan:#97749

>>97659
>crushen
>>97724
>pushen
Noch ganz fresh? Checkt mal das wording vorm release!

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