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Veröffentlicht am 2016-04-18 08:26:09 in /p/

/p/ 99477: Luftwaffe beendet Tornado-Ausbildung in VSA

adriancogliano Avatar
adriancogliano:#99477

Anbei eine auf den ersten Blick unscheinbare Meldung, die zumindest bei mir auf den zweiten Blick etwas seltsam erscheint und mich fragen lässt, wie glaubhaft die offizielle Begründung für das Vorgehen tatsächlich ist.

>Der Onlinetext der Luftwaffe nennt auch die ausschlaggebenden Gründe für die Verlegeentscheidung der Führung. Da sei zum einen das Ausbildungsprofil, das sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert habe. Hierzu beigetragen hätten vor allem die zunehmende Verfügbarkeit von Präzisionsbewaffnung und lasergesteuerter Munition sowie die Möglichkeit, deren Einsatz schießplatzunabhängig – „synthetisch“ – zu üben. Darüber hinaus hätten sich die taktischen Einsatzverfahren weiterentwickelt. Dies habe dazu geführt, dass sich die Bedeutung verschiedener Ausbildungsanteile verändert habe. Zudem nehme der Ausbildungsbedarf weiter ab, weil sich die Zahl der Waffensysteme verringere.

>Zum Thema „Kosten“ hat die Autorin recherchiert: „Der Betrieb der 14 Tornado-Waffensysteme in den USA verursacht im Vergleich zu Deutschland einen unverhältnismäßig hohen personellen, materiellen und finanziellen Aufwand. Soldaten sind ebenso wie erhebliche Anteile an Ersatz- und Austauschteilen an einem weit entfernten Auslandsstandort gebunden. Dadurch fallen wesentlich höhere Kosten als für vergleichbare Leistungen in der Heimat an.“

Dazu muss man wissen das der EP14 der Bundeswehr wird bis 2020 um zusätzliche 10,2 Milliarden aufgestockt wird. Das Kostenargument ist also zumindest mal fragwürdig.

Sehen wir vielleicht eher die ersten Zeichen einer Entfremdung? Einem sukzessiven Rückbau der atlantischen Beziehungen im Militärbereich?

Diskutiere.

http://www.bundeswehr-journal.de/2016/deutsche-luftwaffe-sagt-goodbye-zu-holloman/

http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/!ut/p/c4/NYuxDsIwDET_yE5gALE16oLEgMpQypa2UWTUJJXrlIWPJxm4k95wT4cvLI12J2-FUrQLPnGY6DJ-YAy7h3fKXFYIFGkTx5QD9vUzO5hSdFIpLgoVeraSGNbEslSTmYsBmnFQujVKq3_0tzmb2-N-PJzaq-lwDaH5AXTFTzw!/

iamgarth Avatar
iamgarth:#99480

Nein. Waffensysteme und Trainingsmethoden haben sich schlichtweg geändert. Früher musste man aufwendig für jede Flugpraxis Jet fliegen. Das war teuer und ist wahnsnnig aufwendig, da geeignete Plätze nur in den VSA vefügbar waren. Heute gibt es Simulatoren. Da setzte die Piloten rein bis alle Abläufe aus dem FF sitzen. Dann noch n paar Praxisstunden in der Lüneburger Heide und zack, haste nen Piloten der genauso gut ausgebildet ist wie damals, nur das er die heutigen Waffensysteme beherrscht. Hat den Vorteil, dass das komplette hinjockeln in die VSA entfällt. Zudem können so viel mehr Leute gleichtzeitig ausgebildet werden. Simulatoren kosten ein Bruchteil von einer Flugstunde. Ist ne Gewinner-Gewinner Sache

stushona Avatar
stushona:#99485

>>99480

Klingt sinnig. Dieser Bernd ist es irgendwie nur mittlerweile schon so gewohnt alles zu hinterfragen.

Ein manchmal etwas anstrengender Zustand.

xspirits Avatar
xspirits:#99508

>>99480

Die nächste Stufe sind Drohnen. Hier werden Flug und Navigation vom Roboter gesteuert, der Pilot muß nur noch die Kampfsteuerung (Ziele wählen und abfeuern) leisten – bei Kaffee und ohne G-Kräfte.

Und übrigens sollte man hier nicht nur auf die Pessimisten hören. Von denen wird immer vorgebracht, daß so Hemmschwellen fallen. Da ist bestimmt auch was wahres dran. Auf der anderen Seite muß man aber bedenken, daß der Pilot nicht mehr in einer Gefahrensituation ist, und dadurch viel ruhiger und rationaler Entscheidungen treffen kann. Kollateralschäden kommen ja nicht, weil ein Kämpfer keinen Fick gibt, sondern weil er um sicherzugehen lieber alles wegballert, wenn er sich bedroht fühlt. Auch sind G-Kräfte, Müdigkeit usw. nicht gerade der Konzentration förderlich.

Damit will ich jetzt nicht so komische Drohnenmorde a la Obama in Pakistan rechtfertigen. Ich meine richtige Kampfsitationen.

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cat_audi:#99514

>>99477
wir benötigen neue Bomber , hochmoderne Waffensysteme und eine neue BW Führung

alta1r Avatar
alta1r:#99522

>>99508
Mit den Drohnen werden die Materialschlachten kommen. Jeder Pilot kann sich, wenn er abgeschosschen wurde, ne ne Drohne ausm Hanger holen und gleich weiter machen. Es wird darauf zulaufen, das man 500 Piloten hat und 10000 Drohnen auf Vorrat. Wenns losgeht gewinnt der die Lufthoheit, der mehr Drohnen hat.

donjain Avatar
donjain:#99529

>>99477

>Dazu muss man wissen das der EP14 der Bundeswehr wird bis 2020 um zusätzliche 10,2 Milliarden aufgestockt wird. Das Kostenargument ist also zumindest mal fragwürdig.


Eine Flugstunde in den VSA kostet die Bundeswehr 60000.

nelshd Avatar
nelshd:#99531

>>99529

Ohne Angabe, was eine heimische Flugstunde kostet, weitgehend wertlos.

Auch: Wenn man die Crew (Pilot plus Wartungsteam) für einen Tornado vollzeitbezahlt, und dann aber nur einmal im Monat für zwei Stunden fliegt, kommt halt so eine Zahl heraus.

albertodebo Avatar
albertodebo:#99536

>>99531
43.000 der Tornado um den es hier geht.
72.000 der Eurofighter.

tusharvikky Avatar
tusharvikky:#99537

>>99536

Hast du meinen Beitrag überhaupt gelesen?

BrianPurkiss Avatar
BrianPurkiss:#99539

>>99536
Der einzige Grund warum wir noch Tornados fliegen ist, dass der Typhoon noch nicht alle seine Aufgaben kann. Insbesondere Atombombeneinsatz und Aufklärungstechnik.

ademilter Avatar
ademilter:#99540

>>99537
Ja. Soviel kosten die Flugstunden im Großdeutschen Reich.

slaterjohn Avatar
slaterjohn:#99541

> Wie die Luftwaffe mitteilte, soll die Führung der fliegerischen Ausbildungseinrichtungen der Bundeswehr in den Vereinigten Staaten verbleiben. Derzeit werde allerdings noch geprüft, an welchem Standort.

Wenn die da keine Piloten mehr ausbilden, wieso wollen die die Führung der Fliegerausbildung in den Staaten lassen? Sind die derzeit überhaupt noch irgendwo anders in den USA als in Holloman?

irsouza Avatar
irsouza:#99543

>>99541
In After, ziemlich deep in!

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