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Veröffentlicht am 2016-01-21 22:03:33 in /ph/

/ph/ 13592: Nach über 500 Büchern höchster Moralphil...

jeremyworboys Avatar
jeremyworboys:#13592

Nach über 500 Büchern höchster Moralphilosophie und Religionslehren von Schopenhauer über Nietzsche bis Kant und Aquin habe ich einen Satz entwickelt. Einen Lehrsatz höher als der kategorische Imperativ, praktischer, größer und bedeutsamer für das Zusammenleben aller Menschen. Einen Satz der es wert ist in weißem Marmor gemeißelt zu werden, unter meiner goldenen, überlebensgroßen Statue als größter Philosoph und Prophet aller Zeiten.

"Härte für den Harten, Weichheit für den Weichen!"

Mir ist natürlich bewusst dass Bernd zu dumm ist diesen Satz in seiner Gewaltigkeit zu verstehen. Doch ist dieser Satz ein Magnum Opus der Menschheit, welcher unendlich verkürzt die Nächstenliebe des Christentums mit dem Übermenschentum vereint. Selbst der Wille zur Macht wird so altruistisch.

Dieser Satz ist die Weltformel für funktionierende Kulturen jeder Religion und optimale Glücklichkeit eines jeden Menschen.

lanceguyatt Avatar
lanceguyatt:#13593

>>13592

Bild relatiert.

markolschesky Avatar
markolschesky:#13594

Du bist so in der Mitte?

lisakey1986 Avatar
lisakey1986:#13597

Ich denke, das ist schon irgendwie ok ...

romanbulah Avatar
romanbulah:#13619

Der Blick ist der Schlüssel, guckt der Mensch wie ein Hase oder wie ein Wolf? (Seitlich oder Fokussiert?)

Ist eigentlich leichter als man denkt, geht jemand über Menschen gib ihm Widerstand um seinen Vorteil durch Skrupellosigkeit auszugleichen. Wenn du selber Hart bist nur gegen Harte, die Weichen geben dir ohnehin das du willst, bist du gegen sie hart verlieren sie ihre Weichheit und es wird für alle schwerer. (Ellenbogengesellschaft)

vovkasolovev Avatar
vovkasolovev:#13620

Hatten wir schon, kommt immer mal wieder rein.

davidbaldie Avatar
davidbaldie:#13621

>>13620
Mein Satz ist offensichtlich ein völlig anderer und keine Tautologie und offensichtlich deutlich besser und weiser als dieser Fatalismus.

Bin ein bischen Mett.

robergd Avatar
robergd:#13622

>>13621
Nein, du verstehst meinen Satz anscheinend wenig. Dein Mett gilt dir selbst, nicht meinem Satz, denn du weißt gar nicht, was mein Satz ist. Du machst meinen Satz durch deine Gedankenverquickung zu deinem Satz.

funwatercat Avatar
funwatercat:#13625

OP, kannst du denn den Gedankengang hinter dem Spruch noch etwas ausführen? Ist Härte bei dir Charakterstärke, Macht und Zähigkeit, oder eher geistige Verschlossenheit und ein Ausblenden von Emotion, Empathie und sozialer Rücksichtnahme?
Wenn letzteres, würde ich es bemägeln, dass geistige Härte mit Härte erwidert werden sollte. Aber von einem Satz kann ich nicht viele Einzelheiten erwarten.

kazukichi_0914 Avatar
kazukichi_0914:#13641

>>13625
Wenn du hart gegen den Weichen bist, ihn z.B. ausnutzt wird er früher oder später selber hart. Das Ergebnis ist die Ellenbogengesellschaft. Weiche geben dir ohnehin das du willst, wenn du mehr abpresst wachsen die Früchte der Freigiebigkeit nie wieder. Wenn du gegen den ohnehin bereits Harten hart bist schadet das gar nicht. Man muss es sogar. Gleichzeitig schaltet man so das Muss nach Manipulation aus um in Firmen z.B. zum Chef zu werden.

Selbst der kälteste Übermensch muss das einsehen. Härte gegen sich und andere ist nichts schlechtes, nur lenken muss man sie.

guischmitt Avatar
guischmitt:#13642

Also beschreibst du nur, wie man Leute am besten benutzt?

giuliusa Avatar
giuliusa:#13647

>>13642
Ja, doch alle, auch Sie profitieren. Das ist der große Unterschied zu Machiavellismus und Nietzsches "werdet hart."

alek_djuric Avatar
alek_djuric:#13665

Alle Ideologien haben eine Eigenschaft die sie verbindet, das Überwinden von Natur durch Verstand, vor allem für die Fußsoldatenmasse, aber auch und vor allem für definierende Ideologen wie Marx. Ausführende Chefideologen wie Stalin oder der Papst zu früheren Zeiten, nicht Hitler oder Lenin, sind davon weniger betroffen. Alle -Ismen verwirren den Geist mit dem Geist bis man das Gegenteil der Vernunft tut. Viele Religionen tun das, auch Philosophien wie der schopenhauersche Pessimismus, Nietzsche weniger den er erkennt es, versucht jedoch auch mit dem alten, gewachsenen Menschen den neuen Übermenschen zu erschaffen. Was niemals passieren wird.

Ich versuche eine Ideologie der Antiideologie zu entwickeln. Sozusagen die Philosophie des Bauchgefühls oder der Psychologie. Wir gehen von einem gesunden, psychisch halbwegs stabilen Menschen aus. Der Mensch hat Angst vor dem Tod, also ist der Tod nichts förderliches und es gibt kein zweites Leben. Der Mensch empfindet Wut, wenn er mehr oder minder normal ist, ist diese Wut Selbstbehauptung zur Verhinderung des Todes, oder Einschränkung der Fortpflanzung, also gut. Der Mensch ist geil also soll er sich fortpflanzen. Sind zu viele da pflanzt er sich nicht fort, früher mit dem Kopf gegen die Höhlenwand heute Gummi. Der Mensch will essen zur Verhinderung des Todes, der Mensch sollte essen was er essen kann. (Anklagend gegenüber dem Schweinefleischverbot im Islam, könnte man im Notfall auf Menschenfleisch übertragen) Der Mensch soll zu Gott beten, denn das ist ihm in die Hominisation gelegt und unterscheidet ihn vom Tier, doch Religiös sein soll er nicht, das ist nur gelenkter Wille zur Macht und auf der anderen Seite der Münze Selbstkasteiung. Der Mensch ist gierig, soll er es sein das ist fehlgeleiteter Wille zur Fortpflanzung, ist er es zu sehr schlagen ihn seine Artgenossen tot. Anführer im Kommunismus waren gierig, somit ist er an sich selbst gescheitert, die Basis fehlt. Der Mensch ist alleine Schwach, also sucht er sich eine Gruppe z.B. ein Volk, die Wolfsrudel beschützen sich und geben sich Wärme vor der kalten Welt auch das ist ... gottgefällig. Nietzsche nennt das Willen zur Macht ich lehre den Willen zur Integrität.

Jetzt wollt ihr einen tollen Lehrsatz welcher in Marmor usw. oder?

Wie wäre es mit: "Entferne dich in Gedanken nie zu weit von dem was JEDER Mensch fühlt" kling ungriffig oder? Ist trotzdem gut.
"Finde existentielle Integrität" klingt verquast wie das Neusprech auf den Genderunis.
"Dem Tiere zum Guten, den Menschen zum Glück!" hah schon besser!
Andere Ideen? Komme in zwei Stunden vom essen zurück.

jacobbennett Avatar
jacobbennett:#13666

>>13665
"wir gehen von einem gesunden, psychisch halbwegs stabilen menschen aus"
dort liegt schon der hase halb im pfeffer.

in kurz: bauchgefühl ist ideologisiert. was du ideologie nennst, ist der austausch einer alten ideologie durch eine neue. deine antiideologie ist hinwiederum die totalherrschaft der bestehenden ideologie. insofern konservative philosophiererei, die ebenso weltfern/nah ist wie alle anderen ideologien auch. der unterschied besteht in deiner passivität.

thehacker Avatar
thehacker:#13667

>>13665
>>13666
Stammen nicht alle Ideologien aus einer Beobachtung des Daseins, bei der unterstellt wird, dass erstens das Dasein (des Menschen oder gar der uns bekannten Ordnung der Dinge) mangelhaft ist und dass zweitens der Mensch mithilfe der Ideologie sich dieser Mängel entledigen kann?
Wenn ich die Ideologie so betrachte, dann gibt es zumindest für mich persönlich keine Ideologie, die einen Namen trägt, die ich heute noch für nützlich erachte.
Vielleicht wären Ideologien nützlich, wenn ihr Verfallsdatum mitgeliefert wäre, oder zumindest eine Anleitung, sagen wir, etwa so:
"Wenn die Ungleichheit der Menschen im Sozialismus überwunden ist, tauschen Sie die Ideologie wieder gegen eine wettbewerbsfreundliche Ideologie aus." Oder:
"Wenn die Rolle der Frau in der Gesellschaft sich in ihrer Wertigkeit an jene des Mannes ausreichend angenähert hat oder zu einer Übervorteilung der Frau geführt hat, so tauschen Sie die Ideologie wieder gegen einen Maskulinismus aus."
Nur passiert dies nicht, da Ideologien Selbstläufer sind. Auch sind die Vertreter der Ideologen bis auf weiteres von der Sinnhaftigkeit ihrer Gedankenkonstrukte zumeist sehr überzeugt und sehen in der Anwendung des Ideologie-Programms einen vollwertigen Ersatz für ein funktionierendes Urteilsvermögen, das ohne Ideologien das Rechte tut, soll heißen: Balance schafft, ohne das Mittel zur Balance zu einem neuen Faktor von Imbalance (der Ideologie immer ist) werden zu lassen.

Anti-Ideologie liegt zwar nicht direkt beschrieben, in dem, was >>13665 vorträgt, aber es geht in die richtige Richtung: ein ideologieloses Tun ist verbunden mit einem fortwährenden Schauen und Beobachten des Lebens, es kann sich nicht mit einer Momentaufnahme der Umstände von vor hunderten Jahren begnügen und daraus ein Patentrezept für alle künftigen Situationen ableiten.
Für Anti-Ideologie oder ein ideologieloses Sein fehlt es dem Vorschlag aber der Grundannahme, dass dem Dasein eben grundsätzlich kein Mangel anhaftet. Ja, es gibt auch den Leibnizschen Optimismus, doch tatsächlich ist er von allen Ideologien diejenige, die zu dem wenigsten politischen Chaos geführt haben.
Doch den Naturzustand oder das Walten der Naturkräfte für vollkommen zu erklären, da liegt natürlich auch eine Ideologisierung vor. Denn es mag zwar alles zum Besten bestellt sein und nur unsere kulturelle Programmierung mag uns neues Leiden einimpfen in Form von Ehrgeiz und Wettbewerb, allerdings bleibt überall die Unruhe des menschlichen Geistes, der letztlich selbst im größten Überfluss von Sorgen nicht frei ist.
Auf dem Weg zur Ideologielosigkeit ist aber gerade die Akzeptanz dieser leidenden Aufmerksamkeit ein wichtiger Schritt.
Dieses Leiden ist dabei selten ein körperliches, sondern meist ein kulturell eingeimpftes, erlerntes Leiden: das Leiden, weil man sich als weniger wert empfindet in einer Gesellschaft, die offiziell leistungsorientiert ist, das Leiden, das aus Bloßstellung und fehlendem Verständnis resultiert, was auf die Angst vor Ausgrenzung zurückzuführen ist, weil unsere Kultur, die seelische Leiden prägt, letztlich nur durch gegenseitiges Verständnis zusammenhält.

Was wäre ein ideologieloses Leben? Ein Leben, das sich nicht um Vervollkommnung des Lebens kümmert, weil der Mensch, der dieses Leben führt, einsieht, dass es die größte Quelle von Leiden ist, seinem Leiden entfliehen zu wollen und es durch eine Ideologie und ihre Erfüllung wegzuerklären.
Und dort kommt das genaue Beobachten der Natur zum Tragen: die Natur verfolgt keine Zwecke und sie sucht nicht nach Vervollkommnung. Ihre Formen wandeln sich, aber nicht wie ein Ingenieur ständig neue Entwürfe für eine Maschine baut, sondern eher wie ein Kind, das immer neue Spielzeuge herstellt.
Und in der Natur liegt die Balance, die alle Ideologen verfehlen. Die Akzeptanz des Wandels, also zu akzeptieren, dass nur der Wandel stetig ist, und dass der Wandel jenseits von Gut und Böse ist, wie alle Vorkommnisse der Natur jenseits von Gut und Böse sind, also fern von moralischer Wertung - die Akzeptanz dieses Wandel befreit von der Sucht nach Ideologien und von der Überheblichkeit menschlicher Optimierungsversuche.
Das Dasein macht sich nicht die Mühe, sich selbst einen Zweck zuzuschreiben, es vollführt seinen Traumtanz und der Mensch verzweifelt solange, wie er glaubt, dieser von ihm nicht erkannten Vollkommenheit Benehmen beibringen zu müssen.

id835559 Avatar
id835559:#13671

http://www.katholisches.info/2015/11/13/der-spiegel-vertuscht-seine-verstrickung-mit-ns-und-ss-fuehrern-vorspiegeleien-1/

moynihan Avatar
moynihan:#13675

1.Die Sprache ist ein Kompromiss von Verständlichkeit und Präzision.

2.Der Uebermensch ist doch eine tragische Person?

3.A.Ich weiss ,dass ich nichts weiss....
B.Glaubt mir .glaubt keinem.....
C. Ich will eine Ideologie der Antiideologie...
........alle unlogisch
4.Gefühle ist das Abrufen vereinfachter Darstellungen von noch komplexerern neurologischen Verabeitungen. Eben Teil unsere Evolution.Angst vor dem Leoparden z.B.

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