Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2015-01-06 16:41:55 in /prog/

/prog/ 6314: IT im öffentlichen Dienst

alagoon Avatar
alagoon:#6314

IT-Bernd empfiehlt es keinem im öffentlichen Dienst zu arbeiten.
Bernd sollte Rentnerbernd ersetzen und Rentnerbernd hat verdient: E11 (Gut, solange man keine Blagen hat)
Jetzt hatte IT-Bernd seinen alten Job gekündigt und knapp 2 Wochen vor Dienstantritt den Arbeitsvertrag im Haus und da steht: Bezahlung nach E7 (Hungerlohn)
Jetzt muss man wissen, dass Rentnerbernd nur PCs ab und auf gebaut hat und IT-Bernd jetzt zu 90% Softwareentwickler ist und zu 10% auch PCs ab und auf baut.
IT-Bernd war hart am hassen und Vorgesetzten-Bernd hat gesagt: "entschuldigung für das"
Nun hat der Vorgesetzten-Bernd entschieden, dass er mir als Entschädigung die langweiligen 10% abnimmt und stellt einen neuen IT-Bernd ein.
Bernd war erstmal besänftigt, bis er erfahren hat, dass nun Diplom-Bernd kommt um PCs ab und auf zu bauen, und Diplom-Bernd bekommt E13!
FICK ES! Diplom-Bernd wird nen Arsch voll Geld bekommen für "Nimm kaputten PC und ersetze Ihn durch Ganzen PC" Für die Scheiße hat Bernd als Kind Schokolade von Verwandten und Nachbarn bekommen!
Bernd HASST hart!!!!

necodymiconer Avatar
necodymiconer:#6315

Oh wow, ich würd' einfach die Eigenleistung so lange runterschrauben bis das ausgleichende Gerechtigkeit herrscht und mich nebenbei nach einer besseren Stelle erkundigen.

creartinc Avatar
creartinc:#6316

Bernds Vorschlag klingt gut. Wer schlecht bezahlt bekommt schlechte Leistung. Wobei Bernd selbst in der öf-fIT arbeitet und als Admin E11 bekommt (Ausgebildet). Mit E7 würde es bei mir nur ein Passwort für alle geben und Downtime ist in der Arbeitszeit. Damit der Laden schön still steht und man auch sieht, dass gearbeitet wird.

christianoliff Avatar
christianoliff:#6317

>>6314
Willkommen im öffentlichen Sektor, Bernd.
Schön, dass auch du die Horrorgeschichten anderer Kumpelbernds bestätigen kannst.

Wenn es eines zeigt: Wer sich auf den Staat und seine Lakaien verlässt, ist verlassen und das in jeder Hinsicht.
Womit ich jetzt nicht sagen möchte, dass ich hier US-Muricuntische Verhältnisse haben möchte.

grantrobinson Avatar
grantrobinson:#6318

Warum kündigst du deinen alten Job, ohne zu wissen, was du bei dem Neuen verdienen wirst?

xarax Avatar
xarax:#6319

>>6316

>Wer schlecht bezahlt bekommt schlechte Leistung

Nicht nur das, Bernd ist schon oft etwas überenthusiastisch gewesen...

n1ght_coder Avatar
n1ght_coder:#6321

Pfff, im öffentlichen Dienst hast du einen durchsetzbaren Anspruch auf angemessene Vergütung, im Gegensatz zur Privatwirtschaft. Das ist ein großer Vorteil im ÖD und wenn du ihn nicht nutzt, bist du selber Schuld.

Das Wichtigste ist deine Tätigkeitsbeschreibung, fordere sie von deinem Vorgesetzten an und lese sie durch. Wenn sie mit dem übereinstimmt was du tatsächlich machst, und du aber nicht der Tätigkeit entsprechend eingruppiert bist, lasse eine Arbeitsplatzbewertung durchführen. Wende dich dazu am besten an deinen Personalsachbearbeiter, der müsste wissen was zu tun ist.
Wenn die Tätigkeitsbeschreibung nicht mit dem übereinstimmt, was du machst, lasse sie korrigieren.

ryandownie Avatar
ryandownie:#6322

Hallo OP-Bernd. Schön zu sehen, dass es noch mehr TVL-Berds hier gibt.
Bernd selbst ist IT-Gruppenleiter im öffentlichen Dienst und kann dir bestätigen, dass ziemlicher Wildwuchs herrscht was die EGs an geht.
Unser Geschäft übernimmt selbst AZUBIS nach der Ausbildung in EG 6 bzw. EG7 (seit neuem). Deren EG ist unabhängig von deren Tätigkeit und das auch nur deshalb weil die Verwaltungen keine Ahnung haben, was ein Proxy, was eine Firewall, was ein Server ist. Die sehen nur: Abgeschlossene Ausbildung, Dauer: 6Monate. Damit ist klar. EX-AZUBI Bernd ist froh eine Stelle zu haben und wird in den 3Monaten (3Monate vor der Arbeitssuche) keine Anstalten machen eine Tätigkeitsüberprüfung mit anschließendem Feststellungsverfahren an zu streben.
Traurig aber wahr!

Shriiiiimp Avatar
Shriiiiimp:#6323

>>6322
Was zum Fick bin ich lesend?

syntetyc Avatar
syntetyc:#6327

>>6318
Die EG sollte bei der Stellenausschreibung angegeben sein, wenn nicht, steht sie im Stellenplan.

>>6321
> Pfff, im öffentlichen Dienst hast du einen durchsetzbaren Anspruch auf angemessene Vergütung
Absolut nicht. Da wird das bezahlt, was auf dem Plan steht. Abhängig von der Personalleitung vielleicht sogar weniger. Verhandeln über das Gehalt ist da nicht.

Bernd war selbst im ÖD (Ausbildung und Arbeit danach). Habe nach der Ausbildung EG6 bekommen, was im Verhältnis zu den anderen Azubis relativ viel war.

chrstnerode Avatar
chrstnerode:#6329

>>6327
>Absolut nicht. Da wird das bezahlt, was auf dem Plan steht.

Wie wäre es damit, auch den Rest des Beitrages zu lesen? Da stehst bereits drin, das du mit einer Überprüfung deines Arbeitsplatzes eine passende Vergütung einfordern kannst.

Nochmal: Du hast 100%igen Anspruch darauf und wenn er berechtigt ist, kann dir keine Behörde diesen verweigern. Wenn du aber zu dumm bist, die Überprüfung anzufordern, kann dir niemand helfen!

Und um das nochmal weiter auszuführen: Falls du OP bist, solltest du über deine eigene Dummheit statt über den öffentlichen Dienst rangieren. Es ist nämlich genau umgekehrt: In der Privatwirtschaft hast du NULL Anspruch, irgendwelche Gehaltsforderungen durchsetzen und musst dich IMMER mit dem abspeisen lassen, was dir dein Chef gönnt. Der kann dich wenn er will als hochqualifizierte Kraft mit einem Hungerlohn bezahlen und du kannst ABSOLUT NICHTS dagegen tun (von Tarifvereinbarungen mal abgesehen). Im öffentlichen Dienst ist, wie man es von Bürokraten erwarten würde, nahezu ALLES gesetzlich und anderweitig geregelt, du kannst was deine Eingruppierung eingeht eine Überprüfung anfordern, WENDE DICH DOCH EINFACH MAL AN DEINEN PERSONALSACHBEARBEITER ODER GLEICH DEN PERSONALRAT DU FAULES STÜCK SCHEISSE

Bernd Avatar
Bernd:#6330

>>6329
> Es ist nämlich genau umgekehrt: In der Privatwirtschaft hast du NULL Anspruch, irgendwelche Gehaltsforderungen durchsetzen und musst dich IMMER mit dem abspeisen lassen, was dir dein Chef gönnt.

Nicht OP oder der Typ, aber: Das gilt nur wenn man ein Pleb ist.

Wenn man gut ist sitzt man in der Privatwirtschaft am längeren Hebel.
>Cheffe, 6k, oder ich lass mich abwerben.

mhwelander Avatar
mhwelander:#6331

Warte mal, also hängt im öffentlichen Dienst die Bezahlung von der Anzahl der (Studien)abschlüsse ab? Vielleichte sollte Bernd einen Haufen unnützer Zertifikate machen und sich auch für E13 bewerben? Hätte er damit gute Chancen?

meisso_jarno Avatar
meisso_jarno:#6333

>>6330
Für wie viele gilt das? 10%? 5%?

souperphly Avatar
souperphly:#6334

>>6333
Mein Elitismus lohnt sich.
>>6331
Dem generellen Konsent hier nach schon.

itskawsar Avatar
itskawsar:#6335

>>6331
Nicht unbedingt nach der Anzahl der Abschlüsse aber an der Art des höchsten Abschlusses, jedenfalls ist das mein Eindruck. Dieser Bernd ist Programmierer im ÖD und wurde als Berufsanfänger mit Diplom in E13 gesteckt. Verhandelt wurde darüber nicht. Gehalt steigt dann mit der Anzahl der abgearbeiteten Jahre, nicht nach der Leistung. Aufgrund der sehr streßfreien Arbeitsumgebung und angenehmer Kollegen kann ich auch mal darüber hinwegsehen, dass der Lohn für einen Informatiker unterdurchschnittlich ist.

Ich würde allerdings auch vermuten, dass man eine höhere EG bekommen kann, wenn es Grund dazu gibt, z.B. wenn man eine leitende Position (auch ohne nen Doktortitel) inne hat und nicht nur wie ich in seinem Quasikeller vor sich hin programmiert. Auch arbeitet bei uns einer, der gar keinen akademischen Abschluss hat und dort irgendwelchen wissenschaftlichen Kram erledigt. Seine EG würde mich mal interessieren, aber alles unter 11 fände ich sehr verwunderlich.

Dass OP als Programmieräffchen allerdings E7 bekommt finde ich schon sehr übel. OP, such dir ne bessere Stelle.

shalt0ni Avatar
shalt0ni:#6336

Bernd scheint langsam zu begreifen, warum er im ÖD nur faule Leute antrifft. Wenn man glauben darf, was E7 usw. zu Bedeuten hat, kann ich nur mitfühlen, bedauern und (aus)lachen!

craighenneberry Avatar
craighenneberry:#6337

>>6336
Laut ner Tabelle im Internet bedeutete das 2012 ab ~2000 bis nach 6 Jahren ~2600 Euronen.

mauriolg Avatar
mauriolg:#6338

>>6334
>Elitismus
Eingebildete Schaafe sind albern. Glaub mal, das ändert sich ganz schnell.

maiklam Avatar
maiklam:#6339

>>6336
>>6335 hier

Ich würde nicht unbedingt sagen, dass im ÖD nur faule Säcke arbeiten, aber es ist auf jedem Fall so, dass einem besseres Arbeiten nicht unbedingt schmackhaft gemacht wird, weil es nur wenige Vorteile gibt. Man wird viel mehr zu einem faulen Sack umerzogen. Es gibt einmal im Jahr sogenannte LOB(LeistungsOrientierte Bezahlung)-Gespräche, in dem abhängig von der Leistung nochmal ein bisschen Extrageld fließt, es ist allerdings selbst bei Maximalbewertung so wenig, dass das kaum lohnt sich dafür den Arsch aufzureissen. Die vielbesagten "flachen Hierarchien" mit denen einige Unternehmen fast prahlen führen auch dazu, dass man quasi keinerlei Aufstiegschancen hat, bis der Vorgesetzte kündigt oder in Rente geht (was aufgrund der sehr freundlichen Arbeitsatmosphäre und familienfreundlicher Regelungen (zumindest bei uns) wahrscheinlicher ist). Sicherlich ist es nicht überall für die Arbeitnehmer so angenehm wie bei uns. Wenn diese ganzen berndfreundlichen Dinge nicht wären, würde ich allerdings nen anderen Arbeitgeber suchen, der mir mehr zahlt.

aadesh Avatar
aadesh:#6340

>>6339
Warte, du beschwerst dich über 2500€ monatlich bei einem ungebildeten/nur-Bachelor-Abschluss? Ich habe nach meinem Bachelor nur 12€ die Stunde bekommen und das in einer teuren Stadt wie Hamburg

otozk Avatar
otozk:#6341

>>6340
Vielleicht hat er ja ne Ausbildung.

Oder vielleicht hat er sogar echte Skills.

Und das ist viel mehr, als so mancher Master von sich sagen kann.

bruno_mart Avatar
bruno_mart:#6342

>>6338
Träume er weiter.

Wenn man nicht grade in Untermenschistan - also im Ruhrgebiet oder in Ossieland wohnt sieht die Sache da viel besser aus.

p_kosov Avatar
p_kosov:#6343

>>6340
Also bei mir selbst beschwere mich darüber, dass ich als Diplom-Informatiker 3300€ Brutto im ÖD kriege. Nach einem Jahr habe ich nun 3700€ Brutto, was immernoch nicht furchtbar viel ist in der Branche.

Was für einen Abschluss OP hat weiß ich nicht, aber in der IT haben auch Quereinsteiger ohne Abschluss normalerweise sehr gute Chancen dick Kohle zu kriegen, wenn sie nachweisen können dass sie was drauf haben. Im ÖD anscheinend aber nicht. Als Bachelor im ÖD bekommt man übrigens etwa 3000€ Brutto, wenn man in E12 eingestuft wird, dazu habe ich allerdings keine Meinung.
Übrigens auch HH hier.

rcass Avatar
rcass:#6344

>>6343
Ich will gar nicht in den öffentlichen Dienst. Ich will in der Privatwirtschaft Geld machen, damit ich später auch die Chance habe im Ausland zu arbeiten. Ich würde mir für den nächsten Job auch 15€ mindestens statt 12€ wie aktuell verlangen, aber was sollte ich mir da anlernen? Mobile Dev (Android), EJBs, Hibernate oder was anderes?

arashmanteghi Avatar
arashmanteghi:#6345

Wie bewirbt man sich denn auf einen Platz im ÖD? Machen die ganz normale Stellenausschreibungen in Jobportalen? Oder geht man selbst auf sie u?

joshhemsley Avatar
joshhemsley:#6346

>>6345
ÖD ist für Nicht-Beamte auch nur ein gewöhnlicher Arbeitgeber. Ich habe meine Stelle über Stepstone gefunden. Falls du explizit nach ÖD suchen willst, gibts hier ne Übersicht für IT-Jobs:

http://oeffentlicher-dienst.info/stellen/it.html

Ich hab da grad selbst mal durchgescrollt und ein Paar angeklickt. Die Einstufung in E9 bis E11 für Informatiker finde ich ja schon lustig, ich frage mich wieviele Bewerbungen die dafür reinkriegen.

Was ich auch interessant finde ist diese Anzeige hier:

http://www.stepstone.de/stellenangebote--Java-Software-Entwickler-m-w-Frankfurt-Bundesrepublik-Deutschland-Finanzagentur-GmbH--3120332-inline.html?cid=partner_oeffentlicher-dienst___SP

Dort steht "[...] senden Sie bitte Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung [...]". Wie genau darf ich mir das Vorstellen? Läuft das außerhalb des TVöDs ab oder versuchen die einen dann nach Angabe des Gehaltswunsches irgendwo ins TVöD reinzudrücken?

marrimo Avatar
marrimo:#6347

>>6346
Was würdest du denn für eine Gehaltsvorsetellung denen mitteilen, wenn du nur ein Bachelorstudium hättest? Ich glaube die meisten Werkstudenten bekommen am Anfang 14€, nach einem Jahr 17€ und nach zwei 20€, oder? Jedenfalls war es glaube ich so bei uns im Unternehmen, wo ich Praktikum gemacht habe.
Aber im ÖD kannst du ja schlecht nach einmaliger Anstellung eine Gehaltserhöhung kriegen. Muss man als "für die Zukunft" schon das Gehalt nach oben anpassen?

sreejithexp Avatar
sreejithexp:#6348

>>6347
Da fragst du den Falschen. Ich habe ein Diplom und habe parallel mit den Bacheloranden studiert, die im Prinzip bis auf die Bachelorarbeit dasselbe Studium wie ich absolviert haben. Ich persönlich habe mich nach 6 Semestern alles andere als bereit gefühlt in der Arbeitswelt zu bestehen. Das mögen andere anders sehen, aber entsprechend ist meine Meinung von einem Bachelor eher nicht so hoch. Von Werksstudenten habe ich überhaupt keine Ahnung.

Prinzipiell würde ich einen Bachelor allerdings in E12 einstufen (vorallem weil ich irgendwo mal las, dass sich das auch so gehört), was bei einem Anfänger 3000€ Brutto entspricht. Wenn ich davon ausgehe, dass ein Monat 4 Wochen hat und man eine typische 39h-Woche hat, entspricht das in etwa 18 bis 19€/h.

>Aber im ÖD kannst du ja schlecht nach einmaliger Anstellung eine Gehaltserhöhung kriegen.

Ich verstehe nicht ganz was du meinst. Du kannst um die Gehaltserhöhung in aller Regel nicht verhandeln, allerdings erhöht sich dein Gehalt nach der Berufserfahrung. Von den jährlichen Gehaltsanpassungen nach oben, aufgrund der Tarifverträge, abgesehen erhälst du deine erste richtige Gehaltserhöhung nach einem Jahr, was beim aktuellen Tarif von E12 3387€ Brutto sind. Wie die da bei der gezeigten Stellenanzeige sich das überhaupt vorstellen weiß ich nicht. Also wenn sie dich in den TVöD stecken, kannst du glaube ich als Bachelor unmöglich über E13 (3300€ Brutto als Anfänger) kommen. So gut kannst du gar nicht verhandeln, dass die dir mehr geben, wenn vermutlich sogar die Personalchefs irgendwo bei E14 rumdümpeln.
Sollten die tatsächlich losgelöst von dem TVöD-Gedöhns eine echte Gehaltsverhandlung durchführen (was ich nicht glaube), kannst du natürlich gleich Mondgehälter verlangen und gucken, was die so hergeben würden. Und wenn das so ist, wüsste ich nicht, wieso du nicht jedes Jahr beim Chef vorbeirennen solltest und mehr Geld verlangen solltest, wie eben in der Privatwirtschaft.

Übrigens: Gewöhn dir mal an über Jahresgehälter zu reden. Kein Mensch verhandelt um Stundenlöhne, zumal in den ganzen oberen Zahlen die Jahressonderzahlung des TVöD nicht einberechnet wurde.

bnquoctoan Avatar
bnquoctoan:#6350

Danke, das war sehr aufschlussreich. 18-19€ bzw 3000€ pro Monat fände ich aber persönlich schon sehr viel. Meine Firma hat Büros in bester Lage und zahl regelmäßig für Vorträge und Anreise der Mitarbeiter zu ihnen und trotzedem verdienen Werkstudenten, die nebenbei den Master machen, nur 13€/Stunde.

baluli Avatar
baluli:#6351

Berndi kann nur von seiner eigenen Anstellung berichten, um vielleicht einen Vergleichswert zu bieten:
- Bachelorstudium - 40h - 3500 brutto.
- Arbeite hauptsächlich mit: Hibernate, Spring, .NET
- "Auftragsprojektarbeit", sprich: Kunde nimmt Produkt ab. Führt u.U. zu Komplikationen und ist generell anstrengender als "Firma vermarktet eigenes Produkt", wie es beispielsweise die ganzen Mobile-Game-Firmen machen.
- war vorher dort Werkstudent für 15NG/h (was aber immer irreführend viel ist, wenn man es mit einem normalen Bruttolohn vergleicht, da ja quasi keine Arbeitgeberanteile an Sozialabgaben dazukommen)

Relevant für das Lohnnieveau ist übrigens auch der Standort. Für die gleiche Tätigkeit mit gleicher Qualifikation erhält man in Süddeutschland nicht selten mehr Lohn als im Osten.
Liegt natürlich auch an Miete etc..

jasontdsn Avatar
jasontdsn:#6352

>>6351
Wie bist du in Spring/Hibernate reingekommen? Neben einem praktischen Projekt oder mit einem Tutorial vorher?

jeremyworboys Avatar
jeremyworboys:#6354

>>6352
Zwangsweise, durch die Werkstudententätigkeit.
Ist eigentlich nicht wild, irgendjemand sagt dir ja was du tun sollst, dann schaust du halt dem kurz zu oder schaust in der entsprechenden Doku nach.

ankitind Avatar
ankitind:#6355

>>6353
Ja, kenne ich aus dem Praktikum, da ging es aber um Eclipse JDT. Wurde leider von der Firma nicht als Werkstudent übernommen. Möchte jetzt eigentlich etwas machen, das mehr auf dem Markt benötigt wird wie Android oder eben Spring/Hibernate. Nur scheint nicht-praktische Vorerfahrung irgendwie gar nicht zu zählen, da muss man lohnmäßig wiede beim Minimum anfangen.

likewings Avatar
likewings:#6365

>>6355
Am einfachsten ist es Jobs als Freelancer an Land zu ziehen. Das machst du bis höchstens ein Jahr und schon hast du jede Menge Erfahrung.

fluidbrush Avatar
fluidbrush:#6370

>>6355
> Nur scheint nicht-praktische Vorerfahrung irgendwie gar nicht zu zählen, da muss man lohnmäßig wiede beim Minimum anfangen.
Ist aber kein Ding. Ich habe da ein "einfaches" Tutorial für dich. Erstelle einen Applikationsserver mit Datenbank deiner Wahl. Darauf legst du einen Datensatz deiner Wahl ab, und wenn es nur dieser "mondial" Datensatz ist, den alle Unis verwenden (der mit Land und Stadt und was weiß ich). Dann baust du eine DAO- und eine Serviceschicht (beide sind eher Konfigurationsaufwand, das meiste ist strg-c-v). Dann, um den Irrsinn komplett zu machen, noch einmal Rest-Controller und einmal SOAP-Endpoints. Alles mit Spring, die DB mit Hibernate. Das sollte dich in etwa ein Wochenende bis eine Woche (und den Verstand) kosten. Schau vorallem den Unterschied zwischen Konfiguration durch XML oder Konfiguration durch Annotationen an. Dann, wenn du noch munter bist, baust du dir entweder einen kleinen Webclient mit Hüpfster-Angular, oder eine Mobile-App mit Android. Nochmal eine Woche.

Danach hast du einen ganzen Haufen Frameworks gesehen mit denen man einen mehr oder minder akzeptablen Job bekommt.

>>6365
Als Freelancer muss er aber Aufwände schätzen können und Angebote schreiben. Wenn er schon keinen Job findet, dann findet er auch vmtl keine Auftraggeber für Projekte bei denen sich dieser Enterprise-Heckmeck lohnt. Und nach der dritten Webseite für lokale Gärtnereien hat er auch keine Lust mehr.

Und ja, ich mag zwar meinen Job, aber der Framework Overload ist einfach völlig irre. Ich verbringe mehr Zeit mit Konfiguration als ich effektiv Code auskotze.
Und das ist nicht der semiknifflige Rätselcode aus der Uni, nein, das ist getter x aus Framework a in setter y aus Framework b einfügen. Yay.

kylefrost Avatar
kylefrost:#6371

>>6370
Eine Woche? Allein die EJBs zu lernen (DAO, Service etc) erfordert doch Bücher von 300 Seiten (die von O'Reilly)?!

sementiy Avatar
sementiy:#6416

>>6371
> Eine Woche? Allein die EJBs zu lernen (DAO, Service etc) erfordert doch Bücher von 300 Seiten (die von O'Reilly)?!

Wenn man natürlich aus dem Buch heraus studiert, dann dauert das sicher ewig. Was mitunter auch ein Grund ist, wieso man sich nach diversen Programmierungsvorlesungen fragt, wie man nach einem Semester immer noch nicht wirklich mehr kann als vorher. Einfach machen, schauen was passiert. Refactoring kann man dann immer noch betreiben, wenn man die Schwachstellen des eigenen Codes erkannt hat. Codestruktur und Pattern zu kopieren ohne zu verstehen "warum" ist eh tödlich. Tatsächlich ist das generische Springtutorial, welches einen Controller, Service und DAO abdeckt innerhalb von maximal einem Nachmittag verstanden. Der Rest ist eh nur noch Kopierpastete, Businesslogic hält sich bei einem wie oben erwähnten Tutorial im vielleicht 1000-Zeilen-Rahmen.

Um etwas zu lernen würde ich die Finger von Büchern lassen, sondern Webtutorials machen. 1000 Mal Tomcat starten, 999 Mal einen 404 kriegen. Bücher sind (mMn) dann gut, wenn man sich schon ein wenig auskennt und sein Wissen vertiefen will.
Programmieren ist ein Handwerk. Und das lernt man am besten (wie gesagt, meine persönliche Meinung) durch "machen-und-schauen-was-passiert".

Ich würde übrigens, sollte Spring verwendet werden, zu einem annotationsbasierten Vorgehen raten! Mit @Autowired und Konsorten schreibt sich jedes Bean in Windeseile. Und die komplette Geschichte wird stateless. Hat mit Objektorientierung natürlich nichts mehr zu tun, aber die Corporate-schuchteln geilen sich an Codeabdeckung auf, und da in der QS nicht gerade die hellsten Sterne sitzen (und somit Klassen mit Zuständen nicht ordentlich testen können), hat sich irgendwer mal überlegt, dass Zustände kacke sind. Nuja. Inzwischen kommt es mir eher so vor, als würde ich C mit Java-Syntax zu schreiben.

starburst1977 Avatar
starburst1977:#6421

>>6416
>Programmieren ist ein Handwerk.

Da muss Bernd widersprechen.
Programmieren ist Dienstleistung, d.h., der Programmierer verhurrrrrt sich.

ionuss Avatar
ionuss:#6454

>>6421
> Programmieren ist Dienstleistung, d.h., der Programmierer verhurrrrrt sich.

Das stimmt, dieser Bernd macht zwar alles.jpg, aber für die ekligen Sachen nimmt Bernds Zuhälter etwas meer NG, von dem dann auch Bernd einen ordentlichen Batzen abbgekombt :3

naupintos Avatar
naupintos:#6476

Bernd hat auch einen Job im ÖD angenommen in einem Rathaus. Stelle ausgeschrieben auf (bis)E9. Kurz vor Arbeitsantritt kommt der Vertrag mit E7... Bernd trauert, denn er hat den Job bei einer anderen Firma aufgegeben, weil E9 mehr war, als die Bezahlung beim alten Systemhaus.... Bernd Rangiert!

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