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Veröffentlicht am 2015-10-11 16:16:43 in /prog/

/prog/ 7901: Berufsschule

nicoleglynn Avatar
nicoleglynn:#7901

Bernd macht eine Ausbildung zum Fach/prog/.

Erstaunlich ist jedoch, dass 90% der Azubis an meiner Berufsschule sich nicht kaum für das Thema interessieren.

> Du machst zu Hause /prog/, Bernd? Arbeitest du da etwa? Hast du nix besseres zu tun? LOLOLOL icksdeh
> Was ist so schlüm an Feesbuk?
> Hast du schon $meme auf 9fag gesehen?
> Verschlüsselung? Ge wek. Habe eh nichts zu verstecken.

Können meist nur ein bisschen von dem, was sie im Betrieb halt machen, mit anderen Themen wird sich nicht beschäftigt.
Windows OS allewo, Linux noch nie benutzt.
Auch der Großteil der Themen in der Berufsschule sind für viele 100% Neuland während Bernd sich meistens langweilt.

Ist das mittlerweile Standard? Ist das an Unis auch so? Oder ist Bernd einfach nur in der Hüpfsterklasse gelandet?

johnriordan Avatar
johnriordan:#7902

> nicht kaum
Entschuldigt mein Schreibfersagen.

grantrobinson Avatar
grantrobinson:#7903

>>7901
>Windows OS allewo, Linux noch nie benutzt.

Auch wenn Bernd jetzt nicht weiß, was Betrübssysteme zu benutzen mit Meer Kenntnissen zu tun haben soll und Bernd damit wie ein Möchtegernleethaxxor rüberkommt, kann Bernd folgendes sagen:

90% von allen sind halt scheiße. Das war schon zu Bernds Ausbildung so, war schon immer so und wird immer so sein.

Das jetzt nur auf menschliche Ausschussware zu schieben, wäre zu einfach und führt hier zu weit. Jedenfalls wird in der Berufsausbildung nicht so gesiebt, wie auf Unis – und wie auch, die Leerer wären teilweise selber besser Scheißhaustester geworden – unter anderem auch deshalb, weil das Ziel ja eben die Tauglichkeit im Beruf im jetzigen Stand ist und nicht akademisches PLT-Kreisgewichse ohne tatsächliches Ergebnis wissenschaftliche Exzellenz.

Das führt leider auch dazu, dass die übrigen 10% einen ungerechtfertigt schlechten Ruf bekommen. Und dass FHler einen ungerechtfertigt guten Ruf bekommen, denn wenn man böse ist, ist Info an ner FH nur ne bessere Ausbildung. Manchmal sogar schlechter, zumindest, Bernds Erfahrung nach.

bnquoctoan Avatar
bnquoctoan:#7904

>>7901
>>7903
Übrigens ists an Unis auch so.

marciotoledo Avatar
marciotoledo:#7905

>>7903
also ich lern an meiner TH schon sehr viel neues :3

jajodia_saket Avatar
jajodia_saket:#7906

>>7901
Glückwunsch! Du hast erkannt, dass die Berufsschule massive unterschicht ist.
Und nun bringe es so schnell wie möglich hinter dich und freue dich an dem Gedanken, dass deine Klassenkameraden in irgendwelchen Webdesignklitschen und PC-Reperaturläden enden werden.

orkuncaylar Avatar
orkuncaylar:#7907

>>7905
Bernd wollte jetzt auch nicht sagen, dass da nur Nichtskönner/tuer rumlaufen, er hat selbst einen Freundeskreis, wo durchaus engagierte FHler drin sind.

hota_v Avatar
hota_v:#7909

> nicht weiß, was Betrübssysteme zu benutzen mit Meer Kenntnissen zu tun haben soll

Um Unixoide Betriebssysteme kommt man doch gar nicht herum, oder willst du deinen Webserver mit M$ IIS betreiben?
Außerdem ist Windows der Krebs

350d Avatar
350d:#7911

>>7909
>Um Unixoide Betriebssysteme kommt man doch gar nicht herum, oder willst du deinen Webserver mit M$ IIS betreiben?
Wie man an StackExchange sieht, ist auch dies eine Lösung, wenn man weiß wie.
Man kann auch andere Webserver auf Windows Server installieren...

Bernds eigentlicher Punkt ist aber: Wenn Bernds Chefkoch damit ankommt sagt er ihm gleich, dass er Bernds Gehalt verdoppeln kann oder sich zum Admin verpissen soll, weil es der Job eines Systemintegrators ist.

Bernd lernt lieber neue APIs/Algorithmen/Datenstrukturen/Programmiersprachen/sonstige Konzepte als das Administrieren von irgendwelchen im vorherigen Jahrtausend kurzsichtig dahingerotzten Betriebssystem und Webservern.

>Außerdem ist Windows der Krebs
>Moin reflexartiger Windowshass
Das ist richtig, aber dies kann man von unixoiden Betriebssystemen leider auch sagen. Die APIs sind fast genauso scheiße, nur leider weniger vollständig.
Du kannst dir gerne Mal die Folien zu PyParallel anschauen, wenn du ein Beispiel von letzterem haben möchtest.

jonkspr Avatar
jonkspr:#7912

>>7911
DFw du nie ein guter Informatiker werden wirst.

leelkennedy Avatar
leelkennedy:#7913

>>7912
Tut hart weh, die Wahrheit?

Bernd Avatar
Bernd:#7917

>>7912
Bernd ist leider schon ein "guter" Informatiker und verbringt bereits zuviel Zeit mit so einem Mist, was ihn ärgert.

otozk Avatar
otozk:#7918

>>7917
Achso, Informatiker muss eigentlich auch in Anführungszeichen stehen.

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#7962

>>7911
>Die APIs sind fast genauso scheiße, nur leider weniger vollständig.
Die APIs sind eher noch beschissener. Die FensterAPI hat wenigstens klare und konsistente Bezeichner. Bei Posix dagegen kryptischer Dreck wie "fcntl", den man auswendiglernen muss.

starburst1977 Avatar
starburst1977:#7965

>>7962

>fcntl

Tja, Unix hatte den Stil von

>FCK
>HRSN

usw. schon, bevor es Hauptstrom war. Trendsetzer.

strikewan Avatar
strikewan:#7967

>>7901
>Ist das mittlerweile Standard?
90% Abschaum waren es bei mir nicht. Etwa ein Drittel war motiviert und zumindest ausreichend talentiert, ein weiteres Drittel war relativ motiviert, allerdings nicht wirklich mit Talent gesegnet. Die Motivation kam dann aber eher von den Berufsaussichten oder weil es gerade kühl ist, sich mit Computern auszukennen oder weil sie "voll die geile Idee für die (DIE) Killerapp schlechthin!(!!!)" haben, weniger vom Interesse an der Materie an sich. Das restliche Drittel war tatsächlich Abschaum.
Gefühlt würde ich sagen, etwa die Hälfte wird längerfristig eine Chance haben, mit Programmieren im weitesten Sinne Geld zu verdienen. 10-20 Prozent haben das Zeug dazu, an größeren Projekten beteiligt zu sein. Aber nur zwei waren wirklich gut und haben freiwillig über den Java-Tellerrand hinausgeschaut bzw. man konnte sie für "Löse Problem X in einer Sprache deiner Wahl ohne Framework/Libraries" begeistern.
Über das Niveau an der Schule brauchen wir uns nicht zu unterhalten. Es gab nur einen Lehrer, bei dem ich tatsächlich was gelernt habe und einen Lehrer, der etwas mehr vermitteln wollte als vorgesehen - leider hat das den einen Teil nicht interessiert weil nicht prüfungsrelevant, für den anderen Teil war es nichts Neues.
Säge wegen "Wir so elitär"-Gewichse. Wobei Bernd ziemlich verwundert und auch enttäuscht war, dort so viele unfähige und vor allem desinteressierte Leute zu treffen.

vovkasolovev Avatar
vovkasolovev:#7968

>>7967
>Säge wegen "Wir so elitär"-Gewichse. Wobei Bernd ziemlich verwundert und auch enttäuscht war, dort so viele unfähige und vor allem desinteressierte Leute zu treffen.

Man darf nicht vergessen, dass Programmieren vielen Leuten exakt so vorkommen muss, wie es uns vorkommt Formulare für Steuern/ALG/Versicherungen auszufüllen.

Und aus einer verkappten Perspektive haben sie Recht...

jamesmbickerton Avatar
jamesmbickerton:#7973

>Ausbildung
>IT-Bereich
Willkommen beim Lehrgng "Aufsetzen und Benutzung von Windows Server und seiner Dienste". Genau das ist so eine Ausbildung naemlich. OK, du hast den Schwepunkt auf Programmieren gesetzt, also darfst du dich auf grauen Visual-Studio-Alltag froien, Bernd.

artcalvin Avatar
artcalvin:#7979

>>7973
In Bernds Firma gibt es auch Fach/prog/-Azubis und die arbeiten mit Ruby, Javascript, Linux etc.
Kommt also immer darauf an.

adhiardana Avatar
adhiardana:#7982

>>7979
Es dürfte eigentlich keine Seltenheit sein, dass Fachinformatiker meer Programmierkenntnisse haben als studierte Informatiker.

mrzero158 Avatar
mrzero158:#7983

>>7982
Öh, doch. Informatiker lernen ja immerhin die Konzepte dahinter (z.B. Automatentheorie, Compilerbau), so dass sie als Nebeneffekt ein viel tiefergehendes Verständnis von dem Ganzen haben. Oder Algorithmen und Datenstrukturen mit richtigem Hintergrund. Wobei man natürlich in der Vorlesung auch diverse Strukturen und wichtige Algorithmen selbst implementieren muss. Oder so ziemlich alles andere :3 Immerhin bedingt ist Kodieren doch auch nur praktische Anwendung der Theorie.

Man kann natürlich z.B. auch funktional programmieren, aber wie will man die Hintergründe und Zusammenhäge ohne die Theorie dahinter verstehen?

yigitpinarbasi Avatar
yigitpinarbasi:#7984

>>7983

Ich habe noch mit keinem sehr guten Programmierer gearbeitet, der studiert hat. Im Gegenteil: Die Studierten sagten mir selbst, dass Programmieren im Studium nur oberflächlich abgehandelt wird.

Zumindest nach dem Bachelor hat man also eher gute mathematische Kenntnisse, aber kennt die "Best practices" der Programmierung noch kaum (SOLID, Design Patterns etc.).

leandrovaranda Avatar
leandrovaranda:#7985

>>7983
Klingt als wärst du im 1. Semester.

guischmitt Avatar
guischmitt:#7987

>>7984
>>7985
Klingt eher so, als hättet ihr bis jetzt in schnuckeligen 10k NG Projekten gearbeitet.

Durfte heute jemandem erklären, dass sein Problem darin lag, dass die LinQ-Expression in einer Schleife halt für quadratische Laufzeit gesorgt hat. "Eh, aber da is ja nur eine Schleife drin, derp derp".

Aber Komplexitätstheorie braucht eh keiner. Ist billiger wenn ich einen FAE für das halbe Geld hinsetze und dann den PL die Commits gradeziehen lasse. Verstehe ich schon. Aber mit Qualität hat das (die ersten 5 Jahre, danach kapieren die das schon langsam) nichts zu tun.

fffabs Avatar
fffabs:#7989

>>7987

Nee, waren schon teurere Projekte bei. Ich will auch nicht bestreiten, dass ein studierter Informatiker, der über ein paar Jahre Berufserfahrung verfügt und sich in der Zeit weitergebildet hat, besser programmieren kann als ein FAE. Jedoch trifft dies i. d. R. eben nicht auf relativ frisch studierte Informatiker ohne oder mit wenig Berufserfahrung zu. Man hat es da oft mit Leuten zu tun, die theoretisches Wissen haben, ohne das Bindeglied zur Praxis dazu.

mikaeljorhult Avatar
mikaeljorhult:#7990

>>7987
10k wäre auch noch ein Projekt wo ich sagen würde dass da nicht einmal zwei Leute drüber schauen wenn das halbwegs wirtschaftlich sein sollte lel.

Ich schließe mich den beiden anderen an. Fick Ersti lern erstmal programmieren. Damit meine ich das du dir einen Job als Programmierer suchst, nicht in der Freizeit. Die Erfahrung die du mit 8 Stunden (naja mehr oder weniger halt) täglichen programmieren gewinnst kann dir keiner nehmen und die ist über 9000 mal mehr Wert als dein Studien krebs.

Dein Beispiel beweißt übrigens das du Ersti bist.

rdbannon Avatar
rdbannon:#7994

Ich denke das studierte nach dem Berufseinstieg schon einiges schlechter als Ausgebildete im Programmieren sind. Allerdings ändert sich das nach 1-2 Monaten arbeiten/programmieren schlagartig da genug Theoretisches Grundwissen da ist und sich das wichtige relativ schnell einprägt. Fehlt halt an realen Programmieraufgaben im Studium, Algorithmus xy zu programmieren ist halt was anderes als sich mit irgendwelchen Libraries die eingebunden werden sollen und schlecht Dokumentiert sind in einer Ausbildung herumzuschlagen.

karalek Avatar
karalek:#7997

>>7994
Hypothesen dagegen von Zynismusbernd:

- Die anfänglichen - und auch eigentlich nur wichtigen - Sachen von Datenstrukturen und Algorithmen, Grammatiken (a la, was ist ein endlicher Automat und warum man kein HTML damit parsen kann) lernt man bereits in der Oberstufe. Manchmal auch noch Netzwerkpakete hin und herschicken.

- Die mathematische Theorie dahinter, also sobald es weiter als "schätze O von Alg x ab" geht, braucht man in der Realität niemals. (Abgerundet, aber wahrscheinlich ist, dass man gut 8 - 10 Arbeitsleben als Informatiker (ja, nicht als Programmierer!) arbeiten kann, ohne damit zu tun zu bekommen. Ein Großteil dürfte durch son crap wie data locality beachten und Netzwerkprogrammierung gut abgedeckt sein.)
Man könnte jetzt argumentieren, dass nicht nur Gymnasiasten eine Berufsausbildung machen, aber tatsächlich liegt der Prozentsatz sehr hoch. Bei Bernd waren es alle.


- Den Einstieg zu wirklich komplexen Themen wie Bilderkennung, Sprachsynthese, Compilerbau und so weiter kann man im Bachelor in der Pfeife rauchen, d.h.:
-- 99.9% aller Bachelorabsolventen ohne weitere akademische Grade beschäftigen sich danach nie wieder damit und werden zum Abschluss des Studiums alles wieder vergessen haben
-- für diese Themen braucht man als Firma dann direkt einen PHD, womöglicher sogar eher aus den Bereichen Mathe (für Kryptographie und Bildallesmögliche) und Physik.
-- oder man macht es wie 99% aller Firmen und klauft sich das von den Unis, wo die PHDs dann für einen Sklavenlohn arbeiten - während sie weiter Vorlesungen/schlechte Seminare halten - zusammen. Bei Bernd haben sich diese Leute Mühe gegeben, aber die Zeit war halt begrenzt.

Alles in allem klingt es also nicht so, als lohne es sich besonders, den akademischen Weg zu gehen, außer für die Firmen.

arnel_lenteria Avatar
arnel_lenteria:#7998

>>7997

>Alles in allem klingt es also nicht so, als lohne es sich besonders, den akademischen Weg zu gehen, außer für die Firmen.

Für den eigenen Geldbeutel würde es sich lohnen, man kann grob mit 500-1000 Euro mehr Brutto pro Monat rechnen (natürlich je nach Berufserfahrung).

arashmanteghi Avatar
arashmanteghi:#7999

>>7998
Nun, so etwa diesen Betrag hatte Bernd geschätzt.
Zudem das auch sicher nur bei größeren Firmen die sich das leisten können so ist. Und das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber Bernd arbeitet lieber bei kleineren Firmen.

herrhaase Avatar
herrhaase:#8000

>>7998
Und die Jahre, in denen du studierst und Azubi-Bernd aber schon fleißig am scheffeln ist? Die kannst du mit 500 Euro Brutto aufholen?

iamfelipesouza Avatar
iamfelipesouza:#8001

>>7999

>Zudem das auch sicher nur bei größeren Firmen die sich das leisten können so ist.

Nee, auch bei kleineren sollte der Unterschied ~500 Euro pro Monat betragen (meine Erfahrung).

>>8000

>Und die Jahre, in denen du studierst und Azubi-Bernd aber schon fleißig am scheffeln ist? Die kannst du mit 500 Euro Brutto aufholen?

Ich studiere nicht, habe auch nicht studiert. Aber im Grunde gehen beim Bachelor nur drei Jahre Ausbildungsgehalt verloren, was man nach drei Jahren im Dschob wieder raus hat (bei BAföG kommen dann entsprechend mehr Jahre hinzu).

markmushiva Avatar
markmushiva:#8004

>>8001
> Aber im Grunde gehen beim Bachelor nur drei Jahre Ausbildungsgehalt verloren, was man nach drei Jahren im Dschob wieder raus hat (bei BAföG kommen dann entsprechend mehr Jahre hinzu).

Nun Bernd, die Regelstudienzeit ist oft nicht besonders realistisch.

greenbes Avatar
greenbes:#8005

>>8004

Dann eben 4 Jahre, das macht jetzt auch nicht den riesen Unterschied. Studierte haben dafür später auch bessere Aufstiegsmöglichkeiten. Gerade im Alter dürfte sich ein früheres Studium auszahlen.

joshuapekera Avatar
joshuapekera:#8006

>>7911
Schön das du tolle APIs lernst und während dessen dir im Spiegel beim Wichsen mit deinem rosa Dildo im Arsch zuschaust.

Wenn du mal im Raumschiff Enterprise arbeitest wo Entwickler auf Unix arbeiten aber nicht verstehen was die Limitierungen des Betriebssystems sind und sich wundern warum ihr toller Java/Ruby/Perl/Go/Mono/C++/C Code nicht funktioniert, dann hast du nix gelernt außer dich an deinem Elitären "Ich bin besser als Systemintegratoren aufzugeilen".

Dieser Bernd hat AE gelernt und macht jetzt Linux/Unix und kann Entwicklern näher bringen warum sie dumm und ignorant sind.

edobene Avatar
edobene:#8007

>>8006
Bernd versteht wohl nicht, dass es gerade UNIX-APIs sind, um die es geht...

kurafire Avatar
kurafire:#8008

>>8005
Das mit dem Aufsteigen klingt aber sehr nach großer Organisation oder staatlicher Einrichtung (aka, kleingeistige Leute, die denken, sie wären eine große Organisation).

murrayswift Avatar
murrayswift:#8009

>>8006
>Wenn du mal im Raumschiff Enterprise arbeitest wo Entwickler auf Unix arbeiten
>nicht verstehen was die Limitierungen des Betriebssystems sind
>sich wundern warum ihr toller Java/Ruby/Perl/Go/Mono/C++/C Code nicht funktioniert

Dinge, die nicht vorkommen.

>dann hast du nix gelernt außer dich an deinem Elitären "Ich bin besser als Systemintegratoren aufzugeilen".

Darum geht es Bernd weniger. Sache ist, dass Systemintegrator ein eigener Beruf ist, den Bernd als Anwendungsentwickler nicht übernehmen will/sollte.

DevUpps sind ein Fehler den Unternehmen teuer bezahlen (werden).

Beispiel: Erinnert sich Bernd an die ganzen freiliegenden Mongoloiden-Datenbanken? Das kommt daher.

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#8013

>>7984
Tjo, aber dann sind das halt Spacken. (Bernd findet wir müssen mehr sieben und die ganzen Spasten alle raushauen.) Die meisten machen es für das Geld. Alle anderen, echten Informatiker die das aus Interesse studieren können Programmieren und arbeiten in der Freizeit vmtl. an diversen (OSS) Projekten mit. Hat Bernd hier auch. Arbeite nebenbei als Werkstudent (im Endeffekt leitender Entwickler weil kleines Unternehmen). Go-basierte Cloud-Kacke. Abgesehen von der Erfahrung muss man eben auch an Unis haufenweise Programmieraufgaben machen. Ich hatte kein einziges Semester wo ich nicht programmiert habe. Fick, ich habe sogar ne VM, nen komplexen Compiler und ne Shell selbst entwickeln müssen als Hausarbeit. (Nebst der ganzen Datenstruktur-Kacke im zweiten Semester, oder irgendwelcher Algorithmen.)
Die Wahrheit ist halt, dass Programmieren eher ein Nebenprodukt ist, wie das technische Denken. Das ist kein erklärtes Lernziel (idR), kommt aber automatisch. Außerdem gibts mittlerweile viele Veranstaltungen zu SWT/Testing/Patterns/Kackscheisse.

Wenn man vernünftig studiert, kann man gut programmieren. Die meisten sind allerdings wirklich Trottel, wie gesagt. (An der Uni, sowie der FH wo ich war scheiterten die meisten an Erstie-Vorlesungen zum OOP. OOP stinkt zwar, aber wer das nicht versteht gehört nicht in die Informatik.)

Ich will euch sicher nicht als Berufsstand runter machen, aber diese ursprüngliche Aussage halte ich einfach für Quark. Computer sind komplexe Systeme, und nur wer sie runter bis auf den Microcode und die Leitungen verstanden hat, kann damit ordentlich arbeiten (muss man nicht rezitieren können, aber Zusammenhänge sind eben wichtig). Natürlich reicht die Ausbildung in den meisten Fällen aus, um Makros für Schaf-Bernd zu schreiben, oder ne kleine Web-App im mittelständischen Unternehmen zu erstellen. Aber sonst seh ich da ohne theoretische Hintergründe keine große Chance (für den generischen Azubi).

Auch: das was >>8006 sagt.

>>7997
So so, in welcher Oberstufe? Ist das allgemeingültig? Nein, sicher nicht. Und das Niveau ist auch eher lächerlich im Abi würde ich sagen. (Wir lernen tatsächlich auch mehr als Grundlagen und Mathe Bernd!)

Die Einführungen kannst du natürlich in der Pfeife rauchen, aber KI ist Bernds Schwerpunkt hier (Sprachsynthese, Bilderkennung/Computer Vision, Machine Learning und all das). Hatte kein einziges Modul dazu, dennoch hat mir der Rest ausgereicht um mich da auf ein akademisch ausreichendes Niveau zu arbeiten. Und darum geht es ja. Modul-XY im Hauptstudium verschafft Überblick, und wenn Interesse wird es im Master vertieft. Diest ist wie es ist gehend.

Wie immer kommt es auch auf die Uni/FH an, und insbesondere auf den Studi.

vladarbatov Avatar
vladarbatov:#8014

>>8008

>Das mit dem Aufsteigen klingt aber sehr nach großer Organisation oder staatlicher Einrichtung (aka, kleingeistige Leute, die denken, sie wären eine große Organisation).

Ist für 'ne Firma oberflächlich betrachtet eben auch nett, wenn sie damit werben kann, dass sie Bachelor und Master-Absolventen beschäftigt. Wirkt auf Kunden ggf. professioneller, auch wenn die im Endeffekt für die Aufgabe die sie da wahrnehmen gar nicht so gut geeignet sind. Desweiteren ist es wohl auch ein Nachteil, wenn man 20 Jahre mit Sprache XY gearbeitet hat, aber nun plötzlich Sprache Z modern ist, die einen ganz anderen Ansatz hat. Studierte sind da vielleicht etwas generischer.

>>8013

>Wenn man vernünftig studiert, kann man gut programmieren.

Das alleine reicht aber nicht aus, man braucht auch praktische Erfahrung mit richtigen Projekten. Die hast du offensichtlich gehabt, da Werkstudent.

robinlayfield Avatar
robinlayfield:#8017

>>8014
> Desweiteren ist es wohl auch ein Nachteil, wenn man 20 Jahre mit Sprache XY gearbeitet hat, aber nun plötzlich Sprache Z modern ist, die einen ganz anderen Ansatz hat. Studierte sind da vielleicht etwas generischer.

Auch das ist eher eine Sache großer Unternehmen.

Bei den kleinen Frickelbutzen, wo Bernd bisher gearbeitet hat, ist das immer wild ausgeartet. Da waren 3 Sprachen das Minimum.
Zumal die Sprachen ja nicht das Schwierige sind...

hota_v Avatar
hota_v:#8019

>>7987
>dass die LinQ-Expression in einer Schleife halt für quadratische Laufzeit gesorgt hat
wat?

nehemiasec Avatar
nehemiasec:#8028

>>8019
Wie wat?

mat_walker Avatar
mat_walker:#8029

>>8028
Was hat die Verwendung von LINQ mit dem der Zeitkomplexität einer Schleifen zu tun?
Entscheidens ist doch was in der Expression passiert.
Jede Expression kann auch zu einer konventionelle Schleife konvertiert werden.
LINQ ist auch nur ein Haufen von Extension Methoden für IEnumerable.

thomweerd Avatar
thomweerd:#8030

>>8029
Es ging vermutlich um ein konkretes Beispiel...

eloisem Avatar
eloisem:#8031

>>8029
> Jede Expression kann auch zu einer konventionelle Schleife konvertiert werden.
"Schleife" in Schleife. Gleiches IEnumerable.
Anzahl der Elemente recht groß.

donjain Avatar
donjain:#8033

>>8029
Gegen IEnumerable verwendet man keine Expressions sondern normale Delegates. Expressions verwendet man gegen IQueryable.

freddetastic Avatar
freddetastic:#8127

>>7983

Mathe machen Bernd, dann klappts auch mit den Hintergründen. Die tun auch nur so streng formal.

alagoon Avatar
alagoon:#8129

>Ist das mittlerweile Standard? Ist das an Unis auch so?

Ausbildung: Ja, die Ausbildung wird auch nicht so anspruchvoll werden. Erwarte nicht zu viel, Bernd, habe das auch schon alles hinter mir.

Studium: Das Studium ist nicht dafür da, Programieren zu lernen.

safrankov Avatar
safrankov:#8130

>>8127
>Die tun auch nur so streng formal.

Ist jetzt nicht wirklich besser, wenn die gesamte Umgebung einen Baumstamm im Arsch hat.

fatihturan Avatar
fatihturan:#8234

>>7997
> "schätze O von Alg x ab" geht, braucht man in der Realität niemals.
Das stimmt so nicht. Du brauchst vor allem, dass du sagen kannst "ich kann nicht besser als n log n sortieren" und umgekehrt aber auch die Abschätzung "Das muss schneller als n² gehen". Das erkennt man nicht bei jedem Algorithmus sofort, wenn man es nicht studiert hat oder es sich anders angeeignet hat.

Chakintosh Avatar
Chakintosh:#8247

>Ist das mittlerweile Standard? Ist das an Unis auch so?

An Bernds TU ist es nicht so schlimm. Spätestens nach 3-4 Semestern ist der ganze dumme Abschaum weg. Das ist aber normal denke ich.

Der Großteil an dummen Quoten-Feminazis, turingvollständigen Muttersöhnchen, "lol ich bin ein nerd"-Fotzen, "ich kann php xD"-Spasten und andere Furunkel, die nicht verstanden haben, worum es im Studiengang geht, war bereits nach den ersten zwei Semestern weg. Gott sei dank.


Achja: Du bist nichts wert, nur weil du denkst Linux wäre Windows überlegen. Werd doch SysAdmin, wenn dir pseudoelitäres OS-Kreisgewichse so viel Spaß macht, du Hurensohn.

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