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Veröffentlicht am 2015-05-06 21:46:56 in /r/

/r/ 3437: Falsifikationismus

joshjoshmatson Avatar
joshjoshmatson:#3437

Harro Bernd,

wenn du in der Lage bist mir eine falsifizierbare* Definition des christlichen Gottes zu liefern, werde ich sie widerlegen. Solltest du eine falsifizierbare Definition liefern, die ich nicht wiederlegen kann, wird sie der Bibel widersprechen oder durch die Bibel um nicht falsifizierbare Aussagen erweitert.

Atheismus ist die einzig logische Einstellung zum Thema Gott. Handelt mit es!

* Wikipedia sagt: Eine Aussage ist genau dann falsifizierbar, wenn es einen Beobachtungssatz gibt, mit dem die Aussage angreifbar ist; der sie also widerlegt, wenn er zutrifft. Falsifizierbarkeit ist ein Kriterium, das empirische von nichtempirischen Aussagen abgrenzen soll. Eine Theorie ist demnach dann empirisch, wenn es mindestens einen Beobachtungssatz gibt, dessen empirische Prüfung logisch zu einem Widerspruch führen kann(!). „Morgen regnet es“ ist falsifizierbar, nicht jedoch „Morgen regnet es oder regnet es nicht“ (eine Tautologie, die bereits rein logisch aus dem tertium non datur (lat.) folgt). Dabei wird nicht ausgeschlossen, dass in der Praxis wegen des Fehlens geeigneter Experimente (z. B. in der Astronomie oder in der Atomphysik) eine Falsifikation gar nicht durchgeführt werden kann. Popper unterschied daher grundsätzlich die „logische Falsifizierbarkeit“ von der „praktischen Falsifizierbarkeit“.

itskawsar Avatar
itskawsar:#3440

>>3437
>Atheismus ist die einzig logische Einstellung zum Thema Gott. Handelt mit es!

Weiß jedes Kind.

karlkanall Avatar
karlkanall:#3443

>>3437
Wäre Gott falsifizierbar, wären die Religionen schon längst ausgestorben.

Shriiiiimp Avatar
Shriiiiimp:#3446

>>3440
Nein. Der Moderator dieses Brettes zum Beispiel nicht.

>>3443
Aber warum sind die Menschen so dumm und verstehen nicht, dass ein nicht falsifizierbarer Gott genauso wertlos wie ein widerlegter Gott ist?

eloisem Avatar
eloisem:#3447

>>3446
>Nein. Der Moderator dieses Brettes zum Beispiel nicht.
Der Moderator weiß vieles nicht. Aber woher soll er es auch wissen, wenn er jeden eifrig banniert, der ihm was wichtiges zu sagen hat.

>Aber warum sind die Menschen so dumm und verstehen nicht, dass ein nicht falsifizierbarer Gott genauso wertlos wie ein widerlegter Gott ist?
Weil Religion besonders dort gedeiht, wo es an Verstand mangelt.

zackeeler Avatar
zackeeler:#3448

Warum haben Atheisten eigentlich immer solche Probleme mit der Glaubensfrage? Natürlich ist kein Gott belegbar und keine Religion als "logisch" zu erklären. Ich bin Katholik weil ich mich dafür entschieden habe diesem Glauben zu folgen. Ich hab ihn für mich ausgewählt weil ich mit vielen Lehren übereinstimme. Und ich "glaube" an vieles aus der Bibel weil es mein Leben erfüllt und es mir eine Hoffnung darauf gibt das nach diesem kurzen und recht unbedeutenden Leben noch etwas auf mich wartet, selbst wenn es nur die Hölle sein sollte.

Als Atheist könnte ich jedenfalls nicht leben, denn ohne ein Gericht das über dem der Menschen steht würde ich vermutlich eine Menge schlimmer Dinge tun weil es mir schlichtweg egal wäre was Menschen davon halten.

Atheisten wollen allen stets ihre Überlegenheit und Intelligenz präsentieren, aber es gibt keine logischen Wissenskampf wenn es um den Glauben geht. Jene die ihn nicht haben bezeichnen ihn gern als Dummheit, aber sie können es auch nicht anders sehen wenn sie ihn nicht besitzen.

mj_berthelsen Avatar
mj_berthelsen:#3455

>>3448
>Warum haben Atheisten eigentlich immer solche Probleme mit der Glaubensfrage?
Weil äußerst viele dumme Dinge mit Glauben begründet werden. Ich will klarstellen, dass es schlichtweg unlogisch ist, etwas mit Glauben oder religiösen Gefühlen™ zu begründen. Wenn jeder in seinem stillen Kämmerlein glauben würde, ohne andere Menschen zu beinträchtigen, wäre ich völlig oke mit gläubigen Menschen, doch dabei bleibt es ja leider nicht. Alleine, dass unser Staat die Steuern für die Kirche eintreibt, ist ein Frechheit sondergleichen. Sollen die Kirchen doch selbst ihre Abgaben einsammeln und nicht unentgeltlich den Staat für sich arbeiten lassen.

>Als Atheist könnte ich jedenfalls nicht leben, denn ohne ein Gericht das über dem der Menschen steht würde ich vermutlich eine Menge schlimmer Dinge tun weil es mir schlichtweg egal wäre was Menschen davon halten.
Dein Handeln bleibt so oder so nicht ohne Konsequenzen. Ich begehe z.B. keine Straftaten, weil das Risiko erwischt zu werden einfach zu hoch ist und ich meine Arbeitsstelle verlieren oder ins Gefängnis wandern könnte. Wer will das schon? Ich lüge meine Mitmenschen nicht permanent an und hintergehe sie nicht, weil mich irgendwann keine Sau mehr mögen wird, wenn ich mich so verhalte. Wenn man mal vom Glauben absieht, verhalte ich mich aus christlicher Perspektive fast schon moralisch einwandfrei, weil es für mich von Vorteil ist so zu handeln.

>Jene die ihn nicht haben bezeichnen ihn gern als Dummheit, aber sie können es auch nicht anders sehen wenn sie ihn nicht besitzen.
Wenn ein Atheist sich von einer Psychomulle nach Strich und Faden verarschen lässt, weil er Gefühle für sie hat, ist das auch ziemliche Dummheit. Er selbst wird aber argumentieren wie du – die anderen Menschen haben halt nicht dieselben Gefühle für diese Frau.
Gefühle sind selten rational, doch es unterscheidet den klugen vom dummen Menschen, dass er seine Gefühle bis zu einem gewissen Grad kontrollieren kann und aus Vernunft handeln kann.

(DURCH DIE TÜR HINAUS, ZUR LINKEN REIHE, JEDER NUR EIN KREUZ!)

andyisonline Avatar
andyisonline:#3456

>Atheismus ist die einzig logische Einstellung zum Thema Gott. Handelt mit es!
Ach Fedora-Bernd, lass doch jeden an das glauben was er will, ohne anderen auf den Sack zu gehen. Bernd ist selber Christ und nervt andere nicht mit Missionierung, denn jeder sollte von selbst auf den Glauben kommen und nicht durch den Zwang anderer Menschen.

n1ght_coder Avatar
n1ght_coder:#3457

Da würden sie OP auch drüben auf /ph/ auslachen, glaube.

kamal_chaneman Avatar
kamal_chaneman:#3465

>>3455
>Gefühle sind selten rational, doch es unterscheidet den klugen vom dummen Menschen, dass er seine Gefühle bis zu einem gewissen Grad kontrollieren kann und aus Vernunft handeln kann.
>(DURCH DIE TÜR HINAUS, ZUR LINKEN REIHE, JEDER NUR EIN KREUZ!)

Lel.

sava2500 Avatar
sava2500:#3466

>>3465

Wenigstens wird das, was gebannt wird, nicht gelöscht. Lobenswert! (Säge, weil Meta.)

arashmanteghi Avatar
arashmanteghi:#3467

>>3437
Ach OP *gähn* soll das alles sein? Du solltest mit der aktuellen Diskussion aufschließen und nicht irgendeine Idee in den Raum werfen die längst abgegrast ist.

iqbalperkasa Avatar
iqbalperkasa:#3469

Warum so kompliziert, Gotteswahn ist eine Krankheit die durch permante Hirnwäsche induziert wird.

(DURCH DIE TÜR HINAUS, ZUR LINKEN REIHE, JEDER NUR EIN KREUZ!)

andyisonline Avatar
andyisonline:#3470

>>3469
https://www.youtube.com/watch?v=3UBAii6BskA

dmackerman Avatar
dmackerman:#3471

"Es gibt linguistische Anthropologen, die glauben, dass Religion ein Sprachvirus ist, das neue Verbindungen im Gehirn schafft und dadurch das Denkvermögen einschränkt." Detective Rustin „Rust“ Cohle

id835559 Avatar
id835559:#3472

Die Wahrheit überlebt jeden Zweifel. Vor dem Zweifel muss man nur Angst haben, wenn man nicht die Wahrheit verkündet oder daran nicht interessiert ist. Wer die Wahrheit verkündet, der hat es nicht nötig, Zweifler mit der Hölle zu drohen. Nur wer selbst daran zweifelt muss zu diesen fragwürdigen Methoden greifen. Wer Zweifel nicht zulässt, der hat etwas zu verbergen.

Kaum jemand glaubt tatsächlich an Gott. Wenn jemand tatsächlich an Gott glaubt, dann wäre er aufgrund seines Glaubens in der Lage, Dinge zu tun, die kein Ungläubiger tun könnte. Beispielsweise Gift trinken (wie dies für die Nachfolger Christi in der Bibel geweissagt wird, siehe →Markus 16:17-18 [5]). Aber kaum jemand vertraut so in seinen Glauben (die wenigen, die es taten, sind an den Folgen meist gestorben). Wenn jemand wirklich glauben würde, so würde man es bemerken. Menschen, die über neue und ungewöhnliche Fähigkeiten verfügen, sind anders und verhalten sich anders. Auch Menschen, die sich permanent beobachtet fühlen, verhalten sich anders. Wenn die Gläubigen sich nicht anders verhalten, dann nur deswegen, weil sie nicht wirklich an Gott glauben.

Gibt der Glauben an Gott den Menschen mehr Kraft? Wir finden viele, die dies behaupten. Gott, so erzählen sie, habe ihnen geholfen, mit dem Rauchen oder dem Trinken aufzuhören. Aber das können Atheisten auch. Und ich wette, es werden prozentual gesehen auch gleichviele Atheisten und Gläubige wieder rückfällig. Aber auch die, die an andere Götter glauben, behaupten dasselbe. Es können aber nicht alle recht haben - woher kommt die Kraft derjenigen, die an falsche Götter glauben? Das alle, die glauben, gleichgültig, an welchen Gott sie glauben, daraus dieselben Fähigkeiten beziehen, deutet auf eines hin: Die Kraft kommt aus ihnen selbst. Wenn es wirklich einen Gott gäbe, so würde er nur denen helfen, die an ihn glauben. Da dies nicht geschieht, kommt diese Kraft auch nicht aus Gott, sondern aus dem Glauben selbst, unabhängig vom Inhalt. Es spielt also keine Rolle, ob man an Jesus, Jahwe, Zoroaster oder Satan glaubt - das Ergebnis ist dasselbe. Das ist übrigens auch das Ergebnis aller Studien, die sich mit den heilsamen Auswirkungen des Glaubens beschäftigen. Glauben hilft, egal, woran man glaubt. Wie sollte man das anders deuten als dass es der Glauben ist, der hilft, aber kein Gott?

Sie glauben das nicht? Dann möchte ich wenigstens dafür einmal in meinem Leben einen Beweis sehen. Zeigen Sie mir, dass Ihr Glauben Sie dazu befähigt, etwas zu tun, was erstens kein Ungläubiger tun kann und zweitens keiner, der einem anderen Glauben anhängt. Und ich rede von Beweisen, nicht von den tausenden kursierenden und unbestätigten Geschichten, die man nur glauben kann, wenn man sowieso schon alles glaubt, was für den Glauben spricht. Und auch wenn unwahrscheinliche Dinge geschehen ist das kein Beweis - fast jede Woche gewinnt jemand im Lotto, obwohl das sehr unwahrscheinlich ist. Und wenn etwas eine Wahrscheinlichkeit von 1:10.000.000 (eins zu zehn Millionen) hat, dann bedeutet dies nur, dass das im Schnitt 8 Leuten pro Tag in Deutschland passiert. Nein, ich denke an ganz persönliche Fähigkeiten wie Gift trinken o. ä.

Und solange mir niemand zeigen kann, dass der Glauben einen nicht zu wirklichen Leistungen befähigt, die ich ohne Glauben nicht haben kann, solange halte ich es für überflüssig, mir diesen speziellen Glauben anzueignen. Glauben ist nur eine andere Art zu denken. Man ändert vielleicht seine Perspektive, wenn man sein Denken ändert, aber mit reinem Denken kann man nichts in der Welt ändern. Wenn Gläubige durch den Glauben mehr könnten als Ungläubige, so würde man dies an den Handlungen der Gläubigen bemerken. Da ich nichts davon sehe, bleibt mir nur eine Schlussfolgerung:

Kaum jemand glaubt tatsächlich an Gott.

Warum benutzt der Papst ein gepanzertes Papamobil? Erstens weil er nicht auf den Schutz Gottes vertraut, zweitens, weil er Angst davor hat, zu sterben und in den Himmel zu kommen. Der Papst wird wissen, warum . Und auch die Blitzableiter auf dem Vatikan sind ein praktisches Misstrauensvotum gegen Gott. Selbst der Papst und seine Kardinäle sind nicht von der Existenz Gottes überzeugt, jedenfalls nicht so, dass es praktische Konsequenzen hätte.

p_kosov Avatar
p_kosov:#3473

>>3472
Haha hast du dir das ganz alleine ausgedacht? Super Sache Malte!

Falls du das Ernst meinst lies den wie würde Gott geschaffen Faden.

syntetyc Avatar
syntetyc:#3512

Frage an die werte Moderation: was war jetzt an >>3455 so bannierungswürdig?
Auch wenn man mit dem Inhalt des Pfostens nicht übereinstimmt, so war das doch eine völlig normale und höflich formulierte Antwort auf >>3448.

Nun ist es natürlich so, dass ich nicht weiß, was der Verfasser sonst noch so pfostiert und es ist gut möglich, dass der Typ das ganze Brett vollkrebst, aber dann bitte ich doch darum, ihn bei einem solchen Scheißpfosten zu bannen und nicht wenn er sich konstruktiv an der Diskussion beteiligt.

Säge weil Meta.

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