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Veröffentlicht am 2016-03-24 13:41:15 in /sp/

/sp/ 5844: Wie plant Bernd seine Abenteuer und Kampangen als Meist...

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ma_tiax:#5844

Wie plant Bernd seine Abenteuer und Kampangen als Meister? Altschulige Zettelwirtschaft oder auf irgendwelchen Pads und in der Cloud?

dmackerman Avatar
dmackerman:#5846

schon immer mit dem Kopf

t. Meister/Spielleiter/etc seit 1992

newbrushes Avatar
newbrushes:#5847

Dieser Bernd schreibt gerne selber seine Abenteuer für DSA. Momentan sitz ich an meinem ersten für 5.0. Ich kritzel mir immer ein Script zusammen per Hand. Steht die Story, die Charaktere und die Gegner, dann schreib ich es einmal auf dem Rechner und druck es aus. Danach lass ich es von jemanden der selber nicht spielt (Will ja niemand dabei haben der alles schon kennt) Korrekturlesen und schreib es danach nochmal in eine PDF Datei. Die reich ich dann Anschnur ein und lass sie mir binden. Paar hübsche Bilder, Karten und ne nette Schnur als Lesezeichen sind da schon hübsch. Kostet mich in der Regel zwischen 20 und 30 Euro, was ja nicht viel mehr ist als offizielle Bücher. Ich steck da gern viel Herzblut rein weil ich ja weis das meine Gruppe leider zeitlich so eingeschränkt ist das sonst kaum einer Zeit investiert in das Spiel. Man muss also oftmals alles selber machen als SL. Hat sich bislang aber keiner beschwert. Bislang hatte ich es aber häufig mit Insidern für meine Gruppe gespickt. Wäre also nichts für Außenstehende. Würde aber irgendwann gern mal offiziell ein Abenteuer veröffentlichen.

Beim Spiel selbst ertrinke ich immer fast in Zettelwirtschaft. Hoffe mal das 5.0 mit den netten Charakterbögen besser dazu geeignet ist mit wenig Extrazetteln zu spielen. Ich lasse mir oft die Charakterbögen der Gruppe eine Woche vor dem Abenteuer aushändigen damit ich mir schon mal Gedanken machen kann zu den potenziellen Möglichkeiten der Heldengruppe.

Muss vielleicht noch erwähnen das ich ein recht unerfahrener Spielmeister bin. Zumindest was die bisherigen Spieleabenden angeht. Spiel zwar schon seit 16 Jahren, hab aber dennoch erst eine Handvoll Abenteuer veranstaltet.

nerrsoft Avatar
nerrsoft:#5848

Dieser Bernd macht sie meist spontan oder nutzt gekaufte Abenteuer oder hat vor kurzen beim Gratisrollenspieltag tatsächlich mal vorher eines mit Handouts geschrieben.
Er nutzt dazu einen DIN4 Block um wichtige Daten (Wie Namen und Geschlecht des Spielers samt Realnamen) und ein paar frei erfundene NSCharaktere dann aufzuschrieben, wenn sie man einmal namentlich benannt hat samt Marotten und co.

christianoliff Avatar
christianoliff:#5849

>>5846
Ah, le Avantgarde.
>>5847
Nur mit Word? Bernd versucht gerade seine Notizen und Ideen mit yWriter 5 zu sortieren. Bin aber ziemlich faul weshalb der meisste Kram noch in Notizbüchern und Zetteln rumfliegt.
>>5848
Und die eigentlichen Handlungsstränge?

subburam Avatar
subburam:#5850

>>5849
>Nur mit Word? Bernd versucht gerade seine Notizen und Ideen mit yWriter 5 zu sortieren

Ich nutz oft nur Office, weil ich damit auf der Arbeit (Bin fast immer in der Nachtschicht und hab da lange Zeit zum Schreiben. Vermutlich der einzige Grund weshalb ich soviel Zeit in das Hobby investier :3) auch weitermachen kann. Die haben da kein ywriter, und ich darf auch nichts dort installieren. Man kann natürlich alles hübscher und besser gestalten mit anderen Programmen, aber ernsthaft. Ich bin der SL, und die anderen schauen sich die Bücher eh nur mal kurz an nach dem Abenteuer. Dafür muss ich mir die zusätzliche Arbeit nicht machen.

Ywriter nutz ich daheim aber für andere Projekte auch sehr gern. Bin nämlich nebenher kleiner Hobbyautor.

newbrushes Avatar
newbrushes:#5854

>>5850
Hat Bernd Tips für yWriter? Arbeite mich da wie gesagt gerade erst rein.

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crhysdave:#5856

>>5849
Ich schlage das Cthulhubuch im Bereich Monster auf, blättere ein wenig blind rum und da, wo dann der Finger ist, das ist Monster der Woche.
Der Plot entsteht meist um dieses Monster herum. Fischmenschen sind z.b. eher am Meer als mitten im Land zu finden. (Was ich nicht sage?) Ein paar Leichen, Irre oder Verschwundene sind als anfängliche Aufhänger immer nutzbar. Auch toll, der frisch erfundene Freund, der die Charakter zu sich einlädt!
Das Schema Einleitung - Erste Ermittlungen (Was war es? Warum ist das und das? - Erstes Monstertreffen (Wo die Charaktere eventuell das Monster mal sehen oder direkt einen Kampf mit blutigen Nasen kriegen) - Zweite Ermittlungen (Wie kriegen wir das Scheißvieh tot!) - Zweiter Kampf mit Sieg - Eventuell einen bösen Cliffhänger (Etwas hat noch überlebt/ Etwas fehlt/ Böse Polizei glaubt einfach nicht, dass der und der ein Monster war! / Banane ist zu krumm...), funktioniert sehr gut. Versuch es mal Bernd.
Fertig sind so die Spontanen Dinger von mir.

Bei DSA machst du es etwas fantastischer (und vergiss nicht ein Karnickel auf dem Weg zu erwähnen oder Vögel! Geschätzte 2/3 der Leute treffen regelmäßig auf Trolle, Drachen, Räuber usw. aber einen Hasen am Wegesrand haben die NIE gesehen.)

Shadowrun gibt es irgendwo sogar einen Abenteuermaker in einen der Bücher, wenn ich mich recht entsinne.

Für kleine Ängste mache ich mir zur Zeit am meisten Gedanken für einen Plot, wobei ich das lustigerweise nicht spiele, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

wiljanslofstra Avatar
wiljanslofstra:#5860

>(und vergiss nicht ein Karnickel auf dem Weg zu erwähnen oder Vögel! Geschätzte 2/3 der Leute treffen regelmäßig auf Trolle, Drachen, Räuber usw. aber einen Hasen am Wegesrand haben die NIE gesehen.)

freddetastic Avatar
freddetastic:#5863

>>5860
Ist dem nicht so? >>5860

emileboudeling Avatar
emileboudeling:#5876

Da Bernd meistens mit dem Rad zu seinen Spielabenden unterwegs ist und diese meist in irgendwelchen schäbigen Kneipen enden zieht er Zettelwirtschaft vor, da er keine Lust hat, seinen Rechner jedes mal mitzuschleifen und einen Totalschaden zu riskieren. Wenn ich mal besonders motiviert ist schreibe ich ein Script und bastelt die Statblöcke von NSCs und Gegnern und drucke sie mir aus. Karten und Handouts entstehen meist per Hand. Da meine aktuelle Gruppe das aber leider kaum zu schätzen weiß und zu doof für die einfachsten Rätsel und Plots ist, improvisiere ich in letzter Zeit ziemlich oft, was recht gut anzukommen scheint.

hota_v Avatar
hota_v:#5877

>>5876
Das mit dem Gruppenintellekt kenn ich nur zu gut. Ich muss unglaublich oft eingreifen um vorzeitigen und unnötigen Charaktertoden vorzubeugen. Einmal hat jemand seinen "Freund" aus dem Fenster eines Turms gestoßen als dieser hinausspähte. Am Besten war die Begründung der Typ hätte ihm beim Baden zu lange auf den Schwanz geschaut. Da musste ich zwangsweise einen Balkon ein Stockwerk tiefer einbauen auf den dieser Kerl knallte. Ich wünschte wirklich die Typen wären manchmal etwas weniger wahnsinnig, so lustig das auch manchmal sein mag.

subburam Avatar
subburam:#5878

>>5877
Was zum Fick

Der Kerl wäre mit nem Verweis auf "Regel 0" (spiele nicht mit Arschlöchern) direkt aus der Gruppe geflogen.

dwardt Avatar
dwardt:#5879

>>5878
Tja, ich hab nur nicht den Luxus von vielen Ersatzspielern, und dieses Arschloch gehört nun schon fast 20 Jahre in meinen Freundeskreis. Er nimmt nur leider solche Spiele selten besonders "ernst".

joynalrab Avatar
joynalrab:#5880

>>5879
Das ist natürlich ärgerlich und nervig.

thierrymeier_ Avatar
thierrymeier_:#5881

>>5879
Das kenne ich. Hab vor langer Zeit in einer Runde gespielt und einer der Spieler musste immer seine Extrawurst haben. Ist manchmal grundsätzlich in eine andere Richtung gegangen, irgendwas angegriffen, ausgeraubt etc. Ätzend. Bei denen hätte ich nie SL gemacht.

nerrsoft Avatar
nerrsoft:#5883

Hehe, beim letzten Spielabend hat der vollvercyberte Trollstrassensamspieler realisiert wie wenig sein Haudraufcharkonzept zum Spielstil eines "Brains" passt. Auf Dauer ist wohl doch sehr fad Herr ICHMACHALLESKAPUTTUNDBLUTIG zu sein :3

joemdesign Avatar
joemdesign:#5884

>>5883
Zumal man mal darüber nachdenken muss, was für einen Ruf man so bei den Konzernen bekommt, wenn man bei jeden eine Spur von Blut und Leichen hinter sich lässt und jeder Toten bedeutet bei Konzernen eine Gruppe mehr, die unbedingt den Mörder bestraft sehen will.

gojeanyn Avatar
gojeanyn:#5941

Ich würd die Spieler bei sowas hier und da schonmal die Konsequenzen spüren lassen.

Wer aus dem Fenster geschmissen wird, bricht sich 'nen Arm und kann seinen Schild nicht mehr heben; Leute, die einen schlechten Ruf mit blutigen Leichen wo auch immer sie hingehen farmen, dürfen auch schonmal einen Händler treffen, der nicht mit ihnen handeln will.

Sowas bringt die Spieler nicht nur dazu mal nachzudenken, sondern kann die Geschichte auch in eine schöne Richtung lenken, wenn man jetzt zusätzlich noch einen geschulten Arzt finden muss, der Arme heilen kann oder die Gruppe mehr und mehr vom rechten Pfade abkommt und am Ende plötzlich selbst von Heldengruppen gejagt wird.

Zum Thema:
Zettelwirtschaft. Seltenst besonders durchgeplant. Eine Hand voll generierter NSCs (insbesondere Namen!), die irgendwo ihre Zeit zum glänzen haben werden. Hab in der Regel eine lose Plotline - am Ende kommen die Spieler aber meistens doch vom Pfad ab und ich improvisier.

Habe häufiger schonmal überlegt mir ein Tablett dafür anzuschaffen.
Die lose Blätterkultur macht es einem einfacher hin und her zu springen und nebenher Notizen mit Kritzeleien zu machen. Auf dem PC bekomme ich das nicht gebacken, deswegen zögere ich noch mit dem Tablett.

Wie sieht es mit anderen Bernds aus?

kiwiupover Avatar
kiwiupover:#5942

>>5884
>jeder Toten bedeutet bei Konzernen eine Gruppe mehr, die unbedingt den Mörder bestraft sehen will.

Hör auf dieses Krebsmaymay zu forcieren


>>5941
Finde Blattwerk für Notizen auch deutlich besser.
Empfehle einen Block oder ein klassisches Schulheft.

Digital würde ich nur für spontannotizen verwenden, wenn ich ein Gerät mit vernünftiger Handschrifterkennung und gutem Digitizer hätte.

pjnes Avatar
pjnes:#5958

Dieser Bernd hat eine Sammlung von 0815-Dungeons vorbereitet, die nach Bedarf in jedes Abenteuer eingebaut werden können, jeweils als Karte plus 1-2 A4-Seiten auf denen steht was wo ist. Die Kampagnen sind meist selbstgebastelt, werden allerdings für neue Gruppen gerne teilweise wiederverwendet. Das Konzept klappt sowohl als Zettelwirtschaft für meine Echtleben-Gruppen als auch Anschnur, obwohl ich selbst bei Anschnurabenteuern Zettel für ein paar sachen wie spontan erfundene NPC-Namen und Tabellen aus Regelbüchern benutze.

Neuste Fäden in diesem Brett: