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Veröffentlicht am 2015-04-21 23:38:31 in /t/

/t/ 27884: Bernd hat vor einen kleinen Röhren/Gitarren Verst...

oscarowusu Avatar
oscarowusu:#27884

Bernd hat vor einen kleinen Röhren/Gitarren Verstärker zu bauen, allerdings ist Bernd bei der Auswahl des Netztrafos-"Typs" nicht sicher. Meines momentanen Wissens nach kommt entweder split bobbin oder halt eben nicht split EI Trafo in Frage. Bernd hat gegurgelt bis zum vergasen, findet jedoch nichts, welche Vor bzw. eher welche Nachteile der Typ split bobbin mit sich bringt. Kann mir ein Bernd helfen und sagen, welche konzeptionellen Vor und Nachteile sich aus dem jeweiligen "Typ" ergeben?

itskawsar Avatar
itskawsar:#27885

>>27884
Habe außer einigen Spielereien mit magischen Augen und Leuchtstoffröhren noch nicht viel Praxiserfahrung mit Röhren. Was Du da treibst, steht aber seit einigen Jahren auf meiner Liste. Der Plan in meinem Schubfaschofach lässt sich so zusammenfassen:
> scheiß auf Röhrenzaubertrafo, stattdessen
> Vollgleichrichtung der Netzspannung mit Glättung, evtl mit LM1084
> Für die Heizspannung einen kleinen Trafo, gegebenenfalls mit Linearregler

Ist aber alles sehr innovativ und noch nicht erprobt. Muss man wissen, ob man sich zutraut was Neues zu probieren.

tmstrada Avatar
tmstrada:#27886

Den Netztrafo wegzulassen funktioniert aber nur mit Röhren die für ca. 300V gemacht sind, also bei weitem nicht mit allen.
Außerdem ist so ein Netztrafo auch ein Sicherheitsfaktor - die meisten Ausgangsübertrager sind nicht so gut isoliert wie ein Netztrafo.

ionuss Avatar
ionuss:#27888

>>27886
> Den Netztrafo wegzulassen funktioniert aber nur mit Röhren die für ca. 300V gemacht sind, also bei weitem nicht mit allen.
Wie kommst du denn darauf? Hast es geschafft mich zu verunsichern, also recherchierte ich stichprobenmäßig nach einer Wald- und Wieseröhre um meine Aussage zu überprüfen:
http://frank.pocnet.net/sheets/030/e/EL34.pdf
Die Anodenspannungen die ich beim Überfliegen des Datenblattes sehe, reichen von 250 V bis 800 V. Da liegt man mit vollgleichgerichteter Netzspannung perfekt drin, wenn 300 V zu wenig sind, baut man halt einen Spannungsverdoppler und hat 600 V. Hab mir dieses Patent übrigens nicht komplett alleine ausgedacht: Fand mal auf dem Sperrmüll ein altes Küchenradio ohne Röhrentrafo. Hab dann irgendwann begriffen, dass das ein richtiges Konzept war damals: man hat die Heizfäden so dimensioniert, dass sie mit 36 V laufen, dann konnte man ein Radio ohne Trafo bauen wenn man mit 6 Röhren hinkam und einfach alle Heizdrähte in Reihe schaltete. Nachteil dieses Patents ist ein ungeheurer Brummmmmmmmmmmm... Mein Patent erweitert die ursprüngliche Idee um moderne Komponenten und spart dem geizigen Bastler letztlich den teuren Röhrentrafo. Im Signalpfad Röhren, alles drumrum mit Halbleitern. Die Nachteile wären, irgendwelche Puristen würden es total hässlich finden und das Gerät wäre sehr leicht beherrschbar.

juaumlol Avatar
juaumlol:#27892

Hallo Bernd.
Ich mag auch mal meine Gedanken dazugeben, da ich schon einige Amps gebaut habe, alle für die Gitarre. Wenn du mit "split bobbing" meinst, das ein Schild (eine geerdete Wicklung / Schirmung) zwischen Primär- und Sekundärseite ist, dann ja: im Falle, das dir die Primärwicklung abraucht hast du im ungünstigsten Fall dann Netzphase auf der Sekundärwicklung anliegen. Der Sicherheitsgewinn ist enorm, da in diesem (gar nicht mal so untypischem Fehlerfalle) sofort die Sicherung / der RCD fliegt, weil eben der Aussenleiter an der geerdeten Zwischenwicklung anliegt. Ansonsten erhöht split bobbing eigentlich nur die Durchschlagfestigkeit, was aber m.E. nicht notwendig ist, wenn du nicht eine EL34 oder 6L6GC dauerhaft mit 600V laufen lassen willst. Das Rauschen halte ich für irrelevant, da du ja zum einen noch gleichrichtest und glättest, zum anderen weil wir bei Gitarrenamps jetzt auch garnicht mit Signal-to-noise oder Klirrfaktoren anfangen wollen.

Der Verzicht eines Trafos zugunsten eines Schaltnetzteils mag verlockend klingen und ist mit heutigen Bauteilen leicht machbar. Völlig Wertfrei möchte ich dir aber mit auf den Weg geben, das dies - auch ohne Schaltungsvoodoo - deutlich den Klang beeinflusst. Netztrafos können kurzfristig deutlich höhere Ströme bereitstellen als Schaltnetzteile. Zudem verhalten sie sich deutlich anders als Schaltnetzteile was Dynamik und kompression des Klangs angeht. Sicherlich kannst du das noch maßgeblicher beeinflussen durch die Wahl des Gleichrichters (Röhrenrectifier komprimieren stärker, "sagging", SolidStateRectis sind da viel schneller, eher "hart" in der Ansprache) und der Kapazität des ersten Glättungselkos.

Viele mögen die Komprimierung des Tons und den eher "weichen" Verlauf eines Eisentrafos bei Peaks - der Amp klingt geschmeidiger. Für schnelle Ansprache und Impulsfreudigkeit / hohe Dynamik ist ein Schaltnetzteil sicherlich besser geeignet, grade wenn du viel Jazz oder eben nur Laut & Clean spielst. Für HiGain wird eigentlich immer der Sagging - Effekt bevorzugt, aber das ist Geschmackssache.

Die Heizspannung mit Gleichstrom in Reihe durchzuführen wird oft gemacht und ist sicherlich erprobt. Schön mit einem Linearregler ist sowas gut realisierbar auf einer kleinen Zusatzplatine. Denoch möchte ich auch hier einwerfen, das es Probleme geben kann, die der geneigte Schlauscheisser aus >>27885 nichtmal kennt. Dadurch, das die Röhren eine ziemliche Streuung in den Werten aufweisen, liegt bei weitem nicht immer der gleiche Innenwiderstand an der Heizwicklung an. Und dann fällt im schlimmsten Fall in der einen Vorstufenröhre auf der Heizwicklung eine ganz andere Spannung ab als an der zweiten. Da geb es vor Urzeiten mal einen netten Faden zu, abweichungen von über 20% sind da durchaus normal. Wir haben das damals mit einem Oszilloskop nachgemessen; Mein Tip ist immer noch eine Wechselspannungsheizung, Leitungen ordentlich verdrillt und weit weg von Signalleitern, am Ende symmetriert mit 2 gematchen 100R Widerlingen.

Wenn du trotzdem mit Gleichstrom heizen willst, nimm für jede Röhre einen eigenen Linearregler, miß die unter Last ordentlich aus und achte auf die Phasenlage bzw. das alle gleichherum gepolt sind. Wenn du GND am Chassis zusammenführst, solltest du alles matchen um keine Potentialdifferenzen zu haben.

Bei weiteren Fragen gerne auch hier.

o/ NSL
Dein Walter

lisakey1986 Avatar
lisakey1986:#27893

>>27892
Den letzten Satz hab ich ausgeblendet. Nehme den "Schlauscheisser" aus >>27885 zurück.
Säge da eigenes Fersagen.

keyuri85 Avatar
keyuri85:#27897

>>27893
Sehr nobel. Wäre sonst den ganzen Tag mett gewesen. Ist nämlich mal wieder ein echter Qualitätsbeitrag, habe einiges gelernt. Die Sache ist: ich setze einfach immer voraus, dass OP auch Zeit und Mittel hat um ein bisschen zu experimentieren (So wie ich). Daher halte ich mich auch mit Lösungsvorschlägen nicht zurück, die ich selber erst in vivo erproben müsste. Wenn OP sie annimmt und liefert, spart es mir Lehrgeld. Ein fairer Deal, wenn er alleine gar nicht wüsste was er zuerst machen soll.
Ein anderer meiner Pläne um den teuren Röhrentrafo zu sparen geht übrigens so: 230/12V Trafo und 9V/230V Trafo in Reihe schalten (ca 430 VSS), dann müsste es auch mit
>Dynamik und kompression des Klangs
klappen. Hab nur noch nicht geguckt, ob sich das monetär dann überhaupt noch lohnt oder ob das wieder nur was für Bastler ist, die sowieso alle möglichen 0815-Trafos rumfliegen haben, aber eben keinen Röhrentrafo. Von der Mittelspannung könnte man direkt noch die Heizspannung ernten, wie schätzt du diesen Plan ein?

(Dscheiß Vollgleichrichtung hat sich bei meiner Teslaspule bewährt. Hatte erst übelst schiss davor, mittlerweile wird kein Fick mehr gegeben. Wenn was kapott geht, kommt die Sicherung und gut ist. Keine Ahnung, warum ich davon bisher noch keine geszwitschert bekommen hab, vermulich wacht der Führer persönlich auf seinem Stuhl in der Hölle über mich.)

gojeanyn Avatar
gojeanyn:#27898

>>27886
Die EL34 hat in der Tat einen sehr weiten Spannungsbereich. Das ist aber nicht bei allen Röhren so. Die KC 1 z.B. braucht 135V.
Was ich mit meinem Post aber eigentlich hervorheben wollte war der Sicherheitsgewinn durch den Netztrafo.

amboy00 Avatar
amboy00:#27900

>>27898
Stimme voll und ganz zu. Der Sicherheitsgewinn ist enorm, zum anderen werden (in der Regel) Trenntrafos eingesetzt - daher besteht kein Potential zur Primärspannung sondern zwischen den Wicklungen auf dee Sekundärseite. Zum andern ist - was klanglich viel wichtiger ist - bei einer "direkten" Versorgung aus dem 230V Netz dein Chassis mit 50Hz auf dem gleichen Potential wie der Nulleiter (richtiger: Gleichgerichtete Netzmasse), da du ja Gleichstromseitig GND mit dem Chassis auf Erde zusammenführst. Da auf einen Trenntrafo zu verzichten wird dir ordentlich Brumm geben.

>>27892
Mit 9V zu heizen ist schwierig; Du wirst gleichgerichtet nie auf über 12V kommen, um 2 Röhren seriell zu heizen; Ich fabuliere mal, das an den Gleichrichterdioden mindestens 0,7V pro weg abfallen, so das du mit 9Vx(2xWurzel2)/halbe-1,4V auf bestenfalls 11,3V kommst - in der Theorie. Praktisch verlierst du noch bei der Glättung, 10V sind zu erwarten und bei weitem zu wenig. Allerdings kannst du dann einen Linearregler nehmen. Das hat übrigens (bei allen in >>27892 genannten Nachteilen) den Vorteil, das du immer eine ziemlich exakte Heizspannung von 6,3V erreichen kannst, unabhängig von der Eingangsspannung / Netzspannung. Es ist eine nette Idee, mit einem Variac oder Regeltrafo die Netzspannung zu modifizieren (Neil Young macht das z.B.) um den klang des Amps und die zerrintensität zu verändern. Nur sollte die Heizspannung weitgehend genau bleiben - das ist für den Klang und die Lebensdauer der Röhren viel wichtiger als als die Anodenspannung - da kommt es, ganz salopp gesagt - auf 50 V nicht an (technisch, klanglich macht das Welten; ist aber dem Geschmack unterworfen)



Auch:
>Keine Ahnung, warum ich davon bisher noch keine geszwitschert bekommen hab <
Ist mir auch noch nie passiert (Am Röhrenamp).
Ich verlasse mich auf mein Material: VDE-Werkzeug von Wera/Knipex, Fluke Multimeter und Hirschmann-Klemmen. Im Idealfall habe ich dann einige hundert Euros mehr investiert als der Baumarkt-Geizheimer, lebe aber auch entspannter. Szenario: Du klebst an der Sekundärseite, die liefert feine 200mA bei 370V. Ist nen feiner Trenntrafo. Frage: Wer sieht dich? Protip: Es ist nicht die Sicherung. Es ist auch nicht der RCD. Es ist bestenfalls ein Familienmitglied, 2 Stunden später. Bis dahin bist du gar.


Bild nur halbwegs relatiert: Ein Folgeprojekt für OP.

sokaniwaal Avatar
sokaniwaal:#27901

>>27900
> Frage: Wer sieht dich?
Das ist übrigens genau der Punkt, weshalb ich nicht verstehe, weshalb ihr sagt die Vollgleichrichtung würde die Sicherheit verringern. Denn bei dieser Variante hätte Bernd immerhin die Chance (!), dass der FI kommt. Staubsauger, Winkelschleifer, Nachttischlampe... Arbeiten alle direkt am Netz, ist also überhaupt nichts ungewöhnliches. Und man darf diese Dinge auch im Betrieb in die Hand nehmen. Eine E-Gitarre muss gefärlicher sein (dürfen) als ein Stabmixer!
Aber mit dem Brumm, das stimmt wohl ;_;

ripplemdk Avatar
ripplemdk:#27908

>>27901
Die genannten Geräte sind meist doppelt isoliert (Schutzklasse2), was bei deinem Röhrenverstärker mit normalen Ausgangsübertragern nicht gegeben wäre.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzklasse_%28Elektrotechnik%29

evandrix Avatar
evandrix:#27910

>>27908
Hmm, stimmt. Bei den Ausgängen würde ich mir zwar weniger Sorgen machen, aber bei den Eingängen ist es vielleicht wirlich unlustig, wenn man den Netzstecker falschherum reinsteckt und Masse auf 230 VAC zum liegen kommt (bei Verdopplerschaltung). Irgendwie geht es zwar, aber man fängt sich bei dieser Bauart so viel Krebs ein, dass man als Anfänger und ohne Not lieber die Finger davon lassen sollte. Hoffe OP ist meinem Rat noch nicht gefolgt und liefert demnächst ein paar tolle Bilder.

Selbstsäge wegen Versagens

likewings Avatar
likewings:#27917

>>27884
hoffend, dass Folgendes nützt; Ich habe die ~Stromheizung, samt den originalen Gleichrichterschaltungen bald gelassen(Bei Pentode, Triode oder anderen Rö). Zum Teil verwende ich zwar Originaltrafos (teilw. umgewickelt), aber zur Gleichrichtung und Stabi. nur moderne Halbleiter, auch bei den Anodenspannungen. Zu der absoluten Brummfreiheit, kommt dabei noch die Netztrennung (Sicherheit!). Ich habe sogar die Anoden=Versorgung (zB. 285 V), einstellbar geregelt ausgeführt (+-5%). Der Aufwand ist minimal, die Feinanpassung zauberhaft. Bei direkt geheizten Trioden bringt das einzeln getrennte und stabilisierte =Heizen ebenfalls riesige Vorteile, wenn man sich den Mehraufwand antut.
In jedem Fall sollte aber ein leicht belasteter LC Kreis (100mH + 100µF + 1R5=) 50 Hz vollkommen ableiten. Das ist einfach und effektiv.
Und der beste Tipp von allen, solltest du nicht aus Nostalgiegründen einen G Verstärker wollen, lass die Finger davon und meide Röhren! Es führt nur in die Kammer der 10.000 unbeschreiblichen Schrecken. Mit moderner FET Technik geht es leichter, billiger und mit der richtigen Schaltung besser.

snowwrite Avatar
snowwrite:#27924

OP hier. Zunächst vielen Dank für die Anregungen und Vorschläge.

Zunächst kurz zu meinem ursprünglichen Pfosten. Unter split bobbin hab ich den Trafoaufbau verstanden, bei welchem die primär und sekundär Wicklungen nicht übereinander sondern wie in Bild 1 relatiert nebeneinander vorliegen. Nur habe ich leider nichts gefunden, welche Vorteile und Nachteile der Aufbau (Bild1) im Vergleich zu Aufbau im Bild 2 hat. Mal vom sicherheitstechnischen Aspekt abgesehen

Kurz zum Projekt: Der Verstärker soll eine abgespeckte Version des Dual Rectifiers von Mesa sein. Da OP jedoch zu viele Interessen gleichzeitig verfolgt und daher auch mehrere Fronten mit NG-Nachschub zu versorgen hat, habe ich vor, den Verstärker mehr oder weniger sehr stark angelehnt am Original zu belassen Tschuldige Bernd, leider kaum Experimente möglich >>27897.
Gebaut wird er allerdings nur mit einem Kanal. Momentan suche ich Bauteile/Hersteller zusammen und beschäftige mich generell mit der Thematik.
Nach meinem momentanen Verständnis und Absichten, macht ein Netztraffo am meisten Sinn. Jedoch kann ich mich auf den Typen wie oben beschrieben immernoch nicht festlegen. Vermutlich werden bei den Anforderungen sowieso nur ein paar Modelle meinerseits finanzierbar sein....

>>27892
Bei der Heizung hatte ich vor Linearregler einzusetzen. Dein Beitrag hat hat meinen Kampfgeist gestärkt und ist auch sonst pure Qualität! Danke.

Zum Ausgangsübertrager haben sich mittlerweile auch haufenweise Fragen angesammelt. Manche behaupten, den AÜ in die Sättigung zu fahren ist erwünscht. Stimmt denn das? Bernd hatte leider nie die Möglichkeit (und das Bedürfnis) einen 100 Watt Dual Rectifier bei entsprechenden Lautstärken zu betreiben und weiß daher auch nicht, wie sich dieser Effekt auf den Klang auswirkt. Bei moderaten Lautstärken klingt der Verstärker mMn sehr gut. Behauptet wird andererseits auch, dass die Qualität des AÜ genau dann eine Rolle spielt, wenn er in die Sättigung gefahren wird. Als Quintessenz würde ich verstehen:
- Kauf beliebigen Hammond und pfeif auf schlangenöl 300 NG Mesa AÜ solange keine extremen Lautstärken gefahren werden.

Bernd kann einen Übertrager (Hammond 1650T 120W) recht günstig - 85 NG - bekommen. Bei diesem AÜ handelt es sich aber um einen "Audio Transformator". Laut Datenblatt wird dessen Verlauf von 70 Hz - 30kHz mit +/-1db beschrieben. AÜs für Gitarrenverstärker vom gleichnamigen Hersteller sind allerdings mit 70 Hz - 15 kHz +/-1db ausgewiesen. Da der Verstärker an sich in den Höhen überpräsent ist, bin ich mir nicht sicher, ob der 1650T AÜ für dieses Projekt angebracht ist, oder die Problemzone (Höhen) sogar noch weniger dämpft und schlimmer macht. Sollte ich jetzt diesen leicht überdimensionierten AÜ nehmen, obwohl er bezeichnungstechnisch nicht speziell für Gitarrenverstärker gemacht ist? Prinzipiell sollte doch der ensprechende Lautsprecher (Celestion V30) für das notwendige Abschneiden der Höhen auch reichen oder sollte ein AÜ für Gitarrenverstärker her? Über eine Empfehlung eines passenden AÜ Typs/Modells wäre ich sehr dankbar.

Im Moment bin ich dabei mich einzulesen, daher bitte ich um viel Geduld mit meinem "Fachwissen" :^)

Dann mal schlafi, Rest folgt in den nächsten Tagen

sunshinedgirl Avatar
sunshinedgirl:#27928

>>27924
Beim Lesen deiner Posts wird klar, dass du überhaupt keinen Tau von Röhrenschaltungen hast. Dennoch gleich einen Gitarrenverstärker bauen zu wollen, halte ich für keine gute Idee.
Vielleicht hilft dir ja dieser Link weiter.

www.jogis-roehrenbude.de

breehype Avatar
breehype:#27929

>>27928
Nazibernd fragt dazwischen:
> Dennoch gleich einen Gitarrenverstärker bauen zu wollen, halte ich für keine gute Idee.
Warum nicht, was kann schon schief gehen? Beim Gitarrenverstärker will man doch Verzerrungen, also kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Solange man keine groben Schaltungsfehler produziert. Viel anspruchsvoller wären doch ein HiFi-Verstärker oder ein Sender oder sowas in der Preisklasse. Ein paar einfachere Röhrenprojekte aus denen man dann inkrementell den Gitarrenverstärker bastelt sollte doch machbar sein. Das ganze Ding in Modulbauweise, im Stile der Boote vom Typ XXI, sollte doch machbar sein?

BrianPurkiss Avatar
BrianPurkiss:#27932

>>27928
Ach was, kokolores. Irgendwann und irgendwo muss OP ja anfangen. Was soll OP jetzt erst Vorstufen zusammenfrickeln oder sich an 60er - Jahre Lehrbüchern aufhalten? Ich mag das erlernen durch "machen", Grundlagen werden dann bedarfsgerecht draufgeschafft. Klar gibt es die Argumentation, das dann immer noch Basiswissen fehlt, wenn es nur Problemspezifisch gelernt / erlesen wird, m.E. ist das aber fürs lernen der bessere Weg - es wird einfach besser memoriert und bleibt länger im Gedächnis erhalten.
An OP: Basiswissen im Umgang mit Strom setze ich aber voraus; Das kann sonst schonmal ziemlich wehtun bzw. auch deutlich ernster werden. Was aber nicht bedeutet, das ich nun den erhobenen Zeigefinger bemühen werde. Pass einfach auf, wo du hinlangst und kontrollier deine Verdrahtung doppelt bevor du den Stecker reinsteckst.
>>27924
Zum AÜ kann man ganze Bücher schreiben. Der sollte in der Primärwicklung zur Röhre passen. Allerdings ist eine Fehlanpassung manchmal auch gewünscht. AÜ mit mehreren Abgriffen (4, 8, 16R) können nützlich sein. Generell neige ich dazu, Bauteile überzudimensionieren, allerdings ist auch die Art der Wicklung (verschachtelt) klangbestimmend bzw. für die linearität des Frequenzgangs wichtig. Das Eisenpaket des Übertragers hat einen (Luft-)spalt [oft vergossen], um magnetische Sättigung zu verhindern. Sättigung versaut den Frequenzgang. Zumindest technisch - für den Klang kann das ok sein, alte Fender (Vibrolux mein ich, Blackfaces etc.) hatten per se einen zu schwach dimensionierten AÜ.
>>27929
Modulare Bauweise für den Endsieg. Ich bau meine Amps mittlerweile alle so. Ich nehm Platine aus Glasfaser, bohre dort Löcher. Dann verniete ich das mit Lötösen, weil Turrets sind mir zu aufwändig mittlerweile. Eine Platine beherbergt die Gleichrichting, Siebung und Glättung & Ladeelkos, eine Platine dann jeweils für Vorstufe, Klangreglung und eine für die Endstufe / Gegenkopplung. Gegenkopplung mache ich gerne schonmal schaltbar. Vorteil der modularen Bauweise ist ganz klar, das man leichter was tauschen kann. Alles wird übersichtlicher und die platzierung im Gehäuse wird leichter. Nachteil ist, das ich geschirmte Leiter für die Signalleitungen nehme, da ich mehr Draht im Aufbau habe, um die Module zu verbinden. Erst wenn ich komplett fertig und zufrieden bin, baue ich den Amp komplett auf einer Platine (wobei auch hier die GleichrichtungSiebungGlättung meist seperat kommt).

Sollte OP da spezifische Fragen haben (z.B. auch mechanischer Aufbau des Gehäuses, platzierung, welche Werkzeuge um Röhrenfassungen in Blech zu dengeln etc.) gerne hier.
o/ NSL

Walter

VinThomas Avatar
VinThomas:#27935

>>27929
Ich will hier nicht der Spielverderber sein, aber es sollte dir von Anfang an klar sein, es ist eine überholte Technik, die außer dem nostalgischen und vielleicht 2-3 Spezialanwendungen keine Vorteile hat, aber einen gewaltigen Schaltaufwand von nicht mehr üblichen Teilen erfordert.
Wenn du trotzdem diesem Reiz erliegst, solltest du dir vor dem ersten Bauprojekt einige "Dinge" richten:
Heiznetzteile, f.versch.U-h, nicht vergessen, heftige Endröhren dinieren auch mal 2 A Heizstrom, also großzügig auslegen;

Anoden und HilfsSpannungs Netzteil, sollte von =150 V bis 400 V die wichtigsten Röhren abdecken. Hier kann man sich aber am Anfang mit einer "Anoden Batterie", also in Serie geschaltete 9 V Blöcke mit Abgriff bei der jeweiligen U behelfen. Für den Testbetrieb ist das ausreichend und brummt nicht.

Sockelsteckbrett mit herausgeführten Pins, und tausend Klemmstrippen;

Ausgangsüberträger aus alten Radios, LCR-Meter, div. Wickeldraht, ev. Impedanz Dummys aus in Serie geschalt. alten Lautsprecher mit Anzapfungen;

!Achtung! viele Schaltpläne im Netz sind getürkt, also mit absichtl. Schaltfehler.

88

_zm Avatar
_zm:#27936

kleiner Stromgitarrenverstärker

http://www.magnuso.net/tutu/index.html

mfacchinello Avatar
mfacchinello:#27937

http://www.jogis-roehrenbude.de/Verstaerker/140Watt-TheRocker.htm

roybarberuk Avatar
roybarberuk:#27999

Und, hat dich die Leidenschaft zur Radioröhre jetzt verlassen, oder wolltest du dich ohnedies nur verbal einbringen?

puzik Avatar
puzik:#28002

>>27999
Die Idee gefällt mir, aber...

> »Warum erst jetzt?« sagte jemand, der nicht ich bin. Weil Mutter mir immer wieder ... Weil ich wie damals, als der Schrei überm Wasser lag, schreien wollte, aber nicht konnte ... Weil die Wahrheit kaum mehr als drei Zeilen ... Weil jetzt erst ...
> Noch haben die Wörter Schwierigkeiten mit mir. Jemand, der keine Ausreden mag, nagelt mich auf meinen Beruf fest. Schon als junger Spund hätte ich, fix mit Worten, bei einer Springer-Zeitung volontiert, bald gekonnt die Kurve gekriegt, später für die »taz« Zeilen gegen Springer geschunden, mich dann als Söldner von Nachrichtenagenturen kurz gefaßt und lange Zeit freiberuflich all das zu Artikeln verknappt, was frisch vom Messer gesprungen sei: Täglich Neues. Neues vom Tage.
> Mag schon sein, sagte ich. Aber nichts anderes hat unsereins gelernt. Wenn ich jetzt beginnen muß, mich selber abzuwickeln, wird alles, was mir schiefgegangen ist, dem Untergang eines Schiffes eingeschrieben sein, weil nämlich, weil Mutter damals hochschwanger, weil ich überhaupt nur zufällig lebe.
> Und schon bin ich abermals jemand zu Diensten, darf aber vorerst von meinem bißchen Ich absehen, denn diese Geschichte fing lange vor mir, vor mehr als hundert Jahren an, und zwar in der Baden-Würtembergischen Residenzstadt Winnenden, die sich zwischen sieben Seen erstreckt, mit der Schelfstadt und einem vieltürmigen Schloß auf Postkarten ausgewiesen ist und über die Kriege hinweg äußerlich heil blieb.
> Anfangs glaubte ich nicht, daß ein von der Geschichte längst abgehaktes Provinznest irgendwen, außer Touristen, anlocken könnte, doch dann wurde der Ausgangsort meiner Story plötzlich im Internet aktuell. Ein Namenloser gab mit Daten, Straßennamen und Schulzeugnissen personenbezogene Auskunft, wollte für einen Vergangenheitskrämer wie mich unbedingt eine Fundgrube aufdecken.
> Bereits als die Dinger auf den Markt kamen, habe ich mir einen Mac mit Modem angeschafft. Mein Beruf verlangt diesen Abruf weltweit vagabundierender Informationen. Lernte leidlich, mit meinem Computer umzugehen. Bald waren mir Wörter wie Browser und Hyperlink nicht mehr böhmisch. Holte Infos für den Gebrauch oder zum Wegschmeißen per Mausklick rein, begann aus Laune oder Langeweile von einem Bilderbrett zum anderen zu hüpfen und auf die blödesten Trollpfosten zu reagieren, war auch kurz auf zwei, drei Kinderpornosites und stieß nach ziellosem Surfen schließlich auf Homepages, in denen sogenannte Neuschwabenländer, aber auch frischgebackene Jungnazis ihren Stumpfsinn auf Haßseiten abließen. Und plötzlich - mit einem Schiffsnamen als Suchwort - hatte ich die richtige Adresse angeklickt: »www.krautchan.net«. In gotischen Lettern klopfte ein »Nazibernd« markige Sprüche. Lauter nachträgliches Zeug. Mehr zum Lachen als zum Kotzen.
> Seitdem steht fest, wessen Blut zeugen soll. Aber noch weiß ich nicht, ob, wie gelernt, erst das eine, dann das andere und danach dieser oder jener Lebenslauf abgespult werden soll oder ob ich der Zeit eher schrägläufig in die Quere kommen muß, etwa nach Art der Krebse, die den Rückwärtsgang seitlich ausscherend vortäuschen, doch ziemlich schnell vorankommen. Nur soviel ist sicher: Die Natur oder genauer gesagt DerGeneral hat zu all dem, was hier zu berichten sein wird, schon vor länger als einem halben Jahrhundert Ja und Amen gesagt.

...man sollte Bernd schon bis zu 3 Monate Zeit geben für Updates.
Krebse mit dem Belichter auch seit zwei Wochen seitwärts, so what?
Hab mir aber Latex besorgt und bastel gerade am MiVoGe 0.5, könnte bis zum WE fertig sein.
[spürdospärde]Und du so? Warum heulst du Spast hier rum, statt OC zu liefern?

Neuste Fäden in diesem Brett: