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Veröffentlicht am 2015-05-24 15:09:18 in /t/

/t/ 28070: Akkufrage

raquelwilson Avatar
raquelwilson:#28070

Tag zusammen,
ich wurde von einem Freund um Hilfe gebeten, für ein bevorstehendes Festival eine Stromversorgung für eine portable Box zu basteln.

Foto vom Netzteil der Box in Bild verwandt.

Da Bernd nur ein Multimeter daheim hat, habe ich provisorisch den maximalen Verbrauch (bei voller Lautstärke) gemessen, indem ich den Strom am Eingang gemessen hab.

Dieser schwankte zwischen 550mA und 1400mA bei Bassschlägen.

Angedacht ist nun ein Bleiakkumulator mit um die 30AH zu besorgen. An diesen möchte ich die Kabel anschließen, eine Flachsicherung in Reihe und dann einfach auf einen Klinkenanschluß löten (klassischer 12VDC Eingang an der Box).

Das Ganze kommt voraussichtlich in eine (Holz-)Box ums vor Witterung zu schützen, natürlich sollte diese aber trotzdem überdacht stehen.

Nun ein paar Fragen:

Muss ich bei Leitungsquerschnitt bzw. Isolierung etwas beachten? sollte bei 12VDC und max ~1,5A ja eigentlich kein großes Ding werden.

Kann ich einfach an den Anschluss der Batterie meine Kabel anlöten, oder löst man das eher mit Klemmen? (Die meisten Bleiakkus haben keine Klemmen sondern Ösen als Anschluss)

Gibt es allgemein an dem Vorhaben etwas zu bemängeln?

leelkennedy Avatar
leelkennedy:#28071

Würde versuchen das Abspielgerät direkt an den Akku anzuschließen, weil das den Wirkungsgrad (Laufzeit) nochmal locker um 10% verbessert. Ansonsten hört sich das alles ganz vernünftig an. 0.5mm² Kabel reicht bis 7 A, da brauchst du dir also keinen Kopf machen. Solche Strandboxen baut man üblicherweise um Autoradios herum auf, dann passen auch gleich Versorgungsspannung und Verbraucher zusammen. Nu sagend.

tereshenkov Avatar
tereshenkov:#28072

>>28071
Die Box hat das Abspielgerät integriert, per Blauzahn, falls du das meintest mit dem Autoradio.

>direkt an den Akku anzuschließen
Meinst du ohne Sicherung?

aiiaiiaii Avatar
aiiaiiaii:#28073

Sicherung beim Akku ist vernünftig, allerdings solltest du die Leitung größer dimensionieren, 2,5 mm², der Spannungsabfall und der Verlust in der Leitung sind dann kleiner.
Der AKKU sollte kein Starter AKKU, sondern einer für Antrieb und Beleuchtung sein, und wenn möglich ein Blei/Fließ AKKU. Der ist bereits sehr gut, aber noch nicht so Ladeempfindlich wie Blei/Gel AKKUs. Wenn du einen Ladekondensator herumkugeln hast, würde ich den noch parallel zum AKKU schließen um Lastspitzen ab zu puffern, 10.000 µF wären fein.

alagoon Avatar
alagoon:#28075

>>28073
Bernd sekundiert für Pufferkondensator. Ein kleines (analoges?) Voltmeter für die Akkuspannung währe sicher auch fein,
damit man dann nicht ganz überrascht im finsteren steht. Und man bekommt evt. zu tiefes Entladen mit. Außerdem vielleicht eine kleine (1-3w) Led-Lampe mit Schwanenhals?

1markiz Avatar
1markiz:#28078

>>28075
>>28073
Wird ein Pufferkondensator wirklich nötig sein?
In der Box wird ja sicherlich auch schon einer verbaut sein.

Voltmeter ist tatsächlich eine gute Idee, allerdings weiss ich nicht wie das Entladeverhalten des Bleiakkus ist, sinkt die Spg. etwa stetig oder erst gegen Ende rapide?

zusätzliche LED wäre wohl ein nettes Extra aber ich denke das wird nicht nötig sein.
Kann ja kurzfristig noch ergänzt werden.

andrewofficer Avatar
andrewofficer:#28079

>>28078
Die Frage ist ob/wie übel der Bleiakku es dir nimmt wenn du ihn pulsierend entlädst.

chanpory Avatar
chanpory:#28080

>>28079
Sofern es keine kA-Pulse sind, sollte es dem Akku wumpe sein. Ein Akku ist kein Bernd, der gleich anfängt zu weinen wenn ein grünes Legosteinchen zwischen den roten liegt.

>>28078
> Wird ein Pufferkondensator wirklich nötig sein?
Völliger Schwachsinn. Das macht das Schaltnetzteil. Spasten können sich das nur nicht so gut vorstellen, weil man anders als beim fetten Elko beim Schaltnetzteil nix sieht und zumindest gundlegende Ahnung von Physik haben müsste.

> Voltmeter ist tatsächlich eine gute Idee, allerdings weiss ich nicht wie das Entladeverhalten des Bleiakkus ist, sinkt die Spg. etwa stetig oder erst gegen Ende rapide?
Der Innenwiderstand der Akkus steigt, die Leerlaufspannung bleibt weitgehend konstant. Willst du den Ladezustand messen, musst du den Akku mit einem bekannten Strom belasten und dann die Spannung messen. Da in deiner Anwendung, wie du selber schon festgestellt hast, der Stromverlauf stark diskontinuierlich ist, ist es nicht trivial den Ladezustand im laufenden Betrieb exakt zu bestimmen. Was du tun könntest, wäre folgendes:
Überlege, was der maximale Strom ist, den du kurzzeitig aus dem Akku ziehst und auf welche Spannung er dann einbrechen darf (Findest du aus dem Datenblatt des Akkus oder ähnlicher Typen heraus). Dann bastelst du dir eine kleine Schaltung aus einem Komparator (oder OPV) und einer LED, so dass die LED an geht, wenn die kritische Spannung unterschritten wird. Im laufenden Betrieb würde die LED dann zunächst aus sein, irgendwann bei hohen Strompulsen kurz angehen und dann schließlich dauernd an sein. Daran könnte man grob den Ladezustand abschätzen und es verbaucht selber fast keinen Strom. Wenn du den Komparator mit einem Trimmer einstellst, kannst du nix falsch machen.

donjain Avatar
donjain:#28081

>>28080
>Das macht das Schaltnetzteil

Das Schaltnetzteil fällt ja eben weg.
Statt über Netz soll die Batterie ja direkt von dem Akku versorgt werden (siehe Bild 1 im OP)

>Der Innenwiderstand [...] du nix falsch machen.
Das klingt sehr interessant Bernd, aber so einen Aufriss wollte ich offen gesprochen nicht machen.
Ausserdem ist das sozusagen mein erste Hobbyprojekt und ich wollte die Fehlerquellen gering halten, nicht dass dann auf dem Festival die Anlage ausfällt.

Eine Ladeanzeige ist auch nicht zwingend erforderlich.

ryanmclaughlin Avatar
ryanmclaughlin:#28082

Es gibt in der Bucht fertige Voltmeter-Module mit LCD-Anzeige (auch beleuchtet für bessere Ablesbarkeit) für wenig Geld. Wenigstens so etwas sollte verbaut werden um die Akkuspannung im Auge zu behalten und Tiefentladung vorzubeugen.

1markiz Avatar
1markiz:#28083

Link vergessen:
http://www.ebay.de/itm/LED-Mini-Digital-Voltmeter-0-100V-Panel-Meter-Spannungsanzeige-Rot-Blau-Grun-Gel-/221730388244?pt=LH_DefaultDomain_77&var=&hash=item33a0293914

shadowfreakapps Avatar
shadowfreakapps:#28084

>>28081
Ach so. Dann muss ich mich für meine Blödheit entschuldigen (kann ich mittlerweile schon ganz gut). Würde den Elko dennoch erstmal weglassen. Ein 30 Ah Bleiakku schafft locker Stromstöße bis 60 A ohne, dass die Spannung nennenswert zusammenbricht. Wenn du maximal 1,5 A gemessen hast -- lass es 10 A sein -- egal. Der Akku hat zwei Kapazitäten, eine große langsame und eine kleine schnelle. Der Elko ist bei Batterien quasi schon mit drin, wegen der Physik und der Chemie.

alagoon Avatar
alagoon:#28087

>>28082
>>28083
Gibt es bei Amazon auch ohne Versand.

robinlayfield Avatar
robinlayfield:#28088

>>28084
Ja, genauso tust du es. Lass den Kondensator weg, am Ende schließt du ihn noch falsch an. Ist auch mehr etwas für Profis.

andrewofficer Avatar
andrewofficer:#28148

Bernd liefert:
Das Ergebnis ist derart unspektakulär, dass es ohne Bilder auskommt. Habe eine 26AH Motorrad- oder Autobatterie akquiriert, diese mit Kabelschuhen an 0,75er Litze befestigt. In Serie dann einen On/Off Schalter mit LED. Dahinter eine Feinsicherung (5A) - träge, da Bernd nicht weiss wie es um den Anzugsstrom bestimmt ist - und dann mittels Klinkenstecker mit Schraubklemmen auf die Box. Das ganze ist in einer kunststoffbox verstaut und der Schalter in die wand eingelassen und beschallt momentan den Rock im Park Zeltplatz.
Danke trotzdem an die oberen Bernds fürs Einbringen.

eduardostuart Avatar
eduardostuart:#28154

>>28148
Ich hab gehört, bei Rock am Ring gabs gestern hochvoltige Stromversorgung auf dem Zeltplatz.

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