Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2015-12-12 00:41:56 in /t/

/t/ 29269: Moin Bernd, kannst du mir bei der Analyse der Schaltung...

iamglimy Avatar
iamglimy:#29269

Moin Bernd, kannst du mir bei der Analyse der Schaltung etwas behilflich sein?
Die ersten zwei OP-Stufen sind wohl Differenzverstärker mit jeweils vu=100. Die Kondensatoren in der Gegenkopplung verwirren mich allerdings etwas, kann man bei der Größe schon von Tiefpass sprechen oder sind die zur Entstörung da!?
Der 3te OP verwirrt mich total, was macht der? und was soll das RC-Glied am Ausgang? Weiß Bernd mehr?

Auch: Was soll C7?

_vojto Avatar
_vojto:#29270

Bau die Schaltung einfach in ltspice nach und gucke was passiert, du dumme Sau!

Ist übrigens offenbar ein Mikrofonvorverstärker mit Mikrofonmittelverstärker und Mikrofonnachverstärker und lustigem LED-Blinkeffekt

t. Nazibernd ultrabesoffen

tereshenkov Avatar
tereshenkov:#29271

t: Anfaenger

armcivor Avatar
armcivor:#29272

>>29269
Es sieht für mich aus wie ein Abhörverstärker für Infraschall? mit "Aktionskontrolle"(LED-D2), klingt absurd, nur mir fällt nichts anderes dazu ein. Solche Schaltungen verwendete man früher für Headsets ohne Kehlkopfmicro.

Jedenfalls verstärken OP-1 (100x)und OP-2 (100x)das Signal, wobei die Gegenkopplung über C2, C3 im pF-Bereich die Verstärkung für sehr hohe f unterbindet. Diese zwei C würde ich im nF Bereich wählen, denn die OPV gehen ohnedies mit der f nicht so hoch.
C7 liegt als f abhäng.Glied über dem R7/R8 Spannungsteiler und ist üblich sogar etwas größer.
OP-3 steuert als Pegelschalter (Poti R10) über T die LED. Die Gegenkopplung mit 1 µF ist merkwürdig, wahrscheinlich soll die Schaltung nur auf sehr tiefe Töne ansprechen.

Es würde mich interessieren wo die Schaltung her ist?

markmushiva Avatar
markmushiva:#29273

>>29272
Danke Bernd, das hilft schon mal weiter.
Die Schaltung soll den Körperschall eines Piezosummers verstärken. Zweck ist, das Ticken von mech. Uhren aufzunehmen. Deshalb ist der nötige Frequenzbereich so ca. zwischen 5 und 10Hz.
>>29270
Habs in Multisim nachgebaut, das scheiß Programm war beim simmulieren so langsam dass ich nichts damit anfangen konnte. Lag vlt. auch daran, dass es in einer VM lief.

Werde das ganze mal nachlöten und hier berichten!

fffabs Avatar
fffabs:#29274

>>29271
Beschleunigungskondensator hilft mir auch weiter, danke. Kannte ich bisher nicht.

Vlt. noch eine naive Frage, was bringt C7 als Blockkondensator am + von den OPs wenn doch nahezu eh kein Strom fließt?

andrewofficer Avatar
andrewofficer:#29275

Der dritte opv ist doch positiv rückgekoppelt.. oder steh ich gerade auf dem Schlauch.
Soll also wirklich satt schalten das ding !
Außerdem treibt der 1 ûF beim umschalten auf 5 V noch ein wenig die led bis er entladen ist.

Oder?
Man wird also ein ticken sehen was schnell angeht und dann abklingt. So wie diese bomben LEDs in Filmen immer.

smaczny Avatar
smaczny:#29276

>>29275
Wechselspannungsmäßig macht er im ersten Moment erstmal gar nichts bis der Kondensator aufgeladen ist und stuert dann voll aus. Vermute ich mal.

yassiryahya Avatar
yassiryahya:#29277

>>29276
Also ich vermute folgendes:
> Die LED-Baugruppe ist ein Monoflop
> Mit R10 stellt man die Eingangsempfindlichkeit ein
> C5 ist Teil des Zeitgliedes
Dafür spricht auch der Ausgang PD6; Ein Monoflop würde für ein gut definiertes Rechtecksignal sorgen, welches sich gut mit einem Mikrocontroller auswerten ließe.

Ist aber nur geraten.

n1ght_coder Avatar
n1ght_coder:#29279

>>29277
Du hast recht!

Vermutlich ist die Kapazitaet einfach nur dafuer da, zu verhindern, dass eventuelle Eingangssignalschwankungen mehrfach am digitalen Ausgang erscheinen.
Also das Poti so einstellen, dass hauptsaechlich nur Peaks am Ausgang auftreten.
Und dann die positive Rueckkopplung den Rest ausbuegeln lassen.

Leider bin ich zu dumm die Formeln dafuer aufzustellen. Na egal.

hibrahimsafak Avatar
hibrahimsafak:#29280

>>29279
>>29277

t: Anfaenger

naupintos Avatar
naupintos:#29282

Scheint einfach nur ein beschissener Schmidttrigger zu sein. Mit dem Kondensator da ist es vielleicht ein Kongomüller und mit dem Trimmer stellt man einfach nur ein, ob die LED flackert oder nicht. Son Scheiß! Würde die oben von mir genannte Variante mit einem Monoflop zu Erzeugung von Ausgagspulsen von definierter Länge vorziehen.

Na ja, leider weiß man nie, was Bernd hier für Schaltpläne anschleppt. Manchmal ist es halt einfach nur Quatsch. Bereue es, jetzt doch mal eine halbe Stunde damit zugebracht zu haben, das zu simulieren ;_;
Meh.

>>29280
Ich rate dir: mit dem rumrechnen, das ist extrem gefährlich. Wenn man es kann ist es sehr kühl. Das kann aber so gut wie niemand und es gibt nichts schlimmeres als irgendwas auszurechnen, dann geht es nicht und man sagt: "Aber ich hab es doch berechnet!!1" Die ganze Rechnerei ist nur Fingerübung an der Uni, wirklich brauchen tust du das nur, wenn du Simulationssoftware entwickelst. Alle Anderen simulieren und da kommt es dann wieder aufs richtige Gefühl an: "Ist mein Simulationsergebnis plausibel?" Beschäftige dich mit der Handrechnerei so intensiv, dass du gut durch deine Klausuren kommst und gut ist.

ryanmclaughlin Avatar
ryanmclaughlin:#29283

>>29282
>>29282
Dein Bild spricht aber nicht für einen Schmidtrigger...
Der sollte bei unterschiedlichen Pegeln umspringen.

Die Schaltung ist mmn. Jedoch tatsächlich recht interessant.
Beachte den Strom der beim umschalten durch den Kondensator fließt und den Spannungsteiler zieht.
Durch die veränderte Spannung am nichtinvertierenden Eingang ergibt sich eine positive Rückkopplung.
Diese führt zu einem zeitlich begrenzten, von tau abhängigen Schmidttrigger ähnlichem Hystereseverhalten.

Was die "triggerstufe", mit dem anwendungszweck im hinterkopf, unempfindlicher für die auf einen Klickimpuls folgenden hochfrequenten Ausreisser macht und somit zuverlässig nur die einzelnen Impulse am digitalen Ausgang ausgibt.
Wodurch dann sicher die Frequenz bestimmt werden kann.

Und zu den Berechnungen.
Es reicht mir nicht nur den Simulator anzuschmeiasen.
Ich will selber in der Lage sein alles nötige zu berechnen bzw. zu designen.
Ich will nicht der Musiker sein der wild drauf los klimpert und hofft das was gutes bei rauskommt, ohne überhaupt die Systeme zu kennen und Noten lesen zu können.

mugukamil Avatar
mugukamil:#29284

>>29283
> Dein Bild spricht aber nicht für einen Schmidtrigger...
Doch.
> Der sollte bei unterschiedlichen Pegeln umspringen.
Warum? Ist halt ein Schmitt-Trigger mit der Hysterese 0. Meinetwegen nenne das Ding eben einen Komparator. Jedenfalls ist es nichts Besonderes:

Das von mir beschriebene Monoflop ist besser geeignet für die Aufgabe:
> anwendungszweck im hinterkopf, unempfindlicher für die auf einen Klickimpuls folgenden hochfrequenten Ausreisser macht und somit zuverlässig nur die einzelnen Impulse am digitalen Ausgang ausgibt.

> Ich will nicht der Musiker sein der wild drauf los klimpert und hofft das was gutes bei rauskommt, ohne überhaupt die Systeme zu kennen und Noten lesen zu können.

Genau das tust du aber, wenn du wild darauflosrechnest ohne zu wissen was die Schaltung eigentlich tun soll. Ich geh topologisch vor und dazu zählt, dass ich zuerst den leichtesten mir verfügbaren Weg gehe um mir einen Überblick über die Funktion zu verschaffen. Das Aufstellen einer allgemeingültigen mathematischen Formel ist der letzte Schritt auf dem Lösungsweg.

Shriiiiimp Avatar
Shriiiiimp:#29289

Die Schaltung soll mit einem Piezokristall das Ticken einer mechanischen Uhr aufnehmen (also irgendwas zwischen 5 und 10Hz, je nach Modell) und dies für einen Mikrocontroller aufbereiten.

m_kalibry Avatar
m_kalibry:#29291

>>29289
Das tut sie auch.

thomasgeisen Avatar
thomasgeisen:#29294

Hab die Scheisse mal simuliert, macht im Grunde was man erwartet, auch wenn man Teile davon nicht nachvollziehen kann. Das Oszillogram vom 2ten OP ist nur komisch.

Neuste Fäden in diesem Brett: