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Veröffentlicht am 2016-04-27 13:32:29 in /t/

/t/ 29987: Fluke aus China

ayalacw Avatar
ayalacw:#29987

Hallo Berndi

Ich bin momentan auf der Suche nach einem Multimeter, weil ich dem alten Baumarktteil nicht mehr vertrauen mag.
Ich weiß es hat hier schon einmal einen Multimeterfaden gegeben aber die Sache ist hier anders, denn ich habe gerade
https://www.youtube.com/watch?v=XDm5BfRrAsg
gesehen.

Offenbar gibt es von Fluke extra günstige DMM für den chinesischen Markt.
Die auch in Deutschland mittels Bucht verkauft werden.
http://www.ebay.de/itm/Fluke-15B-Induktivitat-Kapazitat-Auto-Range-Multimeter-/272193969822?hash=item3f60065e9e:g:xawAAOSw7ThUfBmC
http://www.ebay.de/itm/Fluke-17B-Kapazitat-Multimeter-Meter-Gepolsterte-Tragetasche-Soft-Bag-/222076749248?hash=item33b4ce45c0:g:48cAAOSwxH1UBsvU

Das im Video erwähnte 12E+ finde ich leider nicht, dafür aber die besseren Varianten 15 und 17.
Hier eine Vergleichstabelle:
http://assets.fluke.com.cn/resources/digital_multimeter/15b_17b_18bplus_selection_guide.pdf
Googles Übersetzer kommt damit ganz gut klar. https://translate.google.de/

Was hält Bernd davon?

Eigentlich wollte ich zu ELVs DM9199 oder DM9299 greifen.
http://www.elv.de/digital-multimeter-dm9199-ip67.html
http://www.elv.de/digital-multimeter-dm9299-ip67.html
Das 9299 bekäme ich als langjähriger ELV-Kunde sogar etwas günstiger als das 17B+.

Wichtig wäre mir vor allem eine genaue Messung für Gleichstrom, Gleichspannung und Widerstand, da dies mein Hauptmultimeter wird.
Kapazität kann mein Voltcraft VC-330 auch schon schätzen und Frequenz interessiert mich nicht.
Wechselstromeinsatz habe ich eigentlich sehr selten und wenn dann nie >Hausnetz, weswegen auch CATIII/600V reichen wird.
Auch die Genauigkeit spielt da keine Rolle.

Auch wichtig wäre mir noch Temperaturmessung weil noch nicht vorhanden und MAX/MIN weil zittrig und für Ruhestrom praktisch.
Das 17B+ wäre also ziemlich genau was ich bräuchte.
Hat aber in den für mich relevanten Bereichen durch die Bank schlechtere Genauigkeit.

Leider gehen im Fluke-Datenblatt einige Daten ab. Eingangswiderstand und Diodentestspannung wären nett zu wissen.

Die Frage die ich mir stelle:
Unbenötigten Funktionsumfang und etwas Genauigkeit einbüßen und dafür die richtige Farbe haben?

anaami Avatar
anaami:#29988

Hier wäre auch noch ein 18B+
Kommt aber nicht in Frage weil kein Temperaturfühler.
http://www.ebay.de/itm/Latest-Fluke-18B-Plus-AC-DC-Voltage-Current-Digital-Multimeter-DMM-/262361792353?hash=item3d15fb3f61:g:JeoAAOSw2XFUlTGp.

Bisher wollte ich das DM9199 und dazu eine Temperaturpistole.
Über 10A werde ich eh nie messen; Und wenn dann gleich mit der Zange.

eloisem Avatar
eloisem:#29989

>>29988
Mehr als 10A können die teuren Flukes auch nicht.

t. Fluke 179 Benutzer

sgaurav_baghel Avatar
sgaurav_baghel:#29994

>>29989
Die Fluke Stromzange kann das.

shesgared Avatar
shesgared:#29996

Wie hoch ist OPs Budget?

Kennt Bernd schon diese tolle Multimeter-Tabelle?
http://www.eevblog.com/forum/testgear/multimeter-spreadsheet/

marrimo Avatar
marrimo:#29997

>>29996
Oh. Hab ich vergessen.
Unter 100EUR wäre schön. 125EUR ist die absolute Obergrenze.

Die Tabelle kannte ich noch nicht. Sieht aus als würde sie mir am Wochenende viel Zeit klauen.
Danke!
Der EEVBLOG hat übrigens ein Video zum 17B ohne + und war damit relativ zufrieden.

Bernd war in der Zwischenzeit auch mal wieder auf der Weide.
Konsens war hier, dass man die Genauigkeit in dem Berech zuhause eh vernachlässigen kann und ich einfach das Fluke kaufen soll.

antonyryndya Avatar
antonyryndya:#29998

Pfuscher-Bernd hat sich letztens ein Metrahit2+ gebraucht bei der Bucht für 95€ geschossen, hat dafür aber auch sehr lange gesucht. Geiles, robustes Teil, hatte Bernd schon in der Ausbildung, leider schon etwas älter.
Ein neues, aktuelles Metrahit für >450€ wird Bernd sich aber niemals leisten können.

haydn_woods Avatar
haydn_woods:#30023

Hallo Bernd.
Das Kyoritsu KEW 1011:
http://www.kew-ltd.co.jp/en/products/multimeters/1011.html

Hat relativ genaue Messung, Temperaturmessung, Duty-Cycle-Messung, Relativ und Min/Max.
Aber anscheinend kein TRMS. Mir egal. Mein VC-330 hat TRMS.

Mit der Genauigkeit hatte ich es eigentlich schon ausgeschlossen, vor allem weil es ja auch an die 100NG durch Import geht.

Jetzt findet Bernd das hier:
http://www.ebay.de/itm/Digital-Multimeter-KEW-1011-/231926954177?hash=item35ffec78c1:g:BcwAAOSwUV9WpfBe

28NG dafür wäre ein Wahnsinns-Preis.
Was übersehe ich?

Andere Quellen für das 1011:
http://storeinfinity.com/multimeter/digital-multimeters/kyoritsu-1011a-6000-conunts-max-min-digital-multimeter.html
http://www.tme.eu/de/details/kew1011/tragbare-digitalmultimeter/kyoritsu/
http://www.amazon.com/Kyoritsu-1011-Auto-Ranging-Average-Sensing-Temperature/dp/B009TAKI7W/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1462445155&sr=8-1&keywords=kew+1011

anass_hassouni Avatar
anass_hassouni:#30025

Bernd hat sich nun für 111NG ein gebrauchtes Metrahit 2+ gekauft welches auf den Fotos sehr gut aussah. Mit Überweisung. Bernd ist bei sowas immer mulmig.
Das Ziel, die richtige Farbe zu haben, habe ich damit wohl sogar übertroffen.

Aber da beim Metrahit kein Thermofühler dabei ist musste ich den auch noch kaufen.
Kostet mit Bananenkupplung aber schweinisch viel Geld.
Ähnlich viel wie das Kyoritsu kostet.
Also hat sich Bernd das statt dem Thermofühler gekauft, weil da ja einer dabei ist.
Wenn Bernd das richtig verstanden hat ist bei Thermosensoren nichts mit selber Stecker ranlöten, weil das auf irgendeinem seltsamen Effekt mit unterschiedlichen Metallen beruht.

Naja, hab ich halt zwei neue Multimeter. Auf der Haben-Seite kann ich das Billigmeter nun ausrangieren.

Bernd hat in einer unrelatierten Bestellung ein paar Messwiderstände mitbestellt.
Falls erwünscht kann ich hier etwas Futterzurück zum Kyoritsu geben.

Danke an Bernds, die geholfen haben!

(USER WURDE FÜR DIESEN POST GESPERRT)

sementiy Avatar
sementiy:#30026

>>30025
Ahh ja, der Messteufel... Ein Multimeter gewollt, 2 gekauft? Dort gewesen, das getan. Im nachhinein aber keine so schlechte Entscheidung, macht es doch Leistungsmessung zum Kinderspiel. Und bei der Fehlersuche an Geräten (mit mehr als einer Versorgungsspannung) kann man eh nie genug Multimeter haben. Gratulation zur neuen Messtechnik!

velagapati Avatar
velagapati:#30033

Erstaunlicherweise kam das Gossen heute schon an. Trotz Überweisung.

Es fällt gleich auf, warum sich gebrauchte Geräte nur in sehr gutem Zustand in der Bucht finden.
Da kann man problemlos mit dem Panzer drüber fahren ohne dass es das Gerät sonderlich jucken würde.

Die Messwiderstände ordnet es sehr schnell Auto-Range braucht nicht lange und wir haben viele Readings pro Sekunde zu.
Da gab es gleich den ersten Schockmoment, weil das Meter >1KOhm ziemlich zickig war und mit Prüfspitzen andrücken falsche Werte lieferte. Erst mit Krokoklemmen war der Wert stabil und korrekt.
Dachte schon das Ding sei hinüber.
In der Steckdose zeigt es 238.7V und 50.01Hz an.
Weitere Messungen werde ich im Laufe des Wochenendes machen, erwarte aber keine Überraschungen mehr.

Alles in allem macht das Teil den Eindruck als würde es einen ein Leben lang begleiten und man muss sich nie über die Genauigkeit Gedanken machen.

Speziell mein Gerät sah innen dann leicht enttäuschend aus.
Ein Batteriekontakt hatte etwas Säure dran und das Batteriekabel war eingeklemmt und an der Isolation beschädigt.
Dem Leiter fehlt aber nichts und man sah auch keine Verfärbungen am Draht.
Der Säureunfall beschränkt sich also auf den Batteriekontakt.
Sobald ich rausgefunden habe wie man das Teil zerlegt wird einfach ein anderer Träger eingelötet. Als Zwischenlösung half Aceton und isolierband.

Eingeklemmt war auch noch ein MOV und von der Batterie-Kabelführung war ein Stück abgebrochen.
Ein Blick auf die Tasche voller Dreckspritzer bestätigt den Verdacht, dass der Vorbesitzer aus dem landwirtschaftlichen Bereich kommt.

Falls >>29998 das liest kann er mir eventuell sagen, ob die mitgelieferten Messspitzen original sind.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gossen da welche aus hartem Kunststoff liefert.
Steht auch nicht Gossen drauf.
Allerdings sind es Silikonkabel und CatIII/1000V. Keine Bedenken. Nur dass ich dem Ebayer dafür gerne neutral geben möchte.

Dennoch bin ich mit dem Kauf zufrieden.
So sieht ein Messinstrument aus, dem man sein Leben anvertrauen kann.

areus Avatar
areus:#30037

>>30033
Dieser Bernd hat sich vor einiger Zeit mal ein MetraHit 13S für ~40 NG in der Bucht geschossen. Die (schon kaputten) Prüfspitzen, die dabei waren, sahen ziemlich genau so aus wie die auf deinem Foto, das könnten durchaus die originalen sein.

Genauigkeit ist hier auch super, die Gleichspannungsmessung stimmt exakt mit 2,500 V, 5,00 V, 7,500 und 10,000 V der Spannungsreferenz vom Chinamann überein, die anderen Messbereiche (soweit feststellbar) ebenfalls tadlellos.

Lustigerweise war bei Bernds Multimeter ebenfalls leichte Korrosion auf der Platine, wo die Batterieanschlusskabel angelötet sind. Ansonsten aber innen noch einwandfrei. 10/10, würde wieder kaufen.

jacobbennett Avatar
jacobbennett:#30039

>>30037
Danke! Beruhigt mich doch ungemein.
War mir halt etwas unsicher, weil die Kabel etwas locker in der Halterung sitzen und auf dem Kabel selbst keine Angaben zu Strom und Spannung stehen.

Die Spannungsreferenz hab ich auf eBay auch gesehen. Vertraute dem Braten aber nicht so ganz.
In Verbindung mit den Messwiderständen könnte man das ja auch zum Stromtest umfunktionieren, falls die Spannungsreferenz mit der Last klar kommt.
Vll. bau ich mir da mal was.

Das mit der Batterie scheint fast ein Gossen Problem zu sein.
Habe ich auch schon im EEVBlog gelesen.
Eventuell hatte das Gossen mal eine schlechte Fuhre Batterien beigelegt.

Ansonsten kann man sich über die Qualität nicht beschweren.
Die vier Klammern des Bildschirms wurden zu heiß gelötet. Angelaufene Platine drum rum.
Und an einer Stelle der Wählradkontakte bilde ich mir eine Verfärbung ein. Könnte sein, dass da der Goldauftrag nicht richtig anging.
Ansonsten ist das da drin wie ein Bilderbuch für Messtechnikbau.
Selbst ein neues Gerät für 250NG wäre nicht teuer.

dwardt Avatar
dwardt:#30040

>>30039
>Die Spannungsreferenz hab ich auf eBay auch gesehen. Vertraute dem Braten aber nicht so ganz.
>In Verbindung mit den Messwiderständen könnte man das ja auch zum Stromtest umfunktionieren, falls die Spannungsreferenz mit der Last klar kommt.
>Vll. bau ich mir da mal was.

Hier hat die Teile mal jemand getestet: https://www.youtube.com/watch?v=zm_ZBT4t4dA

Zum Testen von 3,5 Digit Multimetern absolut ausreichend.

commoncentssss Avatar
commoncentssss:#30041

>>30033

Glückwunsch OP! Sieht nach einem guten Schuss aus!

anass_hassouni Avatar
anass_hassouni:#30048

>>30039
>Eventuell hatte das Gossen mal eine schlechte Fuhre Batterien beigelegt.


Gossen ist so ne Sache. Früher waren deren Multimeter eher meh, Knarzen, Verwindung allewo - und das zu einem fürstlichen Preis!

Bild verwandt. Auch bei aktuellen Serien sparen die manchmal ohne Augenmaß, z.B. an deinen störrischen Messleitungen (warum macht man das?) oder z.B. an Bernds Labornetzgerät*, an dem kürzlich der Einschalter kaputtging. Grund: sie haben einfach das billigste auf dem Markt verfügbare Teil dafür verwendet.

*Bernd wird da noch einen extra-Faden eröffnen, weil die Ausgangsspannung merkwürdig restwellig ist.;_;

vicivadeline Avatar
vicivadeline:#30049

>>30048
>Panasonic
>Zinc Carbon
"Lasst uns Batterien beim besten Hersteller kaufen"
"Ja. Aber davon die schlechteste Qualität"
Seltsame Entscheidung ist marketing-technisch Relevant.

Gossen hat eine seltsame Art Multimeter zu bauen.
Statt einem Blech zur Schirmung ist eine zweite Plastikabdeckung aus ABS-MF verbaut.
Bild relatiert nicht von mir.
Ich will mich nicht beschweren, weil das mit Abstand die hochwertigste Lösung ist.
Aber ein paar Zentimeter weiter unten bekomme ich ein verkabeltes Batteriefach wie in einer Losbude, weils zu einem integrierten Batteriefach nicht gereicht hat.

yehudab Avatar
yehudab:#30055

Hab bei Pollin mal so ein Alles-in-Eins-China-Meßgerät gekauft, das Teil ist einfach grossartig, jedenfalls fürs Hobby. Wenn man Wert auf korrekte Meßergebnisse legt muss man schon viel Knete für ein kalibriertes Meßgerät hinlegen. Aber ich glaube für das Frickeln mit Arduinos ist es egal ob der Widerstand 227Ohm oder 224,74 Ohm messtechnisch hat.

superoutman Avatar
superoutman:#30056

Hallo Bernd.

Das Kyoritsu kam heute und ich hatte auch schon kurz Zeit es zu testen.
Erst mal Pfosten zu den Kabeln, dann zum Multimeter selbst.
Für Bilder muss ich ja eh mehrere Pfosten machen. Aufgrund leichten Zeitdrucks gibt es keine Rechtschreibüberprüfung.

Temperaturfühler:
liegt bei Raumtemperatur immer so 3-4°C über diversen, teils auch relativ teuren, Raumthermometern.
Materialqualität ist eher meh. Der Bananenstecker ist vom allerbilligsten Typ und der Knickschutz aus Plastik.
Gewinnt sicher keinen Preis, aber da Temperaturmessung an Multimetern ja grundsätzlich nur als Schätzung zu sehen ist geht das in Ordnung.
Für den vollen Preis wäre ich hier etwas enttäuscht gewesen. Für 28NG bin ich damit zufrieden.

Prüfspitzen.
CatIII/1000V obwohl das DMM nur CatIII/300V ist.
Material ist härteres Plastik, das sich ziemlich hochwertig anfühlt.
Auf den Leitungen selbst stehen keine Angaben. Fühlt sich aber an wie Silikon und ist auch richtig schön wabbelig.
Interessant ist die Lösung für das hohe Cat-Rating trotz langer Messkontakte:
Die sind nicht im Griff vergossen sondern stehen aus einem holen Stück hervor.
Ich kenn nur die Lösung mit den Plastikmützen die dann alles bis auf die Spitze der Kontakte isolieren.
Schutzkappen liegen auch dabei. Die Kontakte sehen vergoldet aus.

zackeeler Avatar
zackeeler:#30057

Das Teil selbst kommt einem gar nicht mal so leicht vor.
Durch die kleine Größe ist es das aber.
Neben dem Gossen sieht es richtig putzig aus.

Das Gewicht und der Gummischutz reicht aus, dass man es auch mit einer Hand problemlos bedienen kann.
Der Wählhebel geht gut durch jede Stufe und fühlt sich nicht schwammig an.
Wenn man die Knöpfe nicht am äußersten Rand trift bekommt man ein gutes Futterzurück.
Kontrast könnte besser sein, ist aber noch gut.

>>30055
Genauigkeit ist nur mehr selten ein Problem, wenn man sich nicht den allergrößten Scheiß kauft.
Das bekommt man auch mit billigen Chips mittlerweile gut hin.
Lerne auch inzu Unterschied zwischen Accuracy und Precision.
Solche Qualitätsmerkmale wie oben und die Frage, ob ich mit dem Teil in eine Steckdose will überwiegen die Entscheidung zu guter Messtechnik.

Hinten haben wir einen Ausschnitt im Schutzgummi für den Plastikfuß.
Schön, dass der am Gehäuse ist. Der Gummifuß des Gossen hat mich schon mal genervt.

Das Batteriefach ist mit einer Schraube gesichert, die auch ein Gegenstück aus Metall spendiert bekam.
Ein Batteriefach und kein Kabelgebaumel. Auf der Deckelinnenseite ist Schaumstoff für sicheren Halt.
Geliefert wurden Battieren von Golden Power. meh. Fliegen raus. Schade, dass man dann da riskiert dass die Batterien bei längerer Lagerung auslaufen.
Auslaufsichere Duracell Alkaline kosten selbst mich als Kleinhändler nur 32ct das Stück.

Qualität von außen sieht sehr gut aus.
Was ich für ein DMM im <100NG-Bereich erwarte wurde erfüllt.

freddetastic Avatar
freddetastic:#30058

Mir fällt gerade auf, dass die mitgelieferten Messspitzen nicht in die Halterung im Schutz passen.
Ich nimm die eh nie her. Wollts nur gesagt haben.

Auch die Gehäuseschrauben bekamen einen Metalleinsatz.
Die Kontaktbuchsen sind mit Sägezahnbeilagscheiben verschraubt.
Sicherungen von Siba.

Außer einem PTC ist nicht viel Eingangssicherung zu sehen.
Der Shunt sieht ziemlich minimalistisch aus.
Ein paar Bauteile sind verdächtig nahe an den Sicherungshaltern.

Ein Blick unter die Platine bestätigt den Verdacht, dass es das auch schon war.
Ziemlich enttäuschend.
Für 28NG zwar immer noch gut, aber bei 80NG hätte ich mehr erwartet.

karlkanall Avatar
karlkanall:#30059

Zum Messverhalten:

Die Messwiderstände trifft es genau.
Auto-Ranging lässt sich etwas Zeit. Nervt wenn mans eilig hat, ansonst in Ordnung.
Messung muss manuell relativiert werden. Beim Gossen reicht es wenn man die Messspitzen kurz zusammenhält.

AC-Spannungsmessung ist irre schnell. In der Millisekunde mit der man die Kontakte berührt ist der Messung wie in Stein gemeiselt. Auch bei Hz-Messung.
DC-Spannung ist nicht ganz so schnell. Das DMM lässt sich schon kurz ne Gedenkpause. Dafür schlägt es nicht über oder unter sondern zeigt nur den richtigen Wert.

Was sich auch Zeit lässt ist der Durchgangsprüfer.
Da vergeht einiges bis der piept.
Für den Hausgebrauch reichts, aber ein Kabel/Stecker mit vielen Pins durchprüfen o.ä. wird damit lästig.

Was mich auch etwas nervt, dass der Min/Max die Range festsetzt.
Wenn man z.B. auf Min-Widerstand schält und dann erst misst, bleibt das Ding dauerhaft auf Megaohm.
Und wenn man einmal im Min/Max-Modus ist, kann man die Range nicht mehr durchschalten und muss erst wieder raus.
Nervig wenn man nicht dran denkt, weil man Zeit verliert und die Messung im Eimer ist.

Kapazität sitzt. Lässt sich etwas Zeit.

Meine schwersten LEDs aber immer noch 5mm-Kram brachte es zwar zum Leuchten, konnte sie aber nicht messen.
Mit der konnte aber auch das Gossen nichts anfangen.
Lustig, der LCR-T4 für 11NG aus der Bucht zeigte problemlos 2,8V Durchlassspannung an.

Ampere hab ich nicht getestet, weil ich gerade nicht an mein gutes Netzteil komme.
Wird nachgeliefert, falls jemand danach fragt.
Ne Lampe an einer Batterie zeigt 184.9mA wo das Gossen 187.1mA zeigt.
Ja ich habe mehrmals hintereinander gemessen um den Spannungsabfall zu berücksichtigen.

Alles in allem würde ich sagen, dass ich das Ding bis 60NG Freunden empfehlen würde und werde.
Darüber wäre ich enttäuscht von der Messgeschwindigkeit und den Innereien.
Für 28NG ein Schnäppchen. Ich überlege gerade noch eines für meinen Vater zu kaufen.

Bei dem Weg: TRMS kann es nicht. Das wäre dann das KEW1012, das dafür keine Temperatur messen kann und deutlich teurer ist.

aadesh Avatar
aadesh:#30060

>>Bei dem Weg: TRMS kann es nicht.
Deshalb ist es auch recht flott bei der VAC-Messung. Simpler Spitzenwertgleichrichter eben.

tomgreever Avatar
tomgreever:#30063

Die Temperatur scheitert übrigens nicht am Sensor.

marrimo Avatar
marrimo:#30067

>>30049
Gossen hat auch eine bewegte Geschichte hinter sich, verkauft, verscheuert - von der einen Heuschrecke zur anderen. Kann vielleicht ein Gossen-Bernd da ein wenig Licht ins Dunkel bringen und Bernd erzählen, warum die manchmal so komische Einsparungen an ihren Messgeräten vornehmen? Wissen die denn nicht, dass es noch andere Mitbewerber gibt, die anständiges Zeug für weniger Geld hinbekommen?

Bernds gebraucht gekaufte Flukes sind alle noch OK und sind super verarbeitet(8860A im Hintergrund)

Anbei noch ein älteres Gossen von ca. 1975 (leider kapott).

Das vorhin postierte MetraMax2 gibt es übrigens noch zu kaufen :
>http://de.rs-online.com/web/p/analog-multimeter/4376200/

Anbei auch noch Bilder von Bernds Konstanter vor der Reinigung. Außerlich schein wohl die Batterie ausgelaufen- (Saft 14250) höhö Saft und der Einschalter (Kautt& Bux) hinüber zu sein.

urbanjahvier Avatar
urbanjahvier:#30070

>[...]warum die manchmal so komische Einsparungen an ihren Messgeräten vornehmen?

Naja, das Metrahit2 ist schon mehr als 16 Jahren auf dem Markt und war wohl als Mittelklasse gedacht. Schau dir mal die aktuellen hochpreisigen Metrahits (Xtra) an. Da wird dir sowas nicht auffallen.

>Wissen die denn nicht, dass es noch andere Mitbewerber gibt, die anständiges Zeug für weniger Geld hinbekommen?

Gossen entwickelt und produziert nach wie vor nur in Deutschland. Auch wenn die Produkte mit unter zu den teuersten auf dem Markt gehören, so werden sie mit hohen Fertigungskosten zu kämpfen haben.

cmzhang Avatar
cmzhang:#30075

>>30070
>Da wird dir sowas nicht auffallen.

Es ging glaube ich um die popelige Batteriehaltung von OPs Multimeter. Das MetraMax postierte Bernd nur um zu zeigen, dass Gossen nicht immer High-End war und die früheren Multimeter eher meh gewesen sein sollen (im Vergleich zu den Mittbewerbern).
Auszusetzten hat Bernd an dem MatraMax aber nichts. Solche Batteriehalterungen können auch von Vorteil sein, wenn z.B. die Battrie ausläuft und alles auffrisst.

>Gossen entwickelt und produziert nach wie vor nur in Deutschland.

Schau dir die Rückseite vom MetraMax an, die Made kommt aus Slovenien!. Im Konstanter sind tatsächlich Qualitätsteile verbaut, bei dem Einschalter (Kautt - Bux) hat der Hersteller wahrscheinlich Mist gebaut (Bernd hörte von mehreren Konstantern, die diesbezüglich Probleme haben) - bei der ausgelaufenen Batterie genauso.

Bernd bekam heute die benötigten Ersatzteile von Conrad (eine Bestellung in drei Pakete aufgeteilt, in dem einen Paket lag nur der 1m lange, unaufgerollte Schrumpfschlauch...)


Apropos ausgelaufene Batterie - kann Bernd mir einen Tipp für eine großflächige Dekontamination geben? (Batterie kommt natürlich raus) Wie und mit was kann Bernd einfach und kostengünstig Korrosion auf der Platine stoppen? Die Aufnahmen sind von einem Gould 6100 Classic (200Mhz, 4 Kanal DSO).

Unnützes Wissen zu Gould:
Die stellen heute keine Oszis mehr her, die Oszis selber kamen m.W. von Nicolet. Bei den meisten Oszilloskopen von denen war die Logik z.B. für die pk-pk- Messung in eine Taschenrechnergroße externe Box verbaut - während sie z.B. bei Tektronix schon im Gerät integriert war.
Die Gould- Oszilloskope hatten auch immense Probleme mit auslaufenden Batterien (wie dieses hier ;_;) - sofern Bernd auch eines besitzt, sollte er bei Zeiten mal nachschauen, ob alles OK ist.

davidsasda Avatar
davidsasda:#30079

>>30075
In dem Faden zur Gossenreperatur im EEVBlog behandelte er das PCB mit Acton.
Hab ich bei dem meinen dann auch so gemacht und machte den Batteriekontakt schön glänzend.

Persönlich hätte ich aber eher auf eine Wäsche mit Kontaktspray gesetzt.

http://pinballhelp.com/first-look-bally-black-rose-and-dealing-with-leaking-batteries/
Sagt aber man sollte vor der Reinigung die Säure auch neutralisieren. Der macht das mit Essig. Kommt mir komisch vor, weil das ja auch sauer ist.

Bei dem Weg habe ich kürzlich gelesen, dass Zink-Chlorid-batterien nicht, wie ich immer vermutete, auslaufen sobald sie länger liegen, sondern sobald sie leer sind.
Das ist zwar praktisch das gleiche aber eben nicht das selbe.

Neuste Fäden in diesem Brett: