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Veröffentlicht am 2016-07-12 15:21:02 in /t/

/t/ 30303: Oszilloskop

craigelimeliah Avatar
craigelimeliah:#30303

Bernd kommt ohne Oszilloskop nicht mehr weiter.
Der Markt scheint ja recht komplex zu sein und voller China Schrott. Ich habe keine Lust großartig rumzubasteln. Will das Ding auspacken und losmessen, gebastelt wird an anderer Stelle.
Taugt sowas?

https://www.conrad.de/de/oszilloskop-vorsatz-pico-picoscope-2204a-10-mhz-2-kanal-50-msas-8-kpts-8-bit-digital-speicher-dso-funktionsgenerator-spectrum-analyser-1005264.html

Ich bin gerade dabei einen Vorverstärker für die Gitarre zu bauen und möchte, in erster Linie das Signal aus dem Humbucker auf max 5V anheben damit ich es dem Arduino füttern kann. Schön finde ich ja dass da schon ein FFT-Spektrumanalysator drin ist. Genau das wollte ich unter anderem programmieren.

Im Großen und ganzen möchte ich sehen wie sich das Signal ändert wenn ich was am Breadboard umstecke. Messen möchte ich vor allem analoge Audiosignale. Mal schauen ob man nicht das eine oder andere Effektpedal als Software emulieren kann.

Denke mal für sowas sollte das Ding reichen?

slaterjohn Avatar
slaterjohn:#30304

>>30303
Da sieh an, es ist der halbjahrliche Oszilloskop-Faden.

Ich bau Röhrenverstärker für die Gitarre und Bodeneffekte. Ich bastel auch mit µC, aber anderes.


Ich benutze ein altes analoges 1-Kanal Oszi irgendwo aus England, das ich mal billigst bei eBay geschossen hatte vor Jahren. Es passt perfekt zu meinem Verwendungszweck: Audiogefrickel. Ich erwarte keine Signale über 20kHz, es löst aber so gut auf das ich parasitäre Schwingungen noch mitbekomme. Ist sicherlich die beste Variante dafür, zumal du noch ordentlich "Gerät" zwischen dir und dem zu messenden Schaltkreis hast - was besonders im Fall von durchschlagenden Spannungsspitzen über 400V garnicht mal so uncool ist. (Röhrenverstärker halt)

Deshalb rate ich dir klar zu Bild2, wobei das dort abgebildete Oszilloskop schon mehr kann als du messen willst (bisher).

Am Rande noch: betreib den Verstärker der den Humbucker auf max. 5V Pegel bringen soll doch mit 5V. Da hast du schonmal sichergestellt, das nicht mehr als 5V anliegen können. Analog heisst ja auch deshalb analog, weil sich Potentiale analog zueinander verhalten. Muss man wissen. Für einen "proof of concept" deiner Bastelidee reicht das allemale, bevor du jetzt noch Geld für ein Oszilloskop ausgibst.
Säge da Oszi-Faden.

millinet Avatar
millinet:#30305

Gebrauchtes Röhrenteil bei ebucht Kleinanzeigen.
Ich habe seit 20 JAhren ein altes Trio 20Mhz Teil dass ich bei einer Hausauflösung für 100 Mark geschossen hatte.

markmushiva Avatar
markmushiva:#30307

Bernd hat bis jetzt neben anderen Projekten einen Audio-Leistungsverstärker mit TDA2005 gebaut. Jener schwingt/rauscht ein klein wenig. Mit einer FFT sieht man die Frequenz auf der er das tut - sonst nicht. Bernd hat versucht mit dem Arduino einen LFO DAC zu bauen. Per FFT sieht man die Frequenz&Stärke der erzeugten Oberwellen - sonst nicht. Also: Ohne FFT ist man aufgeschmissen, (fast) egal was man macht. Deshalb kein Rat von diesem Bernd zu einem Analogoszi von Ebay. Auf der anderen Seite ist ein flüssiges und Krebsfreies benutzen egal welcher Werkzeuge beim Arbeiten unerlässlich. Hier können viele Analogoszi Punkten! Und gerade dort schneiden 99% der USB-Oszi besonders schlecht ab! Aber da heutzutage FFT ein muss, ein Rat von jemand der es weiß zu USB Oszi: Mikeselectricstuff https://www.youtube.com/watch?v=vO712DvGAKA. Von diesem Oszi gibt es eine 2 Kanal Variante die Preislich im selben Rahmen liegt z.b. hier: http://www.messgeraete-chemnitz.de/OWON-Oszilloskope/OWON-VDS1022L Für 200€ gibt es die Variante mit mit 60Mhz und wichtiger - 10M Sample Memory.

evandrix Avatar
evandrix:#30308

Wenn es wirklich nur um Audiosignale geht, reicht auch eine handelsübliche Soundkarte. Ich würde vielleicht noch die Eingänge mit Schutzschaltungen gegen Überspannung ausrüsten, die grillt man sonst versehentlich recht schnell.
Geeignete Software gibt es auch in Massen, teilweise auch frei.

orkuncaylar Avatar
orkuncaylar:#30319

>>30304
>Da sieh an, es ist der halbjahrliche Oszilloskop-Faden.

Bernd liebt sie, Op wird hier maximal verwirrt. :3

Also: Erstmal ein nettes Röhrenoszi < 100 NG kaufen und schauen, wie man damit keinen Mist misst. Bernd kann später immer noch ein besseres holen. Ein teures Oszi würde am Anfang nur verwirren und wenn mal was kaputt geht, ist es nicht so tragisch.

Mit einem alten Tektronix, Hameg, Gould, Yokogawa, Philips [...] sollte Bernd glücklich werden.

suribbles Avatar
suribbles:#30320

>>30307
Wenn du es auf einem Steckbrett aufbaust musst du dich nicht wundern. All die kleinen 3cm langen Antennchen

bassamology Avatar
bassamology:#30321

>>30320
Bernd weiß das, von den späteren Aufbauten gibt es aber leider keine Bilder. Der Ansatz mit Widerstandleiter wurde zugunsten PWM-Dac aufgegeben. Auch hoffte Bernd das bei einer Schaltfrequenz von 2khz um eine Frequenz von kleiner 20Hz zu synthetisieren, die Effekte von denen du sprichst vernachlässigbar sind. Mit PWM DAC und ähnlich fliegendem Messaufbau (allerdings wurden 2 um 180° Phasenverschobene Signale synthetisiert und per OPA die Differenz gebildet) wurde ein Signal-zu-höchster-Oberwelle-Abstand von größer 50dB erreicht. Und dank FFT Imperfektionen in der Hardware-PWM des Atmega8 erkannt (bei kontinuierlicher Veränderung des ausgegebenen PWM-Werts, d.h. DAC-Betrieb, ist die Taktfrequenz der PWM Instabil, da das HW-"double buffering" Zeit braucht. Da die Änderung des Wertes nicht mit jedem Takt erfolgt, sondern alle paar Takte, schwankt die Frequenz. Ist der ausgegebene Wert konstant, ist es die Taktfrequenz auch...) Das ist ohne FFT zwar am "Jittern" des PWM-Takts zu sehen (wenn man ganz genau hinsieht), aber die davon erzeugten Oberwellen der synthetisierten Frequenz sind es nicht.

fatihturan Avatar
fatihturan:#30328

>>30321
Das Teil schon mal in eine Blechkiste gesteckt die direkt am Kreuzerder des Gebäudes geerdet wurde?

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#30330

>>30328
Nein Bernd, aber einzelner Ton in der FFT(fester PWM Wert) zu Ton mit Seitenbändern (=FM bei kontinuierlicher änderung des PWM Wert) waren diesem Bernd eindeutig genug. Und der Teil der Oberwellen die Bernd interessierten Waren zum Teil unter 50Hz und korrelierten mit einer Änderung der synthetisierten Frequenz.

Neuste Fäden in diesem Brett: