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Veröffentlicht am 2016-09-26 17:43:03 in /t/

/t/ 30584: Treiber für EL-Folien

sindresorhus Avatar
sindresorhus:#30584

Aus China bekommt man diese Elektrolumineszenz-Folien, eine ziemlich nette Sache für Hintergrundbeleuchtungen. Insbesondere da sie sich zuschneiden lassen, was mit LED-Paneelen eher schlecht geht. Die Folien sind brauchbar, die Treiber dazu allerdings Schrott. Einer ist mir bereits verstorben (keine Ahnung warum) und generell verbreiten sie ein nerviges Fiepen. Sie liefern eine Wechselspannung von bis zu 150V bei zum Beispiel 400Hz. Die Folien vertragen am besten einen sinusförmigen Wechselstrom, der Chinesenkram erzeugt aber bestimmt nur ein Rechtecksignal. Das wird auch zum nervigen Ton beitragen, ebenso wie der billige Trafo.

Da ich mit Spannung und Frequenz experimentieren will, wäre es für mich am einfachsten einen Mikrokontroller (Teensy 3.1) zu verwenden.
Leider habe ich von allem Analogen ziemlich wenig Ahnung. Einen Spannungsteiler um den Akku zu überwachen kriege ich hin, aber viel weiter reicht es nicht.
Ich habe soviel verstanden, dass bei einem anliegenden Signal von 0V bis 1.65V an Ausgang A eine negativ verstärkte Spannung von 150V bis 0V angelegt werden soll. Ensprechend beim Signal >1,65V 0V bis 150V an Ausgang B.
Das Signal muss bestimmt vor dem Verstärken "abgesenkt" werden auf -1,65V bis 1,65V. Gibt es Vorverstärker, die das können? Der TDA 2009A sieht interessant aus, scheint das aber nicht zu können. Wenn ich das richtig sehe, muss ich ansonsten zwei davon verbauen; jeweils für die positive und negative Kurve einen. Dahinter nur noch der Transformator, um auf die ca. 150V zu kommen.

Mein Hauptproblem bleibt also das Signalabsenken. Abgesehen davon weiß ich nicht, welchen Zweck die Kondensatoren und Widerstände in den Beispielschaltungen zum TDA 2009A erfüllen.


Die Eckdaten zum Projekt:
Signal 0..3,3V
Frequenz 300..500Hz
Versorgungsspannung 11..14,2V
Ausgangsspannung -150V..150V
Leistung ca. 6W

mshwery Avatar
mshwery:#30585

Gehts noch?

* für Popel µc verbraten
* an richtige Leistung und 150 V AC ankoppeln
* während man keine Ahnung davon hat

für Bernd ist das 3x gegen den Wind pissen.

Wenn dir das Signal Sorgen macht, guck es dir erstmal auf dem Oszi an. Und für Sinus aus Rechteck machen reicht ein Kondensator.

kennyadr Avatar
kennyadr:#30586

So wie ich das verstanden habe, will OP die gesamte Signalverarbeitung und Verstärkung auf Niederspannungsebene machen und die 150V dann durch den Ausgangsübertrager erreichen.
Das ist prinzipiell schon mal der sicherste Weg für einen Anfänger. Man muss nicht direkt mit Netzspannung hantieren, sondern kann ein fertiges Netzteil zur Stromversorgung verwenden, welches idealerweise Schutzschaltungen gegen Kurzschluss, Überlastung, etc hat. Kann so funktionieren. Für die Signalerzeugung tut es statt einem Mikrocontroller übrigens auch ein NE555.
Als Ausgangsübertrager kannst du einen kleinen Netztrafo aus einem alten Steckernetzteil o.ä. zweckentfremden. Den vom TDA2009A erzeugten Gleichspannungsoffset beseitigt der Koppelkondensator, ein zweiter TDA für die negative Halbwelle ist nicht notwendig.
Allgemein würde ich OP raten vielleicht etwas mehr Erfahrung bezüglich Schaltungsentwicklung zu sammeln, bevor er dieses Projekt beginnt.
Für die ersten Testläufe empfiehlt sich auch ein Labornetzteil mit einstellbarer Strombegrenzung.

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