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Veröffentlicht am 2014-06-02 03:07:22 in /tu/

/tu/ 3648: Hallo Turingbernd. Bernd selbst ist turingunvol...

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hota_v:#3648

Hallo Turingbernd.

Bernd selbst ist turingunvollständig. Es würde ihn aber mal interessieren, wann ihr gemerkt habt, dass ihr schwul und wie ihr mit der Erkenntnis umgegangen seid, ob ihr schon euer Kommendraus hinter euch habt und wer es zuerst erfur und wie es rauskam.

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buddhasource:#3649

Bernd hat es schleichend im Burschenalter gemerkt. Als viele seiner Freunde bereits ihr Interesse am gemeinsamen "experimentieren" verloren, behielt Bernd sein Interesse am männlichen Körper bei und während alle anderen vor den Mädchen auf die Knie fielen und auf Tittenbilder fappierten, konnte Bernd einfach nichts damit anfangen und bezog den Schrank.

Outen konnte ich mich bisher nur vor der Familie welche dank neudeutschen Gutmenschentum "offen für alles" ist.
Auf Arbeit hätte ich keinen ruhigen Tag mehr, wenn man es dort wüsste. Lügen gehört leider zum täglichen Smalltalk für mich.

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juaumlol:#3650

Mädchen sind in der Pubertät nie interessanter geworden, Jungs schon.
Bernd wurde so schlecht aufgeklärt, dass er eigentlich auch gar nicht aufgeklärt hätte werden können und wäre es nicht um das Internet gewesen würde er vielleicht heute noch von nichts eine Ahnung haben, weswegen ihm erst später bewusst wurde wieso er den DSF-Sportclips auf der Schullandwoche nichts abgewinnen konnte während bei allen anderen diverse Körperflüssigkeiten ausliefen.
Kommraus halte ich für einen Blödsinn. Ist in etwa so, als würde man mit Verweis auf Obongo meinen, dass der Rassimus in den VSA nun endlich überwunden sein, wenn er eigentlich dann überwunden wäre, wenn es unnötig wäre zu erwähnen, dass es sich beim Staatsoberhaupt um einen Neger handelt.
Wenn mich jemand fragt würde ich aber nicht lügen. Weder Vater noch Mutter erwarten unbedingten und baldigen Nachnachwuchs und da Bernd noch Geschwister hat, nimmt ihn das etwas aus seiner biologischen Verpflichtung heraus. auch wenn Bernd eigentlich gerne eigene Kinder hätte, irgendwann, irgendwie ;____;

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suribbles:#3651

Bernd hat erst sehr spät realisiert, dass er schwul ist. Ich müsste ca. 19 Jahre alt gewesen sein; Dazu sei gesagt, dass Bernd überhaupt ein ziemlicher "Spätzünder" war. Das Interesse an Männer zuvor "entwickelte" sich etwa 1-2 Jahre davor, wobei ich das als reine Phantasie abgetan habe.
Wenn ich heute auf mein Teenager-Alter zurückblicke, erklärt sich aber vieles Erlebtes und ich könnte mich tagein und tagaus dafür verfluchen, dass ich nicht eher zu mich gefunden habe, als ich noch wirklich süß war und wahrscheinlich keine Probleme gehabt hätte, Erfahrungen zu machen.

Auch hatte ich eine ziemlich verquere Vorstellung von Homosexualität, mangels Aufklärung. Schwule, das waren doch diese merkwürdigen Tunten, die Pink mögen und sich wie Frauen verhalten. Die einzigen Schwulen, die Bernd kannte, kannte er aus dem TV und mit diesen konnte er sich nicht einmal im Ansatz identifizieren. Im Gegenteil; Er war der Meinung, wie viele Menschen, sich davon abgrenzen zu müssen.

Der Umgang mit der endgültigen Erkenntnis war erst einmal der Sorte von "Yay, cool. Nun kann ich einen bf suchen mit dem ich Videospiele spielen kann. Mädchen sind sowieso doof!" - Zum weiblichen Geschlecht hatte ich schon immer keinen besonders guten Draht. Mit der endgültigen Erkenntnis kam auch erst wirklich das Bedürfnis auf, nach Zuneigung in körperlicher, wie auch emotionaler Form. Ich führte ein Gespräch mit meiner Mutter, in der ich ihr davon berichtete. Wirklich ernst wurde ich jedoch nicht genommen. Die erste Reaktion war nach dem Motto "Ach, bitte. Du weißt doch sowieso nie, was du wirklich willst." Nach und nach konnte ich sie davon überzeugen, dass es wirklich so ist. Bruder und Vater, so wie die paar Freunde, die Bernd hat, wissen nichts davon. Die folgende Zeit, bis heute, war eher enttäuschend. Was glaubte ich zu kriegen? Einen Menschen, der mir ähnlich ist und mich versteht. Frauen habe ich das nicht zugetraut. Was bekam ich? Die ernüchternde Erkenntnis, dass Schwuchteln zu einem großen Teil aus oberflächlichen Arschlöchern und Konsummenschen bestehen; Wie andere, ganz normale Menschen auch. Die Schnittmenge, die ähnliche Interessen und Vorstellungen hat, ist gering und wenn, dann gibt es noch genug andere Hürden, die gemeistert werden müssen. Soziale Angsstörung lässt grüßen. Heute handel ich halbwegs damit, dass ich kein Mensch bin, der in eine Beziehung gehört.

zl;ng Bernd ist ein Spätzünder, der sich sein Homodasein erst spät eingestanden hat mit der Erkenntnis, dass es für ihn sowieso keine Rolle spielt, ob homo/hetero/bi oder Sonstiges. Bernd bleibt Bernd.

mbilderbach Avatar
mbilderbach:#3652

Bibernd hatte sich im Alter von 14 Jahren in seinen Schulkameraden verliebt. Er hatte sich aber nie getraut ihn darauf anzusprechen. ;_;

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