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Veröffentlicht am 2017-06-06 19:05:2 in /tv/

/tv/ 79673: Stoß wenn geschaut

garethbjenkins Avatar
garethbjenkins:#79673

Hallo Bernd,

lass uns doch in diesem Faden kürzlich (erstmals) gesehene Filme diskutieren. Sag uns einfach, was du dir angeschaut hast mit einer kurzen Rezension. Ich fange mal an:

>Das Ende ist erst der Anfang, "Roadmovie"
Belgischer Film vom Regisseur von "Eldorado". Alle belgischen Filme, die ich bis jetzt gesehen habe, waren sehr deprimierend, misanthropisch und definitiv ohne Happy End. Bekannt werden wohl Ex-Drummer und Mann beißt Hund sein, nur um eine Vorstellung zu geben.
Hier geht es um zwei Typen, offensichtlich fürs Grobe, die für irgendeinen reichen Kerl ein Handy zurückholen sollen. Das Handy hat ein komischer kleiner Typ und seine offensichtlich behinderte, vielleicht auch einfach hirnweggedrogte Freundin, die offensichtlich auf der Flucht sind. Soweit zu den ersten paar Minuten.
Nun kommt den Typen aber dauernd was dazwischen, auch das Pärchen hat mit Hindernissen zu kämpfen. Es passieren allerlei Sachen, in deren Verlauf die beiden Typen ihr Leben ändern. Happy End.
Das fand ich recht schön. Ich hatte eine weitere depressive, niederschmetternde Reise à la Eldorado erwartet und wurde positiv überrascht. Es war schön, dass mal nicht alles scheiße endet.
Der Film besteht aus vielen langen, ruhigen Einstellungen und laut wird es eigentlich auch nur, wenn Waffen abgefeuert werden, was auch nicht dauernd vorkommt. Ich mag solche Sachen sowieso (an der Stelle ist auch Paterson zu empfehlen, wenn auch schon länger her). Alles in allem gebe ich eine 8/10, war ein schöner Film, der vermutlich hier nur in zwei Kinos läuft und nicht beachtet wird. Und bitte, beim Trailer und bei Beschreibungen den Tarantino-Vergleich ignorieren. Keine Ahnung, warum man immer noch mit sowas wirbt. Der Film hat nichts mit Tarantino zu tun, zum Glück.


>Violet & Daisy
Amerikanischer Film von irgendeinem Typ, der vorher einen Film über ein fettes Negermädel geschrieben hat. Habe ich erst hinterher erfahren und hat eigentlich auch mit dem Film nichts zu tun. Musste nur kichern, dass so ein Film überhaupt existiert.
Jedenfalls habe ich mir das Ding ursprünglich nur angeschaut, weil ich Saoirse Ronan ultraniedlich finde und Alexis Bledel auch.
Es geht um zwei junge Frauen, die als Auftragsmörderinnen für irgendwen arbeiten. Kommt nie raus, ist auch unwichtig. Jedenfalls scheint es konkurrierende Mörderagenturen zu geben. Gibt bestimmt auch eine, die Leute zu Türen schlägt. Jedenfalls kriegen die beiden einen einfach klingenden Auftrag. Leider wird es doch kein Routineauftrag, denn der Typ, den sie umlegen sollen, will sterben. Es ergeben sich allerlei Gespräche. Weil ich nicht den ganzen Film nacherzählen will, verzichte an dieser Stelle darauf.
Aber was kann man sonst sagen? Grundsätzlich ist es ein Film, den man sich ruhig mal anschauen kann, vor allem wenn man Saoirse so niedlich findet wie ich :3.
Schauspielerisch ist vor allem James Gandolfini hervorzuheben, der den kaputten alten Kerl wirklich gut gibt. Die Mädels sind niedlich und machen ihre Sache auch gut.
Das größte Problem an der Sache ist das Drehbuch. Es kann sich nicht entscheiden zwischen Humor und Drama - ernste Themen werden, wenn überhaupt nur angeschnitten und direkt fallengelassen oder nicht wirklich aufgelöst, die Mädels sind gleichzeitig unglaublich infantil, aber andererseits auch "zu" erwachsen. Es wurde von den Kritikern auch häufig der Tarantino-Vergleich gezogen und auch hier muss ich dem widersprechen. Nur weil Leute in einem Raum reden und sterben, ist es noch nicht tarantinoesk.
Man merkt, dass der Typ was eigenes machen wollte, aber es nicht gänzlich durchgezogen hat.
Und am Ende ließ er mich zurück mit einem komischen Gefühl im Bauch. Warum, verrate ich an dieser Stelle aus Spoilergründen auch nicht. Vielleicht ging es anderen auch so/wird es gehen.
Alles in allem 6/10 für Saoirse.

terryxlife Avatar
terryxlife:#79710

Violet & Daisy fand ich so schön, als wäre es wie für mich gemacht. Mmn blieb da gar nichts unaufgelöst oder unvollendet. Entweder hat OP hierbei die Moral von der Geschichte nicht verstanden oder einen zu hohen philosophischen Anspruch erwartet, welcher durch einen Spaß-Splatter mit ernstem Ansatz unmöglich erfüllt werden kann. Innerer Blutungstanz intensiviert.

Fairerweise werfe ich auch einen Film in die Schußlinie; He never died

Henry Rollins spielt einen depressiven Ex-Türsteher, der sich plötzlich mit der Existenz einer ungewollten Tochter und ihrer Entführung durch seine Ex-Arbeitgeber rumschlagen muß, weil das irgendwie mit seinem Ruf und seiner ungewöhnlichen Sucht zu tun hat.
Diesen Film hab ich auf Anhieb gemocht und in 2 Monaten 5 mal gesehen. Ist aber wirklich nur was für Bernd, bzw jemanden, der Melancholie etwas schönes abgewinnen kann.

yassiryahya Avatar
yassiryahya:#79717

War Machine

Geniale Kriegssatire mit staubtrockenem Humor und einem Brad Pitt der endlich mal wieder schauspielert statt immer nur wie ein Frauenheld zu glotzen.

IMDB 6.0, angemessen wären 8.5

baluli Avatar
baluli:#79982

>The Nice Guys

Ich tu mich mit diesem Film etwas schwer.
Es geht um einen Typen, der als Auftragsschläger kleine Mädchen beschützt und einen anderen Typen, der als schlechter Privatdetektiv und schlechter alleinerziehender Vater irgendwie so über die Runden kommt. Irgendwann treffen beide aufgrund eines "gemeinsamen" Auftrags zusammen und eine richtige Kriminalgeschichte entwickelt sich.
Eigentlich war er ganz lustig, hatte viele lustige Einfälle und Gags, andererseits hatte ich das Gefühl, als wüsste das Drehbuch nicht, wo es hinwill. Auch mag ich Filme mit mehreren Enden nicht. Als das Mädel stirbt, dachte ich der Film sei aus, weil es ja ewig lang nur darum ging, sie zu finden. Naja, war halt nicht so.

Ich kann wirklich kein richtiges Urteil fällen. Würde irgendwas zwischen 6,5-7,5/10 geben, je nach Tagesform.

adriancogliano Avatar
adriancogliano:#80050

Badlands

Indie Film von Terrence Malick aus dem jahr 74, damals war er noch ziemlich gut in dem was er machte, Heute ist er eher eine Karikatur.
Badlands basiert auf dem selben Killerpärchen wie z.B. "Natural born Killers" oder auch "Kalifornia", bleibt dem Grundstoff aber treuer und ist weniger überkandidelt. Dabei sind fast alle Elemente die in den spätern Filmen aufgegriffen werden schon vorhanden.
Badlands übte starken Einfluss auf so manchen Filmemacher aus und ist nicht nur aus Bildungszwecken auch heute noch gut guckbar.
Im Grunde ist der Film ein Roadmovie und die Story ist schnell erzählt; ein Nichtsnutz aus der Unterwelt verknallt sich in ein leicht dämliches Kleinstadtmädel. Nachdem die beiden in einen Todesfall verstrickt werden, müssen sie Fliehen, diese Flucht gerät mehr und mehr außer kontrolle.

to_soham Avatar
to_soham:#80052

Son of Rambow

Typischer Festivalfilm um Kinder, Filme machen, britische Eliteschulen und obskure Religionen.
Fast so was wie ein coming of age Film, aber eigentlich nicht, eher ein Kinder Abenteuerfilm, aber mit Filme machen statt Abenteuer.
Der Film bleibt immer nur auf einem mittleren Niveau, beleuchtet nie die Tiefe der Characktere oder erzeugt wirklich charmante Momente, auch die Konflikte werden ohne den nötigen Aufbau aufglöst. Das Setting in den 80er Jahren bleibt bloßer, dem aktuellen Retrozeitgeist zu verdankender, Hintergrund.
Doppelt schade, denn der Film hätte sein Potential nur ein bischen besser nutzen müssen um ein Zeitloser, bedingungslos zu empfehlender Klassiker zu werden.
Ein Junge aus einer christlichen, mit den Amish zu vergleichenden, Sekte sieht durch zufall eine abgefilmte Raubkopie von First Blood. Daraufhin entwickelt sich zwischen ihm und dem Schulrabauken eine Freundschaft, die auf der gemeinsamen Leidenschaft für's Filme machen basiert. Nebenher werden ein paar persönliche und familiäre Probleme der beiden gelöst und es gibt eine Nebenhandlung um französische Austauschschüler.

cbracco Avatar
cbracco:#80054

Train to Busan

Die Koreaner sind in Rollenbildern und Gesellschaftsstrukturen verfatet, wie sie im Europa der 50er herrschten. Außerdem handelt es sich hier nur um einen Zombiefilm, trotzdem hätte ich interessantere Figuren und eine weniger klischebeladene Geschichte schön gefunden.
So bleibt es bei einem trashigen B-Movie mit innovativem Handlungsort. Die Figuren sind klischeehaft bis unsympathisch und die Geschichte bewegt sich in den zu erwartenden Bahnen. Die Effekte sind zweckmäßig und bedienen sich der für Asien typischen CGI Techniken.
Ein karriergetriebener, getrennt lebender Vater fährt mit der kleinen Tochter per Zug zur Mutter, auf dem Weg bricht die Zombieapokalypse aus.

mr_arcadio Avatar
mr_arcadio:#80055

>>80054
>Die Koreaner sind in Rollenbildern und Gesellschaftsstrukturen verfatet, wie sie im Europa der 50er herrschten.
Das ist mir auch positiv aufgefallen.

350d Avatar
350d:#80092

28 Weeks Later

Eine Frechheit von Film, besonders im Vergleich zum Vorgänger.
Statt erdigem Realismus und pragmatischer Gewalt gibt's hier comichafte, übertrieben brutale Splattereinlagen.
Statt subtilem Drama und fast romantischen Momenten gibt's hier idiotisch handelnde Figuren und Schmalz aus der ganz großen Tube.
Statt schmissiger Action und toller Kameraarbeit gibts hier Wackelkamera und "künstlerische" Bilder aus dem Ausverkauf.
Einzig der "Prolog" kann durchweg überzeugen, danach baut der Film stetig ab, und schafft es tatsächlich auf jede Schlechtigkeit noch eine drauf zu setzen, dabei wird kein Klischee und kein "passender Zufall" ausgelassen.
Scheinbar hatten die Autoren keine Ahnung was 28 Days zu so einem Überraschungshit werden liess, schade, schade.

creartinc Avatar
creartinc:#80094

>>80092
Abgesehen davon gabs über weite Strecken des Films nur langweiliges Familiengewichse. Ich glaube nach dem Prolog ist für eine Stunde kein weiterer Infizierter gezeigt worden.
Stattdessen musste man uns mit den brunzdummen Blagen nerven.
Gab es eigentlich irgendwann mal was neues zu 28 Months Later?

kuldarkalvik Avatar
kuldarkalvik:#80099

Das Loch

Französicher Knastausbruch Film aus den 60ern, angesiedelt in den 40ern, basierend auf einer wahren Geschichte.
Quälend lange Einstellungen, hautnaher Realismus, dem Schauplatz entsprechend zum Großteil als Kammerspiel inszeniert und teilweise fast wie in Echtzeit ablaufend.
So zwingt der Film den Zuschauer quasi mit in die Zelle hinein, lässt ihn mit ackern, mit hoffen und die Figuren kennenlernen.

iamfelipesouza Avatar
iamfelipesouza:#80104

>>80092
Ha, ich wollte schon zuerst eine böse Antwort geben weil ich den Prolog so super finde und ich dem gesamten Film etwas weniger kritisch gegenüber eingestellt bin, aber ich muss dir doch größtenteils rechtgeben.
Ich meine, diese apokalyptische Einsamkeitsstimmung von 28 Days kann man zu diesem Zeitpunkt auch garnichtmehr erzeugen. 28 Days ist ja im Prinzip das Night of the Living Dead des 21. Jahrhunderts. Danach kamen dann Dawn und Day. Dawn war auch schon "größer", bzw. umfassender und Day war halt ein Stück weiter. Land of the Dead war dann eh fürn Arsch.
Was ich sagen will ist, dass 28 Weeks einfach nur die logische Fortführung ist. Wenn die Weltpolizei dann die Insel unter Quarantäne stellt, dann ist das eben Stufe 2 einer Zombiapokalypse. 28 Months wäre dann halt vermutlich in was Crossed-artiges ausgeartet. Oder wenn jeder infiziert ist und nach einem Monat verhungert, weil sie sich nicht gegenseitig fressen.
So gesehen KONNTE Teil 2 garnicht so viel hergeben, aber als Zombieactioner ohne durch die Luft wirbelnde Modepuppe ging er doch.
Bei den Kindern stimme ich dir übrigens zu, die waren nervig. Auch wenn das Mädel ziemlich geil war.

Und der Prolog... hättest du wirklich einen Film gewollt, der bis Ende so bleibt? Da kannst du dir gleich einen Strick nehmen. Ich war damals so schon ziemlich bedrückt, als er vorbei war. Teil 1 endete mit Hoffnung (obwohl das auch ein nachgedrehtes Testpublikumsende war) und Teil 2 endet einfach mit der Zombieapokalypse, weil ein einziger Feigling Scheiße gebaut hat.

markgamzy Avatar
markgamzy:#80105

Massenpanik und Shoot to kill ist doch jetzt nicht per se unspannend.

Was Bernd negativ aufgefallen ist war die ungeheure Dummheit sämtlicher Filmfiguren. Oh komm lass uns Plutoniumkekse essen, die BIOHAZARD Tür öffnen, die Überlebende des Zombiemassakers mit 9001 Viren küssen. Und danach trauen wir uns richtig was!

mj_berthelsen Avatar
mj_berthelsen:#80106

Wir waren Soldaten

Mel Gibson bekommt den Befehl den Schwanz in den Müllzerkleinerer zu stecken. Er befolgt ihn und viel Gewein folgt daraus.


Wenn Trompeten verwimmern

Dämliche Krauts schießen zurück und haben sich Panzer angeschafft. So hatte sich das G.I. Joe nicht vorgestellt.

ovall Avatar
ovall:#80112

>>80104
>>80105
28 Weeks verspielt seine Möglichkeiten eben durchweg. Zwei Beispiele:
Das die Kinder losziehen um ein Foto der Mutter aus dem verlassenen Familienheim zu holen kann man machen, allerdings hätte ein bischen mehr Aufbau gut getan: "Vaddern fragen ob er nicht doch noch wo ein Foto hat, erfolglos im Internet recherchieren, sich ein paar mal in den Schlaf weinen, und dann erst geht's los" Die zeit dafür hätte man sich locker bei einer der hektischen Zombieszenen abschneiden können. Die Durchführung diese Plots krankt natürlich an noch einigen weiteren Stellen, kommen wir jetzt aber trotzdem zu etwas anderem.
Die Rettunsszene im Stadion ist eine ganz simple Sache: Zwei Kinder kommen zum Hubschrauber, der Freund des Piloten ist unerwarteterweise nicht dabei. Ein kleiner Dialog entspinnt sich und der Pilot muss sicher gehen, dass sie nicht infiziert sind.
Regie und Dialoge sind dabei aber so unpassend und Einfallslos blöde, es ist kaum zu fassen.

giuliusa Avatar
giuliusa:#80165

Oldboy

Die Koreaner sind mit ihrer Sozialisation und in ihren Geschlechterrollen da, wo Europäer in den 50ern waren.
Daher handelt es sich bei diesem Rache-Epos auch um übelste, chauvinistische Machoscheiße.
Verachtung gegenüber Frauen allewo, ekelhafte Machoallüren, perverse Gewalt und widerliche Sexualität gibts gratis dazu.
Das ganze mag als Manga noch einigermaßen funktioniert haben, als Film mit koreanischem Anstrich ist es aber eine inhaltliche Katastrophe. Die pseudo intelligenten Elemente der Geschichte, die manchen von der zugegeben guten Inszenierung geblendeten Kritiker an griechische Dramen denken ließen, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier schockiert wird, um des Schockieren willens und nebenbei eine Weltanschauung vertreten wird, wie sie dümmlicher schwer zu finden ist.
wie Machomänner auf Rachefeldzug gehen können, ohne das einem dabei das kalte Kotzen kombt, hat z.B. "Desperado" gezeigt.

subtik Avatar
subtik:#80167

>>80165
kann man gut fappieren, wie beim SERBISCHERFILM?

seanwashington Avatar
seanwashington:#80169

>>80165
Wat? Oldboy war ein netter Actionfilm mit etwas Romantik, ner Liebesgeschichte und einem interessanten, wenn auch nicht ganz unvorhersehbaren Endes. Ich mochte den Film, würde aber nie sagen das er Frauenfeindlich oder übermäßig gewalttätig rüberkam.

souperphly Avatar
souperphly:#80176

>>80165
im Groben und ganzen kann ich zustimmen, jedoch halte ich den Film nicht unbedingt für Macho oder besonders Frauenverachtend.
Asiatischer Film wird häufig maßlos überbewertet. >>80165

xravil Avatar
xravil:#80182

>>80165

CUCK

C U C K

orkuncaylar Avatar
orkuncaylar:#80207

Mauern der Gewalt

Britischer Knastfilm von 2013.
Zumindest der Anfang kommt ähnlich dokumentarisch daher wie "Das Loch", es wird lange und kompromisslos draufgehalten, ohne Zugeständnisse an Sehgewohnhieten. Später wird zugunsten einer zu erzählenden Geschichte aber konventioneller vorgegangen, auf Musik verzichtet der Film allerdings völlig.
Die Geschichte die erzählt wird ist jetzt aber auch nicht so dolle; jugendlicher Intensivtäter mit Kontrollproblemen kombt in den Erwachsenenknast. Ob die Therapie wohl anschlägt und er die Konflikte mit seinem ebenfalls dort sitzenden Vater beilegen kann?
Insgesamt ein okayer Knastfilm, aber keine Perle wie z.B. "Bad Boys" mit dem jungen Sean Penn.

karsh Avatar
karsh:#80208

>>80207
Gibt es wirklich Knäste (in westlichen "Demokratien"), in denen einen die Wärter einfach umbringen und auch sonst niemand Ficks auf irgendwas gibt?

jqueryalmeida Avatar
jqueryalmeida:#80211

>>80208
Murika

joki4 Avatar
joki4:#80226

>>80182
>hasse koreaner wegen ihrer kulturellen minderwertigkeit
>werde von plebejern als cuck bezeichnet

otozk Avatar
otozk:#80237

>>80226
Komm, ist gut jetzt. Als nächstes willst du uns wohl auch noch von den ganz schlimmen Mikro-Aggressionen erzählen, die du während deines Kinobesuchs im Queer Cinema Prenzelberg erdulden musstest, was?

garethbjenkins Avatar
garethbjenkins:#80253

Ghost Dog

Quasi Jim Jarmuschs Variante von , "Le Samurai (Der eiskalte Engel)" allerdings weniger langweilig und mit mehr Bezug zum Samuraitum.
Le Samourai hat zwar ein paar, leider wenige, gute Stellen und eine nette Atmosphäre, kommt aber nie so richtig zu Potte. Nicht das Ghost Dog jetzt vor Action strotzen würde, oder dass ich ihr Fehlen bemängeln würde, aber er hat doch um einiges mehr an Handlung zu bieten und auch mal ein paar interesante Dialoge. In beiden Filmen wird ein Auftragskiller von seinen Auftraggebern betrogen und auch sonst gibt es einige Parallelen, von den Vögeln bis zu den "Autoschlüßeln".
Ghost Dog ist der leichtere Film und so auch unterhaltsamer. Le Samourai war der wichtigere Film, sein Gewicht hat er aber über die Zeit weitestgehend eingebüßt.

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#80287

>>80253
Kühl, kannte ich noch gar nicht. Ich mag sowieso die Filme vom Jarmusch und Ghost Dog rangiert dort ganz oben, mit Night on Earth on Down by Law.
Ich werd ihn mir mal anschauen; ich kenne eh zu wenige französische Filme.

malgordon Avatar
malgordon:#80289

The Hatton Garden Job. Berndwertung 5/10.
Gutes Beispiel dass dieses Filmgenre mit Snatch den Höhepunkt bereits erlebt hat.
Bernd hoffte, ob der netten Besetzung und 2017, eine frische Variante des groß angelegten Einbruchdiebstahlfilms präsentiert zu kriegen. Leider komplett enttäuschend, es ist ein laues Snatch Nachmach.

jasontdsn Avatar
jasontdsn:#80290

Habe letztens doch mal VVitch, gesehen. Fand ihn letztendlich nicht so schlecht wie einige hier meinten, allerdings auch nicht längst so gut wie andere hier meinten. Im großen und ganzen reicht es um sagen zu können das ich die Zeit nicht als verschwendet sehe, die ich ihn geguckt hab. Im Kino wäre er mir aber zu teuer gewesen.

Kann aber zum Film an sich nicht viel erzählen Spoilerfrei. O-Ton ist teilweise etwas schwer verständlich aufgrund der authentischen älteren Sprechweise der Leute. Stimmung an sich ist ok. Kameraführung und Schauspieler sind auch soweit in Ordnung. Story ist weniger lang geheimnisvoll als vielleicht vom Macher erwünscht gewesen.

Würde 6,5/10 geben.

markolschesky Avatar
markolschesky:#80293

Dredd (2012)
10/10

Ist zwar kein neuer oder erstmals gesehener Film, aber einer der unterschätztesten der letzten Jahre. Gerade habe ich ihn jedoch nochmal geschaut. Und er wird einfach nicht schlechter.

Zuerst mal: Es ist KEIN, ich wiederhole: KEIN Remake des '95er-Stallone-Films. Der war an sich auch ganz lustig. Ein typischer 90er-Popcorn-Superheldenfilm mit Silvestri/Elfman-Stil Superheldenmusik, ABER es ist eben kein richtiger Judge-Dredd-Film. Den Look haben sie recht gut hingekriegt; Meg One ist ja recht albern und bunt. Das Feel jedoch, Fehlanzeige. Hat ungefähr so viel mit der Vorlage zu tun wie Blade Runner, aber dazu will ich mich nicht weiter auslassen.

Jedenfalls, Dredd 3D - in echtem 3D gedreht und der erste Film dieser Art, der mich NICHT damit genervt hat (ich war damals im Kino) - ist einfach ein neuer Film statt einer Neuverfilmung. Hier ist auch nichts bunt und man geht eher auf die "dunkle" Seite des Judgedaseins ein. Es gibt noch Anspielungen und Easter-Eggs, die das ganze schon in einem Comic/SciFi-Universum verorten (etwa der Fettsack mit dem Bauchroller oder eben die Megablocks oder die wunderschönen SloMo-Sequenzen). Und, was eben gegenüber dem Stallone-Film so positiv auffällt ist, dass die Charactere auch tatsächlich ihren Comicvorbildern entsprechen. Dredd haut mit größtem Ernst und völlig unironisch käsige Oneliner raus und Anderson ist kein Roboter wie Dredd und denkt auch mal außerhalb des Gesetzes.
Die Story kennt man - Hochhaus, Gangster, balan, interessiert auch nicht so wirklich. Drinbevor Raid: Das Drehbuch von Dredd stand schon vor The Raid (und Stirb Langsam gabs auch schon lange davor).

Was ich an diesem Film so toll finde, ist einfach, wie er erzählt wird. Es ist ein Actionfilm und als solcher ist er einfach hervorragend ausgeführt. Exposition so lange wie grad nötig und dann gibts auf die Fresse.
Keine unnötige Liebesgeschichte, die Frauenrollen sind super besetzt und viel wichtiger - sie nerven nicht. Außer Ellen Ripley und Sarah Connor fallen mir auch ad hoc keine anderen Frauen in (Action)filmen ein, die nicht schlicht unnötig und nervig dazu sind. Außerdem wird Anderson hier auch die Aufgabe der Charakterentwicklung zuteil - Dredd ist zwar aus Fleisch und Blut, aber er ist dennoch größtenteils eine Gesetzesmaschine. Am Ende wird auch klar - was für Anderson eine lebensverändernde Erfahrung war, war für Dredd einfach ein normaler Arbeitstag.
Auch Ma-Ma, die Schurkin, ist toll. Ich finde Lena Headey ohnehin scharf, aber sogar mit Narbengesicht, schmutzigen Fingernägeln und als krass grausame Gangleadernutte ist sie immernoch super.
Kamera und Effekte sind gut, wenn man im 2D auch sieht, dass das Blut eher für 3D produziert wurde, aber das ist zu verschmerzen. Wenn man bedenkt, dass es bei anderen Filmen mit wesentlich höherem Budget HUSTEXPENDABLESHUST auch nicht besser aussieht - und hier passt es wenigstens noch zu den SloMo-Szenen.
Die Musik ist weitestgehend unaufdringliche Basslinie oder magisches Geklimper während der Zeitlupe.

Fazit: Bester Actionfilm seit T2 (Stand: Juni 2017). Wer auf Actionfilme steht, wird den hier wenigstens gut finden.

turkutuuli Avatar
turkutuuli:#80296

>>80293
>Bester Actionfilm seit T2
Hoho! Predator 2, Speed, Starship Troopers und Godzilla (1998) widersprechen :3
Strenggenommen ist Dredd außerdem so ähnlich wie The Raid, was überragend hartkern war.

csswizardry Avatar
csswizardry:#80312

>>80293
Ich denke wirklich 1 zu 1 das Selbe über den Film.

arashmanteghi Avatar
arashmanteghi:#80313

>>80293
Film ist super.

>Some 2D elements were converted to 3D in post production.
Sind aber nur die Blutspritzer usw.


>>80296
>Dredd außerdem so ähnlich wie The Raid

Der letzte Drehtag von Dredd war vor dem ersten von The Raid, nur Dredd war länger in der Post-Produktion. Daraufhin hab ein Haufen Autisten Dredd als Nachmache beschimpft. Fand Bernd gemein, da beide Filme geil sind.



Letztes Detail einer der beiden Slo Mo Guys(großer Youtube-Kanal und Bernd findet die ganz sympatisch) hat bei den Zeitlupeneffekten mitgearbeitet, steht aber nicht in den Credits da Subfirma.

aio___ Avatar
aio___:#80338

>>80293
Fand gut, dass der Hauptdarsteller darauf verzichtet hat sein Gesicht zu zeigen und dass sowas überhaupt gemacht wurde. Der Film ist an sich ziemlich kompromisslos und macht aus seinem geringen Budget sehr viel.

https://www.youtube.com/watch?v=k-rE79vRsdU

subburam Avatar
subburam:#80342

>>80338
Urban ist halt selbst großer Fan von 2000AD. Da geht man natürlich an sowas direkt mal ganz anders ran.

maiklam Avatar
maiklam:#80377

Freitag der 13. II - Jason kehrt zurück

Dämlicher Untertitel, im ersten ist Jason ja quasi nicht vorhanden, von einer Rückkehr kann also keine Rede sein. Auch sucht man die ikonische Hockeymaske hier noch vergebens, dafür gibts MEIN SACK MEIN SACK MEIN SACK.
Der Film ist ein Epitome des Slasher Genres, obwohl die Filme eher als Abklatsch von eben solchen konzipiert wurde.
Klischees gibt es hier noch so gut wie keine, viel eher wurden die in dieser Generation der Filme erst begründet. Trotzdem ist es für den geschulten Zuschauer natürlich ein leichtes die Handlung vorrauszusehen. Der Film kann dennoch fast auf voller Linie überzeugen, er ist unheimlich, überraschend, und zweckmäßig brutal. Dazu wartet er mit einigen Kamera Kniffen auf die einem das zusehen zusehends unangenehmer machen und auch so manches Storyelement weiss zu überzeugen.
Lediglich Prolog und Ende sind leider nicht gut gelungen.

bighanddesign Avatar
bighanddesign:#80463

Westworld

Wie auch die aktuelle TV Serie, leidet der Film daran, dass es sich zwar um eine interessante Ausgangsidee handelt, diese in der Umsetzung aber nur in hanebüchenem Unsinn enden kann.
Immerhin gibt es hier aber Sets mit dem Charme der 70er zu sehen, statt glattgelutschten 2000er Chic, wie er in der TV Serie vorherscht.
Trotzdem kann nichts über gähnende Plottlöcher und unzählige Unlogiken hinweghelfen, von den ungenutzten Chancen gar nicht zu reden.
Als Filmenthusiast ist es allerdings eine helle Freude Yul Bryner als Proto-Terminator zu sehen.

cat_audi Avatar
cat_audi:#80465

>>80463
Die Kneipenschlägerei ist auch nicht schlecht. Und das mit dem Prototerminator kann ich unterschreiben

bobwassermann Avatar
bobwassermann:#80472

>>80052
>>80054
>>80165
>>80207

Sag mal, bist du zufällig der "werde es nicht mehr weiterschauen"-Bernd von /a/?

breehype Avatar
breehype:#80495

>>80473

dmackerman Avatar
dmackerman:#80529

He Never Died

Henry Rollins in einem modernen Vampirfilm.
Leider hatte ich nur die deutsch synchronisierte Version vorliegen, welche dazu auch noch eher mäßig übersetzt und gesprochen ist, Das ist natürlich doof, bei einem Film der sich vor allem über Rollins' Präsenz trägt. Die story ist eigentlich ganz nett, hätte aber ein besseres Ende verdient.
Es ist quasi ein Vater-Tochter-Drama mit Entführungskomponente, nur das Papa Menschen Frisst und im alter ein klein wenig schrullig geworden ist.

artheft_ua Avatar
artheft_ua:#80532

>>80529
henry rollins ist ein jode

shalt0ni Avatar
shalt0ni:#80533

>>80529
Bin ja immer für Henry Rollins, aber der Film sah aus als hätte er 327$ Gesamtbudget gehabt.

alexradsby Avatar
alexradsby:#80534

>>80529
Ich liebe diesen Film inzwischen, und dabei kenn ich auch nur die deutsche Fassung. Nun schon sechs mal gesehen, und das mach ich bestimmt wieder und wieder, mindestens zwei mal im Jahr, das kann ich dir jetzt schon sagen.

>>80533
Niemand gewinnt beim Bingo :3

itskawsar Avatar
itskawsar:#80570

- Alien Covernant
Himmel, was ein Schrott, nichts ergibt Sinn in diesem Zusammenschnipsel von Resten, selbst Prometheus erscheint einem auf einmal als Kunstwerk.
und wie kommen die 6.7 bei IMBD zusammen?
2/10

- Wonder Woman
Hilfe, bindet mich los, ich sag alles! Wie konnte das Ding überhaupt 150MioU$ kosten bei einer Story die sich ein Erstklässler aus der Nase gezogen hat (ohja, böse Nazi Deutsche und bösere NaziDeutsche) und das Ding hat bei IDB sogar aktuell ne 8.0.
1/10 (ein Punkt weil jeder die Hauptdarstellerin knallen möchte)

- War Machine
Hey, yes! Messerscharfe, ätzende Parodie auf US-Militär-/Kriegsapparat
vermutlich von den meisten missverstanden die einfach nur eine Komödie sehen wollten und dachten Brad Pitt würde das abliefern - Pustekuchen!
8/10

- Warm Bodies
Zombie Liebeskomödie mit eingen guten Ideen, kaum Fremdschämfaktor, ohne nervende Gören oder was heute sonst noch so üblich ist
6/10

- The Perks of Being a Wallflower (Orignaltitel muss sein)
nervtötende Liebeswirrungen und bisschen Komödie für die Wietrafichdeinemudda-Generation
4/10

emileboudeling Avatar
emileboudeling:#80585

Meine letzten 10.

Fluch der Karibik: Es hat nichts mehr mit vernünftigen Maßstäben zu tun, aber ich liebe alle Piratenfilme und bei FLuch der Karibik kommen Piraten vor, also 10/10.

Personal Shopper: Vielleicht nicht ganz so konsequent durchgezogen wie bei Sils Maria, aber dafür sieht Stewart noch besser aus. Als hätte sie eine Woche nicht geschlafen. Und diese Lacostepolos und die weißen Hosen hnnnng. 8/10

Raw: Besser als erwartet, hatte 2/3 des Films über einen steifen Schwans. In horrorfilmlichen Maßstäben berechnet 8/10

Free Fire: Fand alle anderen Wheatley Sachen besser, naja. 6/10

I am a Hero: Richtig guter Zpombiefilm aus Japan! Train to Busan kann sich wegficken dagegen.

Get Out: Imdb-Rating was durch die Decke geht und ich hab nichts einzuwenden irgendwie.

bergmartin Avatar
bergmartin:#80617

>Paper Man - Zeit, erwachsen zu werden
Jeff Daniels als kaputter Schriftsteller Richard und Emma Stone als junges Mädel Abby, die eine Beziehung (nicht der unangemessenen Art) entwickeln.
Der Trailer verspricht eine Komödie. Tatsächlich gibt es auch einige lustige Momente, etwa wenn Ryan Reynolds als Richards imaginärer Freund "Captain Excellent" auftritt oder Jeff Daniels unfreiwillig den geilen alten Bock mimt.
Ansonsten ist viel Drama angesagt. Eine Tragikomödie (im Übrigen sieht das Wort umso falscher aus, je länger ich es betrachte) würde ich es auch nicht nennen, weil eigentlich nichts wirklich tragisches passiert und es ein Happy End gibt.
Was passiert also? Das will ich nicht verraten, weil das die Story spoilert. Sagen wir, Außenseiterzeugs.
Die Bilder sind schön, die Musik typisches Indiegejaule, Schauspieler sind auch ganz gut, außer Emma Stone, die irgendwie so komisch rumfuchtelt, wenn sie "emotional" sein muss.
Drehbuch hat auch ein paar seltsame Dialoge auf Lager, etwa Richards Rede als er mit seiner Frau streitet.

Ich tue mich echt schwer, dem Film eine Wertung zu geben. 6/10 würde ich sagen. Wenn man mal durch Zufall draufkommt, kann man den auch schauen, bleibt dann aber bei dem einen Mal.

vicivadeline Avatar
vicivadeline:#80951

>The Blair Witch Project

Oke, eigentlich ist der ja schon ziemlich alt und vermutlich auch zur genüge diskutiert, aber das hier soll eher ein "Filmempfinden beim Heranwachsen" werden.

Dies war das dritte Mal, dass ich den Film gesehen habe. Zwischen jedem neuen Sichten lag eine nicht unerhebliche Zeitspanne und ich finde es einfach interessant, wie anders man im Laufe der Zeit bestimmte Dinge bewerten kann.

Zuerst einmal: Ich bin knapp 30. Es gibt Dinge, wie z.B. Jurassic Park, die ich schon mit sechs toll fand und noch heute toll finde. Oder Pokemon, fing ich mit zehn an und habe jedes Spiel gespielt. Ich höre seit ich 15 bin Metal (zu der Zeit noch exklusiv) und habe ab etwa 20 mit jedem neuen Jahr immer mehr andere kühle Musik entdeckt und heute höre ich fast alles. Geschmäcker können sich also erweitern, ändern oder auch nicht. Soweit, so bekannt. Darum also nun zu dreimal Blair Witch aus drei verschiedenen Perspektiven.

1. Jugendbernd, 13-15 (zugegebenermaßen die grauselige deutsche Synchro)
>Oke, die laufen rum
>Jetzt sind da Steine
>Und Stöcke
>Und Geräusche
>Und jetzt kreischt die Alte rum
>Jetzt sind sie im Haus und schmeißen die Kameras rum
>Was für ein Quatsch, kuck ich mir lieber cooles Zeug wie "Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" an

2. Bernd Anfang/Mitte 20
>So, jetzt auf Englisch
>Wau, macht die ganze Atmosphäre schon mal über 9000 Mal besser
>Da sind aber immernoch die Stöcke
>Und irgendwie laufen die auch nur so rum, immernoch
>Jo, aber war damals halt was Neues, nech?
>Jo, war ganz ok

3. Bernd Ende 20
Das ganze nochmal weniger aufmerksamkeitsdefizitär, Bernd muss jetzt nämlich nicht mehr vorm Rechner sitzen und hat nebenher noch große Versuchung zu lauern, Bernd hat jetzt eine Couch und macht auch kein Licht.
Mit zunehmender Dauer des Films wird es also auch dunkler. Dass in Bernds Nachbarschaft auch ständig komische Geräusche zu hören sind, machte das ganze natürlich noch etwas stimmungsvoller.
Was mir zu Anfang auffiel, waren die drei eher unzusammenhängenden Geschichten. Die Hexe, Rustin Parr und Coffin Rock. Der eine Alte meinte zwar, das hängt zusammen, da gab es aber keine Erklärung dazu. Entweder hab ich da nicht aufgepasst oder das gehörte damals zum Konzept, dass man die Geschichte im Internet nachliest. Jedenfalls, irgendwann ging es dann eben in den Wald und dann haben sie sich verlaufen. Den Mittelteil hatte ich früher nie so beachtet, aber heute ist mir erstmal aufgefallen, wie schön es dokumentiert ist, wie solche Leute in Krisensituationen immer bekloppter werden. Streiten, Leugnen, einfach Lachen weil alles so absurd ist, und es wird einfach nicht mehr besser, sondern ständig schlimmer. Als dann Josh verschwand, war das wohl der Auslöser für die anderen Beiden, endlich nicht mehr so zu streiten. Wahrscheinlich waren sie auch einfach zu fertig dafür.
Gegen Ende war es dann nur noch dunkel und die Beiden waren allein. Bei mir war es zu dem Zeitpunkt auch schon dunkel und ich merke immer wieder, wie viel das ausmacht, ich hatte einfach ein mulmiges Gefühl, und das, obwohl ich ja eh wusste, was passieren wird.
Muss also sagen, war doch garnicht so schlecht. Ich denke, damals im Kino hat der schon gut Eindruck machen können. Vielleicht bin ich mittlerweile auch empfänglicher für solche Sachen, konnte früher auch bei Filmen nicht so mitgehen wie ich es jetzt kann.

aaronstump Avatar
aaronstump:#80956

Schreibs in deinen Blog! Hier interessiert es keinen, wie du dich mit über zehn Jahre alten Filmen als Möchtegern-Filmkenner aufplustern möchtest. Sag bescheid, wenn du was gesehen hast, das hier nicht schon rauf- und runtergenudelt wurde.

mr_arcadio Avatar
mr_arcadio:#80963

>>80956
frage mich manchmal wirklich was arme säue wie du überhaupt noch vom leben erwarten.
und jetzt nimm deine 4kanal bildchen und verpiss dich.

subburam Avatar
subburam:#80964

Arrival

Für einfache Kinogänger bestimmt ganz toll, auch für normale Sci-Fi Fans wohl ein feines Schmankerl. Wenn man sich jedoch nicht von der zur Schau gestellten Cleverness blenden lässt, wird schnell klar, dass es sich hier weniger um Intelligente Scienc-Fiction, als viel mehr um Science-Fiction für Hausfrauen handelt.
Der Film erzählt eine clevere kleine Geschichte, das Problem ist, dass der Autor einem seine Cleverness ständig unter die Nase reiben muss, er ist ja aber auch ein cleveres Bürschchen, der kleine.
Diese clevere Idee ist aber nicht wirklich ausreichend um einen Film zu tragen, eine wirklich gute Geschichte dient immer sich selbst, dieser Film dient, wie schon angedeutet, aber eher der Selbstdarstellung der cleveren Autoren.
Abgesehen davon, werden Twists hier bewusst so verkauft, bzw. filmisch verarbeitet, dass man sich als aufmerksamer Zuschauer stellenweise veräppelt vorkommen muss. Bei der Geschichte schließlich handelt es sich um eine, die Rosamunde Pilcher alle Ehre machen würde. Auch dümmliche Motive wie unbeinflussbares Schicksal und heilige Aufopferung gibts zu bewundern. Die Science-Fiction Elemente fußen dann auf Theorien und Ideen, die keiner genauern Betrachtung standhalten und auch noch so verwegen eingestzt werden, dass die Mängel deutlich zu Tage treten.
Im Kino bestimmt ganz gut anzugucken und für Kleingeister bestimmt ein anregendes Objekt der Interpretation, ein neuer Klassiker aber bei weitem nicht.

trickyolddog Avatar
trickyolddog:#80965

>>80964
Bernd wurde im Kino richtig mett von den Fielmann-Sprüchen am Ende.

jacobbennett Avatar
jacobbennett:#80966

>>80965
Ja,
ich habe zum Ende frühzeitig ausgemacht und musste erstmal ein bischen schimpfen. Erst einige Zeit später war ich in der Lage den Scheiß zu Ende zu gucken.

doronmalki Avatar
doronmalki:#80967

Open Water

Pärchen wird beim Tauchen vergessen, jetzt sind sie allein im offenen Meer .
Klein, billig, simpel produziert und gefilmt und quasi ein Kammerspiel auf der Meeresoberfläche.
Dabei aber eine innovative und äußerst gut funkionierende Variation des Hai-Horror Themas.

leandrovaranda Avatar
leandrovaranda:#80973

>>80967
Den wollte ich mir auch mal geben. Letztens habe ich Frozen gesehen, ähnliches Setting. Das Blondchen war sehr nervig, hätte von der Gondel geschubst.

Ein netter, kleiner Film.

mrxloka Avatar
mrxloka:#80999

SpinnenMann Heimkommen

infantiler Kinderquatsch für 12-jährige
3/10

iqbalperkasa Avatar
iqbalperkasa:#81016

Adams Äpfel (2005)

ein sehr guter Film aus Dänemark. Es ist eine schwarze Komödie, sehr intelligent filmisch ungesetzt. Heute aktueller den je zuvor.

Handlung: Ein paar sehr verklemmte Typen wollen einen Apfelkuchen backen.

10/10

anjhero Avatar
anjhero:#81025

Filme nicht zu ende gucken ist ja nicht meine Art, aber Warrior musste ich nach ner halben Stunde aus machen.
Es ist viel zu schnell klar wohin der Film geht, die Inspiration über den Highschool Lehrer und MMA Kämpfer ist mir zu lahm, der Typ mir zu egal, diverse Situationen sind einfach Quatsch.
Schade, denn ein moderner "Rocky" mit Tom Hardy und Nick Nolte sollt eigentlich was ganz tolles sein.
Bei American Hustle hingegen, hatte ich ab dem Showdown zwischen der Betrügerin und dem FBI Vogel endgültig keine Lust mehr, da der Film da aber noch 40min gebraucht hätte, habe ich dann doch lieber auf das Finale verzichtet und aus gemacht. Schade, denn bis zum dem Zeitpunkt wo die Haupthandlung den Prolog einholt war's ein gutes, humorvolles Drama über professionelle Trickbetrüger. Vor allem Christian Bale ist natürlich überragend, aber der Rest ist dann doch eigentlich ziemlich kacke und der Film baut stetig ab.

robergd Avatar
robergd:#81043

>>81025
> Bei American Hustle [...]

Fickend dies! Das Finale hat selbst Bale nicht mehr gerettet.


Ich biete dafür Beyond the Sea. Kameraführung und Sprünge gefallen mir ganz gut. Ist Spacey für die Rolle zu alt? Ja.
Hat seine "Ehefrau" Charakter? Nein.
Darf man Bobby Darins Cover von Charles Trenets La Mer als Cover betrachten? Nein! Unabhänig davon ist das titelgebende Lied gut, im direkten Vergleich zum Original stinkt es einfach nur ab
Wie macht'n sich der Spacey so als Sänger? Gut, hat mich angenehm überrascht.

Alles in allem merkt man schon, das der Streifen ein Herzensprojekt war.
Betrachtet man den Film als große Kevin-Spacey-One-Man-Show kann man sich wirklich gut zurücklehnen und es genießen.

Würde den Film nochmal schauen.

Objektive Wertung: 5/10
Wertung als Spacey Lüfter: 8/10

donjain Avatar
donjain:#81071

"Green Room" 7,5/10

Punkrockband spielt einen Auftritt in einem Nazi Compound im Nordwesten der USA und sieht etwas, was sie nicht sehen sollen.
Danach geht der Punk ab.
Bernd erwartete wenig und war überrascht - Spannend, brutal, gut gespielt.
Bonus für Patrick "Captain Picard" Stewart als Obernazi.

aaronstump Avatar
aaronstump:#81072

>>81025
Dieser Bernd hingegen mochte Warrior sehr. Vermutlich, weil er selbst einen Bruder und ihn dieser Film deshalb emotional sehr berührt hat.

andyisonline Avatar
andyisonline:#81077

>>81072
Ich mochte Warrior ebenfalls. Natürlich ist da eine gehörige Portion Pathos drin, dennoch unterhielt er mich ganz gut. Obwohl ich die Geschichte um den Grundschullehrer auch eher mau und ihn und seine Familie zum kotzen finde. Die Beziehung zwischen Tom Hardy und Nolte (im Film) fand ich jedoch sehr stark. Diesem Bernd gefiel der Film.

Du möchtest dir vielleicht mal Fighter mit Christian Bale ansehen.

pakhandrin Avatar
pakhandrin:#81079

The Hobbit - Trilogie (EXTENDED VERSION)

Nanu, auf einmal ergibt vieles einen Sinn? Ist ja erstaunlich.
von 5/10 rauf auf 7/10

auf DichRöhr gibt es einige Clips, sollte sich Bernd mal ansehen

fatihturan Avatar
fatihturan:#81080

Was hat denn deiner Meinung nach keinen Sinn ergeben? Bin kein Lüfter...hab trotzdem die Filme im Dreier im Kino gesehen. Fand den 3. aber generell ziemlich Kacke.

oaktreemedia Avatar
oaktreemedia:#81081

>>81080
welcher Teil genau von
>auf DichRöhr gibt es einige Clips, sollte sich Bernd mal ansehen

ist undeutlich?

http://www.youtube.com/results?search_query=hobbit%20extended%20version

karalek Avatar
karalek:#81083

>>81077
> Du möchtest dir vielleicht mal Fighter mit Christian Bale ansehen.

Hab ich sogar im Lichtspielhaus gesehen und es ncht bereut.

t. nicht >>81025

vicivadeline Avatar
vicivadeline:#81117

>>81077
The Fighter ist natürlich super, dank Bale und trotz Wahlberg.

Starship Troopers
Wusste gar nicht mehr, wie blutig der ist.
Leider werden die satirischen Elemente im Laufe des Films zu Gunsten einer eher simplen Geschichte vernachlässigt, das schwächt den Film deutlich und hinterlässt eine gewisse leere. Ansonsten ist es ein etwas zu langes Action-Spektakel mit sensationeller Tricktechnik.
In mancher hinsicht könnte man ihn auch als 40k - der Film bezeichnen (eigentlich als Nids vs IG, aber das ist Fachgesimpel).

abdots Avatar
abdots:#81118

>>81117
>Wusste gar nicht mehr, wie blutig der ist.

Der ist seit letzter Woche vom Index runter, Herr Rechteinhaber könnte ihn hier wieder prüfen lassen, denn würde RTL auch nicht immer die Schrottfassung senden.

yigitpinarbasi Avatar
yigitpinarbasi:#81122

>>81081
Meine Fresse was bist du denn für ein Arschloch?
Auf Duröhre gibt es Milliarden von Clips.
Außerdem hab ich dich nach deiner Meinung gefragt. Bist aber wohl ein Spast der nur mäkeln kann.

likewings Avatar
likewings:#81130

La Haine - Hass

Komben ein Araber, ein Jude und ein Neger aus dem Ghetto.
Jungschauspieler von denen einige später Hollywood Karrierren hinlegen sollten, hier spielen sie allerdings noch mit der Authentizität von Laien. Eine Geschichte die von der Realität inspiriert ist und trotz einiger peppiger Elemente real bliebt. Eine super Regie und ein fantastisches Ende.
Sellten wird die Langeweile und sinnlosigkeit des Daseins in der Trabantensadt so liebevoll dargestellt, sellten waren asoziale Arschlöcher so sympathisch, sellten die gezeigte Welt so nah an der realen. Wenn man allerdings keinen Bezug zu jugendlichem Rabaukentum und nächtlichem Rumgeeier mit Kumpels hat, könnte einem der Film deutlich weniger Spaß machen.

Auch:
Drin vor getriggertem Rechtsneet.

thomweerd Avatar
thomweerd:#81131

The Imitation Game

Benedict Cumberbage ist Alan Turing, und der baut einen der ersten Computer um die Enigma der Deutschen zu entschlüßeln.
Leider kommt Hollywood natürlich nicht umhin Turings Rolle als um einiges zentraler darzustellen als sie wohl wirklich war; als ob das MI6 seine Anregung gebraucht hätte, um zu wissen, dass man die entschlüßelten Informationen nicht einfach willkürlich einsetzen sollte. Außerdem muss natürlich Frauenrolle und Homophobie verarbeitet werden, Russische Spione und simples Drama gibt's noch oben drauf, man will ja schließlich zumindest eine Nominierung bei der Academy rausholen.
Ohne den ganzen Hollywwod Quatsch, die unnötigen dramaturisierungen und mit mehr Blick auf die technische Seite, wäre es der deutlich bessere Film, dann allerdings auch weniger für den Konsum durch Fettbürger geeignet.

joemdesign Avatar
joemdesign:#81133

War scheiße.

jonkspr Avatar
jonkspr:#81134

>>81131
das war so ne typische Gutmenschen-TV-Produktion, für Fettbürger aufm Sofa
4/10, nicht mal Judenherschel konnte was rausreissen

>>81133
wäre 1990 ganz kühl gewesen, in der Zeit als Amiga und Atari noch die Zukunft darstellten, heute nicht mal mehr lächerlich, nur peinlich
2/10, völlige Zeitverschwendung, selbst Plastiktitties Scarlet rettet nix

jodytaggart Avatar
jodytaggart:#81157

>>81130
TATÜ TATA, ES IST DER KLANG DER POLIZEI!

sgaurav_baghel Avatar
sgaurav_baghel:#81356

- Gardinen von die Galaxie II

Der erste Teil war witzig, durchgknallt, übertrieben.
Alles was der zweite Teil nicht ist. Ausser übertrieben.
Das kommt davon wenn man 200 Mio. in Spezialaeffekte steckt und die Geschichte auf einer Serviette notiert. Und dann diese Pseudo-Gefühlsduselei! Stöhn!

5/10, schlimmer als Star Trek 5 (Wozu braucht Gott einen Raumschiff?)

Neuste Fäden in diesem Brett: