Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2015-02-23 17:38:27 in /vip/

/vip/ 22512: "Krieger" versus "Soldat"

adriancogliano Avatar
adriancogliano:#22512

Worin unterscheiden sich die Begriffe "Krieger" und "Soldat"?

Beide Begriffe haben starke Gemeinsamkeiten, aber eben auch Unterschiede. Woran macht Bernd diese fest? Folgend ein paar eigene (möglicherweise falsche) Überlegungen, die als Einleitung dienen sollen:

- Erfahrung durch Kampf versus Erfahrung durch Drill?
- Kampf für die eigene Sache versus Kampf für die Sache eines Anderen?
- Kampf um des Kampfes willen versus Kampf um der Bezahlung willen?
- Herkunft aus einer adeligen Kaste versus Herkunft aus dem Plebs?
- Stolz, einem bestimmten Herrn/Clan anzugehören versus Stolz, einer bestimmten Einheit anzugehören?
- Individualisierter Gruppenkampf versus industrialisierter Massenkampf?
- Dienst an einem bestimmten Herrn/Clan versus Dienst an einem bestimmten Land?

iamglimy Avatar
iamglimy:#22513

walla ey kuck doch im wöhrterbuch nach

nicht deine persönliche grammatik armee

guischmitt Avatar
guischmitt:#22515

>Individualisierter Gruppenkampf versus industrialisierter Massenkampf?
Kann mich aber auch irren, ist mir auch egal.

trueblood_33 Avatar
trueblood_33:#22518

Hmmm... für mich ist ein Krieger eher ein freier Mann (oder Mannsweib), der freiwillig kämpft mit "Ehre" (was auch immer das ist, ich denke nur an die samurai) und eigenem Kodex. Ein Soldat ist für mich eher jemand unfreies, der auf Befehl kämpfen muss, ob es ihm passt oder nicht. Ausserdem kämpft er nicht für seine eigene Sache sondern für die eines Anderen. Allerdings nicht so wie ein Söldner, der für mich irgendwo zwiscchen Krieger und Soldat steht, sondern mehr unter Zwang. Er kann Aufgaben nicht aussuchen, nicht entscheiden ob er einen Auftrag annimmt. War es in der Antike so, dass ein Mann der Waffen trug als freier Mann zu erkennen war, so war es später (z.B.: Kaiserreich, 3tes Reich, NVA, etc.) umgekehrt, ein Mann der Waffen trug war als Sklave erkennbar, nicht mehr Herr seines Schicksals, seiner Meinung, seiner Taten.

Oder so, ist wahrscheinlich für jeden anders deffiniert.

i_ganin Avatar
i_ganin:#22519

Ein Krieger ist für mich jemand, der dazu erzogen wurde zu kämpfen und dessen Lebensinhalt der Kampf ist. Ein Soldat hingegen wird eingezogen und muss auch gegen seinen Willen kämpfen.

kinday Avatar
kinday:#22526

>>22512
Krieger kämpft im Kampf alleine nur für sich und nur für die Schlacht.
Soldat kämpft mit anderen im Verbund für den Sieg für Geld.

anass_hassouni Avatar
anass_hassouni:#22537

Wie OP schon bemerkt hat:
>Beide Begriffe haben starke Gemeinsamkeiten, aber eben auch Unterschiede.
Die Grenzen zwischen einem Soldat und einem Krieger sind fließend. Ein Soldat kann ein Krieger sein bzw. ein Krieger kann auch Soldat sein.
Ein Soldat ist per Definition schon Angehöriger einer Armee d.h. er bezieht Sold für seine Tätigkeit und sein Berufsfeld ist die Verteidigung seines Landes, Angriff auf andere Länder, Unterstützungsaufträge, etc... irgendwas halt, was von seiner Regierung abgesegnet wurde. Zudem hat der Soldat eine militärische Ausbildung genossen. Aktiv am Kampfgeschehen teilnehmen muss der Soldat nicht, er kann auch nur Flugzeuge mit Nachschub für die Fronttruppen um die Welt fliegen, Minen wegräumen, oder das Funkgerät bedienen.

Ein Krieger hingegen kämpft aus Überzeugung, kann aber gleichzeitig Angehöriger einer Armee sein. Für ihn zählt die direkte Konfrontation mit seinem Gegner. Das Sold, das er bekommt, sollte er in einer Armee dienen, ist für ihn eher das Sahnehäubchen. Nett aber nicht zwingend notwendig, solange er kämpfen kann. D.h. solange er aktiv am Kampf teilnehmen kann, ist ihm das Warum oder das Wieso vllt auch die Entlohnung egal. Die oben genannte Überzeugung kann alles mögliche sein: Kampf aus purer Lust am töten, die Loyalität zu seinem Kommandeur/seinem Staat/seiner Truppe, für Geld, weil kämpfen das Einzige ist was er kann, für die Freiheit oder gegen den Terrorismus, gegen die Absetzung der Teletubbies, etc...

bighanddesign Avatar
bighanddesign:#22967

Der Krieger ist ein Archetyp (siehe Jung) und verkörpert damit bestimmte Eigenschaften wie etwa Bewusstheit, Achtsamkeit, Mut, Disziplin, Loyalität. Ohne dies notwendigerweise mit klassischen Kampfhandlungen in Verbindung bringen zu müssen. Auch:

> Ein Krieger ist mehr, als nur ein Kämpfer. Er ist ein Jäger und damit Versorger seiner Sippe. Er beschützt seine Familie und symbolisiert die Kraft des Mannes, sich Herausforderungen zu stellen. Für diese Herausforderungen braucht er Entschlossenheit, Disziplin, Mut und Ausdauer.
> Der Krieger ist ein Macher. Er ist ein Abenteurer, der Berge besteigt und neue Wege sucht. Er ist Pionier, der scheinbar Unmögliches möglich macht. Der Krieger sucht nach Herausforderungen, weil er daran wachsen will.
> Ein Krieger ist ein Mann von Ehre. Wenn er sein Wort gibt, hält er es.
> Ein Krieger lernt sein inneres Feuer zu beherrschen. Er zähmt zuerst die Wildheit, Aggression und Leidenschaft in ihm zuerst, um sie dann zielgerichtet einzusetzen.
> Ein Krieger ertüchtigt seinen Körper. Er treibt Sport. Dabei misst er sich mit anderen und nimmt an Wettkämpfen teil. Der Wettkampf dient der Kultivierung des eigenen Feuers. So ist er auf eventuelle Konflikte gut vorbereitet und kampfbereit.

lisakey1986 Avatar
lisakey1986:#22969

>>22967
Ist der Grüntext aus einem Buch oder so? Gibe Qualle plox.

enjoythetau Avatar
enjoythetau:#22970

Kriegerethos laut Herrn Wertperspektive:
https://www.youtube.com/watch?v=s695cJjFeIA

Neuste Fäden in diesem Brett: