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Veröffentlicht am 2015-03-23 16:20:05 in /vip/

/vip/ 22759: Häusliche Gewalt

mugukamil Avatar
mugukamil:#22759

Stelle die Frage hier auf /vip/, weil ich keine Lust auf /b/-hafte Frauenhasspfosten habe. Hoffentlich funktioniert es.

Warum fällt es Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt sind, so schwer, ihre gewalttätigen Männer (endgültig) zu verlassen?

Resignation? Alternativlosigkeit (vor allem bei reinen Hausfrauen, die schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten)? Der Kinder wegen?

Erbitte eine sachliche Diskussion.

keyuri85 Avatar
keyuri85:#22760

Unterschicht bleibt Unterschicht.

VinThomas Avatar
VinThomas:#22761

>Resignation? Alternativlosigkeit (vor allem bei reinen Hausfrauen, die schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten)? Der Kinder wegen?
Drei mal nein. Die längste Antwort wäre immernoch eine Langfassung von "Weil Frauen nunmal so sind".

ayalacw Avatar
ayalacw:#22765

Meine Mutter blieb immer wegen uns, der Kinder, damit wir sowas nicht erleben müssen. (Scheidung)
Fühlte schuldig.
Ich glaube auch sie war zu feige um etwas zu ändern. Nachdem man sich daran gewöhnt hat behalten alle am liebsten den Status quo.

alv Avatar
alv:#22766

>>22765
>Meine Mutter blieb immer wegen uns, der Kinder, damit wir sowas nicht erleben müssen. (Scheidung)
>Fühlte schuldig.
Die Wahrheit ist natürlich, dass deine Mutter das machte, weil sie solche Beziehungen suchte, und es sie scharf machte.

Dass du dich schuldig fühlst war für sie noch ein kleines Plus.

mauriolg Avatar
mauriolg:#22770

Es ist hauptsächlich so wie beim Frosch, der nicht bemerkt wie das Wasser, in dem er sitzt kocht. Die Frauen realisieren gar nicht, in welcher Situation sie sich befinden und betrachten alles als normal und verständlich.

Außerdem tendieren Frauen oft dazu Männern "noch eine Chance" zu geben, in der Hoffnung, dass alles so wie früher wird.

enriquemmorgan Avatar
enriquemmorgan:#22771

Wirtschaftliche und emotionale Abhängigkeiten, der Drang zur Aufrechterhaltung des status quo, sich das Scheitern der Lebensplanung einzugestehen und Konsequenzen zu ziehen ist schmerzhaft (und auch oft sehr teuer). Mit Kindern im Spiel dürften die Teilaspekte jeweils noch stärkeres Gewicht bekommen. Es existiert auch noch der kulturelle Erwartungsdruck einer "funktionierenden Ehe" von ausserhalb. Alleinerziehende Mutter oder Wochenendvater sind eben keine Traumrollen.

Im Grunde tun Männer das Gleiche, auch wenn sie jetzt traditionell eher nicht mit einem blauen Auge durch die Gegend laufen.
Frauen bedienen sich eher anderer Wege der "Gewalt". LiebesSexentzug, Verächtlichmachung und ständige nichtige Streitereien können einem das Leben genauso unerträglich machen und sind dabei wesentlich "normaler" als Exremfälle, in denen es zu Verletzungen kommt. Mentale Verletzungen von Männern können eigentlich nur bei Huren oder am Tresen zur Sprache gebracht werden, Lösungsansätze sind auch hier schwer zu finden, es gibt höchstens Trost.

i3tef Avatar
i3tef:#22775

Häusliche Gewalt basiert oft auf Gegenseitigkeit.

Leute die in einer Beziehung mit häuslicher Gewalt leben sollen wohl öfter psychische Probleme haben (wenn ich mich richtig erinnere war es wohl vor allem Borderline) oder anderweitige Probleme wie Alkoholsuct, Arbeitslosigkeit etc gern auch in Kombination.

cat_audi Avatar
cat_audi:#22777

Kurz gesagt ist es meistens so, dass den Betroffenen das Verharren in ihrer Situation immer noch das kleinere Übel scheint im Vergleich dazu, die Beziehung und alles damit verbundene aufzugeben. Es ist auch nicht so, dass gewalttätige Partner rund um die Uhr schlagen und drohen, es sind meistens Extremsituationen, und häufig eine Gewaltspirale, bei der die Hemmschwelle, seinen Willen mit Gewalt durchzusetzen, immer weiter sinkt. Viele Betroffene haben deswegen auch diesen "Eigentlich ist er/sie gar nicht so, aber der Stress in letzter Zeit, es ist ja nicht so gemeint ..."-Gedanken, oder haben dabei noch den Gedanken, dem gewalttätigen Partner helfen und beistehen zu müssen.

Leute, bei denen häusliche Gewalt vorkommt, sind meistens ziemlich elend dran, üblicherweise arm und in sozialer Not. Dazu kommt meist ein ziemliches Machtgefälle in der Beziehung, was es nochmals schwerer macht, sich vom Partner zu emanzipieren.

Ansonsten was >>22771 sagt.

sketi_ndlela Avatar
sketi_ndlela:#22778

Ahaha, wie oberflächlich ihr das alle seht...

Nazibernd erklärt euch jetzt einen lustigen Mechanismus:
> Hasse dich
> Habe nicht die Eier, dir dein Versagen einzugestehen
> Projeziere dein Fehl stattdessen auf andere
> Wisse aber irgendwo ganz tief drinnen, dass Du der Versager bist und alleine zu dumm zum Kacken wärst
> Also egal was passiert, irgendwie musst du die Schuld den Anderen™ geben können
> Also Opfer werden, aber wie?
> Nichts leichter als das, Opfer sein das ist nicht schwer: einfach provozieren bis es aufs Maul gibt
> Irgendwann gibt es dann halt auch mal auf die Fresse
> ???
> Och, eigentlich war es ja irgendwie meine Schuld und nach einer Scheidung stünde ich ja vielleicht doch schlechter da
> Wiederhole X mal
> Irgendwann hat dann doch einer von beiden die Schnauze voll und lässt sich scheiden
Dieses Muster kann man übrigens auch an vielen Bernds beobachten. Wer hätte das gedacht?

Meine Mutter ist son Scheißvieh. Darum kann ich auch als Nazibernd pfosten und gebe keinen Fick auf Sörens erbärmliche Trollversuche. Das Sörenmutterschiff hat mich ausgekackt, ist ein Wunder, dass ich nicht auf der Straße gelandet bin. Für solche Geschichten sind Frauen leider prädestiniert, da man als Mann nicht gut Opfer einer Frau sein kann. Man kann als Mann ja nichtmal Opfer eines Mannes sein. Probiert es aus, vergewaltigt einen Sören: wird keine Anzeige geben. Bei einer Sörine schon eher. Bei Männern herrscht dann eher der Typus des dummen gewaltgeilen Knallkopfes vor, der Probleme nur zu gerne mit den Fäusten statt dem Hirn angeht. Und wie >>22775
schon sagt: Gegenseitigkeit ist das Stichwort. Für Menschen wie meine Mutter wäre ein gewohnheitsmäßig prügelnder Mann wahrscheinlich sogar die beste Wahl. Der Kessel steht dann konstant unter Druck, so dass die Mulle tropft. Geraten sie jedoch an einen Menschen wie meinen Vater, der solange seine Gesundheit und die seiner Kinder nicht in Gefahr ist, einfach keinen Fick gibt, steigern sie sich in ihren Provokationen immer weiter. Sie erwarten dann irgendwann allmähliches Einsetzen irgendwelcher Reaktionen und sind völlig entsetzt, wenn der Provozierte urplötzlich von "keinen Fick geben" auf "Bedrohung muss ausgeschaltet werden" umschaltet.

pf_creative Avatar
pf_creative:#22779

>>22778
>Ahaha, wie oberflächlich ihr das alle seht...
>Zeilenweise Küchenpsychologie aus der Perspektive eines mutterhassenden Ronnys

anaami Avatar
anaami:#22780

>>22779
>Küchenpsychologie
Du sagst das, als ob es noch was anderes gäbe. Gibt es etwa bei der Psychologie ein Äquivalent zur "Wahren Physik" von Dr. Axel Stoll, also eine "Wahre Psychologie"?
>aus der Perspektive eines mutterhassenden Ronnys
Find ich nichts verwerfliches dran. Ich befinde mich da in bester Gesellschaft: Nietzsche, Mozart, Hitler... Man wird wohl kaum über die Unterschicht hinauswachsen in die man geboren wurde, wenn man sich in ihr wohl fühlt und sie liebt. Und das ist genau der Grund, weshalb du mich hasst und ich mich gerne von dir hassen lasse: ich zeige dir, du bist für dein Versagen selbst (mit-)verantwortlich. Du hasst in mir den Teil von dir, der über dich hinauswachsen will. Ich zwinge dich zur Auseiandersetzung mit diesem Teil. Wenn er siegt, gewinne ich einen neuen Freund. Wenn er falliert, zementierst du dein Untermenschentum und wirst bald von selbst verschwinden, so wie all der Krebs vor dir.

Wenn du nichts zum Thema beizutragen hast, zukünftig bitte einfach die Fresse halten.

sementiy Avatar
sementiy:#22781

>>22780
>Du sagst das, als ob es noch was anderes gäbe.

Natürlich gibt es evidenzbasierte Psychologie. Das Problem an Laien wie dir und mir, die versuchen komplexe Dinge wie gewalttätige Beziehungen zu erklären, ist einfach Unwissen über sowas, beispielsweise wird die Rolle des Unterbewussten meistens stark überschätzt. Ich bin nicht von Fach, ich bin aber Sozialarbeiter - wenn auch in einem anderen Bereich - und denke mal dass ich mit dem Thema schon mehr Umgang hatte als du. Ohne deswegen Experte sein zu wollen. Du hast deine Erfahrungen aus deiner Perspektive, glaub nicht dass du damit ausgelernt hast oder selbstgefällig anderen Leuten Oberflächlichkeit unterstellen kannst.

>Und das ist genau der Grund, weshalb du mich hasst und ich mich gerne von dir hassen lasse

Nimm dich mal nicht so wichtig.

_zm Avatar
_zm:#22782

>>22778
>Für Menschen wie meine Mutter wäre ein gewohnheitsmäßig prügelnder Mann wahrscheinlich sogar die beste Wahl. Der Kessel steht dann konstant unter Druck, so dass die Mulle tropft. Geraten sie jedoch an einen Menschen wie meinen Vater, der solange seine Gesundheit und die seiner Kinder nicht in Gefahr ist, einfach keinen Fick gibt, steigern sie sich in ihren Provokationen immer weiter.
So siehts nämlich aus, Nazibernd.

Frauen die geschlagen werden, sind oft überglücklich einen Mann gefunden zu haben, der ihnen endlich ihre Grenzen zeigt. Mit Grenzen haben sie nämlich Probleme. Denn sie sind Grenzlinienmullen.

Sie tragen ihre blauen Flecke auch wie heldenhaft erworbene Orden in der Öffentlichkeit und stellen sie zur Schau, um den Mann als mieses Schwein darzustellen, während sie ihn sein Leben lang emotional aussagt und sein Leben zur Hölle macht.

Jeder Mann der seine Frau schlägt macht das richtige. Akzeptiert es oder nicht, ihr Waschlappen. Die Frauen akzeptieren es zumindest gern.

shoaib253 Avatar
shoaib253:#22783

>>22781
Das hingegen ist mal wieder ein echter Qualitätsbeitrag.
Ja, du hast Recht, als Laie mache ich (machen wir) vielleicht den ein oder anderen Fehler. Andererseits werden die Menschen durch einen Dr. nicht automatisch irgendwie erleuchtet. Deine Einstellung würde im Extremfall bedeuten, dass man sich bei Themen von denen man keine Ahnung hat grundsätzlich zurückhält und auf Autoritäten vertraut. Das wiederum halte ich für ganz großen Irrsinn, denn jeder Mensch hat das Potential mitunter sehr komplizierte Dinge zu verstehen und zu durchschauen. Und oft schon lagen die einfach-völkischen Vorstellungen gar nicht so weit daneben. Im Endeffekt hab ich ja auch nix völlig anderes Vorgetragen, als das, worüber im Faden ohnehin Konsens herrscht. Man sollte auf jeden Fall, viele Dinge hinterfragen. Ohne Rabulistik und an ernsthaftem Wissenszuwachs interessiert. Oft wird man dann feststellen, dass Leute die auf den ersten Blick sehr schlau scheinen, auch irgendwie keine Ahnung haben.
Und so wie ich mir meiner Schwächen als Laie bewusst sein muss, mache du dir bitte deine Schwächen als Profi bewusst: als Sozialarbeiter wurdest du nämlich von Kulturmarxisten ausgebildet, bestimmte Dinge zu glauben und andere Dinge zu bezweifeln. Und so wie ich in meiner völkisch-dümmlichen Blase sitze, sitzt du in deiner links-intellektuellen Blase.
Ich fands halt Schade, dass in dem Faden bisher nur die Standardardsprüche kamen...
Von meiner Warte aus gesehen sind das halt alles eher oberflächliche Argumentationen von Aussenstehenden Beobachtern. Würde man meine Mutter fragen, warum sie denn so lange bei meinem Vater geblieben ist, würde sie sicher mit einem dieser Sprüche antworten: "Wegen der Kinder," "Um das Gesicht zu wahren" oder "Es wurde immer schlimmer, bis ich es irgendwann nichtmehr aushielt." Sicher hat sie auch eine super Erklärung, warum sie ausgerechnet drei Tage vor Weihnachten ausziehen musste. Wollte wohl maximales Mett erzeugen -- war dann aber irgendwie das kühlste Weihnachten immer. Dachte ich lasse Bernd teilhaben, an den Einsichten eines Mongos, der den ganzen Scheiß in der ersten Reihe erlebt hat und zumindest im Nachhinein meint, so einiges deuten zu können, dass dem normalsterblichen entgeht. Hatten übrigens Bekannte die Psychologen waren, haben sich mal aus Jux ein Stündchen mit mir unterhalten und meinten dann nur, in unserer Familie sei alles in Ordnung. Dachte nur: Was zum Fick, warum fragt ihr nicht, ob es in meiner Familie irgendwelche Probleme gibt. Dann hätte ich die Steine nicht so autistisch hingelegt, sondern anders autistisch -- halt so, dass ihr seht, dass es Probleme gibt. Jaja, hab die Aufgabenstellung nicht verstanden: dachte ich soll den Möngis eine glückliche Familie vorgeikeln, bzw deren Idealbild reproduzieren. Nazibernd mit 9 führt also Akademiker an der Nase herum, einfach so. Aber hab ruhig weiter Respet vor Idioten mit tollen Titeln. Bin übrigens B.Sc.

Um dir zu zeigen, aus wie unterschichtigen Verhältnissen ich komme:
http://www.welt.de/print-welt/article543140/Lebenslaenglich-fuer-den-Dreifach-Mord-von-Dallgow.html
Grit Polenius war die Freundin meiner Großen Schwester (linkes Bravo-Mödchen mit Take That Poster an den Wänden). Die Mutter dieser Freundin (Hihi, jetzt geht es endlich wieder mit dem Fadenthema weiter), hielt es offenbar für eine besonders kühle Idee einen mehrfach vorbestraften Psychopathen zu heiraten. Es kam wie es kommen musste und das Mett meiner großen Schwester war köstlich. Ist nämlich schon irgendwie scheiße, wenn du immer das Maul aufreißt um die Wale zu retten und die Neger und dabei, so ganz nebenbei, deine Nächsten ebisch ins Messer rennen lässt. Leider blieb ich davon nicht ganz unberührt aber immerhin verstehe ich nun, warum sie auf gewisse (völkische) Äußerungen so überaus empfindlich reagierte. Na ja, letzlich hat es wohl ihre politischen Ansischten genau so verhärtet wie meine. Sie hätte einen Irrtum eingestehen müssen, ich sah mich einfach nur bestätigt (Predigt Frieden und flippt wegen irgendeinem doofen Spruch komplett aus, was zum Fick?). Wenn ich so darüber nachdenke, war dieser Mord wohl das Quäntchen, dass meiner ohnehin labilen Familie den Rest gab und zur endgültigen Eskalation führte. Komm auf mein Level, Sozialarbeiterberndi :3

Nazibernd hat ein wasserdichtes Alibi, er war damals erst 11 oder so...

HenryHoffman Avatar
HenryHoffman:#22784

Traumabedagogenbernd sagt:
Jungs die geschlagen werden, werden zu schlagenden Männern.
Mädchen die geschlagen werden, werden zu Frauen die geschlagen werden.
Für 99% der Fälle von Gewalt in Beziehungen trifft dies zu, somit die beste Verallgemeinerung in diesem Verallgemeinerungsfaden.

Frauen die schlagen und geschlagene Männer kommen meist aus anderen Familienkonstellationen, u.a. die schon erwähnte grenzenlose (Nicht-)Erziehung. Frag mich nicht warum Bernd, aber so ist mein Wissensstand.

Auch: Gewalt ist Zuwendung, die als Zuneigung gelesen werden kann und somit besser ist als Apathie. Wenn dich interessiert warum das so sein kann, gurgel Bindungstheorie / Bindungstypen.

csteib Avatar
csteib:#22786

>>22783
>Sicher hat sie auch eine super Erklärung, warum sie ausgerechnet drei Tage vor Weihnachten ausziehen musste. Wollte wohl maximales Mett erzeugen
Wenn das das einzige ist das deine Vorstellung nicht sprengt, solltest du wirklich ein bisschen leiser treten. Mich macht das gerade wirklich ein wenig betroffen, versuchst du mit Gewalt ein empathieloses Image aufzubauen? Was genau willst du damit erreichen?

>Nazibernd mit 9 führt also Akademiker an der Nase herum, einfach so.
Ich finde gerade das "joke's on them, I'm not really retarded" Bild nicht, leider. So oder so, die Idee dass man Menschen keine direkten Fragen stellen sollte ist wirklich nicht mehr aktuell. "Psychologe" heißt aber auch nicht, dass man Erfahrung im beratenden/therapeutischen Bereich hat, mit Kindern gleich noch weniger. Das weißt du sicherlich, stänkern kann man aber ja trotzdem.

>>>22784
>Bindungstheorie
Falls du wirklich Ahnung hast, hier eine Frage aus Interesse: Wie sehr ist das einfach nur eine gut klingende Theorie, und wie sehr ist es empirisch und rigoros untersucht worden?

rohan30993 Avatar
rohan30993:#22787

>>22786
>Wenn das das einzige ist das deine Vorstellung nicht sprengt, solltest du wirklich ein bisschen leiser treten.
Wat?
>versuchst du mit Gewalt ein empathieloses Image aufzubauen?
Keineswegs, mein Einfühlungsvermögen ist erste Sahne. Hab bei dem Flugzeugabsturz Heute morgen schon auf Selbstmord getippt. Gab nur einen Kollegen, der das auch so sah. Ich Versuch nur mit meinem Mitgefühl etwas zu Haushalten, Zarathustra ist an seinem Mitleiden mit dem Übermenschen immerhin fast eingegangen. Dein Textverständnis lässt zu wünschen übrig:
> "Psychologe" heißt aber auch nicht, dass man Erfahrung im beratenden/therapeutischen Bereich hat, mit Kindern gleich noch weniger.
Wenn die da Steine hatten mit denen ich meine Familie legen sollte, dann werden sie wohl irgendwas in der Richtung Familien- oder Kinderpsychologie gemacht haben. Kann natürlich auch sein, dass sie nur den neuesten Brigitte-Test mit mir machten, wer weiß?

Zuallererst muss man sich selber respektieren und mögen. Solange Du in deinem Leben nicht alles tust, was du für dich tun kannst, ist jegliche Empathie für Dritte Projektion und Stellvertreterkrieg. Manchmal muss ich mich regelrecht zwingen, kein Opfer dieses Selbstbetruges zu werden. Das heisst, die Fühls sind da aber der Verstand erkennt sie noch als unsinnig. Da auf KC lauern eindeutig eine destruktive Tätigkeit ist, ist jeder der sich hier über mangelndes Mitgefühl auslässt ein Heuchler. Man kann sich nicht gleichzeitig foltern und gegen Folter sein, ohne dabei an Authentizität einzubüßen.
> Wie sehr ist das einfach nur eine gut klingende Theorie?
Das ist eine beschissene Binsenweisheit.
> Wie sehr ist das einfach nur eine gut klingende Theorie?
Fragst Du das öfter?
> Wie sehr ist das einfach nur eine gut klingende Theorie?
Wo lebst Du eigentlich? Was glaubst Du, warum zum Beispiel die meisten Morde und Vergewaltigungen innerhalb der Familie stattfinden?
Versuchst du mit Gewalt ein Eisfee-Image aufzubauen?

deviljho_ Avatar
deviljho_:#22792

>>22784
Dieser Bernd hier.
Bindungstheorie ist im großteil eine phänomenologisch belegbare Theorie (was in den Sozialwissenschaften aber okeh ist, finde ich).
Da es sich darum dreht negatives Bindungsverhalten aufzulösen, es also eine handlungsorientierte Theorie ist, sind echte Experimente nicht möglich (Kinder ohne Zuneigung erziehen, Kinder absichtlich traumatisieren etc.). Was dem am nächsten kommt sind Rattentests (Rattenkinder von Mutti trennen, Verhalten beobachten, dann Gehürn aufschneiden und angucken)oder Gehürnbilder Wenn dann ein Bereich auffällig groß/klein ist, heißt das was. Voll post hoc, Bernd gefällt nicht .

Rigoros ist das alles also nicht, also hier eher ein nein.

Empirisch...tjoa. Hier gibt es quasi 2 Belegrichtungen: Ist es mit der Theorie möglich Verhalten vorherzusagen (mit einer gewissen Fehlermarge); sind die Maßnahmen, die ein Bedagoge/Therabeud mit der Theorie begründet dazu geeignet ein Ziel zu erreichen.

Gibt es dazu Studien, die den Standard der wissenschaftlichen Gemeinschaft befriedigen? Ja, aber was ist das heutzutage schon heißend.
Darum ein paar anekdotische Erfolge, die Bernd mit Bindungstheorie-basierter Arbeit hatte:
Stottern verringern oder abstellen, 'Einmachen' von Bett beenden, Regression (Kind verhält sich wie ein deutlich jüngeres Kind, 'verlernt' Laufen, Sprechen, Anziehen) unterbrechen.

Es funktioniert, es funktioniert mit einer gewissen Vorhersagbarkeit. Es bietet Bernd ein Modell menschlicher Entwicklung und Interaktion (in der Kombi sehr selten, darum für Bedagogen sehr beliebt).

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#22795

>>22792
> sind echte Experimente nicht möglich
> sind echte Experimente nicht möglich

Bild relatiert lacht über dich!

albertaugustin Avatar
albertaugustin:#22796

>>22792
>Stottern verringern oder abstellen,
Das ist relevant zu meinen Interessen. Nazibernd ist zwar nur ein mäßiger Stotterer und ich finde es immernoch besser als "Äh"-Lückenfüller aber die Worte eines echten Herrenmenschen müssen fehlerfrei und perfekt sein. Außerdem vermuten viele Zuhörer vielleicht Unsicherheit wo es sich in Wahrheit einfach nur zu Paketstaus aufgrund unzureichender Bandbreite des Sprechorgans handelt. Wie das Stottern abstellen?

craighenneberry Avatar
craighenneberry:#22802

>Frauen, Opfer häuslicher Gewalt, gewalttätige Männer

Das gilt ebenfalls vice versa. Gibt auch Maenner die Pruegel bekommen.
Generell wird das mit dem Verlassen nichts, weil sowohl Opfer als auch Taeter auf der Suche nach billigen emotionalen Kicks auch an schlechten Emotionen, die bishin zum hineinsteigern in Situationen wo es zum Tode einer der Beteiligten kommen koennte reichen, eine Art erfuellung oder Freude zu erfahren. Beziehungsweise ueberhaupt noch Irgendwas zu merken.



>Resignation? Alternativlosigkeit? Der Kinder wegen?

Dies ist eine gute Liste der gaengigen verbalisierten/oberbewussten Rationalisierungen von Opfern.


Wenn die Betreiber domestischer Gewalt das nur unter Sich ausmachen wuerden, warum auch nicht? Stoert ja keinen, hoechstens Sie selbst.
Sobald Unbeteiligte mitreingezogen werden (bei Grenzlinierern sehr beliebt) ist aber Schluss mit lustig.

amboy00 Avatar
amboy00:#22815

>>22787

davidtoltesy Avatar
davidtoltesy:#22826

>>22781
>Natürlich gibt es evidenzbasierte Psychologie.
>Ich bin nicht vom Fach, aber ich bin Sozialarbeiter.
Alter, was pfostieren denn neuerdings für Gestalten hier?

carloscrvntsg Avatar
carloscrvntsg:#22836

ACHTUNG: Dieser Post ist sehr versimplet und versucht das Thema so einfach wie möglich darzustellen. Wer das Thema wirklich verstehen will, brauch dazu natürlich unfassbar viel mehr Wissen und sollte sich um ein Psychologiestudium bemühen.

Der einzige Unterschied zwischen Frau und Mann ist in diesen Fällen die Sozialisation und die physischen Unterschiede.

Menschen die in solchen Beziehungen landen und festhängen haben zwar nicht selbst Schuld an der Gewalt (sei es psychisch oder physisch) die sie erfahren, aber es lässt sich meistens davon ausgehen, dass sie selbst psychisch so konditioniert sind, dass sie Beziehungen, in denen es zu solcher Gewalt kommen kann, aussuchen. Dies ist natürlich nicht immer der Fall, aber der Trend lässt sich erkennen und hierbei handelt es sich auch um die Beziehungen, die lange Missbrauchsgeschichten entwickeln.

Die meisten Gründe dafür lassen sich ganz nach Freud'scher Psychoanalyse in dem Heranwachsen der Beteiligten finden. Diese sind oft in Verhältnissen aufgewachsen, in welchen der Umgang miteinander in Form von physischer oder psychischer Gewalt entweder normal war, oder man z.B. nie lernte, wie man in solchen Situationen sich zu verhalten hat - oder schlimmer gar, dass einem anerzogen wurde, sich in solchen Situationen eben unterzuordnen.

Hinzu kommen dann noch je nach Beziehungssituation andere Faktoren, wie z.B. Kontrolle durch starke Einschüchterung, Erpressung, Angst vor Reaktion des Freundeskreises...

adhiardana Avatar
adhiardana:#22837

>>22826
Wenn du mal wüsstest, wie viele von uns hier lauern und schreiben.

Neuste Fäden in diesem Brett: