Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2016-03-20 21:28:31 in /vip/

/vip/ 25135: Familie und Nachwuchs

superoutman Avatar
superoutman:#25135

Österreichbernd hat drei Kinder, der älteste ist dreieinhalb. Österreichbernd ist also nicht multikultibunti-gehirngewaschen und rechnet damit, dass die Gesellschaft eher früher als später entgleisen wird.

Bisher ist aber noch alles im grünen Bereich und Familie Lauert lebt - direkt zwischen einem Asylheim und einer Islamschule - in einer Großstadt.

Die Mutter ist zuhause bei den Kindern. Aufgrunddessen haben wir uns überlegt, unsere Kinder weder in den Kindergarten noch in die Schule zu senden. In Österreich ist Heimunterricht erlaubt, die Kinder lernen laut Statistiken weit besser als in den Schulen, in denen 75% Musel sitzen (jedenfalls in jenen, die man sich mit einem Gehalt leisten kann - da auch noch mehr Kinder geplant sind, möchten wir nicht die Kinder abschieben, nur um mehr Geld zu haben.)

Sozialisation soll einerseits durch die nicht geringe Anzahl an Geschwistern, andererseits durch diverse nachmittägliche Aktivitäten und Besuche bei anderen Familien erfolgen.

Das Haupt-Gegenargument hiergegen ist "Du vermittelst deinen Kindern eine völlig falsche Vorstellung von der Welt, wenn du sie in einer handverlesenen Blase aufziehst." Erstens kommt dieses Argument meist von jenen, die sich leisten können, ihre 1-2 Kinder auf teure Privatschulen zu senden, womit sie sich die anderen Elternhäuser erkaufen. Weiters finde ich nichts daran verwerflich, meine Kinder, solange es geht, in einer angenehmen und ihrer Entwicklung zuträglichen Umgebung heranwachsen zu lassen.

Der nächste Vorwurf wäre der des Helikopterns - tatsächlich stellt sich aber heraus, dass das Problem zumeist bei Einzelkindern auftritt (bei dreien grenzt Helikoptern an ein Burnout innerhalb einer Woche), andererseits natürlich eher dann schlagend wird, wenn die gemeinsame Zeit von zwei Tagen pro Woche möglichst gewinnbringend genutzt werden soll.

Unsere Kinder sind also bis jetzt entspannt, zufrieden und keineswegs unsozial. Tatsächlich macht es dem Großen sogar Spaß, sich am Spielplatz in dort spielende Kindergartengruppen zu mischen. So sehr, dass er den Wunsch kundtat, öfter mit so vielen Kindern zu tun zu haben.

Nun möchten wir keine Eltern sein, die ihre Ideologie gegen den Willen der Kinder durchprügeln. Andererseits glaube ich, der Junge Herr weiß nicht was er sich da wünscht - aus beruflicher Erfahrung wissen wir, wie es in Kindergruppen zugeht, und dass die Kinder innerhalb weniger Monate auf Grundfunktionen des Managements einer Kinderhorde zusammengestutzt werden ("Du tust was wir von dir wollen, und zwar ohne Widerworte - wir gehen raus wenn ich es sage, wir singen stupide Lieder wenn ich es sage", etc). Eigentlich möchten wir unseren Kindern das ersparen. Ganz zu schweigen von dem Konsummüll, der dort zweifellos verbreitet wird - Spielzeugkataloge ("Das hab ich und das will ich") und Merchandise gehören zu Statussymbolen. Ganz von den Betriebskosten zu schweigen.

Ab und zu befallen mich Zweifel, ob der Weg, den wir für natürlich und gut halten (die Kinder wachsen im Familienverband heran und fügen sich mit zunehmendem Alter selbst in die Gesellschaft ein, wo es für sie am besten passt), wirklich richtig ist und ob es nicht vielleicht doch besser wäre, sie zu "normalen"/genormten Menschen erziehen zu lassen, indem wir sie dazu zwingen, ihren Alltag mit 20 Gleichaltrigen von 2 überforderten Betreuern geleitet zu verbringen. Ganz schön abstrus, überhaupt auf diese Idee zu kommen.

Jeder in diesem Land ist sich einig, dass das Schulsystem vorne und hinten krankt und überhaupt scheiße ist, aber sobald man anklingen lässt, dass man sein Kind zuhause unterrichtet, wird man angeguckt als wäre man ein islamischer Extremist. Dabei ist der Lehrplan ein Witz. Ich las ihn und dachte mir "Aha, den Stoff der ersten Klasse kann mein Sohn eigentlich bereits" - bis ich merkte, dass das der Stoff der ersten STUFE, Also Jahr eins und zwei, war. Wenn man das anspricht, ist sich plötzlich jeder darüber einig, dass es bei Schule eigentlich überhaupt nicht ums Lernen geht, sondern um die Sozialisation (also lernen, still zu sitzen, zu kuschen und zu produzieren? Oder die 10 Minuten Pause? Mit Menschen, mit denen mich nichts außer das Geburtsjahr verbindet - außer ich habe Reiche Eltern?)

zl;ng: Bernds Familie möchte sich nicht dem Gleichmachungsdiktat beugen, will aber auch keine verschrobenen Außenseiter heranzüchten. Gute Idee? Was tun? Erläutert eure Meinungen. Bei weiter auftretenden Fragen erläutere ich gerne meer.

betraydan Avatar
betraydan:#25137

>>25135

Ich kann dich voll verstehen und es ist wahrlich ein großes Problem, wie schon die Kleinsten gebrochen und verbogen werden, damit sie den Vorstellungen der Herrschenden entsprechen. Selbst habe ich kein Kind und es wird auch in der nächsten Zeit nicht dazu kommen. Ich sehe jedoch an meinem Neffen, was der Kindergarten mit einem Kind anstellt. Ich erinnere mich noch schmerzhaft an meine eigene Grundschulzeit und alles, was danach kam. Im Kindergarten und Schule wird man zum Untertan erzogen und bekommt die erste Grundausbildung zum Konsumenten. Einfachere Zeitgenossen titulieren das dann als "Sozialisation". Jeder, der nur ein bisschen anders ist, bekommt von allen Seiten eine Faust ins Gesicht. Heut zu Tage ist man dazu übergegangen die Kinder auf Drogen zu setzen, damit sie den Vorstellungen mehr entsprechen oder zumindest still sind, da kein Interesse vorhanden ist, sich mit dem Kind wirklich auseinander zu setzen. Jeder, der etwas anders denkt, ist dem Lehrpersonal unangenehm und wird deswegen bestraft. So wird schon von kleinst auf darauf hingearbeitet, dass das Endprodukt niemals kritisch denken wird.

In Bayern ist es leider nicht erlaubt seine Kinder selbst zu unterrichten. Der Stoff bis zur 6. Klasse ist aber so leicht, dass ich es nicht verstehen kann, dass viele Eltern Probleme haben die Hausaufgaben ihrer Sprösslinge zu kontrollieren.


Vielleicht solltest du dich über alternative Kindergartenformen informieren. Ich habe mir mal einen Waldkindergarten angeguckt und fand das Konzept dort sehr gut. Die Betreuer und Betreuerinnen dort sind Menschen, die vom normalen Kindergartensystem enttäuscht waren und deswegen durch Fortbildungen zum Waldkindergarten gekommen sind. Die Kinder, die ich da sah, waren auch fröhlicher und offener als Gleichaltrige, die in einen normalen Kindergarten gingen.


Was ich jedoch nicht verstehe: Warum wollen du und deine Partnerin so viele Kinder?

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#25138

>>25137
Waldkindergärten sind prima, in unserem Umfeld gibt es aber leider nur eine kombinierte Version, die zwar täglich draußen ist, aber trotzdem eigentlich eine Wandergruppe mit Sitzkreisen und Spielsachen ist. Besser als nichts, aber dafür sind mir um die 400 NG im Monat dann doch zu teuer. Die meisten alternativen Formen fallen ohnehin weg, da wir jetzt schon unter der Armutsgrenze leben. (Prinzipiell haben wir damit kein Problem und ich habe auch nicht den Eindruck, dass es den Kindern schadet - Geld zum Leben ist genug da - bloß können wir keine 400 im Monat pro Kind raushauen.)

Ein Kindergarten, den wir in Betracht ziehen und wo auch einige bekannte sind, ist ultrakonservativ. Wäre auch sehr fein, leider ebenso teuer (wobei die Leitung angeblich über den Preis leben lässt).

Trotzdem bin ich traurig über die prinzipielle Implikation des Kindergartens: "Du bist zu groß, wir wollen dich hier nicht haben, ich werde den lieben langen Tag mit deinen Geschwistern spielen und leben bis ich dich wieder abholen muss". Weiters ist es ein tiefer Einschnitt in den Tagesablauf, das Kind zu bringen und zu holen, worunter die anderen leiden, sofern sie noch nicht gehen - und dieser Faktor wird größer, je spezieller (und somit weiter weg) der Kindergarten ist.

Ach, bezüglich des Waldkindergartens: Bis jetzt haben wir unsere eigenen Waldtage, manchmal mehrmals pro Woche :3

>Warum wollen du und deine Partnerin so viele Kinder?
Die Frage, wenn wir mal ehrlich sind: Wieso zum Fick sollten wir sie NICHT wollen? Nur weil ein paar Jahrzehnte irgendwelche Chemiker Pillen zur Fruchtbarkeitseinschränkung entworfen haben? Kinder sind fantastisch. Und von der Freude, die man an ihnen hat, ganz abgesehen, kennen wir mehrere Familien mit mehreren Kindern, die schon älter sind. Es ist wahrhaftig wunderbar anzusehen.

Nein, ehrlich: Früher waren viele gut geratene Kinder der Stolz einer Familie, immerhin ist genau das der Sinn der Sache, eigentlich der Sinn des Lebens an sich. Heute schränken wir unsere Fruchtbarkeit und unseren biologischen Erfolg ein und fühlen uns gut dabei, weil unsere Kinder weniger Familienmitglieder haben. All die Argumente gegen mehr Kinder sind rein konsumorientiert und auf einer Stufe mit "gib dein Kind am besten mit 6 Monaten in die Krippe, sodass du an deiner Karriere weiterarbeiten kannst".

aiiaiiaii Avatar
aiiaiiaii:#25139

>>25135
schirmen Sie Ihre Kinder ab . Keine Sozialkontakte zu Untermenschen .

kotvölkerkinder machen krank und dumm .

herrhaase Avatar
herrhaase:#25142

>>25135
>"Du vermittelst deinen Kindern eine völlig falsche Vorstellung von der Welt, wenn du sie in einer handverlesenen Blase aufziehst."
Das selbe Argument kannst du gegen "normale" Schulen auch nehmen.

bobwassermann Avatar
bobwassermann:#25144

Ach Bernd, dein Gedanke ist eigentlich ganz nett, du tust aber deinen Kindern keinen Gefallen damit.

Zum erwachsen werden gehört eben dazu sich mit Leuten auseinanderzusetzen.
Deine Nachkommen sollen doch später mal mit allen Leuten zurecht kommen, egal aus welcher sozialen Schicht oder welchem Kulturkreis sie stammen.


Kann sich Bernd nicht an ehemalige Klassenkameraden erinnern welche die meiste Zeit mit Erwachsenen verbracht haben? Möchtest du dass deine Kinder so werden?

joe_black Avatar
joe_black:#25145

Schule sollte den Kindern gar nicht so große Schwierigkeiten bereiten. Wenn man drei Geschwister in der selben Schule hat, hauen die einen notfalls auch mal heraus aus einer brenzligen Situation, oder man hat wenigstens wen zum Spielen.
Zur Sozialisierung sollte helfen, die Kinder mit den Nachbarn Fußball spielen zu lassen? Das hat nicht den Gefängnischarakter der Schule.

buddhasource Avatar
buddhasource:#25146

>>25144
> Kann sich Bernd nicht an ehemalige Klassenkameraden erinnern welche die meiste Zeit mit Erwachsenen verbracht haben?
Höhö so eins war ich. Meine Klassenkameraden waren halt alle dumm und scheiße.
(Jetzt wo ich den Rückblick habe kann ich sagen: Ich war ihnen in roher Intelligenz 1-2 Jahre voraus, aber in emotionaler Intelligenz und körperlicher Entwickling 1-2 hinterher. Keine gute Kombination. Aber Einzelkind bin ich nicht, ältestes von drei)

melvindidit Avatar
melvindidit:#25156

>>25135
Deine Vorstellungen sind mir etwas zu romantisch.

Deine Kinder werden abkotzen, weil 24/7 Mama und/oder Papa da sind.
Man freut sich auch selbst mehr auf seine Kinder und die Zeit mit ihnen, wenn man einen gewissen Teil des Tages nicht miteinander verbringen kann. Den Kindern geht es da nicht anders.

Freunde in der Schule kann man übrigens nicht durch sporadische Treffen mit anderen Kindern auf einem Spielplatz oder bei Bekannten ersetzen.

Wie man 3 Kinder unterschiedlichen Alters gleichzeitig unterrichten möchte, wäre genauso zu klären wie die didaktischen Fähigkeiten der "Lehrerin" und des "Lehrers".
Auch wenn es niemand glauben möchte, aber auch Grundschullehrer lernen in ihrem Studium einen kompletten Beruf.
Hinzu kommt noch, dass die Ausarbeitung einer Unterrichtsstunde richtig Arbeit bedeutet, wenn man zu Beginn mit gar nichts dasteht. Das erklärt vielleicht dem einen oder anderen Bernd hier, weshalb Lehrer nur 2 Fächer unterrichten, obwohl ja nur Grundschulwissen vermittelt wird, welches ja alle Menschen haben, die 4 Schuljahre hinter sich gebracht haben.

t. Bernd mit 2 Kindern, 2 "Stiefkindern" und Oberstufenlehrerin-gf

fatihturan Avatar
fatihturan:#25158

>nicht multikultibunti-gehirngewaschen
>Nun möchten wir keine Eltern sein, die ihre Ideologie durchprügeln
>Heimunterricht
Finde den Widerspruch.

>Sozialisation soll einerseits durch die nicht geringe Anzahl an Geschwistern, andererseits durch diverse nachmittägliche Aktivitäten
Und Eltern (nicht unbedingt ihr) sind immer mit dabei.
Eigenständig Freund- und Feindschaften zur schließen ist auch ein wichtiger Bestandteil der Charakterentwicklung. Und
>Sozialisation (also lernen, still zu sitzen, zu kuschen und zu produzieren?
ist eine ziemlich oberflächliche Definition. Auf dem Niveau solltest du nicht über das Schicksal deiner Kinder entscheiden.

Allgemein finde ich deinen Text sehr subjektiv geprägt („jeder ist sich einig / zweifelsohne“) und deine Wahrnehmung scheint ziemlich selektiv zu sein.
Allein:
>Das Haupt-Gegenargument hiergegen ist "Du vermittelst deinen Kindern eine völlig falsche Vorstellung von der Welt
Lies dir den Abschnitt noch mal durch, wie du dieses sehr starke Argument entkräftest. [soiler]Gar nicht.[/spoiler]

Schule/Unterricht ist nur ein Teil der Erziehung.
Die Charakterentwicklung von Kleinkindern ist ein ständiges Über-den-Tellerrand-schauen und dadurch, dass ihre Welt allein von euch bestimmt wird ist der Teller eben kleiner.
Deine Kinder tun mir Leid bei der Vorstellung, dass sie eines Tages genau so Angst vor den Museln haben wie du.

jeremyworboys Avatar
jeremyworboys:#25159

>>25158

Ich glaube du steigerst dich da ganz schön rein. Lass doch Bernd mit seinen Kindern machen, was er will. Und bevor du dich um Bernds Kinder kümmerst, kümmere dich um alle anderen Kinder denen es schlechter geht. Ich weiss zwar auch nicht, ob OPs Idee der Weisheit letzter Schluss ist. Mir gefällt es aber auf jeden Fall, wenn Menschen etwas Neues ausprobieren. Ganz besonders wenn es um die Erziehung der eigenen Kinder geht, ist es sehr Lobenswert, wenn man sich bewusst entscheidet etwas anders zu machen als die eigenen Eltern und das dann auch durchzieht.
Auch: ihr Sörenzeckenspasten habt doch sonst kein Problem mit Möngis und Untermenschen. Warum machst du dir auf einmal so große Sorgen um OPs Kinder? Oder ist das gar die Sorge um die eigene Brut, die denn dann gegen OPs Überarier ganz, ganz hart versagen wird? Die Juden fahren mit solchen Konzepten jedenfalls ganz gut, sehe nicht warum das nicht auch für OP funktionieren sollte. Von den Juden lernen heisst siegen lernen. Und du bist doch kein Antisemit, oder?

artcalvin Avatar
artcalvin:#25160

>>25135
Spar dir weitere Kinder und schick sie auf ne Vernünftige Schule. In Großstädten hat man ja meistens ne Auswahl. Nehm die Beste und gut is. Wie die Vorredner schon sagten: den ganzen Tag Mama und Papa sehen is auch net gut und ein bisschen Kontakt zu anderen schadet nicht, außer es sind Aspies.

ademilter Avatar
ademilter:#25161

>>25158
>Die Charakterentwicklung von Kleinkindern ist ein ständiges Über-den-Tellerrand-schauen und dadurch, dass ihre Welt allein von euch bestimmt wird ist der Teller eben kleiner.
Das Gegenteil ist der Fall. Kindergarten ist im Endeffekt ein etwas unterhaltsameres Bällebad, in das man die Kinder sperrt, die Abwechslung ist an einer Hand abzählbar.

Pro Tag gibt es eine halbe Stunde Input von Erwachsenen (das einzige, das den Horizont konkret erweitern soll), eigene Erfahrungen der Kinder können hier aber nicht integriert werden, denn wenn von den 20 Kindern jedes auch nur einen Einwurf dazwischen bringt, kann die Erziehungsperson den Morgenkreis schmeißen.

Die Zuwendung zum Einzelnen Kind beschränkt sich (bei den Nicht-Problemfällen) auf "Hast du toll gemalt, was ist das? Aha, sehr schön - KEVIN WIR HAUEN NICHT".

Kinder lernen nämlich von älteren Bezugspersonen, und nicht von aufgekratzen Gleichaltrigen, die erzählen, wer welches Auto von Cars und wer darin der schnellste ist.

Das einzige, was man in einer Kindergruppe besser lernen kann als in familiärem Umfeld, ist, wie man mit einem Haufen Gleichaltriger zurechtkommt. Ein Skill, den man im "echten Leben" genau -nie- braucht.

>dass sie eines Tages genau so Angst vor den Museln haben wie du.
Ich glaube, die meisten FPÖ-Wähler (die übrigens vermehrt zu niederen Schichten gehören, wie Linksbernd so gerne zitiert) sind mit Museln zur Schule gegangen, was wohl mit der Grund für ihre Wahl ist. :3

>Lies dir den Abschnitt noch mal durch, wie du dieses sehr starke Argument entkräftest.
Habe ich gesagt: Jede Art von Sozialisierung in der Schule ist eine falsche Vorstellung der Welt. Die Personen, die das Argument bedienen, dass ich auswähle, in was für Kontakte meine Kinder kommen, hätten null dagegen, würde ich sie einfach auf eine erzkonservative (oder, wäre ich ein Musel: islamistische) Privatschule senden.

>Schule/Unterricht ist nur ein Teil der Erziehung.
>Schule ist gar nicht wirklich dazu da, um zu lernen
>Staatlich verordnete Jugendgruppen sind eine gute Sache
>Alle Zehnjährigen zur HJ

scottgallant Avatar
scottgallant:#25162

>>25160
>http://diepresse.com/home/bildung/schule/pflichtschulen/304839/Sehr-privat-sehr-teuer_Die-exklusivsten-Schulen-Osterreichs
>Für den Grünen Bildungssprecher Harald Walser grenzt es an Hohn: Die Vienna International School (VIS) erhält pro Jahr 7,5 Millionen Euro öffentlicher Förderung – und das, obwohl sie eine der teuersten Privatschulen Österreichs ist. Alleine das Einschreiben schlägt mit 2500 Euro zu Buche. Ein Schuljahr kostet je nach Schulstufe zwischen 9300 und 17.000 Euro pro Jahr.
Das ist so ungefähr, was wir jährlich für Lebensmittel zur Verfügung haben.

Spaßfakt: In die 6/12 haben mich meine Eltern geschickt, und es hat wesentlich zu meiner Meinung heute beigetragen.

madhan4uu Avatar
madhan4uu:#25163

>>25161
>Ein Skill, den man im "echten Leben" genau -nie- braucht.

Auch bei überwiegender Zustimmung zu deinem Beitrag: Dieser Skill ist eben schon wichtig, und zwar während der Schulzeit.

Bernd Avatar
Bernd:#25164

>>25163
Laut dieser Logik muss ich auch Einradfahren lernen, um Einradfahren zu können.

Nun gut, ich merkte ja an, meine Kinder nachher auf die höhere Schule senden zu wollen, allerdings habe ich dort die Erfahrung gemacht, dass selbst Elemente, die berndiger sind als Bernd, keine großen Probleme haben, da das Lernpensum hoch genug ist. Ein Klassenkollege hatte nie gesprochen, so konsequent, dass bei seinen Referaten die ganze Klasse gebannt lauschte, wie wohl seine Stimme klang.

Die richtig üblen Mobbing-Geschichten sind meiner Erfahrung nach eher in der Mittelstufe angesiedelt.

meisso_jarno Avatar
meisso_jarno:#25165

>>25164
>Die richtig üblen Mobbing-Geschichten sind meiner Erfahrung nach eher in der Mittelstufe angesiedelt.


In der Regel ist das wohl so. Passieren kann es aber überall.

mauriolg Avatar
mauriolg:#25166

Tu es OP, unterrichte sie zu Hause.

Bernd wünschte seine Eltern hätten auch so entschieden.

bighanddesign Avatar
bighanddesign:#25167

mit den fodsen heutzutage ein reichlich sinnloses projekt.

albertodebo Avatar
albertodebo:#25168

>>25166
Es ist gar nicht umsetzbar für OP.
Siehe hier >>25156. OP müsste dafür einen Lehrer einstellen. Geld dafür hat er aber keines.

umurgdk Avatar
umurgdk:#25170

>>25168
Man muss schon zur übelsten Unterschicht gehören, um den Stoff der Grundschule nicht in alltäglichen Aktivitäten von selbst zu lernen. https://www.bmbf.gv.at/schulen/unterricht/lp/lp_vs_gesamt_14055.pdf?4dzgm2
Du kannst mir ruhig zeigen, an welcher Stelle du anderer Meinung bist. Desweiteren bekommt man die üblichen Schulbücher gestellt.

jitachi Avatar
jitachi:#25174

>>25170
Ach Bernd!

Wie bringst du denn einem Kind das Schreiben bei?
Erkläre mal!

Das ist das, was Lehrer im Studium lernen und das kann weder OP noch seine Frau!

Natürlich wird man das mit entsprechenden Zeitaufwand auch anders gehen. Dann dauert die Grundschulzeit halt 8 Jahre und nicht 4.

ionuss Avatar
ionuss:#25175

>>25174
Mein Sohn ist 3 und kann Zahlen schreiben, einfach weil er Spaß an Zahlen hat. Desweiteren schreibe ich im Alltag mehrmals täglich kleinere Dinge auf, wobei er dann zusehen kann (weil er nicht im Kindergarten ist) und fragt "Was machst du da?", ich sage "Ich schreibe, guck mal, ich schreibe auf was wir einkaufen wollen. 'Milch', M-i-l-c-h" wobei er nebenbei noch lernt, wie man Buchstaben zusammenfügt - denn wie sie aussehen, weiß er schon, da ich nicht zu stumpf bin um auf seine Fragen einzugehen wenn er beispielsweise an Autos, die er mag, Buchstaben entdeckt und nach ihnen fragt. Allein die Tatsache dass er seine Eltern im Alltag schreiben sieht und dann sieht, dass dieses Schreiben einen Hintergrund hat (wenn man auch nur ein bisschen weiterdenkt, zeigt man ihm nachher beim Einkaufen den Zettel, "guck mal, das hab ich ja vorher aufgeschrieben, jetzt können wir sehen was wir kaufen müssen"). Nach dem dritten Mal, spätestens, hörst du "Schreib mal [derzeitiges Lieblingsobjekt" oder "Ich will auch schreiben, hilf mir."

Dass die Kinder stupide herumsitzen und das Wissen eingedroschen bekommen müssen, hat viel damit zu tun, dass ihnen ab Drei aberzogen wird, eigenständig Dinge zu entdecken und die Bezugsperson nach Unterstützung zu fragen, da man im Kindergarten schlicht nicht so viel Zeit für das einzelne Kind hat - und das Kind viel mehr darauf trimmt, sich von allem bespaßen zu lassen, was es dank gutem Marketing anschreit. Deswegen ist die Jugend ja so auf ihre Schlaufone etc. fixiert und so aufmerksamkeitsgestört, und das will ich ihnen gerade ersparen.

puzik Avatar
puzik:#25176

>>25174
>mit entsprechenden Zeitaufwand
Addendum: Das ist ja gerade der Punkt. Vielleicht lernt ein Grundschullehrer im Studium wirklich das Kung-Fu der Informationsvermittlung (bei der Grundschullehrerin in der Familie war es allerdings eher höhere Mathematik und dergleichen). Der Punkt ist nur, dass die Zeit des Lehrers - also die tatsächliche Zuwendung zum Einzelnen Kind und die Reaktion auf dessen ihm eigene Lernweise - sich auf wenige Minuten pro Unterrichtseinheit beschränkt (wenn überhaupt, denn er muss ja frontal unterrichten und jenen helfen, die es am meisten brauchen). Dazu kommt noch die Tatsache, dass es um einiges energieaufwändiger ist, einem Kind etwas beizubringen, wenn es gerade eigentlich an etwas anderem interessiert wäre - und die Wahrscheinlichkeit, dass interessierter Moment und Deutschstunde zusammenfallen, ist dann doch eher gering. Als daheim bleibender Elternteil hingegen HAT man Zeit für sein Kind, das ist ja die Idee dahinter - das heißt, wenn ein Lehrer im Optimalzustand 5 Minuten braucht, um einem Kind zu zeigen, wie man ein A schreibt, braucht ein Normalbürger vielleicht 15. Das ist aber auch keine große Sache, wenn man sich 16 Stunden am Tag einem einzigen Kind zuwenden kann (oder 3 oder 4), statt 50 Minuten für Deutsch vor 20 Kindern angesetzt zu haben.

Auch:
>impliziert, Eltern würden nicht besser wissen, wie ihr Kind zu motivieren und zu interessieren ist als ein Lehrer, der am Tag 5 Minuten für es Zeit hat, wenns hoch kommt
>Impliziert, Ali, Mahmud und Mohammed wären am Deutschunterricht rege beteiligt und ließen die Klassenkameraden in Frieden lernen
>Impliziert, Lehrer würden didaktische Meisterleistungen vollbringen und nicht 90% der Zeit sagen "Schlagt das Buch auf Seite 30 auf"
>impliziert, die freudigsten und lernträchtigsten Erinnerungen der eigenen Schulzeit wären nicht jene Tage gewesen, an denen die Klasse einen Ausflug gemacht hat, um das Wissen in Anwendung zu sehen

jehnglynn Avatar
jehnglynn:#25177

>>25174
So:
http://www.amazon.de/Conni-Gelbe-Reihe-Vorübungen-Neuauflage/dp/3551184968/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1458848384&sr=8-1&keywords=schreiben+lernen

http://www.amazon.de/Fragenbär-Vorschule-Buchstabenspiele-erstes-Schreiben/dp/3940811106/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1458848384&sr=8-3&keywords=schreiben+lernen

Als ob es Zauberei wäre. Grundschullehramt ist ein schlechter Witz der sich "Studium" schimpfen darf.

mfacchinello Avatar
mfacchinello:#25181

>>25175
Nachmalen von irgendwelchen Zeichen ist nicht Schreiben, stolzer Papabernd!

devankoshal Avatar
devankoshal:#25182

>>25156 und >>25174 und >>25181 nochmal hier.

Anbei die Zeugnisse meines Kindes. Einmal Berlin 4. Klasse, einmal nach der Auswanderung die 4. Klasse. Sie hat nochmal wiederholt, damit sie einen leichteren Einstieg in das neue Schulsystem hat und sich an die Sprache gewöhnen kann.

Meine Tochter liebt ihren neuen Wohnort. Pferde hinter dem Haus, Ausblick ins Tal, ein großes Grundstück und eine Schule, in die sie sehr gerne geht, obwohl sie fast eine Stunde für den Schulweg benötigt.

In Berlin waren gute Noten nur durch viel Übung machbar, im Altreich läuft alles von allein.

In einer vernünftigen Schule lernt man mehr und besser als zu Hause.

thierrymeier_ Avatar
thierrymeier_:#25183

>>25182
Oh wow, du bist so ein toller Papa. Eigentlich brauchst du Bernds Bestätigung doch gar nicht.

thomweerd Avatar
thomweerd:#25184

>>25183
Dumm?

chrstnerode Avatar
chrstnerode:#25186

>>25182
>In einer vernünftigen Schule lernt man mehr und besser als zu Hause.

Das mag sein. Aber was wenn keine vernünftige Schule in der Nähe ist und ein gutes Internat/Privatschule nicht bezahlbar ist?

Zu Hause ist dann garantiert besser als mit 15 Museln in der Klasse.

polarity Avatar
polarity:#25187

Bernd hofft, dass er mit 28 bereits genügend Kohle hat, um Kinder in die Welt zu setzen. Wenn nicht, dann spätestens mit 30. Bernd ist jetzt 25 und wird im August eine Zweitausbildung zum Informatiker beginnen, die eine ganz schöne Stange Geld kosten wird.

Ich bin vollkommen auf der Seite von OP und wünsche mir, dass er seim Vorhaben durchsetzen wird. Seine Kinder werden ihm genüg früh dafür danken.

Mein Traum ist ja, dass ich spätestens mit 30 mit meiner Gf in die Alpen ziehe und ein altes Häusle kaufe. Ich will möglichst weit Abseits des Multikulti-Gedöhns leben und meine Kinder nach arischen Traditionen und Moralvorstellungen erziehen. Ich will ihnen das Leben ersparen das ich als Kind und Jugendlicher gelebt habe. Es war zu oberflächlich und ich habe das Gefühl in dieser Zeit gar nicht gelebt zu haben. Es gibt mehr als Partei, Frauen zu umgarnen und das Geld aus dem Fenster zu schmeissen. Naja, was will ich sagen, ich weiss es glaube ich selbst nicht.

Weiter so, OP. Ich drücke dir den Daumen. Doppeldrück bringt Unglück. :^)

llun Avatar
llun:#25188

>>25135
Du hast bereits drei Kinder.
Du hast kein Geld.
Du willst noch mehr von den Dingern.

Eigentlich ist es vollkommen egal, was du mit deinen Kindern machst, denn alles was einem einen erhöhten gesellschaftlichen Standpunkt verleiht mit Geld gekauft werden muss. Geld, dass du mit 8 Kindern und Sozialhilfe nicht haben wirst.

itsracine Avatar
itsracine:#25189

>>25188
Aber nur in dieser Gesellschaft und diese Gesellschaft wird nicht ewig währen. Denk darüber nach, Hauptstrommalte.

bassamology Avatar
bassamology:#25190

>>25181
Ach Systembernd, ich wollte ein Beispiel des Alltags bringen und nicht das komplette Familienalbum. Es sei gesagt, dass wir auch kleine Buchstaben-Setzkästen besitzen, mit denen er leidenschaftlich spielt, Buchstaben verbindet und dann erfragt. Die Zeichen malen zu können und dann zu verstehen, dass sie zusammen Worte bilden, ist doch schon mal ganz gut für drei Jahre. Unterdessen klebt an der Grundschule unseres Gebietes ein Plakat, auf dem stolz verkündet wird: "Lesetest 4. Klasse: Wir können lesen!" Wow, dafür muss man also studiert haben.

>>25187
Klingt wunderbar :3 lass mich wissen wenn es soweit ist! Bei Dorfvolksschulen hätte ich auch null bedenken, auch wenn die Bildungsleistung minderwertig sei- da bist du nachher halt mit jenen in der Klasse, mit denen du auch dein restliches Leben zu tun haben wirst. In der Stadt eher unwahrscheinlich.

robinlayfield Avatar
robinlayfield:#25191

>>25188
Unser Einkommen ist bei weitem hoch genug, um unsere Bedürfnisse zu decken. Wir könnten uns sogar für 1 oder 2 die Schule leisten, aber eben nicht für alle. Und nach "Status" streben wir auch nicht. 500 Euro im Monat sind nun einmal verdammt viel Geld.

Die Abart, die Menge materiellen Besitzes höher zu schätzen als seine eigenen Kinder, ist auch erst in den letzten Jahrzehnten aufgekommen.

linux29 Avatar
linux29:#25195

>>25190
>Dorfvolksschule
>minderwertig

Nicht mit dem neuen marxistischen Lehrplan 21. :3 Kannst dich ja ein wenig darüber informieren. Bin übrigens Schweizbernd bzw. deutscher Schweizbernd. Meine Familie hat sich bereits in den 90ern ins "Exil" abgesetzt.

kuldarkalvik Avatar
kuldarkalvik:#25229

>>25191
Nein, stell dir vor selbst das Konzept der Mutterliebe ist relativ neu. Früher schätzte man Besitz immer höher wie die Familie.
Duhm fiel?

woodydotmx Avatar
woodydotmx:#25231

>>25229
http://www.berlin-institut.org/online-handbuchdemografie/bevoelkerungsdynamik/regionale-dynamik/kinderreichtumin-deutschland.html
>In Deutschland schränkten besonders Beamte und Angestellte schon früh, wenn auch anfangs langsam, die Zahl ihrer Kinder ein. So lag die Zahl in vor 1825 geschlossenen Ehen bei 6,4, in denen vor 1849 bei 5,1, in denen vor 1874 bei 4,3. Unternehmer und Handwerker folgten dem Trend im Abstand von 25 Jahren.
>Bei den Bauern zeigte sich ein langsamerer Rückgang: Zwischen 1750 und 1799 lag die Fertilität bei 7,1 Kindern, sank für den Zeitraum von 1800 bis 1849 auf 6,3 und erreichte 1850 bis 1874 den Wert von 5,5 Geburten pro Ehe.

Und jetzt überlege, wie es noch früher in Dorfgemeinschaften und in Stämmen aussah. Trottel.

polarity Avatar
polarity:#25235

Andere, hypothetische Frage:
Ist es unmoralisch, bzw. als in-etwas-Hineinzwingen zu werten, seine Kinder zu sportlicher Leistung zu bewegen?
Natürlich wäre es tyrannisch, sich jetzt z.B. Fußball auszusuchen und dem Sohn Fußballclubs und -camps aufzuzwingen, auch wenn er Fußball hasst.
Aber Bewegung ist ja ein Kernelement des Menschseins und gerade in unserer sitzenden Gesellschaft gesundheitlich notwendig. (Ganz zu schweigen von der generellen Überlegenheit sportlicher Menschen.) Daher glaube ich, dass es für jeden möglich ist, irgendeine Sportart zu finden, die ihm "taugt", wie man hier so schön sagt.

Ist es daher im Rahmen einer interessenorientierten Erziehung, die Kinder zur sportlichen Leistung zu erziehen? Ich glaube nicht daran, dass jemand dafür geboren ist, sein Leben lang fett herumzusitzen.

Und: ob ein Kind auf ein humanistisches Elitegymnasium kommt, ist ja (wenn wir ehrlich sind) auch eine reine Entscheidung der Eltern, die als Entscheidung nicht verwerflich-bestimmend-überheblich ist. Trifft also dasselbe auf ein Elite-Sportgymnasium zu, auch wenn es Eintrittskriterien aufweist, zu deren Erfüllung man die Kinder schon von früherer Kindheit an vorbereitet - eben auf die Weise, die sie gerne haben? (Wie man ihnen auch den Abschluss eines Studiums, das aber aus hunderten Richtungen gewählt werden kann?)

anass_hassouni Avatar
anass_hassouni:#25236

>>25235
> Ist es unmoralisch, bzw. als in-etwas-Hineinzwingen zu werten, seine Kinder zu sportlicher Leistung zu bewegen?

Die Frage habe ich mir so ähnlich auch schon oft gestellt. Da ich ein Wesen jenseits von Gut und Böse bin, wird sie bei mir aber etwas Anders formuliert, also ohne Moral: Wie verhindere ich wirkungsvoll, dass meine Kinder degenerierte Spasten werden?

Nietzsche und Fromm liefern den Ansatz vom Hinaufpflanzen, statt dem gedankenlosen Hinfort- und Wegpflanzen wie es der Pöbel betreibt. In der Praxis interpretiere ich das so, dass man seine Kinder in die Fußstapfen der Eltern treten lassen dürfen soll. Dürfen! Wenn die Kinder partout was anderes machen wollen, soll man ihnen das freilich gestatten. In der Praxis funktionieren Kinder aber nunmal so, dass sie ihre Eltern imitieren. Bis Gehirne auf Computer transferiert werden können sind Kinder sozusagen die Unsterblichkeit des kleinen Mannes. Darf nur keiner wissen, weil man sich ja lieber selbst unsterblich machen möchte -- statt irgendwelcher Systemideologien. Die Leute sollen ihre Kinder ja weiter in die Kirche, Schule etc schicken.
Tsja, und wenn du ein großer Musiker bist und den ganzen Tag am Klavier sitzt und deinem Kind nicht jedesmal die Fresse polierst, wenn es an dem teuren Flügel rumspielt (oder auch mal raufkackt, hab ich als Kind sehr gerne getan, alles vollgekackt), dann ist es sehr Wahrscheinlich, dass dein Kind eine "Begabung" entwickelt. Begabung in Gänsefüßchen, weil ich glaube, dass Menschen im richtigen Umfeld plötzlich für alles Mögliche Talente entwickeln können (zB für Chinesisch oder Russisch) und ich meine Eigene Entwicklung sehr genau beobachtet habe; sozusagen aus Erfahrung spreche. Diese Lebensweise ist typisch für Juden, was deren ausgezeichnete Leistungen auf vielen Gebieten begründet -- trotz der sehr mangelhaften genetischen Voraussetzungen (5000 Jahre affrikanische Inzestmöngi). Darum wird der kluge Jude auch immer bestrebt sein, sich seine ihm typische Lebensweise zu erhalten. Im anderen Falle ginge er nämlich innerhalb weniger Generationen an seinen minderwertigen Erbanlagen zugrunde.
Was dem Kind gegenüber hochgradig niederträchtig wäre und vom Schicksal meist zu Recht bestraft wird, ist wenn die Eltern sich irgendwelche Scheiße in den Kopf setzen. Zum Beispiel, wenn Sören und Mutumba beschließen, ihr Töchterchen wird jetzt der neue Mozart. Beide können nichmal eine Triangel bedienen, aber das Töchterchen soll jetzt lernen Sonaten von Weltklasse zu komponieren...
Gesunde Lebensweise wird sich ganz von selbst ergeben, wenn du es deinen Kindern vorlebst. Und wenn du selber Leistungssportler bist und um deine sportlichen Ziele zu erreichen an anderer Stelle mit der Bildung sparen musstest, wer bin ich von dir zu verlangen deinem Kind jetzt höhere Mathematik und theoretische Physik beizubringen? Schuster bleib bei deinen Leisten, sagt der Volksmund. Und was die Kulturmarxisten erzählen, jeder könne alles werden -- würde ich betont ignorieren.

robinlayfield Avatar
robinlayfield:#25237

>>25236
>Herr Fromm
ist weitgehend ein Scharlatan, seine falsche Prämissen führen zu teilweise abstrusen Fehlschlüssen.

Hinaufpflanzen ist leicht gesagt, wo ist denn oben in zehn in zwanzig Jahren? So wie es aussieht sind des die Handwerker und vor allem die unbedarfte Jasager die jenen ganz oben nicht in die Quere kommen.
Hier festigt sich gerade ein Kastenwesen. Da hebst du keinen hinein.

kurz noch zum Sport
Unsportlich-Alt-Bernds Beobachtung, wer früh mit Sport anfängt ist auch früher am End. Meiner einer war eine elende Lusche im Sportunterricht, dafür ist er heute immer noch fit. Bernd ist allerdings viel gewandert und hat sich bewegt, auch in anstrengenden Berufen. Die welche Bernd mobbten und triezten schleppen nun dicke Bäuche auf abgenutzen Gelenken umher, wenn sie überhaupt noch was bewegen können.
Der Olympiasieger unter Bernds Bekannten ist Veganer geworden und mit 40+ gestorben.

craighenneberry Avatar
craighenneberry:#25239

>>25235
Ne, unmoralisch keinesfalls. Bewegung ist extrem wichtig.
Man sollte halt nur nicht das Kind zu irgendwas zwingen, worauf es keinen Bock hat.

Ich selbst wurde mit 6 oder so zum Fußball geschickt, ein- zweimal beim Training mitgemacht, festgestellt, dass es nix für mich ist. Aber war ok. Meine Mutter ist eh kein Fußballfan und mein Vater würde mich nicht zu Quatsch zwingen.
Dann die Scheidung, volle Mutterkontrolle.
Bernd, du bist zu dick (ich war nie dick, nur etwas pausbäckig vorm ersten Wachstumsschub), geh Sport machen.
Wurde mitgeschleppt in Tae-Bo, was natürlich auch nur ein paar Wochen so ging, weil a) ich keinen Bock hatte und das auch kundtat und b) meine Mutter eh keinen Sport treibt und das von sich aus eh nicht länger durchgehalten hätte.
Dann wurde ich ins Volleyball geschickt. Hasste Volleyball schon aus der Schule. Mir wurde mit Konsolenverbot gedroht, wenn ich nicht mitmache.
Zusammen mit einem anderen 14jährigen Jungen aus der Nachbarschaft unter lauter Weibern. Geil... NICHT.
Zum Glück sah die Trainerin irgendwann ein, dass das mit uns keinen Sinn hatte und legte meiner Mutter und der anderen Mutter nahe, uns doch nicht mehr ins Training zu schicken.

Was mir schon immer Spaß gemacht hat war Schwimmen und als Erwachsener habe ich Kraftsport und Kampfsport (Kick-, Thai-, Boxen), sowie Klettern für mich entdeckt. Sowas wäre meiner Frau Mama natürlich nie in den Sinn gekommen weil ja gefährlich und gewalttätig und so und man erzieht seinen Sohn lieber zum sitzpissenden Frauenversteher. Tja, heute bin ich Sexist. Außerdem wären alle Vereine mindestens 15 Fahrminuten weggewesen und das ist ja auch zu viel verlangt.


Mein Plan für etwaigen Nachwuchs ist, einfach mal alles auszuprobieren. Bälle kosten nicht viel und man braucht jetzt für diverse Ballsportarten nicht unbedingt einen passenden Ball, wenn man nur ein bisschen spielerisch ausprobieren will. Ich werde versuchen, den Kindern meinen Sport vorzuleben und sie einfach mal mitnehmen zu irgendwelchen Sachen. Irgendwas wird es schon geben.

ayalacw Avatar
ayalacw:#25241

>>25237
> Herr Fromm ist weitgehend ein Scharlatan, seine falsche Prämissen führen zu teilweise abstrusen Fehlschlüssen.
Ich hätte jetzt wirklich mal anhand der von mir gepfosteten dreieinhalb Seiten aus der "Kunst des Liebens" von dir erläutert, was genau du meinst wenn du immer beharrlich behauptest, Fromm sei ein Knallfrosch. Ich lese da nämlich überall sehr basierten Konservatismus und ein Ja zum Patriarchat heraus. Wenn du in den angehängten Abschnitten keine Problemstellen findest, steht es dir gerne frei irgendwelche anderen Textstellen herauszusuchen.
Wenn du nichts ordentliches lieferst, muss ich dich leider für eine linke Falschflagge halten, die verhindern möchte, dass die neuen Nazis Fromm für sich entdecken. Fromm ist für mich ein Kaczynski mit weniger Aktionen und dafür mit besseren Texten. Beweis mich falsch oder verschone mich zukünftig bitte mit deinem Frommhass.

> Hinaufpflanzen ist leicht gesagt, wo ist denn oben in zehn in zwanzig Jahren?
Tja Bernd, das ist es was die Erwachsenen meinen wenn sie von Verantwortung sprechen. Soetwas müssen Eltern in eigener Verantwortung entscheiden und dann müssen sie und ihre Kinder mit den Folgen dieser Entscheidung leben. Für Sören klingt das sicher supergrausam, aber so ist das Leben nunmal. Da kann ich dir nicht bei helfen. Ich kann nur sagen, dass mir die Ansätze von Fromm und Nietzsche durchaus gefallen. Ob ich im Falle eines Falles damit richtig lag, zeigt sich vielleicht erst in drölftausend Jahren. Wenn du auf 100%ige Sicherheit bestehst, bring dich um -- da machst du garantiert nichts falsch. Wir anderen spielen dann noch etwas auf der Wiese des Universums, aber bald sind wir wieder vereint.

> Hier festigt sich gerade ein Kastenwesen. Da hebst du keinen hinein.
Nö, das Kastenwesen war nie wirklich aufgelöst. Derzeit ist die Gesellschaft recht durchlässig, was meine Existenz beweist. Das wird sich natürlich ändern, denn nichts bleibt wie es ist. Sicher ist auf jeden Fall: Spasten werden nicht plötzlich zu Raketenwissenschaftlern und Raketenwissenschaftler sind meist auch als Bauern zu gebrauchen.

> Unsportlich-Alt-Bernds Beobachtung, wer früh mit Sport anfängt ist auch früher am End.
Des kann ich bestätigen. Man muss Maß halten in allem was man tut. Bekannter von mir hat zu viel Drachenball geguckt, ist mit 16 die Wände hochgerannt und hat jetzt Rücken- und Gelenkprobleme. Daher beschränke ich mich auf funktionalen Sport, mache nur sone Art Wassergymnastik für Rentner. Fit-Bernd würde lachen, aber ich unterhalte mich mit Fit-Bernd erst in 75 Jahren, wenn er dann noch lebt.
Aber wer unbedingt Leistungssport machen will, der soll das machen und Nietzschestyle daran zugrundegehen. Mein Ziel ist es, euch alle zu überleben und daran werde ich eingehen. Man kann nicht alles auf einmal...

rcass Avatar
rcass:#25243

>>25241
Nicht jener Bernd, aber baut die ganze Argumentation nicht auf Hypothesen auf? Auf deiner dritten Seite am Ende - "Jedenfalls entwickelt sich ... gewöhnlich ..." baut darauf auf, dass er weiter vorne auf der ersten Seite sagte "Die meisten Menschen sehen das so", ohne irgendwie zu begründen, wieso, und die modernen Entwicklungen an seine Idee (bzw die von ihm ersonnene Erklärung) heftet, ohne es schlüssig zu verknüpfen.

Dieser Bernd findet, dass jedem, der zur Frankfurter Schule gehört, nicht getraut werden kann und darf.

donjain Avatar
donjain:#25244

>>25241
Bernd mag es nur kurz machen, "Kunst des Liebens" und "über menschliche Destruktivität" waren ein paar Jahre lang Bernds Bibel.
Er lebte hochgemut, sich als Bessermensch auf dem richtigen Pfad wähnend und völlig frei von jeglicher Chance ein Weib zu aquirieren, weil die ganz einfach nicht so ticken wie her Fromm sich das wünscht.
Hätte Bernd nicht Dr. med. Eberhard Schätzings "die verstandene Frau" in einem Nachlass gefunden, er hätte nie die Kurve gekriegt.
Das einzige was Bernd dem Fromm heut noch zugute hält ist, dass der es gewagt, hat sich mit Michael Kühnen auszutauschen und nicht verheimlichte, dass er, Fromm, in jenem damals gefürchteten "Neonazi" eine "integre Persönlichkeit" schätzen gelernt habe.
Die "Vegetarier sind ja verkappte Kannibalen, Beweis Hitler" Lachnummer aus der "Destruktivität" hat Bernd auf KC schon öfters erwähnt.

Fromms Utopialia hat manchen ernsthaften Autoren, der Lebenserfahrung hätte weitergeben können, aus dem Schaufenster der Buchhandlungen gekickt.

a_khadeko Avatar
a_khadeko:#25245

>>25239
>Mein Plan für etwaigen Nachwuchs ist, einfach mal alles auszuprobieren.

Dies.

Bernd wurde ebenfalls zum Fußball geschickt als Kind weil ja jeder Bub gerne kickt und Bernds Cousin bei einem 2. Liga Verein in der Jugendmannschaft spielte. Nach 2x Training ging Bernd nicht mehr hin.
Karate wurde ausprobiert, aber da waren im örtlichen Verein nur Idioten die Bernd schon aus der Schule nicht leiden konnte.

Eine Zeit lang ging Bernd auch zum Kanuverein. Das machte tatsächlich sehr viel Spaß. Bis eines Tages die Frau Mutter entschied dass Kanu fahren auf einem Fluss viel zu gefährlich wäre und es Verbot. Vater war/ist Beta und konnte sie nicht umstimmen.

Seitdem machte Bernd keinen Sport mehr.

Letztendlich denke ich sollte man das Kind selbst entscheiden lassen was es machen will. Nur weil ich Kanu fahren toll fand muss mein Sohn (als ob ich jemals einen haben werde) es nicht auch gut finden. Vielleicht mag er Fußball ja lieber. Es kommt ja immer auch ein bisschen auf die Leute im Verein an mit denen die Kinder sich verstehen, oder eben nicht.

lanceguyatt Avatar
lanceguyatt:#25251

>>25244
> Das einzige was Bernd dem Fromm heut noch zugute hält ist, dass der es gewagt, hat sich mit Michael Kühnen auszutauschen
Sicher, dass du Erich Fromm nicht mit Erich Fried verwechselst?

> Er lebte hochgemut, sich als Bessermensch auf dem richtigen Pfad wähnend und völlig frei von jeglicher Chance ein Weib zu aquirieren, weil die ganz einfach nicht so ticken wie her Fromm sich das wünscht.
Ja, die Problematik ist bekannt. Da mein Kernel aber eine Mischung aus Nietzsche, Bataille und Sade ist, störe ich mich daran wohl weniger als du. Kaguya ist jedenfalls kein Zufall, sondern tiefer als der Tag gedacht: Als Zarathustra 30 Jahre alt war, stieg er auf seinen Berg. Dort lebte er in seiner Höhle, sang, guckte der Sonne und den Sternen zu, erfreute sich an seinen Gedanken und wurde dessen 10 Jahre lang nicht müde. Für Fuckmänner ist sowas natürlich undenkbar. Ich ticke ja auch nicht, wie der von Fromm gezeichnete ideale Mann. Ich will ja auch lieber geliebt werden, als andere lieben zu müssen. Genau wie Kaguya sage ich: ich muss aber nicht! Wenn es auf der ganzen Welt nur Spasten gibt, ficke ich mich eben irgendwann ungefickt wieder hinfort. Mein Schaden ist es nicht.
Wie schon geschrieben, glaube ich, dass OP das alles richtig macht. Zumindest geht er in die gleiche Richtung, in die ich auch ginge. Wer weiß, vielleicht ist OP schwer in Ordnung und sein Eheweib ist eine der wenigen Frauen ohne spastische Erkrankung? Und wenn es so ist, wer bin ich, sie ihm wegzunehmen? OP lebt meinen Traum, da kann ich mich doch revanchieren und seinen Alptraum leben. Darauf bezieht sich Nietzsche, wenn er schreibt, der höhere Mensch braucht mich nicht, hat meine Hilfe nicht nötig.

carlyson Avatar
carlyson:#25252

>>25251
>Sicher, dass du Erich Fromm nicht mit Erich Fried verwechselst?
Auch das noch. Stimmt.

kriegs Avatar
kriegs:#25253

Österreichbernd ist übrigens eine Fotze.

trueblood_33 Avatar
trueblood_33:#25257

Zum Thema
>wenn du nicht studiert hast kannst du deinen Kindern nicht mal Volksschulstoff beibringen, studierte Volksschullehrer hingegen sind Lehrzauberer!!1
http://m.heute.at/news/politik/Deutschtest-70-der-Volksschueler-mit-Grammatikproblemen;art23660,1272227,2

likewings Avatar
likewings:#26385

dieser Faden hier sollte für gesichert werden.

shesgared Avatar
shesgared:#26407

>>25253
Meinten Sie: Fut?

sreejithexp Avatar
sreejithexp:#26413

>>25139
das stimmt , kann ich nur bestätigen , die beiden nigger in der Kita meiner Tochter sind krank und saudumm , die niggermutter will ständig irgendwas , wir nehmen die Tochter wieder raus und verzichten auf den jahresurlaub um uns eine Privatkita leisten zu können . besonders übel sind kanackenkinder , grenzdebil und aggro . Meine Tochter wird ab heute zur KZ Ärztin erzogen damit sie später empathiefrei das miese Untermenschenschweinepack foltern und vergasen kann

dutchnadia Avatar
dutchnadia:#26414

>>25161
wenn das Kind nicht begabt ist und nicht toll malt sollte man es in die Zwangsarbeitskita geben . im 22 Jhr. wird man keine Mittel mehr in dumme kanackenuntermenschenkotfotzenkinder investieren - die werden alle verbrannt

BrianPurkiss Avatar
BrianPurkiss:#26416

>>25158

>Deine Kinder tun mir Leid bei der Vorstellung, dass sie eines Tages genau so Angst vor den Museln haben wie du.

grrr_nl Avatar
grrr_nl:#26418

Wie konnten wir nur überleben, als es keine Kindergräten und Schulen gab? Wohl pures Glück.

polarity Avatar
polarity:#26421

Du bist doch sicherlich Österreichbernadette, oder?

Neuste Fäden in diesem Brett: