Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2013-06-25 17:22:26 in /w/

/w/ 13410: Dieser Bernd liest seit neuestem gerne Science-Fic...

arashmanteghi Avatar
arashmanteghi:#13410

Dieser Bernd liest seit neuestem gerne Science-Fiction Bücher.

Aufgrund des neu aufgekommenen Interesses fragt er sich nun, welche Gründe für oder gegen intelligentes Leben bzw. Leben überhaupt in unserer Galaxis bzw. im Weltall insgesamt sprechen.

ryhanhassan Avatar
ryhanhassan:#13411

Dagegen spricht, dass es entsprechend erdähnliche "milde" Bedingungen geben muss, dafür spricht, dass bei all den Galaxien davon vielleicht einige Planeten exisitieren. Aber es muss sich eben nicht zangsläufig Leben entwickeln, es bleibt ein riesiger Zufall. Und auch wenn Leben dort exisitiert, ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass es sich nur um ein paar Einzeller im Meer handelt, als um intelligentes Leben.

Bernd Avatar
Bernd:#13412

Es ist schwer abzuschätzen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass auf einem Planeten, auf dem Leben entstanden ist, sich auch intelligentes Leben entwickelt. Auf der Erde gibt es Leben seit etwa 3,5 Milliarden Jahren. Den Homo sapiens gibt es erst seit etwa 160 Tausend Jahren, also erst seit ganz kurzer Zeit. Nun gibt es auf der Erde aber auch andere Lebewesen mit einer gewissen Intelligenz. Man kann sich deshalb fragen, ob auf der Erde in der Vergangenheit vielleicht eine technologisch entwickelte intelligente Art gelebt hat, die aus unbekannten Gründen wieder ausgestorben ist. Bekanntermaßen haben wir unzählige Spuren von Leben bis zu seinen Anfängen gefunden, jedoch sind wir bisher auf keine fremden technischen Werke gestoßen. Die von uns geschaffenen Geräte und Bauwerke sollten sich aber ohne große Schwierigkeiten auch noch in ferner Zukunft nachweisen lassen. Also müssen wir davon ausgehen, dass wir die erste und bisher einzige technologisch entwickelte intelligente Art auf der Erde sind.

Allerdings dürften die Anforderungen an Planeten, die intelligentes Leben hervorbringen können, wesentlich höher sein als die Anforderungen, die Planeten erfüllen müssen, damit überhaupt Leben möglich ist. Vielleicht ist für intelligentes Leben immer ein Mond erforderlich, der die Planetenachse stabilisieren kann und damit zu starke Klimaschwankungen verhindert. Und der Planet sollte vielleicht durch einen großen Nachbarplaneten möglichst vor katastrophalen Meteoriteneinschlägen geschützt werden. Ein weiteres Problem ist, dass sich einerseits bewohnbare Planeten nur aus Sternenasche bilden können, die durch Supernova-Explosionen in den Weltraum geschleudert worden ist. Andererseits stellen nahe Supernova-Explosionen zumindest für höher entwickelte Lebensformen eine Gefahr dar, die ihre Existenz bedroht. Solche Planeten sollten sich also nicht in einem Gebiet mit vielen Supernova-Explosionen aufhalten. Der innere Bereich unserer Milchstraße wäre demnach kein geeigneter Ort. In den Außenbereichen unserer Milchstraße könnte dagegen zu wenig Material von Supernova-Explosionen vorhanden sein, um geeignete Planeten entstehen zu lassen. Schließlich sollte das Zentralgestirn über lange Zeiträume konstanter strahlen, als es für das Überleben vieler einfacher Lebensformen nötig wäre. Es scheint deshalb nicht unvernünftig, anzunehmen, dass nur auf etwa 1 Promille der belebten Planeten die Bedingungen so gut sind, dass dort auch intelligentes Leben entstehen kann. Das wäre also bei etwa 400 000 Planeten der Fall. Das intelligente Leben hätte sich auf diesen Planeten allerdings nicht seit 4 Milliarden Jahren, sondern - wie auf der Erde - im Mittel erst etwa 3,5 Milliarden nach Entwicklung der ersten Lebensformen entwickelt. Demnach wären erst seit etwa 500 Millionen Jahren die ersten intelligenten Lebensformen entstanden.

illyzoren Avatar
illyzoren:#13413

Befasse dich mal mit der Turingtheorie, (oder glaub mir einfach was jetzt kommt):
1. Eine Universelle Turingmaschine kann alle anderen Turingmaschinen emulieren.
2. Die kleinste bekannte UTM kommt mit gerade mal 4 Zeichen und 7
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kleinste-universelle-Turing-Maschine-gefunden-189450.html
2. Die kleinste bekannte UTM kommt mit 2 Zuständen und 3 Zeichen aus (das entspricht vielleicht einer Hand voll Transistoren).
3. jetzt überleg mal, wie wahrscheinlich es ist, das sowas zufällig entsteht (Eine Hand voll Transistoren genau richtig zu verschalten, so dass die UTM rauskommt, ist sicher kein Pappenstiel, aber es ist auch nicht soooo unvorstellbar)
4. Lass die Turingmaschine
4a sich selber kopieren
4b systematisch alle anderen Turingmaschinen durchtesten

zu 4a: sich als Turingmaschine selber kopieren ist relativ trivial, auch das entsteht locker zufällig, wenn man nur genügend lange Würfelt.

zu 4b: systematisch alle Turingmaschinen durchtesten ist auch billiger als es klingt... soll eine UTM eine andere Turingmaschine Emulieren, muss ihr eine Beschreibung dieser anderen TM im Alphabet der UTM vorliegen. Ist die UTM eine Zweizeichen-UTM, könnten die Beschreibungen anderer Turingmaschienen so aussehen:
TM0: 0
TM1: 1
TM2: 10
TM3: 11
TM4: 100
TM5: 101
...

Wenn unsere UTM also durch irgendwelche Zufälle kopieren und (auf-)zählen gelernt hat, geht die Post ab. Die ersten Krebsautos müssen noch mit Brutaler Kraft errechnet werden (was kein Problem ist, denn je kleiner desto schneller lassen sie Kopien zwecks massiver Parallelrechnung erzeugen), irgendwann betritt der Evolutionäre Algorithmus den Raum und unter Bernds Federführung demnächst etwas noch wirksameres (Du wirst wissen was Bernd meinte, wenn es durch deine Harnröhre in deine Hoden krabbelt).

Wenn dir das alles zu wirr ist und du nur denkst: Dscheiß ET-Bernd, wenn er klein geschrieben hätte, hätte ich mir das lesen gleich gespart... Mach was ich eingangs gefordert hab: befasse dich mit der Turingtheorie.

yassiryahya Avatar
yassiryahya:#13414

>>13413
Du solltest jetzt schon noch irgendwie die Verbindung zwischen Turingmaschinen und Chemisch-Biologischer-Evolution herstellen, was haben denn die Turingmaschinen mit Leben zu tun?

xravil Avatar
xravil:#13415

>>13414
Guck dir an was DNA macht. Wenn du das Band und den Lesekopf nicht siehst, erkläre du mir warum du da kein Band und keinen Lesekopf sehen kannst. Meiner Meinung nach ist so eine Zelle ein 1-A biochemischer Computer. DNA hat zum Beispiel einfache Redundanz: es gibt je zwei korrespondierende Aminosäuren. Wenn eine zerfickt wird, durch Strahlung etwa, kann sie rekonstruiert werden. Das hätten sich Linus Torwald und Bill Gates auch nicht besser ausdenken können.
Ich will damit nicht auf einen Schöpfer hinaus. Ich denke, die DNA ist quaternär mit einfacher Redundanz codiert, weil andere Codierungen einfach nicht so effizient sind. Genau so, wie es für die Kadze blöd wäre, wenn die Löcher im Fell für die Augen nicht bei den Augäpfeln sonder woanders wären. Gibt ja sogar andere DNA-Formen, die halt nur nicht so erfolgreich waren. Unter anderen Bedingungen, hätten die sich vielleicht durchgesetzt.
Temperatur, Radioaktivität und Chemie werden aber wohl in einem bestimmten Rahmen stimmen müssen, damit sich Leben entwickelt. Ich könnt mir aber durchaus vorstellen, dass es da ganz exotische Möglichkeiten gibt, die wir uns nur schwer vorstellen können. Ich würd mich jedenfalls nicht zu: "Kohlenstoff muss sein" oder "Temperatur muss sich um 250K bewegen" hinreißen lassen. MMn muss es nur möglich sein, eine möglichst kleine UTM aus ein paar Atomen aufzubauen die nicht zu langsam läuft. Das wäre mein Anspruch an eine Umgebung, damit dort Leben entstehen kann. Solange wir nichtmal unsere DNA zu 100% verstehen, können wir nur spekulieren was sonst noch alles möglich ist. Vergangenheit lehrt aber: immer wenn der Mensch gesagt hat, er sei das Maß aller Dinge, wurde er irgendwann falsch bewiesen...
Also man kann meinetwegen über die Wahrscheinlichkeit außerirdischen intelligenten Lebens in unserer Nähe streiten. Aber dass die Erde der einzige mit, sich selbst als intelligent bezeichnenden Lebewesen, bevölkerte Planet überhaupt im ganzen Universum sein soll, halte ich für Quatsch. Das wär ja, als wenn du ein Streichholz anzündest, siehst wie es abbrennt und dann behauptest: "Das war so schön, das kann kein zweites Mal klappen."

rcass Avatar
rcass:#13416

>>13415
Ich wollte dir auch nicht widersprechen, mir war nur der Zusammenhang zwischen Leben und UTM nicht ganz klar. Aber ich denke ich weiß jetzt wie du es meinst.

sava2500 Avatar
sava2500:#13417

Aber prinzipiell ist die Wahrscheinlichkeit, im Lotto zu gewinnen, schon recht wahrscheinlich. Warum sollte im Universum mit vielen mehreren Milliarden Planeten nicht einer dabei sein, auf dem es ebenfalls (intelligentes) Leben gibt?

rcass Avatar
rcass:#13418

>>13415
>>13413
Vielen Dank für die ausführliche und vor allem interessante Erklärung!

mbilalsiddique1 Avatar
mbilalsiddique1:#13421

>>13417
Ja, nur man kann da auch nur spekulieren, weil man nicht jeden Schritt, der zur Entstehung intelligenten Lebens führt, rekonstruieren, bzw. dessen Wahrscheinlichkeit in der jeweiligen Umgebung berechnen kann. Das ganze bleibt also höchst spekulativ.

roybarberuk Avatar
roybarberuk:#13423

Es wäre höchst vermessen zu behaupten, wir wären die einzige "intelligente" Lebensform im Universum. Es ist nämlich hyperschweine groß und es fällt mir schwer zu glauben, es gebe nicht irgendwo ein ähnlich günstiges Sonnensystem wo sich ähnliches zugetragen hat oder zutragen wird.
Nur wenn es so wäre, was würde es uns nützen. Die hätten dann auf ihrem Planeten den selben Schweinestall wie wir, abgesehen davon, dass wir sie ohnedies nie besuchen könnten.
Es ist ähnlich wie beim Hauptbahnhof von Peking. Dort werden wahrscheinlich täglich 2 Fahrräder gestohlen, es schadet und es nützt mir nichts, selbst wenn ich es wüsste.

Zudem hat sich die Sache mit der sogenannten intelligenten Menschheit in spätestens 500 Jahren erledigt.

commoncentssss Avatar
commoncentssss:#13424

Dafür spricht, dass auf unserem Planeten Leben mit galaktischen Zeitspannen verglichen sofort entstand als die Erde genug abkühlte und die Grundbaustoffe überall im Universum auftauchen und es drölf Planeten und Monde im Universum gibt.

Dagegen spricht, dass wir irgendwie "überintelligent" sind. Waffen bauen und Kleidung basteln schön und gut, aber in der Fähigkeit zu abstrakter Mathematik und Raketenwissenschaft sehe ich jetzt keinen großen evolutionären Vorteil.
Gegen raumfahrendes intelligentes Leben spricht, dass wir nichts davon sehen. Unsere Glaxie ist relativ alt und es würde nur ein paar Millionen Jahre dauern sie komplett zu kolonialisieren. Dass wir absolut keine Zeichen außerirdischen Lebens finden, ist ein Indiz, dass sehr weit entwickelte Zivilisationen nicht so häufig sind. (Fermiparadoxon)

solid_color Avatar
solid_color:#13426

Das ist so unglaublich faszinierend.. wie unbedeutend der Mensch ist und mit was man sich tagtäglich beschäftigt, wenn es eigentlich so unbedeutend ist.

coreyhaggard Avatar
coreyhaggard:#13427

>>13424
> aber in der Fähigkeit zu abstrakter Mathematik und Raketenwissenschaft sehe ich jetzt keinen großen evolutionären Vorteil.

wat. Wir haben mittlerweile die Mögleichkeit unser Erbgut direkt bewusst zu verändern, wir können bald Menschen mit Flügeln und Kiemen basteln. Wenn das kein Vorteil sein sollen, dann weiß ich auch nicht.

subtik Avatar
subtik:#13428

Ich hätte da noch einen anderen Punkt einzuwerfen:
Das intelligente Leben auf der Erde (mit einem kleinen prähistorischen Schlenker) hat 3,5 mrd. Jahre gebraucht, ohne die Dinosaurier hätte es vielleicht auch in 1 oder 2 geklappt.
Das Universum ist 13,8 mrd. Jahre alt und expandiert stetig.
Vor, sagen wir 5 mrd. Jahren war es viel einfacher, Exoplaneten zu erreichen. Je nach Zeitpunkt hätten Von-Neumann-Sonden (Selbst-replizierende Kolonieschiffe) vielleicht sogar das ganze Universum erschließen können und es ist eigentlich unerklärlich, wieso wir heute absolut nichts davon sehen.
>>13424
Hier muss ich bei dir aber einhaken. Fermiparadox, ja, aber daraus kann man auch ableiten, dass einfach nur interstellare Raumfahrt sehr mühselig ist.

Wer jetzt Panik bekommt, seinen Zug zu den Sternen zu verpassen; es macht keinen Unterschied ob wir hundert Millionen Jahre warten oder nicht.

rohan30993 Avatar
rohan30993:#13432

>>13424
>Dagegen spricht, dass wir irgendwie "überintelligent" sind.
Tut es ganz und gar nicht, dies ist ein fadenscheiniges Pseudoargument. Du hast ja außer irdischen Lebewesen nicht mal eine Vergleichsgruppe für Intelligenz. Die Wertung ist absolut subjektiv.

>aber in der Fähigkeit zu abstrakter Mathematik und Raketenwissenschaft sehe ich jetzt keinen großen evolutionären Vorteil.
Es ist aber auch kein Nachteil, zumal man davon ausgehen kann, dass Intelligenz allgmein die Überlebenschance erhöht.

>>13428
>aber daraus kann man auch ableiten, dass einfach nur interstellare Raumfahrt sehr mühselig ist
Dies. Die Distanzen sind gigantisch und bleiben es auch selbst dann noch, wenn man Lichtgeschwindigkeit erreichen könnte.

>Je nach Zeitpunkt hätten Von-Neumann-Sonden (Selbst-replizierende Kolonieschiffe) vielleicht sogar das ganze Universum erschließen können
Wage ich dann doch zu bezweifeln.

>>13427
>wir können bald Menschen mit Flügeln und Kiemen basteln
Mal nicht übertreiben, dein geflügelter, unterwasser atmender Supermensch dauert eher noch.

>>13426
https://www.youtube.com/watch?v=buqtdpuZxvk

cat_audi Avatar
cat_audi:#13440

Es wird die ganze Zeit von "günstigen Bedingungen" gesprochen. Diese Bedingungen sind jedoch nur für Lebensformen wie wir sie kennen relevant.

Das gesamte irdische Leben ist ja auf eine Art miteiander verbunden. Man kann sich das wie einen großen Baum vorstellen auf dem wir aber auch nur einen Ast mit seinen weiteren Verzweigungen bilden. Den Stamm und die anderen Äste mit ihren Verzweigungen vermögen wir jedoch überhaupt nicht zu sehen.

terryxlife Avatar
terryxlife:#13441

>>13430
Zu dem Thema gab es doch auch einmal eine Folge von Alpha Centauri mit Harald Lesch.
Weiß jemand zufällig, welche das war?

tjisousa Avatar
tjisousa:#13442

>>13441

http://www.youtube.com/watch?v=CZuc0HjdfFs

umurgdk Avatar
umurgdk:#13443

>>13440
Stimmt, aber Leben benötigt bestimmte Eigenschaften, wie z.B. eine Abgrenzung von der Außenwelt, die selektiven Stoffaustausch erlaubt, die Zellmembran, und viele andere Dinge, die sich aus thermodynamischen Gründen ergeben. Und letztendlich werden so die möglichen Bedingungen eingeengt, Kohlenstoff ist schon recht einzigartig geignet für die Bedinungen, und auch Wasser hat viele besondere Eigenschaften.
Radikal anderes Leben würde logischerweise nur schwierig vorstellbar sein, aber so viel anders könnte es aus heutigen Erkenntnissen nicht sein.

kennyadr Avatar
kennyadr:#13444

>>13415
>es gibt je zwei korrespondierende Aminosäuren

:3

orkuncaylar Avatar
orkuncaylar:#13445

>>13443
Es gibt zwar Gedankenmodelle über Silizium (statt C) gebundenes "FastLeben" auf Planeten mit höherer Temp. die sogar ohne flüssiges Wasser auskommen, ABER das wären nur selbstreproduktionsfähige Makromoleküle die es gerademal zur Vorstufe von Einzellern schaffen würden. Und dieses Modell ist schon sehr theoretisch an den Haaren herbei gezogen.
Ohne C und flüssiges Wasser kann ich es mir auch nicht vorstellen.
Mich würde in diesem Faden jedoch auch eine Theologische Sicht interessieren.

puzik Avatar
puzik:#13446

>>13443
Die Sache ist: nicht nur unser Genom ist noch weitgehend unerforscht, schon über einfachste chemische Verbindungen und Prozesse wissen wir fast nichts. Vor 200 Jahren war Aluminiumherstellung Zauberei. Vor einigen Monaten gab es in den VDI-Nachrichten einen Artikel über irgendwelche Briten, die sich dachten: "Wär vielleicht gar nicht mal so blöde, das Verfahren zur Herstullung von Aluminium mal an Titan auszutesten." Und, Oh Wunder: es klappt! Also freut euch schonmal auf Titankochtöpfe zu Schleuderpreisen demnächst in einem Supermarkt auch in eurer Nähe. Hier habt ihr es zuerst gelesen. /w/-Bernd wusste das natürlich schon die ganze Zeit, eine Technologie die den Titanpreis auf ein fünftel senken würde ist für ihn aber nicht profitabel genug. Er widmet seine Zeit lieber so unglaublich lustigen Pfosten wie zum Beispiel
>:3

Also kommt mal klar darauf: Wir (als Menschheit) wissen nach wie vor nur einen kleinen Bruchteil von dem was es zu wissen gibt und was wissenswert ist. Von über 9000 chemischen Verbindungen wissen wir nur deswegen nichts, weil sie sich schlicht noch niemand angesehen hat. Die wirklich kühlen Sachen sind oft auch gut versteckt oder vollkommen Hirnrissig: Wie wäre es zum Beispiel mit Kohlenstoffdotierten Siliziumtransistoren? Bis in die 90er Jahre hielt man Kohlenstoff für Dreck, den man aus dem Wafer möglichst raushaben wollte. Ein paar Klappsköpfe beim IHP waren der Meinung nach Feierabend einfach nur aus Hass mit Kohlenstoffdotierungen rumzuspielen und: Abowww, 700GHz Transistoren aus zwei der billigsten verfügbaren Elemente überhaupt. Wo waren da die Mathematiker, Physiker, Chemiker und all die anderen Theoretiker? Hätten das doch vorherberechnen können, so wie Liliental den Feldeffekttransistor. Waren wohl zu beschäftigt damit, wichtig zu tun...

Shriiiiimp Avatar
Shriiiiimp:#13447

>>13445
Grundsätzlich ist es so, dass im Falle eines Kontaktes zu einer ausserirdischen Zivilisation jeglicher Gottglaube erschüttert werden wird oder würde.. Wenn wir nach Gottes Ebenbild erschaffen sind, nach was sind dann andere Wesen geschaffen?

Nachdem alleine hier auf der Erde nicht nur eine sondern mehrere hundert Glaubensrichtungen existieren, was soll dann erst im gesamten Kosmos mit mehreren Milliarden Galaxien und entsprechend bestimmt mehreren hundert bis tausend verschiedenen Zivilisationen an verschiedenen Glaubensrichtungen vorhanden sein?

stushona Avatar
stushona:#13448

>Also freut euch schonmal auf Titankochtöpfe zu Schleuderpreisen demnächst in einem Supermarkt

Wohl eher nicht. Oder stellst du dir das wie früher bei Mao vor?

markgamzy Avatar
markgamzy:#13449

>>13447
>Wenn wir nach Gottes Ebenbild erschaffen sind, nach was sind dann andere Wesen geschaffen?
Das ist wie bei Sci-Fi-Serien, die schauen alle humanoid aus, mit leichten Änderungen. Ohnehin gilt das mit nach Gottes Abbild geschaffen ja nicht für alle dieser Dummschwätzervereine.

linux29 Avatar
linux29:#13450

>>13449
Aber wären nicht andere "Formen" viel sinnvoller? Z.B. mehr Arme, größere Kraft, mehr Gehirn, vielleicht gar kein Körper im Sinne unseres Körperverständnisses, sondern eher wie eine Lichtgestalt/ Datenform in manchen Filmen?

subtik Avatar
subtik:#13451

>>13450
Es gibt Wahrheiten Bernd, die kann man nicht beweisen. Die muss man erproben!

silv3rgvn Avatar
silv3rgvn:#13452

>>13450
Hummermänner vom Mars, Bernd. Hummermänner vom Mars. Markiere meine Worte.

Es könnten auch sehr gut Echsenwesen sein. Oder insektenartige. Or something completely different.

melvindidit Avatar
melvindidit:#13453

Weiteres Problem: Lebensdauer von Zivilisationen.
Die Entstehung und Persistenz intelligenten Lebens wurden ja bereits besprochen.
Aber seitdem es Menschen gibt, sind schon zahlreiche verhältnismäßig fortschrittliche menschliche Zivilisationen aufgestiegen und wieder verschwunden und teilweise sogar komplett vergessen, bis man sie dann wieder ausgebuddelt hat. Sicherlich auch ein Problem beim finden außerirdischer Zivilisation bzw. bei deren Entstehung.
Desweiteren muss man beachten, dass wir vor gerade mal knapp 100 Jahren angefangen Hinweise auf unsere Existenz ins All hinauszustrahlen, unbeabsichtigt und damit zum Glück sogar ziemlich "effektiv". Heute strahlen wir eher weniger Hinweise auf uns ins All als noch vor 30-40 Jahren und der Trend geht eindeutig dahin, weniger unnütz ins All abzustrahlen.
Also hat man vielleicht - in den knappen 10.000 Jahren insgesamter menschlicher Zivilisation nur gut ein gut 150 Jahre großes Fenster uns zu entdecken.
Nächstes Problem: Zeit.
Sagen wir mal, vor gut 5 Milliarden Jahren gab es endlich mal Sterne mit genug Metallizität für lebensfähige Planeten um sich rum. Auf der Erde fing Leben relativ schnell nach Abkühlung an, vor gut 4 Milliarden Jahren. Dann gab's 3.5 Milliarden Jahre Bakterien und Algen, 100 Millionen Jahre Wirbellose, 100 Millionen Jahre Fische, dann 200 Millionen Jahre Dinosauerier usw. usf.
Also gibt es auf der Erde seit gut 300 Millionen Jahren höheres Leben auf dem Land.
Wenn das auf anderen Planeten auch so ist, ist das einfach verflucht viel Zeit um sich zu verpassen. Vielleicht haben andere Planeten nicht erst die Millionen von Jahren an Dinosaueriern und anderem strunzdummen Viechern durchgemacht, sondern haben schon nach ~100 Millionen Jahren Landleben intelligentes, zivilisatorisches Leben hervorgebracht.
Die könnten nun aber auch schon lange wieder ausgestorben sein.
Es gibt zwar sicherlich etliche mögliche Zivilisationen in der Milchstraße, aber wenn man allein schon mal 50.000 Jahre Lebensdauer veranschlagt (was jenseits unserer Erfahrungswerte ist), hat man immernoch verflucht viel Zeit sich gegenseitig zu verpassen.
Will sagen: Es besteht keine Notwendigkeit für die sicherlich zahlreichen möglichen Zivilisationen in der Milchstraße parallel zueinander zu existieren.

alta1r Avatar
alta1r:#13456

>>13447
Bernd ist also das Abbild Gottes, das ist aber schön. Hoffentlich hat Gott kein Internet und kann das hier nicht lesen, sonst gibt's bald die Apokalyptischen Reiter.

jrxmember Avatar
jrxmember:#13457

>>13445
Du wirst kein Teilchen im Universum finden in dem Gott nicht ist. Ich glaube Gott hat das Universum so erschaffen, dass Leben entstehen kann. Speziell Leben, dass freien Willen hat, eben gutes oder schlechtes bewusst zu tun. Das mit dem Abbild Gottes erzähl besser nur den Juden. Warum soll Leben ausnahmslos nur hier auf unserem Planeten passieren?
Und wenn sich irgendwo, mio Lichtjahre von uns entfernt grüngelbe Wurstgurgler entwickeln, sind sie genauso Gottesgeschöpfe. Und wenn sie es bis zum freien Willen schaffen, dann werden sie letztendlich die selben Probleme wie wir haben.
Wenn die Wissenschaftler den hohen Gipfel der Erkenntnis erklommen haben, werden sie dort die Philosophen und Theologen bereits bei der Brotzeit vorfinden, die sie fragen " wo ward ihr denn so lange"!

grantrobinson Avatar
grantrobinson:#13459

>>13457
>" wo ward ihr denn so lange"!
>ward
Ich ward geblendet, von eures Geistes hellem Glanze.

_kkga Avatar
_kkga:#13460

>>13459
oh verdammt, jetzt ging durch diesen Fehler der ganze Sinn meines Posts verloren. Danke für die Berichtigung, die Menschen sind immer froh wenn man sie berichtigt. Wirst viele Freunde haben, nehme ich an.

kennyadr Avatar
kennyadr:#13464

>>13460
>oh verdammt, jetzt ging durch diesen Fehler der ganze Sinn meines Posts verloren.
Du meinst mit Sinn den "ich persönlich glaube und genau deshalb ist es so und sowieso sind Theologen total viel besser als wie Wissenschaftler"-Quatsch, den du vermutlich bewußt als Köder auf /w/ gestreut hast, um atheistische Arschverletzung zu ernten? Ja, der war ganz toll.

>Danke für die Berichtigung, die Menschen sind immer froh wenn man sie berichtigt.
Gerade in der Wissenschaft ein ausgesprochen erwünschter Prozess, oh du Meister des innovativen Sarkasmus.

>Wirst viele Freunde haben, nehme ich an.
Hochsachlich, wie du mit deinem suggestiven Angriff nun auf die persönliche Ebene abzielst, muss ich schon sagen.

gojeanyn Avatar
gojeanyn:#13468

>>13464
bisschen viel Text für ein Wort ("ward").
>>13457
Dein Zitat vom Erkenntnisberg hab ich von Prof.Lesch auch schon gehört. Deine theologische Sicht stößt sich nicht mit der Wissenschaft und so etwas liest man selten.
Obwohl ich nicht besonders religiös bin (eben halt nur wenn mir die Haut beim Arsch zu eng wird), dein Satz: "Du wirst kein Teilchen im Universum finden in dem Gott nicht ist." hat mir gefallen. (Selbst erfunden oder rezitiert?)

alagoon Avatar
alagoon:#13469

>kein Teilchen ohne Gott
Demnächst am LHC: Finde Gott.

tereshenkov Avatar
tereshenkov:#13470

>>13457
>die Philosophen und Theologen
Glaube nicht. Nietzsche wird da zwar ganz sicher irgendwo rumsitzen. Aber als ich mich wegen fachübergreifender Gründe zuletzt zu den Philosophen verirrt hatte, war Nietzsche nicht besonders populär. Selbst Buddhisten verstehen nichts von Nietzsche. Philosophie und Theologie an Nietzsches Werk vorbei machen zu wollen, ist aber etwa so als würde ein Physiker Einstein, Newton und Maxwell völlig ignorieren.
Wir Deutsche haben da echt Glück, dass einer der genialsten Philosophen in unserer Muttersprache schrob. Leider viel zu wenig beachtet... Man befasst sich lieber mit anderen Philosophen, die nicht ganz so dicke Bretter bohren. Die ein ganzes Buch über eine Erkenntnis schreiben die im Zarathustra in irgendeinem Nebensatz unterkommt. Das versteht man noch, das kann man mit kleinem Geist noch fassen, damit befasst man sich dann.

Zarathustra ist das letzte Buch der Bibel. Der Berndebibel.

Sie verkündet den Bernd und das ewige Reich der Bernde.

Muss man wissen!

melvindidit Avatar
melvindidit:#13471

Jetzt aber bitte keinen Religionsdebatte hier aufmachen, das könnt ihr auf /ph/ verschieben.

vikashpathak18 Avatar
vikashpathak18:#13472

>>13469
Demnächst auf LSD: Finde Gott.

vickyshits Avatar
vickyshits:#13474

>>13468
Leider nur rezitiert. Es freut mich das es wenigstens dir gefallen hat.

ryhanhassan Avatar
ryhanhassan:#13480

Wie steht Bernd grundsätzlich zur Idee der Generationenschiffe? Eher sinnlos, weil sie in einigen hundert Jahren von neueren Schiffen überholt werden oder trotzdem einen Versuch wert?

aleclarsoniv Avatar
aleclarsoniv:#13483

>>13480
Ein hochauflösendes Neutrinoteleskop war sinnvoller.

davidcazalis Avatar
davidcazalis:#13484

wär sinnvoller, tschuldigung

albertodebo Avatar
albertodebo:#13487

>>13480
Welches Ziel sollten die haben?

liang Avatar
liang:#13488

Was den Punkt "Wieso finden wir dann niemanden?" angeht, vielleicht haben diese Außerirdischen ja so etwas wie die Primäre Direktive der Föderation aus StarTrek?
Also keine Einmischung in Pre-Warp/Pre-ÜL-Antrieb Zivilisationen.

VinThomas Avatar
VinThomas:#13489

>>13483
>http://en.wikipedia.org/wiki/IceCube_Neutrino_Observatory
>http://en.wikipedia.org/wiki/ANTARES_(telescope)
u.v.m.

itskawsar Avatar
itskawsar:#13490

>>13488
Die würden auch einfach keinen Bock auf irgendeine Einmischung haben. Stell dir vor du kannst aus scheiße Gold machen. Worin läge der Gewinn, diesen Skill Ameisen beizubringen? Insofern läuft es wohl auf die Geschichte mit der Teekanne hinaus:
Wenn es Leben gibt, dass in der Lage ist interstellar zu reisen, müssten es schon ziemliche Polen sein, wenn sie nur herkämen um unsere Autos zu klauen. Polen bauen jedoch keine Raketen, höchsten mal eine geklaute Enigma mit Hilfe der Briten nach.

Im Grunde kann man nur Pech haben, dass zwei hohe Zivilisationen sehr nahe (gemeinsames Sonnensystem) beieinander entstehen. Die würden sich dann auf unserem derzeitigen Niveau treffen und kloppen. Sofern eine Spezies überlebt, müsste sie bis zum nächsten Kontakt ein so unglaublich hohes Niveau erreichen, dass Krieg einfach keinen Sinn mehr macht.

Bernd rennt ja auch nicht los und klaut den Bienen ihren Honig.
Zumindest achtet er dabei darauf, die Bienen nicht auszurotten. Im Gegenteil, er schafft sogar noch günstige Bedingungen für sie. Na ja, Bienenscheiße ist für uns noch halbwegs interessant. Aber wer sollte sich für Menschenscheiße interessieren?
Sie sind unter uns, ihr Wappen ist eine Feiße Flagge mit einem roten Punkt. Sie kommen ausschließlich wegen sextouristischer Gründe. Seit über 9000 Jahren!

chaabane_wail Avatar
chaabane_wail:#13492

>>13490
>verklemmtestes Volk immer
>Sextourismus
Wat?

timgthomas Avatar
timgthomas:#13494

>>13492
Das ist alles nur Fassade, Bernd. Guck dir mal den durchschnittlichen japanischen Pornofilm an und vergleiche mit westlichen Pornos. Bei den Japsen werden Sachen geduldet oder gar befürwortet die bei uns strengstens verboten sind. Die Japse sind halt formvollendete Individualisten: jeder hat seinen Fetisch und toleriert die Fetische der anderen, einfach so. Wenn bei uns einer schwul ist, macht er gleich eine Religion daraus und dann müssen alle schwul werden. Weil er sich alleine sonst unsicher ist... Ganz schlimme Form von "Hör auf zu mögen, was ich nicht mag!" Typisch für Bauern die plötzlich in Städten leben. Die Japse haben das alles schon durch, weil erste Millionenstadt, als größte Stadt in Europa knapp 20000.

Ja, so is des.

iamfelipesouza Avatar
iamfelipesouza:#13545

Und was wäre, wenn außerirdische Lebensformen ihre Existenz auf der Erde mit für uns unbekannter Technik tatsächlich verschleiern?

kurafire Avatar
kurafire:#13546

>>13545
Ich zum Beispiel bin eine außerirdische Lebensform, mein in mir enthaltener Kohlenstoff, Eisen, Kalzium usw. wurden NICHT von unserer Sonne erbrütet. Ich komm von irgend einer ganz großen Sonne die es bis zum Eisen geschafft hat, und dann zur Supernova wurde, wo dann noch die restlichen schwereren Teilchen entstanden. Diese ganze Schweinerei flog auseinander und nun bin ich hier!

kosmar Avatar
kosmar:#13547

>>13545
Welchem höheren Zweck sollte das dienen?

llun Avatar
llun:#13548

>>13547
Warum sollte es?
Sklavenmentalität detektiert!

gmourier Avatar
gmourier:#13560

>>13548
Wenn die Verschleierung keinem Zweck dient, weshalb dann verschleiern?

chrisvanderkooi Avatar
chrisvanderkooi:#13565

>>13560
Vielleicht ja tatsächlich, um uns aus nächster Nähe zu beobachten, ohne etwas von der eigenen hochentwickelten Technologie preiszugeben.

Denn eine geschenkte technische Errungenschaft ist niemals eine Errungenschaft in dem Sinn, wie wenn sie selbst erarbeitet wurde. Vielleicht ist die Menschheit einfach noch nicht würdig, dieses Level zu erreichen.. Möglicherweise kommt damit auch die erforderliche Vernunft, die eine derartige Technologie aufgrund ihres ernormen Zerstörungspotentials erfordert.

remiallegre Avatar
remiallegre:#13566

>>13565
So denke ich mir das auch. Man braucht sich ja nur ansehen, was wir uns Menschen untereinander mittels Kulturbereicherung antun: Die Indianer sind am Schnaps weitgehend eingegangen, die Neger kommen mit all den Uzis und Panzerfäusten auch auf keinen grünen Zeig und die Chinesen hat vor 100 Jahren das Opium auch fast fertig gemacht. Und wir sprechen hier nichtmal von wirklich großen Technologien wie Wurmlöchern, Unsterblichkeit oder kollektives Bewusstsein. Schon 500 Jahre Entwicklung zu überspringen führt meist zu totalem Chaos. Eine außerirdische Zivilisation die in der Lage wäre mit uns Kontakt aufzunehmen, wäre vermutlich schon 5000 Jahre weiter. Die bräuchten uns nichtmal irgendwelche Zyankalirektalsonden implantieren um uns auszulöschen. Es würde völlig reichen, einen kleinen Teil ihres Wissens mit uns zu teilen...

seanwashington Avatar
seanwashington:#13578

>>13566
Genau. Denn überlegt mal, was alleine für eine Zerstörungskraft bei einem Aufprall eines Gegenstandes beliebiger Größe alleine in Geschwindigkeitsbereichen nahe der Lichtgeschwindigkeit entfesselt würde.

Wenn uns höher entwickelte Aliens zeigen würden, wie wir mit Lichtgeschwindigkeit, bzw. nahe c reisen könnten, würde ein solcher Aufprall womöglich früher oder später passieren.

okcoker Avatar
okcoker:#13587

>>13410
>>13578
>>Genau. Denn überlegt mal, was alleine für eine Zerstörungskraft bei einem Aufprall eines Gegenstandes beliebiger Größe alleine in Geschwindigkeitsbereichen nahe der Lichtgeschwindigkeit entfesselt würde.

Diese Gefahr findet Bernd durchaus real.Allerdings mehr im Zusammenhang mit neuen schnelleren Raumantrieben.
Es wäre ja eigentlich schon mit der heutigen Technologie (villeicht noch +30 Jahre) möglich,rund um den Mondäquator eine Art "Teilchenbeschleuniger" zu bauen und dort nebst Protonen auch miniatursierte Raumsonden (zb aus Graphen wenn sinnvoll) auf ca 0,9c zu beschleunigen. Täte man das wiederholt nach einem bestimmten Zeitintervall, wäre eine Art interstellare Datenlinkstrecke möglich.
Freilich wäre es extrem blöd wenn man sich in der Zielrichtung ein bisserl verschätzt. Auch müsste es möglich seine durch gezielte Abbremsung oder Beschleunigung die vielen kleinen Microsonden zu einer großen Sonde zu vereinen.
Mich würde Bernds Meinung zu dieser Idee interessieren.

Bernd Avatar
Bernd:#13588

Spaßfakt: Würde man mit annähernd c reisen, würde einem die entgegekommende elektromagnetische Strahlung (also Licht) im Akkord zerficken, da es durch den Dopplereffekt für den Reisenden zu harter Gammastrahlung werden würde, und Gammastrahlung sich bekanntlich nur schlecht isolieren lässt eine meterdicke Bleiaußenhaut ist für ein Raumschiff eher nicht zweckmäßig :3 .

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#13589

besser en x Paranormales

emileboudeling Avatar
emileboudeling:#13591

>>13588
Vollkommen richtig, aber nicht erst nahe c, schon bei 86% wirst du richtig gut durchgebraten, selbst wenn du 5m Blei vor dir hättest. Solltest du mit dieser Geschwindigkeit zu nahe an einem Stern oÄ. vorbei düsen, würden die auftretenden Kräfte dir so den Arsch aufreißen, dass du dich selbst drin verstecken kannst.

darcystonge Avatar
darcystonge:#13594

Ach äh und die Energiedichte dieser Strahlung im fernen Weltraum ist... ?
Das war ja nun wohl gar nichts. Da sind Bröckchen im Wege durchaus problematischer. So ein Fussel, den du von deinem Sensor wischst bei 0.99c durchaus ungesund.

Im übrigen gilt dies nur, wenn man mit der klassischen Methode reist. Wir wissen, daß QM nichtlokal ist, insofern gibt es vielleicht Schlupflöcher, allerdings für klassische Materie recht unwahrscheinlich.

jqueryalmeida Avatar
jqueryalmeida:#13595

>>13591
Seid ihr Bin ich blöde oder was?
Erklärt mir mal ganz genau warum die Strahlung mit dem Blei nicht wechselwirkt, mit Bernds Titten aber doch!
Ihr wisst ja, religiöse Spinner sind hier nicht gern gesehen und das hört sich sehr nach: "weil der Prophet das so gesagt hat," an. Nicht böse sein, nur fragend...

trickyolddog Avatar
trickyolddog:#13599

>>13588
>>13591
Könntet ihr das einmal möglichst einfach für Dummbernd erläutern?

carloscrvntsg Avatar
carloscrvntsg:#13600

Ich denke 13588 kann es euch besser erklären, ich bin nur Laie, Aber:
1.) ihr reist mit eurem Fast-c-Raumschiff ja in keinem total leeren Raum, da sind ja Teilchen vorhanden, sehr wenige, aber bei solchen Geschwindigkeiten wird euer 5m dicker Bleimantel dahinschmelzen und wie eine RedBulldose aussehen die sich mit einem Schrotgewehr angelegt hat;
Bei solch hohen Geschwindigkeiten wird jedes Lichtquant zum Gammaquant, Gammaquanten, die es da draußen ja auch zu Hauf gibt, werden rel. noch hochenergetischer und zerficken was von eurem Bleimantel noch übrig ist;
3. Ihr kriegt das ohnedies nicht mehr mit, da zu weit geöffneter Recktalbereich;

m4rio Avatar
m4rio:#13601

Nachtrag:
Ich glaub ich hab Rektalbereich falsch geschr., aber wisst ja was gemeint ist.

coreyhaggard Avatar
coreyhaggard:#13604

>>13600
Also etwa so, wie: "Menschen können nicht auf den Mond fliegen, weil da oben ja gar kein Sauerstoff ist."
Dass man, wenn man an irgendwas forscht die Nebenwirkungen und praktikable Gegenmaßnahmen gleich mit erforscht könnt ihr euch gar nicht vorstellen, wie?
War zwar sonst fast immer in der Vergangenheit so, aber warum sollte irgendwas zwei mal klappen?

smenov Avatar
smenov:#13605

>>13604
Kannst du es bitte neu formulieren. Ich hab es 3x gelesen, aber ich verstehe nicht was du damit meinst.

a_khadeko Avatar
a_khadeko:#13610

>>13595
>>13599

>>13588 hier, klar gibts ne Wechselwirkung, das ändert aber nichts daran daß sich elektromagnetische Strahlung nur schlecht abschirmen lässt, guckt ihr hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gammastrahlung#Wechselwirkung_mit_Materie
https://de.wikipedia.org/wiki/Halbwertsdicke
Um genaue Zahlen auszurechnen fehlt mir die Lust.

trueblood_33 Avatar
trueblood_33:#13616

>>13610
Radioaktive Strahlung wird von Masse absorbiert.
(1) E=mv/2
(2) E=mc^2
(3) m=E/c^2

(1) ist klassische Newtonmechanik, je schneller ein dingsi, desto höher seine kinetische Energie.
(2) und (3) Der Jude hat nun rausgefunden, dass Dingsis die schneller werden, auch schwerer werden.

Ich würde als Laie jetzt einfach mal sagen, wenn mich bei V=0m/s 5t Blei zuverlässig schützen; schützen mich die über 9000t Blei, die das selbe Blei Nahe c ergibt dort auch ganz gut. Wo ist mein Denkfehler?
Außerdem weiß ich, das harte Strahlung einfach durchgeht und weiche Strahlung oft viel gefährlicher ist. Besonders trifft das zB auf Neutronenstrahlung zu.
Ich sage nicht, das Höhe Geschwindigkeiten Nähe c problemlos zu schaffen sind. Mich deucht nur, ihr malt da einen Teufel an die Wand so wie damals als die Eisenbahn eingeführt würde und manche Wissenschaftler behaupteten, Geschwindigkeiten über 100km/h wären tödlich für Menschen weil dann irgendein Unterdruck in der Lumge entstünde.
Wir können es ja einfach zuerst an einem Neger ausprobieren, dann wissen wir ja was schief geht. Aber bitte nicht von vornherein sagen: "das geht eh nich!"

doronmalki Avatar
doronmalki:#13618

>>13616
Ich probiere es jetzt anders, und lass auch die Strahlung (obwohl wichtigster Fakt) und den Rektalbereich weg.

Warum hat eine wieder in die Erdatmosphäre eindringende Raumkapsel einen Hitzeschild nötig, obwohl dort oben die Gasdichte minimal ist? Und wenn du fertig überlegt hast, bedenke die Teilchendichte im intergalakt.Raum beträgt (ca. 5 bis 12 pro m3) und jetzt beginn zu denken und rechnen !

vickyshits Avatar
vickyshits:#13624

>>13616
1. ist Gammastrahlung nicht radioaktiv
2. bei der Abschirmung kommts nicht auf die Masse, sondern auf die Dichte eines Materials an. Blei schirmt rund 20-30% besser ab als z.B. Aluminium bei gleicher Masse, weil Gammastrahlung seine Energie bei der Wechselwirkung mit Materie durch Stöße mit den Atomkernen und Elektronen der Materie abgibt und somit ein dichteres Material besser geeignet ist
3. nach der Milchmädchenrechnung, daß die (relative) Masse bei Annäherung an c zunimmt (tut sie nicht, man betrachtet immer Impulse), wäre jegliche Masse aus der Sicht des Photons (d.h. das Photon ist stationär und alles um es herum ist mit c unterwegs) unendlich
4. je schneller man sich dem (Gamma)Photon entgegenbewegt, desto größer wird seine Frequenz, desto größer ist seine Energie, desto höher ist seine Strahlungsintensität, und desto mehr Stöße mit der Materie aus Punkt 2 sind nötig, um es ausreichend auf niedrigere, nicht gesundheitszerfickende Frequenzen runterzu"bremsen". Wenn Bernd mit 10km/h gegen die Leitplanke fährt, wird die ihn wohl aufhalten, sind es aber 200km/h (Abooow), ist die Leitplanke Kleinholz und Bernd inkl KFZ in der Botanik.
5. was du meinst mit weicherer Strahlung wird absorbiert und härtere Strahlung geht durch hat mit dem Wirkungsquerschnitt zu tun, ich habe aber keine Ahnung wie der sich bei Photonen verhält. Bei Neutronen, um die es hier aber nicht geht, hast du durchaus recht, daß diese bei hohen Energien (= hohen Geschwindigkeiten bis knapp c) eher ungehindert Materie passieren als langsamere Neutronen. Trotzdem gibts auch hier immer Wechselwirkung. Ich habe jetzt keinerlei Zahlen ausgerechnet, aber vermutlich würden auch ein paar wechselwirkende Photonen weniger genug Berndmaterie zerficken, daß er dann früher oder später an Strahlenkrankheit oder noch später den Krebstod stirbt. Außerdem sagte auch Lesch in irgendeiner Folge Alpha Centauri, daß Gammastrahlung bei Reisen mit annähernd c sämtliche (menschliche) Materie im Akkord zerfickt.

steynviljoen Avatar
steynviljoen:#13625

>>13624
http://www.nist.gov/pml/data/xcom/index.cfm

>>13616
E = mc^2 gilt für die Ruhemasse. Generell: E^2 = m^2 c^4 + p^2 c^2.

solid_color Avatar
solid_color:#13627

Warum wollt ihr denn unbedingt sooooo schnell reisen, und wohin?
Habt ihr euch schon überlegt wie das mit dem Informationsaustausch zwischen der Erde und diesem GTI-Raumschiff wäre? Also wenn es sich mit fast c von der Erde wegbewegt. Da ist es vorbei mit "Live-Sendungen".

chris_frees Avatar
chris_frees:#13629

>>13410>>13410
>>13587
>>13600
>>Ihr kriegt das ohnedies nicht mehr mit, da zu weit geöffneter Recktalbereich;

Mondbeschleuniger Bernd wieder hier: Ich muss natürlich klarstellen das ich nie an eine bemannnte Raumfahrt mit einer solchen Geschwinidkeit dachte. Bemannte Raumfahrt ergibt ja bei dem Fortschritt der Computer und Robotertechnik jetzt schon keinen so grossen Sinn.
Bernd hat keine Lust sich bei 0,9c von Gammaquanten durchlöchern zu lassen. Da wäre vernünftige RAD-Hard Elektronik besser. Es muss ja auch nicht gleich die Maximalforderung 0,9c sein. Zumindest Geschwindigkeiten von 0,2c sind schon ein wahnsinniger Fortschritt und machen zB einige Dinge möglich. Bernds feuchter Traum wäre ein Teleskopnetzwerk in der Brennsphäre (Schwerkraftlinse) der Sonne.Es braucht zudem eh schon wahnsinnig viel Energie um ein kleines Stückerl Graphen auf solche Geschwindikeit zu beschleunigen. Diese Idee steht und fällt wie gut das Vacuum bzw wie dicht die Mondathmosphäre ist.
Eigentlich ist die meiste Technologie (auser der GraphenCPU) alles etablierte und angewandte Technik.
Bernd braucht sich ja nicht von der Strahlung zerficken lassen,wenn er bequem über dieses Raumsondennetzwerk fernwirken/lauern kann.

rcass Avatar
rcass:#13630

>>13629
Spaßfakt: alleine um ein Raumschiff bei schon ziemlich ungemütlichen 3g auf 0,2c zu beschleunigen, braucht es knapp zwei Monate. Also zwei Monate lang durchgängig ohne Pause mit 3g beschleunigt zu werden. Ist schon recht scheiße. Bei nur 1g brauchts halt dann schon ein halbes Jahr. Natürlich brauchts am Ende dann auch noch genauso lange (bei gleicher Beschleunigung), um wieder abzubremsen.

tjisousa Avatar
tjisousa:#13631

Bei so hohen Geschwindigkeiten haben selbst Staubkörner die kinetische Energie einer kleinen Nukularexplosion.
Es gib schlicht keine Materialien, die sowas standhalten. Wenn man als nicht in nächster Zeit Navigationsdeflektoren, Energieschilde, Masseeffektemitter oder kinetische Barrieren 'erfindet', seh ich da schwarz, Bernd.

kylefrost Avatar
kylefrost:#13632

>>13629
Unbemannte (unbefraute) Raumsonden könnten tatsächlich höhere Geschwindigkeiten erreichen, wenn du sie von einer Raumstation abschießt, da die gewaltige Treibstoffmenge die eben zum verlassen der Erdanziehung wegfällt nun zum Weiterbeschleunigen verwendet werden kann. Auch ab mittleren Geschwindigkeiten könnte dann ein Photonentriebwerk eingesetzt werden, und ich halte 0,4 c für möglich.

Aber das Kommunikationsproblem zwischen dem Raumsonden-Steuerungscomputer und der Erde wird mit jedem Tag größer.
Möglicherweise kann jetzt ein Relativitäts Bernd einspringen um zu erklären warum.

itsracine Avatar
itsracine:#13633

>>13632
das hat nichts mit relativitaet zu tun, sondern einfach mit den riesigen entfernungen. bernd koennte schon seine runde wow in seinem keller seiner mondstation vergessen, weil ein ping von dort zur erde schon ca 2 sekunden dauert. wuerde bernd versuchen, von der sonne aus zu telefonieren, wuerde ihn mutti auf der erde erst 8 minuten spaeter hoeren und bernd muttis antwort erst nochmal 8 minuten spaeter erreichen.

gesendet vom schlaufon, daher alles klein und ohne umlaute.

rahmeen Avatar
rahmeen:#13636

Hat hier der Mod gewütet?

jitachi Avatar
jitachi:#13637

>>13636
Oh Entschuldigung. Muss an meinem Browser gelegen haben.

ryhanhassan Avatar
ryhanhassan:#13638

>>13633
Trotzdem eine kurze berndverständliche Antwort;

wobei bei v 0,4c doch schon relevante t dilat. auftritt, oder denke ich falsch?

itskawsar Avatar
itskawsar:#13639

Kombt drauf an wofür relevant höhö
(kannste ja mit gamma selbst umrechnen, so ab 0.8c würde bernd eher sagen, aber für elektronen und so zählt die kleinste bewegung damit magnetismus)

nur macht die dilation doch gar nix, jedenfalls verlängert sie nicht die latenz. sie macht nur dass der exilierte fry aus 2000 dem professor aus 3000 einen gruss senden kann ganz ohne frierung notwendig

Shriiiiimp Avatar
Shriiiiimp:#13641

>>13639
jetzt klaro, danke;

mr_arcadio Avatar
mr_arcadio:#13663

Um jetzt nochmal auf intelligentes Leben zurück zu kommen.

In MASS EFFECT und mehreren SciFi Büchern wird als Lösung des Fermi-Paradoxons aufgegriffen, dass es KIs / Rassen gibt, die anderes aufkeimendes intelligentes Leben vernichten, um sicherzustellen, dass es im ganzen All zu keinerlei Kriegen durch ebendiese aufkeimenden Lebewesen führt.

vigobronx Avatar
vigobronx:#13698

>>13663
Ich glaube ein Wesen, welches die Sterne besiedelt, muss den Krieg schon hinter sich gelassen haben. Bis dahin hat es sich untereinander schon vernichtet. Solange das den Menschen nicht klar wird und Hampelmänner in Wüstenregionen noch Aufstand machen weil andere Leute nicht an ihren Gott glauben, kann man das mit der Zukunft auch eher vergessen.

tusharvikky Avatar
tusharvikky:#13699

>>13698
Wenn nur ein kleiner Teil dieser Wesen irgendwelche Fehden hinter sich lässt und fremde Planeten besiedelt, ist es scheißegal, was daheim mit dem Rest passiert und dann ist dein ganzes Sozialtranszendenzgeschwafel hinfällig.

souuf Avatar
souuf:#13702

>>13699
Neue These: Eine Art, die in der Lage zu interstellaren Reisen in großem Maßstab ist, hat an Planeten überhaupt kein großes Interesse mehr und ist in der Lage die eigene Existenz innerhalb großer Raumschiffe zu sichern und außerdem lassen sich Ressourcen auf Asteroiden auch viel leichter abbauen.

mattsapii Avatar
mattsapii:#13703

Das fängt ja schon damit an, welche Gründe für Leben überhaupt sprechen. Nährboden welcher Form auch immer gibt es viel im All so gesehen äußerst wahrscheinlich, dass Lebensformen diesen Nährboden nutzen, die selbst mit einem Elektronenmikroskop nicht gesehen werden können.

funwatercat Avatar
funwatercat:#13714

>>13703
Ähm Bernd, du weißt aber schon wie gut die Auflösung eines Elektronenmikroskops ist?

millinet Avatar
millinet:#13715

>>13698
Wie mir dieses Argument auf die Nerven geht.
Warum sollten wir "Krieg hinter uns lassen"? Weil die Waffentechnik zu gefährlich wird? Wir haben Atomwaffen und sind trotzdem immer noch genauso blutrünstig wie eh und je.
Du musst außerdem definieren, von was für einem Frieden du hier redest. Von einem erzwungenem unfreiwilligem, wie wir ihn z.B. während des Kalten Krieges oder heutzutage in Europa vorfinden oder von einem freiwilligen, den es so so gut wie nie gegeben hat.
Außerdem ist unsere Kriegslust dann doch als Vorteil zu sehen.
Rein biologisch gesehen, ist es extrem wahrscheinlich, dass jedes höher entwickelte Wesen dies nur durch Brutalität und Überlebenswillen geschafft hat. Anbetracht dessen wäre es mir dann doch lieber, bewaffnet zu den Sternen zu ziehen anstatt darauf zu setzen alles friedlich auszudiskutieren.

Und warum sollte mich interessieren was irgendwelche Musel in ihren Wüstenstaaten über ihre Religion schwadronieren? Bis jetzt hat die Raumfahrerei auch ganz gut komplett ohne sie funktioniert.

mrxloka Avatar
mrxloka:#13722

>>13715
>heutzutage in Europa
>erzwungener, unfreiwilliger Friede
Lolwas? Da bin ich jetzt auf deine perfide Begründung gespannt.

>Warum sollten wir "Krieg hinter uns lassen"?
Kommt auf die Intention an. Einerseits könnten wir einen interkulturellen Dialog mit außerirdischen Intelligenzen anstreben, um gemeinsam voneinander zu lernen und daran zu wachsen. Natürlich könnte man andere, schwächere "Völker" auch versklaven und ihre Ressourcen ausbeuten. Da Stärkere dies übrigens auch uns gegenüber könnten, halte ich übrigens auch Waffentechnik für legitim. Dennoch finde ich Variante 1 deutlich sympathischer und Waffengewalt sollte nur dann angewandt werden, wenn andere Option keinerlei Erfolgschance haben.
Drin vor: irgendwer bringt die Borg ins Spiel.

Zu dem zwischenmenschlichen Kriegen, die der andere Bernd meinte: es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass wir, wenn wir uns nicht mehr untereinander bekämpfen, technologisch rapider fortschreiten können, siehe z.B. internationale Kooperation, gemeinsam an einem Strang ziehen und so. Müssen wir aber dann auch auf einer bewußten Ebene wollen, da andererseits natürlich der Konkurrenzdruck wegfällt. Kampf muss in diesem Sinne übrigens nicht einmal physisches Gefecht sein, z.B. kann er auch auf rein wirtschaftlich-technologischer Ebene stattfinden bzw. tut dies (parallel). Zumindest erlaubt ein stabiles System leichten Fortschritt, es würde auch kein Wissen oder humane Ressourcen durch Kollateralschäden vernichtet. Natürlich wäre es ebenfalls ein stabiles System, wenn eine Hälfte die andere Hälfte der Menschheit kontrolliert oder diese sozusagen effektiv von ihr getrennt wäre und ihren Zustand nicht gefährden könnte, so ähnlich wie im kolonialistischen Zeitalter oder auch noch heute, wobei dabei eben auffällt, dass die beherrschende Hälfte eben ziemlich geeint ist, die Neger in Afrika aber z.B. hart von Bürgerkriegen zerfickt (und davor von Stammeskriegen untereinander, die Europa usw. viel schneller hinter sich gelassen haben --> Vorteil. Wobei es natürlich auch gute Beispiele für die Grundlegung der Zerfickung aus dem Inneren heraus gibt, spätes römisches Reich lässt sich von Germanen überrennen und so). Es kann durchaus Sinn machen anzunehmen, dass Krieg auf bestimmten Entwicklungsstufen zwischenzeitlich vorteilhaft ist, aber sich ab einer bestimmten Entwicklungs-Stufe oder über lange Dauer sozusagen nicht mehr rechnen würde. Wobei die Frage bei technisch und militärisch unterlegenen Außerirdischen wäre: ist es pragmatischer sie zu versklaven oder sie zu fördern und vor allem zu integrieren (wo man ihre Fähigkeiten ja auch wieder ausnutzen könnte)?

>Bis jetzt hat die Raumfahrerei auch ganz gut komplett ohne sie funktioniert.
http://www.wired.com/science/space/news/2007/09/mecca_in_orbit
Kleines Schmankerl. :DDD

oskamaya Avatar
oskamaya:#13723

>>13722
Drin vor: Argumentation, dass es ja gerade in Europa sehr viele Kriege zw. den Nationen gab, die man mit den Stammeskriegen vergleichen könnte. ich habe bewußt von Stammeskriegen geredet, da eine Nation im Normalfall ein deutlich größeres Gebiet und mehr Staatsangehörige umfasst, als bei einem Stamm der Fall und deshalb verwaltungstechnisch ganz anders geleitet wird, was innere Stabilität erfordert und woraus dann eben eine gewisse Macht erwächst. Ist also eine höhere Stufe des gleichen Konzepts, wenn man so will.

motionthinks Avatar
motionthinks:#13729

>>13722
>Lolwas? Da bin ich jetzt auf deine perfide Begründung gespannt.

Aus ebenjenem Grund, den du später selber nennst. Weil es sich nicht mehr rechnet. Während des kalten Krieges zerbrach die Sowjetunion an den Kosten sich auf eine potentielle Eskalation vorzubereiten und den Westen in Schach zu halten. Krieg ist seitdem nur teurer und zerstörerischer geworden. Mittlerweile ist es sinnvoller, sich wirtschaftlich gegenseitig über den Tisch zu hauen.
Dass wir dem Kämpfen keinesfalls abgeneigt sind, zeigt sich in den zahllosen Konflikten im mittleren Osten, die wir immer noch auskämpfen. Dieses, weil es gegen schlecht ausgebildete und -gerüstete Guerillatruppen geht. Wir würden da mit keinem Fuß drinstehen, falls der Gegner eine halbwegs moderne Regierungsarmee wäre.


Natürlich ist es erstrebenswerter, auf einen friedlichen Austausch zu setzen. Aber man sollte nie darauf wetten.


Meiner Meinung nach ist bei dem Weg eine Invasion unseres Planeten durch Außerirdische Völker relativ unwahrscheinlich. Ressourcen lassen sich viel angenehmer und billiger aus Asteroidengürteln abbauen, es ist sinnvoller noch nicht den Rohstoffen beraubte Planeten zu kolonisieren und - falls nötig - zu terraformen und ich bin mir sicher, dass eine Zivilisation, die zu interstellarer Weltraumreise fähig ist, ihre Arbeitskraft aus hochentwickelten Robotern schöpfen kann.

Shriiiiimp Avatar
Shriiiiimp:#13732

>>13729
Und was ist, wenn sich diese außerirdischen Invasoren von Biomasse, z.B. Menschen ernähren würden??

sawalazar Avatar
sawalazar:#13734

>>13732
>von Biomasse
So wie wir?
Höchst unwahrscheinlich.

Neuste Fäden in diesem Brett: