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Veröffentlicht am 2014-01-14 23:19:06 in /w/

/w/ 14218: Bernd, lass uns über Quantenverschränkun...

m4rio Avatar
m4rio:#14218

Bernd, lass uns über Quantenverschränkung reden.

Das Große Mysterium ist doch, wie es möglich ist, dass man das das eine Teilchen messen kann und quasi instantan das Ergebnis für das andere Teilchen feststeht, wen man das zur gleichen Zeit misst.

Aber woher weiß man, dass wirklich keine Zeit, oder zu wenig Zeit, um den Einfluss der Messung mit Lichtgeschwindigkeit auszutauschen vergangen ist?

joshclark17 Avatar
joshclark17:#14219

War das nicht gerade das "Problem"? Dass man die Information, dass ein Teilchen gerade den Zustand geändert hat, nicht schneller als Licht übermitteln kann, und dass deshalb die scheinbare Überlichtgeschwindigkeit der Information doch nicht gegeben ist?

jffgrdnr Avatar
jffgrdnr:#14221

Ach OP, wo soll das Problem liegen?
Man benutzt synchronisierte Uhren, die sich nicht gegeneinander bewegen. Rest ist Meßgenauigkeit.

Im übrigen stimmt es nicht, man kann zwar keine Information übertragen,m aber wohl ein lustiges Spiel (im mathematischen Sinne) spielen, das man klassisch nicht gewinnen kann. Liegt daran, daß die Dingsdagruppen komplexe Amplituden haben und nicht reelle wie die normale Wahrscheinlichkeitstheorie.

heikopaiko Avatar
heikopaiko:#14222

Was stimmt an folgender Auslegung des Problems nicht: Teilchen A und B werden verschränkt und fliegen auseinander. Zu einer Zeit t wird nun Teilchen A beobachtet, B schlägt passend um. Die Information wurde aber über die gesamte Zeit t übertragen, nicht sofort bei der Messung. D.h. A bzw. B enthalten die Information von sich aus und reagieren dementsprechend auf Beobachtungen. Da die Information die Zeit t über mit v<c gewandert ist, wird die Kausalität nicht verletzt.

craigelimeliah Avatar
craigelimeliah:#14223

Woher soll denn Teilchen B wissen, wann und wie es "passend umschlagen" soll?
Die Teilchen wissen ja vorher nicht, welche eigenschaft wann gemessen wird, und dann trennen sie sich, und danach wird A gemessen.

orkuncaylar Avatar
orkuncaylar:#14224

Die Zeit t ist doch irrelevant, wichtig wäre die Zeit delta_t = t2 - t1 (t1, t2 Zeitpunkte der Messungen an den durch >>> delta_t*c distanzierten Teilsystemen)

und nein, die Teilsysteme waren vorher nicht ausgewürfelt. Das ist gerade der springende Punkt bei dem Quantenzeug. Man hätte auch im Winkel senkrecht dazu messen können und dann hätte es immer noch funktioniert. Das geht nur mit komplexen Amplituden und jedesmal neu würfeln, nicht mit prefefinierten reellen Wahrscheinlichkeiten.

jpotts18 Avatar
jpotts18:#14226

>>14223
>Die Teilchen wissen ja vorher nicht, welche eigenschaft wann gemessen wird, und dann trennen sie sich, und danach wird A gemessen.
Das ist eben die Krux. Die Teilchen enthalten die Information der Eigenschaft in sich, es lässt sich aber nicht feststellen welcher welche Eigenschaft trägt bis zum Zeitpunkt der Messung. Stell dir zwei perfekt abgeschirmte Briefe vor, die einmal den Inhalt vorwärts und rückwärts haben. Nun schickst du einen an einen beliebigen und öffnest den übriggebliebenen, wodurch du den Zustand des anderen kennst. Von außen bestimmst du somit den Zustand des von dir entfernten Briefes.

>>14224
t ist hier deinem delta_t entsprechend, da die Zeitmessung von 0 beginnt.
>und nein, die Teilsysteme waren vorher nicht ausgewürfelt. Das ist gerade der springende Punkt bei dem Quantenzeug.
Gerade eben hierfür fehlt doch die Begründung.

>Man hätte auch im Winkel senkrecht dazu messen können und dann hätte es immer noch funktioniert. Das geht nur mit komplexen Amplituden und jedesmal neu würfeln, nicht mit prefefinierten reellen Wahrscheinlichkeiten.
Im Briefgedankenexperiment macht die Messtechnik genau so wenig Unterschied. Erst mit der Messung wird der Zustand bestimmt.

malgordon Avatar
malgordon:#14227

Hast du hier irgendwo ein Schild gesehen "Starrsinnige Ignoranten Endlager"? Hast du es gesehen? Nein? Und warum nicht?

tube_man Avatar
tube_man:#14228

Ich bin verwirrt. Erst fragt OP "wie ist es möglich", so als hätte ers akzeptiert. Dann ist die Antwort die gleiche wie auf alle "warum Quantenmechanik"-Fragen: "Wer weiß? Warum nicht?"

Aber dann scheint mir, es wird allgemein daran gezweifelt, dass es Verschränkung gibt. Wenn ja: Einfach mal den Wikiartikel zur Bellschen Ungleichung lesen. Kurzfassung: Nur weil zwei voneinander entfernte Messungen korrelierte Ergebnisse liefern, heißt das nicht, dass das nicht klassisch erklärt werden kann (so wie im dämlichen Briefbeispiel). Aber ES GIBT Experimente, bei denen man von zwei Teilchen räumlich getrennt zwei Eigenschaften misst, und die Ergebnisse sind so stark korreliert, dass die Teilchen sich nicht nur vorher abgesprochen haben, sondern sich auch "telepathisch" mitgeteilt haben müssen, welche Eigenschaft bei ihnen jeweils gemessen wurde. Ohne Telepathie gibt es eben ne obere Grenze, wie viel man seine Antworten absprechen kann, wenn man getrennt verhört wird. Wusste schon die Gestapo.

RussellBishop Avatar
RussellBishop:#14229

>>14226
>Die Teilchen enthalten die Information der Eigenschaft in sich
Nein.
http://en.wikipedia.org/wiki/Hidden_variable_theory

kennyadr Avatar
kennyadr:#14230

>>14228
Ich habe bisher nicht geantwortet. Ich hatte nur [1] gesehen und glaubte damit, die Quantenverschränkung endlich einigermaßen verstanden zu haben - die beiden Teilchen sind wie die beiden Pendel. Hält man nun ein Pendel an, um es zu 'messen', ist das zweite Pendel auch auf die Energie, die es gerade hat festgelegt.

[1] http://www.youtube.com/watch?v=v1_-LsQLwkA#t=6m10

lisovsky Avatar
lisovsky:#14368

>>14230
Die Frage ist dann was die Entsprechung zum Verbindugsstück der Pendel in dem Quantenexperiment wäre.

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