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Veröffentlicht am 2017-08-14 11:59:25 in /w/

/w/ 16016: Hallo /w/. Wie geht Ihr bei der Literaturrecherche v...

ankitind Avatar
ankitind:#16016

Hallo /w/.

Wie geht Ihr bei der Literaturrecherche vor?

Also ich google (oder andere Suchmaschine) erstmal nach verwandten papers, findet sich meist schon eine Menge. Das Quellenangaben in einem Paper evtl wiederum als Quelle dienen, versteht sich von selbst. Wird irgendwo ein Fachbuch zitiert, gibt es einen Abstecher in die Uni-Bibliothek, bei viel zitierten Quellen evtl. sogar Fernleihe. Was nicht verfügbar ist wird auch nicht zitiert, besonders nicht, wenn es sich hinter einer Bezahlwand versteckt. Paper, welche im anhang oder sonstwo einen Bibtexeintrag bereitstellen, werden bevorzugt zitiert. So ein Fach ist das.

Protip: manchmal findet sich auf den Internetpräsenzen der Autoren eine frei anklickbare (meist Draft-) Version von Artikeln und Aufsätzen.

Wie verwaltet ihr gefundene Quellen (und evtl. Zitierte Stelen)?

Habe mir heute mal 'Citavi' angesehen, scheint ganz ok zu sein. Leider gibt es das Programm nur auf Unilizenz oder zu kaufen, eine freie Alternative wäre mir lieber.

carlosgavina Avatar
carlosgavina:#16023

Eventuell hilft dir "CiteSeerX" weiter.

mattsapii Avatar
mattsapii:#16026

>>16016
>eine freie Alternative wäre mir lieber
https://www.zotero.org/

BrianPurkiss Avatar
BrianPurkiss:#16029

>>16016
Gehe ähnlich vor wie OP. Die richtigen Begriffe googeln, schon mal schauen welches Paper wie aktuell ist, wie oft zitiert wurde, in welcher Zeitschrift und ggf. welche Autoren, wenn man sich in dem Gebiet ein wenig auskennt. Ein 2016er Nature mit 50 Zitaten oder ein 1998er Science mit 500 Zitaten sind in in der Regel bessere Quellen als ein 2008er PloS ONE mit 1 Zitat oder gar ein 1972er Käseblatt mit 0.

Anfangs erst mal ein, zwei gute Reviews lesen, um in das Thema reinzukommen, und sich dann darüber zu den relevanten Primärquellen vorarbeiten. Ich finde teils auch etwas ältere, aber gute Reviews besser als neue, aber schlechte. Sie enthalten dann zwar nicht alle aktuellen Daten, dafür aber auch weniger falsche Aussagen, d.h. man vermeidet Fehler 1. Art auf Kosten von ggf. mehr Fehlern 2. Art; erstere sind in der Wissenschaft aber idR schwerwiegender.

Manchmal sagt der Impact meiner Erfahrung nach wenig über die Qualität eines Journals aus. Ich finde z.B. JBC trotz Impact ~5 meist sehr stark, PNAS hingegen trotz Impact ~10 ein Scheißblatt mit vorwiegend miesen Artikeln.

Je nach Fachbereich gibt es spezifische Suchmaschinen mit anderem Algorithmus oder anderen Optionen als Google, z.B. im Bio-Bereich das bekannte Pubmed oder das weniger bekannte biomedsearch.com (gleiche Datenbank wie Pubmed, aber anderer Suchalgorithmus).

Falls eine Bezahlwand stört, hilft sci-hub.io

Literaturverwaltung ist der Krebs. Ich selbst benutze fluchend Endnote und fand Citavi ähnlich krebsig, lasse mich aber gern von was besserem überzeugen. Die beiden genannten schaue ich mir an, vielen Dank! Kenne übrigens tatsächlich Leute, die alles manuell machen oder Word oder Excel zur Literaturverwaltung verwenden, ich scherze nicht. Meiner MEinung nach ein weiterer Indikator dafür, dass man für eine akademische "Karriere" eine geballte Portion Masochismus mitbringen muss, aber ich schweife ab...

vovkasolovev Avatar
vovkasolovev:#16068

>>16029
Danke für den Tip mit sci hub. Muss ich gleich ausprobieren...

garethbjenkins Avatar
garethbjenkins:#16071

>>16029
>alles manuell machen
was soll daran schlimm sein

romanbulah Avatar
romanbulah:#16075

>>16029
wozu ist das Teil gut ??

buddhasource Avatar
buddhasource:#16077

Leute, was gammelt ihr noch in der Bibliothek wenn es scihub,
* http://gen.lib.rus.ec/
* http://booksc.org/
* http://avaxhome-mirrors.pw
* und vieles andere gibt?

Studiert ihr irgendwas IT-fremdes oder was?

im_jsmith Avatar
im_jsmith:#16080

Protip: Literatur zu einigen Fachgebieten (z.B. Raumplanung) ist bisher nur sehr selten online anzuklicken.

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