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Veröffentlicht am 2015-09-20 23:56:53 in /we/

/we/ 51211: Hallo Bernd, es geht um meine Mitarbeit bei einem Of...

craigelimeliah Avatar
craigelimeliah:#51211

Hallo Bernd,

es geht um meine Mitarbeit bei einem Offene-Soße-Projekt. Genauer geht es um ein vergleichsweise kleines Projekt, das ca. 10 Stammmitglieder besitzt und das mindestens 50 Unternehmen (inkl. Selbstständige) einsetzen.

Bernd hat ein paar (auch sicherheitskritische) Verbesserungen eingereicht, die Dokumentation vorangebracht und beantwortet Fragen im Forum. Seit Bernd aktiv mitarbeitet, fallen ihm immer mehr Fragen auf, die nur von Personen ohne grundlegendes Programmier- und Systemwissen gestellt werden können. Bernd beantwortet diese Fragen meist, aber hat in letzter Zeit immer weniger Lust diese überhaupt weiter als die ersten Sätze zu lesen.

Besonders ärgern Bernd Fragen von Personen, die zu Unternehmen gehören oder (erfolgreiche?) Selbstständig sind, aber von den Grundlagen (also noch vor der Nutzung des OS-Projekts selbst) kein Wissen mitbringen und dann mit Bernds Hilfe Projekte umsetzen können.

Aus den Fragen lässt sich auch oft herauslesen, dass die Systeme/Server/Produkte der Fragenden nicht sicher sein können bzw. stümperhaft (aus dem Internet) zusammengeflickt zu sein scheinen.

Eigentlich wollte Bernd ein paar Fragen für /fb/ formulieren, allerdings fallen ihm überraschenderweise keine ein, daher hat er den Text auf /we/ pfostiert.

Zu Bernd: Studiert Informatik, verdient kein Geld mit dem Projekt, hilft aber Leuten damit Geld zu verdienen. Fühlt daher ausgenutzt (nicht wegen der Nutzung des Projekts, sondern wegen der Dummheit und dem Profit der meisten Nutznießer).

jamesmbickerton Avatar
jamesmbickerton:#51213

Warum machst du das, Bernd?

davidsasda Avatar
davidsasda:#51222

>>51213
Bernd hilft gerne, wenn es um sein Hobby geht und es vom Computer aus machbar ist. Eine fast ideale Lösung wäre es, die Hilfe zu monetarisieren, allerdings würde sich das mindestens zu Beginn falsch anfühlen und wahrscheinlich wird das Angebot dann nicht mehr angenommen. Am Ende müsste Bernd noch ein Kleingewerbe anmelden, was noch mühseliger sein dürfte als nur den Idioten zu helfen.

Hat Bernd ähnliche Erfahrungen machen können? Wie ist er damit umgegangen? Lohnt sich der Aufwand?

Der Projektbesitzer bzw. Initiator antwortet in der Regel auf keinem Kommunikationskanal und ignoriert bzw. verschleppt offensichtlich unbrauchbare, fehlerhafte und unnütze Feature-Requests und Patches. Möglicherweise hat er viel zu tun, aber wahrscheinlicher ist, dass er damit einfach die ungeduldigen Deppen ohne Grundlagen rausekelt. Bernd fängt diese dann bestimmt wieder mit seiner Freundlichkeit ein.

jimmywebdev Avatar
jimmywebdev:#51223

>>51222
>andere, die ein mühseliges Gewerbe betreiben und damit Geld verdienen sind Idioten

Was bist denn Du dann, Bernd?

yangpeiyuan Avatar
yangpeiyuan:#51224

>OP stellt fest, daß Open Source, ein Trick ist, um Studentenkrebs kostenfreien Code an (vorwiegend amerikanische) Unternehmen liefern zu lassen, in der Hoffnung irgendwann beim Gurgeljuden eingestellt zu werden.
Bernd, wir waren alle mal jung und haben Fehler gemacht. Du bist reingefallen. Als nächstes wirst du merken, wie du deinem Informatikstudium reingelegt wurdest und de facto keine Zukunft hast. Bonus: Aus Lebenserfahrung wird man klug. :3
Für solche Open-Source-Beratungsleistungen kann man übrigens vierstellige Brutto-Beträge pro Tag berechnen, wenn man es richtig anstellt; wer sie kostenfrei erbringt, ist ein Idiot.

husamyousf Avatar
husamyousf:#51231

>>51224
>OP stellt fest, daß Open Source, ein Trick ist, um Studentenkrebs kostenfreien Code an (vorwiegend amerikanische) Unternehmen liefern zu lassen, in der Hoffnung irgendwann beim Gurgeljuden eingestellt zu werden.

Die interessieren sich nur sekundär für OS-Projekte, hat auch nie jemand behauptet, am allerwenigsten die größten IT-Unternehmen selbst.

> Als nächstes wirst du merken, wie du deinem Informatikstudium reingelegt wurdest und de facto keine Zukunft hast.

Ist Käse.

>Für solche Open-Source-Beratungsleistungen kann man übrigens vierstellige Brutto-Beträge pro Tag berechnen

Ist kein Käse, aber nicht bei einem Hobbyprojekt das von 50 Leutchen verwendet wird.

OP: Du programmierst gerne, bist aber ganz offensichtlich kein Idealist. Ändert die Lizenz und nehmt Geld für die kommerzielle Verwendung, oder werd Freelancer.

greenbes Avatar
greenbes:#51249

>>51231
Ist eben ein gängiges Modell: Mit Freiware anfixen und wenn die Kleinunternehmen dann abhängig von der Weichware sind, für Consulting abkassieren.
Protip: Der Projektgründer wird genau dieses Geschäftsmodell fahren, nur OP macht alles für lau. :3

bouyghajden Avatar
bouyghajden:#51296

OP HÖR AUF SO EIN VOLLIDIOT ZU SEIN

NUR TROTTEL OPFERN IHRE UNGLAUBLICH BEGRENZTE ZEIT AUF DER WELT UMSONST

WILLST DU MIT 30 NOCH SO EIN ARMES OPFER SEIN WÄHREND DEINE AUSNUTZER SPASS UND GELD HABEN

IDIOT

stevenfabre Avatar
stevenfabre:#51301

>>51222
>Eine fast ideale Lösung wäre es, die Hilfe zu monetarisieren, allerdings würde sich das mindestens zu Beginn falsch anfühlen und wahrscheinlich wird das Angebot dann nicht mehr angenommen.
Ach Quatsch, Bernd. Die sind selber Unternehmer, die wissen doch wie der Hase läuft. Die arbeiten für ihre Kunden schließlich auch nicht umsonst. Da du ihnen bereits geholfen hast, wissen die auch, dass du etwas drauf hast und dein Geld wert bist. Es liegt eine goldene Möglichkeit vor deinen Füßen, aber du siehst es nicht.

>>51231
>Ist kein Käse, aber nicht bei einem Hobbyprojekt das von 50 Leutchen verwendet wird.
Wenn es eine hochspezialisierte Weichware ist, warum nicht? Es ist doch irrelevant, wie viele Leute die Weichware noch verwenden, entscheidend ist, wie hoch der Mehrwert ist, den die Weichware dem jeweiligen Anwender bringt. Kalkuliere so, dass du ein ordentliches Stück vom Kuchen abbekommst, aber es sich unterm Strich für den Anwender immer noch lohnt.

Du musst ja nicht gleich einen vierstelligen Betrag fordern. Dreistellig ist für einen Tag Arbeit für den Anfang doch auch schon ganz nett. Auf jeden Fall besser, als sich umsonst aufzuopfern.

clementc Avatar
clementc:#51303

>>51301
Danke Bernd

horaciobella Avatar
horaciobella:#51414

Wer ein Hobby hat und Spaß dran soll es doch machen.
Warum Geld machen müssen?

Mal ehrlich, ein Gewerbe daraus zu machen, freiberuflich zu arbeiten, ist ein Heidenaufwand. Gewerbe anmelden, Steuer, Privat (Kranken-)versichern, und immer das Risiko zu hungern weil gerade wenig Kunden da sind.

Klar, du kannst vierstellige Beträge am Tag machen. Wenn du gut drin bist und Glück hast und vorher hattest. Nicht jeder tut das.
Aber vor allem kannst du das noch. Du kannst jederzeit zu deinen Projekten diesen Service anbieten, wenn dir plötzlich danach ist. Deine kostenlosen Beträge vorher werden dabei nicht gegen dich stehen. Und darüber zu heulen, dass du davor ein Jahr lang jeden Tag vierstellige Beträge verschenkt hast ... warum? Wenn du glücklich warst, wo ist dann das Problem?

Wenn dir jetzt natürlich akut Geld fehlt, kannst du überlegen deine Leistung sinnvoll zu verkaufen. Oder wenn du meinst doch Millionär werden zu müssen, fang eher heute als morgen an. Aber ich persönlich muss kein Millionär sein um glücklich zu sein.
Solange ich über Geld nicht nachdenken muss (im Sinne von Aldi-Einkauf, nicht im Sinne von "Ich brauche doch noch eine Yacht"), habe ich kein Problem.
Und gerade bei Opensource kannst du dir auch klar machen, wieviel du kostenlos bekommst, moralisch ist es völlig richtig auch etwas zurück zu geben, auch wenn das keiner fordert.

buddhasource Avatar
buddhasource:#51417

OP schreibe doch zurück, er möge gern persönlich in die Firma kommen und das Problem vor Ort lösen.

Für 1k NG pro Tag + Reisekosten versteht sich

vaughanmoffitt Avatar
vaughanmoffitt:#51461

>1k NG pro Tag
So viel vielleicht nicht, aber so 20 - 35 € pro Stunde sind durchaus realistisch.

danro Avatar
danro:#51470

>>51461
Da bleibt aber nach Steuern nichts übrig.
Eine normale Consulting-Firma berechnet für Einsteiger bereits Stundensätze weit jenseits der 100 Euro pro Stunde.

Neuste Fäden in diesem Brett: