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Veröffentlicht am 2015-10-18 15:36:21 in /we/

/we/ 51416: Motivations-/Aufbaufaden

stushona Avatar
stushona:#51416

Hallo /we/

Es tut ja oft gut sich mal seinen Frust/Ärger oder Trauer von der Seele zu schreiben.

Ich würde zur Abwechslung ganz gerne einen Faden sehen, in dem schöne Dinge stehen.

Motivierende und aufbauende Dinge.
Wenn man mal unten ist oder sich etwas motivieren und besser fühlen möchte, kann man dann sich den Faden hier ansehen.

subtik Avatar
subtik:#51424

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Dieser Bernd hat Angst, die positiven Dinge in seinem Leben zu verhexen, wenn er auf KC davon erzählt.

justinrhee Avatar
justinrhee:#51559

TU ES, BERND! TU ES!

timgthomas Avatar
timgthomas:#51563

Bernd hat einen Teil seiner Existenzkriese überwunden.

Das Ende der Jugend ging mit einer neuen Orientierungslosigkeit einher. Es fehlte Bernd an einem Anker, einem verlässlichen Halt, wie es früher die Mutter oder das zu Hause war. Drogenkonsum stellte etwa zur gleichen Zeit auch noch die Realität in Frage und verschob Bernds Prioritäten- und Zielsetzung. Auf das Leben als etablierte Erfahrung war also auch kein Verlass mehr.

Dank einschlägiger Lektüre zur Existenzphilosophie und Metaphysik konnte Bernd jedoch wieder etwas Fuß in seinem Leben fassen. Gott war am Ende der Kindheit gestorben, also war es nur eine Frage der Zeit, bis diese Sinnkriese Überhand nahm.

So scheint die Realität kein objektives System zu sein, sondern eine subjektive Erfahrung. Es ist von einem Dualismus zwischen dem unmittelbaren Erleben und dem verarbeitenden Erleben auszugehen.

Das Selbst, bestehend aus Reflexion und Bewusstsein, ist dabei viel mehr Produkt des Ichs, welches wiederum das unmittelbare Erfahren, also etwa Sinnesreize oder Emotionen, mit einschließt und somit die umgebende Welt immer zu einem Teil mit beherbergt. Nicht als Abbild, sondern als Gedanke und Einfluss, der auch hypothetischer oder illusorischer Natur sein kann und durch Versuche, Erfahrungen oder andere Dinge bestätigt oder negiert wird, was wiederum den eigenen Eindruck des zu bezweifelnden Gegenstandes beeinflusst.

Eine wichtige Schlussfolgerung daraus war für Bernd der, durch kritisches Nachdenken der aufgezeigten Annahmen errunge, Beweis ob der Unzweckmäßigkeit einer lebensverneinenden Einstellung bzw. Ignoranz und Wirklichkeitsflucht.

zl;ng
Du bist dein Denken, das Produkt deines Lebens. Dein Erleben (also auch dein Körper) gehört nicht dir, sondern ist die Welt. Realität ist immer anfechtbar, kann aber durch kritisches Prüfen und Einschätzung anderer an Gültigkeit gewinnen.

Die einzige Heimat ist in einem selbst.
Ja ja, Bernd weiß schon wo /ph/ ist. Er muss aber noch zu viel für sich selbst aus diesem neuen Ansatz ableiten, als dass er, außer der Freude über erste positive Aspekte, großartig Thesen und Schlussfolgerungen darlegen könnte.

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