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Veröffentlicht am 2015-11-22 21:48:28 in /we/

/we/ 51569: Leide unter einer psychischen Krankheit namens Derealis...

heikopaiko Avatar
heikopaiko:#51569

Leide unter einer psychischen Krankheit namens Derealisation ausgelöst durch LSD und wegen dem ganzen Stress hab ich auch noch Tinnitus auf beiden Ohren. Tinnitus bleibt bekanntlich meistens für immer und derealization oft auch. Ganzes Leben im Arsch, FUCK

joe_black Avatar
joe_black:#51570

Vielleicht wäre es einen Versuch wert mal zum Arzt zu gehen anstatt sich regelmäßig das Hirn mit Drogen einzuweichen.

oanacr Avatar
oanacr:#51571

>>51569
Haha!

herrhaase Avatar
herrhaase:#51572

>>51569
Hat man dir nicht gesagt, dass Drogen schlecht sind? Ich habe zwar durch LSD viele Projekte fertig gebracht und es hat mir dadurch einen unvergleichlichen Karriereschub verschafft, aber ich bin auch kein Angsthase, der sich selbst Krankheiten einredet (nicht mehr).
Es ist ein drogeninduziertes Leiden, wenn du die Drogen weglässt, dürfte es sich irgendwann wieder erledigen.

350d Avatar
350d:#51577

Geht vorbei.

Habe mal Geschwindigkeit überdosiert und hatte für ein paar Wochen die gleichen Symptome.

Bleib für ein paar Wochen jetzt Drogenfrei und ernähre dich sehr Gesund und vorallem treib Sport.

Der Körper regeniert sich wieder und vorallem dein Hirn WIRD sich regenieren.

Die meiste Scheiße denkt sich dein Hirn selber aus, also nicht verrückt machen Bernd.

bighanddesign Avatar
bighanddesign:#51580

>>51569
Depressionsbernd empfiehlt die: Befrage nicht das Internet nach Krankheiten, da steht oft nur Blödsinn, der dich eh nicht weiterbringt. Auch dieser Bernd hatte eine Derealisation, die sich über Wochen zog. Schreckliche Zeit, aber sie ging vorrüber. Beschäftige dich mit deinem Körper, lasse alle Drogen aus den Nerven, auch Koffein. Treibe Sport, gute Ernährung. Und das wichtigste: Rede dir keine Krankheit oder ein Mindset ein - Alles wird gut werden.

artcalvin Avatar
artcalvin:#51581

>>51569
>Tinnitus bleibt bekanntlich meistens für immer
>derealization oft auch.
Ersteres halte ich schon für fragwürdig, letzteres ist in jedem Fall Quatsch.
Selbstdiagnose übers Internet ist gerade bei psychischen Angelegenheiten nicht wirklich möglich, weil die Diagnosen nicht absolut sind (im Gegensatz zu z.B. Knochenbrüchen) sondern sich nur durch die Schwere und den anhaltenden Leidensdruck von normalen psychischen Hochs und Tiefs unterscheiden.

Ich hatte auch schon mal sowas, sogar mehrfach. Mal durch Speed, mal durch Psychedelika. Hat sich bei mir durch "distanziertes" Allgemeingefühl und subtile Angst (keine Panik) geäußert.
Mehr als abwarten ist nicht drin, geht aber meistens schnell vorüber (Wochen bis wenige Monate). Alle guten Ratschläge wurden schon gegeben: Keine Drogen (vorerst :3), sich so gut es geht nicht verrückt machen blablabla.

Wie lange hast du denn diese Nachwirkungen schon? Und wie würdest du sie beschreiben? Behindern sie dich in deinem Alltag, oder funktionierst du trotzdem?

leelkennedy Avatar
leelkennedy:#51582

Ich habe gehört, dass da LSD helfen soll.

mauriolg Avatar
mauriolg:#51585

Seelsorger-Bernd mischt sich mal ein. Habe selbst Erfahrungen mit Derealisation, sowohl substanzinduziert als auch "einfach so". Was ich dazu sagen kann, ist, dass nicht der Zustand selbst, die Derealisation, sondern deine subjektive Bewertung desselben es ist, die zu Stress und Leiden führt.
Von einer gewissen Distanz betrachtet ist die Derealisation ein Zustand, in welchem dir Dinge für unwirklich scheinen, die früher als wirklich erschienen. Es ist ein Konflikt von Urteilen, ein Konflikt zwischen Gewohnheit und neuer Erfahrung. Das kann insofern sehr belastend sein, weil man sich mit dieser Wahrnehmung sehr isoliert vorkommt. Manchmal steigert man sich dabei noch selbst in seiner Unruhe, weil man glaubt, dadurch unumkehrbar verrückt zu werden, weil es sich anfühlt, als sei man in seinem eigenen Kopf eingeschlossen, während die Außenwelt wie eine analysierte Geschichte langsam auseinanderzufallen scheint. Ich kenne die Unruhe in solch einem Zustand, weiß mittlerweile aber auch, dass sie sich legt, wenn man sich etwas Ruhe gönnt und zur Unterstützung eine oder mehrere Routinen in seinen Tagesablauf einfügt. Das kann vieles sein, wie Frühsport, Spazieren, Aremübungen, Zeichnen oder das Sortieren und Aufräumen von Gegenständen.
Wichtig ist es, zu wissen, dass, so seltsam sich eine Derealisation anfühlt, sie muss nicht als Leiden erfahren werden. Sie ist eine Möglichkeit, die vertrauten Dinge des Alltags einfach auf eine ganz andere Art zu erleben. Bei der Verarbeitung dieser seltsamen Gefühle hilft es auch, einfach drauflos zu schreiben, was man erlebt und fühlt oder eine Sprachaufnahme zu machen, bei der man versucht, ruhig und klar zu beschreiben, was in einem vorgeht. Diese kann man sich danach anhören, um besser zu verstehen, was los ist. Es beruhigt und hilft bei der Verarbeitung.
Was Tinnitus angeht, hatte ich mal welchen für eine Woche, es kann durchaus mal etwas dauern, bis er abklingt. Wenn er dir Probleme beim Schlafen oder Arbeiten bereitet, lass weißes Rauschen im Hintergrund laufen (gibt extra Internetseiten dafür), das überdeckt das Fiepen und hilft zudem beim Stressabbau und Entspannung.

layerssss Avatar
layerssss:#51612

>>51570

War natürlich schon längst beim Arzt. Sind inzwischen schon 7 Monate damit vergangen. Ohrenarzt hat mir direkt gesagt dass er nichts machen kann und das es wahrscheinlich nicht weg geht.
Psychiater hat mir gesagt es wird maximal 6 Monate dauern bis die Beschwerden verschwinden, die sind jetzt vorbei und es geht mir kein Stück besser.

Mit der DR komm ich einigermaßen klar solange ich nicht aus meiner Routine ausbreche. Man gewöhnt sich ein wenig dran auch wenns trotzdem behindert. Tinnitus aber macht mich komplett fertig, egal wo ich bin und was ich mache, immer denke ich nur dran meine Ohren abzustechen. Ich sitze an einem Tisch, versuche zu arbeiten und drehe einfach nur durch. Schlafen geht auch so gut wie gar nicht.

Drogen hab ich auch keine mehr angefasst außer Diazepam vom Doc und ein paar mal Alkohol. Hab aber auch schon oft mit dem Gedanken gespielt einfach heroinabhängig zu werden, vielleicht machts das ja besser.

alessandroribe Avatar
alessandroribe:#51614

>>51612
Schon Sport versucht?
Gegen psychische Erregung jeder Art hilft extensives Training. Bin immer wieder selbst überrascht, wie völlige körperliche Ermattung zu seligem Schlaf führt.
Tinnitus kann man in der Tat eigentlich nicht behandeln. Hatte mir bei einer Tinnitusphase eine 180EUR-Infusion aufschwatzen lassen, was natürlich nicht half.
Mein Tinnitus war allerdings so schwach ausgeprägt, dass der nach einiger Zeit einfach verdrängt wurde und mittlerweile nicht mehr stört. Allerdings gibt es ja schlimmere Ausmaße, sodass man nur hoffen kann, dass Gewöhnung ihr Übriges tut, was auch nach längerer Zeit noch geht. Kopf nicht hängen lassen, Bernd. Die Stresskomponente ist beim Tinnitus wohl das primäre Problem.
Inwiefern erfährst du Linderung durch Diazepam?

tweet_john Avatar
tweet_john:#51616

>>51614

Sport mache ich noch gelegentlich aber deutlich weniger als frueher. Da muss ich mich jedes mal dazu rueberreden aber ich werd in Zukunft versuchen noch mehr Sport zu machen, danke. Diazepam hatte ich nur eine Woche lang, das hat gegen die konstante angespanntheit und
Nervösität geholfen. War ne super Woche aber ne Benzo sucht wäre nicht so gut.

evandrix Avatar
evandrix:#51617

>>51614
>extensives Training
>extensiv
Meinten Sie exzessiv? Oder vielleicht intensiv?
t. Grammatiknazibernd

cmzhang Avatar
cmzhang:#51618

>>51617
https://de.wiktionary.org/wiki/extensiv

greenbes Avatar
greenbes:#51619

>>51617
Extensiv: Ausgedehnt.
Beispiel: Nach einem extensiven Lauf quer durch die umliegenden Wälder war Frederike ganz verschwitzt.
t. der deutschen Sprache Mächtiger.

lisakey1986 Avatar
lisakey1986:#51621

>>51619
>extensier Lauf
Inwiefern ist ein Lauf in die Breite aber nicht in die Tiefe gehend? Extensives Ausdauertraining bspw ist langsames, dafür langes Training. Extensive Landwirtschaft ist nicht auf maximale Ausdehnung der Mittel, sondern auf maximalen Ertrag bei gegebenem Land gerichtet. Extensive Auslegung im Recht den Anwendungsbereich einer Norm erweiternde Auslegung.

Wer also extensiv als universales Synonym zu "ausgedehnt" versteht, ist Unterschicht, die ein kluges Wort im Gümnasjum gelernt hat.
Bitte verzeih meinen Autismus, OP.

puzik Avatar
puzik:#51676

Darf ich mal fragen, wie sich Derealisisierung von Depersonalisierung unterscheidet? Eins von beidem habe ich auch dann und wann, bin mir aber nicht sicher was.

rdbannon Avatar
rdbannon:#51677

>>51676
Depersonalisation: Die Betroffenen klagen über ein Gefühl von entfernt sein, von „nicht richtig hier“ sein. Sie klagen z. B., darüber, dass ihre Empfindungen, Gefühle und ihr inneres Selbstgefühl losgelöst seien, fremd, nicht ihr eigen, unangenehm verloren oder dass ihre Gefühle und Bewegungen zu jemand anderen zu gehören scheinen, oder sie haben das Gefühl, in einem Schauspiel mitzuspielen.

Derealisation: Die Betroffenen klagen über ein Gefühl der Unwirklichkeit. Sie klagen z. B. darüber, dass die Umgebung oder bestimmte Objekte fremd aussehen, verzerrt, stumpf, farblos, leblos, eintönig und uninteressant sind, oder sie empfinden die Umgebung wie eine Bühne, auf der jedermann spielt.

amboy00 Avatar
amboy00:#51678

>>51677
Soweit, so Wikipedia.

Nur kann ich es nicht genau einordnen.

Ich fühle mich manchmal etwas unwirklich, und habe das Gefühl wichtige Dinge falsch gemacht zu haben, bzw. dass wichtige Dinge bald schief gehen werden. Die Umwelt bleibt dabei gleich, wird aber unwichtig weil ich eher in dem Gedanken selber bin als mich mit der Umwelt zu befassen.

Die Unwirklichkeit und die Außensicht klingen wie Derealisierung, aber die Gefühle alles sei irgendwie verkehrt (Dinge falsch gemacht, Gefahr schief zu gehen) sind eher Depersonalisierung. Auch wirkt nichts wie Außerirdisch, sondern nur als hätte ich plötzlich eine Eingebung wie die Dinge laufen und zwar ganz schlecht.
Kurz danach bleibt nur die Erinnerung an das Gefühl, dass etwas schief läuft ohne konkrete Gedanken, was die Intuition zu einer Sache dann täuscht wenn es mir nicht rechtzeitig bewusst wird woher das Gefühl stammt.

Drinbevor: Man hat sowieso immer von beidem etwas.

iqbalperkasa Avatar
iqbalperkasa:#51680

Nimm Haldol

soyeljuaco Avatar
soyeljuaco:#51689

> ausgelöst durch LSD
Wie ist es denn dazu gekommen? Wieviel hast du dosiert? Wie ist dein Trip verlaufen?

devankoshal Avatar
devankoshal:#51703

>>51678
Genau dein Drinbevor. Ich kann dem allen zustimmen, denke und fühle fast immer so wie du es beschreibst, wusste nicht das man dass schon als Störung einstuft, das ist doch normal.

polarity Avatar
polarity:#51709

>>51703
Ich denke es ist so nicht normal. Jedenfalls merke ich im nachhinein, wie es mich an wichtigen Dingen gehindert hat, seit es weg ist. Habe viele Dinge wohl aus ungutem Gefühl dazu heraus nicht gemacht.

remiallegre Avatar
remiallegre:#51719

>>51709
Wenn es wieder weg ist, warum ist dann dein ganzes Leben im Arsch? Wegen einen Tinitus? Den habe ich seitdem ich 12 bin. Handle auch ganz gut mit meinen realitätsentrückten Zustand, mein Leben ist nicht im Arsch, habe diese Wahrnehmung seit der Gesamtschule, also ca 20 Jahre, sehe da kein Problem, es hält mich auch von nix wirklich Wichtigen ab, ich kontrolliere meine Psyche selbst, das ist meine feste Einstellung, klapt nicht immer 100%ig aber im normalfall klapt es mit zusammenreißen eigentlich ganz gut. Man muss es einfach machen und umso öfter man es macht umso leichter fällt es einen. Brauchte manchmal 3-6Stunden um jemanden nach einer Kippe zufragen, mitlerweile mach ich es einfach, was interressieren mich die anderen, auch wenn ich das Gefühl ncht los werde das mich alle dabei anstarren, dann sollen sie halt.
Mein erster Therapeut meinte auch knallhart: Reißen sie sich mal am Riemen, das ist keine richtige Psychose dass hat jeder bis zu einen Gewissen grad.

Ich weis mein Pfosten ist nicht hilfreich und stört wahrscheinlich hier einige Bernds, finde aber das ihr auch einfach weinerliche Mädchen seit, so ist das Leben als Erwachsener mit Drogenerfahrung, ist halt so.
Deswegen mach ich auch die Säge an.

roybarberuk Avatar
roybarberuk:#51728

>>51719
Ich bin nicht Tinitus-Bernd.

Ich würde auch nicht sagen, dass mein ganzes Leben im Arsch ist.
Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht einige Chancen ausgeschlagen habe, weil mein Kopf mir dazu ungünstige Verläufe vorgezeigt hat. Wobei diese Derealisation weniger kommt wenn ein Mödchen fragt "Heute ficken" als ob, als wenn ich irgendwo rumsitze in Gedanken und über die Dinge nachdenke, z.B. ob ich versagen würde, wenn ich beschließe zur Party abends zu gehen. Und wenn die Antwort dann aus einem unechtem Gefühl heraus Nein ist, geht die Chance halt vorbei.

Jetzt wo es mir anscheinend von der Persönlichkeit her besser geht versuche ich halt aufzuholen. Auch habe ich noch einige andere berndige Probleme, die Derealisierung schiebe ich nicht als DEN Grund vor, sondern überlege nur, was für einen Anteil sie hatte und was hätte anders laufen können ohne. Also kein Leben umkrempeln, aber einige Entscheidungen anders treffen.

cat_audi Avatar
cat_audi:#51794

>>51728
Wo ist da die Derealisation? Weil man sich Gedanken macht und gegen jeder Erfahrung davon ausgeht dass es schlecht ausgeht?
Ich verstehe euch nicht, wo ist da die Derealisation?

snowwrite Avatar
snowwrite:#51796

Derealisation geht 100%ig wieder weg. Hatte ich von DXM auch mal.

Ich habe übrigens eine LSD-induzierte HPPD. Das geht wohl nicht mehr weg. ;_;

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