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Veröffentlicht am 2016-01-03 17:15:47 in /we/

/we/ 51814: Mir wird schwindelig wenn ich daran denke wie viel Zeit...

yangpeiyuan Avatar
yangpeiyuan:#51814

Mir wird schwindelig wenn ich daran denke wie viel Zeit ich unproduktiv verschwendet habe. Ich habe mit so vielen Dingen damals begonnen und sie früh aufgegeben. Hätte ich bloß weitergemacht! Jetzt habe ich keine Fähigkeiten die ich vorweisen kann und sie zu lernen wird sehr viel Zeit kosten. Ich werde dann schon alt sein.

yehudab Avatar
yehudab:#51815

Tröste dich damit, dass du sicherlich in der Zukunft ebenso viel Zeit verschwenden wirst Die Fähigkeiten, von denen du sprichst, wirst du also eh nicht erwerben.

thehacker Avatar
thehacker:#51816

Es hört sich so abgekaut an, aber es ist nicht zu spät etwas zu ändern. Klar sind vergangene Zeit und entgangene mögliche Erfahrungen nicht wieder gutzumachen.
Versuche dich damit zu trösten, dass meist die Energie und nicht die Zeit die Begrenzung der Produktivität sind. Alleine einfach durch den Tag zu kommen setzt schon ein Maß an Einsatz voraus.
Vielleicht kannst du ja aus deiner Vergangenheit etwas lernen und gibst bei einem neuen Interesse nicht so früh auf. Solltest du das hinbekommen, wird das Gefühl, dass du dich auch persönlich veränderst hast für Hochgefühle sorgen und dir weiteren Antrieb geben.
Von heute auf morgen wird sich aber nicht allzu viel ändern lassen. Bleib an einer Sache dran und akzeptiere, wenn du nebenher viel Zeit als Verschwendung erlebst. Das wird wohl so bleiben.

millinet Avatar
millinet:#51818

>>51814
Sei beruhigt, Bernd. Es kann sein, dass viele der Dinge, die du zu lernen verpasst hast, nur unnötige Sachen waren, die du bloß zur Anpassung gelernt hättest.
Manchmal liegt die größte Tat bei so einer Situation, wie du sie erlebst, darin, eher etwas zu vergessen, statt es zu lernen: die Bedenken und die Sorgen zu vergessen.
Denn obwohl unsere Gesellschaft uns vorspielt, dass wir alle produktiv sein sollen und eine klare Rolle spielen müssen, trifft das doch nicht auf dein Leben zu:
Niemand kann dein Leben für dich leben. Das heißt, du kannst auch nichts verpassen. Du tust etwas oder du tust es nicht. Wenn du es tust, gut. Wenn nicht, auch gut. Aber sich die Stimmung versauen, weil man etwas nicht getan hat, was hilft das? Entweder du machst es oder du lässt es. Das müssen keine großen Dinge sein.
Vielleicht gibt es etwas, das du lange nicht getan hast oder dich nicht getraut hast zu tun, weil "was würden die Leute sagen? etc". Tu dir was Gutes, denk mal nicht nach und versuche dich daran zu erinnern, dass dein Leben keiner Checkliste folgt, wie es unser absurdes Wirtschaftssystem uns vorgaukelt, sondern dass du es in der Hand hast.
Du hast in der Hand, was du tust und wie du dich dabei fühlst. Ich weiß, dass es schwierig sein kann, wenn man von allen Seiten mit Gehirngewäsche bedrängt wird.
Aber dass du mal darüber nachdenkst, ist dein Glück. Wir zweifeln und sorgen uns nicht ohne Grund, und selbst Sorgen und Zweifel können wir mit Freude begrüßen, weil sie uns vor einem Weg bewahren, der nicht der unsere ist.

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