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Veröffentlicht am 2016-02-07 20:06:22 in /we/

/we/ 52020: Ich fühle mich so dreckig. ;_; Ich würde ja ...

christianoliff Avatar
christianoliff:#52020

Ich fühle mich so dreckig. ;_;
Ich würde ja gerne mal irgendwas Produktives tun. Irgendwas, was mich weiterbringt im Leben. Aber es fehlt mir an Kreativität. Ich habe keinerlei Vorstellungen, was mir Spaß machen könnte. Ich habe keine Ideen.
Außerdem bin ich völlig antriebslos. Es macht mich zutiefst traurig, dass ich quasi mein gesamtes bisheriges Leben (bin jetzt auf Lvl. 23) einfach immer gekniffen habe und keine Chance wahrgenommen habe. Dazu muss ich aber sagen, dass ich auch kaum Chancen geboten bekam. Aber selbst die wenigen guten Chancen habe ich dann nicht angenommen. Immer habe ich mich im Zweifelsfall lieber zurückgezogen.
Es gäbe so viel mehr zu weinen. Es ist alles so sinnlos. Ich denke jeden verfickten Tag daran mir das Leben zu nehmen. Aber eigentlich will ich das ja gar nicht. ;_; Besser wäre es wohl.

erikdkennedy Avatar
erikdkennedy:#52021

>>52020
Geh doch mal tags auf die Straße und grüße Menschen. Fange mal Gespräche mit Leuten an. Trau dich etwas Kleines, sprich mit Fremden, versuche etwas, zu dem du dich bisher nicht getraut hast. Das muss nichts Großartiges sein, du sollst nicht unbedingt eine Stegreifrede vor 5000 Leuten halten, probiere einfach etwas aus, was dir Spaß machen könnte, wozu du dich noch nie getraut hast.
Du hast nichts verpasst, dieses Leben ist für dich. Schau doch mal den Film Bad Boy Bubby, mich hat er sehr aufgebaut und wenn du ihn bis ganz zu Ende schaust, siehst du, dass es nie zu spät ist, sein Leben anzufangen. :3 Ich hab dich lieb, Bernd!

mshwery Avatar
mshwery:#52022

Zwei aufbauende Videos für dich:

https://www.youtube.com/watch?v=b2Wdj5BC8u8

https://www.youtube.com/watch?v=iCQ3Mq8U-2Q

Viel Spaß und hab etwas Mut! Du hast noch nichts gewagt, das ist der einzige Grund, weshalb du dich jetzt sorgst.
Und wenn du meinst, dass dich dein Umfeld zurückhält oder hemmt, oder dass du dir selbst im Weg stehst: tu es einfach. Nimm einmal keine Rücksicht auf irgendjemanden.
Es geht im Leben um dich. Wenn du deine Stimme nie erhebst, dich nie bewegst, dann wird man Häuser und Mauern um dich herum bauen. Vielleicht stört dich das ja nicht, aber wenn doch, dann tu einmal etwas für dich. Probiere dich aus, und wenn es nichts wird, macht es auch nichts!

m4rio Avatar
m4rio:#52023

D-Danke. Ich bin einfach nicht aufnahmefähig für neue Informationen. Das wird auch immer schlimmer. So seit 2013 etwa entwickle ich mich gar nicht mehr weiter. Ich fühle mich so als wären meine Gehirnzellen langsam am Absterben. ;_;
Ich habe auch das Gefühl, dass meine Intelligenz immer weiter nachlässt. Ich kann nur an negative Dinge denken. Immer wenn ich in die Vergangenheit schaue, sehe ich nur schwarz. Ich habe in meinem Leben niemals irgendetwas Gutes erlebt. Niemals. ;___;
Es ist so unfair alles.

artheft_ua Avatar
artheft_ua:#52024

>>52023
Also, wenn du meinst, dass dir die Aufnahmefähigkeit fehlt, um etwas Neues zu lernen, dann hast du noch eine Möglichkeit, die ist gleichzeitig die leichteste und die schwerste:
Lerne dich so zu akzeptieren wie du bist. Akzeptiere, dass du die Dinge nicht ändern kannst. Das hat nichts mit Resignation zu tun. Du schaffst damit etwas, das vielen nicht gelingt: zuzugeben, dass die Erfolge im Leben selten ihr eigenes Werk und ihr eigener Verdienst sind.
Wieso solltest du dich schlecht fühlen, bloß weil andere vielleicht mehr tun oder mehr können? Dafür haben sie ja auch mehr Verpflichtungen.
Und die anderen Menschen, mit denen du dich vielleicht vergleichst, sie werden ja auch vielleicht von vielen Menschen gestützt, gedrängt und zu einem bestimmten Ziel gedrängt. Du bist zwar im Moment traurig über deine Rolle, aber du hast auch weniger Verpflichtungen und wenn Leute dich dafür anmotzen, dass du eben kein so aufregendes Leben hast, dann musst du nicht auf sie hören.

Es gibt Leute, die ohne die Schule gemacht zu haben, mit 30 auf einmal anfangen, Filme zu drehen und wie auf wundersame Weise Dinge erleben, die sie nie in ihrem Leben erwartet hätten.
Auch wenn es eine Figur aus einem Buch ist, aber hättest du geglaubt, dass Frodo, der Hobbit, so ein kleiner gemütlicher Zeitgenosse, tatsächlich mal die Welt von Mittelerde bereist, dass dieser so unscheibare kleine Fellfuß einen wichtigen Beitrag zur großen Geschichte liefert?
Und sind es nicht gerade die Unwahrscheinlichen, bei denen man sich am meisten freut, wenn sie ihren Weg gefunden haben oder auf etwas gestoßen sind, was ihnen Spaß macht?

Jedes Leben bringt seinen eigenen Maßstab mit.
Wenn du dich schlecht fühlst, kann es daher kommen, dass du glaubst, du hättest eine Checkliste abzuarbeiten, die dich dazu berechtigt, glücklich zu sein und aufatmen zu können. Dinge zu tun, dich anzupassen und so weiter. Aber so etwas gibt es nicht. Natürlich leiden trotzdem viele Menschen an so etwas, weil sie unterbewußt daran glauben, dass sie sich nach anderen richten müssen.
Aber solange du Zeit zum Grübeln und Zweifeln hast, kannst du dich selbst besser kennenlernen, auch auf dich wartet Freude.
Und sie läuft dir nicht weg.
Mach dir erstmal kein schlechtes Gewissen wegen etwas das du getan oder nicht getan hast.
Du bist nicht deine Vergangenheit, du bist nicht, was andere von dir denken, was andere von dir verlangen oder erwarten. Du bist das, was du sein willst.
Und es ist auch eine Art Privileg (obwohl es selten so wahrgenommen wird) unserer Zeit, dass man nichts tun muss. Was den meisten Menschen dieses Privileg vermiest, ist, dass sie durch Eltern und Umfeld ins Unterbewußtsein gebrannt bekommen haben, dass man sich schlecht fühlen sollte, wenn man sich nicht für ein anonymes Kollektiv aufopfert und für einen Hungerlohn irgendeine Arbeit halbherzig verfolgt.
Das ist Unsinn. Du schaffst dir deine eigenen Werte und das Leben ist, solange du atmest, weicher Lehm in deinen Händen, den du bearbeiten kannst.
Und selbst wenn der Lehm sich verfestigen sollte, du hast immer Zeit, um die Schönheit und Einzigartigkeit dieser Form, die Einzigartigkeit deines Lebens wertschätzen zu lernen.

xarax Avatar
xarax:#52025

>>52024
Ich vergleiche mich gar nicht mit anderen. Ich will nur mal irgendetwas tun, was mir selbst Spaß macht. Aber ich bin unfähig Freude zu empfinden. Selbst wenn ich mich für längere Zeit dazu zwinge etwas zu tun. Danach bin ich einfach nur froh, wenn ich es hinter mir habe und völlig erschöpft.
Dadurch habe ich auch generell kaum Lust etwas längefristig zu tun. Wozu auch, wenn ich keine Freude empfinden kann.

iamglimy Avatar
iamglimy:#52034

Was du beschreibst, kenne ich sehr gut. Probier doch mal Drogen aus, bei mir haben Opiate, LSD und DMT geholfen, mein Schwarzsehen zu überwinden.

andyisonline Avatar
andyisonline:#52035

>>52034
LSD und auch Heroin habe ich schonmal probiert. LSD war auch soweit ganz nett, bin aber immer noch berndig.

ah_lice Avatar
ah_lice:#52036

>>52034
Super, treib doch auch noch in die Heroinsucht rein, dann wird alles besser.

An OP:

Schreib doch bitte etwas mehr über deine Lebenssituation (job, einkommen, alleine-lebend?, Ausbilung), so kann man vielleicht gezielter Ratschläge geben.

markolschesky Avatar
markolschesky:#52037

>>52036
23, war zwei Jahre lang NEET. Gehe jetzt wieder zur Schule, hole das Abitur an einem Berufskolleg für elektronische Datenverarbeitung IT nach, werde ich dann nächstes Jahr (also mit 24) abschließen. Dürfte von den derzeitigen Noten her auch klappen.
Einkommen besteht aus Schüler-Bafög + neuerdings KfW Kredit. Ich lebe allein im sozialen Brennpunkt und habe quasi keine Freunde. Ich will hier wegziehen, weil es mir nicht gefällt, daher suche ich bereits eine Wohnung.
Ich bin komplett langweilig und habe zu nichts eine Meinung. Mit meinen Klassenkameraden rede ich nicht, obwohl die ja eigentlich auch relativ berndig sind teilweise. Aber selbst für die bin ich zu sozialbehindert.
Eigentlich interessiert mich das Sozialleben aber auch nicht wirklich, ich will lieber spannende Dinge erstmal alleine machen, damit bin ich auch okeh, aber mir fällt einfach nichts ein. Ich würde gerne mal verreisen oder so (alleine), aber ich weiß nicht so recht wohin und was ich dort dann tun soll außer sinnlos rumzulaufen. Habe in meinem Leben auch nie wirklich Urlaub gemacht.

rohan30993 Avatar
rohan30993:#52038

>>52037
Hey, dass du nach 2 Jahren NEET-Dasein, jetzt das Abitur nachholst, und es offenbar auch schaffen wirst spricht doch schon mal für dich. Nicht jeder hätte sich dafür aufgerafft.

Und das gibt dir doch immerhin eine Perspektive, die auch besser ist als bei anderen Bernds.

>spannende Dinge
Wie verbringst du denn Zeit, ausserhalb der Schule? Sitzt du nur apathisch rum, oder tutst du irgendwas, dass man Ansatzweise als Hobby definieren könnte? ...Und sei es nur Animu.

>Suizidgedanken & Antriebslosigkeit
Bernd, ernsthaft: Das sind Dinge die du Ärztlich abklären lassen solltest. Vielleicht ist auch nur mit deiner Schilddrüse etwas nicht in Ordnung. Erklär die Situation deinem Hausarzt, lass dich durchchecken, und rede vielleicht mal mit einem Psychologen. Vielleicht erfährst du so was mit dir los ist.

Das könnte wirklich der erste Schritt sein, damit es mit deinem Leben aufwärts geht. Klingt banal etc. Aber ich kenne selbst auch einige Leute denen es geholfen hat. Viel Glück.

subburam Avatar
subburam:#52039

Wirf deine Besten Jahre nicht weg Bernd. Tu etwas.

davidcazalis Avatar
davidcazalis:#52040

>>52038
>Sitzt du nur apathisch rum, oder tutst du irgendwas, dass man Ansatzweise als Hobby definieren könnte?
Ich sitze wirklich nur noch apathisch rum. Manchmal frage ich mich selbst was ich eigentlich tue. Ich tue einfach nichts.

>Arzt
>Psychologe
War ich schon jeweils. Bin auch noch in Psychotherapie. Ändert aber auch nicht wirklich viel. Es geht zwar irgendwie "vorwärts" bzw. ich rede mir das ein, aber ich kann auch nicht sagen was dort vorwärts geht. ;_;
Warscheinlich bringt es auch nichts bei mir. Ich leide eben unter einer ausgeprägten Anhedonie. Ich habe eigentlich seit ~5 Jahren keinerlei wirkliche Freude mehr empfunden.

mat_stevens Avatar
mat_stevens:#52041

>>52040
Kriegst du auch Psychopharmaka? Klar ist das nicht toll, aber wenn die Anhedonie bereits so schlimm ist würde ich es unbedingt probieren, bevor es sich noch mehr chronifiziert.

Geht doch um dein Leben, Bernd! ;_;

tomgreever Avatar
tomgreever:#52043

>>52041
Habe ich irgendwann abgesetzt. Hat auch nichts gebracht. ;_;
Bin einfach ein genetisch-minderwertiger Untermensch denke ich. Ich wünschte ich hätte mal jemanden zum Reden oder so. Aber ich habe ja nichtmal irgendetwas mitzuteilen. Mir würde es reichen, wenn jemand einfach mal da wäre und nichts erwartet oder so. ;_;
Ach, keine Ahnung. Ich sollte einfach grillen gehen. Ich bin ohnehin nur eine Belastung für den Volkskörper.

xspirits Avatar
xspirits:#52044

Aber immerhin gibt es Bernd, der mich trösten kann im Notfall. :3

jjshaw14 Avatar
jjshaw14:#52045

>>52043
Du könntest doch über eine anonyme Email Adresse, versuchen eine Art Brief-(Oder Skype)Freundschaft mit einem Bernd aufzubauen. Je nach Standort und persönlichen Sympathien, wird viellicht sogar eine Echtleben-Freundschaft daraus.

Mach doch mal einen Faden dazu auf. "Bernd sucht Freunde" oder so.

Fühl dich geknuddelt Bernd.

RussellBishop Avatar
RussellBishop:#52063

Hallo Bernd,

mir geht es fast so wie dir. Ich bin auch 23, auch wenig erreicht im Leben (bisher), teilweise antriebslos. Statt gekifft, habe ich jeden Tag gesoffen.

ABER: Ich habe in letzter Zeit viel darüber nachgedacht und gelesen, wie ich da wieder rauskomme. Habe vor ein paar Monaten mit dem Saufen aufgehört und mir eine Ausbildung gesucht.

Was du erst einmal realisieren solltest ist, dass es mit 23 nicht zu spät ist. Ich habe mir schon mit 14 gewünscht wieder 10 zu sein um wieder "ganz neu anzufangen", spätestens mit 18 hat mich dann dieser Gedanke, dass alles zu spät ist aufgefressen und ich habe mit dem Saufen angefangen. Alles wurde immer schlimmer: Straftaten, Schulden, Führerschein weg. Scheiße.

Vor einem halben Jahr kam dann der Gedanke: So länger ich damit warte mein Leben in den Griff umso schwieriger wird es.
Ich sage nicht, dass du es schaffen wirst, aber in spätestens 7-17 Jahren hast du KEINE Chance mehr. Jetzt hat du noch die Möglichkeit alles zum Guten zu wenden und es hängt ganz von dir ab, ob es was wird oder nicht.

Und nein, du wirst nicht immer hinterherhängen (wenn du das nicht willst), der limitierende Faktor ist Energie und nicht Zeit.zugegeben vielleicht auch Glück, aber da du das nicht beeinflussen kannst, gib einen Fick drauf

Neben den obligatorischen Tipps sich irgendetwas Festes, wo du jeden Tag hinjuckeln musst zu suchen und mit dem Kiffen aufzuhören, (oder zu reduzieren, wenn du das kannst) solltest du dich auf Produktivität zu konditionieren.
Ziele setzen und dann eines bis drei davon verfolgen. Fang mit 10-30 Minuten am Tag an und steigere dich dann. (Steigerungen genau festlegen!)
Anschließend belohnen. (bspw. erlaubst du dir nur zu Kiffen, wenn du dein (Wochen-)Ziel erreicht hast)
Du musst aber alles GENAU planen und dich zu 99% dran halten, dass ist sehr wichtig. Du solltest vorher schon dein Versagen einplanen und dir bspw. einen "Cheat"-Tag in der Woche geben (möglichst fest), an dem du nichts machen brauchst. Ansonsten läufst du Gefahr bei jedem Rückschlag (die SICHER kommen werden), direkt die Flinte ins Korn zu werfen.
Du findest zu dem Thema aber auch einige Bücher, kann dir auf die Schnelle aber nichts empfehlen.

Geh es ganz entspannt an, ich für meinen Teil bin auch kein Hartkern-Schaf, aber so ein paar Stunden am Tag an seinen Zielen zu arbeiten ist wirklich sinnvoll und führt zu mehr Zufriedenheit. Das ist aber nicht alles was du machen solltest um glücklicher zu werden, aber für die nächsten Monate reicht das erstmal.

franciscoamk Avatar
franciscoamk:#52064

>>52063
Nachtrag: Habe gerade gesehen, dass du zur Schule gehst, habe das vorhin überlesen. Dann kannst du das in meinem Text einfach überlesen.

meisso_jarno Avatar
meisso_jarno:#52084

wo ist der Fuckmann ?

ma_tiax Avatar
ma_tiax:#52089

>>52045

Würde dieser Bernd begrüßen.
Ich frage mich sowieso, warum die Chance nicht wahrgenommen wird, obwohl sie so offensichtlich ist. Dutzende Weltschmerz-Bernde ohne Freunde klagen über ihre Einsamkeit, warum nicht untereinander austauschen und einfach mal treffen? Insbesondere, wenn es gerade solche Menschen sind, die verstehen, wie man sich fühlt.

herkulano Avatar
herkulano:#52090

Hey Bernd, mir (22) geht es eigentlich genauso wie du. Ich kann kaum Freude empfinden, bin sehr unkommunikativ und extrem unkreativ. Dazu kommen geringes Selbstwertgefühl und soziale Angst samt Rückzug.

Versuche jetzt allerdings meinen Despressionen beizukommen und werde demnächst eine Magnet-Resonaz-Therapie starten. Werde dann mal berichten, ob sich Besserung eingestellt hat.

degandhi024 Avatar
degandhi024:#52094

>>52020
Ich kenne das Fühl. Ich lenke mich in der Woche mit Arbeit ab und am Wochenende mache ich Weini.
Bin jetzt auf Stufe 26. Ok, hab ein paar Nutten gefickt.
Nur du kannst etwas ändern :^)
Oder du endest wie ich...

1markiz Avatar
1markiz:#52096

>>52094
Verdammte Scheiße Bernd.
Mir geht es sehr ähnlich. Es kann doch nicht sein, dass es so vielen Leuten so geht. Jeder einzelne ist einer zu viel.

Mir ist zum Heulen zu Mute, dabei ist mein Leben rein faktisch betrachtet gut. Studium fast abgeschlossen, Nebenjob und Freunde.
Aber keine Hobbys, kein GF (Zauberlehrling), keine Ahnung was mit sich selbst anzufangen.
Und wie ich einerseits unter der Woche durchaus gestresst von Arbeit und Studium sehnsüchtig auf das Wochenende warte, so verbringe ist es im besten Falle mit Alkoholexzessen und Auskatern. Es zieht mich eine ständige innere Leere ins Dunkel und wenn ich erst mal im Dunkeln bin, dann reist es mich richtig elendig zu Boden.
Weinen kann ich nur selten. Leider, denn das tut gut. Meistens sitze ich mit einem dumpfen Gefühl von Aufregung gerade etwas zu verpassen, der Angst nie groß Freude zu erleben und keinen Sinn im Leben zu finden da und spüre wie mein Herz im Stress unermüdlich schneller und schneller zu pumpen scheint.
Gehe ich etwas vor die Tür scheint mir bei gutem Wetter die Sonne rotzfrech ins Gesicht, die Leute lachen und sind glücklich. Rennen in ihre Konsumtempel, scheinbar sorglos (ich weiß, dass es anders ist - ich selbst halte ja eine Maskerade aufrecht, nur wie lange noch?) und zufrieden.
Das macht mich fertig. Am liebsten habe ich zur Zeit tristes graues Scheißwetter. Keine Leute im Park. Ruhe. Aufatmen. Für einen kleinen Moment einen inneren Frieden finden. Dennoch verschwindet das Gefühl der inneren Leere, des Schmerzes nie vollständig.
Mit Drogen versuche ich mir Glücksmomente zu erstehlen, die mir nicht zustehen. Bisher nur harmloses Zeug, aber ich brauche wohl mehr.
So geht ein Wochenende vorrüber und ich bin insgeheim wieder froh, dass der Alltag von vorne beginnt. Da habe ich Menschen um mich, fühle mich in der Maskerade des Glücklichen wohl - vielleicht bin ich sogar zeitweise Glücklich. Würde ich nur nicht immer und immer wieder, jeden verfickten Tag, jede verfickte Stunde, eigentlich sogar jede gottverdammte Minute wieder in das Loch aus Schmerz und Nichts fallen, dass mich so fesstelt und meine Energie frisst.
Ich schmiede mir Pläne, doch verwirklichen kann ich sie mir nie.

Wo führt mich das nur hin?

kamal_chaneman Avatar
kamal_chaneman:#52097

>>52096
>Es kann doch nicht sein, dass es so vielen Leuten so geht. Jeder einzelne ist einer zu viel.
Ich beobachte ständig Arbeitskollegen und bin mir sicher, dass ich mindestens zwei weitere Roboter in der Abteilung habe.
Es gibt so viele Menschen mit sagen wir mal Dauertrauer. Bevor ich im Netz lauerte, dachte ich immer, dass ich der einzige mit Maske bin. Dem ist jedoch nicht so!
Natürlich geben die wenigsten ihre Schwächen zu und zeigen ihre Depressionen o.ä..
Aber was sollen wir auch tun? Alleine schon der Arbeitgeber sollte am besten nichts von dem Scheiß erfahren.


>Mir ist zum Heulen zu Mute, dabei ist mein Leben rein faktisch betrachtet gut. Studium fast abgeschlossen, Nebenjob und Freunde.
>Aber keine Hobbys, kein GF (Zauberlehrling), keine Ahnung was mit sich selbst anzufangen.
Du hast, genau wie ich, Industrielandansprüche. Ein Leben ohne Sex und Kuscheln? Pfff, da häng ich mich lieber weg! (Schaffe es nur nicht, weil der menschliche Überlebensinstinkt mich im letzten Moment rettet)

>Und wie ich einerseits unter der Woche durchaus gestresst von Arbeit und Studium sehnsüchtig auf das Wochenende warte, so verbringe ist es im besten Falle mit Alkoholexzessen und Auskatern. Es zieht mich eine ständige innere Leere ins Dunkel und wenn ich erst mal im Dunkeln bin, dann reist es mich richtig elendig zu Boden.
Genau so geht es mir. Ich kann wenigstens mit meinen NEET-Brüdern schreiben. Aber ist das alles im Leben?

>Weinen kann ich nur selten. Leider, denn das tut gut.
Isso!

>Meistens sitze ich mit einem dumpfen Gefühl von Aufregung gerade etwas zu verpassen, der Angst nie groß Freude zu erleben und keinen Sinn im Leben zu finden da und spüre wie mein Herz im Stress unermüdlich schneller und schneller zu pumpen scheint.
Wie eloquent ausgedrückt :3

>Gehe ich etwas vor die Tür scheint mir bei gutem Wetter die Sonne rotzfrech ins Gesicht,
Mache ich am Wochenende nicht.

>die Leute lachen und sind glücklich. Rennen in ihre Konsumtempel, scheinbar sorglos (ich weiß, dass es anders ist - ich selbst halte ja eine Maskerade aufrecht, nur wie lange noch?) und zufrieden.
Glückliche Pärchen machen mich wütend. Ich gucke immer weg.

>Das macht mich fertig. Am liebsten habe ich zur Zeit tristes graues Scheißwetter. Keine Leute im Park. Ruhe. Aufatmen. Für einen kleinen Moment einen inneren Frieden finden. Dennoch verschwindet das Gefühl der inneren Leere, des Schmerzes nie vollständig.
Wie fühlt sich innerer Frieden an?

>Mit Drogen versuche ich mir Glücksmomente zu erstehlen, die mir nicht zustehen. Bisher nur harmloses Zeug, aber ich brauche wohl mehr.
Mach das nicht! Danach gehts dir noch schlechter. Du siehst solche Gestalten ja am Bahnhof. Du verlierst vielleicht deine Jungfräulichkeit, aber kommst nie wieder hoch!

>So geht ein Wochenende vorrüber und ich bin insgeheim wieder froh, dass der Alltag von vorne beginnt. Da habe ich Menschen um mich, fühle mich in der Maskerade des Glücklichen wohl - vielleicht bin ich sogar zeitweise Glücklich. Würde ich nur nicht immer und immer wieder, jeden verfickten Tag, jede verfickte Stunde, eigentlich sogar jede gottverdammte Minute wieder in das Loch aus Schmerz und Nichts fallen, dass mich so fesstelt und meine Energie frisst.
Soziale Interaktion hilft. Auch, wenn mans nicht glaubt.

>Ich schmiede mir Pläne, doch verwirklichen kann ich sie mir nie.
Welche Pläne?

>Wo führt mich das nur hin?
In die Klapse oder in den Tod.

Ich bin schlafen. Zu viel für heute.

stuartlcrawford Avatar
stuartlcrawford:#52098

>Aber was sollen wir auch tun? Alleine schon der Arbeitgeber sollte am besten nichts von dem Scheiß erfahren.
Weniger oberflächlich sein. Nicht alles mit Werbung über irgendwelche Lebensideale zu kleistern.

>Wie fühlt sich innerer Frieden an?
Dezentes Glücksgefühl bei voller Akzeptanz dessen was man ist.

>Welche Pläne?
Kurzfristiges, wie Erledigungen. Mittelfristiges, wie Hobbys aufbauen/nachgehen. Langfristiges, wie der Wunsch eine Familie zu gründen, einem Sohn die Natur zeigen, Eisenbahn mit ihm spielen...
Gerade das Langfristige steht zur Zeit gar nicht zur Debatte - denn das wird so nie passieren.

>In die Klapse oder in den Tod.
Ich will doch einfach nur mit mir zufrieden sein.

sindresorhus Avatar
sindresorhus:#52114

>>52020

Beweg dein Arsch und raff dich auf.
Du bist lvl 23,ich bin Magier,Stufe 1.
Mein Leben ist vorbei,du kannst noch soviel erreichen und erleben,du musst nur endlich aufmannen.
Glaube mir,du kannst dir nicht vorstellen wie schnell die Zeit vergeht.23 war ich auch mal,vor 8 Jahren,scheisse wo ist nur die Zeit geblieben fragt man sich dann.
Nutze die Zeit die du hast.

thomasgeisen Avatar
thomasgeisen:#52115

>>52023
>>52020
Dir geht es genau wie mir.

Neuste Fäden in diesem Brett: