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Veröffentlicht am 2016-02-15 04:11:4 in /we/

/we/ 52066: Bernd ist in einem komischen Dilemma. Irgendwie bin ...

iamgarth Avatar
iamgarth:#52066

Bernd ist in einem komischen Dilemma.

Irgendwie bin ich in einer Beobachterperspektive steckengeblieben. Ich sehe die Handlungen der Menscheit aber nicht die Details. Wenn ich dann doch versuche die Details zu sehen deprimiert es mich wie wenig man von alleine als Mensch machen kann. z.B. ist es beeindruckend wie wir Menschen ins All hin und zurück schicken können. Aber dies ist ja die Zusammenarbeit von vielen Menschen. Selbst an einem Detail arbeitet eine Gruppe von den besten der besten sehr lange.

Das paradoxe ist, dass Bernd einerseits den Wunsch hat viel zu bewirken aber andererseits sich auch bewusst ist wie unfähig er ist. Ich habe weder Talente noch irgendwelche einzigartigen Visionen. Es ist ein egoistisches Verlangen. Beobachter zu sein scheint das richtige für mich zu sein aber dennoch werde ich dieses Verlangen etwas großartiges zu erschaffen nicht los.

Immer wenn ich mir etwas vornehmen will gehe in diese Beobachterperspektive welche mir alle Motivation raubt. Mir wird klar wie unbedeutend und durchschnittlich was dazu führt, dass ich aufgebe und stattdessen mich ins Netz oder in Medien flüchte, wo jeder ein Genie und bedeutend ist.

albertodebo Avatar
albertodebo:#52068

Versuch mal mit ner Mücke im Raum zu pennen.

Irgendwas kriegst du schon auf die Kette Bernd und wenn nichts Weltbewegendes dann in deiner kleinen persönlichen Realität.

Mir gehts besser seitdem ich weniger an anderer Leute maß Messe, sondern meinem Umfeld (und damit mir Selbst) mehr Wertigkeit gebe.
Eigentlich logisch oder Berndi?

jqueryalmeida Avatar
jqueryalmeida:#52078

>>52068
>Mir gehts besser seitdem ich weniger an anderer Leute maß Messe

Leichter gesagt als getan wenn die Gesellschaft nur daran interessiert ist ob man besser als die anderen ist. Und solange man nicht völlig selbstständig auf dem Bauernhof lebt muss man sich der Gesellschaft fügen.



Und noch was: ich gehe das Leben viel zu träumerisch und idealisierend an und beschwere mich ständig über Dinge die ich nicht ändern kann die aber einfach zum Leben gehören. Ich kann sie nicht einfach ignorieren und im Moment Leben. Sie sind ständig in meinem Kopf.

ninjad3m0 Avatar
ninjad3m0:#52079

>>52078
Vielleicht hast du einfach zu wenig, was dich tatsächlich beschäftigt?

Du weißt sowieso Bescheid, was für dich persönlich wichtig und erreichbar ist, so klemme dich doch einfach dahinter und lass den Rest bleiben.

Ich weiß, globale Ereignisse etc.pp. sind wie eine Droge, aber wenn du mal festgestellt hast das du zwei Wochen NULL davon mitbekommen kannst und es dein Leben nicht im Geringsten negativ beeinflusst, lässt du es vielleicht bleiben.

aaronstump Avatar
aaronstump:#52080

>>52078

Klar Bernd, ich hab ja nicht gesagt das es leicht ist, habe ja selber ewig gebraucht um das festzustellen und umzusetzen.

Was ich dir sagen wollte war: "Arbeite an dir und es wird besser".

Schlimmer willste ja nicht, oder?

rdbannon Avatar
rdbannon:#52108

Dieser Bernd empfindet ähnlich.
Aber Experienzierung getätigt dass auch schon kleine Meilensteine Bernds Gemüt nachhaltig zu erquicken vermögen. So negative Gedanken entstehen immer in Bernds Kopf, wenn er nicht laufend an einer Sache dran bleibt und auf /b/ lauert anstatt sich mit Produktivität davon abzulenken.

Neuste Fäden in diesem Brett: