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Veröffentlicht am 2015-04-29 09:35:19 in /z/

/z/ 5305: Bleistift: anpitzen, Härten, wischen?

gmourier Avatar
gmourier:#5305

Spitzt ihr eure Bleistifte immer sofort an, wenn er nicht mehr 100% spitz ist? Das würde meiner Meinung nach schon Sinn ergeben, aber da ja wirklich nur die Spitze der Mine abgenutzt ist, schneidet man einen Großteil der Mine einfach an den Seiten ab. Das ist ganz schön verschwenderisch. Und gerade weiche Bleistifte sind ja nach ein paar Strichen schon nicht mehr spitz.

Wie viele verschiedene Bleistifthärten sollte man haben / habt ihr? Reicht da weich - mittel - hart oder habt ihr viel mehr, um besser abstufen zu können?

Wie steht ihr zum Verwischen und wenn ihr es tut: womit? Ist ein Estompe empfehlenswert?

iqbalperkasa Avatar
iqbalperkasa:#5306

Ich benutze einen Druckbleistift aus Japan. Ich spitze nie wieder an.

exevil Avatar
exevil:#5307

Benutze einen Fallminenstift in 3B und ansonsten Bleistifte in 2B und 3B. Für besonders dunkle Bereiche habe ich noch einen Bleistift in 8B.

>Wie steht ihr zum Verwischen
Wer ordentlich schattieren kann, muss nicht wischen.

andina Avatar
andina:#5308

mit der richtigen Haltung bleibt der Stift automatisch spitz.

https://www.youtube.com/watch?v=pMC0Cx3Uk84&feature=youtu.be

markgamzy Avatar
markgamzy:#5309

>>5308
So wie ich.

ankitind Avatar
ankitind:#5310

>>5305
Wenn du mit Bleistift zeichnest, lege dir immer ein paar Schmierblätter bereit, die etwas rauher sind als das gewöhnliche Schreibpapier, zum Beispiel benutztes Aquarellpapier oder Blätter aus einem Skizzenblock. Wenn du einen Bleistift ohne ihn anzuspitzen, wieder spitz machen willst, halte ihn schräg an das Papier, sodass die rohe Holzfläche sowie das Graphitstück am Papier aufliegt und schraffiere darauf herum, besonders die Stärken F und B werden damit wieder spitz und es erspart dir lästiges Anspitzen.
Alternativ kannst du dafür auch Schleifpapier mittlerer Körnung bereitlegen.

donjain Avatar
donjain:#5311

>>5305
Druckbleistifte sind eher zum Schreiben gedacht, darüberhinaus sollte man die Finger davon lassen.
Wenn du unbedingt mit Bleistift zeichnen willst, besorge dir die Stärken H1, F, HB, und B1 bis B6.
Ich persönlich kann allerdings nicht verstehen, warum alle Zeichenanfänger sich mit Bleistiften herumquälen. Das ständige Angespitze, brechende Minen und zehn verschiedene Stifte für ein Bild halte ich für entbehrliche Umständlichkeiten.
Probiere doch mit Kohle zu zeichnen. Kohle ist der Pinsel der Zeichentechniken: ein Stück Kohle kann bei einiger Fertigkeit einen ganzen Satz Bleistifte ersetzen, feine Zeichnung, zarteste Striche bis hin zu expressivsten dynamischen Skizzen, alles möglich mit ein und derselben Kreidestärke. Wischtechniken erhalten bei Kohlezeichnungen auch eine völlig neue Dimension der Ausdrucksstärke. Das ist möglich mit Schwamm, Taschentuch, mit der Hand oder aber ganz kunstvoll und distinguiert mit der Radierkreide. Wichtig: Beim Zeichnen mit Kohle braucht man ein Fixativ. Also solltest du ein Bild fertiggestellt haben und du willst es aufbewahren, musst du es mit Fixierspray bearbeiten. Haarlack oder Haarspray tun aber auch ihren Zweck.

mj_berthelsen Avatar
mj_berthelsen:#5312

>>5307
Schattieren ersetzt kein Verwischen. Du könntest auch sagen: wer ordentlich backen kann, muss nicht kochen.

sketi_ndlela Avatar
sketi_ndlela:#5313

>>5311
> Radier*knete

rawdiggie Avatar
rawdiggie:#5317

>>5312

Wischen ist in den meisten Fällen bescheuert.
Wenn es darum geht, etwas plastisch darzustellen, arbeitet man Kanten durch reines Schattieren heraus. man sollte praktisch keine Linie ziehen sondern diese lediglich durch Schattierung entstehen lassen. Je mehr Kontrast vorhanden ist und je besser die Übergänge von Schwarz zu Weiß gemacht sind, desto plastischer wirkt etwas. Verwischen zerstört sowohl den Kontrast als auch die Übergänge, da es zu einheitlicher grauer Schmiererei wird. Genauso verliert man die durch Schattierung entstandenen Kanten, es sei denn man schafft es millimetergenau zu verwischen, was ziemlich albern wäre, da man meistens nur wischt, weil man zu faul zum Schattieren ist.

stuartlcrawford Avatar
stuartlcrawford:#5320

>>5317
Wischen ist eine Technik für andere Effekte. Wenn man mit Bleistift zeichnet, sieht es ordentlicher aus, wenn man schraffiert, aber Bleistift ist auch ein ziemlich langweiliges Zeichengerät. Verwischen ist besonders bei Kreide- Kohle- Rötel- und Pastellzeichnungen interessant.
Für scharfe Kontraste ist Bleistift ohnehin das Falsche. Selbst der weichste Bleistift ist immer noch ein schmieriges Grau. Eindrucksvolle Kontraste bekommt man bei Zeichnungen am besten mit Kohle hin. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum man noch Bleistift benutzt. Ständig brechen die Minen, selbst fotorealistische Zeichnungen sehen damit langweilig und nichtssagend aus. Meinetwegen sollen Kinder damit zeichnen oder Comiczeichner und Mangaka ihre Reinzeichnungen vorbereiten, aber das wars auch schon. Es sieht einfach nie schön, dafür aber meist unbeholfen und fade aus.

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#5321

Dieser Bernd hier nutzt alles zwischen 4h-9b, je nachdem, was er vor hat entscheidet er sich für Abstufungen.
Ein ziemlich düsteres Bild wäre also mit HB,4,6,7,9b gestaltet. Schwer das genau zu definieren. Oft ist auch ein HB/2b Druckbleistift mit dabei.

Wie du in deinem Text schon sehr verdeutlichst braucht man oft einen optimal Spitzen Stift.

Meist benutzt dieser Bernd feines Schleifpapier, einen Strich mit dem Bleistift drüber und es läuft zu einer Seite spitz zu.

Estompe ist ein gutes Hilfmittel, es geht aber genauso gut (und wahrscheinlich günstiger) mit Make-Up entferner, die man teilweise in verschiedenen Größen für wenig Geld bekommt.

Auf keinen Fall mit dem Finger, ist die ja sicherlich bewusst.

Ansonsten sagten schon alle Vorredner das wichtigste.

sunshinedgirl Avatar
sunshinedgirl:#5325

>>5320
>Es sieht einfach nie schön, dafür aber meist unbeholfen und fade aus.
wat

mfacchinello Avatar
mfacchinello:#5326

>>5320
>Es sieht einfach nie schön, dafür aber meist unbeholfen und fade aus.
Top kek.

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